Skip to main content

Full text of "Beiträge zur Kenntniss der Befruchtung der vollkommeneren Gewächse"

See other formats






'I* 




BEITRAfiE 




ZUf 




DER IFRICHTIIG 



I 



DER 



VOLLKOMMENEREN GEWACHSE 



f 



i 



\0% 




\ > 



r 



K- 
' 



'i' 



<*■! 



CARL FRIEDRICH GARTNER, 

icr Median, der Leopold. Carali... Acad, der Naturforsd.er. der konigl, 
visch. botaii. GeseIUcl..-if.t /» Rrgensburg, der nahivfor.sch. der Wetferan. dor 
des OstcrlAiKks z\i Altwiburg unci m, a. -eUhrtea GesellseJiaften Mit^licd. 



r' 



/ 






^ 



1 



ERSTER THEIL. 



Versiuhe iind Bcobachtunoen liber 



die Bcfruchtung'sor^anc dor 
voUkoauncueron Ge^vatlhse, uiid lihcr die naturlicl)e und kiinstliclic 

I^cfrutlitiing durch deu eigenen Pollen. 



T i } 



(I 



I ' r 




i» 




> 



I 




^ 




STUTTGART. 

E. schweizerbaut'sche verlagsjiandlt 

1844. 









>- 



m 





L 



3tt itmfelben aSerrage tfl erfc^tcttet, : 



^^attttgefc^ic^te bet bvei mi^t. 



3«r 






, aftqemeinen SScIeljning bcnrbeitet »on 



if 



J^. G?. I3r 



irnn, ;K 



nan 



nfntemifcf,e„ Je^rern ju 5?eibc!6ern, S?rei&Mrn nnb 



Serirt. 



*^i;f I""' .^'^ ?^'^^^ ""^ ""-^ S'^f>r""n ^e^ 5(tla^. 



1) 



(Hfc ^tlaa wirlr flraJJs flfjjdtcn.) 



''i 931*. 






SiWoff, Or. ®. SBT. , «,iirt„rt, bet SSotaniJ. 



rtfein in 4. ltn^ 



cart fr. 12. 48 it. m. 8. 



8. 



Ptclcn ^?oljri-()nttten. 
©PecieaeSotanif,ut2WKiUm,enc.rt;ff! 



«^. 5. 



beutfcf) 

net mt} ttfiatt ' ' '"' *""' 



ff- 1. 36 fr. s^. 1. 






mt 



m\xm)ix S?in\m 



ijm - 



iiv« 



cart. fl. 3. 12 fr. 9f. 2. 



r ^::i.ts-^" - - - ^^^^^^^ 



Stgurcn. 



^T"h'„f •? ^* ®" ^'"'^^"^ <='"^'^ ®ef.^tAtc ber mtnv 



mh 



(Uitter bev ^rcffe^) 



'iffhnitten, 






fT. 8. 



9?. 5. 
5f?cbfl 8 



ff 




^atuvqefOfidjtt 



.f 



br. ff. 1. 

Soolo^ie, a ^^nbe, mit 22 

cart. ff. 17. 36 '• 



15 <|ar 



t 



-^ 




1*_ 







V 

^ 



lA- 






ven 



aerne 



\ 



ml) 



/ 



Me, 
iTnJ). 
orb- 



V 



er 



») 



(tV 



■^ 





iTc) 

tier 
en. 



I. 



8 

6'- 



I 



4i 



C 



1. 



t 



I? 



W 





--■--. »^ 





% 



BE 




i 





ZUR 









V 



1 ^ 



KEmMSS DER BEFRUCHIIIG 



DER 



VOLLKOMMENEREN GEWACHSE 



; 



A 



( 

J' 

1*^ 



VON 



i • 



\ 



CARIi FRIEDRICH FARTHER , 

Doctor der Medicin , der Leopold. Carolin, Acad, der Natnrforscher, der konigl 

bajferisch. botan. Gesellschuft zu Regensbnrg, der naturforsch. der Wetterau , der 

des Oaterlandes zu Altenburg uud m. a. gelehrt. GeseUscliaften MifgUed. 




\ 

ill 







y 



ERSTER THEIL. 

Versuche und Beobachtungen fiber die Befruchtungsorgane der 
Wollkommeneren Gewachse, und fiber die naturliche und kunstliche 

Befruchtung durch den eigenen Pollen. 




II 



# ' 



i 1 



STUTTGART. 



E. SCHWEIZERBARrSCHE VERLAGSHANDLUNG 

1844. 



^^^■-^ ^ 



- I -j^l 



<. 




^^-- ■■-■^. 




'I 








f--' 



VERSICHE IID BEOBACHTDMS 



^3&" 



1 



A 



V 




4> 






1 •' 



tJBER 



A 



DIE 



BEFRUCHTUIGSORGAO 




-t 



-4 



I 



DER 



t 



^ 



VOLLROMMENEREN GEWACHSE 



S 




{ 



U?fD iJBER DIE 



t 




NATURLICHE UND KUNSTLICHE BEFRUCHTUNG 

DURCH DEN EIGENEN POLLEN 



V 



LB 




VON 



CitRIi FRIEDRICH OARTIVER , 

Doctor der Medicin, der Leopold. Carolin. Acad, der Natuiforsclier, der kiinigL 

buyerisch. botan. Gesellschaft %yx Regensburg, der naturforsch. der Wetterau , der 

des Osterlandes zu AUenburg und m. a. gelehrt, GeseiUchaften Mitglied. 



f \ 



/ 



( 



# ' 



STUTTGART. 

E. sohvveizerbart'sche verlagshanplung 

1844. 



' V* 



I 



I' J I', 




/ 



/ 



A* 






1 




\ 





f 



■ I 






atOTfy Scane,fsse 



t 

f 





f- 



Cambridoe Universrty Library, 
permanent deposit from 
Botany School 




\\ 



i 



■.; 



( 




J 



I 



I 











Vorrefle. 



Das schon friihzeitig gefasste Vorhaben des Verfa 



eine 



9 



der Gewachse nach dem Muster der grossen 



worin d 



HALLER'schen Phjsiologie zu bearbeite 

einzelnen Tliatsachen fiber das Leben'und den Bau der 



Gewachse gesammelt und 
sollten, wobei er sein ers(es 



in em 



igt 



genmerk auf die Befrucli 



tungrichtete, und dieMangelhaftigkeit unsererKenntniss hier- 
iiber erkannte, gab die erste Veranlassung zu dieser Schrift. 
Der im ersten Jahrzeliend des gegenwartigen Jahrluindert^ 

ScHELVER aufs neuc aufgeregte Strait fiber die SexualUat 

J 

;ke[t einer genaiie- 
Befruclitung, einer 



voa 



der Gewachse hatle awch 



ren 
der 



mid gTiindlicheren 



igsten 



noch deuti 



o 



des Leben 



clier lierau^gestellt. 
Aufgabe schien dem Yerfasser 



der Pflanzen 

)rtung diese 



? 



g 



/ 



tt 



zu 



Urn aber zurn 



sejn 



Verstandniss der Befru 



lichere 



g 



5 glaubte der Verfasser einc uinstlind- 
Prufniig der Lebeiisverhaltnisse jedes einzelnen Tlieils 



der Biunio vornehmen 



Z!;sanimenhang 
staubunren 



zu infissen , urn ihre Natur und iliren 



mit der Befruchtung durch kunstliche B 



c,... mit dem eigenen Pollen beurtheilcn zu konnen, 
und den Beitrag jedes einzelnen Theiles zu den Befruch- 
tungserscheinungen und fiber die sexuellen Krafte in don 



Blumen vorlaufige Aufklaruno- zu erhaKen. Wir betrach 



i^n daher diese Sclirift als die nothvvendioc 



Einleikino; 

ziir Lehre iiber die Befrcclitung der Gewachse, indem 
wir dio Resiiltate lingerer angestellten Versuche hieruber 
im i'oloeiiden mittheileo. 



o 




441 



'a 





\ 



^ 



\' 






i 



k 



■'\\ 



V 



\ 
i 



4 




\ 




1 



i 



H 



I 




1± - 



-=. a^ — ;^ 





i" 



1 1 




VI 



f 



1 



V 








f^ 




^ 



\ 



\ . 



In dieser Schrift berufeii wir ims niir auf 



ejgene 



Walirnehmungen und selbst aufgefiindene Thatsaclien ^ und 
tlmn der Beobachtungen Anderer niir zur Erklarung und 
Bekraftigiing des Vorgetragenen mit namenllicher Anzeige 
der Verfasser Erwahniing: iiulem wir iins von theoretischen 
Ansichten entfernt hielten . imd ims der Hjpothese bloss als 
Leitfaden bei den Versuchen bedicnten, Manche dieser Ergeb- 
nisse mogen noch als Einzelnheiten dastehen^ und bei anderen 
Pflanzen hie oder da Modificationen erleiden : bis sie an 

inelireren Gewachsen gepriift^ und von dem Besonderen ent- 
ledigtj gesetzliche Giiltigk 
dem Einzelnen beginnen 



werden: da 



muss 



? 



um 



nach 



d nach zum 



AHg 



aufzusteigen. 



Mit einiger Schiichternhe 
r Schrift vor das botanisc 



aber der Verfasser mit 
likum: indem er be- 



sorgtj sie mochte desswegen als mangelhaft gefundcm 



vveil ihr zweierlei Attribute ab^-ehen 




J 



gegenvv 



Richtung der botanisch-physiologischen Forschung zu fordern 
schien : namhch die sinnliche V^erdeutlichuoffder Zustandeder 
verschiedenen Blumentheile wahrend ihrer Entwickeluno- durcd 



Abbildungen. und da 



misch-mikroscopische Unte 



nd umfassendere anato- 
und Vergleichung der 



Zeu 



einer 



grosseren An/ahl 



V 



Pfl 



indem sich die lezteren nur bei 



igen Ge 



auf die 



ng des Embryo im Pflanzeneie nach 

diirch ^\Q\\ eigenen Pollen be- 

ist verschiedener 



Bildung und Entwickeli 

der kunsUichen Befruchlunii: 

schranken. Die Ursache dieses Mangels 

Art : vor Allem \\^^% uns unsere durch friihere Anstren- 

r 

L 

gungen geschwKchte Selikraft, welclie uns schon in der 
Fcrtsetziing der carpologis^chen For^cliurgen Linderte, keine 
grossere Ausdehnung soldier Untersucliungen zu : dann liess 
audi die grosse Ausdehnung, vveldie wir den kiinstlichen 
Befruditungen der Gevvadise gebcn mussten j um zu einer 
yollstandigen Gewissheit und Sidierheit der Resultate zu 

gelangen , keine Zeit mehr iibrig, um noch weitere anatomisch- 



I 
I 



1 



^ 

j* 



\\\ 



% 



\ 



1 



\ 



\ 




X 




-^ 



■ 'f-y*-i\. 




i 






% 




'> 



I 



!' 



> 






y 



# 






i 



I 



/ 



VII 



mikroscoplsche Untersuchungen anzustellen^ welche ohne- 
diess viele Zeit in Anspruch nehmen : so dass wir unser 
Augennierk hanptsachlich auf die vitale 
bei der Befmclitung der Gewachse zu richi 
notlivvendig hielten; in der Ueberzeugung 



Ersclieinungen 



fur 
dass 



wenn 



unsere Arbeit jezt audi weniger beachtet vverden sollte^ eine 

rd, Wo man dieser Seite des Pflanzen 

iden und 



Zeit kommen 



lebens wieder niehr Aufmerksamkeit zuwei 
Bestreben vielleicht einio;e Anerkennuns: finden wird 



unser 



be 



Dass wir in unserer Sch 
halten und selbst aus der 



d 



Benennungen 



erischen Phjsiologie Aus- 
driicke hieriiber gezogen haben^ wie z. B. Conceptions'^ 
kraft u. dgU, dariiber glauben wir uns nicht entschuldigen 
zu diirfen^ indem wir damit nur allgemeine Verstand- 
liclikeit bezweckteUj und den Wust von bolanischer Ter- 

nicht noch verniehren woUten^ worin wir mit 

[L und 



minologie 



\ 



deutsclien Botanikern. wie H. v. Mo 



V. SciiLECHTENDAL vollkommen einverstanden 



d 



We 



d 



lang 



Zeitrautti ununterb 



Resultate unserer Untersuchungen in dem 



ger Arbeit 



mogenj 



9 



d 



gestrengter und eifr 



fc) 



Manclier nach dem angewandten Zeitmass er 



warten moclite: so miissen wir hieriiber bemerken^ dass 

ganz auf unsere 
keinerlei Unter- 



wir 



? 



entfe 



botanischen Instituten 



eigene Mittel und 



? 



ng 



Wir haben absichtlich so viel moglich einheimisehe Arten 



benuzt, aber auch exotische nicht 
der Pflanzuns: unserer Versuchs 



geschl 



? 



und bet 



mieden. 



Gang 




ndividuen alle Beihiilfe ver- 
etation derselben vomKeimenan 



bis 



Bluthe 



zu konnen 
Entwickelung 



? 



Versuchspflan 
keinen Aua;enblick aus den Augen ver 



loren haben: was wir fur ein Haupterforderniss bei solchen 



\ 



Versuclien gelialt 



welche auf der 



Seite 



sa 



If 

I 




I 



I 



I 



4 



4^ 



1 



! 



L ■ 

I 






I 



i 



■ t 



/ 



7 






^ f 



< 



A ' 

h ' 



VIII 



f*i 



n 



V 

I 



\ I' 



weitaiisseliend und mit so vielen Schwierigkeiteii verbundcrt 
sindj auf der andein Seite aber audi schoii so vielen 
Streit und Widersprucli erfahren haben. 



Obgleich 



ScHELVER zu ciner naherea Kenntniss der 



Befruchtung durch seine naturpliilosophisclie Ansicht voni 
Leben und der Sexualitat der Gewachse nichts Thatsacli- 
liches und Wesentliclies beigetragen hat^ so hat er sicli 
doch das unbestreitbare Verdienst fiir die Lehre der Be- 



dass 



fruchtiing dadurch ervvorben^ dass er gezeio-t liat, 
die Griinde, welclie man bisher als hinreichende Beweise 
fiir die Sexualitat der Gewaclise angenommen hatte, zur 
Erklarung der Befruchtungserscheinungen nicht geniioend 



sejen, und dass er somit die Nothvvendigkeit erneueter 



und 



g 



Versuche fiihlbar 



ge 



und indirekt 



hervorgerufen liat. 



\ 



He 



Hensciiel. ganz von der Lehre seines Lelirers 



liberzeugt. dass namlich die Prlanze keine Sexualitat 



und der 



Pollen iiberflu.^sig zur Befruchtuno 



seje 



5 



und 



nichts zur Erzeugung des Embrjos beitrage^ suchte diess 
durcli Versuche darzathun , und glaubte die Richtio*keit 

dieser Beliauptung in seinen beiden Abhandiungen (Fo/i ded^ 

SexualUclt der P/ianzen. StudieiL Breslau 1830. 8. und 



Idufige Nach 
mzen betreffi 



Pfhmzen 
des Yerein 
Preuss. Sti 



von einigen die Bestaiibwig der 
Versuchen in den 



s 



Verhandlungen 
zur Beforderung des Garterbau's in den konigl. 



B.V. 

J 



) 



indem er versichert^ sich 
acht Jahren ausschliesslich auf die 



in einer ..Reihe von sieben bis 



ung und den 



5,Streit urn ihre Nothwendigkeit zum Fruchttragen und 



die 



?5 



Form ilirer Wirksamkeit mit aller ihm moglichen Sorgfalt 



und Treue gewidmet zu haben". 



Dass aber unsere 



1825 



& 



und 



auf diese Zeit ununterbrochen fortgesezten Versuche in den 



wichtigsten Beziehungen 
entschicdensten Widersp 



mit den HBNScHEL\schen in d 



steben 



? 



miisseu wir 



fs 



4 



-^ 



J 



I 



\ 



i 



^ X 



K 





V 



% 



k 





/ 




* 




IX 






■^^ 




■<i 



ir 



f 

1 
I 
i 



i 



1 



4 



I 



I 



f ^ ^ 



K 



lebliafte 



& 



fol 



? 



d 



weder die einen oder die anderen aiif Iritliiim oder Tauschung 
beruhen , wodurcU der Wissenschaft ofFenbar ein grosser 
Nachtheil zugeht, insoferne dadurch das Vertrauen zu den- 



selben gesclivvacht wird , imd ( 

(der ResuJtate der eiiien wie 



Wahrheit und Zuverlassigk 



111 



Z 



(jer anaeren versucheso lang 
gesteilt ist, bis sie zuvor einer neuen vorurtheils 



freien Priifung iintcrvvorfen sejn werden. 

Urn dieseh Uebelstand einigermassen zu lieben j ist der 
Verfasser in dieser langen Reihe von Jahren fortgefahren^ 
sicli diesen Versiichen und Beobachtungen unausgesezt mit 
dem regsten Eifer und vieler Aufopferung unverdrossen zu 
widmen^ wodurch er eine tausendfaltige Wiederholung und 
vielfache Probe seiner friilieren Erfahrungen an selir ver- 

■ n 

schiedenen Pflanzen erzielt hat^ und wodurch die etwa friiher 
begangenen Fehler und Irrthiimer nothvvendig an den Tag 
kommen mussten. 

Der Hauptgrund der Verschiedenheit der beiderseitioen 
Resultate selieint liauplsadilich in der zarten Natur des 
Gegenstandes und in der Schwierigkeit der Ausfuhrung der 



\ 



dann 



dass 



sich niclit von der Beliauptung 



Meinung 



? 



g 



seines Lehrers und von der 
dass mit dem Frucht- und Samen- 
mittelbar und nothwendig auch die Embrjoerzeugung 
seje 5 und dass er aus der vorgefassten Meinung 



? 



der Pollen trag 



Nichts bei 



ung des Pflanzeneies 



? 



auf die Entfernung des eigenen Pollens keine 



oder doch zu wenig Sorgfalt angevven 



denn 



wir gl 
haben 



5 



ob 



? 



hiiufig mit denselben Pflanzenarten experimentirt 

"gaben sich doch ganz widersprechende Resultate; 

Hr. Henschel die gegen seine Ansicht ausgeschlagenen 



Ergebnisse entweder gar 
nachtheiliger ausserer ; 

Die Kapitel iiber 

*w ■ . _ 

J die Afterbef 



s 



oder 



Folg 



wacbKe 



isse erklarte, 

Friichtungsi 



vermogen der Ge- 

und die Bestaiibiing der 



\ 






i 

I 









ft 




# 



( 



I! 



I 



s 






i 



*■ 



i 



h.f 




I 



I i 



f 



1! 



1 f 



M 






K 



.i 



T L 



.^. 



^ 



/ 



/ 






J5! 



X 



Narhen mit fremdartigen Materien geben unverliolen 



iinsere 



aus 



der Natiir der Saclie und der Schwieriokeit 



gefloss 



'g 



J 



keit der R 



enen Feliler an, und sclieinen uns klar 

r 

ler Seite die Wahrlieit und Glaubwiirdig- 
zu suclien seje. Jedenfalls glaubt der 



Verfasser, dass man ilim weder den Vorwurf derEiifert 



9 



o 



uoch den der 
auch noch A 



kann. 



Mog 



nun 



idere^ welclie die erforderliche Unabhangigkeit 
der Lage und die nothige Geduld und Ausd:iuer zur Aus- 



rung dieser niiilisamen und lang 



besitzen 



? 



d 



\ 



aufs N 



aufnelimen 



nd d 



Resultale gegenseitig 



so 



d der Wissenscliaft 



grosser Dienst geschehen^ indem noch manche Liicke zu 



erganzen 



iiberdiess offnel sich liier demfle 



noch ein weites Feld zu wichtigen Entdeckungen. 



Wenn die Pflanzenphj 



d 



Beifall aufnelimen 
Vorsehuno' 



? 



so 



rd der Verfasse 



Beitrdge mit 
wenn ihm die 



Theil von 



folg 



Leben und Gesundfieit sclienkt, den zweiten 

der hastardhefruchtmig im P/lan%enreich bald 
1 lassen. 

Endlich findet der Verfasser noch fiir nothige Biniges 

iner Entschuldigung m egen einiger Lucken in den Citaten 
vi^g^w der Druckfchler beizufiigen: in ersterer Beziehung 



muss er bemerken^ 



grossen 



wohnt. und meistens auf seine eigenen Hiilfsmittel beschrankt 



zu 



ga 



d dadurch 
izen. In 



vvurde^ die angezeigten Lucken 



ehung der Druckfehler muss ihn eine 



1 



ri * 



gleich beim Anfang des Drucks der Schrift befallene scliwe 
Krankbeit bei dem geneigten Leser entschuld 



gen 



Braucbbarkeit d 



ein geriaues Sacliregister zu erhohen, und dadurch dem 
Leser die Benutzung desselben zu erleichtern. 



Calw, im September 1844. 



Dr. &artuer. 



^^ 



I 



■A 



■ 



I 



r 



/ 




I 



a 



I 




f 



VI- 



\ 




I n li a 1 t 



-S 



I 



I 






i 






i 

I 



■tf 



I. Von der Blurwe ...*.. 
II, Von dem Kelche 

III. Von der Blumenkrone . • ♦ % • 

IV. Von der Nectarabsonderung in den Blunien 
V. Von den Staubgefassen der Gewachse • 

1. Von den Staiibfaden ... 

2. Von den Antheren . 



h. 



3. Von dem Pollen 



VI. Von der Warmeentbindung in den Blunien 
VII. Von dem Pistill . . . . 





f 



1. Von dem Fruclitknoten . . • • 

2. Von dem Griffel . . . . . 

3. Von der Narbe . . . , , , 

4. Von der Narbenfeuchtigkeit 
6. Von der Conceptionsfahigkeit bei den Pflanzen 

VIII. Von den Reizbarkeits- und Bewegungs-Erscboinungen in 

den Blumen und Befruchlungs-Organen der Pflanzen 
IX. Von der Befruchtwng der vollkommenen Gewacbse 
X. Von der Abortion der Blumen ^ Friichte und Samen . 

XI. Von der Erzeugung von Friichten niit keimungsfalngen 

Samen obne Pollenbestaubung . . » , • 

XII. Von dem Fruchtungsvermogen der Gewacbse . ^ 

i 

XIII. Von der Afterbefrucbtung . . , , • . 

XIV. Von der Bestaubung der Narben mit fremdartigen Materlen 



t 



Zusatze 
Citate . 
Register. 



1. Scbriftsteller-Register 

2. Pflanzen-Register 

3. Sach-Register • 



Seite 
1 

7 
11 

97 
101 
lOS 
154 
2if\ 
213 \ 

214 
224 
230 
241 



254 
32^ 
440 







"N 









'^^^ 



-\ 



OU^ 




446 

558 
569 
580 ^' 



599 
601 



,\ 



it)' 



f ' 




•^ 



621 

624 

630 




* 



ta 



i 



I 






i 
I 

i 

» 



f 



II 



* 



( 



' ♦ 



I 

i 



i 



J 



/ 



t 




I 




L 4 






/ 









M 



k_ 



1 . 



4' 




Verbesseriinoen. 



w 



^ ■ 

li 



1 



1 



^ 
r 



I 



\ 






1 
8 



/!'■ 



I 



1 






t 



1 



Seife /cile 



23 
29 

37 

45 
50 
52 
59 
65 

67 
81 
93 
107 
109 
125 
138 
147 
154 
171 
171 
240 
256 
257 
257 
258 

264 

270 

308 

334 

349 

350 

358 

384 

399 

434 

447 

460 

463 

496 
496 
524 
569 
587 
595 
598 



1 15 

1 15 

2 1 

16 10 

21 13 

3 

22 10 

10 

19 

4 
14 
23 



statt Schoss 

Werkstelle 






geeignpMt 
hatte 



10 
9. 

10 
9 
2- 

16 

24 
,3 

4 
25 
11 

6 

4 
20 

2 
11 
17 
26 

4 
11. 

7 

2 
13 

3 
11 



V. unten statt Unten 
V. unten 11 

V. unten st. vielmehr 
St. nocn 
nach 10 J 
statt es 

si. MlGUET 

von unten : nadi oben 
Gardenia^ Hothmannia 



etnen 

— ist zu streichen. 
speciosissimu^ 



i 



6 

2 

2 

14 
12 

7.^ 
3 
7 
8 
15 
8 
2 

17 
30 



V. unten: 
V. unten : 
V. unten: 
C0LJ-.ARD3 
Raffeivau^ Delile 
Id fig ere ft 

V. unten : inehre 
IWajen 

pillulifera 

V. unten: Beck 

eifiefi 

V. unten: Fritzche 

Synafithereti 

DONN 

Goldfusia 

V. unten: Goldfusia 
nach erfolgte 
nach defien 

ist das Connna zu streichen, 
ausgesprochen , 
V. unten: ww^i eing 

y. unten': pillulifera 
ist mi7 zu streichen. 
V. unten: almehmefii ^ tceicher 



guccm 

V. unten: 
warefi 

pillulifera 
V. unten : 



(1834-1839.) 



I? on 

V. unten 

setfsen 

eringefi 

erhielten 



483 
475 



J. J. 



lies : Schooss 
Werkstatte 



it 

» 

» 
» 



geeig-net 
hatten 

unten. 

12 

vieF niehr 

noch 

welche 
er 

MrguEi. 
(S. 31. 10.) 

Gardtfiia Bothfnattfiia 
Einen 



u 



» 






yy 
» 



speciosus 
Collard's 

Raffenau-Delile 
kiirzeren 

mehrere 

MEyEN 

pilulifera 

Beek 
Eines 

Einen 

Fritzsche 

Synanthereen 
Don 

Goldfussia 
Goldfussia 

(S. 262) 

der Staubfaden 

ausgedruckte 
und Eine 

Einer 
pilulifera 

abnehraend-weicher 
Yucca 

(1811-1815) 
wfiren 

pilulifera 

488 
474 

an 

setzten 

g-eringen 

verhielt. 



> 



\ 




i * 




I 

t\ 



d 

al 
}i 



d 

E 



ui 

al 

z 

te 

h 

ve 

te»l 
G 



4- 




9. 







-\ 




\ 



L 







I. 



Von aer Illume 



Blume ist derjenige Theil der vollkommeneren Pflan 



zeii, welcher den H 
maclit, denen diese 



dmet 



Die Natur 



scheint ihre hochste vegetative Kraft bei ihrer Entwickelung 
aus dera Pflanzenkorper au%ewendet, und alien Glanz und 
Mannigfaltigkeit, welcher die vegetabilisehe Materie fahig ist, 
in ilir niedeigelegt und aufgewendet zu haben. Diese Ausstat' 
tung, so nie ihre Stellung und ganze Zusammensetzuno- , gibt 
uns aber anch einen Beweis davon, dass sie das hochste Ziel 
der vegetabilischen Entwickelung ist ; in ihr ffehen zue^Ieich 
anch Vorbereitungen und Veranderungen 
hochste Stufe des vegetabihschen Lebensprocesses bezdchnen! 
^- betrachten dieselbe aber hier nur von der Seite, als sie 

_u . ,. ^gj.j^g^gjjg de,.je„igen Veranderungen und 



vor, welche die 



Wii 



Erscheinungen ist, welche 
gebrauch die Befr 



man im gewohnlichen Sprach- 



enigen Verhaltnisse 



unmittelbaren Zusammenhange mit der Befruchtung stehen, 
also namentlich anch die Erscheinungen, welche in dem Pflan- 



dieBI 



telbar vorausgehen 



r 

wovon wir anderswo (i) gehandelt 



haben, miissen wir unberiihrt lassen; ob sie gleich in speciel- 
len Fallen mittelbar zu derselbigen beitragen konnen : und 
verweisen hieriiber auf andere specielle physiologische Schrif- 
ten, wie iiber die Ursachen der Blumenerzeugunff in den 



ckte 



iiberhaupt. Wii 



II 






GART5ER, Befruthlung der Gewachse. 



Knosp 



1 



t 






4 



*. 



w ''' 



k r 







T-- 




2 



ilirem friihesten Zustaude hervorg^eht ; Sie macht nur in sehr 
seltenen Fallen mit der gauzen Pflanze ein unzertrennliches 
Gewebe und einen Korper aiis : sie ist vielmehr durch ein Ge- 
lenk, welches bald lockerer J bald enger ist ^ mit der Mutter- 
pflanze verbunden. 



-^f 



g 



dem friihern Zustande derBlume, bis zu vollbrachter Befruch- 
tungj bei den meisten Gewachsen durch weichej feine und ieicht 
losliche Gefasse verinittelt 



bindungsstelle 



kleine Wulst aus^ wie z. ] 
Gegentheil ist die Verbind 



Pflanze von Anfang an viel inniger und die Verbindungsge- 
iasse fester und holzartiger, z. B. bei Yerbascum^ Iris^ Digi- 
talis^ Poientilla und mehreren Malvaceen u, s. w. 

Selbst bei denen Pfianzen, bei welchen die Verbindung 
der Blumen mit dem Stamme lockerer ist, z. B, bei Mirabilis^ 
Nicotiana u. v. a. wird der Zusammenhang inniger und fester 
uach geschehener Befruchtung, durch das Festerwerden und 
die Verholzung der Gefasse: sehr haufig bemerkt man aber, 
dass sich die Verbindung lost, selbst bei noch lebhaftem Aus- 
sehen der Blumen: sie fallen namlichnoch ganz frisch ah ; was 
auch haufig noch stattfindet, wenn die Blume verdorben und 

das Ovarium schon einige Vergrosserung erlangt hat : diess 
wird bekanntlich vielfaltig an Kern- und Steinobst nach voll- 
brachter Biiithe bemerkt. Diese Losung des Zusammenhanges 
geschieht durch ein Vertrocknen und Einschrumpfen der beiden 
Gelenksflachen , wobei die der Blume angehorige zuerst affi- 
cirt w ird , worauf die dem Stiele oder der Pflanze angehorige 
Gelenkflache nothwendiger Weise nacbfolgt. 

Die Ursachen dieser Abortion und Abfallen der Blumen 
sind mannigfaltig: sie lassen sich nach den von uns hieriiber 
gemachten Beobachtungen auf folgende zuriickfiihren: 
3} Mangel an INahrung und zu grosse Trockenheit; 

2) Verletzungund Krankheit derfeinen Wurzelendigungen; 

3) Mangel an zureichender Warme^ theils bei der Befruch- 



k 



\ 




1 



I 




\ 



t 



# 










^V T 




■^ 



^ 



^ 



n 




& 




^ 



\ 



3 



tung;, tlieils bei der weitereu Eutwiekelung des Ovariums 
iitid der Satnen; 
4) Lichtmangel und — bei manchen empfiiidlichen Gevvach- 



sen — veranderter Einfallswinkel des Tages- und Sonuen- 
lichts, weiin der Standort der Pflanze verandert wird; 
5) Zerstonuig und Desorganisation derNarbe und des Ova- 
Hums in der friiheren Periode^ vor oder unmittelbar nach 
der Befruchtung; 

6) Verhinderte Befruchtung wegen Mangel an Befrucli- 
tungsstoff oder durch mechanische Hindernissej 

7) Fatuitat des Pollens; 

8) Sterilitat der weibliclien Organe. 

Diese beiden lezten Ursachen sind der Grundy warum das 
Abfallen der Blumen so ausserst hiiufig bei den Hybridan be- 
obachtet vvird. 

r 

Das Abfallen der ganzen Blumen koiiimt haufig aber aucii 
bei reinenArten vor; besonders findet diess an solchen statt, 
welche mit einer grossen Anzahl von Blumen ausgestattet 
sind 5 wo dann die einzelnen Ursachen dieser Erscheinung 
nicht iramer genau anzugeben sind. 



ohne da 



L 



e Frucht angesetzt hatte, beobacli 
Langsdorfii, welche im freien L 



denn 



er befruchtete die Nicotiana paniculata\ das namliche bemeik- 
ten wir an einer im Topfe befindlichen Pflanze der Nicotiana 



paniculata , 



Nicotiana rastica befruchtete: 



andere Exemplare aus derselbigen Aussaat warfen hingegen 



ke 



— J „„ — „ — *»„^„>^ „-. 

Bei vielen total unfruchtbaren Hybrideuj z. B. Lichnicu 



cuhalus albus und 



Nicotiana 



A 



quadrimlvi — macrophylla, Nic. glutinoso — quadrivalvis, 
w. s. w. bewirkt die Bestaubuns: der Narbe mit einem der 

elterlichen Pollenarten 
Blu 



ein langeres Beharren der ganzen 
men am Stocke. Kolreuter {- ) beobachtete an der 

Nicotiana rudico -paniculata mit deui Pollen der N. peremis 

1* 




i* 



r 



11 



i 



i 



I 



-i 



t'. 





\ 



4 



L 

bestaubt, die gleiche Ersclieinuno^. Die mannlichen Blumen der 
Dichog^ameiij z. B. Lychnis diurna und vespertina, trennen sicli 
iiach der Verstaiibung der Antheren, je nach der Witteruu^, 
in 24—48 Stunden auf glelclie Weise am Gelenk, nahe an der 
Basis des Kelches', vom Aste , wie die weibliclien Blumen, 



die Sonne nicht kraftig- auf sie 



,) mit noch 



Cw e n II 
frischer Corolle. 

Die Zet'ten, innerhalb vvelcher die ganzen Blumen ver- 
schiedener Pflanzen nach einer schadlichen oder tauben Be- 
staubung derNarbeabfallen, sindsehr verschieden, je nach der 
verschiedenen Fiuchtungsfahigkeit derselben: von welcher 
das Beharren der Bhimen am Stamme viel abhangt: und nach 
der Kraft des feindlich einwirkenden Pollens; z. B. he\ Lychnis 
diurna, welche einen ziemlichen Grad der Fruchtungsfahig- 
keit b^sizt, falU selten eine Blume ab, selbst, wenn sie mit 

)Ilen der Saponaria officinalis bestaubt worden war. 
Die Ipomoea Candida^ mit dem Pollen des Convolvulus Septum 
bestaubtj fallt gewohnlicli sclion in 48 Stunden ab; Datura 
laevis mit Metel bestaubt fiel nanh 7 Tao-Pt, ah • BnUi^n n.s.^^.' 



dem P 



folia mit ceratocaula ai 

erst nach zehn Tagen. 



M 



bis zui 



^j 



Reife 



werdenden Frucht mit dem Aste wird durch die wirklich statt- 
gefundene Befruchtung selbst, w enn auch nur in einem einzigen 
Samen einer polyspermen Frucht ein Embryo zur Vollkom- 
liienheit gekommen ist, bewirkt, und das Abfallen derFriichte 



(was 



) 



nicht zur Vollkommenheit gelangen , oder nicht die Kraft zu 
ihrer vollkommenen Entwickelung erhalten haben. Dass aber 
das Verderben und Abfallen der Blumen und Friichte in diesen 
Fallen von dem Ovarium ausgeht, und das Abtrennen des 
Fruchfgelenks bewirkt, ist daraus ersichtlich, dass nicht der 
an der Mutterpflanze befindliche Stiel zuerst krank wird- 
sondern dass die Abnahme von den Eichen ans siVli vim;.-.!, „..f 





t. 



I 



1 



\ 



'--. 





\ 



* 






1 



/ 




^'^ 



5 



die unter denselben befindlicheii Theile, Receptaculum, Kelch 

und Fruchtgelenk verbreitet. 

in Beziehung auf die angegebenen Erscheinungen bemer- 
ken wir aber noch^ dass manche Abweichungen sich ereignen, 
von welchen wir annehmen miissenj dass sie eine Folge des 
inneren Lebensactes der Pflanzen sind, dessen genauer Zu- 
sammenbang mit den ausseien Ersebeinungen erst noch zu 
entdecken ist ; denn manche vollkomraene Friichte fallen nb, 
und manrbe mit tauben Samen halten ibre normale Reifunffs- 



/ 



» 



zeit an der Mutterpflanze aus 3 und vollenden ibre Entwicke- 
lungsbahuj wie die aus nati'irlicber Befrucbtung entstandenen 
Friichte: es geschieht diess aber nur als Ausnabme. Belsol- 
chen Gewachsen^ bei welcben der Kelch und die Blume iiber- 
baupt mit dem Aste oder dem Stamme verwacbsen ist ^ z; B, 
bei Digitalis^ Dianthus u. s. w. geschieht es ohnediess nicbt. 

Eine besondere Aufraerksamkeit verdienen in pbysiolo* 
giscber Hinsicht die Erstlingsblumen ^ 



weil dieselben bei 



vielen reinen Arten nicbt nnr grosser und vollkommener sind ; 

sondern weil sie sich hanfig anch durch eine vermebrte An- 
zabi der Zeugungsorgane und eine grossereFruchtbarkeit vor 
den spiiter nacbgekommenen anszeicbnen: ein Cnterscbied, 
welcher bei den Hyhrlden noch bestimmter hervortritt. 

Bei einigen trifft diese Luxuriation mehr die mannlichen, 
bei anderen, mit mehrfachen Ovavien oder Griflfeln versehenen 
Blumen, mehr die weiblichenOrgane; so haben wir heiDatura 
Stramonium: Nicotiana macrophylla^ quadrivalvis^ Langsdorfit: 
Verbascum nigrum ^ Lychnitis u. s. w. secbs Staubgefasse, bei 
Dianthus superhus und chinensis deren eilf gefunden. Bei iCycA- 
nis flos cuculi und diurna beobachteten wir in solcben Blumen 
nicbt selten secbs, bei Dianthus superhus drei GrifFel : bei 
Delphinum Ajacis^ Aquilegia afropurpurea und canadensis secbs 
Ovarien. Niemalen aber ist es uns vorgekomraen 5 dass bei- 



derlei Organe in einer Blume iiber die normale AnzabI ver- 
tnebrt war; zweifeln aber nichtj dass diess docb auch zn^ 
weilen, aber selten, vorkommen mag; weil wir an der Tormen- 
tillaerecta beobacbtet baben, dass alle die Erstlingsblumen 



I 



1 



\ 



I 



\ 








i 





1 

S 

\ 
\ 



C 



1 

welche fiinf Bhimenbiatter huilen, audi mit zwanzJo; Stanbo-e- 
fassen versehen \\ aren : und die ubrigen Blumen^ welrbe iiur 
\ier Blumeiiblattchcn batten, anch nnr secbzehn Stanbo'e- 
fasse zalilten; was mehraiif elii gesetzmassi^es Zalilenverhalt^ 

* 4 

niss dieser Org-ane unter sicli hinvveist , als auf eine Modifica- 
tion des Bildungstriebs. 

Von der Sterilitat iind vorzugsvveisen Beschrankung der 
Ausbildung der benannten Organe bei Erstlingsbhimen ist uns 

r 

bis jezt nur das einzige Beispiel an dera Hyosciamus niger 
V(»rgekommen , das schon von Kolreuter (3) beobachtet 
tvorden. Von Pelunia mjctagim'fiora , Cucubalus Behen X., 
Verhasc.um phoniceum u. a. baben wir wobi auch einzelne In- 

ft 

dividuen angetioffen, deren Erstlingsbliimen von beiden Selten 
steril waren 5 wir sehen diess aber als eine zufallig-e Erschei- 
mmg an, welche ohneZweifel durch aussereEinfliisse und £e~ 
storte Vegetation hervorgebiacbt worden war. 

Die Bliime und ibre Knospe ist bei denen Pflanzen^ bei 



welch en sie 



am vollstandigsten aiisgebildet ist^ aus 



mehr 



Oder minder regelmasslgen concentrischen Wirtein zusammen- 



aus- 



vereinigt: 



geseztj welche ihre verschiedene wesentliche Theile 
machen, njimlich den Deckschuppen , dem Kelche , der Krone, 
den Stauhgefassen und dem Pistille. Diese genannten Theile 
befinden sich aber niclit bei alien Gewachsen in der Blume 

in manchen Gattungen fehlen die scbiitzenden 
Deckschuppen, bei andern der Kelch, bei noch andern die 
Blumenkrone; bei einigensind die Staubgefjisse und dasPistill 
auf Einer Pflanze in verschiedene Blumen verwiesen : bei 
andern in verschiedene Individuen getrennt u. s. iv. ; worans 
zur Genugc erhelU, dass diese Theile nicht alle nothwendiff in 
einer Blume vereinigt seyn miissen^ um den Zweck der Be- 
fruchtung zu erfiillen : dass mithin jedes dieser Organe in 
gewisser Beziehung ein von dem andern unabhangiges Leben 
besitzt. Wir wollen nun im Folgenden jeden dieser wesent- 
lichen Theile der Blume einzeln nach seinen Lebensverhalt- 
nisse betrachten^ iimhieraus bei der Befruchtung ihre wechsel- 
seitige Wirkung auf einander naher kennen zu lernen. 






\ 



15 







II 



Ton dem Kelclie* 



I 




1 



Der raatinigfaltiVe Bau , Gestalt, Farbe und Verbindiing 
der ausseren Umhiillungen der Blumen hat seit Linne's Zeiten 
eine Meinnngsverschiedenheit iiber die Benennung und den 
wirklichen oder scheinbaren Untersehied der verschiedenen 
Formen hervorgebracht, woriiber sich die Systematiker nocli 
nicht hatten vereinigen konnen. Die friiheren Botaniker habeii 
in der Consistenz, Farbe und Plnralitat der Blumenumbiillung 
Charactere ihrer wesentlichen Verschiedenheit angenommen, 
welche Unterschiedsmerkmale aberin der systematischen Ver- 
gleichung der Familien in neuerer Zeit nicht den Werth und 
Bedeutuii^ behalten konnten , welche ihnen friilier beigelegt 



Man suchte der Schwierisfkeit derEntscheid 



& 



» 



ewahlte Benennungen zu entgehen, wod 



aber die physiologische Frage: 
ganiseheii Struktur der Umhiill 
dene Wirkung auf die eingeschl 
fvuehtung selbst verbunden sey 



» 




? nicht beantwortet ist 
Obgleich in sehr vielen Fallen , besonders aber bei der 
Pluralitat der Blumenumhtiilungen es selten schwer haltj den 
Kelch von Aev Krone zu unterscheiden ; so ist dochdie Bestim- 

r. wenn sie nur einfach 

inrnch unterworfen. 



S5 



Wes 



ist, mancher Schwierigkeit und Widersprnch 
Die Natur hat In diesen Organen keine so festen Bildungsnor- 
men beobachtet , dass kein Zweifel iiber die richtige Benen- 
nungvon einigen derselben entstehen konnte : z. B. bei denLi- 
liaceen, Irideen u. s. w., bei welchen nach der systematischen 
Ansicht die Art der Insertion entscheidet. In manchen Fallen 

h 

»st auch die Organisation der beiderlei Umhullungen in Ein' 



I 



i 



^ 




- ?i 






^ 



8 



1 





^ 



I 

r 

I 





» 



Mirahilis 



noideen, sodass die aussere Flache die Natur desKelches, die 
innere die der Krone an sich tragt, und beide sich in ihren 
Functionen unterstiitzen und ablosen: so dass zwischen der 
einen und der andern dieser Hullen kein wesentliclier Unter- 
schied wird aufgefunden werden konnen. L. C. Treviranus 
(*) und Batsch (2) theilen mit uns dieselbige Ansiclit. 

Bei der Duplicitat derBIumenumhulIungen dientder Kelcli 
meistens zur Stiitze deriibrigen Theile derBlunien, besonders 
des Ovariums; auch sehiitzt er in der friihesten Zeit die BIu- 

vor schadlichen Einflussen: bei andern umgibt 



ospe 



ode 



M 



pflanze oder dem Aste verbunden. Aus diesen Verbindungs- 
Arten des Ovariums mit dem Pflanzenkorper vermittelst des 
Kelches wird die Bedeutung desselben bei der Befruchtung und 
der Fruchtbildung- ersichtlich; er scheint hiernach die beson- 
dere Bestimmung zu haben , die Ernahrung und das; Wacbs- 
thum der iibrigen Blumentheile mit der Pflanze zu vermitteln. 
Zwar gibt esKelche, welche keine solangeDauer haben, z. B. 
bei Papaver, Chelidonium u. s. w., deren Bestimmung mit dem 
Oeffnen der Krone vollbracht ist, daher sie haufi- noch 
vor der vollbrachten Befruchtung dahin schwinden und abfallen. 
Vom physiologischen Standpunkte aus betrachtet, bieten diese 
Arten von Kelch keine Verschiedenheit von der Krone dar, z. B. 
bei der Datura trennt sich der ganze membranose Theil des 

■ X - ■ 1 V * V A ^ 






to 



ntd 
fail( 



Auf 



rolle vom Ovarium los: bei Mium, Tulipa u. s. w. 
Blumenblatter ebenfalls bald nach der Befruchtung 
der andern Seite gibt es aber auch Beispiele, wo die Corolle 
wenigstens zum Theil in die Frucht ubergeht, z. B. bei den 



Mirahilis 



Da 



dass 



der Blumenumhullungen kein distinctiver Character 



ki 



bei der Befruchtung und Fruciitbildung zuweilen die gleich 



Function erf 



v; 




\ 



\ 



\ 



\ 



\ 





X* t 



h. 



le 



n 



r 



r- 



s 



h 



rs 



1- 
t 



s 
d 



- v 



I. 



1 



l1 



I 



^ 



V : 




t 



9 



I 1 

In den meisten Fallen ist die Verletzunff des Kelches 



sonders in der 



iff 



r ' 

wickeltist, der Fmchtbildung; nachtheilig: diess wird inson- 
derheit bei solchen Pflanzen bemerkt, bei welchen der Kelch 
zu den ubrigen Blumentheilen ein grosses Verhaltniss hat, und 
wo er die Zeugungsorgane so fest und eng umschliesst, dass 
er ohneVerletzung bei der Castration nichtgeoffnet oder ent- 
faltet vverden kann ; wir beobachteten diess bei Veronica, Ana- 
gallis, Salvia, Ribes, und mehreren Cruciaten. Bei andereu 
GeAvachsen aber, deren Kelch die Befruchtungstheile weniger 
fest umgibt und weniger fleischig ist, wie heiDianthus, Datura 
II. s. w. kann der Kelch ohne alien Schaden fur die Befrnchtuna:, 
so wie fiir die werdende Frucht getheilt werden : wenn nur die 
Basis verschont bleibt, und kein bedeutender Substanzverlust 
durch diese Operation , welche bei der Castration haufig nicht 
vennieden werden kann, verursacht wird; je naher iiberhaupt 
eine solcheVerletzungdemVereinigungspunkte des Kelches mit 
dem Ovarium ist, desto gefahrlicher wird sie schon fiir die Be- 

fruehtung, die dann nur in seltenen Fallen mehr zu erfolgen 
pflegt. 

Wenn die Befruchtung des Ovariums nicht angeschlagen 
hat, und beide mit der Pflanze vereinigtbleiben, (was nicht sel- 
ten zu geschehen pflegt, z. B. bei Lobelia, Verbascum. Dhjita- 
hs u. a.,) so schwindet der Kelch, wird gelb, und nimmt ein 
krankhaftes Aussehenan; er verdorrt endlich, oder fallt mit 
dem Ovarium an der Articulation vom Stiele getrennt ab. Hat 
aber die Befruchtung des Ovariums stattgefunden ; so erhalt 
er sich mehrere Tage, je nach der Art der Pflanzen, unver- 
andert griin und frisch : er vergrossert sich dann, noch ehe 
man eine merkliche Zunahme an dem Ovarium wakrnehmen 



kann 



Wachsth 



warts, als das des Ovariums: bis es endlich aufhort, wahrend 
das des Ovariums immer noch fortschreitet , und der Kelch 
tntt in die Abnahme, wird magerer, und fangt an zu vertrock- 
nen, wenn gleich die Frucht selbst ihr vollstandiges Wachs- 

thum noch i^icht erreicht hat. 






m 



\ 



f 






1 



1 



\ 



•i 



\ 



9^ 



y 



\ 





L^i 



10 




dieser 



die Integritat des Kelches fiir die fi iiheste Periode des Lebens 
des Ovaiiums eine notliwendige Bedingung ist, dass er zu sei- 



Wachsth 



komme 



Voll 



Einfluss 








^ 



\ 



\ 



I 



\ 




i 








i 



s 

Is 




M 



III. ¥^©11 der Bliimenkroiie 



9» 



grossten Theile der G 



Krone 



Kelch 



W 



vorhanden sind : so ist es, wie vorhin bemerkt worden , in den 
meisten Fallen nicht schwieri^, die eine von der andern zu 
unterscheiden ; da aber viele Pflanzen nuieine einfache Bl.ime 
l»aben, so ist es fiir den Systematiker wie fur den Physiologen 
wichtig^, zu erkennen, welche Merkmale und Eigenschaften die 
eine Hiille von der andern unterscheiden, und welche Benen- 
nung, im Falle der Einheit der Hiille, derselben beizulegen sey. 
Auf den von den Botanikern hieriiber gefiihrten Streit lassen 

^ 2— _l_ I* ^ -m . 



U 



Ki 



einunge 



H 



Zweck dieser Abh 



alle Formen dieser Um- 



huUu,^ zu untersuchen : sondern nur die hanptsachlichsten in 



Verb 
Verbindung mit d 



U 



kten 



to 



In dieser 



Beziehung der Ansicht der Blumenhiillen zum 



8 



Bestimmung derselben nicht zweifelhaft; wir legen daher un- 
seren dermaiigen Untersncbungen nur die Natur der inneren 
Hulle zum Grunde. Da die einfache Hiille der Zeugungsorgane 



^«n der inneren 



physiolog 



sehr selten eine 



(wenn sie gedoppelt ist,) verschiedene 



^genschaft und Bestimmung hat, und mit den jetzigen Hiilfs^ 



tdecken sind 



N 




\l\ 



> 




V 



I 



\ 



I 



« 



t 



'\ 




_^ X -^-- '^^^ 



-*"-- -r^2 



12 



^ 




I 



J 




1 



betrachten wir sie hier , um Missverstandnis.se zu vermciden, 
im Allgemeinen a!s Corolle , iiidem vvir in dieser rein physio- 
logischen Abliandlung die tlieoretisch-systematischen Riick- 
sichten fur jezt noch unberucksichtigt lassen miissen. 

Die frijheste Anlage der Blumenkrone ist nicht gleichzei- 
tig mit derjenigen, welche die von ihr eingeschlossenen Zeu- 
gungsorgane haben. Die Staubbeutel werden namlich in alien 
Blumen in einem vollkommeneren Grade ausgebildet angetrof- 
fen zu einer Zeit, wo die Corolle sich nocb in eniem sehr un- 
vollkommenen rudimentarcn Zustande befindet. Die weitere 



g 



bfad 



wei 



erbalten. Die Succession dieser Entwickelungen wird bei je- 
dem dieser Organe genauer angegeben werden. Nur selten 
wird im Gang dieser Metamorphose bei einigen Pflanzen eine 



Red 



wird. 



& 



^F 



Blume tritt besonders da sichtbar hervor, wo die weiblichen 

Organe, insonderheit aber die Narbe, einen ausgezeichneten 
Grad der Ansbildung und Thatigkeit erbalten haben, wiez. B. 

bei den Malvaceen, Lobelia, Mimulus u. a. Anders stellt 
ScHELVER ( 1 ) den Entwickelungsgang der Blume und Ihrer 
Theile dar, indem er sagt: „Zuerst wird die Krone entfaltet, 
„dann folgt die Vollendung der Antheren u. s. w.«; wir finden 
aber diese Darstellung nicht mit dem Gang der Natur iiberein- 
stimmend. 

Die Betrachtung der Blumenkrone in ihren physischen 
Verhaltnissen zu den Zeugungsorganen wird uns Aufklarung 
iiber ihre Natur und den Zweck ihres Vorhandenseyns in <ieni 
Blumenapparate geben. In dieser Absicht untersuchen wirzu- 
erst ihr Verhalten zu den Stauhgefassen, mit welchen sie nicht 
nur in Beziehung auf den innern Bau viel Uebereinstimmen- 
des hat: sondern mit welchen sie auch bei einem grossen Theile 
von Pflanzen in der innigsten Verbindung steht: so dass Schel- 

VER (2) von diesen beiden Organen sagt: „Die Blume nblatter 



\ 



\ 



\ 



\ 





\ . 






1- 



n 



e 



le 
t 



e 




r 




• 



t 



13 



St 



J, — — ^ ..„. — — j,_ 

,,bil(let werden: diese stammen von der Blumenkione ab, und 
>,aus der Innigkeit der Staubfaden mit der Blumenkrone folgt, 
„dass sie in ibrem Ziistande gleicbsam ncch nicbt sicb selbst 
„angeboreii.« Aiis diesem Verhaltniss dieser genaiinten Organe, 
\^elches jedoch nicbt allgemein ist (S), wiirde daher folgen, 
dass sic in einer naben vitalen Verbindnrig und Abbangigkeit 
von einander stehen. Es entstebt daber zuerst die Frage: wel- 



cbe Folgen bat es fiir 



Zustand 



dieser Organe, wenn 



mog- 



sie ansser Verbindung mit einander gesezt werden : doch so, 
dass zugleicb die iibrigen wesentiicben Tbeile der Blume bei 
ibren natiirlicben Lebensverricbtungen erhaltcn, odei 
licbst gescbont werden ? 

Die neuereu Gegner der Lebre von den Gescblechtern der 

Pflanzen, Schelver und Henschel baben ein Hauptmoment ge- 
gen die Gescblecbtlicbkeit der Gewacbse auf die Trennung die- 
ses Zusammenbanges gestiitzt; da sie dieser Ti^ennung iiber- 
lianpt und nicbt dem Mangel der Bestaubnng der Blumen die 
Hauptursacbe der Unfrucbtbarkeit bei den Versuehen zuge- 



schrieben haben: 



teVegetation 



(*),d 



re durch das Beschneiden der Staubgefi 
d dadurcb die Unfrucbtbarkeit der Blnm 



Da 



Wi 



Moglich 



keit zuverlassiger Resultate iiber die Befrucbtung beruhen: 
so ist die unzweifelhafte Bestimmung des vitalen Verhaltnisses 
dieser Organe fiir unsere ganze Arbeit von der grossten 
ligkeit; wir miissen desswegen in der Abbandlung dei 
lien in Beziehung auf die Staubgefasse der Ordnung etwas 



Wich 
Mate 



Vorgreifen. 



Es fiagt sicb also: welcben Einfluss hat die Ca- 



w 



bei 



namentlich aber: welcbe 

r 



dieser Frage macbt es notbwendig, bier schon von dieser Ope- 



d einen Gegenstand der Untersuchung 



u 



\ 



< 



\ 



t 



* 






■ i 



I*' 











t 




> f 



h 



14 



r 





m 



4^ 




i 



1 



t* 



anticipirerij \<elclier seiner Natur nach in das Capitel von deii 
Staubgefassen und dei' Befruelitunfy zu verweisen ware. 

Es gibt nun zweierlei Weg:e der Castration : cntweder dureh 
einfaclie Abnalime der Antheren von dem Staubfaden; oder 
durch (heihveise oder ganzlicbe Exstirpation der Staubgefasse. 
Die erstere Art der Trennung scheint nun vveniger von jenen 
Botanikern gemeint'zu seyn, ob sie sich gleich nicht ganz be- 
stimmt dariiber aussprechen: tbeils weii dadurch meistens nur 

eine sebr geringe, die Corolle nicht beriihrende Verletzung 
geschiehet: tbeils weil nur von 

Staubfaden mit der Corolle die Rede ist: es wird also mehr die 
zweite Art der Castrations und ihre Wirkung auf die Corolle 
zu verstehen seyn. 

Dass die erstere Art der Trennung ^ namlieh die einfache 
Hinwegnahme der Antheren ohneVerletzung derStaubfaden^fiir 
die Corolle ohne alien Nachtheil geschehe, zeigen unseremehr 
als tausendfaltige Erfahrungen: indem wir den Lebens-und 



dem Zusamnienhange der 



Entwickelungsgang der Bluiuenkrone dadurch nicmals gestort 
oder abgeandert gefunden haben. Dieser Erfolg wird aber auch 
iioch dadurch erwiesen, dass selbst die Verstaubung des Pollens 
an und fiir sich keinenEinfiuss auf dasLeben der Blumenkrone 
hat; weil die Antheren und der Pollen lange vor der Corolle 
ausgebildet sind5 und daher bei vielen Blumen die Dehiscenz 
der Staubbeutel und die Befruchtung der Ovarien bei noch ge» 
schlossener Corolle geschieht, und die w^eitere Entwickelung^, 
so wie der Vigor der Blume, erst nach dem Oeffnen normal ein- 
trittj wenn die Antheren sich schon grosstentheils entleert ha- 



Leg 



nierkt wird. 



Art dieser Trennung und 



schieht durch theilweise oder 

Staubfadens sammt der Anther 



H 



des 



ubfadens sammt der Anthere. Diese Operation kann in den 
meisten Blumen in der friiheren Epoche des Lebens dieser 
Theile wegen ihrer Zartheit und innigen Verwickelung ohne 
eine bedeutende und nachtheilige Wachsthumsstorung und 

Verletzung des eineu oder des auderen Theils unmogUcU 



\ 



,> 



/■ 



\ 




eu 



h 

er 

fee. 



n 



e- 



ur 



er 
ie 
le 



iie 



'•• 



ur 

ir 

d 

Yt 

h 
Ins 

16 

le 
z 
e- 

In- 

a- 
le- 



e- 

les 



n 



er 



e 
d 

h 








^ 



_> 






• 





15 

\ 

vollbracht werden : T\ir haben sie daher meistens in einem sclion 
mehr vorgeriickten Entwickelungszustande vornebmen miissen; 
und viele dieser Castrations- Versuche sind erst in der lezten 
Period e der Entvvickelung der Blumenkrone, uamlicb kurze 
ZeitVor ihrem Oeffnen, ausgefiihrtworden. Tausende unserer 
Erfahrimgen sprechen dafiir , dass keine dieser Operatjonen, 
wenn sie rait Geduld und Vorsicht gemacht worden waren, von 
nachtheiligen Folgen fiir das Leben der Corolle abgelaufen 
ist: selbst nicbtbei dem zartesten Ban derselben, z. B. bei Pa- 
paver und Chelidonium. Die Corolle bebielt in alien diesen 



selbst 



E 



Mi 



mulus, Digitalis u. s. w., oder auch an andernTheilen wie bei 



«. s. w. 



Malva, Pelargonium, Dianthus 



Altei 



Es konnte aber noch der Zweifel entstehen: ob nicht das 



begriinde 
glauben 



Staubgefas 



dass zur Integritat und vollkommenen Ausbild 



der Corolle das Vorhandensevn d 



a 



% 



1) 



eine 



ebenso vollkommene Ausbildung der Corolle als die 



mannlichen. 2) Die Cantahesoenz der Staubfaden 



(wovou 



d) 



vollstandige Entwickelung der Corolle auch ohne das normale 
Vorhandenseyn der Staubgefasse erfolgt, diese mogen nun an 
der Blumenkrone, oder an einem anderen Theile der Blume 
inserirt, oder nur einige oder alle Staubgefasse bios theilweise 
Oder ganzlich contabeseirt seyn. Hier fallt der Anfang und die 
Ursache der Contabescenz und der Mangel der Staubgefasse 
in die friiheste Anlage der Blume, ehe noch ein Rudiment der 
Corolle vorhanden ist. Demnach vermag sich die Corolle 



o 



vollkommc 



d ihr 



i*-- 



f 



■ ll 



I 



r 



J - 
I 




,_■* 



^ 



- jr- 



^-^ '-^ ■:> 







-I * 




* 



r 




16 



^-L* 



Hinwegnalime bei der Castration i'st dem Leben der CoroIIe 

iiicht nachtheilig*. 

£)a durcb die friihzeitige Entfeniung der Staubgefasse 
(der Antheren alleiri oder mit den Staubfaden) ans denjenigen 
Blumen , in welchen dieselbigen mit der Corolle verwachsen 



sind, 



gert 



iioch beschleunigt wird: so ist diess um so weniger bei de- 
Den Bluinen der Fall, in Avelchen die Staubfaden an anderen 
Tlieilen angeheftet sind , wie bei Potentilia^ Geum^ Aquilegia 

In beiden Fallen hat die Castration fiir die Blume 



II. s. w. 



L 4 



schehen 
verdirbt. 



,) lunger dauert^ 



(we 
ind 



ngsam 



theilweise 



Von dem Einfluss der Castration auf den Blumensphlaf 
weiter unten. 

In Beziehnng auf die Verhaltnisse der Corolle zu Aenweib- 
lichen Organen haben wir schon oben bemerkt, dass beim nor- 
malen Gange der Entwickelung der Blume diese lezteren erst 
nach der Corolle ihre vollstandige Ausbildung erlangen: hie- 
von ist nns aber bei mehreren Gewachsen eine merkwiirdige 
Abweicl 

Jich aus der, in verschiedenen Graden der Entwickelung begrif- 
fenen und noch im Knospenzustande befindlichen, Corolle ein 



>. 



friihzeitiges Hervordringen der Griffel und der Narbe von ver- 
schiedener Lange beobaehtet. Dieser abnorrae Zustand der 
Blumenknos pen hat uns besonders geeignnt geschienen, iiber 



Waclisth 



d 



von der Voraussetzung ausgegangen sind, dass bei einer sol- 
chen friihzeitigen Entwickelung der Griffel auch das Conceptions- 
Vermogen der weiblichen Organe der Blume vorhanden seyn 
diirfte : in welchem Zustande der Blume also bei der Bestaubung 



Narb 



kiinstliche 



Entfaltune:^ Castration u. dergl) das Wachsthumund die 



r 

Entwickelnns: der Theil 



Dei 




• 



1 




\ 



y^' / 



t 



f 



t 



tl 



r 
r 

r 

11 

r 



e 



\ 



*] 
^j 





17 

l»at audi gezeigtj dass wir uns in dieser Voranssetzun": nicht 



getjuischt liatten. 

Wir stellten 
Erster Vei 



H 






im friihesten Alter von kaiim zwei Linien Liinge und einer Liiiie 
im Querdurchmesser , an welchen die weissen Griffel eine Li- 



ervori 



wurden mit dera eigenen Pollen bedeckt, und diese Bestaubung 
den andern Morgen wiederholt. Die Zergliederung von Blu- 
menknospen von gleichem Grade der Entwickelung zeigte kaum 
bemerkbare i^rblose Rudimente der Blumenblatter als kleine 



E 

The 



Der aus den Kelchspitzen hervorragende 

36 bis 40 Stunden missfarbig^ 



Roweit sie mit Pollen bestaubt worden waren; die BlumenknoV- 



Wachsth 



rung: einige derselben wurden nacli 4 bis 5 Tagen gelblich, 
sehrumpften ein, und fielen endlich nach 8 bis 10 Tagen ganz 
verdorrt ab. An drei andern verlangerte sich der Kelch iiber die 



Griffelspitzen, sie fielen aber auch naen 3 
griin ab. 



Tag 



ft 



Versuclie an dem Dianthus bar 



hatus 5 der mit lauter contabescirten Staubg 
war, wodurch dieses Individuum der Lpehnis diurna ? in ge- 
schlechtlicher Hinsicht ganz analog geworden war. Die Blu- 
menknospen waren in dem gleichen Entwickelungsgrade und 
von gleieher Beschaffenheit, wie bei der Lychnis: diejenigen, 



'.'i 



d 



Wachsthum 



* w 

erdarben; die 
on demselben 
Wachsthums- 



gang; Indem sich nach 2 bis 3 Tagen die Kelchspitzen, und 

»m weiteren Verlaufe auch die Petala. iiber die vorrae-enden 
Griffelspitzen verlangerten. 



ZweiterVersuch. Bliithenknospen von denselben 
Pflanzen in einem mehr vorgeriickten Zustande derEntwicke- 
**"85 beiwelchen aber die farblose Petala nochganz von dem 

■ ■ - ► - 



»ER, BefrucUtiing der Gewachse. 



2 




\ 



!■ 1 




i 






\ 




V \ 




^ 



18 



;\ 



/ 



W 



^' 





'j ' 




Kelche bedeckt und eng einoeschlossen warerij iind derenGrit- 
fel und Narbenspitzen in der Lange Von einer halben bis ganzen 
Linie aus dem genau nmschliessenden Kelche hervorragteuj 
wurden sowohl mit dem eigenen^ als auch init fremdem nahe 
verwandtem 5 Pollen belegt. Nach Verfluss von 24 Stundeii 
warden die Griffelspitzen missfarbig, verlangerten sich nicht 
weiter und verdarben. Die meisten dieser Blumenknospen 
blieben frisch griin, und vergrosserten sich im Verlauf einiger 
Tage, Einige wenige derselben entwickelten nach mebrereii 
Tagen ihre Petala^ ohne dass die Ovarien sich vergrosserten; 
andere im Gegentheil entwickelten ilire Petala niciit weiter, 
und sezten kleine und magere Fruchte an, welche nur eine ge- 
ringe Anzahl guter Samen lieferten, z. B. Lychnis diurna nur 
165 welche nachher gekeimt haben. Einige andere von diesen 
bestaubten Blumenknospen sind, ohne eine Entwickelung 
erfahren zu haben, verdorben und abgefallen. 

Die meisten Blumenknospen dieses Entwickelungsgrades 
von Dianthus harbalus schoben ihre Petala iiber die verlanger- 
ten Griffel vor, und bedeckten sie wiederum ohne einen Still- 
stand in der Entwicklung gemacht, aber auch ohne Fruchte 

angesezt zu haben. 

fitter Versuch. Etwas mehr In der Entwickelung 



V 



K 



D 



iickte 



d von gleichem Entwickelungsgi 



der Griftel und Narben, mit schon gesprungenen Kelchlap- 
pen J aus deren obersten OeiFnung die stumpfe, zum Theil et- 
was mehr gerothetCj Spitze der Biumenblatter hervorragte^ 



Versuch 



ahe 



1 

Pollen bestaubt. Die meisten dieser Blumenknospen ent- 
wickelten ihre Biumenblatter entweder nicht weiter oder nur 
tinvoUkommen, und blieben in ilirer Entwickelung stehen. Ei- 
nige dieser Ovarien zeigten keinWachsthum; andere hingegen, 
und zwar die Mehrzahl , lieferten vollkommene Friichte mit 
der normalen Anzahl von guten Samen. Ein paar dieser be- 
Btaubteii Bluuienknospea entwickelten ihieBlumen und Griffel 







t 



1 



V 



/" 



s 



s 



1- 



g 



t- 



19 



iTgelmassig : die Ovarien blieben aber 



( 



) 



Vieiter Vetsuch. Blumeiiknopfe mit fiiihzeitigen 
Gi-iffeln von Lychnis diuma, vespertina und Dianthus barbatus 
und superbus, (diese beide lezteren mit contabesciiten An- 
theren,) deren Blumenblatter schon stark geiothet, fiber die 
Kelchspitzen hinausragten : aber doch noch so enge ineinander 
gewunden waren , dass ilire Entfaltung ohne Zerreissung der 
Petalen nicht bewerkstelliget werden konnte, wurden anf 
gleiche Weise, wie in den yorigen Versuchen, an deil ausser- 
sten Narbenspitzen , welche bei diesen Knospen iiicUt so weit 
iiber das stumpfe Ende der Blumenblatter, als bei den vorigeii 
Versuchen fiber die Kelchspitzen, hervorragten , mit eigeneiri 
Pollen bestaubt. Die Blumen trieben in 24 Stunden ihre Pe- 
talen fiber die Griffelspitzen hinaus , so dass diese von jenen 
xvieder ganz bedeckt und unsichtbar geworden waren. 
Blumenblatter entwickelten sich normal, und difj Griffel und 
Narben wurden zu gleicher Zeit missfarbig und vertrockueten. 



Die 



Fruchtknoten nahm bei den meisten , 

der aussersten Spitze der Griffel 



Wachsthu 



gelmassigen Verlauf, 



nur ein einziges Mai an 
bestaubten Blumen den 



Gr 
Bl 



Sa 



B 



kelung 



tung sehr nahe, deren weibliche Organe aber ohne Zwelfel 
schon mehr gereift waren, als die der andern , entfalteten sich 
nicht mehr ; sie blieben zwar einige Tage frisch, nahmen aber 
mit der Vergrosserung und dera beginnenden Wachsthum der 

Ovarien ab, und verdorrten, ohne sich voUig aufgeschlossen zu 
haben. 

J 

r 

Es konnte scheinen , dass dleser ungewohnliche Zustand 
der Blume und der, durch's Bestauben der Narbe herbei- 
gefuhrte, Stillstand des Wachsthums der 



bei 



jthums der Blumenkrone nur 
einigen , und namentlich bei dichogamischen , Gewachsen 



*ngetroffen werde : 



to 



dass 



2 



* 



'h 



(n 



V 



li 



i 






I 



J 



r. 






\ 






hi 



20 



V 



r 

■t 

sicli derselbe Zustand der Blnme, ausser den Caryophylleen 
audi bei sehr verschiedener Organisation derselben vorfindet 



'folia 



n 



das bier stattgefundene Verhaltniss der Bluinenkrone zu den 
weibliehen Organen kein nur den genannten Arten zukoraraen- 
des, sondeni ein mit geringen Modificationen allgemein statt- 
findendes seyn werde; wir glanben daher aus diesen Erfali- 
rirngen folgende Schliisse fiir die Natur und das Leben der 
Corolle Ziehen zu diirfen. (S. unten 



Weiblich 



1) 



K 



5 



nocli als ganz jiinge 



/ 



Pollen bei stattfindender Friihzeitigkeit der Griffel nicht nur 

im der Corolle aufgehoben, sondern aueh das 



Wachsth 



Leben 



We 



Zeitpunkte gediehen, wo die Corolle der Hiilfte ihrer Entwicke- 



lung nahe ist: 



gleieh 



Wachsthum der Blumenkrone unterdriickt; das Ovarium er- 
langt aber noch einen geringen Grad der Ausbildung. 

3) Ist die Blume in ihrem Wachsthum noch etwas weiter 
vorgeruekt , und die Corolle zwar ansserlich zur Erscheinung 



abe 



r 



ervvahnten Bestaubung der frlihzeitig entwickelten Narbe das 



w 



nur wnvollkommen , und das Ovarium erhalt seine normale 



Ausbild 



4) Wenn sich die Blumenkrone in dem lezten Stadium 



Wachsth 



ung 



triebenen Narbe nicht mehr gestort, nnd die ganze Blume 
niacht ihren regelmassigen Gang des Wachsthums und der 
Entwickelung mit normal ausgebildeter Frncht und Samen. 

5) Die erste Bedingung der Einwirkung der weibliehen 
Organe auf das Leben und die Entwickelung der Blumenkrone 

bei der Bestaubung der Mhzeitigen Griffel scheint das 



*- 



-^ 







t m. 



. t 






IM» 




r 

\ 



en, 
ety 

ass 
en 

en- 
tt- 

tah- 



er 



en 



lur 



as 



m 
e- 
as 



.er 



bi- 
as 

le 



m 



r- 



e- 



e 



er 



n 



e 
s 





21 



X 

Daseyn der Conceptionsfahigkeit im Pistill zu seyn ; weil nur in 
dem Falle das Wachsthum nnd die weitere Entwickelung der 
Corolle nicht gestort wird , wenn das Ovarium keine Befruch- 



tung angenoramen hat. 



Die Blumenkrone ist 



in der Knospe auf mannigfache 



Weise gefaltet und zusammengedrangt : Oman vergleiche, was 
in dieser Bezieiiung Alex. Braun (^) fiber die gesetdichen 
Drehungen im Pflanzenreiche sagt,) bis sie dnrch einen innern 
Entwickelungstrieb , und "durch aussere Umstande, namlich 
einen angemessenen Licht-, Warme- nnd Feuciitigkeitsgrad 
begunstigt, die Bande lost, welche sie selbst, und.die von ilir 
eingeschlossenen Zeugnngsoigane in ilirem jiingeren Zustande, 
vor ansseren Besehadigungen gescliiizt hatte. Diese Faltung 
der Corolle ist so legelmassig , dass sie bei ganzen Familieii 
vollig gleicbformig durchgefiihrt , und bei einigen derselben, 
welche eine grbssereAusdehnung der Blume haben, so wun- 
derbarist, dass, nachgeschehener Entfaltung, eskaum begreif- 
lich scheint , dass die Corolie in dem friiheren Raume eino-e- 
presst seyn konnte, wie z. B. bei den Papaveraceen Malva- 



ceen u. a. 



to 



D 



Bl 



gibt aber auch bei den allermeisten 
diingen von Nahrungsstoffen , wodurch die" Zelle7d"es pI- 
renchyms anschwellen , und die Blumen sich vergrossern und 
waehsen, welches namentlich bei alien Blumen geschieht, wel- 
che keine so kurze Dauer haben, als wie die Papaveraceen, 
Cistmeen und mehrere Liliaceen 

Bei vielen Pflanzen haben die Blumen , so wie sie sich 
geoffnet haben , auch ihren hochsten Glanz und Vollkommen- 
heiterlangt; es sind besonders solche, welche hochstens 12 
Stunden dauern, wie mehrere Liliaceen, Cacteen , Cistineen, 
w. s. w. Bei anderen tritt der Vigor der Corolle erst spater 
em, und ist nicht so verganglich : iiberhaupt ist er bei den ver- 
schiedenen Pflanzen nicht an eine bestimmte Zeit gebunden : 
sondern von Umstanden ahhangig, welche erst waiter Unten 
»>ei der Befruchtung erortert werden konnen. 

^a.s Oeffnen der Blumen erfolfft bei den meisten Pflanzen 



II 



/ 



r 




M 



tJ 



- f 





n 










i 





22 



M 



Oder wenn sich ihre Stiahlen schon iiber die Vegetation ver- 
bieitet liaben; dem Liclite komrat daher ein entschiedenei* 
Einfluss auf das Oeffnen der Blumen iiberhaupt zu : wie diess 
besondeis einleuchtend an mehren Compositlfloien; Oxalideen, 



Mese 



arvensis ist. Nur in 



seltneren Fallen und bei wenigen Pflanzen findet normal eine 
Ausnahme von dieser Kegel statt. Die Blumen eini^er Ge- 



wachse ofFnen sich namlieh zu einer andern als dei 



' ange- 



gebenen Tagszeit, entweder bei untergehender Sonne, z. B. 
Lychnis vesperiina, oder bei einbrechender Nacht, z. B. Silene 



noctiii 



Es finden aber ancli 



hierin zuweilen Abweichungen statt, welche theils von dem 
Entwickelungsgrade der Blumen, theils von ausseren Einfliis- 
5en , der Witterung u. s. w. abhangen. 

Mit diesem Momenti 
gewohnlicli nocli andere 

■ 

welche, eben weil sie damit coexistiren, in einer ursachlichen 
Yerbindung unter einander zu stehen scheinen: es ist diess die 
Reife und Dehisrpn/ dpr 



des Oeffnens der Blumen sind 
Erscheinungen vergesellscliaftet, 



A 



itheren, die Geruehsemanation, 
die Absonderung des Honigsaftes und die Conceptionsfahig- 

'^ aber auf die Zeit der friihesten 



keit 



W 



Entstehune: der, d 



Organe zuriickgehen : so finden wir einen bedeutenden Unter- 
sehied in dem Zeitpunkte ihrer ersten Entwiekelung:: wenig^ 
stens ist die Entstehong der verschiedenen Blumentheile riicht 
voUkommen gleichzeitJg (S. II); es ist daher bei genauerer 
Betiachtung der friJhere Unterschied in der Entstehung und 
Ausbildung der Theile auch in ihrer vollendeten Entwickelun**- 
noch bemerklich; sie fallen aber gevvohnlich und in den 
meisten Blumen so nahe zusaramen, dass sie fiir gleichzeitig 
angenommen vverden koiinen. 



••*i 



Ab 



chnngen unbeschadetderBefruchtung, welche der lezteZweck 
des Daseyns der Blume ist; so sind bei grossen Familien die 

Staubgefasse nicht nur vor dem Vigor der Blume, sondern 



f 



I 




/ 



T ^ , _ 





L." 





f^^^* - 




n^ 



9 



er- 



ner 

ess 

I 

en, 
in 



ine 



e- 



B. 

ne 
|]ch 



em 



«t 



us- 



en 

die 



on 



en 



n 



? 



er- 



ht 

er 
nd 

leii 



1- 
k 
j'e 
Irn 



« 









23 




vor ilirem OefFnen. r 



den T. 



ciaten und manchen einzelnen Blumen anderer Gewachse, 
z. B. bei Datura , Nicoiiana u, s. w. Im Gegentheil haben wir 
aber auch bei anderen Gewachsen gesehen, dass die Antheren 
erst sogar 2 bis 5 Tage nach dem Oeffnen der Coiolle zu stau- 
ben angefangen haben, z. B. bei Dianthus und einigen anderen 
Caryophylleen , Fuchsia u. s. w. : die Conceptionsfahigkeit 
der Narbe aber erst nach 3 bis 5 Tagen nach dem Oeffnen der 
Blume, und 1 bis 2 Tage nach der Dehiscenz der Antheren 
cingetreten ist; wir haben aber auch kurz vorher gesehen^ 
dass in seltneren Fallen die Conceptionsfahigkeit des PistillS 
bei noch ganz unentwickelter Corolle eintreten kann: und 
alles dieses, ohne einen nachtheiligen Erfolg fur die Be- 
fruchtung dadurch zu bewirken. 

Solche Abweichungen in der relativen Entwickelung der 
andern Theile der Bhirae in Beziehung auf die Corollej 

welche zuweilen nur einige Stunden, aber auch, wie vorhiA 
bemerkt worden, eiuen Zeitraum von inehreren Tagen betragen, 
werden nicht nur an ganzen Individuen , sondern zuWeileri 
auch an einzelnen Bhimen desselben Individuums bemertt: 
sie gehoren aber immer zu den Ausnahmen, welche jedoch in 
dem Resultat der Befruchtung gewohnh'ch keine Storung her- 
vorbringen. Dieser Wechsel in der Entwickelung d- — - 



kt 



Theile der Blume muss von inneren Ursachen 



■ 

nicht 



ausseren Einflussen hervorgebracht : denn die Pflanze ist 



vielmeh 



r 



als das Thier der Einwirkung des Lichts , der 



Warme, der Trockenheit und Feuchtigkeit und den Folge 



Wechsels 



ausgesezt, weswegen der Pflanzenkorper ih 
feeinen Entwickelungen und Veranderungen sich nicht so regel- 
inassig verhalt, wie der Kiirper der Thiere. Diese Abwei- 
chungen zeigen aber auch zugleich, dass die einzelnen Theile 
der Blume in ihren Entwickelungsstufen nicht nothwendig an 
einander gebunden sind, sondern dass jeder derselben bis auf 



Lebeu 



i 



I 



\ 



' i\ 



i 

4 [ 



\ 



>' 



I 





» 




\. 




f^ 




1* 



^ 



f s 




^'ik 



V 



24 



We 



I 

111 sich die Blume geoffnet und ihre vollkommene 
Entfaltung, bald in kurzerer, bald in langerer Zeit eilangt hat: 
so treten an dor Corolle nicht selten bald darauf Verande- 
rungen ein , in Beziehung auf ihre Gestalt und Aussehen, wel- 
che mit dem Leben der ganzen Blume in Veibindung stehen. 



Wi 

— ^, ... »».„on.iji ttui uic veranaerungen, wel- 

chen die Coiolle nach eriangtem Vigor nnterworfen ist, 
mehrere Veischiedenheiten sovvohl in der Zeit ihres Eintritts, 
als ihrer Form und Dauer. Ei„ige derselben haben selbst bei 
grosser Pracht und Glanz nur ein kurzes, sehr vergangliches 
Leben, z. B. Cereus peruvianus, grandiflorus: Tigridia pavonia: 
Morea fugax: Commelina japonica u. a., welche in wenigen 
Stunden nach dem Oeffnen ihren Glanz verli^ren, einschrum- 
pfen und verderben ; andere behalten einen oder mehrere Taoe 
ihr lebhaftes Aussehen, nnd fallen dann frisch und unverdo^'r- 
ben ab, z. B. Pomaceen, Rosaceen, Myrthaceen, Scrophularineen 
u. s. w.; andere hingegen schliessen sich Abends wieder mit 
der namlichen Faltung wie friiher in der Knospe, und verder- 
ben, z.B. mehrere Malvaceen und Caiyophylleenj noch andere 
schliessen sich, nachdem sie sich geoffnet batten, uber Nacht 
und gehen den andern Morgen mit neuem Glanze wieder auf, 
um an demselbigen Abend sich auf immer zu schliessen, und 



Verderben 



Potentilla 



to 



(hievon wird un- 



ten bei derLebensdauer der Blumenkrone vveiter geredet wer- 
den). Endlich gibt es auch noch solche Corollen, an welchen 
sich diese periodische Erscheinung zu bestimmten Zeiten meh- 
rere Tage hinter einander wiederholt, und bekanntlich der 
Blumenschlaf genannt wird. 



/ 



bei 



ede 



Pflanzen zu 



verschiedenen Zeiten ein; bei den meisten aber Abends nach 



» 



d 



Mai 



ctifl 
2' di 



vespertina u. a. Diese Ve 



v.; bei wenigen anderen findet diese 

zur Tagszeit statt; wie bei Lychnis 



in der Zeit d 



i 



m 



. ] 




I 



/ 




U 






hT 



f» 



e 




1- 





i 



s 



achti 



25 

Eintiitts derBewegung derBlume ziim Tag- oder Nachtschlaf 
deutetauf eine, iiicht in ausseien Einfliissen, sondein im In- 
nern der Blume liegende Ursache. Da der Veifasser in die- 
sen Beuegungen , namentlich des Tagschlafs, Zeichen der 
Reizbarkeit und der hoheren Ausbildung des Lebens der Co- 
rolle zu finden glaubte; so hat er hieriiher folgende Beobach- 
tungen und Versuche angestellt: um die Gesetze und Bedin- 
gungen zu erforsehen , welchen diese Bewegungen bei dem 
Tagsschlafe unteiworfen sind. 

In dieser Absicht wurde eine gedoppelte Reihe von Beob- 
mgen zuerst an den vveibllchen Blnmen ^er Lpchm's ves- 
Perhna, Lychnis vespertino-diurna und Lychnicucuhalus albus 
unternommen. In der ersten Reihe dieser Versuche wur- 
den die Blumen ohne vorgenommene Bestaubung der Narbe 
nach ihrer absoluten Dauer beobachtet: in der andern wurden 
sie sogleich nach dem Oeffnen , theils mit dem eigenen, theils 
mit fremdem Pollen von verscbiedenen Arten von Pflanzen 
bestanbt, wobei wir zugleich Einiges anticipiren miissen, wel- 
ches erst bei der Befrucbtung die gehorige Anfklarung erhJilt. 
Es wurden hiezu Blumen gewahlt, welche sich an einem ganz 
gesu,ulen im Topfe gepflanzten , Individuum unter moglichst 
gleichen Umstanden befanden: sich zu de;vselbigen Zeit geoff- 
net hatten, und uur darin von einander verschieden waren, 
dasssiesich an verscbiedenen Zweigen und in verschiedener 



W 



*^^"^ "«.-*^-in:;3 r;iiiigcil Ulliri- 

schied in der Schnelligkeit oder Langsamkeit der Beweguug 
der Safte, und somit auch eine kleine Verschiedenheit in den 
Veranderungen der Blumenlappen begrunden konnte. Drei 
.Blumen der Lychnis vespertina a. h. und c. offneten sich in 



(d 



alle drei waren gleich voUkommen, 



835) Moi 
! Witteru 



l_# 



6Uhr: 



gut 



+ 15« bis 220 R.: die SonriR fipl Mnr, 



Mmuten auf die Pflanze: Abends 6 Uhr war sie von derselben 
^bgezogen. Die Griffe! befanden sich bei dem Oeffnen tief 

»*» Kanal der Blume, und waren nocb nirht siditbar. 



t 

Y 



t 



iV 



A' 






f 



i 



-■w. ^ 





--" 



t 







\- 




a. 



Mortens 9 U., nocli vor 
der Einwirkungder Sonne, 
fangen die Lappen der Pe- 
tala an sich wieder der 



Lang-e nach cylindristh zu 
rollen, und so den Tags- 
schlaf zu beginnen. 
, 10^ U, vollige Einwir- 
icung der Sonne -|- -<^*^ R» 
Mitlags 11 U. vollkoni- 
mener Tagsschlaf der 

Blume. Di e G rif fel noch 
ganz in der Faux ver- 
borgen. 

A, 3 U. noch voilkomme- 
ner Schlaf. 

Ar 4 U, Die Lappen der 
Petala wieder zur Halfte 
entfaltet. -f 22« R. Un- 
ausgesetzte Einwirkung der 
Sonne auf die Blumen. 

L 

A. 7 U. Die Petala wie- 
der flach ausgebreitet. 



26 



J> en 30. iHai 1835. 



6. 



M. 8i 



U. 



des 



wie 



Beginnen 

Tagsschlafs 
bei a. 

M. 11 



U. Vollkom- 



mener Tagsschlaf, 



Ebenso wie bei a. 

A. 5 U. Die Lappen 
der Petala fanijen an sirh 
wieder zu offnen. 

A. 8 U. Die Petala 
an den Spitzen noch ge- 
wunden und noch nicht 
vollig ausgebreitet. 



c. 



M. 8 U. 



An fang 
des Tagsschlafs. 



J N 



M. llU. Vollkom- 
mener Tagsschlaf. 



Ebenso. 



A. 3 U. 10 M. Die 

Lappen der Petala be- 
ginnen sich aufzu- 

schliessen. 

A. 7 U. Die Petala 
nur noch wenig ge- 
wunden, und der vol- 
ligenflachen Ausbrei- 
tung ziemlich nahe. 



I 



m 






J 

k 





M, 7 U. Die Blume flach 
und vollkoinmen geoffnet. 
Die Griffel haben ihre 
Spitze uber die Faux 
vorgetrieb en. 

M. 9 U, Anfangender 
Tagsschlaf. Voller Sonnen- 
ftchein. 



A. 6 U. + 220 R. Die 
Blume wieder ganz geoffnet. 



J»en 31. Mau 

M. 10 U. Anfang des 
Tagsschlafs. Die Grif- 
fel 2' ' iiber den Rranz 

der Petala verlangrert. 



M. 12 U. Die Petala 

zylindrisch geroUt. 






■ L 

M. 10 U. Die Petala flach 
ausgebreitet: die Griffel ver- 
langert und auf der Corolle 



aufiiegend. 



I 



A. 4 U. Die Blume 
wieder entfaltet und flach 
ausgebreitet. 

iU^n 1. 3nnu 

■A 

M. 11 U. Die Blume 
noch ganz flach geoffnet 
Die Griffel liber den 
Kranz der Faux verlan- 
gert, divergirend; frisch 
und wollig. 



M. 9 U. 30. M. 
Die Petala fan gen an, 
sich an den Spitzen 
zu wenden. Die Grif- 
fel- Spitzen reichen 
kaumbisan die Faux. 

M. 10 U. 30 M. 

Vollkomraener Tags- 
schlaf. 

A. 1 U. 30 M, Die 

Petala wie welk zu- 
sammengezogen. 

A. 6 U. Die Blume 
wieder ganz flach 
entfaltet. 



M. 10 U. 30 M. 

r 

Die Petala flach aus- 
gebreitet 5 an dem 
iiussersten Theil der 
Lappen nur sehr we- 
nig eingerollt. Die 

Griffel iiber die Faux 



^k- 



;>*. 



J% 








V* 



^ 



27 





M. 12 U. Die Petala in 
der Mitte flacb ausgebreitet: 
die Lappen am Rande we- 
wig eino^erollt, und kaum 
etwas atif warts nach der 
Achse gerichtet. 



M. 6U. Die Petala ganz 

flach und eben ausgebreitet 
nur etwas Weniges geo-en 
den Keldi niedergeboc^en 
Die Griffel kanm etwas nTehr 

verlangert, von ftischein 

Aussehen. 



M. 12 U, Die Blume im 
Tagsschlaf, aber nicht steif, 
sondeni flatterig herunter- 
nangend, faltig. 

A. 7 U. Die Petala ganz 

flach ausgebreitet und frisch. 
Der Kelch aufgeblaht. 



^ 



IVJ 6 U. Die Blume weit 
greoftnet. Die Griffel 2'" 
iiber die Faux verlan^ert, 
stark divergirend , sanmiet' 
artig, M'oUig, frisch. 

M. 11 U. DieBlnnie un- 
verandert: die Petala mehr 
zum Ki'lch zuriickgedrangt, 
an den aussersten Lappen 
"nregelmassig, uneben, We- 
»i'g eingerollt. 

A. 8 U. Die BUime ganz 
Weit ausgebreitet, frisch. 



M. 12 U. Die Petala 
flach ausgebreitet, die 
Lappen am Rande etwas 

einwartsgerollt, undanf 
den vierten Theil auf- 
warts gerichtet. 

33 «n 2. Sunt. 

M. 6 U. Die Petala 
ganz flach und eben aus- 
gebreitet. 
1'" 



Die Griffel 
fiber die Krone 
der Petalen verlangert, 
frisch. 



M. 12 U. In demsel 
ben*Zustande wie bei a 



A. 7 U. Die Petala 
flach geoffnet und frisch. 
Der Kelch mehrkugelig. 



* ■ 



®fn 3. 3unt. 

M. 6 U. Die Blume 

ganz wie bei a. 



•^ 



M. 11 U. wie bei a. 



A. 8 U. Die Petala in 
derAbnahme, zwei der- 
selben an den " 



ausser- 
sten Lappen weifcend. 






^leGnff.lnoch etwas mehr 
^^Jlangertj woJIig, 



^ e n 4. 5 « n u 



M. 



7 U. Die Blume 
noch lebhaft: die Lap- 
pen der Petala an den 
Randern der Langp nach 
etwas eingeroUlJ Die 



verlangert, und an 
den Petalen anlie- 

gend. 

M, 12 U. Die Pe- 
tala in der Mitte der 
Blume flach ausge- 
breitet : die Lappen 

ziemlich einwarts ge- 
rollt. 



M.6U. Die Petala 
weit geoffnet, etwas 
gegen den Kelch zu- 
riickgedrangt: die 
Lappen ungleich ge- 
wunden. Die Grif- 
fel 1'" iiber den 

Rand der Corona fau- 
cis verlangert, frisch. 

M. 1 2 U. Die Blume 

flatterig, im 

schlaf: die Petala wie 

im Welken begrif- 
fen. 

A. 7 U. Die Petala 
wieder frisch und 
flach ausgebreitet. ' 
Der Kelch etwas auf- 
geblaht. 



Tags- 



M. 6 U. ganz wie 
bei a und A. 



M. 11 U. ganz wie 
bei a und b. 



A. 8 U. Die Petala 

noch frisch: die Blu- 



me weit geoffnet, 
stark gegen den Reich 
niedcrgebogen. 



M. 7 U. Die Blume 
etwas flatterig: ein 
Petalum niissfarbig 

verdorben, die ande* 
re an tlen Lappea 



1 



r _ 



4 



f 



• 



s 



' -r 











■> 

L 



V 



W.IVT. 2 U. Kein Taos- 
scblaf an der Blume mehr 
bernerkbar : zwei Pctala 
welkend. 



28 



Griffel gegen die Petala 
auswarts gekriimmt. 



N.M.2U. Kein Tags 
schlaf an der Bluine be 
merkbar. 



unordentlich eing*e- 
rollt. Die Griffel 
frisch und g^e^en die 
Petala niedergebo- 
gen. 

N.M. 2 U. Kein 

Tagsschlaf mebr be- 
rnerkbar. 



U 



h 




M. 7 11. Die Blume welt 
geiiffiiet: zwei Petala ein- 
geschruinpft, dieandern drei 
welkend. Die Griffel 



zu- 



ges|>itzt, unordentlicb spi- 
ralisch gewunden , weisSj 
frisch und noch unverdor- 
beOj wie die Narben. 



3 t\x S. 3 u n t. 



M. 



U. 



7 U. Die Petala 
g:anz welk und verdor- 
ben. Die Griffel etwas 
gesthwunden und nicht 
mehr so voll, aber in 
RiicksichtderFarbe noch 
ebenso frisch , als sie 
bei der frischen Blume 
waren. 



* 






M. 7 U. Die Peta- 
la welkj an der Faux 
aber noch von fri- 
schem Ausseben. Die 
Griffel zugespitzt, 
unordentlich spira- 

liscb gewunden^ noch 

frisch, 

A. 6 U, DerKelch 
etwas vergrossert, 
welk abgefallen. Das 
Ovar. sehr langlicht 
zugespitztj klein. 



m 




> 




M. 7 U. Die zwei Petala 
bis an die Kelchspitzen ver- 
dorrt: die audewi drei welk. 
Die Griffel noch frii^ch weiss. 

Der Kelch leer. 



jD e n 6. 3 u n t. 

M. 7 U. Die Petala 
vollends ganz verdorben. 
Die Griffel noch von 
frischem Ausseben. 

M, 12 U. Der Kelch 
welk, an der Basis vom 
Stiele getrennt abgefal- 
len. Das Ovarium 4'" 
lang^ 2'" dick, walzen- 
formig, rundlich abge 
stumpft, frischgriin: die 
Haut schon verdickt, 
pergamentarlig ; die 
Ovula sehr klein und 
alle von gleicher Grosse, 

halb- 




griinlich- w 
durchsichtigen Blasrbcn 

ahnlich. Die Griffel, 
welche durch die Kap- 
selhaut durchsetzen und 

niit dieservereinigtsind, 
hangcn mit dem Recep- 
taculum zusammen. 



t 



t i 




■ ■ 



- I 



Die Lappen dor 

bis an die Faux 



3D ^ n 7. 3 u n i 



A. 5 U. 

Petalen 

ganz verdurrt, von dei^iKranz 




^ 



4* 



2d 



V. 



/. 



der Scliuppen bis zur Inser- 
tion in clei Basis ties Kelchs 
noch frisch und unverdoi- 
fcen. Die Griflel unoident- 
I'ch spiralisch e;ewunden3 
frisch weiss, wie die wolli- 
gen Narbcn. Der Kelch ku- 
gelig-aufgelaufen S^S^'dick. 




a 






© « n 8. 3 u n t 



T- 






M 9 U. Der Kranz und 
d«r Tubus, welchendieUn- 
Rnes der Petalen bilden, 

verdorbenrdieGnffelmiss- 
iarbig, der Kelch 5,9'" dick 



- 1 



'i^^^l 



35 e »» 9. Sunt 



A. 9 U. Die imvollkoni- 

meneFru(ht,d,i. der Kelch 
tint dem Ovarium , haftet 
noon an dem Aste. 






^ 



1 



Wie am Tage zuvor. 



^tn 10. 3 uttK 

r 

1 

r 

men 11. 3 u tt t. 



^ 
-^ 



I 



H 



M. 9 U. Die unvollkom- 
mene Frucht hat sich bei 
einer leichten Beriihrung „„ 

der Junktur zunachst an der 
Basis des Keiches abgelost. 
DasOvar. klein, knopffor- 
mig 3''' lang, kaum 2'" im 
Querdurchmesser. Die aus- 

sereFruchtumhiillungetwas 
verhartet und pergament- 
artig. Das Receptaculum 
pyramidalisch zugespitzt. 
vermittelst des durchsetzen- 
den Griffel-Buschels mit der 
xarten inneren Haut der 
Kapsel verbundeii. Die 
J-ichen alle eingeschrumpft 
braun und verdorben. 



#5 



1 



n 



sultate : 



Aus diesen Beobachtungen ergeben sich folgende Re- 



Individ 



1) Die yerscliiedenen Blumen an einem und demseiben 
^ uum haben unter ganz glelchen ausseren Umstanden 

^erschiedene Eintiittszeiten des Tagsschlafs, eine verschieden^ 
ar e <lesselben und eine verschledene Dauerj ter tet also 



t 








/ 



n 






? 



I 



1 



I 



30 



nielir von innern, tnit der Vitalitat der Pflahze in Verbinduno* 
stehenden, Urastanden als \on aiisseren Ursaclien abhangig; 
jede Blume bat daher ibr eigenes, bis auf einen gewissen Giad 



dividnums unabbangiges, Leben. 



allff 



O 



■ r 

) Dqv Tagsschlaf aussert sicb am starksten an der 

, ^ ^ 

friscben, nocli ganz jungen Blume : d. i. die Zusammenziehung 
der BInmenblattcben gescbiebt an dieser vollstandiger als in 
alteren Blumen, und stebt daber aucb nicbt in genauerem Ver- 
baltniss mit dem Vigor der Corolle. 

3) Diese Erscbeinung nimmt an jeder Blume mit jedem 
Tag, oder bei der 



Wied 



Die BInmenblattcben der Lychnis vesperttna scbliessen sicli 
namlicb am ersten Tage in einem Zeitraume von 10 bis 12 
Minuten: am zweiten Tage in 20 bis 30 Minuten u. s. w. 



Ein 



gleicbes Verbaltniss findet aucb im Abziehen des Tajrsscblafs 



Minuten 



Tagen in 



Mi 



to 



am fiinften Tage aber ofters 



kill 



r 

erst nacb Verfluss einer bis zwei Stunden vollstandiff erfolo-t. 

4) Das Einrolien der Corolllappen erfolgt In 

Zeitj als die Ausbreitung derselben. 

5) Die Bewegung der BInmenblattcben wird zulezt un- 
deutlicb, und gebt in ein unordentlicbes Auseinandergehen 
und Flatterigwerden der Corolllappen liber: so dass der Tags- 
scblaf der Blume kaum mebr zu bemerken ist: es bleibt aber 
docb nocb in den BInmenblattcben , wenn sie sicb gleicb zura 



eine Neigung 
Grade iibrig 



le abzusterben anfangen. 

6) Das Einrolien der Blumenblatter beim 

lien erfolfft in der ersfen Periode nicbt aus t 



Ziistande derselben: denn die Corolllappen sprin«»-c 

in ihre alte Stellung und Lage zuriick , wenn man 

breiten versucbt: sie befinden sicb vielmehr in ibrem soge- 



sie auszu- 



Scblaf 



nur bei starker 



SoiMieneipjvlrkwng und dadurch feewirkter starker Ausdunstung 



^ 



J 





i 



■^. 












i 



31 



tritt neben dem Tagsschlaf 

lappen ein. 



ein welker Zustand dei* CoroU 



7) Die Bewegung der Coi 



» 



hiafe 



deiE 



wickelung der Conceptionsfahigkeit der Pistille in derf weib- 
lichen Bluinen : in den munnlichen sind bei dem ersten Oeffnen 
der Blume immer schon einige Antheren geofFnet (wenn nicht 
regnerische Witterung herrscht). 

8) Wahrend der Abnahme der Lebhaftigkeit des Ta^s. 
schlafs der Blumenblattchen der Lychnu vespertina 

dieGrifFel mehr zur Entwickelung, i,nd wenn di( 
der Bevvep-imo- in ;o««., ..^i.^„ L_. .1 . , 



? 



» 



keit 



mese noch ein frisches gesundes Aussehen behalten, und ihre 
JNarben vollends entv^ickelt. Diese relative Ausbildnng der 
^eibhchen Organe nach dem Oeffnen der Blume gilt auch bei 
Pflanzen, deren Blumen keine solche periodische Bewegungen 
Zeigen, und ist daher ein allgemeines Gesetz. 

9) Die Blumenblatter sterben bei verhinderter 



Best 



Cw 



nach dem 



!l'::i' '"''" '"=' "" ""'"'■«'='•- Befruchtung alle a„f ei„™al 



verderben. 

10) 



r 

absolute Dauer der 



««« ;cf u • . v.«.„.,c uci xjy cams vesper-' 

ima .s be. ve.-schiede„e„ Bl,™e„ ve.scl.iede„ , „„d beWg. 
kurzesens f«nf Ia„g.tens aber „e„„ Tage : (die der „«„„- 



d 



dauern 

1) Die Starke 



W 



^_^ 



bestimmt den Eintritt 



w ir kt 



' ^ — ^^^ '^^ ^ r*i^ ^MF^ mm ^ ^^ Ikfc^ V T I 

gerung des geschiossenen Znstandes. 
_ 12) Die Zusammenziehung der Blumenblattchen bei 
lychnis vespertina und Silene noctifiora aussert sich starker 
«nd allgemeiner und dauert langer bei heisser und trockener 
ais bei kuhler und feuehter Witterung, wobei doch audi Er^ 

i^ermehrte uiisichtbare Ausdiinstung mitwirken 

"»^ C3. 30, Nro. 6) ; indessen si " " 



durch 



Iieissseu 



^ 



i. 






-A 



^.t 



ff 



I 



I 



/ 












pr 





■4 

1 



I# 



I 

i 



I » 




# 



32 



Sonnensclieiii uiid bei trockener Witternng- mit deii Blattern 
iiicht in gleichem Grade vvelk , wenn die letzteie dursteii. Eiii 
Temperatuiwechsel von 4 bis 8 Graden hat keinen bemerk- 

r 

baren Iliiiifliiss aiif den Sclilaf dieser Blumen. 

, r 

13) Mehr oder minder feuchter Boden uiid Ueberflnss 
an wassengem Nahruiiossloff bewirkt keine Aenderung im 
Tagsschlaf der Lychnis vesper Una ^; aber bei Regenwetter 
schliessen sich die mUnnlichen blumen ofters gar nicht: bei 



triibem Himmel und kiihler Witte 



die Zusammcn- 



ziehnng der Bluraenblattchen weniger stark/ tritt langsamer 
ein, und dauert eine kiirzere Zeit Unter denselbeii Umstan- 
den ofFnen sich iin Gegentheil die Corollen von Poientilla^ CtstUs 

■ L 

iiicht vollkommen , breiten sich aber bei heissem Wetter und 

s, 

im Sonnenschein vollig aus: die Feuchtigkeit der Atmo- 
sphare hat daher zwar einen entschiedenen Einfluss anf 

r 

beiderlei Erscheinungen ^ doch vermag sie nicht dieselbe ur- 
spriinglich und fiir sich alleiri zii bewirken. 

In der zwciten Reihe von Beobachtungen wurden die 



Blumen der Lychnis 



Q unmittelbar, nachdem sie 



sicli aufgeschlossen batten , sogleich mit Pollen von verscbie- 



_ ^ -r T - 

denen Arten bestaubt: nm die Wirknng desselben auf die Be- 
wegung der Blumenlappen und den Tagsschlaf dieser Pflanze 
zu erforschen. Hiebei muss aber bemerkt werden 5 dass sich 
die Griffel und Narben im namlichen Zustande befanden ^ wie 
bei den Beobachtungen der vorigen Reihe : d. i. sie waren 
iioch nicht conceptionsfahig, welches Vermogen sich vielmehr 
gewohnlich erst 8 bis 10 Stunden nach dem Oeffnen der Blume 
zu entvvickeln anfangt : da im Gegentheil die mannlichen 
Blumen an einigen Antheren ihren Pollen schon v or dem 
Oeffnen der Blume von sich geben. (S. 31 j Ni\ 7). 

I. Neun Blumen ^ welche Morgens 7 Lhr unmiftelbar 
nach dem Oeffnen mit dem eigenen Pollen kiinstlich bestaubt 
worden waren. zeiarten am ersten und zweiten Morten den 



ta 



die Blumenblattchen welkten aber am zweiten 



Tage gegen 3 Uhr Nachmittags und offneten sich nicht mehr : 

I 



Abends 7 Uhi 



Die 




% 



V 



4 



fi 



n 




\ 



i • 



I 



r 



1 



r 





f 




Ir 
t 



II 



33 



zwei Tage iiber kraftig auf die Pflanze geschienen, wie l,ei den 
vongen Beobachtungen. Es eifolgten hierauf nonnale Friichte 
mit der gewohnlichen Anzahl von Samen, namlich 180 St. 
(die vol kommenste Capsel zahlte 320 gute Samen). Zwei 
dieser Blumen fielen am vierten Tage unbefruchtet ab 



der Lychnis dim 



M 



T "^"^' Theil derseiben n«cb in der Blnmeruohre ver- 



borgen war; 



mittags 11 Dhr trat der Tagsschlaf 



Abends gegen 4 Uhr fingen die BlumenblSttchen ^iedev an 
Jangsan, i„ ih,.e „.„ii,.,i,,„ „ff„„^ g,^„^___^ zuruckzukelnen. 

™ ™'"""' Txgf' bega„„en die Blumen gegen 10 Uhr, einige 
2' ej^« n Ul,r, il„.e„ Tagsschlaf, „„bei die Blumenbliitt- 



a!s am 



e ;," r^ ^T^'' ""S ^"^ammengezoge,, waren , „.» h,„ 

e.sten fage: die Griifel hatte,, sich fiber die Faux verlangert. 

All! dntten Tage waren die Griffel und Narben etwas missfar- 
big und eingescluiimpft: die Pefala schieiieii in der Abnahme 



-. m 

mattem Tagsschlaf begriffen; Abends 



um 6 Uhr 



waren sie eingescbrumpft und verdorben. Drei Blumen fieleii 



brig 



Ton nonnaler Grosse nnd Vollkommenheit mitsn 



guten Samen. 

III. Unte 



bis 281 



hatte 



fl 



Weise 



de Tagsschlaf bei drelen dcnseiben Vcrlanf bis 



lum ;, : T " ^"'"^^^^^^^^-^ ""d bei einev Blume bis 
^H^t bestaubt worden waren: d. i. dieser ft-emde PoHen hatte 

bla tehen d.eser Pflanze gezeigt. Nach diesen Bestaubungen 

die w"r'''' ''''^''^''"'^'''^" «^^«W i" Beziehung auf 
^iutZ! uf' ^"'^^ '-^"f die Zeit, innerhalb welcher diese 

Gdffe ' ^'t''*^**^'' ^'^ "^^»^ d*^^" vorigen Bestaubungen. Die 
^ und Narben waren am zweiten Tage nach der Bestau- 

g, soweit sie mit Pollen bedeckt worden waren, missfarbig 



S^worden: aber mehr verlangert. 

^'^--^i^^BofruchUngderGcwachsc. 



Die Friichte erlangten 



3 



i 



i 



It 



' I I 



I 



.1 



^ 



^ f 





> I 



'^ 



t 

i 

r 



* f- 



■-w 



I t 



i. 



;>. 



34 




nicht die novmale Grosse ; die Saitien waren unvollkommen ^ 
und eingeschrumpft, und kein einziger hat gekeimt; was iinS 



er am 



jedoch in einem friiheren Versuche im Jahre J826 etnmal ga- 
in ngen war. 

IV. Es wiirden unter denselben Umstanden, aber im 
Vevlauf von achtTagen, 27 Blumen mit dem Pollen der Agro- 
stemma Coronaria L. bestaubt. Diese Bestaubung hatte die 
gleiche Wirknng auf den Tagsscblaf der Blumen der Lychnis 
vespertina ?, wie im vorigen Versuch : an einigen Blumen hiirte 

vierten Tage auf: bei andern dauerte er bis zum 
fiinften, und bei einigen horte er erst am sechsten Tage ganZ 
auf. Am zehnten Tage fielen sechs Blumen unbefruchtet ab, 
die iibrigen 21 aber entwickelten sich zu Friichten zum Theil 
von beinahe normaler Grosse , zum Theil waren sie aber auch 
bedeutend kieiner: mit einer massigen Anzahl von Samen 
versehen, von 19 bis 125 St., welche dem iiusseren Ansehen 
iiach geriugeren Theils vollkommen , grosseren Theils aber 
eino-efallen und kieiner als die natiirlichen waren ; keiner von 
alien diesen Samen konnte znm Keimen gebracht werden. 

V. Nach der Bestaubung der Griffel von 10 Blumen mit 

n ■ 

dem Pollen des Cucuhalus viscosus L. CSilene viscosa Sp.) en- 
dio-tc sich der Tagsscblaf am dritten Tage Abends mit dem 
Verderben der Blumenblattchen. Bei 






dem Tagfssclilaf 



am 



^ 



zweiten und dritten Tage schlossen sich die Petaia nicht so 
enge und vollkommen als bei den nicht bestaubten Blumen. 
Die GriflFel batten sich noch etwas verlangert, und waren am 
zweiten Tage mit den Narben missfarbig geworden, soweit 

Von diesen 10 Blumen 



r 



sie mit Pollen belegt worden waren. 



fiel eine nach dreien , zwei nach zehn Tagen ab : ohne ein 



11 



Entwickel 



ben; die iibrigen sieben gaben Kapseln von beinahe normalei* 
Grosse und VoUkommenheit; jedoch nngleich, einige mehr, 

r 

andere weniger, mit vielen tauben und halbentwickelten, aber 
auch unter denselben mit einigen voUkommenen Samen , wei- 

4 

che o-ekeimt, und die normale Bastardpflanze LychnicucuhaluS 
alhus gelief ert haben. 





_'*^--^ ^ 



n 



s 



e 



m 

ie 

is 
te 

m 

leil 
ch 
en 
en 
ev 
on 




[nit 

len- 

lem 
am 

so 
en. 
am 

eit 

Lien 

^ 

ein 

lia- 
lei' 

ber 

el- 
luS 



■i - 



35 



9 



Aus dem Erfolg dieser Versuclie konneii wir in Beziehung 



anf den 
Schlusse Ziehen : 



Ta{2^sschlaf 



der Lychnis vesper Una ? 



folgende 



1) Dass der TagsscMaf und die Bewegnng der Blumen- 

blattchen vor der Befruehtung am lebhaftesteii ist. 



2) 



Missfj 



fel und Narben nicht sogleich und unmittelbar storend auf deu 
Tagsschlaf wirkt. 



3) 



Befruchtung des Fruchtk 



entschiedensten Einfluss auf deil Tagsschlaf dieser Blumen. 



4) 



Wir 



g erfolgt urn so schneller und bestimm- 



Wahlve 



zu dem bestaubenden Pollen ist: daher von der Bestaubung 

an mit dem eigenen Pollen in 30 bis 3fl Stunden, mit dem 

der Lychnis diurna'm 60 bis 72 Stunden u. s. w. die Bewegung 
aufhort. , 

5) Die Bestaubung mit sehr entfernt verwandtem oder 
unwirksamen Pollen ist der Verhinderung der Befruchtung in 
Beziehung auf den Tagsschlaf analog: nur mit dem Unter- 
schiede, dass bei verhinderter Bestaubung diese Erscheinung 
iioch langer dauert, und die Griflfel und Narben nach dem Ab- 



ten. 



Blume sich etwas langer bei 



r Farbe erhal- 



Die Fremdbestiinbuhg hat demnach doch einigen, aber 



genngen, Einfluss auf das Leben der Corolle. 

6) Der Tagsschlaf geht nach vvirksamer Bestaubung der 
Narbe unmittelbar in rion T^j j^.. *-«_ . n ... . i .. 



(wie auch bei den Malvaceen.) 



oder 



wirklichen Tagsschlaf geschlossen hatte, vermag sie sich nicht 
niehr zu offnen , sondern geht zuerst ins Verwelken und dann 
ins ganzliche Verderben iiber. 



7) 



Warroe der 



feme Einfluss auf den Tagsschlaf unter diesen Umstanden, als 
ihre Abwesenbeit die Befruc 
denseyn dieselbe befordert. 



litung 



periodisch 



Blumen 



3 



i 



\ 



\ 



t 












"V, 

■^ i 

4 ^ 



\ 






■% 
\ 



fe 
^ 



I 










^ 







k 

r ■ 



1 



l»fc 



*^ 



# 



36 



der Lychnis vespertina^ sondeni audi die mannlichen. Da 
diese Blumen aber gewohnlich nacli ihrem Oeffnen hochstens 
in drei Tagen unverdorben , bei heisser Witteriuig- aber haU- 
figer auch verwelkt und verdorben, abfallen : so scheint hier 
ein etwas veischiedejies Verhaltniss obzuwalten. 

Urn liieriiber eiiiige Anfklarung zu erlialterij Iiaben wir 
zur Vergleichung des Ganges dieser Erscheinung folgende 

i 

Beobachtuiigen an den mannlichen BliUhen der Lychnis ves- 
pertina angestellt, besonders auch in Hinsicht auf den etwai- 
gen Einfluss der Bestaubung mit Pollen. Die Staubgefasse 
dieser Pflanze sind um den Zeilpunkt des OeflFnens der Blume 
gewohnlich von verschiedener Lange, und zwei bis drei der- 
selben meistens langer und weiter entwickelt, als die iibrigen 
giadweise verschiedenen : die Antheren dieser verlangerten 
Staubfaden sind meistens schon vor der Blume geojffnet, und 
die iibrigen folgen nacli und naeli in einmal- bis langstens drei- 
mal 24 Stunden: hierin unterscheidet sich demnach das Ent- 

r ■ 

J 

ivickelunffsverhaltniss der Theile von der weiblichen Biume; 
indem sich bei dieser^ (vvie S. 32 gezeigt worden,) die Nar- 
ben mit der Conceptionsfahigkeit erst mehrere Stunden nach 
dem Oeffnen der Blume entwickeln. 

An dreij in frischer Bliithe stehenden, in Topfe gepflanz- 



gleich 



g 



lungalle geoffheten Blumen abgepfliickt, und nur dieBlumen- 
knospen stehen gelassen, welche am weitesten vorgeriickt 
und dem Oeffnen am nachsten waren, 14 an der Zahl: diese 
wiirden mit Etiketten Nro. 1 bis 14 bezeichnet, und schienen 
nach ausserlichen Merkmalen in ganz gleichem Grade der 
Entwickeliing zu seyn: denn sie batten Abends 8 Uhr (den 22. 
Juni) ihre noch eylindrisch gewickelte Petala gleich lang iiber 
die Kelchspitzen hervorgetrieben, und bedurflen nur der Ent- 
faltung; um 9 Uhr Abends batten sich auch alle Blumen bis 
auf Nro. 4 und 10 geoffnet. 



w 



1 





1 



\ 



I 



; 



^ 




V 



V 



37 



s 



r 



r 

le 



e 

e 



n 



n 







:? 



ll 



n 



t 

e 



n 



r 




r 



s 



33cn 23, 3unu 

7 Uhr Morgens bei triibem Himmel waren fast alle Blu- 
men geoffnet bis auf Nro. :i und 11 , welche halb geschlossen, 
und Nro. 4 und 10 noch gar nicht geoffiiet waren : an jenett 
staubten die 2 bis 3 langsten Stanbgefasse. 

8 Chr SOMinuten. Nro. 3, 11 und 14 neigen sich zum 



Schliessen. 



^ Uhr. Alle Blumen geschlossen: trliber Himmel. 



1 Uhr Nachmittags. M 



+ 



N 



Uh 



Min 



offnen. 



\. noch alle Blumen geschlossen: die Pe* 

10 mehr voigeschoben. 

en. Nro. 1, 3, 8, il fangen au sich zu 



4 Uhr 45 Min. Alle Blumen bis auf 4 und 10 halb ge- 



ofFnet. (L 



r und Regen.) Die Pflanzen iiu 



Freien vor beidem geschiizt. 

6 Uhr 15 Min. Alle Bhimen bis auf Nro. 4 und 10 bei- 
nahe vollkommen geoffnetj diese noch conisch gewickelt. 
Starkeres Stauben der Blumen. 

6 Uhr 45 Min. Die Nro. 5, C, 7, 11, 13 und 14 noch 
nicht ganz flach geoffnet, wie Nro. 1, 2, S, 8, 9 und 11. 



Den 24. Sunt. 



Ulir Morgens. Nr 



gene 



Nr 



SJ 



1, 2, 5, 6, 7, 8j 12 und 13 im Vigor ge- 



iiffiiete Blumen. Nro 14 zum Schliessen sich neigend. 



Uhr 45 Min. Im Schatten 4- 



Ce 



^or gen frisch geoffnete B\vimen ebenso,) 

keine Neigung zum Schliessen, sondern sind noch flach ge- 



(alle 



der Sonne beschienenen Exemplars dieser Pflanze 



waren 



ossen) 



10 Uhr. Alle Staubfaden haben sich verlangert, sind 



2 



Stauben der Anther 



y • 



t ; 



und 11 



i 



r 







' ^ 



* n 



i 



- u 





I 



rl 



? 



y 



38 



geschlossen 5 die iibrigen noch offen. Der Himmel wiederum 
triib nach vorherigem Sonnenschein. 

10 Uhr 45 Minuten im Scliatten. Alle Bhimen ge- 

^^ I 

schlossenj Nro. 8 ausgenommen. 

1 Uhr 30 Minuten. Naclimittags Sonnenschein. Nro. 8 

geschlossen. Alle Blumen haben sich hente bei dem zwei- 
ipaligen Schliessen nicht wieder so eng zusammengezogenj 
als das ei'stemal: sie haben mehr das Ansehen welkender 
Blumen. 

r 

6 Uhr Abends. In der Sonne + 25'' R. Alle Blnmeii 

I 

noch geschlossen; nur Nro. Sj 9, 12 und 13 haben an- 
gefangen , sich zu offnen mit, vom Rande aus der Lange nach 
eingerolltenj Lappen der Petalen. 

(Die im Freien wurzelnden, seit einerStunde im Schatfen 
befindlichen Exemplare haben ihre Blumen noch nicht 
ofFnet und befinden sich in gleichem Zustande, wie diese noch 
von der Sonne beschienenen.) Ein Individuumdieser Versuchs- 
pflanzen mit den Blumen Nro. 152^3 und IJ wurde in der 
Sonne gelassen: die andern zwei Exemplare aber in den 

Schatten gestellt, um den Einfluss der Lichtentziehung zu 
beobachten. 

6 Uhr 45 Minuten. Die im Schatten befindlichen Blumen 
Nro. 5, 9j 12 und 13 haben sich flach geoffnet: die anderen 



ge- 



4 



Blumen desselben Stocks batten, wie die noch in der Sonne 
befindlichen Blumen Nro. 1 , 2, 3 und 11 angefangen sich 

leicht zu offnen. 

7 Uhr Abends waren an dem , im Schatten befindlichen, 
Individuum alle Blumen bis auf INro. 10 flach geoffnet. An 
den bisher von der Sonne beschienenen, nun aber nach deren 
Abzug ebenfalls beschatteten, zwei Exemplaren war nur Nro. 3 
und 4 halb geoffnet, Nro. 1 und 2 aber noch im vorigen Zu- 
stande, namlich zum Oeffnen sich neigend. 

7 Uhr 30 Minuten. Temperatur+ 15® R. Nur Nro. 1 und 
2 sind noch im Tagsschlaf, namlich mehr als halbgeschlossen. 

8 Uhr 30 Minuten. Nro. 2 nur flach ge6ff"net; Nro. 1 

noch geschlossen; doch die Petala regelmassiger gestellt. 




>! 




-^^ ^ 



■^. 



/ 



m 



e- 



8 



1- 



II 



er 



eii 



n- 
ch 



en 



ch 



is- 



er 

en 

4 

zu 



en 



en 
ne 

licli 



en 



? 



lAn 
['en 
.3 



u- 




nd 
len. 

1 





39 



JHcn 25, 3uni. 

6 Uhr Morgens. Die Blumen alle vveit geoffnet und die 
Petala etwas gegen den Kelch in einem spitzigen Winkel 



iiiedergebogen , so dass die Blume iiicht mehr flaeh, soiideiii 
in der Mitte erhaben erscheint. Alle Blumen haben staik 
staubende Antheien : viele derselben haben verstaubt, und die 
Staubfaden sich zu gleicher Lange entwickelt. 

8 Ulii\ ISro; 1 und 2 geschlossen 5 Nro. 4^ atifangen- 
des Schliessen; alle anderen Blumen noch oflFen. 

9 Uhr. INro. 5 und 8 fangen an sich an den Lappen zu 

roUen. 

9 Uhr 30 Minuten. Nro. 7 rollt sich. 

11 Uhr 30 Min. in der Sonne alle Blumen geschlossen, 
aber nnreoelmassigj flatterlg und weniger eng als bisher. 

2 Uhr 45 Min. Nro 10 flach geoffnet und nur an den 
Spitzen der Lappen etwas eingerollt. 

5 Uhr 45 Min. Nro. 4 und 10 halb geoflfnet. 

r 

6 Uhr. Nro. 4 und 10 vollig geoffnet; die Sonne im Mo- 
raente des Abzugs. 

7 Uhr 15 Min. Nro. 9, 12, i:i, 14 wieder halb geoffnet. 

Nro. 1, 2, 3, 5, 6, 7, 11 nicht mehr geoffnet und verwelkt. 



S U hr. 



Nro. 4, 8, 9, 10, 12, 1.1 und 14 unregelmassig 



und flatterig geoffnet ; der Pollen meistens verstaubt. • 



JUen 26. 3uni. 

Uhr Morgens. Nro. 4, 9, 10 verdorben ; Nro. 1, 3, 5, 



o 



,6,8- 



7, II , 13 und 14 die Kelche gelb und welk; Nro. 
und 12 abgef alien. 

r 

■ ^ 

Wir versucliten nun auch noch den Einfluss der Castra-- 
Hon und der Aufhebung der Verstaubung der Antheren auf 
den Tagsschlaf dieser Blumen zu erforschen : in dieser Ab- 



d 



Sicht haben wir ^M/?/'Blumenknospen von moglichst gleiclie 
Entwickelungsgrade ausgewahlt; drei dem Oeffnen nahe, ui 
zwei um einen Tag weiter in der Entwickelung zurlick als 
jene. Die Blumen waren alle noch eng geschlossen, und die 
Petaleii spiralisch in einaiider gewunden ; diese wurden mit 




4 



i 

i 



> 
f 

4 



.t 



t 



\ 



M 



J 
^ 



1 t 







i 






4 



i.. 





- \ 





\ 



1 



W-k- 



J 

I 



40 



der grossteii Schonung unci Sorgfalt kunstJich entfaltet uiid 
die noch geschlossenen Antheren ausgebrocheri , worauf die 
Lappen der Blumeubliittchen in ihre vorige La^e zuriickzu- 
bringen versucht wurdeii, so viel als es die Zartheit der Co- 
rolle zuliess, ohne deien Lappen zu verletzen. 



Ungeachtet 



der Schwierigkeit der Ausfiihrung- dieser Operation hat sie 
doch die Uebung in diesem Geschafte zu iiberwinden gelehrt, 
ohne dass eine dieser Blumen einen sichtbaren Schaden ge- 
litten hatte. Am 28. Jnni 1841 Abends 3 Uhr wurden alle 
fiinf Blumenknopfe zu gleicher Zeit castrirt, nnd die Pflanze 
yor Regen geschiizt. 





n 



t 




I 




\ 



L\ 



I. 



men 28. 3uni. 



8 Uhr Abends. Die Blume geoffnet 



jDen 29. JJunt. 



schlaf. 



7 Uhr Morgens. Vollkommen geschlossen und im Tao-s 



4 Uhr Abends. 



Himmel. 



Anfangendes Oeflfnen bei trubem 



G Uhr. Die Blume flach geoffnet. 



JDen 30. Jnni. 



7 Uhr Morgens. Die 



Petala weit geoffnet, und etwas 
gegen den Kelch abgebogen ; Regen. 

12 Uhr. Die Blume nicht geschlossen; flach geoffnet. 
6 Uhr Abends. Die CoroIIe zuriickgebogen gegen den 
Kelchj frisch und lebhaft. 



IDen 1. 3uli. 



9 Uhr Morgens. Die Blume frisch, nicht vollkommen ge 



offnet: kaum bemerklicher Schlaf. 

r 

1 Uhr Kachmittags. Bei triibem 
schlossone Blume. 



Himmel complet g^e 



6 Uhr Abends. Die ganze Blume verdorben, abgefalleu. 








r 1 





g 



g 



o 



i*- 



i 



t 



1 




41 




II. 



^tn 28, Jnni. 



.) 



5 Uhr Abends 



Die Blume schon geoffnet 
^^« 29. $nnu 



7 Ul„. Morgen.. Die BI„™e i,n beginaenden Scl.iie.sen. 

it Ulir. Iin vollio-en Tagsschlaf. 

4 Uhr Abends. Anfangendes OefFn 



triibem HimmeK 



en der Blume bei 



'^ 



i 



'-!' 



'^ Uhr. Die Blume aach geoff'net. 



2'en 30. 3unt. 

7 Uhr Morgens. Die Petalen weit geoflfne 
gegen den Kelch abwarts gerichtet : Regen. 

10 Uhr. Unverandert. 
12 Uhr. Nicht geschlossen. 
4 Uhr Abends. Die Corolle offen. 
6 Uhr. Die Blume lebhaft und flach geoffnet 



1 



~i\ 



p^ * 



und etvvas 



f 



i 



il 






i 



J" en 1. 3ul{. 



7 Uhr Morgenf 
9 Uhr. DieP 

4 Uhr Abends. 



1 



ab 



geofFnet 



4 
I 



gerollten Lappen der BI 

6 Uhr. Dip «-n. 



Die ganze Blume bl 



ein- 



iti 



abg 






111. 

JOtn 28. 3uat. 



1 



S Uhr Abends. Die Blume schon geoffnet 



Kni 29. 3unt. 



oflFnet. 



7 Uhr Morgens. Die Corolle im schonsten 



Vigor 



ge- 



9 Uhr. Volliger Tagssehlaf. 



! I!!'' ^^^'''^^' Anfangendes OefFnen der Blume. 



7Uh 



Triiber Himmel 



»• 30 Min. Abends. 



Die Corolle flach geoffnet 



1 



4 
I 

r 

1 



/ 



H 




A 



s 






f 



I 





» . 







42 



^- 



r-¥' 



'I' 



M 




- L 



3en 30, 3uni. 

7 llhr Morgens. Die Blume %veit geoffnet: die Pefaleii 
etwas gegen den Kelch abgebogen. Regeii. 

8 Ulir. Unveiaiidert. 

12 Uhr. Die Petala iioch mehr aeseu den Kelch abwarts 



sehend. 



to^'to 



6 Uhr Abends. Entschiedene Abnahme des Vigors, 

jDni 1. 3ult. 
9 Uhr Morgens. Die Bluinenblattchen unordentlich und 



^ 



flatterig. 



fallen. , 



VI Uhr. Ebenso, etwas mehr in der Abnahme. 

6 Uhr Abends. Die ganze Blume verdorben und abge- 



IV. 



* 



JJftt 28. Juni. 



Diese und die folgende Blumenknospe wareii , (vvjo oben 
bemerktj) in ihrer Entwickelung um einen Tag gegen die vor- 
hergehenden zuriick : der Kelch musste, um die Antheren ent- 
fernen zu konnen , geschlitzt werden, was mit der aussersten 
Sorgfalt geschehen ist, ohne die Petalen zu entfalten. 

'l 

J)tn 29. 3uttt. 

7 Uhr Morg^. Die Blumenknospe noch eng geschlossen. 

4 Uhr Abends. Die Blumenblattchen schieben nach, sind 
aber noch in einander gewunden und fest geschlossen. 

7 Uhr Abends. Die Corolle mehr vorgesehoben, und die 
Petalen lockerer geworden. 

3D ttt 30. 3unt. 

7 Uhr Morgens. Die Lappen der Petalen aufrecht, locker 

aneinander anllegend, 

5 Uhr Abends. Die Blume vollstandig geofFnet. 

Il<n 1. 3uli. 

9 Uhr Morgens. Anfangender Tagsschlaf. 

1 Uhr. Die Blume vollkommen e-eschlnsspn- 



I 

t 

I 

i 




f^ 



* i 



--* 



' ■'>- 




r 

len 



aits 



und 



ge- 



I 



Iben 
or- 
iit- 
ten 



n. 
Ind 



die 



er 



1 









43 



hei Reg 



Mo 



35ctl 2. Jtllt. 



m^ 



1 2 Uhr. 

5 Uhr Ab. 



Die Bi„,„e scbeint in der Abnahme 
Die ganze Blume verdorben • der Kelcli welk. 

r 



/ 



V. 



fah 



Mit dieser Blum 



ren. 



^tn 28. Juni; 

e vvurde ganz wie bei der vqn IV. 



ver 



Uhr Mo 



^e« 29. 3unt. 



4 Uhr AU^T ^''' ^'"™' """^ ^""^ geschlossen. 
aber K f '• '^'^ ^^'"^enkrone schiebt sich vor- 

Pe^r' ^^"^''^"^" "^^^ ^^'--^^-'^ ^-undenen Lapp:.; 



ist 
der 



Uhr Morg, 



^«n 30. 3uni. 



Die Lappe 



ckert und in gerader Richtu 



be 



^ J 



!ier etwas weiter enlwi.tT i "^ *"'""'•« 



( 



la- 



Reg 






V 



Mo 



J'fn 1, Jui{^ 



».^ 



A 



1 Uhr Nachmittags. VoUige 



Uhr 



Die Corolle vollig geoffnet. 



7 Uhr M6rg, 






10 Uhr. 



N^ignng zum Schliessen. 



vollfc 



Corolle. 



5 Uhr Abends. Abnah 



me und flatteriger Zustand der 



-4 






> 



^ 



1 



^ 



* 




I 





I 



9 « 



% i 



I 



■> < 



*i 4 



fi *> 



i 



^ »- 







44 



HJen 3. 3ult. 

7 Uhr RIorgens. Die Petala ganz welk unci verdorben ; 

r 

der Kelch gelblicli und welk. 

Aus diesen Beobaditungen lassen sicli nun folgende 
Scliliisse Ziehen: 

1) Die mannJichen Blumen wie die weiblichen (S. 29 
Nro. 1} haben bei (dem Anscliein nach) vollkommen gleichen 
ausseren Umstandeu an ein und derselben Pflanze einen un- 
gleiclien Gang^ des Tagschlafs in Hinsicht auf Anfang unji 



Dauer : jedeBlume hat daher in dieser Beziehung ihr eigenes 
von der allgemeinenStiomung der Safte unabhangiges Leben 
und Saftcirculation. 

2) Die mlinnUchen Blumen der Lychnis vesperlina sind 
etwas kleiner und von zarterem Baue als die weiblichen : da- 
her der Zustand des Schlafs bei den erstern mehr einem er- 
schlafFten und welken gleicht, bei diesen aber den Charakter 
einer thatigen Contraktion hat. 

3) Das Leben der manniichen Blume ist von kiirzerer 
Dauer, als das der weiblichen: es scheint diess ein allgemeines 
Gesetz bei dem dichogamischen Baue der Blumen zuseyn; 
denn alle manniichen Blumen vergehen oder fallen ab nach 
der Verstaubung des Pollens ; es ist uns nur ein einzijres Bei- 
spiel, das des ^r^/(?;?w^ echinatus {^\ bekannt, beiwelchemdie 



d 



einer scheinbaren Frucht ausbildet. 

r 

4) Der Schliessnngszustand der manniichen Blumen ist 
von kiirzerer Dauer, als bei den weiblichen. 



5) 



Die Epoche der Entwickelung der beiderlei Ge- 



sclilechtsthatigkeiten ist bei den beiden Blumen verschieden : 
bei der manniichen Blume ist ein Theil des Pollens schon vor 
dein Oeffnen der Corolle reif, und fangt zu verstjiuben an ; bei 
der weiblichen wird die Narbe erst nach dem Oeffnen der 
Blume conceptionsfahig. 

6) Die Bewegungsfahigkeit der Blumenblattchen der 
manniichen Corolle tritt nach der begonnenen Verstaubung 



des 



ein; bei der weiblichen Blume fangt sie schon 





r 




■.i ■ * 



% 








n; 



de 



29 



en 



ri- 
nd 
es 

en 



nd 
a- 

er 



rer 

es 

ch 

ei- 
ie 



Zll 



ist 



e- 



n : 



or 
ei 
er 



er 
Ion 



45 



vor der vo!lstandig'en Entvvickelun^ der Narbe f 



diese 



m Zeitpunkte am lebhaftesten 



Jiewegung^. 



an 5 und ist in 
(s. Reizbarkeit und 



7) Die Bewej.„„^ der Lappen Her Blumenblattchen der 



weiblichen Blunie 
lichen, 

8) 



erfolgt regelmassiger als die der 



«ii 



mann^ 



Witte.„.. 



A^n^anAcken BImnen 1„ viel geringerem Grade als die „«* 



r 



keit 



Dauer 



9) Die Castration scheint nicht 



nur die allgemeine 



, ;- ^""»'*'''««tflewDiiimeii abzukurzen: 

«onder„ es scheint auch, wenn er sich ein^estellt hat, .eni.er 
lang: zu dauern, u„d die Schliessung der Blume nicht so Ing 
2u geschehen, als bei den uncastrirten Blumen. 

10) Die der freien Verstaubnng iiberlassenen Blumen 



haben ein, wenigstens um 24 Stunden langer dauerndes 
Leben als die castrirten ; die Bewegungen sprechen sich bei 
jenen deuthcher aus, als bei diesen. 

_ Gegen die Zuverlassigkeit der zwei letzteren Resultate 
konnte man aus verschiPflpnov. r • j r, ^»«^" ^vesuitate 

"•" veiletzung der Blurae uberhaupt zuiresehiiehpn 
^^'orden war. Die ra«f..of:..„ ..__ ^, , umen gemaclit 



/-week dieser Unte 

vor eingetretener Reife dei 



Die Castration dieser Blumen', welche 



zuin 



Anther 



geschehen muss, ist 



aii„,„i;. , . """ J,»^scnenen muss, ist 

h n A„sf„hr„,,g ,eh,- viele Ueb„„g „„a Ged„Id: dahe. der 

a gegebene W„k,.„g der Castra.i.™ „„eh „eitere.' Bestati- 

del„ «l ."'■■ "''" ™" ^'■"''^''«" Castrationen be, a„- 

BsLw 7."; " ''" "»«P'«.-«'=l'ei..«ng des Lebens derselben, 
fahre'rrh ''"''"""^' ''^'"'' "»<='>tlieilige Wi.k,.nger. 

liierd" pi"' *" ''"""''* ■""» voraiisseteeii, dass diess anch 

erf all gewesen sey„ diirfte. Die obigci, Sclilusse koBnten 



t 



« 



..•*- 



r ^ 




i, 




--i. 




ft 




if? 



I 






« < 



It «- 



* * 




J. ^ 



1. 




I 



46 



« 



d 



so lange als richtig an^enommen werdeii, his durch 




"tviederholte und vermehite Veisuclie die wirkliclie Tauschung 
nacligewiesen wiirde. 

I 

Bei dem gewohnlichen Gauge dieser Eischeinung an den 
Biumen Aev Silene noctiflora offhen sich die Antheren im TagSr- 
schlaf : die vollkommene Bestaubung^ der Narbe erfolgt beirn 
Oeffiien der Blume zur Abendzeit ; sie schliesst sich wieder 
den andern Morgen gegen 7 Uhr, und ofFnet sich dann nicht 
mehr. Die Petala dieser Blume schienen uns empfindlicher 






Silene gigantea^ viscosa und nutans. 



Lychnis 



We 



Arten: es schien uns von Interesse zu seyn, auch den EinflusS 
der Bastardverbindung derselben Arten 
nung bei den Hybriden zu beobachten. 



auf diese Erschei- 



tschied 



? 



? 



+ 220 R. 
ler Mutter 
Weniges 



"6 



\ 



Lange nach gegen die obere Flache umwandten: die Biumen 
blieben dabei halb geoffnet. Dieser Tagsschlaf dauerte nur 
3 Stunden; die Blumenblattchen ofFneten sich um 2 Uhr wie- 
der im Sonnensehein bei + 25^ R., und zeigten am folgendeii 
Tage kaum noch ein leichtes Zeichen dieser Bewegung. Die 

Bestaubung der Narben mit dem alterlichen Pollen (der Lych- 
nis vespertina oder diurna) machte die Blume in 30 
Stunden welken. 

Bei dem Ly chnicucuh alus albus ist der Tagsschlaf deut- 
licher zu bemerken, als bei der vorigen Art. Die Lappen der 
Blumenblattchen schlagen sich viel starker ein ; so dass sich 
die Blume ganz schliesst: nur mit dem Unterschiede, dasS 
sich die Lappen nicht wie bei Lychnis vespertina der Liinge 
nach, sondern wie bei Cucuhalus viscosus L. von der Spitze 
zur Faux aufrollen; zwischen 4 und 5 Uhr Abends offnen sie 



sich 



iede 



iede 



sich 





I 



rch 
ung 



den 

|agsr 

eirn 
der 
icht 
her 

ina : 



I 



men 

uss 

hei- 



die 
hnis 
11 
lien: 

der 

Imeii 

nur 

me' 
den 
Die 

\l/ch' 



"6 



eut- 
der 

Isich 

ass 

nge 

itze 

sie 

ich 



47 



y' 



fcei dieserPflanze taglich bis zii ilirem Verwelken, welches 

am fiinften bis neunten Tage eifolgt: indein sie total un- 
fruchtbar ist. 

Die Blumen des Lychnicucuhalus ruber zeigen bei starker 



Einw 



steht, den Tagssehlaf in einem geringeren Grade als der Cucu^ 
balus vtscosus L. : indem in '* 



dieser Hybride die Natur der 
^....... „.„,.. ^ «.,a „,enr geitend gemacht bat. Bei tri.bem 

H.mmel und n« Topfe in, Schatten wird an diesen Blumen 
kaura erne Veranderuno^ wahrg^enommen. 

^}\ «y ^"de Lychnis diurna ? - Silene nocHflora c^ hat von 
Vaterheher Seite den Tagsschlaf in einem ansgezeichneten 
Ixrade erhalten ; von Morgens 9 Uhr bis Abends 5-6 Uhr 
glaiibt man die ganze Pflanze, besonders aber die Blumen, 



llkomme 
Pflanze wieder aufs 



neue. Bei feuchter 



Witter 



Wech 



indem der ErschlafFungszustand nicht den hohen Grad er- 



reicht 



Witteru 



~ "" "* W» ■ 

Diesem Tagsschlaf ist der, in dem Gewachsreiche, beson- 



chluf 



Sehr 



kommende, Nacht 



Mo 



■^ """ * ^^^"'^ wieaerum zu offnen; z. B. viele Mal- 
vaceen mehrere Leguminosen, Syngenesisten, einige Poten- 



Liliacee 



Es werden hieiin mehrere Verschie- 
denheiten, sowohl in Hinsicht der Zeit als der Daner, selbst 
bei aen verschiedenen Arten einer Gattnng beobachtet ; so z. B. 
i^^i Potenhtla, Geum u. s. w. Die Blumen und Fruchtstiele von 
^eum urbanum und sHctum Ait. neigen sich Abends, und he- 
ben s,ch am andern Morgen wleder in ihre perpendiculiire 
^tellung: diese Bewegung hort erst alsdann auf, wenn sich 
«ie trucht der Reife sehon naliert, und der Stiel mehr ver- 
^o zt wird. - In dem Nachtscblaf der Blumen schliesst sich 
^»e to,.oUe meistens fester als bei dem Tagsschlaf ; sie faltet 
c 1 mannigfach, meistens aber wieder so , wie sie fruher in 



t 



:• 






a 






*J 




t 




M ^ 








\ ■ I 




i^ 



t 



1 



H 



p» 



!* 



/ 
J 






i 



» 




48 



der Knospe gefaUet war. Dieser Contractionszustand ist bei 
nianchen so festund enge^ dass dieBliime ohiie Beschadigung 
iiicht entfaltet werden kann ; bei anderen aber audi lokerer, 
wie bei den Cichoraceen; der ISacbtschlaf der Blumen ist da- 
lier wie der Tagsscblaf nicbt bei jeder Pflanze, bei welcher 
der eine oder der andere beobachtet wird , ein ErscblafFungs-j 
sondern bei manchen ein kraftig;er Contractionszustand. 

Diese beiden Erscbeinungen^ der Tags- und der Nacht- 
schlaf der Blumen^ haben in Hinsicht ihrer ausseren Form eine 
grosse Aebniichkeit mit einander; in Beziebung auf die Zeit- 
Verbaltnisse weicben sie aber sebr von einander ab; es fragt 
sicb daber: ob sie dieser Verscbiedenheit ungeacbtet dennuch 

aus einer Quelle fliessen^ und beiden die namlicbe Ursache zum 
Grund liegen konne? 

Bekanntlicb wurde der A'a^A^^cA/a/'derPflanzen ausseren 
Einfliissen, besonders aber der Abwesenbeit des Licbts zuge- 
scbrieben, welcbe Meinung durcb de Candolle's Versuche 
C^ ) ein besonderes Gewicbt erhielt. Diesen Untersucbungen 
Jagen aber nur die Erscheinungen des Nachtscblafs zum 
Grunde. Aber sowohl Henschel ( ^) als aucli Dutrochet ( ^ ) 
linden keinen wesentiicben Unterscbied zwischen ihm und dem 
Tagsschlaf ; indem beide auch die nacbtliche Stellung der Blat- 
ter mit dem Tags- und Nachtscblaf der Blumen identificiren. 
Es scheint uns aber nocb nicht ausgemacbt zu seyn, dass diese 
Bewegungserscbeinungen identisch sind: denn 1) ist der 
Schlaf der Blumen mit dem Schlafe der Blatter nicht immer 
verbunden, oder umgekelirt: wie wir bei Mirahilis^ Lychnis ve^ 
spertina^ einigen Arten von Potentilla u. v. a. finden^ bei wei- 
cben zwar an den Blumen, an den Biattern aber keine Scblafs- 
bewegung' wahrzunehmen ist; den umg-ekehrten Fall haben 
wir an einigen Arten von Hibiscus beobachtet, deren Blattei' 
einen sehr aufFalienden Nachtschlaf zeigten, deren Blumen 
sicb aber nur wenig oder gar nicht verandert batten. 2) Hat in 
Hinsicht der Bewegungserscbeinungen zwischen den Biattern 
und den Blumen auch iu anderen Verbaltnissen keine solche 
enge Verbindung statt; indem z. B. bei Hortensia mutabilU 







\ 



I 



\ 



^i 




bei 

lung 7 

rer, ^ 




ht- 
iiie 

r 

eit- 
•agt 

och 



um 



ren 



die 

gen 

um 

em 

ren. 

iese 

der 

mer 

el- 

afs- 

ben 

tter 
men 

t in 
Itern 
llche 

r , 

Mlis 



49 



Volkamerta ft 



a. die Blatter vor den Bliimen wel- 

Mimulus^ Althaea 



tavatera thuringiaca , Cucumis sativua u. a. aber welkt beiiii 
Uursten die Blume vor den Blattein. 



Dass 



Warme 



auch be! 



Unte 



den Ilauptagentien alles vegetabilischen Lebens 

aiesen Erscheinungen ein entschiedener Einfluss eiZerkuml 

werden muss, zeigen nicht nur die " 

Voiganger, sondern es beweisen es ....» 

gehendenmitgetheilten.Beobaehtungen. ...... .,.- .„.. 

deu grosser Unterscbied, welcher bei den verschiedenen Ar- 
ten von Pflanzen, und selbst bei den einzelnen BInmen eines 



Vorlier- 
Wenn wir aber 



zeit , 



-s^eioen individuums , sowobl in Hinsicht der Eintntts- 
als der Daner unter den gleichen ausseren Verhaltnis- 
sen beobacbtet wird , in Betrachtung ziehen : so ist nicbt in 
Abrede zu stellen , dass sowohl bei den genannten Verscbie- 
aenbeiten, als aucb bei dem Tags- und Nachtschlaf der Blu^ 

ne, noch Feuchtigkeit einzein 



men weder Licbt 



War 



Wirk 



son- 



u..„ oass jene i.,nnnsse mebr die Grade als die Entstebung 

wngen , in der Pflanze selbst 



Mod 
ges 



Ei 



gibt 



Die 

1 Ag 



Wirkung 



Tag 



ne der Lebbaftigkeit der Blume uberhaupt (s 
Bewegung). 

Wenn wir die Umstande betrachten, unter 
s- iind der Nachtsrblfif Kai* /io« Dfl„„__. . 



Erscbeinungen der Ab^ 



geben sich bedeutende Verschiedenbeiten D 
zeigen verhaltnissmassig nur w'enige Pflanzen 
bei^ wachsendem Licht und Zunahme von 



SO er- 



^ 4. 



Wa 



« Tagsschlaf 
Er tritt ei» 
me, es ist 



Ausha 



oitgas verbunden : mit dem Abzug des Tagsscblafs vermVndern 



Nachtschlaf 



^*»'«i:ii , Befruchtung der G 



G 



ewficlise. 



r 

cvvachse angetroffeii ; ei begiiint 




■I 



it 



4 



I 






I 



i 




'r 



r 




\ 

i 
I 




^ ¥x 



''' \ 



y 



I 

i 




« % 



** 



» ft 



^ 





50 



bei abnehmendem Licht oder sclion eingetretener Fiiisterniss, 

bei verminderter Lufttemperatur , und die Pflanze haucht 
kohlensaures Gas aus neben verringerter Ausdiinstung. Ulit 
der Endigung des Nachtschlafs kehren die obigen physikali* 
schen Verhaltnisse bei der Pflanze wieder zuriick. Diese beiden 
Zustande sii 




sind demnach einander offenbar eiitgegeiigesezt, 
und der Tags- und Nachtschlaf steht mit diesen allgemeinen 
Lebenserscheinungen der Gewachse in 
Verbindung; eben so wenig kann er di 
liehes ausseres Moment bewirkt werdc 




keiner unmittelbaren 
rch ein geineinschaft- 
!!• Beiderlei Erschei- 



nnngen sind von der Befruchtung abhangig, weil das Leben 
der Corolle uberhaupt derselben untergeordnet ist; diese Be- 
wegiingen der Blumen stehen daher mit dem inneren Lebens- 
process der Gewachse und der regelmassigen Stromung der 
Safte nacb entgegengesezter Richtung innaherem Zusammen- 
liange, wodurch ein erhohter Grad der Lebensthatigkeit der 
Blume erzeugt wird ^ wovon aber der engere Ziisammenhang 
mit der Befruchtung ebenso wenig klar ist , als die Brunst 
bei den Thieren. • 

DuTRocHET ( 1^) war bemiihtj den Scblaf der Blumen 
dnrch anatomische Zergliederung aufzuklaren ; er hat den 
Mechanismus dieser Bewegungen bei ein paar Pflanzen von 



gew 



Seite beleuchtet: M 



1 1 



) hat aber die 



Unzulanglichkeit dieser Erklarungsart nachgewiesen (s 
Meizbarkeit und Bewegnng:). 



Trinchinetti (^* ) will den Grund der Verschiedenheit 



d 



r 

von Gefassbundein eigener Art in dem Involucrum der Blumen 



.•yf5 



dass die 



wenigen Blumen mit Spaltoffnungen wie Mirahilis ^ CereuS 



grandifl 



well sicb 



- •f 

dann die Spaltoffnungen schliessen, und der Nahrungssaft 
eine Anschwellung hervorbringe ; die meisten anderen Blu- 

bei Tag 
me. Def 



nung 



wage 



Wa 



Gegenstand bedarf daher noch weiterer Nachforscliung 



\t^ 



I 



^ 






tr \ 



. i 



51 



is9, 
1 cht 

ali- 
den 
ezt, 

reii 
aft- 
hei- 
beii 
Be- 
en s- 
der 

en- 
der 

luiist 



men 
deti 

VOII 

p 

die 
iiten 



heit 

eyn 
en, 
die 

\reuS 

sicb 

saft 

Blu- 

Tag 
Der 



da dieser Grund bei der Coiolle der Caryophylleen nlcht 



stattfinden kann. 



Mit dem Tags - und dem Naehtschlaf der Blumen hat die 
AbnaJime des Vigors der Corolle bei manchen Gewachsen so 

dass der Uebergang vora Schlaf 



Uebei 



indem 



.„« Ve,de,be„ de,selbe„ hiiuflg „icht ^„ e,ke.,„e„ ist : „,„«,n 
e. ofters mehvere St„„de„ unentschieden bleibt, «bd,cBl„me 
noch .,„ Sch afe begriffen , oder „b ibve Bestimmnng e,«llt 
.St ; d,e Conhaction geht in diesem Falle in die Evschlaff„„g 



Lebe 



nieisten Blumen des Abends bei neigendemTage ein, und er- 
folgt auch bei triibem Himn^el, we„„ die Sonne nicht auf die 
Fflanze gesehienen hat, obgleich die Sonnenwiirme das Ver- 
derben der Corolle beschleunigt. Von dieser allgemeinen 
itegel bemerkt man aber zuueilen auch Abweichnngen : so 



Mor 



Blumen schnell abfallen, naehdem die Corollen kurze Zeit 
zuvor noch fest am Fruchtknoten geliaftet batten. Zur Nacht- 
zeit haben wir gewohnlich einen volligen Stillstand in der 

I?r!Zl =^^^^^ ^-"e mit dem kommen- 



Morgen schnell entgeg 



Vergehen 



attigkeit der Bl 



und 



ganze 



r verschiedenen Gestalten , vvelche 
half .^.u A- r. ,. *»^» sich gleich bleiben. Selten er- 

f!1 ! " . '?"! "'^'^ -"brachter Bestimmung in ihrer 

mdem sie bloss ihr lebendiges frisches 



verandei 



hre gesunde 



diess ist bei man- 



^1 rii . •--»**i-ii. uief^» 1st uei mail- 

Chen Blumen der Fall, bei ^elchen der Kelch die Krone er- 

sezt ^i„ anderen Fallen geht sie von dem anscheinenden 

^chlat (wie sehon bemerkt) ins ivirkliche Verderben iiber mit 

langsamer Veranderung der Farbe und des Turgors, z. B. bei 

en Malvaceen , mehreren Caryophylleen. Bei vielen anderen 

nanzen wird die Blume bald welk, schrumpft unordentlich zn- 

^ammen und verdorrt an der werdenden Frucht, z. B. bei vielen 

^egummosen,Cruciaten, Lobeliaceen, mehreren Caryophylleen, 

. "»Panulaceen, Liliaceen , Irideen u. s. w. Endlich bei einem 



\ 




i 



ki 






\ 



F 



f 



4 



* 



i 







./ 



i 








I 



it 



/ 



52 



sehr grosseu Theile der Gewachse lost sich die Blumenkrone 
bald verdorben 5 bald aber 



) 



und zwar sehr han% 



ch 



frisch und unverandert von der Insertionsstelle ab: z. B. bei 
den Canneen^ Pomaceen, Myrtaceen, Rosaceen, Papaveraceen, 
Ranunculaceen^ z. B.Potentilla^ Geum^ Aquilegia ^ Delphinium: 
vielen Monopetalen wie den Labiatenj Scrophularien ^ Pri* 
mulaceen, Rhinantheen . Solanaceen u.v. a. : indem der Rand 
der abgetrennten frischen Blume (Corolle) braun und abg^e- 
storben ist, die entsprechende Stelle des Anthophorums 
aber sich gewohnlich noch ganz frisch zeigt Zuweilen trennt 
sich die Corolle mit einem Theil des Kelchs vom Ovarinm los, 
wie bei Datura. Ueberbaupt findet man in dieser Hinsicht 
viele Abanderungen bei den Pflanzen, welche noch einer ge- 
naueren Untersuchung bediirfen. Zugleich ist noch zu be- 
merken, dass hiebei sehr viel von warmer trockener Witte- 
rungund einer schnellen und vollstandigen Befruchtungabhangt 

In den Lebensverhaltnissen der Blumenkrone ist die 
Betrachtung ihrer Dauer von besonderer Wichtigkeit; weil 
sich aber die wahre Bedeutung der Corolle erst durch die Be- 
fruchtung kundgibt, und ihre Lebensdauer vorzi'iglich von 
dieser bestimmt wild , wie wir oben bei der Aufzahlung der 
Erscheiiiungen und Einfliisse auf den Sehlaf der Blumen vor- 
laufig; gezeigt haben , so kann nur von ihren allgemeinen 





Beziehungen und 



Dauer de 



sonderen die Rede seyn, welche sich ergibt, wenn die 
Befruchtung der Bliime verhindert wird, was wir oben die 



Dauer 



Es ist eine allgeraeine Thatsache, 



BI 




ger dauern , wenn sie nicht befruchtet werden , wie auch die 
obigen Versuche mit der Lychnis vesperiina zeigen; diese 
Dauer ist aber weniger bestimmt , als die nach stattfindender 
Befruchtung. Nach den oben erwahnten Beobachtungen ist 
die absolute Dauer der Corolle der Lychnis vespertina in den 
verschiedenen Blumen desselben Individuums 5 bis 9 Tage, 
Lychnis diurna 6 — 10 Tage , Lychnis Flos Cuculi 1 4 — 1 7 





Ta^q , Dianlhus superhus und bat 



7 Tage , NicoiianA 



I 



t 



1 



fi 



s 



e 
k 



Bl 



z 



11 



s 



8 

B 

frl 

fi 
e 

h 

V 



b 



M 



U 




ei 



n 



5 



ri- 
nd 
e- 

nt 

ht 
e- 

Ite- 
t. 
lie 

eil 

e- 

011 

er 



r- 



en 
e- 
ie 
ie 




11- 



le 
se 

ler 
st 

n 
7 




J* 




53 



m//ca 5~7Tao:e, De//,&•,^m ^(>«*o/irf« 12-16 Tage, />,, 

tenttlla anserina 10 — 12 Ta^e 



Martag 



lOTcacje, 



.. ^ „. ^ ^ *^8e, Ma/«?a bel Eiriw rkunff kraf- 



tiger Sonne 24 Stunden , ausserdem 2 



^ 



Wii 



« Tage n. §. w. 



a„f,.l„.e„ , d.es« werde,, aber hi„,,i„he„ , das angeX, I 
fahtekeiH.„fi . '"' "'"er bei gleiclier Lebeiis- 

Befmcht,! •! "" *■'""■ ""'"" '"'"'" '^'='''«"> "-<=!> der 

e me v,el harfere Begranz„„g der Lebensdauer der Bl„,„en- 

Ki one sicutbar ist. 

_ Von dieser allgeraeinen Regel haben wir aber audi eimVe 
Abvveichnngen beobachtet, inde.n die Blumenkrone bei eini- 
gen Gevvachsen ihre absolute Dauer unverandert behalt u.c 
Blumen mogen befruchtet seyn, oder unbefruchtet bleiben 



die 



-. ^. . ucc.«c...r* ufyf^mea una nepalensts werfen befri 
iinbefruchtet Ihre Petala in :{fi,48 Stunden ab 



Potentilla 



Palle fi 



im ersten 

bei 



argentea, reptam und seras in lo 



Stnnden. Die Blumen mehrerer C«cto-Arten 



Stunde 



12 



dauern nur 



«ey«, die T,g„d,a nnd einige andere Liliaeeen schliessen ihre 



frnrU * , I ," ^'""''™ "''«<''='• aufimmer, sowol.l be- 

»" !!1 1" '^''™'"*'- '"■ '^''^'="""=" '"ahen wir bei Lyck- 

Mai) und an einigen 



2 (abe 



e.n ei„e„ b hi^^n die Petala sich fdsch „„d unverdorben er- 
veiw- ^''! '" ' ''^^^'''^' ^^^ ^^^"»«» «i«h schon bedeutend 
^vie r''r ' ^""'^^ *''*^^ unfruchtbare Bastarde dagegen, 



JV 



Nicotiana 



buna T"" ^'""^''^^'^^^^'^arpiandica, hielten durch die Bestau- 
s tier Narben niit elterlichem Pollen diese Blumen langer 






\ 



r 



i 



t 



I 



i 




i 

ri 



f 



: -X . 7 • 




'-■ -■- 




I 




iPt » 



\ 



I 



r 



1 



li 






h 




54 




r 
J 

fiisch, als diejenigen, die nicht bestaubt worden waren. Hie- 

^ r 

mit Stimmt audi Kolreuter (^^) iiberein. 

Die Corolleii der mannlichen Blumen der Dichogamen 
haberi eine kiirzere Dauer als die weiblichen derselben Art 




(s. 



chlaf 



der Regel fallen die ganzen 



Blumen nach der Verstaubung der Antheren ab. z. B. bei 



Mercurialis 



3 Stunden . 



ind 
24 



vespertina bei warmer Witterun^ zuweilen schon in 12- 
Stunden nach dem OefFnen der Blume ; bei triiber regneri- 



Witterun 



» 



erst nach 2 — 3 Tagen^ um dann abzufallen. 



Wie 



Sonnenwiirme, Tiockenheit imd Feuchtigkeit einen sehr 
grossen Einfluss aiich auf die Dauer der Corolle aiis ; es ist 
eine allgemeineErfahrung, dass die Bliithe der Gewachse 
bei heisser, sonniger und tiockener Witterung schiieller vor- 
iibergeht, als bei triibem , feuchtem und kiiblem Wetter; 
anch dauern die Blumen bei eingeschlossener feuchter Luft 
viel langer, als unter freiem Himmel, wie diess auch schon 
Th. de Saussure ( 1* ) durch besondere Versuche dargethan hat. 

In vielen Fallen richtet sich die Dauer der Blume nach 
der Dauer der Pflanze : baum - und strauchartige Gewachse 
haben langer dauernde Blumen und Corollen als krautartige, 

r ^^ 

und perennirende Arten dauerhaftere Blumenkronen als ein- 
jahrige, wie sich diess sehr deutlich an den verschiedenen Arten 
von Verhascum, Nicotiana, Dianthus, Lobelia u. s. w. kund gibt. 

Aus dem Zustande der Farbe der Blumen beurtheileii 
wir grosstentheils ihren Vigor. Es dient dieselbe daher nicht 
bloss zum ausseren Schmucke, sondern sie zeugt zuo-leich 
auch von ihrem genauen Zusammehhange mit dem innereii 
Leben der Pflanze , wie diess auch noch aus der Thatsache 
zu erhellen scheint, dass z. B. bei Verbascum die Bastard- 



*« 



bef 



von gleicher Farbe? 



z. B. weiss mit weiss, gelb mit gelb, leichter anschlagen, 
und fruchtbarer sind^ als Verbindunffen 



Blume 



von verschiedenen 



1 



1 



i\ 



(. 





w 



- 1 ^ 



id... 



%«-£- 



i 



n 





^ J 



K 



I 



ie 



en 
Art 

zeii 
bei 

und 
24 

eii- 
iten 




die 

ehr 
ist 
hse^ 




Of- 



er; • 
lift 



[ion 
liat, 
lacli 
hse 

in- 

ten 
ibt. 

ien 
clit 

ich 
ren 
Iche 



r 



d- 



be, 

[en, 

en 



55 



t 



Eine mit dem OeflPnen der Blumen liervortretende Er- 



scheinung ist iinter andeni aiich der 



zeigt worden; 



denn 



Geruch, wie oben ange- 
die meisten Blumen, vvelche nicht be- 
sonders gewurzhaften Familien angehoren , haben in der 
Knospe keinen oder vvenig, oder anch einen, von ' - 
Bluthe verschiedenen Geruch ; well er sich bei 



Blumen nur aliein 

che derselben entwickelt. 



sehr vielen 



Oder doch vorzugllch aus der inneren Fla- 



u 



t.e uchs der Blumen i„ den Staubgefassen und besonders in 



<Jem Pollen: 
Fa 



G 



(1^) die Mei 



dass 



lich 



en I^amens in denselben zuzuschreiben sey, sehr walir- 



{. 



Verst 



> 



to 



Bl 



--~.~....„„.,g uca roiiens m ursachlichen Z-usammenhang, 

«nd stutzt sich besonders daraufCi-^), dass die weiblicheu 

des Triplaris americana keinen Geruch besitzen, 
vvahrend die mannlichen Blumen dieser Pflanze damit begabt 
seyen. C. H. Schultz ( i8)schreibt dem Pollen den Ursp^ung 

. g ^j,^.^ ^^^ .^^^^ ^^^_ Geruch der Kiitzchen 



der Amentaceen , Cor 
gel an Blumenkronen 
Br ANDES (19) end lich 



feren, Linden u. s. w. bei dem Man- 

L 

aliein durch den Pollen bedingt sey. 



a/*m ihren Geruch verloren batten , nachdem die Antheren 



da 



Mit diesen Mei 



tahrungen nicht iiberein : denn 

■ r 

' ■ 

I 

1) sind bei gleicher Anzahl der Staubgefasse und gleich 
grossem Pollenapparate nur einzelne Arten einer Gattung mit 
duftenden Blumen versehen : z. B. bei Reseda, Rosa , Dian- 
^'itis, Lathyrus u. v. a. 

ri I 

^ ■ 

2) In den meisten Fallen haben die Blumen einen , von 
eni des Pollens ganz verschiedenen ^ Geruch (s. unten bpim 



d 



Pollen) . 



r 

3) Mehrere weibliche Dioeisten haben denselben Geruch 




V^ 



\ 



■■\ 



S : 



I 



•i 





i 



''- ^ 










i 



5(5 









I 




ft 




^ 



wie (lie mannlichen Blumen derselben Art: so fanden wir die 
vveiblichen Blumen der Lychnis ditirna und vespertina des 
Abends mit dem gleichen Geruch begabt, wie die mannlichen. 
Die mannlichen Katzchen der Salix caprea und purpurea habeii 
zvvar einen starkeren und langer dauernden Wolilgeruch als ^ 
die vveiblichen : der Geruch dieser ist zwar schwacher , aber 
des Morgens in der Sonne bei eintretender Conceptionsfahig- 
keit von der gleichen Art, wie der der mannlichen Katzchen, 
indem er des Abends wieder verschwindet. 

4) Wennwir auch den Geruch ganzgefiillter Blumen, z.B. 
der Hyacinthen , Levcojen , Rosen , Nelken u. s. w. , welche 
weder Verstaubung des Pollens noch iiberhaupt Staubgefasse 
haben, nicht in Betraclitung; Ziehen wollen : indem man be- 
haupten konnte , dass die metamorphosirte und in Petala ver- 
wandelte Staubgefasse ihre innere Natur dennoch beibehalten 
batten: so haben wir gegen die obige Beobachtnng von Bran- 
DES nach unseren sehr oft wiederholten friihzeitigen Castratio- 
nen \on Matthioln ^ Verhascum^ Dianihus ^ Primula^ Datura^ 
Petunia M. a. niemais eine Abnahme^ noch weniger aber eine 
ganzUche Vernichtung des eigenthiimlichen Geruchs der Blu- 
men von dieser Operation wahrnehmen konnen. 



5) 



Matthiola 



Dianthus ca^ 



ryophyllus ^ plumarius und superhus: Verbascum phlomoides 



to 



iforme. mitga 

t. Wir haben 



to 



'fi 



Wohlg 



in geschwachtem Grade, noch einige Zeit beibehalten batten. 

6) Die Slarhe des Geruchs der Blumen steht in keinem 

r V 

J 

VerhiUtniss mit den Staubgefassen und dem Pollenapparate : 
hievon zeugen viele Beispiele, unter anderem vom angeneh- 
men Geruch, z. B. Lilium album , Polyanthes tuberosa , Jasmi- 
num officinale u. s. w., vom hassljchen Irisfoetida, Crataegus 
monogyna. Dann gibt es viele Pflanzen , deren Blumen bei 

r 

einem, nicht unbedeutenden PoUenapDarate e^eruchlos sind. 



2 

If 



tl 



a 



d 



11 



V 



z 
d 



a 



1 



( 



11 



8 



r 

6 

d 



b 



8 



d 



+ 

dl 



V 



y^ 



y 



\ 



- 1^- 






ie 
es 

n. 

en 

Is 

er 



n 



i 



B. 

he 

se 
e- 



r- 



eti 



N- 



10- 



ne 



u- 



lon 

€8 

Is 

r- 
mt 



er 



IK 



e: 
h- 

tlS 

ei 



57 



SE. B. mi 

«. s. w. 



4 I 



■ 

r 

Dass die StaubgeSsse an dem Gernche melireier Blumen 
theil„el,.ne,i , wollen wir darait nicl.t bestieiten : wie dann 
aueh der Gerueh beim Cr»«, beinahe ga„z in die Staubge- 
fas8e und F.lamente veiwiesen ist. Der Grund hievon mag in 
der .auii| stattfindenden Ve,bi„d„„g „„a gleichartigen Orga- 
nisation der Staubfadennnd der CoioUe liegen 

Endlioh ist bei KAmp^k ( « ) ein Beispiel anfgezeichnct, 

X. l'.!\?„';"1''';?.*"*"»" "•'f^'-'"''' ' Organ a«f eine ei„- 

ankt ist , die an der Spitze 

'flanze Kalong-Ging Ceinev 
so dass, wenn diese Spitze 



d 



Stelle 



Epidendrum) 



abge^chnitten wird, der Geruch der Blume sogleich 



loren geht. 



ver- 



Wohlgeruchs nur 
wenn der Spadix ausge- 



im Spadix, denn die Spalha hat, 

schnitten ist, keineii oder wenigstens einen sehr schwachen, 
sehr bald verganglichen Geruch: bei jenem erscheiiit der Ge- 
ruch sogleich mit dem Oeffnen der Spatha, 4, ja zuweilen 
6 Tage vor dem Oeffnen der Biiimchen und der Dehiscenz 
der Antheren, mit deren Vermelirung er vvachst , mit der 
Abnahme des Vigors aber wieder abnimmt, und mit der voll- 
brachten Verstaubung ganz verschwindet. Auf gleiehe Weise 
stent sich bei Dlanfhus, Mafthiola, Primula der Geruch haufig 
einen und mehrere Tage vor der Dehiscenz der Antheren ein : 
«a aber die Stauho-efassp crpw;iiini:«u „.. „.i_..i r, ., ., . 



C 



L 



welches mit der gescheh 



Befruchtung des Qvariums zusammenfallt, so vermindert 
s«ch der Geruch mit dem abnehmenden Vigor der Blume , in- 
em er sich nach geschehener Befruchtung und geendigtera 

"' ime verliert , womit auch die Nektarabsonde- 



L 



*'«ng aufhort. 



die r"^ '^^^^^'^ A^lem scheint uns zu erhellen , dass, da 
eio , ''"^'^^^^'"^"ation aus den Blumen der Pflanzen keinem 

«*e nen Organe derselben ausschliessUch zukommt, also 



\ 






I! 



)» 



4 









V 

L 

ij 



r 



I 



f 



4 



1' 





M 









:t 



i 




1 



( 



i I 



,'«! 



J 



M 



V 



» i ' 



r 



t«^ 



> 



H 



58 



g 



icht 



* N 



diese Emanation mit dem j^anzen Akte tier Befnichtung un 



die wahre Quelle des Geruclis der Blnnien sind, sondern dass 

d 
mit der chemischen Constitution in derBliJthe in genaueiVer- 
bindun^ stelit : indem sie in manchen Fallen ein Ersatz fiir 
die Honigabsonderung zu seyn und mit dieser zu alterniren 
scheint. Es ist aber der Sitz und das Vorhandenseyn des Ge- 
ruchs in den Blumen (und Friichten) der verschiedenen Pflan- 

1- 

zen so mancbfach und unstat, dass wir kein Gesetz iiber 
sein Vorhandenseyn in diesem oder in jenem Theile zu ent- 
werfen vermogen. 

Wenn auch der Geruch mit der Farbe der Blumen bei 
manchen Gewachsen in Verbindung stehen niag : indem man 
z. B. mit der weissen Farbe die stiirksten angenehmen Ge- 
riiche coexistirend tindet, z. B. Citrus medica , C. auranfium, 
Magnolia grandiflora , Jasminum officinale^ Philadelphus coro' 



Me sua ft 



A' 



Narcis 



oder auch eineii selir hassliclien wie Crataegus monogffna : so 
ist diess doch niclit allgemeiu: indem es nicht nur sehr viele 
weisse Blumen gibt 5 vvelche entweder gar keinen , oder nui' 
einen schwachen Geruch besitzen ; sondern auch im Gegen- 
theil Varietaten rait weissen und blassen Blumen anderer Ge- 
wachse einen schvvacheren Geruch haben als die satter ge- 
farbten, besonders solcher, welche eine rothe Grundfarbe 
haben, wie z. B. Dianthus caryophyllus ^ Primula auricula^ 

, Rosa u. s. w, Seltener ist mit der gelben Farbe 
der Blumen ein starker oder ausgezeichneter Geruch verbun- 
den, z. B. bei Ranunadus ^ vielen Leguminosen. Cruciaten 



Matthiola 



«. s. w^ Doch 



/ 



mehreren 



Verhascum-kvien sehr wohlriechende Blumen, deren weisse 



Varietaten im Gegentheil sehr wenig Geruch besitzen. 



Es 



wird hinreichend seyn, diesen Gegenstand zu ferneren Dnter- 

■ > 

suchungen hier angedeutet zu haben. 



Die Aiisstromung der Geruchspar 
d ihre Vermehrung und Verminderu 



to 



aus den Blumeti 

r 

in den meisteri 



1 



\i 



o 



1 



1 
1 



m 




\ 



II 





1 




icht 



1 



ass 



ei 



*^ 



fiir 

iren 

Ge- 

an- 
iiber 

ent- 



r 



bei 
inan 
Ge- 



um 



1 



\orO' 
\ndi' 

pen: 

; so 
ieie 

nur ** 

en- 

Ge- 

rbe 

la, 
rbe 

un- 
ten 
ren 

sse 

£5 

er- 



eii 
ten 



I 







y^ 



59 



Pflanzen einem periodischen Wechsel 



Moi 



Allg 



(d 



punkte, wo der Pollen gewohnlich verstanbf) des Abends 
imd bei Nacht am staiksten, so dass viele Blumen , welche 
Mortens und den Tag Uberkeinen, odernnr einen schwa- 
Chen Geruch zeigen, Abends und bis um Mitternacbt einen 
starkenGeruch verbreiten, z.B. Calla aemopica, LoniceraPeri^ 



Hespe\ 



'folium 



M 



e Natl 
) hab 



M u. s.w. 

) 



^ hierauf aufmerksam gemacht, und H. 

) hat diess durch neuere Versuche bestatigt. An 



War 



emigen Arten von Verbascum, z. B. phlomoides und thapsz 
forme, schieu uns der Geruch der Blumen um Mittag 

als zu einer andern Zeit zu seyn. Licht und aussere „. 

sind daher nicht die directen Beforderungsmittel der Geruchs- 
Emanationen aus den Blumen , wenn gleich in heissen Klima- 
ten nJcht nur eine grossere Anzahl, sondern aueh starker 

I ^ 

riecbende Blumen erzengt werden. Diese Agentien kounen 



mir 



mittelbar wirken , und die periodische Stromung des Ge- 



i-uchsprincips der Blumen ist in einer reg 
tion der Safte . (woven Heb 




en Fluctua- 



sten Bevveis liefert, deren Blumen nach Willdenows ( ^- ^ ) 



Beobachtung des M„.^„^ 



fferuchlos sind ^ Mittags einen 

^ 'i 



widrigen, stinkenden, und Abends einen angenehmen GerucI 
hesitzen), welche mit dem chemischeu Lebensprocess der 
Pflanzen, wobei aber das Licht allerdings eine Hauptrolle 
spielen diirfte , in der engsten Verbindung steht, gegriindet 



\ 



tilumen) 



Der eigenthiimliche Bluthengeruch einer Pflanze scheint 
"I'ch die Kultur keine wesentlicheVeranderung, sondern nur 
eine Schwachung oder Verstiirkung zu erfahren. 

e andere meistens rait dem Oeffnen der Blumen ein- 



Ein 



^»'eende Erscheinung ist die Absonderung des Honigsafl 
^enn nur in wenigen Blumen tritt der Anfang seiner Excretion 
on vor diesem Zeitpunkte ein. Da dieser Absoudetung 




"A 



-« 
) 



i 



• 

r 



f 



I 



I- 






i 












w 



¥ 




iffl 



P 



^ 







1 



Nf 



tm 



U 



\ 



m 

4 

aber besondere Oi-gane gewidmet sind, und sich diese zwar 
ofteis an der Corolle, han% aber audi an den weiblichen 
Befnichtniigstheilen, Oder weiiigstens in ihrer alleniaclisten 
Umgebung, befindeii, so vveideu wir derselben eiii besoiide- 
res Kapite! widmeii. 



1 . _ _ - 

Der Aufwaiid von ausserer Ausschmiickung, womit die 
Natur die BInmen , als das endiiche Ziel der vegetabllischeii 
Metamorphose, ausgestattet hat, und die Allgemeinheitihres 
Vorhandenseyns bet alien vollkommeneren Gewachsen, ob- 



M 



als 
auf 



Dass 



Sitz und Schooss der Bt 

die wahrscheinliche Vermuthung, dass die Corolle und ihre 
analogen und stellvertretenden Organe noch eine hohere und 
wichtigere Bestimmung haben , als den blossen mechanischen 
Dienst der Hiille, des Schutzes und der genauen Vereinigung 
und unmitteibaren Beriihrung der von ihr eingeschlossenen 
Theile auszufiillen, sondern dass sie vielmehr ein, den End- 
zxveck der Befiuchtung, Zeugung und Fortp6anzung unter- 
stutzendes , nothuetidig mitwirkendes Organ sey. 

die Corolle nach der Ansicht einiger Systematiker 
in manchen Familien fehlt, oder zu fehlen seheint, kann diese 

Voranssetzung nicht entkraften, 
vveil in den meisten dieser Falle die Blume eine solche Orga- 
nisation erhalten hat , wodurch dieser Mangel entweder nur 
scheinbar, oder auf eine andere Art ersetzt worden ist 
dnrch die Befruchtung nicht gestort wird: indem nur die Form 
ihrer jiusseren Erscheinung abgeandert, das Wese 
Hulle aber dasselbe geblieben ist (s. Kelch S. 5). 
selbstda, wo sie wirklich fehlt, namlich bei raehrerenTie^ 

Organismen, finden wir den Befruchtungsapparat so 
facht, dassselbst das erzeugte Product, dev Same, 

Vereinfachung an sich 



d 



wo- 



der 
Aber 



dei 



die Folgen und die Zeichen dieser 



tragt. 



s 



i 

si 

1 



1 



d 



d 



r 



dl 
1 

bl 



c 






3 



s 



i 



^* 




Cl 



war 

hen 
sten 

11 de- 



die 

hell 
lires • 

ob- 
als 

auf 
lire 
lund 
hen 

|ung 

611 

»d-^ 



er- 




ker 



ese 



en 



a- 
ur 

0- 

rm 
er 
er 
ie- 
so 

ch 




I 



Nach den im Voihergehenden vorausgeschickten That- 

sachen iiber das Verhalten dpr r«v«ii„ • -i u- j 

^ . "diien aei i^orolle m ihien verschiedenen 

Keziehnnffen vvollen wir ihvf> Roet: • • . . . i 

o "" '"^^ ^estimmung in physiologischer 

Hinsicht naher zu beleiichten suchen 

Ve.Ietz„„ge„ dev Bl„„e„k..„„e"i„ der fruheaten Periode 

I' in diesem Zustande der 
und der Zeugungsorgane 



ist), 

dev Blume zu wiiken. 
Blume 



bei 



integritat des Kelches 



Anagallis , Veronica 



"'• s- w. fast nnmoglich z„ evhaltcn , 'we„„ die solmtzende 



Hiille verletzt, „„d die zarten. 



We 



ist, 



ge 



TUilo J r^. "" ' ""^^ wenig entwickelten 

ilieilederEinwirkung aiisserer Schadlichkeiten blosgestellt 
^erden: meistens ist aber die CoroUe in diesem Alter der 
«Iume, in welchem sie sich noch im Knospenzustande befiiiw 
det, nur sehr unvollstandig vorhanden (S. 11). „ 
aber die Entwickehing der Blume so weit vorgeriickt 
dass die Corolle mehr als die Halfte ihrer natiirlichen 
Ausbildung erreioht hat, zu einer Zeit, wo die i 
der Blume ihrer Reife bedeutend naher geruckt 
Licht und Luft nicht mehr schadlich auf sie wii^en\7nnen- 
die beiderleiZeugungsorgane aber ihre Zeugungsfahigkeit 
«och mcht erlangt haben, (was bei Verhascun.^ mcotiL.'L 

c^/ f ' '' ^^'^"^^' ^^'^'^^^^^ 4 bis 5 Tage vor dem 
OeffiH^n der Corolle der Fall ist,) so hat die Theilung, das 

Schhtzen der Blumenkrone (bei DigUaUs, Petunia, Nicotiana, 
^alura), das Hinwegschneiden der Halfte der Corolle (beiM- 
cohana Malva, Lavatera, Althaea, Pelargonium), ja sogar 
«>e ganzliche Hinwegnahme der Corolle 

Sallis, Veronica-) und das Ausziehen dc „.„„.«,....„ „.. 

olypetalen (z. B. Dianthus, Silene, Geum, Potentilla u. s. w.) 
"t die weitere Entwickelung der Zeugungsorgane, wenig- 
^jns der weiblichen , keinen nachtheiligen Einfluss mehr, in- 
tern die Ovarien durchdie Bestaubung derNarben in gleichem 
^^de befruchtet warden , als wie in den , mit unverleztea 

■ 



(b 



fj 



II 



I 



I 

4. 



t 



r 



V 





f 



M. 



^^ 




i 





/ 





n f 



t I i 



- ^ 






if a 



I 



1* 




*■ i 



^ ^ 



s 



t« 



62 



( 



CoroIIen versehenen Blmuen geschieht. Herbert v. ; .«« 
ebenfalls, dass nach seiner Erfal.rung zwar die fruhe ZerTtS 
rung der Corolle dem Wachsthum des Germen und der Narbe 
«achtheilig, nach ihrervolligen Entwickelung aber die Corolle 
mcht mehr nothwendig gewesen sey. 

Bel der pliysiologisclien Untersuchung der Verhaltnisse 
der Blumenkrone zu den mamlichen Organen im Besondern kom- 
menhier nur zweierlei Insertionen der Staubfaden inBetracht; 

ob sich dieselben auf der Corolle , oder an eineifl 
«nu..„ xheile derBlume inserirt befinden; die anderen Mo- 
d,ficatione„ der Insertion konnen wir fuglich hierunter begrei- 
fen; be, alien aber haben die Corolle und die Stanbfaden in' 
ihrem innern Ban so viel Uebereinstimmendes, dass A L d^' 
aussiEu (^7) ^,„ j^^. c^^^jj^ ^^^^, ,,Sfaminum vera est ap' 
pendtx et quasi pars luxurians ex eodem recepiaculo enata.' 
h gleicher Allgemeinheit spricht sich anch von Gothe «nd 



iiamlicli : 



( 



(29) 



mannlichen Theil der Bhime/ 



\ 



Von der innigen Verbindung der Corolle mit den Staubfadea 



Mon 



faden 



Metamoi 



m Blumenblatter: auf diesen engen Znsamraenhan^^ 
und die Homogeneitat der beiderlei Organe griindet sich die 

Voraussetzung einiger Botaniker, dass die Blumenkrone (da 



ig: 



liefert,) vorzuglich zum Dienste der Ausbildung und Ernah- 

rung der mannlichen Organe bestimmt sey. 

Dieses enge Verhaltniss der beiderlei Organe wird abei' 

bei einer sehr grossen Anzahl von Pflanzen nicht angetroffen; 

so^ndern die Stanbfaden befinden sich an anderen verschiedenen 

Iheilen derBlume inserirt: so dass sie nicht gleichen Ur- 
sprung .„it der Corolle haben konnen, ob sie gleich mit dieser 
nn Allgemeinen den gleichen innern Ban gemein zu habe» 
sche.nen: ^ie dann auch bei der gemischten Insertion, z B bei 
Dtanthus und den meisten Caryophylleen, zwischen den an Aen 
Petalen inserirten Staubgefassen und den von der Basis deS \ 



I 



1 



s 

( 



f( 



t 



11 



d 



a 






thi 
z 

a 

eri 

4 

w 

in 

fa; 
di 






% 



M 




-':sL 





) sag:* 



ersto- 
orolle 



tnisse 

r 

Iracht; 

eineifl 



en 



L. d£ 




ata. 



a 



sagt! 



line. 



a 



aden 

ono- 

a lib' 

llian^ 
die 
(da 

tung: 
nah- 



i 



en', 
nen 

Ur- 
sei' 
ben 
bei 
\den 
des 




63 



F 

zu entdecken ist. 



er Struktiir 



Kibt sich '/" f * ^"' '^''^'^"' verschiedenen Verlialtniss ei- 
L d J. ;;.fr' ^t-- "'""'ttelbareZusammenhan. dieser Or^ane 



CoroUe ein ' , '""' ^•'"^^"" ^"^^^'^^ ^«" Gewachsen die 



scheint »i.i. ..,*:"'°S>gkeit der beideilei Oi-gane von einander 



h^^n^t s,e a„eb noeh dadurch 
staubung des Poll 

Cdem Vigor) der C. 



erlei Organe von einander 

zu beurkunden , dass die Ver- 

en haufig vor der volligen Entwickelung 



e vor sich geht. 



Dig Q -""""c vor sicn geht. 

en Fal^h ""^ ''!'' *"«ertion der Staubfaden sind zwar bei 



§:anzen Famil 
fest und 



f^den ist abe? K 'T''^^'^'^^'' ^ie Insertion der Staub- 
amorpbose so abweicbend „„d unbestandig 



lie Me- 

dass die Aus- 



iiabm^ , . . ^">* ■"'" uuuescanaig, dass d 

esetee ra„sse„ dal,e,- a„f einem a„de.n Grund als dem def 

""".ogeneitat der Str„et„r mit der Corolle beruhen: 



zunial 



^a a„e,. der Ke,eb e,„e„ e„.eMede„e„ K,,.:: 3" ,::r 



wir auf 
S. H) 



:::? r ;.i;:!!!"^ -^' "!^-'>>e,e,,e..e„ , ge,,e„ 



d der Cor 



r„:L:!r «:!™.' -- ^'-^e "-o-t 



iick (siehe 
nur erst 



,! 



i 



Zwar die Sf«„Kft^ . alsdann erfolgt, wenn 

^Hh eA II ™;-*-' -O. waehsen, die Ltheren 

^«"igs,e„s ,1 T .f "■!;"«" <"« Vers.aub„„g derselben 
- .!,;„ ,:rJ'!''™™''^':-^'= ---.edaherdleCorone 



Nickel 
fas 



"nvollkommenen rudimentaren Zusfande 

und RrnJJhriiri^^ ,i i 



4. 



zur Ent- 



^««« als no 1 T ■""^"''^" "^'^^- ^^"twickelten Staubge- 

»^^'*'ent,i,h d 1'"" A"«J^ildnng der mannlichen Organe, 

aer Anthere, wenig pder nidits beitragen za 



W 



f« 



I 



r 
+ 



^ 



« 










9 



64 




n 




m 



r 



konnen : weil diese in der unentwickelten Blume eineii hohereft 
Grad der Entwickelung erlangen, elie nocli die Reihe deS 
Wachsthums an die Krone kommtj jene also friihzeitigei' 
sind , als diese. 

In der spateren Periode der Entwickelung der Corolle, | 
besonders bei den meisten Monopetalenj scheint dieselbe zwaf^ 
das Wachsthum und die Verlan^erung der Fiiamente zu un- J 
terstiitzen; da aber z. B. hei Dtanlhus mid einigen anderefl 1 
Caryophylleen die zwischen den Petalen inserirte aussere 
Reihe der Staubfaden sich vor den inneren kiirzeren auf deu 
Blumenblattchen aufsitzenden verlangern^ und sich dieserEnt-^ 
wickelungsgang bei Geum^ Potentilla^ Aquilegia u. s. w'. 
ebenso verhait^ indem namlich die aussere Reihe sich vor def 
inneren entwickeltj so ist dieser Einfluss nicht als absolut 
anzunehmen, Diese Verlang^erung^ und Folgereihe der Ent- 
wickelung vvird durchs friihzeitige Abschneiden der Blumen- 
blatter nicht verandert. Das Gleiche wird auch bei den Mai- 
vaceen bemerkt, welche ihre Staubfaden nach ganzlichem 
Oder theilweisem Abschneiden der Corolle zur normalen Zeit 
der Entwickelung verlangern : gleich wie umgekehrt die Ent- 
wickelung der Corolle durch die Exstirpation der ganzeii 
Staubgefasse aus ihrem Insertionspunkte, wenigstens in def 

ims, nicht gestort wird: wasJ 



1 



lezten Halfte ihres Wachsthums , 

auch fiir ihr friiheres Daseyn zu gelten scheint, weil die ganz 
liche Contabescenz der Staubgefasse die Entwickelung der 
Corolle weder verlangsaniert , noch beschleunigt. 



gnahi 



ganzen Sf aubgefasse , oder nur in der Entfernung der Anthe- 
ren bestelien, hat uns bei dem grossten Theile der Gewachse 
dieselben Erscheinungen gezeigt, welche man bei der Ver- 
staubung der Antheren bemerkt, wobei aber der Pollen nicht 
auf die Narbe gelangt, oder auf irgend eine Art auf dieselbe 
einzuwirken gehindevt wird, oder auch dieser taub und «n- 
kraftig ist. Die Corolle erreicht namlich unter diesen Umstan- 



den 



igor 



d 



Fruchtknoten abortirt. Den Vigor erreicht aber die Blume 



bei 

stii 

S. 

Ue 
Ph 



VOt 



li 



ei 




dei 

the 
das 



the 



er 



ges 

Corl 

*ien 

On 

stiit 

vve 

fas? 







V 



Von 

V 



ei 



hici 



fiir 

get 
lich 



H' 



01 



-^ 




n 

s 



I' 



rt 

t- 



f 

lut 

t- 
11- 
l- 

r 

nd 
it 

t- 
11 

r 

lef 



er 
e 



1 



►^ 



ht 



e 



n- 



ler 

lie 



\ 



r65 



r 

^ei den lueisten Pflanzen erst, wenn 



A 



staub 



wirk licit 



en , Oder schon grosstentheils verstaubt liaben (sieUe 
) : dieses Verhaltniss ist also ein unbestimmtes , wess- 



Phy 



ass en 



to 



gischer Zusammenhang statt zii finden sclieint, als 



Sevvohnlich angenommen wird. 



^ Hi 



w 



behii hermaphroditischen Baue der Blumen 



^1^ "er Entfeniung der ganzen Staubgefasse, oder der auf- 

enen Verstaubung des Pollen iiberhaupt keine nachthei- 



geh 



li 
b 



ge Einwirkung auf die Corolle sichtbar wird, so scheint es sich 
ei einigen mjinnliclien Dichogaraen anders zu verhalten: in- 



dem 



unsei-e Beobachtungen iiber den Tagsschlaf der raannli- 



das 



^en Blinnen der Lychnis vespertina es wahrsclieinlich nuichen, 
s durch die Hiuwegnabme der Staubgefasse oder der An- 
, >eren, und die hierdurch fiir die Blume verloren gegangene 
•^istaubung des Pollen die Reizbarkeit der Blumenblattchen 
^^'scliwacbt nnd das Leben der Corolle verkiirzt wird (S. 45, 



3N 



«): 



obgleieh in dieser Blume die Staubfaden mit der 
orolJe in keinem so nahen organischen Zusammenhange ste- 



hen 
Cind 



M 



anderen Pflanzen 



stiiti 



^ssen bedihfen diese Beobaehtungen noch weiterer Be- 

1 

guiiff). Es ware also modich. dass bei der normalen Ab- 



^^senheit des Pistills die kiinstlidie Entfernung der Staubf*^e- 
'''se denselben Einfluss auf die Corolle bewirkte, welche das 



faj 







^^lium bei der Befruchtuns: auf dieselbe ausiibt 



Blumen 



^ sehr kurzer Lebeiisdauer^ bei welchen der Vigor und das 



V 



^rstaubeti 



m 



Moment zusammenfallt . konnen liter 



Massstab 



lenen. 



fii 



Wen 



^ d 



^^ Dienst der mannlichen Org^ane vorhanden ware: so 

^bte es ferner schwer zu erklaren seyn, warum bei den 

^bhcben Dichogamen nicht nur iiberhaupt eine Corolle an- 

^tten wird, sondern dass sie sich sog;ar bei manchen 

^nzen durch einen hoheren Grad der Ausbildung, namentr 

in Beziehung auf ihre Grosse auszeichnet ( S. 44), 



W 



^^^it auch Con 



R. 



Gah 



) iibereinstimmt. Hensghel 



^KEft, Befruchtiing der Gewachse. 



5 



^ 




! 



f 




r 



r 




fi. 



.» 



vm 



[ 



i 



\ 



I 



^< 



\ 









/" 



66 



/. 



(32) iiehauptet zwar, die weibliche Blume sey , im Gaiizen 

betrachtet, kleiiier und zarter, als die mannliche/ und nur iw 
cinzelnen Fallen erselieinedie weibliche Blume grosser als di^ 
mannliche. Wienn dieses aiich im AUgemeinen statttinden sollt^ 
<;woran wir jedoch noeli zweifeln): so lasst dieses schwan^ 
kende Verhaltniss wenigstens die bestimmte Folgerung HeN' 



schel's nicht zu •, jedenfalls ist dieses Moment von der Art? 
dass daraus keine so enge Verbindung zwischen der Corolla 
und dem mannlichen System in dem Organismus der Pflanzen 
gefolgert werden konntej als hier gescbehen ist. Derselb^ 
JNaturforscher findet (^^) in der vollstandig;en Corollenans^ 



f 



stattung der mannlichen Blumen einiger Dichogamen eine g^" 
nauere Beziebung der Corolle mit den mannlicben Organen^ 

r 

indem er daiin das dringende Bedurfniss des Daseyns und dd' 
voUkoramneren Ausbildung der Corolle fiir die mannlichen 
Blumen suclit; da er (•'**) bekanntlich mit Schelver (^S) die 
iweibliche Blume bei getrennten Gesehlechtern fiir die voU- 
kommnere, die mannliche aber fiir die unreifere annimmt, auS 
■welchem Grunde auch die erstere die Corolle entbehren konne, 
wie sie auch die Staubgefasse entbehre^ weil die Corolle nn^' 
die Basis und der Stoif sey, aus welchem die Entwickelung j 
der Staubfaden moglich werden solle. 

Dass diese Ansicbt nur von einzelnen Beispielen heig^" 
nommen seye, und nicht auf AUgemeinheit Anspruch machen 
konne, haben wir so eben gezeigt, und es beweisen es aucb 
die Syngenesisten und manclie dichogamischen Gewachse. 

Das ofters stattfindende gleichzeitige Absterben und Ab' 
fallen der Staubfaden mit der Corolle wird als ein ferneref 
Beweis angefiihrt, dass beiderlei Organe in einem Causal 

J I 

nexus mit einander stehen: denn A, L. de Jussieu sagt (^^)- 

« ^ ^C L J 

iy€marcida penso absoluto decidunt stamina^ decidenie simu 

V 

corolla, quae vera est staminum appendix." Diese Erschei- j 

len und solchen BlW'j 



/ 



nung 



M 



men beobachtet, in welchen die Staubgefasse in unmittelba- 
rer Verbindung mit der Blumenkrone stehen (und selbst nicbM 

: bei solchen Blumen aber, wo dieses nicl»* 



diesen) 



del 
se 

28 

St 

dal 
del 
Bl 

tr 
de 



m 



gel 
fe 

Ph 
k 

aal 

ih 

bii 

St 

bi 

2U 

unl 
be 
Ve 



gel 
al 



t. 



r^ -r 4 



4 



^ 



1 ' 



m 



n 

in 
ie 
te 

11- 

^ 

le 

leii 
be 



s 



i 



4 




U 

le, 
a I' 




en 




) = 



« 



/ 



ei- 



lu 



1 



a' 

lit 
lit 



67 



an einem anderr. Tlieile der- 



^erFall ist uiid die Staubfaden 
selben jnseiirt sind 5 findet man 'keine solche jvenaue Gleich- 
^eitigkeitdesVerderbensund des Abfallens derCoroIle mit den 
Staubgefassen^ wie wir z. B. bei den Cistineen gesehen haben, 
^ass die Petala 18 Stunden vof der ganzlicben Verstaubung 
**GS Pollen abgefallen waren. Dieses Abfalien der genannteu 
**iumentheile kann aber nicht als ein isolirtes Phauomen be- 
*i'acbtet werdeii, weil esj wie wir bei der Befruchtung sehen 
Leiden, mit anderen Veranderungen zusammenbangt^ die zu 
^erselben Zeit in der Blume vor sich aehen: und in vielen 
*^ alien J 2, B. bei mancben Solaneen, auch der GrifFel zugleich 
"f^it der Corolle nach der Befruchtung abfailt. 

Endlich wurde aucb nocb ein besonderes Gewicbt auf die 
^erwandlnng der Staubfaden und Autberen in Blnmenblatter 
S^legt und der gleiche Ursprnng und nothwendige Causalne- 
^'^s beider daraus gefolgert: denn A. L. de Jussied (^'^) sagt 



fei 



*^^r • yyfrequentior sfammum in corollam conversio maximam 



>y^^gani utriusque analogiam confirmat^^^ Da diese Metamor- 
phose aber nicht selten auch am Pistill beobaclitet wird, so 

^ann die besagte Umwandiung das nicht beweisen., was man 
^amit beweisen wollte. Wir fanden namlich bei Campanula^ 
^tura^ Matthiola^ Dianthus^ Lychnis^ Saponaria\ Hyactn- 



D 



thu 

bl: 



^j Narcissus und Tulipa das Pistill ebenfalls in Blumen- 

atter verwandelt. Schon v. Gothe (^®) gedenkt dieser Um- 

^andelung bei Ranunculus asiaticus sogar mit unveranderteii 



St 



a 



bild 



*^bgefa 



assen ; ja die vegetabilische Metamorphose ist so 

Sam 5 davss sich das Pistill sogar in mannliche Orgaiie urn- 

"hilden vermag, wie Henschel (^^) an der — Salix cinerea 

^^ L. C. Trevjranus {^^) an anderen Arten derselben Gattung 

**^obachtet haben : 

^^rwandeln (^i). 



wie sich mannliche in weibliche Organe 



Eines Verhaltnisses zwischen der Corolle und den Staub- 

S^tassen miissen wir noch Erwahnuns: thun: namlich dessen 

1" Zahlen, welches von grosserer Bedeutung zu seyn scheint, 

^ s die Voiigen. In den regelmassigen Blumen, womit weit der 

S^'osste Theil der Pflanzen begabt ist,- findet sich bei elner 



5 



\ 



If 



^ 

* 



*T 



* 






M»l 



/' 




H 



\ t 





« 



y 




- I - - 








H 



/ 



n" 



'I 



r 



68 




bestimmten Anzahl von Kelch- und Coroll-Abtlieil 



eine bestimmte Anzahl und 



Anordnung von Staubg^efassen 



< 



4 7 



) n. a. weiter jiachzusehen sind. Dieses Zahlenverhaltr 




<(■ * 




vor: so habenwir z. B. he\ Lyciumharharum niit CoroUenlap- 
pen audi 6 vollkommene Staubgefasse, bei Tormentilla erecta 
an den ErstHiigsblumen bei 5 Corollblattchen 20 Staubfaden, bei ^ 

t ■ 

alien iibiigen Blumen aber mit 4 Blumenblattchen nnr 16 Sta- 
mina angetrofFen. Die Abanderungen bei unregelmassigen Blu- 
men sind dnrch dieSystematiker auf die Grundtypen zuriickzu- 
fiUiren versucht worden; woriiberMEiNiKE(^'^)5 Oken(*^)5 Cas- 
SEL (**), Nees von Esenbeck C*^), Wilbrand {*^), H. Cassini 



i 




9 i 

niss beruht aber auf dem allgemeinen Gesetz der Wirtelbil- 

r 

dung 5 und begriindet keine absolute Abhangigkeit der Staub- 
gefasse von der Blamenkrone: es scheint diess besonders ans 
der Natur der Erstlingsblnmen hervorzngeben, bei welcheu 
dieses Gesetz haufig abgeandert angetroiFen wird^ z. B. bei 
Potentilla argcntea haben wir bei 5 Blumenblattchen haufig 
nur 18; und h€\ Potentilla atrosanguinea ?2 Stanbgefiisse ; 
bei einigen Arten von Dianthus mit 5 Blumenblattern 11 voll- 
kommene Staubgefasse, und bei einem fiinflappigen Limbus *• 
der Corolle von Datura^ Nicotiana^ Verbascum 6 vollkora- \ 
mene Staubfaden und Antheren angetroffen. Hieriiber noch 
Mehreres bei den Staubgefassen. 

L 

Nachdem wir in den bisher vorgetragenen Verhaltnissen 
durch Thatsachen erwiesen zu haben glauben. dass die Co- 
rolle und die Staubgefasse nieht in der absoluten Adhangig- 
keit zu einander stehen^ als bisher gewohnlich angenommen 
Morden ist: so wenden wir uns zu den Lebensverhaltnissen 

r 
L 

der Blumenkrone zu den weiblichen Organen^ welche zwar 
erst bei der Befruchtung genaiier auseinander gesetzt iind un" 
tersuchtj und desswegen hier. nur in soweit gepriift werden 
konnen, als sich im Vorhergehenden iiber die Entwickelung, 
den Tagsschlaf und die Dauer der Corolle Thatsachen erge- 
ben haben, welche zu erwahnen nothwendig waren, um die 
Natur der Corolle iiberhaupt kennen zu lerneu. 

In der gauz jungeii Kuospe wird bei 





^ 




1 





^ 



f 



bu 
th 

So 
da 
se 

St 

ch 
to 
la 

lu 
ih 

dai 

iinl 

ce 

se 
b 



e 



sc 



er 

ch 

St 

vel 

B 
u 

ft! 

V 

b 



■fi 



-zit- _ 








/ 




h 



n 



a 

I 



1 



I- 



s- 
I 

t- 

1- 



IS 



n 
lei 



» 



1- 



S 



h 



n 



n 



n 

r 

r 



n- 



n 



e 



^r 



> 



« 




69 



Wachs 



^^nceptionsfnUgleit der weihlichen Organe dnrcli die 
bung der Narbe mit ebenbiirti^em potentem Pollen das 
^""m der ganzen Blume vernichtet uiid die Knospe getodtet 
• 17, Vers. I): ist aber die Knospe ungefahr bis auf die 
^"fte ihrer Entwickelung vorgeriickt, so uird durch eine 
^^Iche Bestaubnng die Entwickelung der Blumenkrone sistirt: 
«as Ovarium eutwickelt sich aber dabei zur Frucht^ obne dass 
^^ibst die Griffel zu ihrer normalen Lange auszuwaclisen 



H 



streben (S. 17, 20). We 
^hen Entwickehingsgrad < 



[ aber das Pistill bei deni glei- 
r Blumenknospe iind der Prae- 



*^*^citat der Griife! seine Conceptionsfahig-keit nocli iiicht er- 

km 
lu 



Wi 



gj sondern die Verlangerung der GrifFel und die Entwicke- 



lung der Narbe bleibt so lang-e stehen, bis die CoroJle zu 

^^^^^v normalen Grosse und Vollkommenheit gelangt ist, worauf 

dann erst die Griffel zu ihrer normalen Lange ausvvachsen, 

^'nd die Narben zu ihrer vollendeten Entwickelung und Con- 

^^ptionsfahigkeit gelangen (S- 20, Nro, 4). Diese Wech- 

^^Iwirkung zeigt, dass unter gevvissen Bedingungen das Le- 

b^n der Corolle von dem Ovarium abhangig ist, dass aber 

^nter anderen Verhaltnissen der Blume beide Theile dem An- 

^^hein nach eine unabhangige Entwickelung haben. 

Die Einwirku ng des Ovariums auf das Leben der Corolle 

^**^veist sich auch bei einer kraftig:en Bestaubuns: in Verglei- 
cbun 



g" mit den Folgfen der verhinderten Befruchtung. 



Im er- 

sten Palle verdirbt die Corolle bald, oder fallt frisch und un- 
^^J'dorben ab; im anderen Falle aber, und bei unkraftiger 
^^staubung, haftet die Corolle langer am Ovarium, wird krank, 
^^d verdirbt theilweise. Der Vigor und der Schlaf der Blu- 
"ien wii^d durch die kraftige Befruchtung vom Ovarium aus 

^bgekiir 
Unt 



zt. Einen weiteren Beweis dieses Einflusses gibt der 
erschied der Dauer der Blumen mit contabescirten Staub- 



gefas 



sen und anderen mit voUstandigen mannlichen Organen 
^^I'sehenen Blumen: bei diesen tritt die Conceptionsfiihigkeit 

off ' ' . 

;^ters erst in 3 bis 5 Taoen nach dem Oeffnen der Blume em ; 
"®» jenen aber sind die Narben oeuohniich schon beim Oeffnen 



I 



1*1 




J 




■■i 





■^ ^ 



I 



I 




r li 













w 



70 



L J 



t 



I* 



\ 



\ 



/ 



\ 




k ■ 

Cdrolle conceptioiisfaliig: nach der Bestaubnng dieser 
BJnmeii mit ihrem eigenen Pollen verderben die Corollen (bei 
Dianthus) meistens in 10 bis 12 Stunden : die Corollen dei' 
vollstandigen Blumen dauern im Gegentheile so lange, bis 
das Pistill conceptionsfahig geworden ist. Wenn die mit conta- 
besciiten Antheren versehenen Blumen nicht bestaubt warden, 
so behaltensieihre absolute Dauer, oder schliessen sieh, wenn 
sie am zweiten , dritten , vierten , fiinften Tage bestaubt wer- 

r 

den, nach der geschehenen Bestaubung in dem^angegebenen 
Zeitraum von 10 bis 12 Stunden. Hier zeigt sich der Einfluss 
des Pistills auf die CoroUe am unlaugbarsten. Von ahnlicher 
Wirkung auf die Blumenkrone ist in Beziehung auf die Zei- 
tenversehiedenheiten des wirklichen Erfolges die Bestaubung 
mit Pollen von verschieclenen Wahlverwandtschaftsgraden, 
Tvie wir weiter unten bei der Bastardbefruehtung sehen wer- 
den. Diese Wirkung der Befruchtung auf die Corolle findet 
zwar nicht in alien Blumen in gleichem Grade und Zeitraume 
statt; indem die Blumen , deren Corolle sich raehr der Natur 
lies Kelches nahert^ deren Einvvirkung langsamer und nach 
liingerer Zeit zeigen : der Zusammenhang bleibt aber desseii 
ungeachtet unverkennbar derselbe. 

Durch die Verletzung der Narbe, des Griffels oder des 
Ovariums wird das Leben der Corolle nicht gestort, wenn die 



& 



dass 



die ganze Blume dadurch Schaden leiden muss: die Blume 
behalt vielmehr ihre absolute Dauer: die Todtung der Co- 
rolle durch die Befruchtung geht demriach vom Innern des 



O 



van urns aus. 



So unlaugbar sich der Einfluss des Pistills, insbesondere 
aber des Fruchtknotens, auf das Leben der Corolle aus den 
angegebenen Thatsachen ergibt: so wenig klar und deutiich 
erscheint der Einfluss der Corolle auf das Pistill. Wir kom- 
men bei der Untersuchung dieses Gegenstandes zuerst atrf die 

^ 

Wirkung zuriick, welche die mechanischen Verletzungen der 
Blumenkrone auf die iibrigen Blumentheile, namentlich auf 
das Pistill, liaben. In dieser Hinsicht miissen wir auf die 



^ 











9 





^ 




ver 



Tl 



1 



Zu 

Vol 



E 



a 



P 
\\'e 

zeil 

mi 
uo 

ab 
di 

reil 
flu 



z 



2e 



al 

8t^ 

be 



k 

zul 

A 
b 



nil 



s 



^Trr 



V 



I 



V 

s 



Ill 



lf^ 



In 
s 
r 






f'«» 



t 

e 
r 
Ih 



n 



s 
e 

s 
e 



:S 



e 



n 



e 
r 
f 



e 



71 



I 



verschiedeneii Peiioden der Entwickelung- der Blume und ihrery 



men. 




"Theile Rucksicht neh 

Es ist sclioii oben bemerkt worden , dass irtl fruhesteil 
^ustande der Bhime, als Knospe , die Hinwegnahme der Co-, 
Voile ohne eiiie lebensgefahrliche Verletzung- der iibrigen; 
-'heile der Blume, namentlich des Pistills, in den allermeistenj 
t'Jillen unmoglich ist ; dass also Versuche, welche in diesei;^ 
^-poche des Lebens der Blume in dieser Hinsicht angestelit 
^erden, keiue sichere Resultate liefern konoen. Bei weiter vor- 
l?eruckter Entwickelung der Blume finden wir, dass bei friih- 
^^itigen Griffeln die Entwickelung derCorolle und des Pistills 
*^it elnander alterniren , und dass im weiteren Verlauf der 
^ormale Entwickelungstrieb der Corolle das Wachsthum des 
distills so lange beschrankt (selbst vverin es conceptionsfahigyi 
**ber nicht bestaubt worden ist), bis Hipspp erscbonft ist. und 
"'6 Blqmenkrone das lezte Stadium 



ihrer Entwickelung er- 



rS. 19). 



Hier scheint uns del 



angezeigte Ein- 



fl"ss am deutlichsten hervorzutreten. 



Im letzten Entwickelungsstadium der Corolle, wenn sie 



g 



"aher geriicktist, hat ihie raechanische Verletzung, Schli- 
^^»5 theilweise, ja ganzliche Hinwegnahme, weder auf das 
Wachsthum , noch auf die Ausbildung der Conceptionskraft, 
^^so auf die Vollendung der Entwickelung des Pistills, keineii 



be 



( 



I 

^ Erfolg an Apfelbliithen. 

Wir konuten selbst in Beziehung auf die Zeit, innerhalb 

F 

^'^Icher diese Veranderungen eifolgen und sich succedlren, 
Nellie Abanderung bemerken: so hat sich der untere Rest der 



*«!• Halfte 



Nicofianaj Datura^ 



- — » ' 

-^quilegia, Potentilla naeh der kiinstlichen Bestaubung in dei 



ganze 



*>ene Corolle. ^ 

Betrachten wir die Lebensverlialtnisse der Corolle in die- 
^^r Beziehung in eiuer noch spateren Periode, z. B. be! Lych 



^^^ diui 



Tin, Nicotiana rudica u. s. vv. 



wenn namlich die 



I. 





1 



^^^ 




V 








r 




/ 



r 



72 



J 



fcl 




*-« 



h 



«k 



C 



> ti 



) 



12: Stunden ab- 



_ ^ 

gefallen war, die Narben und Gdffel sich noch frisdi und con- 
ceptionsfahig erhaUen Iiatten, so erfolgte selbst in diesein 

Zeitpuiikte durch die Bestaubune: der Narb'e mit dem eiirenen 
Pollen noch eine Befruchtung; von wenigen Eichen (s. unten 



Dauer der 



/; 



w 



deninach hier der 



s 



Aufsehub der Bestaubung und Befruchtun^ des Pistills iiber- 
haiipt nicht anch zugleich ein Erkranken dieses Theils der 
Bliime bevvirkt hat, wie es das Verderben nnd Abfallen der 
Corolle zur Folge hatte : so konnte man die Schwachiino- der 
Conceptionskraft des Pistills, besonders aber des Vermo- 
gens des Fruchtknotens die Eichen zu beleben und zu er- 
nahren , dem Erkranken und dem Mangel oder Abstossen der 
Corolle zuschreiben: da es ungezweifelt ist^ dass um^-ekehrt 
das Verderben der Corolle bei der Befruchtung durch das Ova- 
rium bewirkt wird. 

Am Schlusse dieses Abschnitts bemerken wir noch 5 dass 
&US verschiedenen Erschehiungenj auf welche wir an den ge- 
eigneten Orten aufmerksam machen werden, erhellt/ dass, 
trotz dieser gesetzlichen reciproken Abhangigkeit der ver- 
schiedenen Theile der Blurae von einander, dieselben doch 
ziiweilen ein, bis auf einen gevvissen Grad unter gewissen, 
noch unbekannten Umstanden, von einander unabhanoioes 
Leben haben; was auf den Gesetzen der Metamorphose be- 
ruht. So haben wir hier namentlich bei der Corolle gegen 

w 

allesonstige Erfahrung an einigen fruchtbaren Bastarden^ z. B. 
A^VA Dianthus barbato - japonicus noch frische und gesunde 
Blumenkronen gefunden^ deren Ovarien sclion bedeutend ent- 
wickelt und gewachsen waren (S, 53), 

* _ 

Aus dem Bishergesagten glauben wir nun folgende 
Hauptresultate abstrahiren zu konnen : 

1) Nur bei einem Theile der Gevvachse ist die Corolle 




die Verinittlerin der BeischaffVing der, zur 
des manniichen Befruchtungsstoffes nothi 



eiiiem 



gen Safte: 



ung 
bei 



grossen 



> 



# 



ni 

r 

k 



e 



I 



In 
St 

T 



Ei 



od 

fi 
un 



rol 

Veil 
ti 

Tvo 



B 

lu 



e 



i 



an 



11 a 
ha 



Wi 
d 



e 



Ob 



a 



»ia 



I 



'V 



■ i_p 




n 



n 



n 
r 



r 

r 



r 



r 
t 



s 



ii 



s 



1 



\ 



73 



*»ichtstatt, wodurchaber 



li 



Wesen und der Kraft des 



r> 



Mangel erzeug^t wild. 

2) Die Corolle eriangt erst ihre voHkommene Entvvicke- 
"»g und hochsteii Vigor, wenn der miinnliche Befruchtungs- 

o« schon vollkommeri ausgebildet, und bei einem ffrossen 
heile der Gewachse die Verstaubung voriiber ist» 

3) Das Leben der Corolle endigt mit der Belebiing der 



lichen d 



ung: sie erkrankt/wenn diese fehlL 



^^er unvollkommen geschieht, wie z. B. bei vielen Bastard- 
*^fi'uchtungen. Bei der natiirlicheri und vollkommenen Be- 
^^^chtung wird der Zug* der Nahrungssafte von ihr abgezogen 

*^»d zur Ernahrung der Eichen geleitet 

4) In der vollkommen entvvickelten Blnrae ist die Co- 
^"^ kein zur Befruchtung absolut iiothwendiges Organ 5 sie 
^^niittelt aber theils auf mechanische, theils auf lebenstha- 



ti 



Wei 



»vodurch ihr Vorhandenseyn zur Nothwendigkeit wird. 

**>) Die Blumenkrone hat eine mehrfache Dhysiolojjische 
■^^"^tiiumung in derselben Blume: 
^'"^ nahe dient sie 5 je nacli ihrer organischen Verbindung, 



ihrer volligen Entwicke- 






Jnanglich zur Ernahrung der Staubgefasse (Monopetalen), 

"^ zngleich einen wescntlichen Einfluss auf die Geruchsema- 

^^lon und die Nectarabsonderung aus^ und ist hauptsachlieh 

^'d bei alien Bluaien zum Dienste des Fruchtknotens vor- 
haiiden. 

Diese von einzelnen Beispielen abgeleiteten Satze wollen 
*^' zwar noch nicht fiir allgemeine Gesetze ansgeben : indem 



dui'ch 



M 



^I'ungen bewirkt werden konnen ^ welche durch fernere Be- 

uno'en zu bestimmen und zu erganzen sind ; indessen 



^bachtuno^ 

ft 



Sci) 

h 



^"leu sie uns so fest zu stehen, dass sie einen sichern An- 



» 



Nachdem wir die Natur der Blumenkrone aus ihrem 

^tiirUchen Verhalten eriautert haben , so glauben wir, dass 

^ hier der geeignete Ort ist, uns dariiber noch naher zu er- 

•^>'en, v\arum wir die Blumen der Liliaceen, Irideen u. dergl. 



/ 



f 



'^ 




f 



tl 



\ 



r 



♦ 



fi 



iA 



* 



) 






m 



f 



4 



* 



r 

f 



/► 



\ 





) 







1 

4 


^ 4 


t 




\ 




^ 

- f 






(i^ 




) 




1 


ff 


n 


H 


-ti^ 


r 


T' 


\ 


f 


1 





I 






\ 




%. 



i 










■^t^ 



_^ 



f« 



74- 

L 

gegen die Ansicht bedeutender Autoritaten mit dem Namen 

der Corolle bezeichnen; \Yeil iiamlich die Blnmen dieser 
Pflanzen in physiologischer Beziehnn^* sich nicht als Kelch, 
sondern als walire Bluoieiikrone verhalten; dalier wir der 
ISatur Strang getreu zu bleiben fiir angemessen gehalten 
haben. 

■ _ V 

Die vor- und riickschreitende Metamorphose dieser bei- 
denOrgane, des Kelches und der Blumentrone, beweist auch, 
dass keine wesentliche Verschiedenheit in ihrer Grundbildung 
vorhanden seyn kann. Die Nothwendigkeit des Unterschie- 
des und der Sonderung beider Organe in Beziehung auf ihr 
Daseyn und ihren Zusammenhang mit der innern Bildung der 
Pflanzen (nach systematiseher Ansicht) bedarf noch einer ge- 
naueren physiologischen Untersuchung. 



^ 
^ 



\ 



^ 





A J 



f 



t» 



■' ■ 




Ell 

an 

■ 

au 
tun 



En 
eiii 

me 

th 



cl 



e 



e 



auj 



^ 



^ 



^ 





L ^la_ ^j- _> 







■^ 



r 



r 



\ 



\ 





i\ 



IV. 



Ton der JVectarabsoiiderun^ 

in clen Bliinien. 



y-fr 



^ 



i 



\ 



V 

r 



Die Nectarabsonderun^ wird beim normalen Gauge der 
-ntwickelung der Blumeii zur Zeit des Oeffnens derselbeii 
^^etroffeiij wie auch Kolreuter ( ^ ) a»g*emerkt hat, ia 
elchen Zeitpunkt zugleich aber auch noch einige andere Er- 
'^heinungen, z. B. die Dehiscenz der Antheren, die Narben- 
^sschwitzung, die Warmeentwickelung und die Befruch- 
""g des Ovariums zusamnienfallen (S. 22). 

Der Anfang diesev Absonderung xscheint gleich anderen 



Entvvickelun 



gen ill den Blumen nicht an einen ganz genauen 



'^^itpuiikt gebunden zu seyn , und durch verschiedene Um- 
^ande bei den versehiedenen Pflanzen sowohl^ als be! den 



^"^zelnen Biumen 



d 



eines Individuums abgeandert zu werden: 



^*^n unsere eigene sovvohl als J. G. Kurr's ( ^ ) und M. L. 

*^^VAis (3 ) Erfahrungen J deren Verdienste um die Natur- 

^^schichte der Nectarien besonders zu riihmen sind , haben 

^ezeigt^ dass bei einigen Pflanzen J wie z. B. bei Po/€/i/i//a 

^^^dnguineay Sorbus aucuparia^ Berberis vulgaris^ Cucu- 

^^^us viscosus L. und einigen anderen Caryophylleen und 
mehrer 



en Gentianen , Reseda odorafa u. a, die Absonderung 
^^es Saftes nicht bloss einige Stunden , sondern einen bis 
\ei Xage vor dem Aufschliessen der Blume, und vor der 



^hiscenz derAntheren stattgefunden hat 5 da sich im Gegeii- 

lea hei Epimedium alpinum ( * ) die Absonderung erst nach 

^^ Oeffnen der Blumen mit der Dehiscenz der Antheren ein-. 

^"t. Ob bei den genannten Pflanzen diess nur zufaUig und 

^"^'^nahmsweise, odei-- ob es iiumer so geschehe, vermogen 



<Xi 



u ■•- 



r 

X d 



N 



1 

t 



ii 






4 




f 



\ 




/ 



^p- 




V 



\ 



f» 



,/ 



ij 



/ 






i 

c 



1. 



i 



\ 



4 




t 



L 






> 

1 



II 



/ 



\ 



76 



\t 



T 



I- 



/. 



.^> 






i'* 



i 
I 



.i 



/ 



A 



V 



Vs. 



V 



h 



^ 



^ 



^ .t^-* ' 



f 




4 
f 



i- 



V^ 



*• ^* 



,■ ' 1 



i 



1^ 



J 



i .1 ■ 1 






k 



n 

^ 






\ 



wir jedocli nicht bestimmt anzugeben. Uebrigens beobachte- 

I 

ten vvir , dass in Beziehung- anf den Zeitpunkt des Vesvstau- 
bens <]es Pollens bei vieleii Blumen die Nectarabsonderun^ 
schoH vor der Dehfscenz der Antheien beginnt, bei anderen 
abererstalsdaiin, wenii sie ihien Pollen schon zumTheil oder 
wirklich verstiiubt haben , z. B. bei den Leguminosen, Cru- 
ciaten; es scbeint daher der urn den Zeitpunkt der Bliithe 
gesteig^erte Zudrang der Safte zu der Blume nach dem ver- 
scbiedenen Bedarf der Organe und ihrer Function bei der Be- 
fruchtung seine Richtung zu erhalten. 

Das Vorhandenseyn dieser Absonderung in den Blumen 
bangt von dem Dasejn der hiezu bestimmten Organe iiber- 
baupt abj welches in den Familien niclit constant ist; indem 
einige Gattungen derselben siebesitzen, andere nicht wie 
z. B. unter den Oichideen, Asphodeleen ^ Lih'aceen^ Scrophu- 
larineen, Crassulaceen , Apocyneen u. s. w. Wandelbar 
fanden wir die Absonderung bei Geranium phaevm \ pratense 
und sanguineum^ Digitalis purpurea^ Viola tricolor ^ ffellebo- 
rus7iiger uud viridis ; diess vvurde ohneZvveifel durcli aussere 
Eiafliisse bevvirkt. Andere Pflanzeii besitzen zwar die Or- 
gane zur Absonderung 5 diese secerniren aber nicht , z. B. 
Orchis Morio^ fusca^ militarise maculata^ latifolia C^)? oder 



vielleicht nnr unter gevvissen Umstanden. 




Die gleiche Schvvankung herrscht in dem Daseyh und 
der Abwesenheit der Absonderung des Nectars in Beziehung 
auf das Geschlecht der Blumen bei dichogamischem Baue; so 
wird bei Stratiotes Aloides in beiderlei Blumen Honiofabsonde- 

) 



r 



Bei den mannUchen Blumen von Chaerophyllum sylvestre und 
huibosum konnte Kurr (S) auf dem vorbandenen Organ keine 
Honigabsonderung entdecken , wohl aber sonderten sie in den 
hermaphroditlschen ab: ebenso verhalt es sich bei RuscuS 
androgynus ( » ), Xyhphylla ( ^^ ) und Miisa paradisiaca ( ^ * ). 
In Bryonia alba<S sondert das Organ Nectar ab, in der weib- 

r ^^ 



) 



» 



lichen Blumen der Carica Papaya keine Honigabsonderung 



V 



t« 



( 



1 



»«« 




B 



a 



be 




V 



au 
ihi 

enti 
sit 

ein 



G 



e 



tu 
St 



So 

th 

iir 

Vie 
ge 

So 

Un 
die 



e 



sc 



F 



r 



We 



r v.- 



V 



S 



i 



^ _ ^'A 





11 



l" 



lie 
r- 
le- 



II 



r- 
itt 
ie 

lu- 

r 
1^^ 



e 



r 



d 





r. ^ 



c! 



e 



n 



j 



) 



or 



? 



77 



( 



13 



). Bei Lychnis diurna iind vesperiina Iiaben \\ir in den 

^mnlichen Blumeii zu keiner Zeit ihrer Entwickelunff eine 

pur von einer INectarabsonderung entdecken konnen: hin- 

gegen bei den weiblichen Blumen fanden v\ir dieselbe an der 

^sis des Pistills zwar niclit im Anfang des Oeffnens dessel- 
ben 





} sondern erst in dem Zeitpunkte, nacbdem sicb da$ 
barium schon etwas vergrossert liatte (also ohne Zvveifel 
^Uch befruchtet war), die Petala aber noch keine Abnahrae 
Hires Vigors gezeigt batten. Ein grosser Theil der Pflanzen 
^tbehrt nicbt nur diese Absonderuiig garizlich , sondern be- 
^^^t nicht einmal Organe dazu, welches wenigstens bei den 
^^ntaeheren, aber doch mit Geschleehtsorganen versehenen, 
'^ewachsen gewiss der Fall ist, z. B. bei Corylus^ Datisca, 



tun 



^^nnahis. Er wiirde obhe Zweifel viel Licbt iiber dieBefruclir 
8" verbreiten, wenn wir wussfen. was die ^atur an ihre 
*^teUe in diesen Blumen gesetzt hatte. 

Die Menge dieses Safts, welcber in den Blumen abge- 
^ondert wird , und woriiber schon Kolreuter ( i^) einigeMit- 
theilungen gemacht, ist bei einigen Arten sehr bedeutend : 
^' «• bei vielen Liliaceen^ Narcissen^ Canna ^ StrelUzia^ 

'^9<iVe^ Cactus^ Melianthus majof^ Mimulus cardinalis^ An^ 
UrrJii 



mum majuSy Citrus Aurantium^ einigen 



r 

Gentianen und 



^^len Leguminosen ; bei anderen ist die Absonderung sehr 
Soling, z. B. hei Datura^ Ranunculus^ den meisten Caryo- 
Phylleen. Aber nicht nnr unter den Familien und Gattungeuj 

^ndern auch unter den Arten einer Gattungfindet ein grosser 

'^terschied in der Menge der Nectarabsonderung statt , z. B. 

*^ ^icotiana paniculata sondert in ihrer kleinen Blume vielen 



K 



fliissiger Be- 



M 



^^tar ab von wasserheller Farbe und gauz 
^haffenheit aus ihrem orangefarbigen Ringe an der Basis des 
^'ichtknotens , eben so auch Ntcotiana glauca; bedeutend 
eniger wird in den viel grosseren Blumen der Ntcotiana ru- 
ica , Tnbacum, gluiinosa abgesondert. Mimulus cardinalis 
^'bt sebr vielen INectar, Mimulus guttatus im VerbiUtniss zur 
osse der Blume bedeutend weniger ; Melianthus major son- 



Grf 



^^»t verhaltnissmassi 



g mehr Honig ab sAs Melianthus minor 



/ 






\ 



I 




f 






\r 



I 



^.. " 



K* 





r 





I 



;>* 



t 




\ 



\ 



i 






^ 







.^ 




78 



Nach Kurr's 



) Ht I 



rts 



d 



-m. I 



variegata wenig oder keiiie Nectaiabsonderung", liingegeii 
Iris sibiiica, graminea und halophila'm bedeutender Menge. 

Der Zeitpurikt der Bliitlie hat Einflnss auf die Quantitiit 
der Absonderimg: so fanden wir bei den Asclepiadeen, CereM* 
speciosus und Strelitzia den Honigsaft gleich nach dem Oeff- 
nen der Blumen am reichlichsten fliessen; bei mehreren Scro- 



n 



phuiaiineen. 



Mimulus ^ Antirrhinum^ Digitalis m\t del* 



anfangenden Verstaubung des Pollen und vor der Theilung 
der Narbe; bei Nicotiana ist sie am starksten zur Zeit deS 
Vigors der Blume, und wahrend der Verstaubung. Nach 



-r > 






ivuKKs joeooatiirungen nimmt bei Uenhana lutea (i6) die Ab- 
sonderung zn , bis alle Staubbeutel entleert sind : bei Epime' 
dum alpinum (i') aber bis zuna Abfallen der Blumen. 

Ueber den Gang dieser Absonderung wahrend der ver- 

I 

schiedenen Veranderungen , welche die Blume von ihrer Ent- 




7 



Verd 



tung des Fruchtknotens durehlauft^ bediirfen wir nochgenauere 
messende Beobachtungen an verschiedeneu Pflanzen. Kure 
hat zwar an Hellehorm foetidus ( ^ ^ ) 
Anfang hiezu gemacht; da er aber \ 



1 
n 



einen verdienstlichen 



g 



ausging, dass diese Secretion allein von der Verstaubung del' 
Antheren abhangig sey , so hatte er die iibrigen Verhaltnisse 
dabei unberiicksichtigt gela^ssen. 

Es ist aber nicht bloss die innere Anlage, welche die 
Menge dieser Absonderung bestiramt 5 sondern auch aussere 

und bewirken bei geringer 

Der Nectar fliesst 

1 

nd trockener Witte- 



\ 




Umstande haben Einfiuss darauf ^ 
Aiilage zuweilen selbst ihr Hervortreten. 



1 



^ 



rung, besondersbei kraftigem Sonnenschein: im Ge'>^entlieil er- 

to 

folgt seine Absonderung langsamer und sparsamer bei kiihler 

bei welcher sie in denen Blumen, 



und 



Witte 



welche iiberhaupt eine geiinge Absonderung haben. wie Datura, 
mehrere Umbellaten u, a., gar nicht bemerkt wird : gleich wie 



Allg 



I ri 

Umstandeu beschrankt oder geh 



b 



e 



B 

eb 

th 

sc 

un 

bei 
ft 

H 

l>e 
ce 



-de 
Sc 

d 
B 

je 

•C 

D 
E 

d 

w 

J) 



si 
z 



^ , 



■i 



H^' 



* 4 






rf^ 




^ 




eii 



tat 







er 

es 
ch 
b- 



e 



t^ 



I 



it- 

h- 
re 

BB 

er 
se 



^ 



ie 
re 
er 

st 

e- 

r- 
er 



n 



7 



? 



ie 
e 



I 



79 



Ve 



b 



en 



B 



baltnisse der Nectarabsonderung; sind bei den 
rden in Hiiisicht auf Anfang; ^ Dauer und Men^e dieseU 
wie bei den reinen Arten^ besonders aiich in der letzteii 
iiung ; denn die Bastarde von Dianthus , Digitalis^ 
J^utura^ Nicoiiana^ Pelunia u. a. werden von den Bienen 
^ben so haufig und emsig besnchtj besonders die von Dian- 
thus und Digitalis^ als die reinen Arten. Dieser Umstand 
scheintunsum desswillen von besondererWichtigkeit zu seyn, 
^€il die Hybriden der Digitalis raeistens gar keinen oder nur 
^^vollkommenen, unformigen und impotenten, nicht verstau- 



■ E-' 



ft'ucbtb 



en erzeugeuj 



Hyb 



und auch von weiblicher Seite un- 

r 

ar sind ^ wiewohl sie meistens unvollkommene taube 
3 ansetzen. Der namliche Fall ist es bei vielen sterilen 



be 



^ ■ 

en des Dianthus und LychniCucuhalus ^ deren conta- 



scirte Staubfaden und Autheren nur eine eingescbrumpfte 



<iellul 



Masse 



und gar keinen Pollen enthalten. 



Die Natur bat sowohl in dera Ort als auch In der Gestalt 
der Organe, welchen diese Function angewiesen ist^ eine 
&rosse Veisehiedenheit und Mannifffaltiffkeit bei den ver- 



^chiedenen Gewachsen eintreten lassen. 



Org 



^en genau nacli der Gattungsverscbiedenbeit tief in dem Bau 
^^^ Blume gegriindet zu seyn ; aber sie sind weder luit der 
^*uinenkrone nocb rait dem Pistill ausschliesslich verbunden, 
J^docb meistens in der Nabe des Fruchtknotens angebracht, 
^^ dass sie sich woihl eben so haufig am Ovarium als an der 
CoroUe und in der nachsten Nahe der Staubfaden befinden. 
Das Einzelne hieruber moge man bei Kurr ( ^^) naclisehen. 

Es 

de 



aber aucb Falle 5 wo die Absonderung entfernt von 
^V Befruchtufigsorganen, in eigenen Gebilden geschieht, 

us 5 Aquiiegia . Tropaeolum^ 



ei 



Hellebo 



^ie b 

*^Glphinium u. a. 

,^ ■ -■■■ .-- . . . - . 

Nectarartio^e Ausschwitzun^en werden nach der Ver- 
sicherung von glaubwriirdigen Zeugen Cdenn eigene Erfahrun- 
gen hieriiberzu machen, haben wir keine Gelegenheit gehabt) 
^Uiveilen auch ausserhalfe der Blume und an anderen Theilen 
<ier Gewachse angetroffen , z. B. an den Staubfaden des 



1^ 




i * 



t i 

k 

h 



I 



I 






I 



f* 



'i 



tmi 






X 



r1x 




M 





f 



M 



J * 



* 



* 



*»4 




m 








x M 



■ ^J i ^ 



\ 



> 



m 




£ 



\i 



i- 



wt i 



<" 



z 



-^ 



\\ 



J 

^ 



■-\ 



t. 







80 



Rhododendron ponticum nach Waitz ( 



an dem ausseren 



prismatischen ^riinen Theil der Blume von Iris halophila iind 



( 



an dein ausseren Theil der Bl«- 



men der tropischen Orchideen , z. B. Limodorum TanhervilHa, 
Cymbidium (^^ ), dem Kelch melirerer Malvaceen nach KuRR 
( 23 ), dem Blumenstiel von Epidendrum elongatum JAca. nach 



( 



IP 



'ypifolia 



r 

occidentalis nach Cas, Medicos (^^ ); endlich schwizt Honig- 

r 

saft aus dem Parenchym der Blatter bei Clerodendrurh visco' 
sum{'^^), beim Honigthau, welcher hiiufig nur in einer wasse- 
rigen Ergiessung besteht (^^). 

Die Zerstorung und niechanische Beseitigung dieser Or- 
gane, woriiber Kurr ( 29 ) eine Reihe von Versuchen an^e- 
stellt hat. scheint nur in denen Fallen auf die filumen nnd 
de B efruchtnng^ nachtheili^ zu vvirken, wenn sie sich nahe 

L 

bet den weibh'chen Zeugungstheilen befinden , oder unmittel- 
bar mit denselben verbnnden sind / wie z. B. hex Nicoiianaj 
Potentilla^ den Umbellaten u: a. 5 so dass sie nicht exstirpirt 
werden konnen, ohnp dass zugleich auch dep Fruchtknoten 
verlezt wird. Anders verhalt es sich mit solchen Nectarien, 
welche sich entfernt von diesen Theilen befinden ^ oder ei« 
eigenes abgesondertes Organ ausmachen , und eine getrennte 
Stelle einnebmen, nnd daher in keiner unmittelbaren Beriih- 
rnng mit dem Ovarium stehen, wie z. B. bei Aquilegia^ Del- 
phinium ^ Rufa J Tropneolum^ den Orchideen u. a. Bei einer 
solchen Bildung konnen die Nectarien ohne Schaden fiir die 
Befruchtung nnd die Reifung der Samen schon friihzeitig hin- 
weggenommen und die Nectarabsonderung verhindert wer- 
Aew : gleich wie diess auch bei der CoroIIe der Fall ist. 
Schon Cartheuser (30) hat bemerkt, dass das Abschneiden 
der Nectarien bei Aconitum das Reifen der Samen nicht hin- 
dert, wobei er zugleich den Wahn widerlegt^ dass diejenigen 
Pflanzen giftig seyen , deren Nectarien nicht mit der Blumen- 
krone yerbunden seyen, 

L 
J 

Wenn bei mehreren Gewachsen die Honigabsonderung 



\ 



^ 



mit 

steh 



Or 



%' 



derl 



org, 

IHo 

hind 
Cor 

Verl 
in 

tent 
Art 



T 



M 



Cor 
sich 

Sog 

Joll 

thu 
Er 



r 



s 



9US 
Ant 



d 



er 



di 



e 



m 



halt 
(un 



bi 



n 



rim 
*bs 



«chi 
C, 



er 



2Up 







n 
d 



R 

h 



a 



d 



e 



t 



11 



11 



e 



r 

le 



[1 



i 



81 



, t 



^em Leben der Corol 



der genauesten Veibiiidung 



steht, was besonders da der Fall ist, wo sich dasabsondernde 
^gau an der Corolle selbst befindet^ indem mit dem Ver- 
^**ben Oder Abfallen der Blumenkrone auch das Absonderung;wS^ 
ftan verdirbt, z. B. bei Ranunculus^ A(ju2legia^ den meisten 



•lind 



alen, wie Mimulus^ Antirrhhium u, a. , und bei ver- 
^rter Bestaubung und dadurch verlangertem Leben der 
orolle auch die Honigabsonderung selbst in solcben Fallen 
^nangert wird : wo das absondernde Organ mit der Corolle 

b ■ 

6»nem unmittelbareii Zusammenhang stebt,. wie bei Po- 



k 



^^ntilla , 



Arteii 



so dauert docb auf der aiide 



T 



und in einzelnen Fallen^ wovon die Ursache nicbt am 



^^e liegt, die Absonderung nieht nur fort, wenn zwar die 



Coroll 



e noch haftetj aber schon in der Abnahme ist ^ odei 



^^ch schon geschlossen hat. 



Mai 



^^^y noch 5 wenn sie wirklich abgefallen ist, was wir bei 



^^votlk 



Befruchiung an der Nicotiana 



^iura Slramonium zwei Tage nach dem Abstossen der Co- 
^^^ (.\ir\d fortdauerndem Narbenausschwitzefi)^ hoi Lavatera 



thu 
fir 



M 



Malva mat 

A VMS ( ^ ^ ) 

merkt hat. 



ben : welche 
der Pfirsiche 



) 



"^« coccinea noch Nectarerguss nach dem Verschrumpfen der 



Antl 



^^I'en 5 und bei Pyrus Mains 



communis an BInmen, 



^ren Pistilie durch den Frost verletzt waren , sobald sioh 

K.rone offnete. Diese zum Theii sich widersprechenden 

"^stande beweisen. 



di 



Jialtn 



, dass die Nectarabsonderung von Ver- 
issen abhangt, welche mit dem Zustande der Corolle 
^^^ der Staubfaden) nicht immer in einer unmittelbaren Ver- 
'^dung stehen, dass aber die wirkliche Befruchtung des Ova- 
^^fts den entschiedensten Einfluss auf denZustand der Nectar- 
^ndernden Organe, (eben so wie auf die Corolle,) ausiibt. 
J^ie einfache Castration durch Abnahme der Antheren 



abs 



«chie 
C 



Mimulus 



Nicotiana 



^cus speciosissimus In dem vorgeriickten Zeitpunkte der, 
^' Dehiscenz reifen, Antheren keinen bemerkbaren Einfluss 



Gah 



■«^3VER 5 Befruchtung der Gcwachse. 



6 



1 





irrii! 







^ 



if 




-.. I. 



\ 





1 



\ 




m 




i 



82 



auf die Nectarabsoiiderung zn haben; wir getrauen uns abe^ 
nochnicht, einen bestimmten Ausspruch hieriiber zu thun. Ge-' 
iiaue Yersuche hieriiber sind mit grossen Schwierigkeiten 
verbundeii : theils weil wir iiber die absolute Merige diese^ 
Secrets in den verschiedenen Blumen noch keinen Anhalts- 
punkt haben ; theils weii durch die Zerstonnig der Blumen? 
ohne welehe keine genaue Sammlimg des Nectars geschehert 
konntCj die Resultate sehr zweifelhaft gemacht wiirden 5 w^f 
haben uns indessen vorgenommen 5 diesen Gegenstand in def 
Folge einer genaueren Priifung zu unterwerfen. 

Nachdem die natiirliche oder kihistjiche Befruchtung g^' 
schehenistj schwinden -und verderben die Nectarien , un^ 
in denen Fallen, in welchen sie mit den Blumenblattern odei' 

^ 

der Corolle vereinigt sind , fallen sie zugleich mit diesen, ivi^ 
die in gleicher Verbindnng stehenden Staubfaden ab; wir^ 
aber die Befruchtung verhinderf, entweder durch fehlende 
Bestaubung, oder durch indifferenten Pollen : so dauert , vi\^ 
eben vorhin bemerkt worden ist, die AbsonderungdesNectar^ 
solangefort, bis die Abortion der Eichen erfoigtist; waS 
sich bald durchs Abfallen der Corolle oder der ganzenBlum^j 
bald durch Gelbwerden und mangelhaftes Wachsen des Kelch* 
und des Fruchtknptens kundgibt. 

Der Honigsaft besteht seiner Masse nach grosstentheil^ 
aus Wasser und Zuckerstoff, von \\e!ch letzterem er deu 
siissen Geschmack erhalt^ der allem Nectar gemein ist : selbs* 

r 

solchem, welcher von scharfen oder bitteren Pflanzen her^ 
riihrt , z. B. von Daphne Me%erenm^ Agave amertcana (^^)' 
Von dem Nectar verschiedener Pflanzen haben wir bis jetz* 
eben so wenig eine vergleichende Analyse, als von dem? 
welcher an verschiedenen Theilen der Blume, der Corolle odef 

r 

dem Fruchtknoten , abgesondert wird. Nach dein Geschmack 
sind solche Verschiedenheiten in den Bestandtheilen nicht z«l 
beiirtheilen , wenigstens haben wir ausser dem fliichtiger" 
Geruch zwichen dem Ho«igsafte der Corolle des Mimulus caf 

J 

dinalis und dem aus dem Kranze der Nicotiana paniculata ii^ 
GescJmacke keinen wesentlichen Unterschied bemerken konneu- 



All 
bra 



schi 



e 



c 



^ K( 



ec 



inisc 
St eh 



us 



A 

der 

V 

Mi 



er 



IS 



Voi 



ohn 
beid 

fliissi 
lich 



F 



RE 



^ed, 



d 



lire 



B 



est 



»nd 

(38 

z 



uc 



tar 



^ir, 



d 



en 



tro 



c 



le 



It 



V 



ee 



Ml 



's 



n 



On 



8au) 



W 



I 

I 

\ 



4 



V 



t 



er 

e- 

eii 

Its- 

ert 
ir 

er 



e- 
ei' 



ie 



ir 



a 



ie 



e 



1 



hs 



ils 

eii 

Ibst 
er- 

3). 

er 

efl 
lor< 

iiH 

len< 



N 



83 



j^'ler Honigsaft besitzt, in einiger auantitat auf die Zimge ge- 
^^cht, keinen ganz reinen siissen, sondern etwas schaifen Ge- 
J^mack. Den neueren Untersuchungen znfolge Tbesteht der 
ectar grosserentheils aus Rohizucker, mit eifser kleinen Bei- 
uiig von einem siissen Stoffe, der dem Mannit selir nahe 



K 



^nt. Ob der INectar wahrend der ganzen Periode seines 
^sfliessens, bei den bedeutenden Veranderungenj welche in 
^1' Bluine von dem Momente ihres OefFnens an bis zu ibrem 



ungsich gleich bleibe, oderwelche Veranderungen damit 



^^'derben und der vollbracbten Befimcbtung: voraehen, in seiiier 

Misch 

^gehen^ ist ebenfalis noch ein Gegenstand der Untersucbung. 
B^i den meisten Pflanzen ist der Nectar w^asserhell, 
^^ J^esondern Gerachj wie hex Mmulus^ Nicotmna Qohgleich 



oh 



^eide pfl 

fliis 



anzen einen nnangenebmen Gerucb besitzen), von 
ssiger Consistenz: doch werden anch Beispiele von dick- 



^^h fliissigem Nectar angefiibrt^ z. B. von Fleischer nnd 
RERAT (H4)^ Yo„ KuRR bei der Gentiana lutea (^^) xinA Epi- 
^^^ium alpinum {^^). In anderen Fallen scbeint er sicb nnr 

die Verdunstung und Einsaugnng seines wasserigen 

^ 

^^standtbeils ZU verdicken: was bei dem von Odhelius ( ^ '^ ) 
^^n Blumen Aer Impatiens Bakamina und von Prof. G. Jager 

^ ) ^^i Rhododendron ponttcum gefundenen krystaliinischen 
^eker der Fall gewesen seyn mochte. Dr. Koch fand den Nec- 

^^ der letztern Pflanze am Caucasus ebenfalls fliissig (^^). 



^urch 



^enn der Nectar in einer grosseren Menge gesammelt 

'^d. So besitzt er einen^ von dem der Pflanze etwas verscbie- 
dene 

k 



^5 unangenebmen (docb mit dem des Pollens nicbt iiberein- 
^^menden) Geruch^ welcher sicb in der Warme und beim Ein- 



*»'ock 



1 



^en verfliichtigt. Eine genauere Vergleicbung in dieser 



^*^^n Beziebnng konnte vielleicht auf weitere Resultate fiihren. 

Dass der Nectar von den medicinischen Eigenscliaften 

^ Pflanzen, aus welchen er abstammt, etwas in sicb auf- 

*^^'imen mag, ist sebr wabrscbeinlich: obwobl Dr. Koch (**^) 
^'sichert, nach dem haufigen und wiederholten Genusse des 

nigs vom Rhododendrum ponticum^ der am Caucasus ge- 
^^ttielt worden, wo diese Pflanze haufig wachst, keine 



6 



# 




\ 



i . 




^9« i 






% 



m 




in 




^. 



I 





; 



^•— »M_ 





1 



84 



narcotische Wirkung verspiirt zu haben. Sowohl altere (^^) 
als iieuere (^^) Beispiele bekmftigen hingegen den scha^' 

F 

lichen Einfluss aiif den Honig. welcher von Blumen narco- 
tischer Gewachse durch die Bieneii gesammelt worden war: 
so dass hieriiber wohl kein Zweifel melir obwalten kann. 

Der innere Bau der INectarien ist unseres Wissens nocn 



y 



nicht so genau microscopisch untersuchtj als es die vieIa^ 
tige aussere Bildung derselben erforderte: er wird allgemei'^ 
fiir driisig ( '^^ ) angenommen. Eine^ von dieser abweichend^ 
Structurdeshonigabsondernden Organs haben wiran Mimulu^ 
cardinalis beobachtet, bei welchem der Honigsaft in der Coui^ 
missur zw^ischen dem keulenformig verbreiterten Staubfaden und 
der Corolle ausschwizt. Der Honigsaft erfiillt den ganzen 
Staubfaden; das Parenchym desselben besteht aus sehr lang' 
lichten Zellen von sehr feinem Gewebe (worin etwa die drii-^ 



Das Zello;ewebe de*? 



C^' 



sige Beschaffenheit bestehen mag). 
Staubfadens ist ausserst saftreich; so dass eine unbedeutend^ 
Verletzung der ausserordentlich zarten Oberhaut den Honig' 
saft zum Ausfliessen bringt. Ein cylindrischer, sehr feiner^ 

■ 

von dem Corollenansatz ausgehender^ Strang von Gefassert 
durchzieht die Achse des Staubfadens ^ seiner ganzen Lang^ 

y 

nach^ bis in die Spitze : in diesem weichen und zarten Zellge^ 
"webe konnten wir aber nirgends eine driisige, von der iibrigefl 
Masse des Staubfadens verschiedene, Textur wahrnehmen* 
Die Staubfaden sind ziemh'ch vveit von der Basis der Corolla 
in einen Untersatz^ welcher sich beim Abfallen der Blume voifl 
Kelche abtrennt, mit einer verbreiterten Flache eingesenkt; 
imterhalb dieser Einfiigung ist in diesem verliingerten Tlieile 
der Corolle keine Spur von Nectar zu entdecken: dalier eS 
scheint, dass die Bereitung desselben nur auf den Staubfaden? 
und die Excretion auf die bezeichnete Stelle der Commissui* 
beschrankt ist. — Der langMchte. an beiden Enden zugespizte^ 
fleischige Korper der Antherenj in dessen Mitte der verbrei' 
terte Staubfaden angebeftet ist, besteht aus demselben feinen? 
lockeren, saftigen Zellgewebe, und ist wahrscheinlich nn'* 
derselben Fliissigkeit der Staubfaden erfuUt: diese verschwinde^ 



nii 

tro 
Co 

An 



I 



in 
do 

Ab 

i"ei 
b 

d 



e 



ei 






nji 

Wi 

Tl 



1 



nel 

tliel 
all 

^iel 



a 



ge 

Un 




e 



^e 



Or 
^eil 

te 



M 



* 



\ 



t 




-r 















I". 



ell 



in 



de 

Hi- 
nd 

en 



.^ 



i« 



li'ii- 

es 

de 
en 

en 
lie 

ile 



1 



es 



te 



■ 

5 



el' 

it 
et 



85 



•^it dem vollkommenen Verstaiiben des Pollens, utid ver- 

I'ocknet entweder, oder wild sie durch den Staubfaden zuriick- 
gefiihrt : 



Coroll 



indem sich an der Comraissur, vor dein Abfalle dei* 
6, der Nectar xu entleeren scheint: weil noch an der 



T 

F 

A 



i"ei 
b 



pfen fliissigen Nectars angetroflfen wird ^ wenn die ganze 

here selion vertrocknet ist. 

In derBedeiitung* und Bestiiniming der Honig^absonderuug 

^ den Blumen herrscht wegen der verschfedenartigen Verbin- 

""b dieser Organe mit anderen Tlieilen der Blume und ihrer 

^bvvesenheit bei vielen Pflanzen noch viele Dunkelheit: denii 

^^ ist nicht mehr die Zeit^ das Vorhandenseyn der Nectarbe- 

itung bios auf den Dienst der Insecten zur Befruchtung zu 

^Ziehen ; obschon in der INatur bei den ausseren Verhaltnissen 
dei 

'* ^nterstiitzen scheint: so muss doch der wabre Grund sol- 

^*' Erscheinungen nicht ausserhalb^ sondern in der innern 

ithwendigkeit der organischen Einrichtung' gesucht werden, 

Dass die Nectarabsonderung eine^ fiir die innere Oecono- 

^^^e der Blumen hochst vvichtige^ Function seyn miisse^ konnen 

^^ schon aus ihrem Vorhandenseyn bei einem sehr grossen 

"eile cler Gewachse. soweit uns diess iezt bekannt ist. ab- 

die 
all 



Manch 



€h 



en. Wenn wir hiebei noch in Betrachtung Ziehen, dass 

r 

ser Erscheinuns: an den lebenden Pflanzen noch nicht so 



'Semein nacbgespiirt worden istj als der Gegenstand es ver- 
^Jente : 



so werden wir wohl die Vermuthung wagen diirfenj 

er o^rosste Theil der Blumen mit dieser Einrichtuns: der 

^etarabsonderung begabt seyn werde, und dass in denjeni- 



dass d 



^^^ Gewiichsen, bei welcben dieselbe nicht angetrofFen wird, 

^d Wo sie wirklich fehlt'eine, dieselbe ersetzende. innere 



^conomie werde angetrofFen werden^ wie wir diess schon bei 

^*^ Grasern vermuthen k 



d 



Oi 



B 



ten 



onnen. 

ei manchen Pflanzen fehlen zwar eigene ausgezeichnete 
''&ane der Zuckerabsonderung in den Blumen (S. 76), sie 



gen aber unter besonderen, noch nicht gehorig aiisgemittel- 
Uinstanden dennoch eine geringe Honigausschwitzung, 






» 



M 



.*.».' 



4^ 



t 



f 



u 



y 




ir 



f 



\ 




,^ 



h 



iii-i 









>*/ 






k "-h 




86 



I 



^-^ 



entweder im Inneren, oder nicht selfen audi am Aeiisseren def 
Blume (S. 79). Bei vielen auslandischen Pflanzen, welche 
in getrocknetem Zustande zu uns komraen , kann uber diesCj 
nur im Leben der Gewachse erkennbare, Eig-enscliaft keiii^ 
Nachforschuiig mehr geschehen : uiid bei solcheii, vvelche bei 
uns in Gewachshausern gezogen werden , bleibt das llesultat 
ungewiss, weil es hier haufig amHauptmoment, der Frucht 
und des BlumenansatzeSj fehlt. Bei mancbenanderenFamilie" 
und Gattungen mag auch die Absonderung so kurz dauern" 
und geringseyn, dass sie der Beobachtung bis jetzt entgange" 
ist. Aus diesen angefiihrten Griinden glauben wir annehmef 
zu diirfen, dass sich die Pflanzen, welche keine Honifyabson- 
derung besitzen, auf eine viel geringere Anzahl von Faffli' 
lien und Gattungen reduciren werden, als bisher angenommeu 
wurde. 

Uiii den Zusammenhang der Nectarabsonderung mit dei' 
Oeconomie der Gewachse zu begriinden, glaubte v, Gothe ('*'*) 
in den Nectaden eine Annaherung' der Kronenblatter zu deii 
Staubgefassen zu finden (S, 54). Da aber nur bei wenigeiJ 
Formen der honigerzengenden Organe eine Analogic niit def 
Blumenkrone stattfindet, und eine grosse Verschiedenbeit ii^ 
der Gestalt und Verbindung der Nectarien obwaltet, auch di^ 
Natur des Nectars und der Pollenmasse gegen eine Verwand' 

■t 

lung oder Uebergang jenes in diese nach chemischen Prinzv 
pien streitet: so konnen wir dieser Ansicht nicht beipflichten^ 
sondern miissen seine physiologische Bedeutung anderwart^ 
suchen. 

Die Bestimmung und die physiologische Erklarung del' 
Nectarabsonderung in der Oeconomie der Blumen wiirde mehf 
Licht erhalten, wenn wir nicht bios iiber ihr Vorhandensey" 
in den verschiedenen Gewiichsen, sondern auch liber die Ver' 
schiedenheiten in Qualitat und (iuantitat dieses Secrets iibei" 
haupt, so wie iiber die Zeiten und Modalitaten seines AusfluS' 
ses genauer unterrichtet waren ; da dieses aber eine eigene, mi* 
grossen Schwierigkeiten verbundene Untersuchunir erfordert: 
so kunnten wir uns derselben j]icht besonders widinen. B^^ 



de 
obi 
sic 
Will 

deii 

^ I 

Bl 

Abl 
au 



ei 

A 

Pic\ 
ab 



k 
li 



e 



a 



Vo 

da 
sit 

ve 

sc 

Se 
Vo 

S 
ri 



d 

a 



e 






i 





et 

llie I 



e 



J 



ei 

at - 




eri 
leii 



11' J 



I 



eii 




ei" 



4 



) 



en 
en 
ei 
in 



ei'i 



/n 



) 



I" 

it 

ei 



87 



Mangel 



en Anhaltspunktes miissen wir iins in 



obiger Beziehungeinstweilen an Erscheinungen iialten, welclie 
Sich zu gieicher Zeit in den Bliithen zutragen, und von welchen 
^'•i' daher verrauthen konnen , dass sie mit der JNectarabson- 
QGrung in einiger Verbindung steiien. AIs einesolche Erschei- 
^^"»g liaben wir oben (S. 58) die Geruclisemanation aus den 
uiuen wahrgenommen, Der Geruch der Blumen^ so wie die 



Bl 



Abs 



onderunir des Nectars steSIt sich namlich 



seltene Falle 



zufileicli mit dem OefFnen der Blumen ein. 



Hiebei Iiaben wir nun liaufig bemerkt^ dass Bluitien mit 

^^em starken Geruch, wie Vtfis vinifera^ Tilia europaea^ Re-- 

g[« odor afa, Dianthus Caryopliyllus^ Matthiola annua, Primula 

^ficula, Verbascum phlomoides, Salix purpurea, Calla aeihio- 

Vtca , Arum maculatum \\. v. a. keinen oder iiur wenig Nectar 

^bsondern; und dass im Gegentheii manche Blumen mit star- 



k 
li 



H 



Me 



Helleborus^ Mimulus 



'M«-Aiten u. a. entweder geiuchlos sind, oder wenig Geruch 
^on sich geben, Hiegegen konnte zwar angefiihrt werden; 
dass in manchen Blumen, welche einen starken Geruch be- 
^^tzen, wie z, B. Citrus medica, Auruntium: Lonicera Peridy- 
^^num, mehre Asclepiadeen 5 Orc|iideen u. a. , dennoch eine 
''eichliclie Honigabsonderung angetrofFen werde. Beide Er- 
^^I'einungen zeigen sich jedoch in diesen Blumen nicht in dem- 
s«lbei)Zeitmoment; indem sich die Geruchseffluvien bei ihnen 
^oi'ziiglich des Abends bei sich neigender oder untergegangener 
°onne zeigen : zu einer Zeit, wo die Honigabsonderung am ge- 
^••^gsten ist, oder ganz stille steht, welche wir des Mittags ge- 
^ohnlieh am starksten fanden. 

_ i 

Weil es aber auch geruchlose Blumen ohne Nectarabson- 
''evung gibt, wie Chelidonium, Oxalis und vielleicht noch viele 



ande 



re: 



Wech 



^'gt, und nicht zum allgemeinen Gesetz erhoben haben; theils 



^eil 



^och 



unsere Beobachtunsen hieriiber noch nicht zahh-eich ge- 

S sind, theils weil es moglich ist, dass beide Erscheinnngen 

unter einem hoheren Gesetze stehen, und sich nicht 




f-' 



...A 



^ 1 - 



■J A 






% 



/ 



\ 



I 



( 



» 



* 






w 



A 



■m 



*i 





t '-'M V 




), 



m 



\ 



Jill 



f 






m 




\ 





I 





/'_/' 





\ 




^ 



88 



I 



/ - 



Ge 



58) 



Eine Riicksicht glauben wir noch erwahnen zu musseii) 
welclie bei kiinftigen Uiitersucliiingen nicht aus der Acht f-^ 
lassen seyn diirfte: namlich diese, dass der Nectarappara* 
zwai' bei alien Arten einer Gattun§^ — mit wenigen Ausnah- 

l' 

weiiigstens in der Anlage^ in der Regel derselbe istj 



men 



dass aber 



(S 



-die 



Eigenschaft des Gersichs der BInmen nur einzelnen Arten 
Einer Gattung inwohnt. Zugleich maclien wir noch auf daS 
abweicliende VerhaltnisSj das in dieser Beziebung zwischen 
den Asclepiadeen und Apocyneen beobachtet wird, aufmerk- 
sam; wovon die ersteren eine reiche Honigabsonderung und 
starke Geriiche, die letzteren aber wenig Gerueh und sehr we- 
nig Nectar haben, 

Eine andere Erscheinungj mit welcher die Nectarabsonde- 

r 

rung in Verbindung gebracht, und worauf von verschiedenen 
Pflanzenphysiologen vie! Gewicht gelegt worden ist^ ist die 
Pollenbereitung: wofiir sich besonders Henchel (^^) und Kurb 

J 

(^^) ausgesprochen haben/ Beide Naturforscherweichen abef 
in ihrer Meinung darin von einander ab^ dass der erstere die 
ganze Pollenbereitung 5 der letztere hingegen nur seine Ver- 
staubung mit der Nectarabsonderung in Verbindung bringt 
Im Folgenden werden wir aber sehen^ dass diegleichen Griinde 
fiir und gegen diese beiden Ansichten sprechen, und keine der- 
selben auf allgemeine Giiltigkeit Anspruch machen kann. Beide 
Naturforscher scheinen in ihren 



F 



allg 



Verhaltniss im Auge gehabt zu haben^ wo die Staubgefasse 
entweder unmittelbar mit demHonig-absondernden Organ ver- 
bunden sind, oder wenigstens beide an der Corolle sich be- 
finden. 

Zur genauen Erkenntniss des Verhaltnisses beider Erschei- 
nungen muss hier wiederholt werden , was wir bei verschiede- 
nen Geleg:enheiten bemerkt Iiaben, dass zwar im normaleii 



t 



Gauge der Bliithe; und 



di 
li 

Ml 

a 

li 
di 

U 

tu 

d 



•• 



1 



fr 



A 

1 

h 

Vol 

ni 
di 

bei 
B 






lid 

4 

C 

Vel 



an 
V 



J 



i 



\ 



f 



I ' f _ ■ 




/ 



( 



r+ 



i. 



89 




m 



1 



e 



II 



) 





a 

at 
h- 



ie 
11 



5 



II 



k 



.a1 



e 




e 



ie 
ler 



e 



1 



•^ 



e 



h 



e 



^ 



e 



I 



•^ 



1- 



I) 



[)■ 



^ie Verstaubung des Pollen, die Conceptionsfaliiglfeit der weih- 

Jchen Or^ane, und nuii audi die Absonderung des Nectars 
^*>»t dem Oeffiien der Blume bei den meisten Pflanzen in einem 

IVl 

^omente zusammentreffen , un3 diese Erscheinungen in der 

>eien Natur gewohnlich ziemlich gleichzeitigseyen 5 wir haben 

•^61' oben bei der Naturgeschiehte der Corolle gesehenjund 

^^^rden bei der Beschreibung derLebensverbaltnisse der mann- 

*cnen und weiblichen Organe noch umstandlicher zeigen, dass 

^6ser normale Gang haufig durch innere sowohl, als aussere 

/^stande abgeandert wirdj ohne dass hiedurch der Befruch- 

"*^g Eintrag geschiehet, und dass es mit der Honigabsonde- 

^"g in den Biumen die gleiche Bewandtniss habe, erhellt aus 

^" im Vorhergehenden erzahlten Umstanden. Wir haben 

J^^mlich gesehen (S, 75) ^ dass die Honigabsonderung nicht 

*^nier mit dem Oeffnen der Blume, sondern zuweilen schon 



\ 



friihe 



r, zuweilen aber auch etwas spater beginnt. 



A nth 



Ebenso fangt der Nectar zuweilen vor der Dehiseenz der 



eren an auszuschwitzen, wie wir diess an Dianthus gese^ 



}vl' 



'^^n haben 5 und C. Bravais (^7) ebenfalls 60 bis 72 Stunden 

^^ dem Oeffnen der Antheren bei Gentiana acaulis^ bavartca^ 
^^alts und Pedicularis versicolor beobachtete; zuweilen erfolgt 
*^ss aber erst nachgeschehenerOeffnung der Antheren, z. B. 
^^ den Leffuminosen nnd Cruciaten, bei welchen im Viffor der 

1> I T-W ■— ' — ' ^ O 

^^nien, wenn der Pollen schon meistens, oder ganzlich ver- 
^^bt ist, die Nectarexcretion am stiirksten ist. 



/v. 



^ 



^'. V, 



\ 



\ 



K- 






^ 







f 
t 



^ 



I 



r 
f 



1 



/ 



min 



\ 






4 



ill 



i 



inel 



Im Allge- 



r 



1 



als d 



nen fanden wir auch die Honigabsonderung langer dauernd, 



r^ 



fitter 



Je Pollen verstaulbung 5 welche leztere unter giinstiger 






m 



lich 



ung bei mancher Pflanze in einer bis zwei Stunden ganz- 



C 

Verii 



voriiber ist, wahrend jene erst mit dem Abfallen der 



'tB 4 



•I) 



^folle Oder der erfolgten Befruchtung des Ovariums sich 
iert. 

Die Nectarsecretion ist demnach im Allffemeinen denselben 






r 



^haltnissen unterworfen^ welchen die Entwickelungen der 
eren Organe der Biumen und ihrer Functionen'unterllegen, 
odurclj zuweilen ein Vorsclireiten, zuweilen aber auch eine 
^»'8patung des einen oder des andern Theils der Blume gegen 



? 



L i 



J m r 






i 






< . 






i 



7. 




/ 




1__l11 



/ 



/ 






90 






* 



"^ 



( 



1 



»*' 






e *-'■ 



t l>1^ 



TE 



/ 






v^.»^" 







rs 




..A 



, * 



Ky - 



I 



den andern bemerkt wird ^ ohne dass dadurch der Erfolg def 
Befruchtung gestort, oder anfgehoben wird: wie wir diess bei 
der Friihzeitigkeit der Griffel aiifs Deutlichste gesehen ha-^ 
ben. Die Gleiclizeitigkeit der Nectarsecretion mit der Pollen- 
Verstaubung in denen Blumen, wo die beiderlei Organe in def 
nachsten Nahe beisammen^ oder in der Coroile mit einander 
vereinlgt sind, begriindet nocb nicht den Causalnexus diesei" 
beiden Erscheinungen 5 denn bei alien denjenigen Organisation 
nen^ bei welchen diese beiden Organe nicht auf einem Bodeii 

^ 

stehen, und iiberhaupt die Nectarien in die nachste Nahe zuitt 
Ovarium geriicktj oder auf — oder an demselben befindlich 
sind 5 wie bei sehr vielen Pflanzen der Fall ist, z. B. Delphi- 
niumy Nicotiana^ Ranunculus^ tritt ein ganz verschiedenes Ver- 
haltniss ein 5 Kurr selbst bemerkt von der Nigella damascene 
(*®),,dass die Absonderung des Honigs fortdauert , bis die 
jjBefruchtung geschehen ist, und der Fruchtknoten anfangt sich 
j,zu vergrossern ; wennjezt auch noch nicht alle Stauhgefiisse 
yycntleert sind. so hart sie doch auf< 5 was wir langst an der 




^ 




n 



Nicotiana paniculata und Langsdorfi 



Dauer) 



obachtet haben. 

Wir fassen nun unsere Griinde gegen die obige Meinung 
in folgenden thatsachlichen Satzen zusammen^ welche uns zu 
beweisen scheinen^ dass die Nectarabsonderung und die Pollen- 
Veistaubung in keiner nothw^endigen Verbindung mit einandei* 
stehen, oder die eine Function die andere bedinge : 

1) Es verslauben nicht nur viele Familien, sondern auch 
manche Gattungen von Pflanzen ihren Pollen^ ohne eine INec- 

r 

tarabsonderung- zu besitzen. 

2) Die Menee des verstiiubenden Pollens stebt in kei- 



neni Verhaltniss mit der Honigabsondernng; einige Pflanzen 
verstauben vieien Pollen ohne Nectarabsonderung (Graser, 
Cyperoideen , Amentaceen , Coniferen) ; andere haben eine 



H 



( 



Modi andere haben 



Liliaceen, Strelitzia, Melianthus') 



n& 






L 



P 



Ull 



h 

11 
a 



ml 

V 



r 



b 
b 



Bl 



e 



c 

V 



d 



( 








1 



r 



4 



II 





a 

e 
b 
e 
I' 

V 







u 



H 



I* 




h 




m 

4 



1- 



n 



e 

ll- 



^ 




91 



ttnd der Pollen verstaubt nicht (mehrere Asclepiadeen und 
^rchideen). 

3) Die mannlichen Blumen von einigen Dichogamen, wie 
lychnis dinrna^ Ruscus androgynus^ haben keine^ oder eine 



^^ochst 



Polle 



geriiige Nectarsecretion ^ aber keine unbedentende 



ttverstaubung: da im Gegentheil die weiblichen Blumen 



^i^ser Gewachse jene besitzenj diese aber nicht. 

4) Die verhinderte Verstaubnng durch Contabescenz 
^>^d durch friihzeitige Exstirpation der Staubfaden mit den An- 
llieren hat keinen Einfluss auf die Nectarabsonderung. 



5) Absolut sterile Hybriden, z. B. L^clmicucubaius al-- 
*^^ und rwSer, alle Digitalis^ mehrere Dianthus und Nicotiana- 
^astarde^ bei welchen der Pollen^ und selbst die Staubfaden, 
^^^pht zur Entwickelung kommen, sondern ebenso ihren Nectar 



ab 



? wie die reinen Arten, welche eine normale Pollenver- 



^taubung haben. 

6) Bei mehreren Gattungen aus der Familie der Legu- 
^^Jinosen und Cruciaten fangt die Nectarsecretion nach der De- 
^**scenz der Antheren an^ und dauert iioch lange nach ihrer 

e^staubung fort. ' V / 

7) Bei einer geringen Aniage hangt die Honigabsonde- 

"^ Von ausseren Umstanden (heisser und zugleicli feuchter 
**itterung)5 "*^^ nicht von der Verstaubung der Antheren ab: 



V 



ru 



beid 



G Erscheinungen werden nur durch die gleiche Ursache 



*>ewirkt. 

8) Mit der Befruchtung des Ovariums hort die Nectar- 
secretion auf: selbst, wenn noch nicht alle Antheren in einer 
-■^luuie verstaubt sind; hieraus folgt zugleich, dass die Honig- 
^bsouderung mit dem Ovarium in gleichem Verhaltniss steht, 
^ie die Corolle: daher diese in den Fallen, wo jene fehlt, sie 
^^'setzen mas:: so enthalten die Bhimenblatter mehrerer Lilia- 



^e^n und Leguminosen Zuckerstoff, ebenso die Staubfaden 



^on Crocus^ Mimulus u. a. 

Wir wollen endlich nicht in Abrede ziehen, dass bei A^n 
««opeta!en, oder uberhaupt bei derjenigen Organisation 
^^r Blumen, be! welcher die honigabsondernden Organe ia 



^ 



I 



IMI 



4. 



,^ * 



J 




fm 



^.-j 



I 
» 



A 



^44 ) 



lA « .' 



*aJ? 



T_i 



./ . 



-f 



-^ 



t 
> 



If 



.\ 




J 



V. 



-1 



0.' 



c 



;4? 




i 

HI 



\^W f 1 




i 








J 

/ 



I 






i 
i 



> 



? 

i^ 



* 



■i 



\ 



\ 



92 



I 



/ 



stehe 



Excretion zunachst Einfluss auf die Reifung und Verstaubung 
des Pollens auf die Art habe, dass nicht bios iiberfliissige 
Safte, sondern auch seiche Stoffe chemisch abffeschieden we»- 




^ 



den. welche durch 



Reifung 



und des Zerfallens des Pollens in den Antheren erganzen. 

Aus dieser ZusammensteHung des Ganges der Erschei- 
nungen, unter welchen der Nectar in den Blumen sich zeigt, 
scheint zu erhellen^ dass im Allgemeinen und hauptsachlich 
der Zug der Safte nach dem Ort, wo nach dem besondern Oi'- 
ganismus und der Oecouomie der Binmen nicht nur ihr VoV- 
handenseyn, sondern auch ein Ueherfluss derselben nothwen- 
dig istj durch seine Absonderung bezvveckt werde; dass also 
das ZusammentrefFen mit der PoUenverstaubung ein bios un- 
tergeordnetes ist, und dass die, durch diese Absonderung 
lierbeigezogenen Safte je nach dem Orte , wo sich das Ab- 
sonderungsorgan befindet^ eine besondere Bestimmung in der 
Blume haben. 

Der Nectar ist in materieller Beziehung ein Stoff , wel- 
cher zwar in der Blume allgeraein verbreitet ist: er scheint 

I 

aber mit seiner Ausscheidung in derselben seinen Dienst er- 
fiillt zu haben, woriiber jedoch Bravais (^^) anderer Mei- 
iiung ist, welcher dessen Resorption und Verwendung zuin 
Wachsthum des Ovarinms annimmt. Es mochte diess aber 
nur ausnahrasweise geschehen; denn, abgesehen davon, dass 
mit der geschehenen Befruchtung die Absonderung des Nectars 

r 

in den Blumen gcmeinigiich aufhort, und die absoudernden 
Organe mit der Corolle und den Staubgefassen verderben: 
so werden excrementitielle Stoffe, wofur der Nectar aus den 
eben angegebenen Gr'unden zu balten ist, nur selten wieder 
eingesogen, wie wir auch an dem wasserigen Excret der Calld 
aethiopica gesehen haben (^^). 

J, 

Wir weichen daher auch von der Meinung v. Gothe's (^ i) ab, 
welcher den Nectar fiir eine noch unausgearbeitete, nicht voUig 
determinirte, Befruchtungsfeuchtigkeit halt. Durch die Absonde- 
rung des Nectars wh-d das Uebermass iiber den zurErnahrung 



« 



a 
d 

A 

in 

St 

B 
F 

m 

a 



pr 
li 

si 

c 



2. 

c, 

tal 

thi 

St 

hi 



A 

d 
ti 



c, 



1^ 



\ 





^ 

f 



*. 







t 



- i 



7 *t 




•■* 




^ 








r 




t 



jl^ 



1- 



r 

■s 



H 



11 

r 



S 



% 



93 



nothi 



gen Bedarf derSaftmasseso langechemisch gelauteHund 
^ogeleitet, bis rait der geschehenen Befruchtiing- des Ovariums 
"as Material zum Wachsthum der Frucht und der Sameii in 

4 

spi'uch genommen wird, indem mit diesem Zeitpunkte alle 

ectarabsonderung" aufhort. Ueberdiess ist es bekannt, dass 

veFschiedenen Entwickelungsperioden der Pflanzen Zucker- 

^tt durch den Wachsthuinsprocess erzeugt wird, um zur 



An 



Bild 



J'riihlin 



ung von zelligem Gewebe verwendet zu werden, ivie beim 



g^strieb der Baume im Cambium, beim Keimen der Sa- 



^^n und der Verholzuno; der Blumenstiele, des Kelchs, der 
^^sseren Frucht- wnd Samenumhullungen. 

Ueber die Rolle, welche der Zuckerstoff in dem Lebens- 

Pi'ocess der Gewachse spielt. mochten die Graser und Cerea- 
ls J * '' 
^^ den deutlichsten Aufschluss geben , deren saftige Blatter 

^^ Halme vordem Bliihen einen Reichthum von Zuckerstoff be- 
^itzeuj welcher nach Pallas und Royer-Collards (^2)Berichten 
vbei Zea Mays^ durch das Abschneiden der Rispe noch vermehrt, 
*^^t dem Uebergang' in die Bliifhe aber vermindert wird, und 
^*^ der Reife der Samen ganz aufgezehrt oder verwandelt ist 

Andere Physiologen haben an verschiedenen Pflanzen, 

•"• an Sarraeenia^ Nepenthes^ und wir an Calla aethiopica und 

^nna (^^) ahnliche wassrige Absonderungen an den Blattern 

^^bachtet, welche auch nur zu gevvissen Perioden des vege- 

^"ven Lebens dieser Gewachse vorhanden sind, wo der Nah- 

*^*^gssaft iiberfliesst, sich aber wiederum zu ergiessen auf- 

^''tj wenn sein Material in dem Pflanzenkorper eine andere 

Jchtung durch seine Verwendung zum Wachsthum des Blii- 

^^istangels und der Blumen erhalt. Diese Erscheinung 

^"t jedoch mit der allgemeinen Ausdiinstung in genauer Ver- 

^"dung; da die Nectarabsonderung im Gegenthei! durch die 

Warme 



/ 



th 



vermehrt wirdj und mehrere Pflanzen bei starker 

unstung eine reichlichere Honigabsonderung besitzen, 

^^ z. B. Mimulus ^ Melianthus ^ \\e\^ Leguminosen, und an- 



Ausd 



dere bei 



tio 



sehr geringer Ausdiinstung eine starke Nectarsecre- 



««/ 



^ zeigen , z. B. die Cacteen , einige Asclepiadeen iffoya 



no^a) und einige Apocyneen, 



:nt I 




I 



I 



I \ ? 



mi 





i m 




\ . 






i 



) 



■u 








' -r ■'-^ 7- ■-_ 



/ 




V 

1 



\ 



i 






y 



f 



1 



M 



Es ist tins noch ein Moment der Vergleichnng dieser Ab* 
sonderung mit einer andern feuchten Ergiessung bei den Pflan- 
zen iibrig^ namlich mit dev Narbenabsonderung^ welche gewohn- 
lich in demselben Zeitpunkte eintritt. In Hinsicht der Menge 
steht diese mit der Honig-excretion in keinem Verglelch ; i^" 
ilem jene audi da, wo sie im reiehlichsten Maasse angetrofferi 
wird, namlich bei verhinderter Bestaubung, nnr zu eineifl 
Tropfchen sich sammelt; haufig aber bios in einem feuchten 
Dunste besteht. In Beziehung auf das Vorhandenseyn ist 
zwischen beiden ebenfalls ein grosser Unterschied, in Jem die 
Absonderung der Narbe in keiner Blume fehlt, und nur in 
verschiedenera Zustand vorhanden ist: endlich sind beide 
Fliissigkeiten auch noch darin verschieden j dass jene w ieder 
eingesogen wird, der Nectar aber als Excret zuriickbleibt : 
der chemischen Verschiedenheit der Bestandtheile nicht /n 
gedenken. Nur in dem einzigen Punkte kommen beide Abson- 
derungen mit einander iiberein: dass beide mit der erfolgten 
Befruchtung aufhoren^ nur die der Narben friiher, als die 

der Nectarien. 

Unter die secundiiren Folgen derHonigabsonderung recli- 

^ 

nen wir die Massigung der Wiirme in den Blumen, wovon 
an seinem Orte die Rede seyn wird. 

Wir konnten auch noch des Gedankens von Gothe(^*) 
von dem polarischen Gegensatz der Vertropfung des Nectars 
und der Verstaubung des Pollens Erwabnung thun, welcher 
von den Gegnern der Sexualitat so begierig ergrifFen worden 
war, wenn seine Unstatthaftjgkeit nicht so deutlich aus den 
factischen Umstanden, welche im Vorhergehenden aufgezahlt 
worden sind, hervorleuchtete. Hievon wird bei der Verstau- 
bung des Pollens umstiindlicher gehandelt werden. 

Die Versuche, welche wir an verschiedenen Pflanzen 
durch Benetzung der Narbe theils mit eigenem, theils mit 
fremdem Nectar in der Absicht, den Einfluss desselben bei der 

r 

Befruchtung zu erforschen, angestellt haben, werden unten 
am geefgneten Orte im Kapitel von der Befruchtung naher be- 
schrieben werden. Vorlaufig bemerkeu wir bier nur so \iek 




i 






1 



/ 



da 
b 



e 



ui 



ttii 



Jia 

P 
Vi 



]!^ 








vii^\^ 



t 

\e 

r 
\e 

V 



K 



95 



V 



dass die Nectarbenetzunff die Befnichtun^ nur in soferne zu 



b 



egunstlgeii scheint, als sie das Eaften des Pollen anf den noch 
*J»cht vollig conceptionsfahig j^ewordenen l^arhen erleichtert. 



Di 



mitd 



e Nectarabsonderung- stebt bald mit der Corolle, bald 



en mannlichenj bald mit den weiblichen Organen in einer 

^ahern organisehen Verbindung^; da sie aber in Hinsicht ilirer 

Physiologischen Bestimraung mit der Function der Corolle 

lejes g-emein hat, fSO glaubten wir ihrer Untersuchung keinen 

•^hicklicheren Platz als bier anweisen zu konnen. 

-Nicht bios der Nectar, sondern auch der Pollen ist eine 



^ahrun 



g imd Lockspeise fiir die Bienen und andere Insecten. 




f 



I 




1 



m 



'» 



tlH» 



II 






m > 



It 



e 



I 






n 



) 

s 
r 
n 
n 
t 




n 




t . 



r 
n 



^ 



^ 



f c 



X 



^ ^ 



( 



ff 




r 



tt 



di 



1 





1^ 






I 



m 




/ 






■ 



-I > 



* 



I 



\ 



?■- 



A 



^ 



V. 



Ton Aen Stanbg'efasseii der 

^ewacliise. 



, ^ 



■ \ 



Die Stauhgefasse der Pflanzen bestehen aus zwei w^' 
sentlich versehiedenen Theilen, den Staubfaden oder Filamen" 

r 
r 

ten und den Staubkotbchen oder Antheren. So eng*e bei eini" 
gen Pflanzen diese beiden Theile mit einander vereinigt sind, 

V 

so dass diese Verbindung ohne Verletzimg des einen oder des 
andern Theils niclit getrennt werden kann^ z. B. bei Nigella^ 
Aquilegia^ einigen Arten von Potentilla u. s. w. und bei der 
krankhaften Metamorphose sich in homogene Gebilde ver- 
wandeln: so locker und zart ist ihr Zusammenhang bei deiu 
grossten Theile der Gewachse, so dass die Filamente zwai' 
nach strengen Gesetzen dem Boden^ worauf sie stehen, ent- 
sprossen, nur als einfache Trager und Leiter des Nahrungs- 
saftes erscheinen: wahrend den, nach minder consequentefl 
Gesetzen geformten^ Antheren die materielle Bedingung dev 
Fortpflanzung und Erhaltung der Art anvertraut ist. Di<5 
Staubfaden sind daher nur einer verhaltnissmiissig geringen 
Anzahl von Gewachsen, aber doch einigen ganzen Familien^ 
z. B. den Orchideen, Asclepiadeen und Apocyneen ganzlich 
versagt, wogegen dieselben aber eine andeie Form und Consi' 
stenz der Antheren nnd des Pollens erhalten haben. 

Aus der strengen Gesetzmassigkeitder/w«er^/(y« derStaub- 
faden bei vielen Familien und Gattungen (S. 62) sollte man 
bei denselben eine tiefere Beziehung fur den vegetabilischen 
Organismus voraussetzen diirfen, als bios die Ernahrung der 

Antheren und die mechanische Erleichterung des Befruch' 
tungsactes: wenn gleich die Verschiedenheit des Ortes, wo sie 



bei 

der 
Or 

ttiitl 

schi 

sai 

der 

ein 

des 
We 
Wi 

des 



ste 
Be 

sie 

gev 
tio 



fol 

star 
ten 



d 



er 



sel 

«ini 
den 



Q^ 



V- 



L 



\l- 



y 



f 






■ \ 



-p 




s 



r 



r 




n 
r 

n 



h 



I' 



11 

r 

r 



e 



97 



eiden verschiedenen Classen der Pflanzen entspringen, anf 

^1" andern Seite anzuzeigen scheint, dass das Filament in 

ganischer Hinsicht in keinem notli wen dig-en Zusammenlianee 

aer Blumenkrone steht. Wenn dalier einige Natuifor- 

^cher behaupten, dass die Staubgefasse die grosste Verwandt- 

^haft mit der Corolle haben/ nnd nur ein Appendix und gleich- 

^^•n luxurirender Theil deiselben 

^er Coroll 



seyen, nnd dass sie aus 



e gebildet werden (S. 62) ; so gilt diess nur von 

*^'gen Formen, und kann in dieser AUgemeinheit nicht aus- 

S^sprochen werden. Die Losung des physiologischen Problems 

^s Ursprunges und der Insertionsgesetze der Staubfaden, 

^ Che fiir die sogenannte natiirliche Methode von so hoher 

ichtigkeit istj muss daher nocli ferneren Untersuchungen 

s innersten Organismus der Pflanzen vorbehalten bleiben. 



^ " 



1. 



Von den Staubfaden 



sten 



Stauhfi 



ehml 



entwickelten Theile; ilire vollige Ausbildung, welclie vor- 



lich 



^I'stj nachdem sich die Blume geofFnet hat: nur bei weni- 



^ ^ "flanzen sind und bleiben die Staubfaden so kurz, dass 
ganzlich zu fehlen scbeinen: die Antbeien haben aber ihre 
oUnliche Form, und erhalten keine abweicliende Organisa- 



ti 



f 



o%f 



^o Avenig- als der Pollen. 

I^ie Entwickelung und Verlangerung der Staubfaden er- 






zumal bei einwirkender Sonne ^ zuweilen in sehr kurzer 

r 

'' ^. bei einigen Caryophylleen, Silene nutans, Cucuha- 
^iscosush. in 2 bis 3 Stunden um 6 bis 7 Linien: diese 



M 



Starke Ve 

Antberen oder kurze Zeit nacli derselben ein, wobei die- 
seljj ' 

eiiii 



d 



en 



fiill 



Hie aiich bei den verschiedenen Caclus-Arten, Lyciutn, 

gen Caryophylleen u. a. bedeutend diinner und zaher wer- 

indem sie ihre friihere Briichigkeit, die von ihrer Saft- 



e herriihrt, verlieren. Diese Veranderung der Staubfaden 

*«TNER , Befruchtung der Gewiichse. 7 



/ 




/7fi I 



» 




*« 



-»( 




\ 



Vt 




L'-. 



, 't 



n 



*ja 









'I 




i 



l^f 




* 



r 




/ 



98 



\ 



\ 



scheint nur durch eine Verlangerung der Zellen zu geschehen^ 

welche im Vigor ihres Lebens von Saften strotzen, die durch 



scheinen. 




■^^ 



& 



I 



tuben des rolien ang^ezogen und verzehrt zu werdC" 
Diese Erscheinungen der Verlangerung und deS . 
Zahevverdens zeigen sich aber aueh an solcben Staubfaden? 
welche durch friihzeitige Castration ihrer Antheren berauM 
worden sind; es scheint also dabei auch eine innere LebenS-^ 
thatigkeit mitzuwirken, und nicht auf der blossen mechaiH' * 
schen Entleerung des fliissigen Inhalts der Zellen und ein^' 
chemise hen Mischui 

Bei Mercuriali 
langstens in 5 Stunden ihre normale Lange von hochstens ei' 
ner Linie , und schwinden nach sehr kurzer Dauer mit del 
Verstauben des Pollens. Bei der Gattung Fuchsia haben di^ 
Staubfaden bei dem Oeffnen der Blume noch nicht ihre nor- 
male Lange; wir beobachteten bei verschiedenen Arten dersel- 
ben folgendes Wachsthumsverhaltniss: bei Fuchsia coccine^ 
am erstenTage nach dem Oeffnen der Blume in 12 Stunden 
die langen Staubfaden um S'^j die kurzen um O/J'"; in dd^ 
darauf folgenden 12 nachtlichen Stunden die langen um 1'"? 
die kurzen um I56'"; am zweifen Tage die langen IjS'", die kuV' 
zen um O^S'"; in der darauf folgenden Nacht die langen uiA 
l'"j die kurzen 2'^'; am dritten Tage die langen um 2'", di*' 
kurzen um l,^"'; in der darauf folgenden Nacht die langefl 




I 



wie die kurzen um 1" 



/ 



WachsthumS 



stillstand eingetreten, und die Antheren batten sich Morgen* 
11 Uhr zu oflfnen begonnen, zuerst die langsten^ dann die kiif' 
zeren. In diesen vier Tagen hatte sich das Pistill nur um 2^5"' 
verlangert. Bei Fuchsia glohosa wuchsen die Staubfaden i"^ 
den ersten 24 Stunden nach dem Oeffnen der Blume um l^S'"? 
in den zweiten um 2/2'" 5 in den dritten um 2'", in den viertefl 
um Ojl'", womit sich die Antheren off'neten: das Pistill vei*^ 



t 



langerte sich in dieser Zeit um 6,7'". Bei der Fuchsia macro' 
stemma wuchsen die Staubfaden vom Oeffnen der Blume an bi^ 
zum Oeflfnen der Antheren am viertan Tage um T" , das P'' 
still nur um 3'". 



den 
La 

deni 
zei 

die 

2 







ei 



e 

T 



Blul 

gra 

Blu 

lip- 

Blu 
ach 
An 



Ian 
Hia 

Mi 



n 



fun 
Ha 

bei 

^ 

gi'a 

di 
d 



e 



er 



II 



Sel 



er 



I 





. ■ I 



b 



Ibt 
er 



is 
1' 

ie 

r- 
I- 



//' 



> 



I'- 
ll ifl 

if 

en 



in 



//' 



) 



en 
15 



I' 



99 



deneL 
Lan 



en der Blume. Diese Gleiclizeitigkeit des vollendeten 
isthums und Reife aller Staubo-efasse mit dem Oeffnen der 



iieren. 



Die Entwickelung* der Staubgefasse erfolgt gesetzmassig; 
^ ^h den Wirteln^ und zwar successiv, in der Regel die 

^g^ren vor den kurzeren^ z. B. bei den Caryoplij lleeii; Ona- 
S ai'ien^ Scrophularlneen u. s. w. ; doeli sahen wir auch einige- 

^ bei starker Sonneneinwirkung bei Antirrhinum majus und 



ili« 



^ulus cardinalis die Antheren der kiirzeren Staubfaden vor 



^en der langeren sich oiFiien, Bei einigen folgt diese Rei- 
^g der Staubgefasse von aussen nach innen^ wie bei Geum^ 
^^^nculusy bei welcliem die aclit innersten zulezt zur Reife 

l^nien ; bei vielen gescbieht sie von innen naeli aussen^ z. B. 



b 



Si^ari 



M 



off 



^^"ij Sedum in zwei Intervallen^ bei Potenlilla in drei: es 

en sich liier zuerst die fiinf innersten Antheren, nach diesen 

""it diesen alfernirenden fiinf mittleren, und endlich die zehn 

^^' ausseisten Reihe ; auf dieselbe Weise erfolgt die Entwieke- 

^ 'g aer Staubgefasse bei Aquilegia, Delphinium, Nigella u. s. w. 

^ ost bei Monopetalen wie hei Datura, Nicoliana, Anagallis, 

^^bfiscum u. s. w. sind die Staubgefasse nicht alle in demselben 

7 



^ 



Die Staubfaden haben bei vielen Pflanzen eine veischie- 

ange, welche auf ihre Entwickelung Einfluss hat; diese 

ge 1st an allgemeine Gesetze gebunden, wie sich diess an 

*^n Didynamisten, Cruciaten und vielen einzelnen Gattungen 

>gt. Bei vollkominen giinstigen Unistanden entwickeln sich 

'e Staubgefasse selbst bei vielen Polyandristen zu gleicher 

^*S wenigstens in sehr kurzer Folge, zugleich mit dem 

Wacl 

"nie findet aber nicht immer statt, indem die Entwickelungs- - 
grade der verscliiedenen Blumen an einem Stocke nicht selten 
"gleich sind ; ebenso sind dann auch die einzelnen Theile der 

"men hiiufig nicht gleichweit in ihrer Entwickelung und vol- 
ss^n Ausbildung vorgeriickt; diese ungleichzeitige Entwicke- 

% wird nun nicht bios in Beziehung der Staubgefasse zur 

"menkrone^ sondern auch der Saubgefasse unter sich beob- 

'let: als sicherer Maasstab dient hiebei das Aufspringen der 
Antl 




ff n 





i 





Vki 




it 



t 




rt 



■* 



.m 





m 



r> 






B^^ 




\ 



100 



\ 



\ , 



fr p 



I 



1 



M 



teren Lappen der Corolle entsprechenden^ zwei laiigsten Sta^b' 

r J 

gefiisse zuerst, dann die zwei den beiden gegeniiberstehendefl 
mittleren Lappen entsprecbenden, und endiicb das oberstekiii'' 
zestCj der funften obersten Ladnie correspondirende, Staubg'^' 




fass entwickelt 



Saxifi 





zwiscben denPetalen inserirteii Staubgefasse vorden kiirzer^*^ i 
reif ; bei Geranium erlangen die obeien 5 inneren langeren voU 




den 5 nnteren ausseren und kfirzeren ibre Reife. An den Kat^' ii 
cben der Amentaceen^ z. B. Corylus ^ Alnus^ Salix^ beginnt di^^ 
Reifung und Verstaubung der Staubgefasse zunachst am Stiel^^ 
iind schreitet zur Spitze fort: und an dem Spadix der CaU^ 
fangt sie an der Spitze an^ und setzt sicb uacb unten fort. 

Die Zeitunterscbiede bangen viel von ausseren Umstai^' 
deUj Sonnenwarme, Feucbtigkeit und Kalte u, s. ly, ab: i*^# 
ersten Falle verscliwinden sie meistens ganzlicb ; im zweite*' 
haben \s\x^ z. B. bei Digitalis^ einen Zvviscbenraum von 24 Stun- 
den beobachtet: es tritt also bei der Verlangsamerung def 
Reifuns: durch unaiinstiefe aussere Umstande diese Ordnun^ 

p:'unstipen Witterunirsverhaltnisseii' 



I 



Desfontaines ( ^ ) hat scbon bemerkt^ dass die Entvvickelun^ 
der Staubgefasse nacb bestimmten Gesetzen erfolgt-, besondei*^ 
hat aber in neuester Zeit A. Braun (^) diesem Gegenstan^^ 
xnebr Aufmerksamkeit gewidmet. 

Die Ersdings-Blumen mebrerer Pjflanzen (S. 68) habei^ 
selbst im wilden Zustande nicht selten eine^ das Normale libef' 
steig^ende, Anzalil von Staubgefassen : so fanden wir bei Pr^' 
mula 6 bis S, bei Diantlms 1 1 , Verbascum 6, 



I 




.-^ 



i 



Nicotia 



mentilla erecta 5 Petala mit 20 Staubgefassen u. s. w. D^^ 
weiblicben Organe nehmen seltener Antheil an dieser abnof 
men Vermebrung bei reinen Arten ; doch baben wir, vviewoh* 
selten, bei Tropaeolum bei 7 Staubfaden 4 Narbenlappen ang^' 
troffen obne Abnormitat der Blumen und des Ovariums. EbeH' 

1 

so gibt es audi normale Verkiimmerungen der Staubgefiiss^ , 
bei regehnassi^en ,' besonders aber bei unregelmassigen W' 
men, z. JB. den Labiaten (^). 



clen 
seit 
re 11 
W f e 

Che 
Hos 



Blu 



d 



en 



2uf 



s 



W'Ul 

tliesi 
St 



a 



s 



Peta 
find 

lehi 
§lei 
Zer 

fen 

Jen 
in d 

liab 
AusI 

Sen 



Jich 
len 

tren 



b 



an 



i 



101 




\ 




11" 
1)' 

len 
e- 

of 

lie 



In- 

ell 
11- 

n- 

4 
vi 



ell 

ler' 

hi 



e 



lliv 



m 



d 



hfiiden 



men sie mit 



^^Itener sind sie anders gefarbt als die Corolle uiid die Antlie- 

S ^"clitheilen sie meistens mitderBlumenkrone den Gerucb; 

^*^ni die Falle audi nicht selten sind, wo sie einen abvvei- 

^^^enden «nd 



eigenthiimlichen Geruch besitzen, z. B. bei den 



^^^^5 <Jeni Safran u. s. w. 



Bl 



Di 



IS Verderben und Abfallen der Staubfaden mit der 



umenkione wiirde als gleichzeitig' und allgemein stattfin- 

^ ^d angenommen, so dassbieraus derinnigstepbysiologiscbe 

"^^^aiiimenhan^ beider Organe gefolgert Avorden ist {^y Es 

■^l^rde aber scbon oben bei der Corolle (S. G6) erwahnt, dass 

ss nnv }jgj fjeneii Familien eintreten kann, bei welcben die 

^taubfad 



y^v 



petal 



en mit der Corolle verwacbsen sind, und wo sie ibren 
sprung; aus der Corolle selbst nehmen, wie bei den Mono- 



^n: dass diess aber auch in vielen Familien nicht statt- 



" ^ V^CCOiJ UlV^^i^ CLfJX^t (XUl^lX ill VI1^4V/1X i «>llll»iV>il iit^iAi^ kJi^«-vii 

ndet. l£Ane genauere Beobacbtung hat aber auch noch ge- 



*5 dass die Entwickelung yon beiderlei Organen nicht 



lehr 

b eicbzeitig ist, und dass die Staubfaden iiberhaupt einen kiir- 

^^^ft Lebenscvclus baben als die Corolle und als die Anthe- 

^ ^- indem beide lezteren eine friibere Entstebung baben als 

\ ^^^ (S. 12), Die Staubgefasse treten noch vor der Corolle 

^^G Abnahme^ indem die Antheren immer schon verstaubt 

ben^ wenn diese in den meisten Fallen noch ein gesundes 

issehen zeigt^ wie man sich hievon dn den meisten Legumi- 

^^"5 Labiaten, Scropbularineen und vielen anderen Gewach- 
'^» iibe 



4 

rzeugen kann. 



■^ i L 



2. 



Von den Antheren. 



lich 



1 

^'^^ Siaubkolbchen oderdie^;2/A^r(?72 befinden sich gewobn- 
an der Spitze der Staubfaden, womitsiein den meisten Fal- 



^0 locker verbunden sind, dass sie sehr leicht von einander ere- 
ivnt werden konnen : durch dieses zarte Verbindungsglied er- 

Anthere biszu ibrer erlangten Reife ihre Nabrung. Bei 



^^^Itdie 



^^ehr 



Iia 



eren Gewachsen findet aber auch ein festerer Zusamnieu- 



^g zwischen beiden statt : so ist z. B. bei Tropaeolum der 



\ 




I 



i 




i. ^i I < 




L 






/ 



ft 



\ 




-X- _\X _h _ 







f 

i 

\ 



I 



n 




102 



Staubfaden durch ^iw^wdunnen^ in dieAnthere eindringendtMi ufl" 
niit ihr verwachsenen, kurzen pfriemformigen Fortsatz fest \V^^ 
ihr verbunden ; bei anderen lauft der Staubfaden als eine Mittel- 
1 ippe durch die Anthere bis zu ihrer Spitze, und die Antherei^ 
fachersind auf beiden Seiten neben einander gelagert; wenlg' 
stens ist das Gelenk, welches die Anthere mitdem Staubfaden 
verbindet^ fester und starker mit beiden verwachsen, wie dies^ 
z. B. bei Potentilla^ Delphinium^ Nigellau. a. angetroffen wii*^ 
(S. 96); hiedurch geschieht esj dass bei der Entfernung de^ 
Antheren durch die Castration zuweilen Theile der Antherefl 
an der Spitze der Staubfaden hangen bleiben, wodurch di^ 
kiinstiichen Bestaubungen erfolglos werden, und tauschend^ 
Afterbefruchtungen entstehen. 

Es ist sclion von anderen Botanikern ( ^ ) nachgewiesen 
und voii uns bestatigt gefunden worden, dass die AnthereH 
die am frlihesten entwickelten Tlieile der Blume sind , ni 

r 

nur in Beziehung auf ihre Gestalt und Grosse, sondern auch^ 
aiif ihre Kraft; sie sind daher friihzeitiger in der Blnine aus- 
gebiidetaisdasPistill. Die Antlieren waclisen bei den meisteU , 
Gewachsen In der zweiten Halfte der Entwickeluusr derBlum^ ' 



clitl 



f ^ 



to 



kaum mehr : indemsiezu dieserZeit oftersschon ihregehorig^ 
Farbehaben, walirend die sieeinschliessende Corolle noch uH' 

i 

gefarbtist, und die Pistille noch wachsen und sich vergrossern« 

Die Gestalt der Antheren ist bei den verschiedenen Pflan- 
zen sehr verschieden; aber bei ganzen Familien und Gattun' 
sen seiten abweichend, noch seltener aber in einerBiume ver^ 
schieden: zwar wohl in der Grosse (z. B» bei Verbascufn)i 
aber nicht in d€r Gestalt, wie bei Commelina^ Heteranthera u,^ 
Die Vermuthung^, dass der darin eiithaltene Pollen verschic 
dene Wirkung haben oder verschiedene Typen liefern mochtc 
hat sich durch unsere Erfahrungen als grundlos erwiesen. 

Die Antheren werden haufiger ^e/«>^^ ang-etroifen als di^ 
Staubfaden: sie erhalten ihre natiirliehe Farbe schon friihzei' 
tig, und gewohnlich ehe noch das Licht Einfluss auf sie 



J 



;1 



es gilt diess besonders von der gelben, als der am haufigsteH 



A 



vorkommenden Farbe mit ihren verschiedenen Nuancen ; sin^ 

/ ■ 4^ 




sie 
bl 



a 



far 







e 



iVi 



^c 



Gat 
Wir 

gen 

Ab 

die 

ZUf 



der 
Wie 

vei 
fun 
wnd 

die 
ihr 

den 
rati 

Hot 
aiic 

^eitl 
iic 

die 



di 



d 



le 
er 



v\'el| 

Vie 
ein 
I'er 
8ch 







it 
l- 



II 



en . 



er 
en 

ie 




en 
en 
lit 
ch 

11 s- 

en 
iiie 

(ye 

n- 
rn. 

n' 
er- 



t 



W 



J 



ie- 

te, 



ei- 

t; 

en 



103 

f 

I 

^^e abermit anderen Farben begabt, z. B. mit braun , voth, 
3,u, so sind sie in der geschlossenen Blume meistens unge- 

^^'^t, und erlangen erst beim Zutritt des Lichts nach dem 

"eftnen der Blume ihre natiirliche Farbe, wie bei Dianthus, 
^^otiana Langsdorfiiy Petunia phonicea ii. s. w. fiei den 
^ttiingen ist meistens Eine Farbe herrschend; doch haben 
*^' hievon audi Ausnahmen beobachtet, wie z. B. die eben- 

S^nannten Artenj ja selbst geben Varietaten Beispiele von 
bweichungen von der gewohnlichen Art; weil nicht selten 
^^ tarbe der Antlieren von der der Blumenkrone abhangig 

^^ '^eyn scheint 

WenHj wie wir (S. 64) gesehen haben^ die Hinwegnahme 

^' ^taubgefasse durch die Castration auf die weitere Ent- 

^^Kelung der Blumenkrone keinen storenden Einfluss hat, so 

^'balt es sich anders bei der Ver^itiimmelung oder Zersto- 

***^g der Corolle, wenn diess vor der volligen Entwickelung 

^^^^ dem voliendeten Wachsthura der Staubgefasse geschieht: 
^^3 besonders aber die Antlieren, werden dadurch in 
^^'er volligen Ausbildung gestort, und bleiben mager/und der 
^Hen unkraftig: vveleher Einfluss sich besonders deutlich bei 
^'^ Monopetalen zeigt. Der schadliche Einfluss dieser Ope- 
^tion kann eines Tlieils seinen Grund in der Entziehung der 
othigen Nahrungssafte haben; andern Theils mag er aber 
^h in der Beraubung des nothigen Schutzes gegen zu friih- 
eitige Einwirkung atmospharischer Einfliisse, besonders des 

Mchtes. 



die 



? 



Chen 



und in der dadurch vermehrten Ausdiinstung zu su- 

seyn. (Hievon nodi Mehreres w eiter unten beim Pollen.) 

^enn die Staubgefasse ihrer Reife sich naheren, oder 

^selbe eben erreicht haben , so Avird sehr haufig eine Veran- 

""Ung- in der relativen Stellung der Staubfaden zu anderen 

^eilen der Blume, besonders zum Pistill, wabrgenommen, 

^lehe zum Theil durch ihrj in dieser ihrer Lebensperiode 

Jelfaltig sehr beschleunigtes , Wachsthum, theils aber durch 

^^ne erhohte Lebenskraft bewirkt wird, welche sich bei meh- 

^I'en Pflanzen durch die Eigenschaft, sich auf einen mechani- 

*<^«euReiz in Bewegung zu setzen, kund gibt (s. ReizbarkeiO. 



1" 



\ 




if 




'I 



\ 



[\ 



\ 














f 



I 



li 



V 



if 



F • 

r 



> "-- 






I .' 



F^J 



i 



*«^ 




V^^ 



u 



r 



J 



> 



104 




+ 



Sind luin die Staubfaden ausgewachsen und die Antheren 
vollig^ reif 5 was bei giiustiger Witterung- und dem normalen 
Gange der Eritwickelnng der Blume mit dem Oeffnen dersel- 
ben nahe zusammenfallt (S. 22); so offnen sich die Staubbeu- 
tel nach der verschiedenen Art ihres Baues, meistens abef 
uach den Suturen ihier Loculamente. 



* 



Mit 



Vi 



keit 



'i 



I 



I 



vermindert sich^ sie werden bald zahe und ihr Volumen scliwii^" 
det, so dass sie nicht selten noch vor der Corolle vvelken. 

Sehr haufig und bei ganzen zahlreichen Familien^ z. B- \ 
bei den Leguminosen^ Labiaten^ den Cruciaten^ vielen SoU' 
neen^ mehreren Oenotheren, Mimulus^ Linum u. s. w. tritt di^ i 
Dehiscent noch vor dem Oeffnen der Corolle ein^ bei sehr vie-j 
len anderen aber auch erst nach dem Oeffnen derselben, z. B 
bei Tropaeolum^ den Pomaceenj den meisten Lih'aceen u. s. w. I'* ! 
diesem Zustande der Reife ist die aussere Haul des Staub- 
koibchens so gespannt^ und die Stelle^ an welcher die Ruptuf 
erfolgt, so verletzbar, dass durch die leiseste Beriihrung di^ 
Oeffnnng erfolgt^ und der Pollen aus der Ritze oder dem Po" 
rus herausquilltj seltener aber explosiv hervordringt (s. un- 
ten Reizbarheit). Das Sonnenlicht und warme trockene Witte^ 
rung haben hierauf den entschiedensten Einfluss^ wesswegefl ; 
auch bei der gesetzmassigen Friihzeitigkeit dieser Organe ihr^ 
Reife den sonst gleichzeitigen Entwickelungen der Corolle und 
der w eiblichen Organe nicht nur um einige Stunden, sondern noch 
urn langere Zeit vorauseilt: sofanden wir bei mehreren Blumen ' 
von Cucubalus Behen L. die Antheren 36 Stunden vor der Blum^ 
sicb offnen, bei Datura ferox um zwei^age friiher als die Co- 
rolle. ImGegentheil haben vi'whei DiantJms superhus, Caryophyl' 
lus u. a., unbeschadet der nachher erfolgten, vollstandigen Be- 
fruchtung, die Antheren 3, ja sogar 5 Tage nach dem Oeffiiefl 
der Blnme dehisciren gesehen : bei den verschiedenen Arten voU 
Fuchsia trat diese Erscheinung erst am vierten Tage nach defl^ 
Oeffnen der Blume an den liingeren Staubo-efassen zuerst einj ■ 




t 



und setzte sich am fiuiften Tage an den kiirzereh fort, um sich 



am 

II or 

»'en 
ke 



en 



m 



Wi 

u n ell 

hal 
Wi v 

£io 



Tf 



a 



der 
ab, 

ren 

^lad 
fofii 

Voi 



h 



a 



un 

bis 
rei 



b 



es 



Pm 

desi 

Wi) 

ihr 

feitl 




' I 



V, 






en 

e» 
I- 

u- 

er 



# 



r t 



11^ 



3. 

a- 
ie 

ie- 

Ill 

ur 
ie 



0- 



n- 
e- 

en 
re 

ch 

en 

Ine 

0- 
6' 

etf 

loll 
lit 

Icli 



105 



M 



'^«i*maler Befruchtung der Ovarien. Die Dehiscenz der Anthe- 
^^n ist daher in Beziehung auf die Zeitj zu n elcher sie geschiehtj 

^inem so strengen Gesetze unterworfenj wie die Ordnung, 

^'clclier siCj wenn sie einmal begonnen hat^ vor sich geht. 

I^as normale Oeffuen der Antlieren wird durch kiihle 

t^^^erungj besonders aber durch Feucktigheit^ sehr verzogert^ 

^*^d nicht selten e:anz verhindert: weun sich namlich bei an- 
1 I 



w 



Wasse 



Nicotiana 



E 



J^* a- gesehen haben. Hiebei gibt sich die hygroscopische 
S^nschaft der Haute der Antheren aufs deutlicliste an den 
^^'^ indem sich die schon klaffenden Spalten derselben wie- 



ab 



*ii schliessen. Gewohnlich trocknen die Antheren bald 
5 ^venn die Feuchtigkeit entfernt ist; dauert aber ein solcher 
'*^tand zu lan2:e fort: so verlieren die durchwasserten Anthe- 
•"^n ihre frische natiirliche Farbe, werden weich und nach und 
J'ach kleiner, schrumpfen ziisammen, und verderbeiij ohne sich 
^^^mh'ch geoffnet und den Pollen auf die gevvohnliche Weise 
^^^^ sich gegeben zu haben. — Von diesen Umstanden geleitet, 
"^ben wir uns mit Nutzen der Befeuchtung der Staubgefasse 
^^Weilen als Mittel bedient^ um die Dehiscenz der Antheren 
^ *^d das Austreten des Pollens weiter hinaus zu verschieben ; 
^ die Narben zu unseren kiinstiichen Befruchtungsversuchen 
^*^ Und conceptionsfahig geworden waren. 



bi 



3. V n' d e m Pollen. 



h 



We 



in man in einer friscli geoffneten Blume die Antheren^ 

5 des Morgens^ bei sanfter Sonnenwarme in dem Zeit- 

H^nkt der vollkommenen Reife mit Aufmerksamkeit verniittelst 

^s Vergrosserungsglases betrachtet: so sieht man sie ge- 

^bnlich langsam sich ofFnen, wie schon Kolreuter ( ^ ) be- 

^'kt hat; doch springen sie bei stark einwirkender Sonne 



ih 



Witt 



& 



'^r Loculamente auf. Man sieht nun den Pollen wie einen 
^^^ien Staub nach und nach aus der. immer weiter sich 



} 



t 
I 



f 



r 

T 

r 



5 



t 

4 

\ 



-J 



4 



i 



j 




p 



it* 



I 



s t 



ft^ 




# 



!\ 




^, 




J, 




M 




* - 



{ 



i 




o 



_r\ 



I 



"• % 



J *■ 



/ 



U- ' 



'. / 



l4 



v\ 



t 



t^^ 



A 



flj>/ 






u 



v^ 



^ ^ 



4 






'A 



/ '« 



.^ 



qr 



AV 



^'^> 




I 



,-^ 



cr ■■ 



1,* 




r;t 







*-! 



Iir 



106 



(iffnenden, Spalte oder Pore entquellen, und sich in di* 

umgebende Luft unsichtbar vertheilen : so dass selten etwaS 
auf den Boden der Blume fallt, ausser die grosseren Pollen- 
korner der Malvaceen, Onagrarien, Calla aethiopica u. s. W., 
bissicli die Anthere ihres Inhalts giinzlich entleert hat, so dasS 
audi nicht eiii Polletikorn in der Hiille zuruck bleibt. 

Dieses Verstiiuhen des Pollens lasst sich dem Auge 
am deutlichs&^ auf die Art darstellen, dass man einC 
reife Anthere auf einer reinen Glasplatte dem vvarmen 
Sonnenlichte aussezt, worauf sich ofters in einem zieffl' 
lichen Umkreise, (zuweilen von einem lialben Zoll,) uni di^ 
staubende Anthere der Pollen als ein feiner Nimbus verbreitet 
Es scheint hiezu nicht immer eine besoiidere Einrichtuns* in deiB 
Innern der Anthere, oder eine Elasticitat des Parenchyms del*- 
selben^ noch ein eigener Impuls der Pollenkorner selbst nothig 
zuseyn, um diese Erscheinung zuerklaren, wenn wir ihr^ 
ausserordentliche Feinheit, Leichtigkeit und ihre olio;e Natuf 



betrachten (von welchen selbst Henschel (^) zugibt^ dass def 
leiseste Luftzug sie aufhebe^ und nach alien Richtungen zer- 
streue): so dass sie schon durch die einfache Verdunstung- def 
Feuchtigkeit, (s. Warme der Blumen,) welche die Haute def 
Anthere in nicht geringer Menge enthalten , und hiebei von 
sich geben, verursacht werden kann : denn die so entleerten An- 
theren werden in kurzer Zeit vollkommen trocken^ einge- 
schrumpft und diirr. Sehr in die Augen fallend ist diess bei 
den Antheren der Gattung des Mimulus ^ welche an ihren bei- 
den Lappen auf dem Riicken eine'mit der Hant der Anthel'i^ 
verwachsene zweischenkelige , an beiden Enden zugespitzte 
Wulst haben , welche von derselben Farbe und Textur und 
ebenso saftreich ist, wieder Stanbfaden selbst (S. 84,85). Mi* 
dem Verstauben des Pollens nimmt diese griinliche, glanzende, 
saftige Wulst ab, wird braun und verschwhidet endlich ganz; 
so dass ihr Daseyn nach der volligen Entleeruno- der Anthere, 



o 



und ehe noch der Staubfaden schwindet, nicht mehr zu erken- 
nen ist, sondern ihre Substanz mit der Anthere vertocknet. 
Die Antheren des Lilium hulUferum verlieren von ihrei» 



t 



^ 



Oe 
Pol 



iU 



(ei 



I 



viei 

Pol 
sta 
de 



1 



sehl 

tiei 
1 



ei 



e 



d 



2u 

fer 

iia 

Po 
Wa 

St 

re 

an 

Po 

^\'i 

an 



h 



a 



Wu 



Sei 

d 
b 



e 



ei 



flie 
scl 

I'ic 



^n 



fr i 



l» 



4 
T . 






^ 



5 



1- 



'7 



e 



ti 



^ 



e 

\0 




i» 



t^ 



I 



or 

r 
r 

r 

r 




I 



? 



5 



? 



1- 



107 

effnen an bis iiach ihrer Entleeriing- durchs Verstauben des 
ollens, Avobei sich die Rander der Loculamente nach dem 



Hlicken 



(ein 



gegen die Insertion des Staubfadens zuriickscblagen, 



e all 



gemein beobacbtete Erscbeinung ,) in 2 



3mal 



^'^iimdzwanzif^ Stunden | ihres Gewichts , wabrenddem ddr 
o'len nicbts von seinem Gewichte verliert ; im friscben Zu- 
^^nde haben diese Antheren eine Lange von 5'" bis 5^5'^*^ nach 
aem Verstauben des Pollens 4,2'" bis 4,5'" ; die von Tropaeolum 
^^Jus friscb 1,5'", nacb dem Verstauben 0,7'" u. s. w. Wie 
^^"i' das Verstauben des Pollens durch das Vertroeknen 
^^' Antheren begiinstigt und befordert werde, ist sehr 



1 



^^^ht einzuseben. 



Die 

deutlich 



Verstaubuna; des Pollens ist aber nicht selten sehr 

und ohne besondere Hiilfsmittel wahrzunehmen. 



fern 



fiiihlingszeit wird namlich in einigen Stunden Ent- 



uno; 



von bliihenden Ficbten - und 



ein em 



Regen 



Tannenwaldungen 
ein leiehter Niederschlag von gelbem 



Polle 

^ahrgenommen, in vselchen der Pollen als ein feiner gelber 



Wasser 



Staub 



re 



obenauf scbwiinmt, und von 



fel 



P 



iJ^^ genannt wird. Die deicbe Erscheinung; sieht man auch 
'*! bluhenden Korn- und Hanffeldern 5 von welcben sich der 
'^en in zarten Wolken durcb einen sanften Wind erbebt ( S), 
' diess auch Raffenau, Delile (^) und Desfomtaines (^^) 
^en sich ofFnenden Blumen der Phonix dactylifera bemerkt 
^^^ ; auch A. H. Hassal erzahit hievon ein sehr merk- 



C^' 



/ 



A 



/* 



t.-f ■ 



.-^ 



^ 



pU^ 



J 



h 



■/ 



,/ o 



/ 



^iii^diges Beispiel ( 



11 



)• 



M 



^^'is bei aufgeheuder Sonne (S.2I5 22^ 105) und die Verstaubung 
^^ Pollens ist bei vielen Gewachsen in einemTag vollbracht, 
^^ solchen aber, bei welchen der Pollen langsamer reift, und 

ne Verstaubung lanjrer dauert, steht sie bei Nacht stille. und 
^heint sich nach den Warmeparoxysmen in Aen Blumen zu 
^iiten (s. Warmeentbindung in den Blumen'). 

Die Dauer oder dieSchnelliekeit und Langsamkeit dieser 



^ 



\ 



erung 



Antheren hangt 



vorziiglich 



auch von der 




i 

L 
T 

1 




If, 



t 



ill 



Jt KT 




ii 



I 



. ■► 



II 




^1 f> 



ilf 



i i- 



/ 



r 




'»' 



. 



I \ 



^-^ 



u 



U t 



\ 



I'i 




M 



f : t 



X 






d/^ 



fli*^ 



^. 



4 



i''- 



^ 






108 



Witte 



belt des Sonnenlichts ab; indessen verstauben einig-e Pflaiizen 
ibren Pollen scbneller, andere langsamer: indem hier auch die 
Anzabl der Staubgefasse in einer Blume und ibre Anlaj^e i" 
Betrachtung kommt, well sie nicbt immer zu gleicher Zeit zur 
vollkommenen Reife gelangen (S. 99) : sie verstauben aber i" 
derselben Ordnung wie sie reifen. Bei Delphinium^ Jquikgidj 
Nigella erfolgt die Verstaubung des Pollens in einer Bluiiie 
gevvobnlicb in 12 Stunden : bei triibem Himmel und feuchter 
Witteruiig aber in zwei bis drei Tao-en: bei Fuchsia eoC'^ 
cinea^ globosa und macrosfemma in 48 Stunden: Oenothera i'^ 
6—8 Stunden 5 Datura in 2—3 Stunden ; Nicotiana rustica, vO^ 



*»^ 



L ► 

niculata \ Langsdorfii u. s. w. in einer halben, bei ui 

Witterung* aber in 2 bis langstens 3 Stunden: bei de„ ^^... 

ceenj z. B. Salis^ Corylus^ Alnus n. s, w. in 2, langstens 4 Tagen 5 



Calla aetkiopica ^ in unserem Clima , in 10—16 Tagen : 



PmuS 



silvestris in 3 — 5 Tairen ; Lilium bulbiferum in 2 — 3 Tagen 5 

6 



'to 



bei den Car} ophylleen 



5 



Witter 

Wittei 



Intervallen^ die ausseren zuerst^ die inneren spiiter , je nach 
Umstanden in 12—24 Stunden ^ ja sogar erst in zwei Tagen: 



bei Mercurialis in einei 



Mi 



U 



der Blume \ou Tropaeolum majus dauert die successive Ver- 
stanbung' des Pollens 4 — 5 Tage^ die der einzelnen Anthere 
36 Stunden bis 2 Tage. 



Es gibt aber audi einige Familien , z, B. die Orchideen, 



Apocyneen und Asclepiadeen^ bei welchen keine solche Vei"- 

^ 

staubuno; anoetroffen wird : weil der Pollen eine andere Be- 
scbaffenheit bat, worauf die Abwesenheit wirklieher Staub> 
fiiden vielleicht Einfluss baben mag. Aber audi die weib- 
iichen Diclinen baben keine Verstaubung, weil sie iiberhaupt 
keinen Pollen besitzen : die Folge hievon ist bei diesen bios eine 
verliingerte Dauer der Blume, wenn sie nicht befrucbtet wird. 

r 

Der pbysikalische Prozess des Zerfallens des Pollens in 
den Antberen , so wie das Verscbwinden der grossern Pollen- 
korner aus den Blumen, wie z. B. bei den Malvacaen . Cucui- 



f 



bit 

deni 
des 
Her 

fun 
Ver 
bei 
licl 
^'ir 

B 

der 
sch 

cee 
He 

der 



ei 



sta 
Jun 
fah 
the 

licl 
d er 

ch 
tet 
cer: 

die 

HntI 
h 



er 



>>d 

(13 

))pr| 
»lu 
So 



%i 



f 



^ 



t 



* i 



I 



r/ 




-^ 




I 



M ■-* *^ 



J 



"i 

e 



n 



^ 



n 



3 



i 



ill 



1 




I' 



5 

6 

ei 
h 

li: 

n » 



»^ 



r 



•e 



[1 



? 



I 



t^ 







t 



e 



k 



II 



J- 



t^ 




109 



^itaceen 
den 



u» a.^ bedarf nocli einer naheren Untersuchung'. Bei 

grossern wie bei den visciden Pollenarten 2:eschiehet bei- 

^^ in einem langeren Zeitraum als bei den glatten Pollenkor- 

^^'n : bei den ersteren beiden Arten geht schon eine Verande- 

"*^g in den Antheren vor, wodurch die Adhasion der Korner 

^^ningert und nach und nach aufgehobenwird: wie diess z. B. 

^^^Salix und Tropaeolum der Fall ist, bei welchen der anfang- 

*ich fadenziehende Pollen, wie bei elnigenOnagrarien, trocken 

^^I'd, und sich hierauf in der ganzen Blume verbreiten kann. 

W% ft ^ ■ 

^^1 n^ehrerenOnaffrarien und Calla verdirbt der in den Fundus 

^^^ Corolle gefallene Pollen grosstentheils: indem er ver- 
^hinimelt und sich durch Faulniss auflost; bei den Malva- 

^^^und Cucurbitaceen scheint die Luft sowohl durclis Trock- 
^^ ^Is durch ihre Bewegung auf das Verschwinden und Ver- 
^^'nen des Pollens bedeutenden Einfluss zu haben. 

Wenn nun p:leich das Oeffnen der Antheren und die Ver- 

^taubung des Pollens bei dem normalen Gauge der Entwicke- 

"^§; der Blumen mit ihrem OefFnen und mit der Conceptions- 
fahio^ 

^^nfallt^ dass sie gewohnlich als simultan betrachtet werden 

^^- 104), so ist aus den vorhin angfeaebenen Umstanden ersicht- 

^*^5 dass die Verstaubune: als solche weder auf das Lebeu 

A o • 

^^* Corolle 5 nocli audi auf das der iibrigen Organe einen sol- 
*^en Einfluss hat, wie er von Schelver und Henschel behaup- 
^t wird. Es erhellt diess audi noch daraus, dass die Dehis- 
?n2 der Antheren und die Verstaubuno; des Pollens sowohl bd 

r 

ossener als bei geofFneter Corolle yor sich geht, und 



■^ 



L 

keit des Pistills in einen so kurzen Zeitabschnitt zusam- 



^1 



mehr durch aussere Tlmstande, wie Licht, Warme 



geschl 
^Jeselbe 

*^d Luftzutritt, veranlasst und beschleunig:t wird. Wenn da- 

ii ' . 

^^' gesagt wird (^^): »dass die Verstaubung die Granze und 
)>aer Tod des vegeth^enden, des verwachsenen, in einander 
» vurzelnden und gepflanzten Lebens seye^^, und dass mit ihr 
^ ) »der Culminationspunct des ganzen Individualisirungs- 
»Processes der Pflanze, so wie mit der voUendeten Entwicke- 



» 



1 u n 



So 



g des Pollen das Welken der Pflanze verkniipft seye<f 



wird der Form zugerechnet, was der Materia, deai Stoffe 



i 



1 1 






'} 



f 



<n 



I 



A 



( 



■X. ^ 



L 



f 

t 

h 

I 



HIT! 

. 1 




I 



I 




\ ' 



■i 



I 



Ml 



i«*4 

m 




t 



* 



k 



if\ 



^-^w^ 








/ 




/" 



I 

5 



t 






110 



ziikommt Nach der namlichen Ansicht werden der Berau- 
bung der Anthereii und dem Abschneiden der Staubfaden 
Nachtheile und Wirkungen nicht nur auf die einzelne Blume, 
an vvelcher sie geschiehet, sondern audi aufs ganze Indivi- 
duum zugeschrieben, welche sie wiiklich nicht haben (S. 15); 
die genaonten Natuiforscher ( i* ) sagen nJimHch : „dass durch 
„den hiedurch gebinderten Durchbrucb des Pollen inneilicb 
„das Welken gesteigert, Abortiren veranlasst, und daduicli 
jjalle Bande der Bildung aufgelost werden.« 

Dass dieVerstaiibung des Pollens bei dem grosstenTheil^ 
der voUkommenen Gevvachse ein nothwendiger Lebensact is^ 
und seyn muss, mag im Allgemeinen scbon daraus abzuneh' 
men seyn, dass sie voii der Natur bei wenigen Pflanzen nicht 
angeordnet worden; dagegen aber bei diesen dem Pollen eine 
andere Stelle und eine abweichende Natur verliehen ist. Hie- 
raus folgt aber noch nicht, dass, wenn die Verstaubun^ 

* 

verhindert, oder durch Hinwegnahme der unreifen Anthereii 
unmoglich gemacht wird, eine andere nachtheilige Foige iat 
die betreffende Blume, oder das ganze Pflanzenindividuum biei" 
aus erwachsen miisse, als diejenige, welche sich fiir die einzeln^ 
Blume aus der nicht geschehenen Bestaubung der Narbe er- 
gibt, naralich ihre Unfruchtbarkeit , oder das Abfallen dieser 
einzelnen Blume. Wir sehen auch viele Diclinen , denen die 
Verstaubung auf naturlichem Wege mangelt, kraftig und freu- 
dig vvachsen, und selbst die Contabescenz der Staubgefasse, 
die partielle wie die allgemeine, verursacht im vegetativen Le- 
ben des Individuums keine weitere Storung. Sehr viele Ba- 




starde erzeugen gar keinen Pollen, verstauben also auch nicht; 
die Folge hievon ist aber nicht friiheres Dahinwelken un^ 
Zerfailen , sondern wahrscheinlich die haufig beobachtete lan- 
gere Lebensdauer und starkere Productivitat in Blumen. Di^ 



Wi 



kung der verhinderten Verstaubung auf die mannlicheU 
Blumen Aev Lychnis diurna und vespertina, in ihren verschiede- 
nen Entwickelungsstufen veranstaltet, besonders in Beziehun^ 
auf den Tagsschlaf der lezteren, ist noch zvveifelhaft (S. 45> 

VON GoTHE (1^) und nach ihm die vorhin genannten 



Bot 
le 



ns 



pfun 
^veil 

abs 
Poll 

deth 



a 



din 
halt 



d 



en 



H'. 



a 



getr 
be 



si 



Poll 

stau 
det 



di 



V 



les 
On 



Gn 



Ox 



eine 



n 



iJio 



c 







va 



ti 



on 



*eiidl 



er 



d 



ind 



e 



en 
ai 



b 
b 

trot 

Oen 
erhf 

Pfla 
gedii 



II 



f 



i 



r ^"x 




%«• 



1 



en 



e 



1 



J 



ch 
ch 

ch 



lie 

tie 
ie- 

eii 
ill' 

lie 

r- 

er 

ie 



u 




iid 

ie 
n 
e- 



4- 



** 



{ 



111 



^otaniker haben dieNothwendigkeit der Verstaubung des Pol- 

^ns dadurch zu erweisen gesucht, dass siedieselbe der Vertro- 
P "ng' durch den Honigsaft polarisch entgegengesezt haben ; 
^il sich an mehieren Pflanzen ergeben hat, dass die Nectar- 



abs 



Poll 



onderung bei denselben zur Zeit der Verstaubung des 



6ns am starksten ist, wie wir das selbst audi an Calla 



^^thiopica: Nicofiana paniculata, Lavgsdorfii, Mimulus car- 
^^nalis u. s. w. gefunden haben : dass diess aber eine vollig un- 

^^'tbare Hypothese ist, geht unlaugbar aus folgenden Uinstan- 
den her 



vor: 1) Die Nectarabsonderung fangt bei sehr vielen 
•"^nzen schon vor dem Oeffnen der Bliime und vor der ein- 



getret 
be 

Poll 



enen Reife der Antheren an; 2) sehr viele Pflanzen 

^itzen gar keine Nectarabsonderung und verstauben vielen 

6n ; andere ira Gegentheil geben vielen Nectar und ver- 



det 
di 



^*auben ihren Pollen nicht ; 3) die Pollenbereitung beurkun- 
einen viel hoheren Lebensact, als die des Honigsafts; wie 

'^ss Alles noch deutlicher und umstandlicher in dem Kapitel 
^'on (^er Nectarabsonderung erortert worden ist (S. 94). von 
^OTHE selbst verband mit der Pollenverstaubung spater(i^) 
^inen viel hoheren BegrifF. — Wenii aber der Polienbeiei- 

^*^fe eine Bildung antagonistisch gegeniiber stehen sollte^ so 
"^^chte es keine andere seyn konnen^ als die der Eiclien ira 







barium. 



ScHELVER ( ^'^ ) hat behauptet, dass die^ durch die Castra- 

^^^ (S, 13) oder die Operation der Beraubung der Anthe- 

^^ bewirkte, Unfruciitbarkeit kein Beweis fiir die befruch- 

^^^e Eigenschaft des Blumenstaubes sey, sondern eine Folge 

^^1' durchs Beschneiden der Staubfaden verlezten Vegetation, 

^dem er sogar fiir wahrscheinlich erkliirt^ dass es Falle ge- 

^'^ konne, wo das Beschneiden der Staubfaden die Frucht- 

^'keit befordere. Henschel im Gegentheil versichert (i^) 

'otz der Castration bei Tropaeolum majus, Nigella damascena, 

^nothera grandiflora und Papaver Rhoeas keimende Samen 

^•"nalten zu haben; von Nachtheilen der Castration fiir die 

"anzenindividuen, welche diesen Versuchen zum Gegenstand 

^^dienl batten, thut er aber in den angefiihrten Orten keine 




\ 








u 



•if 



f!< 



I 



:'i 



I ^ 



^1 



I 





«« 




i 




,T - 




-^J --- ^-^^ --'- 



\ 




Hf 



^ 



^ 



112 



t 



Erwahniing. Andererseits sag^t derselbe Veifasser (i^), dasS 
das Abschneiden der PoIIenblumen bei den Kiirbisversucheii 
sich im Allgemeinen nachtheilig gezeigt habe: das Abschnei- 
den dei- weiblichen BJiithen aber dieFruchtbarkeit zu staiketij 



en 



und auf die zulezt stebengelassene zu concentriren geschien 
habe; indem zugleich beigefiigt wird, dass vielleicht hieiin 
der Schliissel zur Erklarung der Einwirkung* der Castration 
uberhaiipt liegen moge. Eudlicli wird von demselben Ver- ^ 
fasser (-^) noch versichert^ dass die Castration der Fruch^^" 
und Samenbildung nicht niir nicht gescliadet^ sondern dasS? 



dieselbe durcli 



B 



zeugung keimungsfahiger Samen bei Lopezia und Tropaeolu^ 



sogar zugenommen babe 



funfG 



'lulif 



Wi 



Wid 



I. 



ZU haben: indem moglicherweise der Grund derselben in A^"^ 
zu den Beobachtungen gedienten Pflanzen liegen konnte. 

Der Zeitpunkt, in welchem die Castration (S. 14) a" 
den Blumen vorgenomraen wird, mag bei verschiedenen Pflaii' 
zen und deren Blumen, je nach ihrem niederen oder hohereH 
Entwickelungsgrade, allerdings eine versehiedene Wirkun^ 
auf die einzelneBIume und ihre ueitereEntwickelung begriin' 
den. Der grosste Theil der von uns gemachten Castrationefl 
ist in dem Entwickelungsgrade der Blumen vorgenommeiij 
als die Antheren schon beinahe reif und ihrer Debiscenz nahe 
waren. In diesem Zustande der Blumen haben wir von de^ 
einfachen Hinvvegnahme der Antheren fiir das Leben der iibri' 
gen Theile der Blume und fiir das Befruchtungsvermogen deS 
Ovariums keine nachtheilige Wirkung erfolg-en gesehen: waS 
schon die friihzeitigere Entwickelung der mannlichen Orgau^ 
erwarten liess. Nur in den Fallen, wo durch die kiinstlich^ 
Entfaltung der Bliune, vvelche nothvvendiff ist, urn zu den An- 
tberen zu gelangen , die anderen Theile verlezt werden , wa^ 
bei kleinen Blumen, wie bei Veronica, jnagatlis, DiglfaB 

parviflora, Rihes petraeum u. a., zu vermeiden fast unmoglich 



»^an 



i'eicj, 
^eil 

^erst 

t 

sjichtl 



b 



eie 



«U 



er 



b 



«ide 



Bl 



en 



M 



V 



M\ 



>s 



^ifol 

Peiio 
^ie f,. 

^nr i 



M 



'«'ch 



»'eh 



a 






^ber 



1 



ei. d 



» '^"tste 



d 
a 



^iier 



M 



iiii 



Gi 



*«i 



> 




P — 



"^ 




ss 

leii 



1- 



eii 
ill 

on 

iit- 



i 



s 



i 



) 



1- 



e 






e- 
Iit 

en 



Ian 

li- 
en 

11- 

len 

II) 

he 

li'i- 
es 

n- 

I 



t 



1 



Bime. oder eine 



r 



% 

J^t, hatte die Castration das Abfallen der Bl.,..„ , 

^angejhafte Entwickelnng des Ovariums zur Folge. 

^^ I>ie BInrnen ma.iclierPflanzen diirfen aber keinen solchen 

'{ der Entvvickeliing-, wie wir eben angegeben haben, er- 

^'en, uin mit dem bezweekten EifoJge castrht zu werden; 

^'' eiitvveder die Aiitheren durch die umgebeiiden Tbeile s() 

'Sieckt sind , dass sie ohne Verletzuiig und daduicb verur- 

"Cite Afterbefruchtuiig- nicht entfernt werden konnen : z. B. 

» eitiigeri Arten von Getim, Mmibilts, Phaseolus ii. a.: oder 



b 



^'■j Weil die Antheren so friihzeitig reifsiiul, dass sie in 



«Men 1 



«he 



ezteii 




en zur Erreicbung des Zweckes der kiinstli- 



" Befiuehtung noch iin Safte und vollig unreif aus der' 
'">ie entfernt werden miissen ; wie bei den Leguminosen, 
^ ^ vaceen, /.inwrn, eiuigen Arten von Potentilla u. a. Wenn 

'"^st in diese 
»^it d 

n ■ 



r friihzeitigen Entwickelungsperiode derBlnmen 
er notbigen Geduld, Sebonung und Dexteritat, welcbe 
" ^^ich erst durch lange Uebuiig verschaflfen kann , verfah- 
Borden war: so bemerkten wir keine Verscbiedenbeit des 
^^'^es von dieser Operation in diesen beiden Entwickelungs- 

^iefiung auf die Frucbt- und Samenerzeufvnnj*-. 



()i 



'« fiiih 



Hqv 



ckel 



'; 



der Nectarabsonderung und der Geruchsemanationen. 



. '^ in Riicksicht des Besucbs der Bienen glaubten wir zu be- 

'^en, dass castrirte Blumen seltener von denselben besuebt 
^^ I'd en 



"^'^Jehen 



als selbst total unfrucbtbare Hybriden , zwiscben 



a 



fina 



»<eh 



und den rein en Arten bei Digitalis , Dianthus, Nico- 
wir in dieser Beziebung kaum einen Unterschied wabr- 



^^n konnten. 



.J". 



) 



/ 



/ 



y 



aet^ 



I 







1-J 



c- 






d^ 






)( 



a 



k 



1 



T\ V 

"a bei vielen Pflanzen der Zusammenhang der Antberen 

e« Staubfiiden sebr zart und locker ist, die Staubfaden 

^ entweder mit der Corolle oder anderen wesentlicben Thei- 



>^itc| 



^Me 



^ ^ ^*»men verwacbsen sind: so konnte die Verm nth ung 
eben , dass eine tbeilweise oder ganzliche Exstirpation 






erSt 



aubfaden mit den Antberen eine andere und entschie- 



_^'>ere Wirk 



^h\ 



in den vorhin angezeigten Be- 



^"Hgen hervorbiing^en mochte. Da dieses aber die sicherere 



ARTNER, Befruchtung cler G 



ewiichse. 



8 



1 



■t 



1 



■ r 






r 2 



i 



. -^'^ 



m 



m 






it 



I 



i 






W^' 




!* 



v4l » 



M 




■.n 



»> 









1^ 




« 




m 



9* 



( 





— **=- 




r 



.1 



f 



\ 



i 



I 



\ 






\ 



!' 



H4 



Metli 



Afterbefriic' 



gen vorzubeug-en, so haben wir sie ebenfalls sehr hjinfig b^' 
iinseren Versnchen angewendet, und in manchen Fallen d^'' 
andern vorgezogen; wir konnten aber im Allgemeinen keine, 
von der anderen einfacheren Castrationsmethode abweichenil^ 
VVirkung davon gewahr werden. Einzelne Fjille von feh!g«' 
schlagener Befrucbtung oder Abfallen der Blunien koniie" 
bierin nicbts entscbeiden; da sicb diess aucb bei der andei'" 
Metbode nicbt seltener ereignet, und also urn so wenigei" »«' 
Recbnung der Castration geschrieben werden kann, als dieS^ 
Erscbeinung sich baufig aucb an Blumen ereignet, welch" 
dieser Operation nicbt unteiworfen werden, und denen <Je'' 
ganze Staubgefassapparat unversebrt erbalten Avorden war. 



Da es moglich ware, dass die durch die Castration «'"' 
zeliier Blumen fiir den ganzen Organismus des lndividu«»i'^^ 
veriirsachten Nachtheile dsirch die Vegetationskraft desselb^*^ 
hiitten wiederum aufgehoben werden konnen, und die vorh'" 
angegebenen Resultate als gelegenheitliche Ergebnisse ang^' 
sehen werden mochten; so stellte der Verfasser iinmittelba»* 
Versuche an^ nm die Art des Einflusses der Castration ^" 






das Leben und die Gesundbeit des Individuums zu erfabre"; 
Es wurde zu diesem Endzweck an verscbiedenen Pflanze"' 

r 

iiamlicb an Nicoiiana rustica, paniculata^ Tahacum: Datt 
Slramomum, Tatula: Dianthus superhus und caucaskus: Geu 






cuccineum, keine einzige Blume zur Verstaubung zugelasse^) 
sondern eine jede derselben wurde vor ibrem Aufbliiben castri'"*' 
und hierauf zur Zeit der Conceptionsfahigkeit der Plsti"^ 
tbeils mit dem eigenen, theils mit fremdem Pollen von v^*^' 

■ 

schiedenen cong-eneriscben Arten kiinstiicb bestaubt; die Pfl^"' 



ft 
Statt dass , wie 



del" 



Einfluss auf die Narben zu verwahren. 
Verfasser vermutbet hatte, durcb die Castration und ganzli^'' 
verbinderte Verstaubung des Pollens die Pjflanzen zu einer I^^' 
hafteren Vegetation aufgeregt worden waren, wie diess 



&» 



den absolut-sterilen, nicbt verstaubenden, Hybriden beobacht^* 



Stillstand 



Aes 
dies 

tibeil 
de 



8 



«ine 
glei 

stih, 
let! 



ttJS 



Sam I 
I^oll 
in (j 



V 






Verb 

g'eiel 
lie 

%as 
«bi 



re 



r ^ 



em 



Aft 



ei 



eu 



) 



end 



H 



eif. 



J'iihrt 



d 



^I'te 



'^othi 



d 



er 



^evv() 



<e 



H 



Hd 



I 



» 





bei 
del' 

ine, 

|lge- 
iien 

eh" 
del' 

Ir. 
beH 



{ 



I 



af 

en 



eiij 

all' 
el" 

jcl» 

eb' 
a>' 



\ 





/ 



_^ 



/ 



115 



y 



pa 

»?en ein; sie horten namlich auf, frische Blnmen und 

Aeste 



di 



211 treibeii. 



eseE 



Der Vei'fasser war aiifans'lich geneifi^t, 



,''"^' Hadiu-ch 



I'scheinung der Veistummeluii^- durch die Castration, 



«i 



verursaclite R&ckwlrkujic^ 



&^ne und auf die Wurzein ziizuschreibea. 



auf die Eniiilirungs- 



»il)ei 



Um aber hier- 
zur Gewfssheit zu gelangen, vvurde rnit eiiier Pflanze 



«ine 



^'eiche 
stij 



'Jianthus superbus mit lauter contabescirteii Antheren und 

^ Weiblichen Lychnis diurna und vesperlina auf ganz 

Weise verfahren, bei vs'elchen demnach keine Ver- 

"Hnelung der Blume geschehen war : soudern welchen al- 

»e Verstaubung normal fehlte. Unter den ganz gleicheii 

^^"Jstandeuj namlich nach der kiinstiichen Bestaubung der 

'^niiiitJicheii Blumen, tlieils mit eig-enem , theils mit fremdera 

J .^"' ""^ Verwahrung Im Zimmer, kamen diese Pflanzeii 
enselben Zustand der Erschopfung oder des Stillstandes 
"^ Wachstl 



iiume. 



V 



B 



letzteren Pflanzen konnte die Abnahme der 



bCtation nichtder Storung des vegetativen Lebens durch die 

I'nderte Verstaubung Schuld gegeben werden, und diesem 
g'eichen 



re 



de 
"»^'as 



Zustande der Languescenz musste demnach eine aii- 



d 



beiden gemeinschaftlichej Ursache zum Grunde liegen: 
sich auch dadurch erwieSj dass, so wie diese Pflanzen 
Tage in die frlsclie Luft gestellt worden waren, nach- 



eiii sie 



Aft 



Woche 



(urn 



'befruchtnngen abzuhaltenj) siewiederaile anfingen^ aufs 

' C I) £^ 

^ ^u treiben und frische Blumenknospen anzusetzen; wah- 
p ^ie kiinstlich bestaubten Ovarien nach und nach zur 
liil ^ ^^'^"gten. Der vorherige Stilistand des Wachsthums 
J ^ daher keineswegs von der, durch die Castration verhin-^ 
jj.. ,^"' Verstaubung, sondern von der langen Entziehung der 
''^•'•gen frischen Luft her. 



il 



Da 



^n den hermaphroditischen Biumen 



Ma 



gfi ., "^"'*^""g der mannlichen Organe bei der Contabescenz 
^fi k ^ ^^'^ friihzeitige Griffel angetrofFen werden, (vvovon un- 
^y ^* ^^" weiblichen Organen umstandlicher gehandeit werden 



«nit der Fiuhzeitigkeit Agv Griffel abei 



^ucb 



8 * 



\ 



t^^ 



\ 




^t- 






I 



1* 



t 



■iiA 



\ 




\ 



P 




* 




■ \ 



':^ 





4 HI 




^•1 



)-l » 



^ - 




f ( 








I 




I 



♦ 



\ 



116 

friiher entwickelte Conceptionsfaliigkeit (als bei den voU' 
kommenen Blumen) veibmiden 1st: so mussten wir iins f^'" 
Frage stelleti : oh nicht duich eine fruhzeitijre Castration «" 



d 



I 

die daduich verhinderte oder aufgehobene Veistaubnng d^^ 
Pollens ebeiifalls eine friihere Entwickelun^ der weibiiche" 
Organe der Blume bewiikt werden mochte. 

Einestheils haben wir aber bei Geum nnd Primula %^'* 
seben 5 dass nach der Piacocitat der Griffel die Antber^" 
dennocli vollkommen gereift haben^ ohne dass sie inContab^^' 

r 

cenz iibergegangen sind : anderentheils muss die ContabeS' 



cenz und 



deren Einfluss auf die Blnme nothwendiff vi^ 



friiher beginnen , als der der Castration, welche meisten^ 
nur wenige Stunden oder hochstens einen bis zwei Tage v«'' 
der voUendeten Reife der Antheren bewerkstelligt wird: ^^ 
kann also um dieser Verschiedenheiten willen die Castrafi^'' 

I 

nicht die ^leiche Wirknng haben, wie die Contahescenz. ^'"^ 

glanbten sogar einmal \m G^g^ni\\^\\h^\ Dianthiis superh^^ 
von der Castration eine Verlangsamerung' der Entwickeln"» 
der Griffel und Narben erfahren zu haben : da wir aber h^"" 
nachmals nie wieder eine nnzweifelhafte Bestatigung dleS^^ 
einzelnen Falles gesehen haben: so konnen wir demselb^^ 
kein Gewicht in dieser Beziehung beilegen ; sondern zahl^'^ 



ihn untei 
Metamori 



die Zufalie und nicht seltenen Abweichnnaen ^^^'i 



normalen Gange , welche au 



ch i^ 



anderen Erscheinungen des vegetabilisehen LebensprocesS^^ 



'J 



beobachtet werden. 

Die Erklaruns: 



« 



Staubff 



fasse machte es nothwendig , dass wir im Vorhergehen^)^' 
mehrmals eines Zustandes der letzteren Erwahnungthnn ni«^^ 
ten 5 dessen genauere Untersuchung und Aufzahhing seii'^"^ 
Verhaltnisse jetzt erst an die Reihe kommt ; es ist diess ^'^ 
Contabescenz der Staubgefasse, welche in einer gewissen P^ 
generation und Desorganisation der Antheren und der Stai'''' 
fadenbesteht, welche verschiedene Grade hat: aber in die^^" 
Verschiedenen Graden immer die Fatuitat oder auch die Zers*"! 
rung^ des Pollens venirsacht. Schon friiher beobachteteso>vo 






OL 



an 

an 



Ziie 



r: 



Ant! 



til 



er 



^'ai'tl 



ffis 



isc 



fad 
b 



e 



esci 



§er 



e 



G 



est 



^urc 
J>ieis 
lich 



I h 



ei 



c 



Cu 



sta 
Hi 



» 



Ul 



G 



^fa 



K< 



-^--n 



OL 



thu 



s 



1 



^otl 



\ 



^\i 



en 



V 



en 



5^11 



ge 



'"Id 

Sit: 



2e 



t 



4k 



n -.y. 



J ^ri ■ -_■■- -d--B -m m-j ir' - J --t 



J 




oil' 
und 

hed 



0-6' 

bes' 

IbeS' 



vie 



1 



ten« 

v<''' 

fioii 



r 



■ 

0* 



e 



Hung 

J 

Ibe" 

ble" 
del' 

Ih ''^ 



s 



e' 



df" 
di" 



I 







i 



117 



K 



«< 



_^0LREUTER ( 2 1 ) diesen veranderten Zustand der Staubgefasse 
/' %«?/««/*, GypsopUla und Saponaria , a!s aiich Mauz(22) 



^n s?:/ 



Di 



je 



Antheren werdeii von dieser krankhaften Affection C/itX 



i 



- f 



«''st ergriffen ; denn die Staubfadeii werden haufio- 



^^'^nnai 



nocli / 



Ant! 



und unverandert angetroffen bei ganz confabescirter 



tii 



lere. Diese Verderbniss scheint dalier imaier in der An- 



^^^ ihren Ursprung zu nehmen ^ und sich von dieser ab- 

^uf die Staubfaden fortzupflanzen • denn zuvveilen ist 
^i' oberste Theil desselbeii von ihr ergriffen , einge- 



^'fii'ts 



'^cbrti 



>^pft , missfarbig und welk : der unteie Theil aber noch 



^^^ »»d flelschig; haufig ist aber audi der ganze Staub- 
*^'^ contabescirt. Niemals trafen wir jedoch einen conta- 



fad 

*iten Staubfaden luit einer noriuai gebildeten und geborig 
""^iften Anthere, welcheguten Pollen enthalten hatte. 



G 



Di 



>e Antheren haben in diesem Zustande eine veranderte 

taitj sind kleiner als die gesunden ^ nicht voll ^ sonderii 

§^GtaI!en und eingeschrumpft : besonders zeichnen sie sich 



d 



«rch 



^5ne abweichende Farbe aus : sie sind z. B. bei den 



isteu Caryophylleen schmutziggelb : braun und schwarz- 
bei Poientilla^ Fragaria^ Saponaria officinalis: braunlich 
^^^*bascum: rothlich oder rosenroth statt griinlichgelb bei 

^^^lus Behen L. : bei den meisten Pflanzen aber weisslich 



^dei 



^^issfarbiggelb^ wie bei fast alien Hybriden. 



thu 



^^ die contabescirten Antheren sich nicht offnen, so ver- 

^» sie audi keinen Pollen. Zuweilen sind sie statt mit 

^•»enstaub rait einer Fliissigkeit erfiillt, wie wir diess bei 

.^^ium sanguineum , pratenseviwA phaeum angetroffen liaben. 

^^LRECTER (2 3J fand zvvar Pollen in den Antheren des Dian- 



staub 



I'otl.e 



^h 



1 w 



ms ; er hatte aber eine dunkelbranne, ins Purpur- 

spielende Farbe , und bestand aus yiel kleineren Kiigel- 

^ ^Is der natiirliche ; dieser erwies sich ganz impotent. 

'^n aber auch weissHcher Blumenstaub in den Antheren 

^ fe^trofFen wird, Avie bei mehreren Arten von Fer^^^^^^^w* 

vielen Bastarden : so sind die Korner unformlicii nuA be- 

<^«» keinc befruditende Kraft. Bei dem hochsteii Grade dpr 

r ■ - ■ ^ K 









.- J 



^ -/ 




< 






)l 



.■■^ t 






f 



.'f -- 






-// 



1 

F 
J 



A 



n * - *. > 



it ■ • V (■ 



J i- . 





i It 



lu t 



r'>4r 



m* 



W 






1 



M « 



II 



I) I 



"J* 



^ff 




9 



I 




'1 



jn 



f 



ill 



\ 








f^ 

m 



w 



P 



I 




f 



118 



v' f 



8. 



.*.^ 



in ir- 



1 



> , 



^ 



'- w^ 



/ 



- ^ 



*- 



^'^ 



^'A 



1 \ 



y 



} 



/ 



/ 



/"', 



V 



-/■:■■ 



^ 



/ 



A 



!v. 



/ 



' -C 



^ 



V--. 



f t 



/• 



' T 



/ 



/ 



i\ 



■^ - 



#' 



\ 



' / 






/ 



\ 



f 



Gontabescenz hefindet sicli gar 



kein Pollen in der Antliere? 



V 



sondern diese bildet nur eine unformlidie, verschrumpfte uno 
cellulose Masse, 

I 

Von dieser abiiormen Veranderung trifFt man znweile" 
nur ein oder das andere Staubgefass in einer Blume befall^"' ' 
an, (ja zuweilen nur das eine oder das andere Loculamen<^ . 
einer Anthere, wie bei Tropaeolum,') indem die iibrigen ilnen ^ 
gesunden und normalenZustand nicht verloren haben. Maiich' 
mal hat sich aber diese krankhafte Veranderung auf a'^^ 
Staubgefasse einer Blume in gleichem Grade verbreitet. ^^ 
ist uns selten vorgekommen, dass die Gontabescenz nur eii'^ 
einzige Blume eines Individuums betroffen hat, wie wir dies^ 
an Dianthus diutinus und bei Hgoscyamus niger ^ an den fj^^" 

welche beide bei gr6ssere»^ 
CorolJen lauter contabeseirte Antheren batten : wahrend di^ 

r I 

nachgekommenen Blumen etwas kleiner , aber mit voUkoiH' 
menen Staubgefassen versehen waren. Viel haufiger ist eSj 



der 

traf, 

St.. 

Sh 



a I 



a 



hia 



b 



b 



ei 



>. 



V ' 



Sun 
und 



Sam 



N d 



er 



lingsblumen beobachtet haben , 








peri 

»uss 
8il 



e 



4 I'eic 



dass, wenn eine Blume eines Pflanzenindividuums ein conta- * ^^'i 
bescirtes Staubgefass hat, alle iibrigen Blumenj die eine meh^^ 



die andere weniger, davon ergriflfen sind; es folgt hieraus? 
dass nicht nur die einzelnen Individuen , sondern auch die 
einzelnen Biumen eines Individuums, in verschiedenem Gra^^ 
von der Contabeseenz ergrifFen werden konnen» In diesef 
lezten Beziehung fanden wir ein im Freien gewachsenes Indi" 
viduum des Dianthus superhtis^ an welchem sich nicht ein^ 
einzige, von der Gontabescenz verschonte, Blume befand 
dessen einzelne Blumen aber von 2 
batten. Als Beispiel der ersten Art beobachteten wir ein ^^" 

I 

dividuum des Dianthus barbahis, an welchem alle BlumeHj 




d 



en 



Vei-s 



(ir 



ihr 



I'e 



aus 



V 



T 



op 



1 



9 normale Staubgefa??^^ 



als 
d 



{ 



rd 



V 



es 
ert 



>ar 



f r 



bis auf vier^ contabeseirte Staubgefasse und vollkommen^ 
weibliche Organe besassen; von diesen vier Bhimen war ein^ 

h 

nur mit einem , zwei mit dreien und die vierte mit vier vol'' 
kommenen Stanbgefassen versehen. Wenn da her be! einei^ 
Individlium im Anfang- des Bluhens eine oder ein paar Blumen 
lauter contabeseirte Staubgefasse haben, so sind gewohnlicl' 
auch alle naciigekommenen Biumen in demselben Zustande. 



\ ■ 



S 



am 



»f»itt 



es 
^efii 



ai 



Art 



I 






i ' I 



«' 







I- 




-■f-t.' 




» 



K 



-f- f /■ , 



c 



rk 

f!-- 



M^t^ 



tu,^ 



fit^ 









I' 



j-^ 



f 



A 




dm 




^f- ^ 



OUAif 



119 



■e, i 



d 




Diese abnorme BescIiafiFenheif der Staubgefasse tritt mit 

'' I'uhesten Entwickelung: der Bliimenknospe ein : denii wir 
ti'^fenbeid 



/' 




«■ ^ 



ti 
I) 

lit 



II 



h 



II 

ie 

1)1' 



r 



7 



e 



I' 



I 



lie 

e 

lii- 

lie 

liii 
II 

Is 



St.. 



aubfad 




er voUstandigen Contabescenz die Antheren mitdeii 

f - L 

en sclion in der Knospe davon erj^riffen an. Die 

g^ern sicli dann nicht, sondern bleiben kurz,- 



r^ 



^t^ubfaden verlan^, 

^ ^ger und gedrangt beisammen, und haben schon friihzeitig 
"iiem Entstehen eine verdorbene Farbe : indem die ge- 



-f f 



*t 



E 



suiid 




^" J (wenn solche in der Blume vorhanden sind,) weiss' 



tttiischig sind und sich normal entwickeln. 



welcbe wir bisjezt hierliber ge- 



Nach den Erfahrungen, 

^nielthaben, miissen wir schliessen , dass die Aniage imd 
) ^®t' Grad dieser Affection d 

^ ^e»andert 



Ck.: 



r 



u 



r 



P^''»«anent ist 



5 



er Stanbgefasse in dem Individnnm 
wir haben gesehen^ dass sich diese niemals* 



f 



^uss 



batten 5 so lange die Pflanze am Leben blieb, 

l\J cr- ^^ ^" ^^^^ unten anzufiihrenden einzigen Beispiele der 
•^ ^^^ ^ocftflora. Weder durchs Versetzen in anderes Erd-- 

>ioch durch Absenker oder Ableger konnte eine V^er- 



c^- 



^ 



I r 



%^ 



U »'eich 



n^ 




^'^nlung der Aniage zur Contabescenz hervorgebraclit wer- 
"^^ ImTopfe erzogene und mit contabescirten Staubgefassen 
sehene Individuen von Dianthus superbus^ Caryophyllus und 
Jmsidnorum behielten in vier Jahren denseften Zustand 
^^' Staubf>efasse unverandert bei ; eine aus der Wildniss 
h^iiobene Pflanze der Lychnis Viscaria L* veranderte im 



/ 



^ v.; 



V' 



f rf 



/ 



^ 



\^' 



, f 



^ 



>'■ 



1 



alsd 
de 



/ *■ 



^ ihre totale Contabescenz nicht im mindesten 5 sawenig 
*6 mit contabescirten Staubgefassen versehenen Pflanzen 



t 



f 



I- 



r 



dianthus barbatus und chinensis diesen Zustand veran- 

^^^ y als sie vom Topfe ins freie Land verpflanzt worden 
Mren. 



I. 



r 



s 



^b sich die Contabescenz durch die Befruchtung und dert 
•nen fortpflanze, miissen wir noch bezweifeln : weil die un- 



/ f 



^^ 



4-%.^y. 



'^ittelb 






ar hieriibei 



angestellten 



Versuche ein verschiedenes 



\ r 



^uitat geliefert haben. Wir batten mehrere Bhimen des 
^inns superbus und barbatus an, mit contabescirten Staub- 



J 



i 



»• 



/- 



^ assen versehenen, Individuen mit dem Pollen der na 



am lichen 



*»Hlt 



kiinstlich befruclitet , woraus wir vieleri reifen Samen cr- 



6n haben 



der reichlich gekeimt hatte. Die von dem 



/ 



/ 



? 



riV 



/ 






{^ 



.*-,■ 



i*P ]^L 



^ I 



/' 



-' ^ 



r- ' - ■^' 



,:^/. 



f 



/ 



rn 



^ 



» 



^ 



r 



KM 




^ 4 



f#»iiif 




*! 




* 



I 



\ 






ti f 







Ih 



ii 



i 




If 





m 



120 







p 



L 



T** 




u 



t^ 






t -'^■' 



t-A *^'-» ' 



J 



ifr- 



^ s 



f* 






/ 



f^. \ 



■^* 



5 ' 



. : ^ 



^ * 






fc^ 




i 







1- 



i 



-^^ 



{ 



Ix ■- 



r 



v^ 



u 



4* 



- llf 



.\^' 



1 



u^ 



"F 



C 






t 



Dianfhus superhus erlialtenen Pflanzen, (vvovon fieiiicli melirere 
zn Griinde gegang-en sind,) batten lauter vollkommene Stanb- 

r 

gefasse; iinter vielen Inrlividuen der, aiis deni Samen deS 



I 



Dianthus 



vief 




Exemplare , deren Staub^efiisse znm Tbeil contabesciit waren 5 
nur eiri einziges Exemplar war dem Mutterstock in totalef 
Contabescenz gleich geworden. DieseabnormeBildungscheint | 
demnach erst im Individuum in dem friibestenZustandeseinef 
Kntwickelung zu entstehen. 



> 



Die Contabescenz der Staubgefasse schelnt alle vollkom- 
inenen Gewachse befallen zn konnenj doch die einen leiclite^' 

am allgemeinsten wird sie !'^' 






und haufiger als die andern: 



M 



den Hybriden angetroffen. Bei reinen Arten fanden wir si^^ 
am haufigsten bei den CaryopbyMeen, bei cultivirten sowoh^ 
als bei wildwachsenden; keine Art des Z)/fl«M?/^j der Silenej 
Lychnis^ Cucuhalus \\. s, w. mag davon ansgeseblossen seyJ^- 
Auch andere Botaniker, wie Kolreuter nnd Mauz, beobacli' 
teten sie an Pflanzen derselben Klasse. Wir fanden sie zieiU" 
lich haufig Jbei verschiedenen 
z.li. nigrum^ phoeniceum^ Blaftaria^ blattarioides^ phlomoideS 



44 



Arten der Gattung Verbascuf^y 



) 



ht 



gegeben hat: ferner bei Potenfilla anserina und reptans i'J* 
wilden Zustande, welcbe daber aiisserst selten guten Same" 
ansetzen; endlich baben wir sie auch bei Geum, Aquilegid^ 
Velphinium, Datura, Papaver, Tropaeolum, Pelargonmm nn^ 



Antirrhinum majus gefunden. Wie 



beobachtet^ 
Mains C 2 6 ). 



\ 



\ Die Unfrnchtbarkeit mancber exotischen Gevvacbse mag zm»^* 
Tbeil ibren Grund in diesem krankbaften Zustande derStaiib- 
gefasse baben. 

Einen nnigekehrten^ aber in gewisser Beziebung docb 
analogen, Zustand der Staubgefasse beobacbteten 



1 



I 



vvir 



ail 



d 



weiblichen Blumen verscbiedener Dioecisten wie ^^ 



Lychnis 



Cannabis sativa , Spimcia oleracea Mcrcw 



rialis annua, und Cucumis saiivus , in weichen haufi«- nur ein? 
zuweilen aber auch ein paar Rudimente der Stauborgane i«' 

^ 



i 



^ r«*-' 



I 



/ 



> V. 



]^ 



V* 



f 



t 



ven 

'r 

L 

Wie 
bal 
Au 



s 



iiicl 

kor 
Sol 

th 



c 



er 



wuv 
fahi 



(S. 



B 



uri 



e 



CS. 
lich 



u 



«ns 



b 



eju 



I) 



lit 



es 



C 



on 



Br 



a 



Jiial 

bpi. 



ti 



ere 
on 



fiiicl 
Vorh 



en 



thu 

k 



eit 



di 



a 



ocl 



\l 



(* 



f- -1 




V 



U^ 



,^' 



I 









e 



3 

r 



1 



? 



r 

t 
I' 



1' 



r 



I 



e 



1 



I 



; 



it 



a 

e 

)• 
ill 



ll 
1) 
ll 



'/' 



[1 



7 



11 



» 

r 



[ 



t 



ll. 



R 



121 

^ ^'scliiedenen Graden zur Eiitwickelung gelaugen; gerade 

1 I , ^** ^^ ^^^ ^^'^ Contabescenz angetrofFen habetij indem 

nur ein Theil, bald aber aiich eine ganze Anthere ziu- 

^sbildung komintj welche bald nursehrwenigej unformliche, 

It selten aber auch einige vollkoinmene potente Pollen- 

^^^»er entbalt. " ' 

ciien Blumen eine normal ausgebildete verstaubende An- 

^*^ an. Auf diese Art werden solche weibliche Blumen 
Wiivollk 



Bei Spinacia oleraeea tvafeu wir haufig in 



111 



fal 



ommeiie cryptohermaphroditische, zur Befruchtun^ 



Bevv 



^'ge, Bliitheii umgewaiidelt. 
l^as Verhaltniss der Contabescenz zur Corolle ist obeii 
) abgehandelt vvorden. Die Entwickelung dieser wird 
jene weder verzogert noch beschleunigt ; ein fernerer 



i-ch 



Uch 



^»s, dass Corolle und Staubgefasse in keinem so engen 



e 



) Causalverband niiteinander stehen ( 
rgane, Giiffel). 



h 



In Beziehung auf die 5 die Contabescenz begleitenden, 
stande vermeinten wir an Dianthus superbus und barbatus 
^erkt zu haben, dass der geringere Grad derselben die 
^Jckeliing der Conceptionsfahigkeit der weiblichen Organe 
^^schleunige , und die Praecocitat der Griifel mit der totalen 



/■■- 



C 



) 



^ jedoch die Praecocitat der Griffe! am haufigsten bei den 



^^eiblich 



I) 



en Dichogamen angetroffen wird , 



bei vvelchen nor- 



&arkeine Staubgefasse vorbanden sind , und keinePollen- 

^_ ''eitung stattfindet, auch eine sebr friihzeitige Castra- 

^» {^eine friihere Entwickelung des PistilJs bewirkt, und 

^ ei Primula Auricula, Geum urbanum, und ein anderesmal 

*^ ^ an Dianthus barbatus und superbus friihzeitige Griffe! ohne 

th 



ene Conceptionsfahigkeit beobachtet haben, bei vvel- 



Wachs 



j| "^^stJllstand gemacht batten , hernach aber dera Wachs- 
'^ "nd der volligen Entwickelung der Conceptionsfabig- 



ll 



ejtd 



*iie c 
^och 



es Pistills wieder zuvorgekomnien sind; somochte durch 
ontabescenz der Staubgefasse die Praecocitiit der Griffel 
"icht nothwendig bedingt , und diese firscheinung 



/ 



Vr, 



't^ 



^3- , CM ' 



H 



/ 



r ^ < 



.c 



I 

i 



-J 



'-■; ;•- 



^fc M 



O 



- r..j^r 



'f 



r t 



• /. 



'^ . 




J. 



J 



* 



I 



\ 



I 



y 



i 



( 



{ 



\ 



r 

\ 



( 






} 



i 



i 



5 
I 



i 



I 



I ! 



t m 



t i 



f J 



V 






kI* 



\ 

. i 
: 1 

J 
I 






^ 





r r 




if 




t 



4 



1 




#■*.( 




r 



f 




\ 



^ 



a 






..c 



■.. k 



/w-v 



-H' 



(^ 






V 



J> 



A- 



J 



t^ 



f 



r^' 



fiT"- 



^, 



/ 



i>- 



I 



V 



i^ 



\A' 



i 



- > 



J 



f. 



■v. 



\ 




L^ JL. 



I 



/ 







«# 




/ 







(? 



-N 



U' 



.'I 



vl- 



122 



der Metara 



zu er 



kla 



durch einen blossen Wechsel 

ren seyn. 

Die Vermuthung liegt iibrig^ens sehr nalie, dass die friih- 

zeitige Zerstorung: so wichti^er Oraane, nie die der Staub- 



I 



gefassCj in der normalen herinaplnoditisclien Blume eine 
Storung oder Veraiiderung in deni geschlechtlichen Organism"^ 



einer Pflanze oder Blume nothwendig hervorbringen miissc. 
Die Contabescenz hat jedoch keinen storenden Einfluss a«t 
die Conceptionsfahigkeit der weiblichen Organic; denn die«*^ 
Avird bei vielen theilweise und vollig contabescirtenlndividuen 



r 



\ 



h' 



von Pflanzen verscbiedener Art haufig vollig ungestort ang^ 

Individuen von Dianthus barhaius und superbuS iwi'' 



- I 



trofFen. 



ito 



total contabescirten Staubgefassen haben uns in vergleichefl- J 
den Versuchen mit normalen Exemplaren derselben Arteti 
nacb kiinstlicher Bestaubung mit dem eigenen Pollen zu de^ ^ 
selbenZeit, in derselben Relfungsperiode, gleich vollkommene , 

\ 

Friichte mit der gleichen Anzahl goter keimungsfahigerSanieii . 



geliefert. In diesera Fall wird 



^ 



(2"^ ) nnd Henschel (28) ausgesprochene Satz : dass die weib- 
liche Blume fruchtbarer sey als die hermapliroditischej iiicb'' 

#' 

bestatigt. Diese Integritat der weiblichen Zeugungskraft bei 

I 

aufgehobener Potenz der Staubgefasse durch Contabescen^ 

t 

ist aber nicht allgemein: denn wir haben auch Beispiele g^' 
funden , besonders bei den Arten von Verbascum und bei eini' 
gen Caryophylleen^ z.B. bei Dianthus Caryophyllus^ CucubaluS 
viscosus L. und Behen L., am liaufigsten aber bei den Hybi'i' 

den , bei welchen beide Krafte vernichtet vvaren , und abso- 

Totale Contabescen^ 

einer reinen Art verursacht aber jedenfailsUnfruchtbarkeit del' 



liite Unfruchtbarkeit die Folge war. 



r f 




Blume, vvenn bei dem Vorhandenseyn der Conceptionsfali 
keit nicht von anderwarts her kraftiger Pollen einwirkt. 

Auf die Lebensdauer der Gewachse hat die Contabescen^ 
der Staubgefasse, selbst v^enn Sterilitat der Pistille daniit 
verbunden ist, wie bei Verbascum phoeniceim ^ phlomoideSi 
Blaltaria, blatlarioides u. s. vv., keinen veilangerndeu Einfluss: 

wie diciss ofters an Pflanzeii bemerkt wird, welehe wegc* 







^"^ 



^ ,-* 



^ 



L 



/* 



/ 






;./• 



V* 



/ 



I 






Fii 

tu 
di 



I 



au 



licll 

un 
lie 

tre 



sta 

Wil 

( I 

ten 

ste 

lUit 
hie 
sta 



»e 



l]i. 



s 



H)a 



^ 



f". r- 






^ 



\ 



> 






*t 



a- 



1- 






e. 



f 



e 



it 

n- 

r- 

IBS' 

b- 
lit 
ei 

n2 



•e 



I- 
Iri- 

0- 



it 



[ 



i 



I 



I 



'f 



I 



k 



i 



r I 




llA-l 




luuv<_ 



1 



¥ 




V 







pA. 






^" 



CLC'VA 



123 




tv' /k. 



\4bP 



c--::^ 



:s 



Full 



""? derBlumen oder auf audere Art verliinderter 



^ng uber ihre gewohnliche Zeit dauern. Hieraus folgt , dass 

6r Zustand auf den innern Orffanismus der Pflanze lind 

Ur Wachsthum keinen Einfluss hat; sondern, dass seine 
^irkunff allei 



in auf dieses Organ beschrankt bleibt. 



if 



Ifcl 



*^a mit der Contabescenz die Conceptionskraft der weib- 
len Organe bei den reinen Arten der Pflanzen gewohnlicli 



9^schmdlert vorlianden ist, und dieselben dadiirch den weib- 



ch 



di 



®n Diehogamen gleich geworden sind (S. 122): so sind 



^'Se anomalweiblichgewordenen Individuen vorziiglich tauglich 
kunstlichen Befruciitungsversuehen , indem bei diesen Ver- 



'»altn 



Jssen derBlumen alle mogliche, mit der Castration unzer- 



J^nnlichverbundenejGewaltvermieden, derErfolgderBestan- 

•'gabermehrgesichert, und dem Experimentatordas Geschaft 

^"»' erieichtert wird : wie anch Kolreuter (2 9) bemerkt hat. 

*^ie Ursache und Veranlassung: dieses sonderbaren Zu- 

stand 

Xt 

^ aturtorscher, besonders Kolreuter (^o) und Mauz (^i), der 
^nzung der Gewachse in feuchtes Erdreich zugescbrieben. 
*^' haben aber sowobl den Dianthus Caryophyllus^ deUoidcs^ 



Gs der Staubsfefasse bei reinen Arten haben verschiedene 






us. 



Silene nodiflora und Lychnis Viscaria L,, als auch 
^bascum nigrum \mA phlomoides in leichtem Sandboden anf 
S^n mit contabescirten Staubgefassen gefunden. Dann hat- 
^'>i'dienanilichen Pflanzen^ um zumZweck derBefruchtung 



^tets fri 



ischen Pollen zur Hand zu baben. M 



3 als ohne Wurzeln in reinera Wasser erhalten ; hierauf aber 
Qials benierktj dass dadurch contabeseirte Staubgefasse exit- 



^tand 



k 



"mme 



^» waren; sondern es entvvickein sich vielmehr ganz voU- 






de 



ne, mit vollig potentem Pollen versehene, Antheren un- 



Wass 



b 



*^ euchtigkeit des Bodens kann demnach nicht die wahre 
saclie dieser Degeneration der Staubgefasse seyn. 

^5 welche wir an dem Dianthus japorticus 
en, leitete uns auf die Verrauthung, dass diese 



E 



?'^'^acht hab 



^nthafte Veranderung der Staubgefasse von den W 
^sonders aber von den Haarwurzeln , ausgehe. Wir 



&C<r>--^ 



W 



4* 



■^*-iT- 



a 



/ 



>r-^ 



[^ 



*-._/ 



« -- ^ t < 



C^ifU: 



L' 



y^ 



I 



,*'' 



I 



If 



^^ 



9 f 



■^' i^^**^ 



/ 



*>t 



H' 




^ 



t 



-■H ^ 



J 



i 



u 



/ 



t 



*-i 



/ 



'i\ 



* • 






W^. 



^ ^ ^ 



\ 



A-.- 



L-^ 



/ 3 




t 




^'' 



f 



\ 



s 



I 



'»»r 




• ift 






/ 



.ft 



.£' 



iJC^ 



iP^ 



I 



t* 




^ 



f 



\ 



f 



4- 



I 



i^ 



Ko 



/ 



1 , 



i 



\4* 



1 



t \ 



I 



S 



f . 



■ r- f ^ 



< 1 ! /■, 



\ 



l 



( 



> 



5 ■ ^''^ 



! 



/ ■ 



« Z'. 



\ 



U 



-v 



,; 






*v% 



fl/- 



r 



i 



<s 



* . 






\^ . , 



-.c- 





/ ' % 



\ 






'-\ 



124 



r 



& 



> 



•T 



/ 



>f f i 



■n-^ 



# 





uainlich vor melireii Jahren aus einem botanischen Garten eitt 
Exemplar des Dianthus japonicus erhalten, welches zuvor ni<^' 
nials Samen angesezt liatte/ und audi in unserem Garten von 
^- weiblicher Seite immersteril geblieben ist^ aber dennoch volli^ 
f //^' normale, iiiit potentem Pollen yersehene, Staubgefasse hervoi'- 
^ o brachte. Nachdem sich dieses Gewachs iai namliehen Zustand^ 

Jahre unverandert fortgepflafl^^t 



^^ 4 



der Zeugnngsorgane 



vier 




- » "^ 



^'fM^ 



* :• *' 




7 .( ., 



/^' 



c 



/ 



f 1_ 



t 



i 



ty 



^- 



liattCj und dnrch Theilung vermehrt worden war; so wnrde 
diese Operation ini Herbste 1836 wiederholt^ und die Ableg^** 
In die naniJiche Erdenmischung versezt. Irn Friihjahr 183' 
fanden wir diese versezte, mit Wurzeln versehene^ junge Pflan- 
0-' zen in solche verwandelt, deren Blumcn lanter eontabescirtc 
Staubfaden und Antheren batten, so dass in keiner dieser Dol- 
den eine einzige Blume mit einer normal ausgebildeten An^ 
tbere anzutreffen war; sondern alle Staubgefasse waren ei»' 
geschrumpft und miSsfarbig, Die weiblichen Organe wareu 
durch diese Veriinderung nicht fruchtbar gevvorden. Die Pflan- 
zen gingen aber im Herbst zu Grunde; daher die Beobach' 
tungen Ineriiber nicht weiter fortgesezt werden konnten. 



5 ^ 



'w' 




U 



A 



A 



^ 



V^" 



f..-- 



I 



f 



^ 



^ 



A 



■■iV 



»^^ 



r* 






X" 



\' *^ 



\ 

\ 
I 

I 



r 



\ 



\ 



IX 



V 






Eine andere merkwiirdige Erfahrung haben wir am Ende 
des Mouats August 1841 an drei verschiedenen Individuen del* 
Silene noctijiora gemacht (S. 119)5 woven eines im freien 
Landeim Garten, die anderen zwei inTopfen gepflanzt waren* 
Diese drei Individuen hatten sehr reichliche Frikhte anafesezit; 
es waren auch vom Anfang der Bliithe keine unvollstandig^ 
Blumen an ihnen wahrzanehmen. In der Absicht, um den 
Trieb neuer Biumen zum Zwecke kimstiicher Befruchtunjr ^*^ 
veraniassen/ wurden alle angesezte Friichte sowohl als di^ 
Aestclien, vvelclie vei'bliiiit hatten, hiinveg-geschnitten. Nach 
einem Zeitraum von 14 bis 20 Tagen sprossten bei eing-etiete- 
ner warmer Witfcerung an alien dreien PHanzeii eine Meng^- 
iieuer Blumen hervor; bei weitem der grosste Theil diesei' I 
Blumen war aber mit contabescirten Staub^efasseri versehen* 
so dass unter zehn dieser Blumen kaum eine sich befand, wel 
ehe ein paar vollkommene Antheren 

zig derselben kauni 



r 



besasSj und unter zwa» 



*« 



eine, bei weicher die noniiale 



Anzabl 



/\ 



I 



% 



\ 






M- 



^ 



\ y 



I 




V 

81 

Col 

Bll 

fa 



- 11 
11 



fe 
li 

del 
be 



d 



e 



So 

Co 

te 

So 
re 

B 

Sc 

Si 

di 



ac 






a 



d 



e 



Sc 



h 



f 



U 



f 



I 



u 



.i 



\ - 



/ 



f « 



/ 



1 







V 



^ - % 







ill 

le-- 
II 

r- 
e 

e 

it 

1 

In- 

te 
I- 



n- 



n 



n 



II 
h 



e 

II 
11' 

II 
11 
ie 

te- 

er 

i: 
1- 
II- 



I 



i 



I 



( 



I 



i 




/JL 





125 



Vol Ik 



^1 



^inmenerStaubgefilsse 7A1 finfleii war; lilng'O^en befundert 



'^'1 unter diesen Elumett selir viele mit priicoceii Gnffehi und 

^ontahescr.tenAntheren(S.12!), bei vveichen die Petala nicht 

'" YoUigen Entwickelung kameii, die sicli zoniTlieil abcr den- 



""ch hefiuchtet 



en. Dei- untereTheil dev Staiibfaden in diesen 

war bis iiber die Halfte ihrer Lange fleischig- und 

^'Uen normal ausgebildet: die Spitze derseiben wfir aber miss- 
fa rbio- 



- »'nd 



ft und eingeschrnmpft, wie die Antheren : jene bliebeii kiirz 
verlangerteii sich nicht , diese bildeten schlappe membra- 

^"•"^e Siicke ohne kornigen Inhalt. 

^'n versehenen Biumen sezten bei natiirliehe., 

1*1 

cneVj^ Bestaubiing vollkoixitiiene Friichte an; nnr fielen viele 



Die mit friibzeitigen Grif- 

r, wie bei kiinst- 



dei 



b 
d 



" ^rstereii taub ab 



5 



^nachbarten Biumen. 



obne Zweifel ans Mangel an Pollen von 
Nach 6 bis S Tagen nabm die Anzabl 

^' Bliimen mit contabescirten Staabgefassen bedeutend ab, 

*^ ^ass sich nach 12 bis 14Tag;en zwar noch Biumen mit pra- 

ocen Giiffeln^ aber mit vollkommenen Staubg'efassen ent- 

^^^kelten. Am 9. September war an alien drei Pflanzen dieser 

Uene nocfiflora keine unvollstandige Blume mit contabescir- 

'^ Staubgefassen oder friihzeitigenGriffeln melir anzutrefFen, 
^^Jdern alle, auch noch in der Folge entwickelten, Biumen wa- 
^ ^ollkommen hermaphroditisch imd fruchtbar fiirsich selbst 



B 



H 



^^ ^inem im Sommer 1843 wiederholten Versnche mit dieser 



^nze beobachteten wir denselben Erfolg nach den abge 



^^^nliche Lychnis diurna oder vespertina mit contabescirten 
^^^borganen vorgekommen : sollte daber nur der hermaphro- 
Hiscbe Zustand einer Pflanze die Contabescenz der Staubor- 
^^«e bedingen? 

Wenn wir diese ebenerzahlte Erscheinung und die Beob- 
g in Betrachtnng Ziehen , dass der Hybriditismus die 



^chtun 

d 



finzen vorziiglich geneigt zu dieser Abnormitat macht, und 

*^ss mehre absolut sterile Hybriden, z. B. Lychni- Cncubalus, 

^gilalis purpureo-ochroleuca u. a. unter keinen Umstanden an- 

J^i'e, als contabescirte Staubgefasse, besonders aber einge- 

^^hrumpfte nnd missfarbige Antheren hervorbringen , zisg 




^ 



i 



,^ 




) 



-4 






r' 



Ir.. 



I 



tf 



J 



^hnittenen Friichten und Biumen, — Noch niemals ist uns eine '^ 






^^ 





' <fkm 



I 



s 




I 



r r ■ 

* 



*r 



\ 



? 



F T 




% 4 



I hi 



it Irns 




«v ll 



«<ti* 




i ' 



f*-* > 



^t 




\i 



\' 



Ixy f 



'■ I 



tt 





f/ 




> 




.y 



12G 



/ 



- % 




p 



.-*. 



# f 



f 



v^ 



F \ 



.* 



/ 



f. 




/-.- 



#4 



3*^ 



/ n- 



*) 






■c 



Cu 



\ 



^ 



Jf ^ 



^H 



/■ 



'I 



/ . 

aber audi kein kummerlicheSj soudern vielmehr ein luxuriren- 
des Wachsthum besitzen; so j^cheint auch die angegebene Ur- 
sache^ naiiilich die Verletzung der Haarwurzein, nicht zu- 
veichend zu seyiij diese Ersclieinmig der Contabescenz zu er* 
klarenj es miisste denn eine solche Degeneration durch ver- 
schiedene Ursachen bewirkt werden konnen, oder, was uns 
sehr wahrscheinlich diinkt, der sterile Ziistand der Staubge- 

i 

fasse der Hybriden und der Contabescenz der reinen ArteO 
ein ganz verschiedener seyn^ und diese eine Gattung mit vef' 
schiedenen Arten ausmachen; waswir selbst aus der verschi^' 
denen Farbe des contabescirten Pollens zu schliessen jo^eneig^ 




Sind. 



) 



das schwarze Pulver i^ 



den degenerirten Antheren der Saponaria officinaHs besteh^ 
ans Uredo violacea Pers,: es seheint also diese abnorme Bil" 
dung der Antheren in einigen Fallen von einer Ansteckung? 
durch mikroscopische Pilze herzuriihren. Ob diess aber bef 
den verschiedenen Arten der Contabescenz immer der Fall 
seye, oder ob diese secundar aus der Degeneration der A"' 
theren und des Pollens entstehe^ getrauen wir uns nicht zu ent' 
scheiden; doch halten wir lezteres fiir wahrscheinlich, well die 
Contabescenz verschiedene Grade hat, und die^ beidem Brands 
der Cerealien beobachtete, Missbildung, welche urspriinglich 



I 




damit hat. Uebrigens streitet gegen die Allgemeinheit diesef 
Ursache der Contabescenz der Zustand der Staubgefasse allef 
absolut sterilen Bastard e, 

^ 

Von demPo//m nun, alsdemlnhalte der Antheren und deiO 
wesentlichsten Theile der mannlichen Organe, kann hier nur io 
seinen allgemeinen Beziehungen gehandelt werden : indem von 
seiner Natur und von seinen Verhiiltnissen zu den Aveiblichen 



B^fi 



'} 



ausfiihrlich die Rede seyn kann. 

Wenn die Antheren in den Blumen einen gewissen Grad 
ihrer Entwickelung eriangt haben, und selbst, werin sie nocb 
weitdarln zuriick sind: so seheint doch die Reifung des PoUenS 

4urch aussere Einfliisse weniger gestort zu werden, als die def 




- 1 



I 



^eiblj 



ai 



ese 



Von 



^ick 



z 



e 



»ien 



d 



Hi 



erB 



falti 



g' 



Jahve 
I 



til 



'OSS 



sch 



on 



^och 



d 



"'•ch 



t-uft 



A 



nsbi 



sein 



e 



5 » 



^'ob 



eine Krankheit der einfachen Pflanzenzelle ist, Aehnlichkeit n jhajt 



e 



s 



aim 



1> 



1 



«iikd 



IS 

fl 



cheil 



''as 
*asse 



1 



Hk 



'Jiese 



I 



n- 
r- 

r- 



!•■ 



s 



e- 



r- 

Icrt 

in 
lie 



n- 

ie 
e 

li 

it 

r 

lef 



liii 

n 



t 



? 



li 



i 



I 



t 



fc 



I 

I 



i 



I 






^Tf 






K. 



4 



rga 



d 



f Von 



127 

le. Der Pollen eiitvvickelt sich namlichj niid 

t, welclie ganz im Wasser erzogen werden: anf 

ann man sich auf Ianp:e Zeit einen Vorratli da- 

2u fortgesezten Bestaubungen verscliaflfen, weil seine Ent- 



We 



^ 



.^, 



Mck 
^icht 



'^uiig durch diese VeranderMng in der Nahrung; der Pflanze 

J* 

gestort wird (S. 123), welches bei den weiblichen Orga- 

^" ttJcht der gleiche Fall ist. Selbst das Versetzen sclion in 

J*^ Bliithe sich befindender Gewachse hat, iiach unseren viel- 

' 'gen Erfahriin»^en , auf den Pollen , der sich In deraselben 

iescyclusin ihnenentwickelt, keinen nachtheiligenEinfluss 

.. ^en Gang seiner Entwickelung und auf seine Kraft ge- 

JiUssert. ' 

**' den ausg^ewachsenen Antheren, w elche wenigstens aus- 
keine Veranderiing mehr erfahren, und ilire normale 



A^ 



-tiri 



sch 



"^^e langst erreicht haben, ist aber der Pollen doch selten 
'^'^ Vollkommen reif : sondern er befindet sich in denselbeii 
/*^" in einem beinahe fliissigen Zustande : er eriangt erst 
"'ch einen ang^emessenen Warmegrad und den Zutritt von 

Luff 

. " »nd Lieht in den geschlossenen Antheren seine vollige 



s'iildun 



Trennung 



'ner Theile : ohne diesen Einfluss bleiben die Antheren ma- 
/' «nd ein gewfsser Theil des Pollens reift nicht zu Kornern: 
, ^ ^i er alsdann auch nicht zur Potenz seines belebenden In- 
.j^ *^ gelangt. C. F. Ph. von Martius (^s) im Gegentheil 
^ '^"^^t: class die Ausschliessung der Luft und ein angemesse- 
p "'uck auf die Antheren, naraentlich in den Spathen der 
J '"^enj ejng wesentliche Bedingung zur Entwicklung der Pol- 

^ Reifen des Pollens weniffer dem Druclie auf die Staubge- 



oiner sey: indem durch ein zu friihzeitiges Eroffnen der 
eide der Palmen die mannlichen Bliithen derselben un- 



chth 



Wir sind aber geneigt, diese Wir 



5 als vielmehr der Abhaltung der atmospharischen tschad- 

eiten und Ausdunstung in einerPeriode der Entwickelung 

'^ser Organe zuzuschreiben , in welcher jene Einfliisse noch 



*^»cht k 



Se^ 



onnen ertragen werden. Diesem mochte zwar entge- 



stehen, dass die Antheren in vielen Bluraeii, z. B. der 




hi 



1^ 



\. 




'i 



'* 





^'1 



*-^. 



f 



r b 



i 




fi 





111 




* ' 



i4it 




mi\ 




i 



i«n 



H 



I 




/ 



^Vf 




X 



128 



i 



F 



j^ V 



1 



r 



f 



r^* 



*■ 



J 



y 



i 



> 






u 






!• . 



rf 



i\ 



■1 



r 



..t. 



.! 



f 



JT' 



.^ 






r 



t 



h 



\ 



)r.- 



\ $A 



/v- 



y... y 



■i 



s 



Legnminosen, Labiaten ii. a. iliren grannlirten Pollen bei n"' 
vollig-gescliIossenerausserenHiJlle vonsich gebeii: esgeschi"' 
diess g^ewohnlich aber nur bei sonnenreicher ivarmer Wi^*' 
rung-, Oder u„ter [Jmstanden, welche das Oeffnen der Blu""^ 
verhindera oder verzogern j beim grossten Tlieile der Pflao 
kornt sich der Pollen in den Antheren erst, wenn diese 






I 



Luft und dein Licht ausg-esezt waren. Den fliissie-en Zusta" 



des Pollens in den Antheren sahen wir aber niemals aoS 




Verbindung mit der Blume in den gekornten iibergehen, s^ 
wenn die Anthere mit dem Staubfaden in Verbindung ^'''^''^ 



i 



i 



der Pollen reift nur dann vollends in der isolirten Anthei 
ivenn diese nahe am Aufspringen'ist; ungehornter ^oWen ^^ 
noch keine befruchtende Kraft. \ 

Mit der zunehmenden Reife nimmt der Pollen einen r"^' 
seren Raum ein, indem Ein Theil der Fliissigkeit, die ihn »""' 
gibt und einen Theil seiner Masse ansmachte, verdunstet, od"' 
vielleicht auch theilweise von den Staubfaden wieder auff 
nommen wird. Hiedurch tragt er wesentlich zum Oeffnen f^^' 
Antheren bei; denn, wenn diese durch Reg^en oder absiclitl'^ 
feucht erhalten werden , so offnen sie sich so lange nicht, "" 
der Pollen tritt nicht eher aus, und kommt nicht zur Verst»" 
bung, als bis die Feuchtigkeit verdunstet ist (S. 105). 

Der Reichthum des Pollens ist bei alien Pflanzen sehrb"' 
deutend (was schon aus dem allgemeinen Gesetze fo%t, &^^ 
das Volumensverhaltniss der mannlicheu Organe, und insb^ 



) 



• ill' 

It 



dem seine Menge den, zur Befruchtung einer Blume n" 
wendigen, Bedarf bei weitera zu iibersteigen scheint- denni" 
[lem Pollen einer eiuzigen vollkommenen Anthere der iV^^"' 
Uana, Lohelia, Verbascum, Digitalis y Dianthus 



^ 



fruchtet werden: 






b«' 



zur 



Befruchtung einer ganzen Blume V" 



Gemn urhanmn oder coccineum mit 60—80 Ovarien reich^" 

8_ 

in einer solchen Blume 80 



I 



10 staubende Antheren vollkommen bin: wir haben af'«' 

96 vollkommene Antheren ^ezaliJ^ 



ft 



Katzch 



von 1" ^"' 





Aln 
tier 
lich 
>ien 

glei 

Vie 
sell 

Hal, 

Vou 
Rei 
>iac 



A 



H 



nz 



a 



4-- 



Hiid 
Von 



«ff 



e 



«ieh| 

meh 
Son 



S 



pa 



A 



Hz 



Si 



an 



da 
eine 

liori 
^oli 

^on 

find 
Von 

ai 

h 



e 



^b 



M 



utl 



% 






r 




-?: 




■■ ^ 





iiiof 



f 



I 



cW 



i 



W 



w^ 



an 



ise 



s 



lis 



se 



2e' 



ll)S' 



bli« 



ii; 



iW 



t 



jM 



& 



n 







do' 



lilt' 

I 



r 



W 



•iH' 



no 



til' 



n 



II) 



it 



u 






c 



abfi'' 
lali'*' 



I 



. 129 



^'^«« ^/w^wo^a 



de 



I 



lich 



' '^o/ij? 



M 



caprea (i 



M 



> 



dent- 



en Pei^hejj. ^^^j Leichtigkeit diesesPollens in viele Millio- 
, " Kdrner sich belauft. 



In mehreren Blumen der Lilium 



Jl^^'um fanden wir das Gewicht des Pollens vollkommen 



V 



Mill 



jgj. ^''•^ Oder 41 Milligr. auf eine Anthere. 

Sel \^^ fi'uwien der Papaver orientale gaben 17 Centigr. 
h„i'^ " Lakmus-bfauen Pollen : demnach eine Blume bei- 

ebeV ^^"%'"- Ein solcher Reichthum des Sperma findet 

**" alls auch bei den Thieren statt. Es scheint nns daher 

^^'' besond 



Hal, 



Wicht 



thujns des Pollens bei den voUkomnienen Pflanzen naher 






en. 



Anz r ^"^^"^^'"^» ^angt die Masse des Pollens von der 
^^ ^ H der Staubgefasse und der Grosse der Antheren bei den 

Hi d "d ^" ^^' *" d'^'s^'' Hinsicht zeichnen sich die Icosandristen 

^*yandristen vor denen mit einer beschrankteren Anzahl 

..ft. ^"ogefassen versehenen Klassen aus, welche letztere 
'^^enba 

in h""^ ^"* ^'® Familien scheinen die Monocotyledonen mit 
Son/ versehen zu seyn, als die Dicotyledonen, was be- 

^*'s von den Palmen gilt. Kampfer (3*) zahlte in einer 



r eine 



M 



InBe- 



S 



path 



A 



^ 12,000 Blumen , welche eine in Mill 



»'zahl 

* v»n.yijj\uilicill ClJtIIclltCll 5 UIIU OtlJ 

^J^^s ein einziger Spadix der Phonic dactylif 



) 



h 



aum 



^anze Plantage von vier bis fiinfhundert weiblichen 



Wind 



, ..^ ^'^^'breitet werde. Einen ausgezeichneten 

^'^ bemerken wir bei den Diclinen vorzugsweise vor den 



V 



Doch 



Poll 

fiud'***^ ' z. B. bei den Coniferen und Amentaeeen. 

^on^j ^" ^'^^® Anlage nicht gleichformig in diesen Familien 

'IJeE^* ^^*"^ durchgefuhrt ; denn einige Monoecisten, wie 

^b "^^^^'^^^^^^o J Amaranthaceen , einige Arten von Urtica, 
Iji., " kleine Antheren nnd pin*. e»-*ii.in,v« &.wor.i „«.. p^iIaii. 



en 



^n; andere Arten dieser Pflanzen haben im Gegentheil 



g»osseren Pollenreichthum. 



^^CR, Befruchtung der Gewftchse. 



pt 



^r 



9 





I? 



I 




f-t 



*."-^. 



. S 



>.= 





■If 




■( 



I 



^V' 



il 



it 



tl 




? 




film 










/ 



f 



i «l^ 



f 



\ 



w T 




i 





f 




I 




^ 



m 




f 



< 



130 



\ 



daheVj in Folge seiner Verstanbiingslehrej dass dieses Uebe 
^evvicht der Diclinen iiber die Monoclinen bios scheinbar sey? 
tind eigentlich nnr daber riihrej dass die meisten Gewacbse, 
welchen das Vegetationselement des Stammvvnchses und " 
Verzweignng reprasentirt werde, in die Dielinie gehor^ ' 



cben unvollkommener Ausbiidung hoherer Elemente sey. 



gesehen von dieser Theorle ergibt sich doehj dass bei d^ 
verschiedenen Klassen, Familien und Gattungen der GewachS 
in Beziebung auf den Polienapparat kein specielles Gese ^ 
aufgestellt werden kann: wenn gleich einzelne Familien ^^ 
Gattungen in dieser Bezieliung besonders bervorragen. 



d 



Ehe wir aber in die Betrachtung 



deS 



i 



Pollens zu den einzelnen Theilen der Blume eingehen^ bab^^*^ 
itvir nocb einige allgemeine Bemerkungen vorauszuscbickefl' 
Die Vergleicbung und Beurtheilung des Volumensverhaltniss^* 
der Staubgefasse^ besonders aber des Pollens 5 zu der g^'^' 
zen Blume oder deren einzelnen Theilen bietet grosse Schw'^' ' 
rigkeiten dar, weil eine Berechnung unmoglich und e^^ 
Scbatzung hochst triigerisch ist: indem vveder Mass noch ^^' 
wicht in Anwendung gebracht werden kann^ und die Zahlu^p 
nur bei sehr wenigen grossen Pollenkornern ausfiihrbar ist. 



P 



% 



t* 



gen Gattungj sondern Art gegen Art, und selbst IndividuU^^ 



h^ 



zahl der Pollenkorner verglichen werden konnen. Aber selb^J 
wenn dieses ausfiihrbar seyn wiirde: so ware die Qnali*^ 
und Kraft der einzelnen Pollenkorner nicbt nach dem bloss^^ 
Anblick zu bemessen : da diese Riicksicht doch vorziigH^ 
liiebei in Betrachtung kommt, indem die wahre Menge ^^^ 
Pollens nur allein dadurch, und nicht bios durch die Anza 



li 



1.1 



und Grosse der Antheren bestimmt werden muss. Wi 



hC 



nun zur Betrachtung des Pollenreichthums in seinen Verha'^' 
nissen zu den einzelnen Theilen der Blume iiber. 

Die Staubgefasse iind der Polienapparat im Besondef'j 
scheinen mit der ganzen Blume in Verhaltniss zu stehen : \\\^^'^ % 



Ric 

Wa 
b 



ei 



^0 

ste 

St 
li 



ei 



€ll 



e 



»ieii| 
Sen 

Wi 

Poll 
abh 



&ro 
die 
deii 

sch 



! 



eni 



»ier 
An 
'ich 
&leil 

«ee 



all 



8 



e 



C 



on 



<ies 



? 



^eb 

^VJe 
^0 



r 













— ^ 




I 



er- 



j 



ill 



ei- 
de" 




des 
be" 

an- 
ie- 

ein" 

ling 

lis 

A"' 
llita 



» 



t 



lie 

he" 
alt- 



ill 






131 



«ich 




• ,' ■ 

"1 grossen Blumen im Allgemeinen audi grosse Stanb- 



sse und 



Masse 



Pollen voi'findet, 



^'^ nesonders nnter den verschiedenen Arten einer Gattuiig 
^meikhai- ist, und sieh in hundertfaltigen Beispielen darstellt: 



h 



*o dass 
«te!lv 



man in dieser Hinsicht der Blumenkrone oder den 



f 



g del 



it 



eit 



til 



e 



"gefasse in Bezieliung" auf ilire Grosse und Vollkominen- 
^inen Einfluss beimessen konnte. Da aber die pollenrei- 

" Palmen, Graser, Amentaceen , Coniferen mit ihren klei- 

Sgj. til ' " ----- -^ - J5 

"lumen und viel sparsamerem Pollen hiemit in grellem 
i^'erspruehe stehen, so kann 

*^>is in den Blumen nicht unmittelbar von ihrer Grosse 
ab 



f ■ 

en 3 und im Gegentheil viele Leguminosen mit gros- 



weni^stens tile Menge des 



laiigen. 



"%leich grossere Antheren im Allgemeinen audi 



eine 



ssere Menge Pollenkorner enthalten als kleine: so ist (^ocli 
'^Grosse der Staubbeui 
..^"''elben enthaltene M 
^"ssere Haut dpr Anfbp, 



Massstab 



von PoIIenkornern , vveil die 



sch 



I 



einen 



®«i'eiche 



r 

Nigella und Delphinium pol- 
1*5 als sie wirklich sind. Die Grosse der Pollenkor- 

I 

z. B. die 



oestimmt auch Vieles in dieser Hinsicht; indem 



Nicotian a 



'ich 

b»vfc»»ere iinzam von roiienKornern entnaiten, ais die tas 

ich grossen oder noch ffrosseren Staubbeutel der Malva 



teen 



Mirab 



k 



Vergleichen wir den Pollen'apparat mit dem Pistil! und 
^^en einzelnen Theilen: so beliauptet Henschel ( •'^ "^ ) , dass 
^ diejenigen Gewaehse, welche viel Pollen haben, z. B. die 
"eren, Araentaceen, Amaranthaceen, Ficoideen, Atripli- 
> '-'rticeenj Euphorbiaceen, Polygoneen, eine wenig aus* 



all 



^eb 



Hn 



'la 



^^ide 



Geg 



Max 



b 
der Narbenausbildung stattfinde 



7 "v» uas iuaximum aer r^arDenausDimune: sratmuucj 
oei den Irideen, Narcissus. Gehen wir aber aufs Einzelne, 



^'^ finden 



wir aucb bier keirie Gleicbformigkeit, z. B. bei der 



9 * 






i 



I 



i 1 



^*iKf 




\* ( 



|i I ; 







i 



• i\ 



Mm 




n 



-( ( 



;, . 




I 



I ( 




/ 



i 



¥ n^ 



gU 





.»;? 



/ 



it W \ 




1 



\ 



" I 



I < 



I 



I 



f 







f 




?. 






' .. 




; r 



132 



Nicotiana 



ich 



iiiss zur Narbenoberfliiche einen viel grosseren Pollenrei 

thum zu besitzen, als paniculata mit kleiner Narbe ; Physd^ 
angulata hat kleine Bluraen, sehr kieine Antheren, und d^"' 
Doch eine grossere Narbe als Physalis barbadensts , welch^ 
giosse Antheren, vielen Pollen und eine kleine Narbe ha^' 



id 



Missve 



zwischen Papaver und Chelidonium statt. Geum^ Pofentm^^ 
die Rosaceen haben im Verhaltniss zu der NarbenoberflacB | 



Me 



to 



Unter den Arten vofl 



Verbascum haben einige sehr kleine Narben, z. B. 



igruf^ 



f 



Lyclinitis^ orientale u. a. mit vielem Pollen , andere ab^' ^ 



wie phlomoides , 



I forme J macranthum u. a. eine bed'^^' 



tend grossere Narbenoberflache mit verhaltnissmassig eben ^^ 
vielem Pollen. 

Wichtiger als die bisher bemerkten Beziehungen is 



\ 



Men 



r 

eflt' 



lich den Eychen und den daraus entstehenden Samen. Ei^^ 
umfassende Untersuchung dieses Gegenstandes ist von gi'^*' 
sem Umfange : wir miissen uns daher hier nur auf das All^^' 
meine beschranken^ und werden die speciellen Thatsachen ^'^ 
einem andern Orte weiter verfolgen. 

Die neuesten Gegner der Sexualitat der Gewaehse hab^*' 



I 



der Erklarung der Nothwendigkeit des Reichthums des P^' 
lens dadurch auszuweichen gesucht^ dass sie dem Verstaub^^ 
desselben die Begrenzung der Vegetation und das Zerfall^'' 



des PjSanzenkorpers zugeschrieben 



), welche B^ 



i--' 



grenzung aber ofFenbar erst Folge der Befruchtung, und dieS^ 
Folge der Verstaubung ist (S. 109). Da es aber auch keinei" » 
Zweifel unterworfen seyn diirfte, dass der Reichthum d^ 
Pollens bei den Gewaehsen nicht wegen ausserer Verhaltnis^^ 

r ■ 

und Bedingungen, wie Wind und Insekten , 



vorhanden »^ 



ist? 



sondern dass seine Nothwendigkeit aus dem inuern Wesen 



del 



n 






Befruchtung noch weitere Griinde dafiir werden beibringen ko"' .' 

voraussetzen , der Pollen sey das mannlic''^, 



nen 



dessen 



N^-- 



*l 



I 



Pri 

Fall 

l.e 



ap 



ei 



r*^ 



i'en 



Pai 



Vie 

Von 



/ 



*l 




* 



lii 



en^ 



1 



he 

at. 
Iche 

on 
bet 

SO 



I 



I 



lit- 



aH 



I 



be" 
lefl 

Be' 

de« 

del' 



133 



P 



•"'"^ip, die Ovula aber das weibliche Substrat: in welchem 



*'alle die 



^iehun 



Vermuthung- begriiudet ware, dass beide in Be- 



S auf ihre Menge, zumal im herraaphroditischen Or- 



'Sinus, in einem bestiinmten Verhaltnisse zu einander ste- 
• Wir wollen daher eine Zusammenstelliing der Familien 
*'^ch diesen Riicksichten versuchen. 



I 



in Allgemeinen scheint init einem beschrankten Pollen- 






i 
i 



^Pparate audi 



B 



eine geringere Samenanlage zu coexistiren 



^spiele hievon geben folgende Familien : 



es. 
neae. 



Najad 
Jasmi 

Nyctagineae, 
Coffeaceae. 
Dipsaceae. 
Compositae. 



Umbelliferae. 

Paronychieae. 

Labiatae, 

Boragineae. 

Caprifoliaceae. 

Geranieae. 



I 



Jx^ 



-\ 



^^nl 



Hieher gehoren noch viele einzelne Gattungen aus ande- 



amilien. 



^ntev den Oli^ospermen mit reichlicherem PoUenap- 



*ate zeichnen sich vorziiglich folgende Familien aus: 



Amentaeeae. 

Coniferae. 
Urticeae, 

Gi'amineae. 



mae. 



Pal 



Cyper 



aceae. 



Amaranthaceae. 

Ghenopodeae. 

Osyrideae. 

Daphnoideae. 

Lomentaceae, 

Polygoneae. 






i 



K 



Auf d 



Von 



er andern Seite ist es nicht zu laugnen, dass es 
spermen mit beschranktem Pollenapparate gibt, wo- 

' r _ 

aiich einzelne Gattungen der Mon- und Diandristen wie 



I 



PG^ia^ Vsteria^ Pinguicula u. a. zeugen; von Familien kom- 
*^^n vorziiglich hieher: 



Scitamineae 
Can 



nae. 
eae. 



Irid 
Spathc 



iceae. 



Plantagineae, 

Pnmuleae. 

Solaneae. 
Campanulaceae. 



r . 



"^ 



T\ 







\ 






It 



n\ 




r 



i 







I 



»( 




;Uf 



l\\ 



I 







II 
11 



m\ 



n 



M^ 



" ^i-'_^ 't; -^ 










/ 



\ 





ii 



\y. ' • 



i 



H 



I 



I 






? 



f 



_l 



\-,.: 






* .. 



( 



134 



^\ 



Personatae 
Ericeae. 



Lobeliaceae. 
Cucurbitaceae 



Zu den Polyspermen mit einem Reichthum von Pollen g^- 
horen besonders foJsrende Familien : 



Hyperieeae. 
Myrteae. 

Rosaceae, 

r ' 

Ranunculeae. 
Caeteae. 

Nymphaeaceae 



Cisteae. 

Papaveraceae. 
Tiliaceae* 

Capparideae. 
Malvaceae. 



und sehr viele Gattungen aus den meisten iibrigen Familie"' 
so dass deren Anzahl wohl die grosste von alien diesen Ab- 
theilungen seyn diirfte. 



'n 



\ 



In alien Familien dieser vier Abtheilungen (keine einzJg^ 
ausgenommen) finden aber Modifikationen und Abweichnnge"^ 
statt, welche theils von der verschiedenen Natur der G^' 

I 

wachse^ theils von Einzelnheiten im verschiedenen Bau d^^ 
Blumen herriihren mogen. So hat z. B. Calla einen aussei" 
oidentlichen Reichthum von Pollen, unci Arum im Veihaltnis* 
einen sehr beschrankten Pollenapparat bei fast gleicher Grosse 
und Anlage der weiblichen Organe; Corylus und Alnus habeii 
unter den Amentaceen ausserordentlich vielen Pollen, Sali^ 
etwas weniger an Masse , seine Korner gehoren aber unteJ* 
die allerkleinsten, welche uns vorgekommen sind. 

IT 

Aber nicht bios in den Familien , sondern selbst in vieieU 
einzelnen Gattungen werden in dieser Beziehung Abvveichnii' 
gen von dem Haupttypus angetroffen : so haben z. B. in NicO' 
tiana die Arten rustica und quadrivalvis bei 3—400 SameU 
einen grossern Pollenapparat alspamculafa bei 5—600 Sameti?' i 
hiebei mag die verscbledene Grosse der Eychen einen Untei- 
schied begriinden : wie denn auch die Arten glutmosa, Taba' 
cufUy macrophylla bei fast gleieh grossen Samen, wie panicu^ 
lata, einen grosseren Reichthum von Pollen und 12 - 1500 Sa' 
men besitzen. Dianthus arenarius unj Armeria haben klein^ 
Antheren und einen sehr feinen Pollen bei 80—100 Eychefl; 
Dianthus barbatus und chinensis grossere Antheren und Poile"' 



ko 

me 
to 



Qi 



in 
de 



r 



all 
b 



ar 



R 



B 

tun 
tiui 

inu 

>nu 
der 
b 



es 



cepl 



d 



e 



de 

A 



n 



vo 
oft 

Wi 

lie 



J-ei 

h 



u 



a 



trz 



the 



i: 



/ 






*«— '-f * 




e 



^, 



b- 



» 



ei) 



e 



ei' 
1" 

* 

leii 
'if 



H 



11' 
ii 

I- 



e 



j- 



!i t 



( 



i 



» 



I 



- ► 



V 



I 



* 




135 






J K 



k 



^''"er, abei- hochstens 70 



'Hen. 



gr 



• 9 



Evclien und Sa- 



Aehnllche Verschieclenheiten habeii wir bei Oenothera 



turn, Silene^ Lychnis wahrgenomraen. 



B 



ind 



den Reichthuin des Pollens 
e Momente in Betrachtunir 



^ Ziehen: l) Die Grosse der Eychen; denn, wenn gleicli 

^^' Pollen niehts zur Vergrosserung der Eyclien und der Sa- 

^^ beitragen magj indem diese von der miitteriichen Anlage 

*^5n besthnmt zu werden scheint: so zeigen doch unmittel- 

^^^5 vveiter unten anzufiihrende Versuche, dass. wiesehonAD. 

^'•^ONGNiART (3 9) veimuthet hatte, ein Eychen den Befruch- 

•^gsstoff A^on mehr als einem Pollenkorne zu seiner Befiuch- 

"'^ bediirfe , und dass vvahrsclieinlieh auch grossere Ovula 

^^ Samen mehr Befruchtungsstoff zur Erzeugung eines kei- 

""gsfahigen Embryos nothig haben. 2) Durch den Organis- 

>»ius vieler Blumen wird die Befruchtung so eileichtert, dass 



der Poll 



en leicht zur Narbe gelangt; in vvelchem Fall also ein 



— J, — „ , 

"eschrankterer Pollenapparat erforderlich seyn diirfte. 3) M 

^^" nicht alle Pollenkorner in einer Anthere einen gleichen 

''^d der Beife und Kraft besitzen zu einer Zeit, wo das Con- 

^^ptionsverraogen der Pistille eintritt: wie sich diess sehr 



^"d unter dem M 
oen pfl 



Wasser b( 
4) Wie 



A 



nzahl 

^«n Eyci 
«tt bei d 



anzen zuweilen eine verhaltnissmassig ausserst geringe 



Poilenkornern hinreicht , eine sehr grosse Menge 

zu befruchten, ebenso wenig Sperma bedarf es 

en Thieren, eine grosse Anzahl von Ovula zu beleben, 



J]''^ Spallanzani . .^.„ 

»cher bei der Befruchtung. 



.4 0) 



Hievon umstand- 



*'eichth 



Ueber die physiologische Nothwendigkeit des Pollen- 



urns bei den Pflanzen herrscht iibrigens noch viele 



h 



, ''"kelheit: denn dass der Pollen eine hohere Bestimmung 
•^"6, als bios die Vegetation zu begranzen, wird aus den hier 
^ahlten Thatsaehen zur Geniige erhellen. 

Die Menge des Pollens in den Antheren hangfc grossen- 
^eils audi von der Grosse der Korner ab (S. 131). Die 





t" 



■■i 



^ 



M 



i 



■I 



I 



^J. 



#i¥ 




■It 

t4 f 



iiv 



^ F 

I m i 




M 




I 



U 



I 



I 




•*#< 



\n 



_* ..t ^"- 




wm ft 




1! 




i 




f . 



t 



U-- 



}'<^ 



It 



4 



I 



P 



i 



M 



\ 



//! 



136 



4 

Amentaceae, Primuleae, Gentianeae, Solaneae, Scropliiilari' 
neae, Amarantheae haben einen ausserst feinen Pollen, eben 
so auch vieleCaryophylleae. Bei dem grossten Theile derGe- 

korner von einer ausserordentlicheO 



wacbse sind 



Feiiiheit und Leichtigkeit 
Pollens (S. 106) und ! 



) 



das Verstauben deS 



* 



Weg 



& 



der Dianthus 



weite Feme aiif mehrere Stunden 
rd. Die Pollenkorner sind aber nich'^ 
I Gattung von gleicher Grosse, z. ^• 
hltoides. Armeria haben einen sebf 



zarten Pollen, Dianthus barbatus, chinensis , Caryophyll^^ 



11. a. 



bedeutend giossere Korner. 



Malvaceae, Cucui'bi 



taceae, Nyctagineae haben selir grosse Pollenkorner, doch 
sind sie auch bei den verschiedenen Arten der dahin gehori' 
gen Gattungen von verschiedener Grosse: so hat Cucutnis' 



curbitaceen einen grossen, mitStacheln versehenen. Esschei'i't 
daher in dieser Beziehung kein allgemeines Gesetz stattzuti"' 
den, und die Grosse der Pollenkorner einen sehr untergeor<l- 
neten Rang in der Lehre von der Befruchtung einzunehmen; 
Mas wir auch noch daraus schliessen , dass die Verschiedefl' 
heit in der Grosse der Pollenkorner unter den Arten eind' 
Gattung bei der Bastardbefruchtung gar keinen Einfluss hat: 
indem z. B. die bedeutend grosseren Pollenkorner des Dian- 
thus chinensis und barbafus den superbus , caucasicus und Car 



thusianorum ebenso befruchten 



vvie 



und kleinere Pollen dieser lezteren Arten die erstgenannten 



Indessen 
Wirk 



M 



besonders weil Klelnheit und Ur.formigkeit der Pollenkornei' 
in bestimmten Arten ein untriigliches Kennzeichen seiner Fa' 
tuitat und Taubheit ist. 

h 

r 

Von gleichem Werth fiir die Befruchtune- scheint di? 



'4 



1 



Farbe des Pollen zu seyn. 



) hat ebenfalls da^ 



Verdienst, eine grosse Anzahl Pflanzen in dieser Hinsicht be 
obachtet zu haben. Die ;^A Fa/^e, und deren verschieden^ 

J 



Kil 



u 



foth 
bei 



od 



e 



pica 

Vula 
der 

kejt 



G 



att 



foil 



/ 



b 
(I 



Un 



at 
er 



acutangulus einen sehr kleinen glatten Pollen (*2)^ andere GU' ' ^^^^ 



^ei- 



ande 



b 
d 



er 

eid 
en 



foil 



C 



«ro 



^igv 



der bedeutend feineie^ ^'"^e 



4uch 
iibt 

> b ri 



b 



I 






§le 



Jc 



h , 



^ 



« 






,-. I,, 





\ 




m 




en 

en 

es 

\ste 

i 

eii 
Alt 

bi- ' 



int 



» 



1 



11- 



a 



tiii* 



II' 



a- 



k 



i 



J 



e 



^ 

e 






137 



e 



brau 



ode 



r 

^M meisten verbreitete : sie geht iiber in die 

^^r^ .^''*""^' S^'aue, blaue, nnd selbst in die griinliche, wie 

der ^ ."""^ ^P^^^t^m; ziemlich hiiufig ist er rein farblos 

ion T'^^' ^^'^ ^^' Fritillaria Corona imperialisy Calla aethio- 

ipomoea purpurea, Scabiosa caucasica, einigen Convol- 

-en und Malvaceen. Da abei- der Pollen liaufig dieFaibe 

eren erhalten hat: so ist auch hier keine Bestandig- 



pica 
Vula 



\ 



Anth 



5 nicht bloss bei den Familien und Gattungen , 



^elbst b 

G 



sondern 



ei den Arten und Vaiietaten : so dass hierin zuweilen 
erschiedenheiten bemerkt warden, wie z. B. bei der 

einen weisslichen 
ime der Nicotiana 



^ "ng Nicotiana, deren meiste Arten 
^ ^"^ besitzen mit der einzigen 



u- ! ^H^ 



^^^Smrfii mit smalteblauem Pollen ; derselbe Unterschied 
der n^'^^'^^" Peiunia nyctaginiflora nnd phoeniceastatt In 

attun^ Verhascum haben viele Arten einen blassg-elben, 



f*. 



bei 



der {^ ^'"^" orangefarbigen Pollen. Bei den meisten Arten 
{.,.4 *""^ Dianthus ist die Farbe des Pollens graulich , 
de- p *'^ blaulich, indem sie sich mehr nach der Farbe 

bgj ""^enblatter und der Antheren richtet, und daher selbst 

den r!" ^^*'^^^^^^" af^aof^ei't = was besonders auch haufig bei 
I*oll "'f^" beobachtet wird. In selteneren Fallen hat der 
^oroU ^'"^ a'Jweichende Farbe von der der Antheren und der 
i^Qif ?.' ^^'^^^- ^' ^6' Lobelia, einigen Arten von Oenothera, 
-^^^^bs purpurea u. s, w. 

eiiie ^* '^'■^^^'ge Pollen zeichnet sich vor dem tauben durch 
»iiati ^'^'"^ *^^hafte Farbe aus ; den impotenten Pollen erkennt 



^uch 



Mi 



womit meistens 



'Jbt ^.^^'"^ Unformlichkeit verbunden ist. Im Allgemeinen 
^^andr ^^^^^ ^^^ Pollens keinen Einiauss auf die Wahlver- 

%bri/^'^^^^ ""*^'' ^'^" '^*'*^" ^"^' ^'^^^ beweisen folgende 
i/„ l^ ^erbindungen : Nicofiayia qlauco-Lanc 



I 



^to.1 



•fi 



'^^r-Q, •^^"'/^*' suaveolenti-Langsdorfu, Petunia nyctagini- 
PkoS ''*^^^^^'^' ^^^nthus superbo-chinerms, Verhascum Lychniti- 
'Jie ^^f^"*' '"*^^«**en verdient doch bemerkt zu werden, dass ' 

^^^ic^if.'t'^ " ^^"''^"''*'" ^anetaten der Verbascum-hvten, mit 

' alls wcissbliihenden anderen Arten derselben Gattung 



X. 



\ 



^ ^ 



// 



r 



r 



\ 



^ T .-. 



^ 
^ 



^ 



'■:V--. ■ 



» ■ 



i 






♦ 



i 



I 

i 



^ 






i 



t 



i 



i 



. // 






j 

I 

r 

] 



\ 



h t 



li 



I 



T 




»' 




'fr 



f J 




^' . 



-^1 





f 




i 



I 



I 

f 



*^ 






A • 



r 




ft*- 




.Y 



./// 



? 



J 







^ 




r 



^ 



I 




I 

y 



/ 



■ s 



^: 



y y 



\ 



r 






* 



( 



I 



i . 



d rr 



r 



138 



mit weisS' 



1 



Wesen der Pfla" 



itiehr Samen liefern, als wenn gelb 
bliilieiiden A.rten verbunden werden. 

Eine tiefeie Bedeutung fur das in 
zen scheint die Gestalt der Pollenkorner zu liaben, aiif dere | 
specielle Auseinandersetziing wir uns aber hier nicht eH 
lassen koiinen, sondern auf die bekannten SchriftsteH 



verweisen uiussen 

, J 

Aufmerksamkeit £ 



It 



wirklichen Acte der Befruclitiing es weniger auf die Gest^ 
der Pollenkorner 5 als auf ihren belebenden Inhalt anzukoi 
men scheint. Nach weniger zahlreiehen und minder gena" , 
alteren Beobachtungen glaubte man, dass nicht nur bei "^ 
Gattungen^ sondern seibst bei den Familien eine strer 
setzmassigkeit in der Gestalt der Pollenkorner stattfinde. 

■ 






hat sich nun zwar ergeben. 



Allg 



meinen bei den Familien und Gattungen an eine gevvi 



iss" 



Gleichformigkeit gehalten bat, dass sie sich aber sehr h 
nicht streng daran gebunden , sondern dass sie eine , an 



U 



i0 



Mann 



der Fonnen beobachtet hat. 



(44) 



dV" 



(45) 



log 



eii» 



(46) 



( *» ), FrITZSCHE {^^), MiRBEL ( 



1 



MOHL ( 



JJ 



hat si': 



Majen(^') u, a. bestatigen diesen Lmstand: ja es 
nach diesen Wahrnehmungengezeigt, dass in derse 
there Pollenkorner nicht nur von verschiedener Grosse , so' 
dern auch von verschiedener Gestalt vorhanden sind : ob a 

1.1 



¥^ 



mit dieser Verschiedenheit der ausseren Form auch eine 



scbiedenheit seiner Wir 



lerbunden sey, mochte '^'^ 



It 



schwer»zu ermitteln seyn; es scheint uns diess auch ni^ 
wahrscheinlich Cvergl. S. 102); wenigstens haben wir nO^ 
keine Wahrnehmung gemacht, welche eine Vermuthi^''* 

^ 

hieriiber begriinden konnte: die neuesten Entdecknngen t 
den Inhalt des Pollens scheinen es vielmehr ausser Zweifel 
setzen. dass die Gestalt des Pollens etwas Ausserwesentlit 





bei 

Bas 
All 

eine 
be 



si 



welche diesem Gegenstand besondei'<'J m 



8 



ten 

bei 
der 

eiiie 

den 

ftieis 

ger 

bait 



:ir .§:eb 



n 



r 



sc 



die 

die 
^^n 



opi 



se 
ir 



e 



{Sola 
^vas 



n 



Old 



en 



^ei, 



e 



le 



e 



^erfai 



en 



an 



1 



U- 



\ 



•f 






-^ 




-^-^T 




i 



i 



iss- 



ill- 

Italt 
oit>' 



u 



eH 



I 



aen 
ai" 

vol' 
heM 



g 



e" 



P 






) 



li 



si" 



oil' 







1.1 



oc 



tl 



lib«'' 



t 



isa 



be 



bastard b 
All 



seiner Wiik 



/ 



welche Meinu 



auch durch 



be 



efruchtungeii unterstiizt wird. Es ist nur noch im 
gemeinen zu bemerken, dass die m»e« Arten meistens 

\ 

von regelmassiger und gleichforimVer Gestalt 



'"^en Pollen 



sitzen 



was bei den Hybiiden nicht der Fall ist. 



fi 



Auf gleiche Weis 



in Beziehung- auf die O^cr- 



und den Ueberzug der Pollenkorner auf die obengenaiin- 
cnriftsteller verweisen; denn, obgleich kein Zweifel ist, 

Zustand des Pollens, ob er namlieh glatt, trocken, 
'§: Oder mit Hiirchen iind Erhabenheiten versehen ist. 



da 



kl 
b 



ebi 



de^. iJ"™- ^^*^ ^^*" ?^f»'"<^l»t«ng in Beziehung auf den ZHStand, 

eiiie 



d 



«'» G 



'oe genau berechnet ist, wie z. B. bei Calla aethiopica, 

^ropaeolum majus, den Onagrarien, bei viscidem Pollen 

zuerstglatte, dann wenig feucht werdende Narbe, bei 

•asernj Caryophylleen, und iibjerhaupt bei den Aller- 



\ 



jj ^^"^ewachsen ein glatter Pollen mit feuchter oder woUi- 

arbe angetroffen wird; so sind diessnur allgemeineVer- 



h 



lisse 



gebr 



^ 

Von welchen es genug seyn wird, sie inErinnerung 
acht zu haben : da das Einzelne dem Gebiete der mikro- 
fschen Pflanzenanatomie angehort, womit wir uns bei 
^ '^"tersuchungen nicht zu gleicher Zeit befassen konnten. 

dif» D ^"^^*^^" hiebei nur noch , dass bei mancben PjBanzen 

otenz des Pollens sich aewohnlich durch eine Art leich- 



te 



D 



iiid 



Zusa 



Solj 



em 



mmenhanges der 



Pollenkorner zu erkenneu gibt, 



Mehl 



bei den 



aneen 



Caryophylleen 5 Lobelieen , Liliaceen «. s. w. 



"Ill Theil bei sonst trockenem Pollen von der ausser- 



. ichen Feinheit der Korner, zum Theil von einem ffe- 

'^sen r J 
sei ^®" Feuchtigkeit, von seiner Oberflache und 

^erfi ' '^^^ Mays, Cannabis, Pmus , Cort/lus \st glatt, und 

bei mechanischer Bevvegung wie trockener Sand. Im- 

und den 



Grad 
Uebe 



zuge abhangen mag; denn der Pollen der Ce- 






6r Pollen von Primula, 



Nicotiana 



^^.^ 'ichtbaren Hybriden ballt sich nicht, sondern fallt aus- 
''der, gleich dem der Cerealien. 
^'iscidim des Pollens kommt haufig bei den Pflanzen vor,. 



J 



! 



f 



I 






f I 



19 



* «■ 



f 



f 



V 



rn + 



)ll« 



t 




[ i 




I 



1 





iff 



: li 






,'/ 



^ 



.y 



i 



140 




\ 






\ 




^1 



p. 



f 



1 



Y 



/ 



\ 



). 



) 



f 



aer 



und scheint weiter unter deiiselben verbreitet zu seyn, als 
glatte und trockene. Die Grade der Visciditat sind sehr versch»^' 
den; am klebiigsten ist der Pollen der Onagrarien, Tropaeol^^ | 

majus^ vvelcher Faden zlelit, und dalier zwar znr ZertheiH>'^» 
seiner KornerjabernichtzurwirkliehenVerstaubnngwieander^ 

Pollen gelangt; weniger viscid ist der Pollen der Calla aeth^' 
pica; in geringerem Grade als dieser ist es der Pollen o 
Gattungen Lilium und Salix^ und in einem hoch etvvas g^^^^ 
seren der von Spinacia oleracea : welche alle einen schmutzig 
Fleck aufdemGlase zuriicklassen , der sich nur durch Alk^" 
abwaschen lasst^ daher von derNatur eines Weichharzes zeu» ' 

Es ist^ wie wir oben (S. 55) bemerkt haben, dem Pol'^^ 
von mehreren Pflanzenphysiologen ein bedeutender Einfl^'^ 
auf den Geruch der Blumen zugescbrieben worden ; vnXv hab^ 



f 



M 



W^ 



gegeben : indeiu wir einen Hauptgrund gegeri diese Anna 
in dem Umstande zu finden glauben, dass der Pollen in o^ 
wenigsten Pflanzen denselben Geruch besizt, v^elchen ^' 
Blumen besitzen, aus welchen erabstammt: sondern^ o^^ 
sein Geruch in den allermeisten Pflanzen vielmehr von d^* 

der Biume abweicht. 

Pollens ist nicht bei alien Pfl^^ 



frischen 



zen 



derselbCj sondern 



bei verschiedenen Gewachsen v^ 



i^ 



hi i 



*f 



schieden : selbst bei Arten von einerlei Gattung: wiewo 
auch bei Pflanzen aus verschiedenen Gattungen vollig gl^**^! 
angetroff'en wird : so konnten wir bei folgenden Pflanzen k*^ • 

Unterschied finden, z. B. Corylus Avellana. Alniis ^ 



wen 



^ 



iinosa^ Carpinus Betulus und Spinacia oleracea. Aus di^^ 
Umstanden liisst sich die Verschiedenheit des Urtheils vtJf' 

I 

schiedener Schriftsteller iiber denselben zum Theil erklaJ'^'^' 



z. B. 



Ifet 



\ 



■V 

einen halitum praegravem bei. John (^^) fand den Pollen 
Fichte und Rothtannegeruchlos : fiir uns war er zwar schw 
aber leicht balsamisch. Fourcroy (S^) vergleicht den Gei 
des PoWensAevBerberis vulgaris, Caslanea vesca, Pt/pulus 
lalaia?) und Phoenix dad^lif'era dem des tliierischen Sai» 



def 



;|1 




Star 
b 



ei 



g 



fall 

Von 



ffis 
sei„ 



b 



ei 



e 



€b 



r 



geri 



d 



en 



de 



r 



«ein 

find 
der 



P 



I' 



op 

star 
^en 



1 



fe 



m 



ein 



^irn 

star 



r d 



er 



Q 



de 



^eni 






e 



e 



t 



y 



* - 7* 







V 



^*^lil 




hie- 

i-ei' 
'hio' 



» 




lie" 

be" 
an- 

de" 
di'' 

|da«^ 
de"' 



I 



I 



ver' 
lef 



el 



Itei' 




:S 



e" 



vef 



e"' 



r 







efl^' 



141 



Df 



urn iiberhaupt ein Uitheil iiber denselben 



St. t ^ ^^^ G^'"ch des Pollens der melsfen BInraen nicht 

be* A ""'^ ^^oncentrirt, sondeni scliwach nru! fliichtig ist, wie 

^^ ^" Ranunciilaceen , Umbelliferen , Hosaceen, Cruciaten, 

gumiiiosen, Coniferen und vielen anderen Gewachsen , so 

zu konnen , dass man eine grossere Masse desselben 

einerPflanzezusammengehaiifthabe, und dasser frlsch sey. 

»ei unseren Beobachtnugen fanden wir den Geiuch des 

^ men Pollens, wie schon bemerkt worden , selten mit dem 

. .'^' "'"me iibereinstimraend , wie diess z. B. zwar der Fall ist 



e»l>a 



«h 



'f 



^"so betaubend riecht, wiedieBlume: Lilium candidum, wel- 



'^ujze Zeit den angenehmen Geruch der Blume, aber in 



gerem Grade, behalt; ebenso der yonCallaaethiopica, der 



W 



ix besizt 5 aber ebenfalls in geringe- 



wade imd ihn in kurzer Zeit verliert Viel haufiger hat 
^^' Pollen 



^icht 



einen von dem der Blume abvveichenden^ aber doch 



ininier hervorstechenden Geruch, welchen wir auch in 
& A^ ^*^^*'ke niemals dem des thierisclien Samens ahnlich 
," " konnten. Die in voller Bliithe beoriffenen Katzchen 



^fylus Avellana^ Jlnus gluiinosa , Salix purpurea und 
P^ us tremula duften in der Sonne einen anffenehnien Ge- 



P 



stark 



^"s , und die Bliithen der Cannabis saliva rieclien sehr 



Die Bliithen der 

^ 

und Carpinus Betulus haben im Gegentheil fast 



5 der frische Pollen dieser Pflanzen aber ist fast gerHchlos, 
^stens ist sein Geruch sehr schwach. 
l'[^laalha 

>. ^" Crernch : der des frischen Pollens ist stark, ein ^anzes 
^ oiererfiiUend, und angenehm brenzlich. Die Katzchen der 
St 1 ^^P^ea riechen angenehm ; der Pollen hat einen sehr 

en unangenehmen widerlirhen Geruch. Der frische Pollen 
tig sonst geruehlosen Bliithenrispen der Zea Mays besizt 

'^ohlgeruch des Benzoeharzes. 
, ^"'"g Geruch , 

titi 



hulbifi 



dessen Pollen ist, wie der von Cannabis, bei^ 
geruchlos. Spinacia oteracea und Carpinus Betulus haben 
tt vollig gleichen, starken und unangenehmen Geruch. 
^icht bloss der viscide, sondern auch der trockeu 




'I * 



,! 



^ 

f 

*. 



! :, 



I^A-i 



't 



* I 



I 



% t 




'.i 




■ 7 V 



^ ' 




I 




l[ 



it> 



1 








'-. 



u 



^. —r- b_ 






t ^ 



*■ 



n 




'i 



i 



n 

m 




-^ 






\r 



I 
t 

I** 




t 

^ 




142 



\ 



ch« 



sdieinende , Pollen geht bei freiem Luftzntiitt, Jerrer n 
kurzerer , dieser nach etwas langerer Zeit in eine chemis 

it 

Alteration iiber (S. 108) ; jener namlich oft sclion in einig^' 
Stunden , z. B. der des Cereus speciosissimus, der Callaaeth^'^ 



pica etc. ; dieser , wie der von Betula alha, Carpinus Betw^^ 
Populus fremula, Cannabis safiva u. s. w. erst in mehrereh Tag[ 



Woch 



del* 



ihm friiher anhangenden Geruch der Blumen verliert, und 
von verschiedenen Pjflanzen fast den g-leichen unangenehtf^ 

stiirk^' 



brenzlich-thievisehen Geruch annimrat, nur der eine in 
renn , der andere in schwacherem Grade. Hiebei veran 



der 



{ 



sieh aber nicht bloss der Geruch 5 sondern haulig auch ^^ 
urspriingliche Farbe des Pollens 5 indem sie meistens in ^'^ 
dunklere Farbung iiberg-eht : so wird z. B. der weisse PoU^^ 



f 



der gelblichvveisse 



ch" 



Pollen griinlichsporig oder braun, und baekt in einen feucht^'^ 
sehr stark unangenehm und widrigriechendenKlunopen zusa'^ 
men , welcher kaum den dritten Theil des vorigen Volum^"^ 
des Pollens mehr einnimmti Die gelbe Farbe des Polle"^' 
z. B. der Amentaceen , Coniferen verandert sich jedoch se'' 
wenig, kaum in eine etwas sattere ; ebenso blieb der orang^' 




I 



farbige Pollen des Lilium candidum und der zimmetfarbige 



bulbif 



-I 

der violette des Papaver hracteatum , 



lacmusblaue des Papaver dauricum fast unverandert. 



Ueber den G^^^fAmacA des Pollens sind die Beobachtung 
iioch wenig zahlreich, und die Angaben der wenigen SchW* 



ft' 



steller liieriiber nicht iibereinstimmend. Kampfer( ^ 



7 



) legt 



dei^ 



dadylifera, saporemvapide dulcemhei: J 



r 

< 



^' 



dieser beriihmte Chemiker habe keinen frischen, son 



der" 



alter 

Rabel 
1*011 

fand 
Sehr 

aus 
*'"kla 



A 



sia 
1*2 n 



Von 



d 



en 



selb 



e 



d 



ass 



<ler Fritillaria Corona mperialis und der Calla aethiopicn, "" | c 

des Cereus speciosissimus gelblich o"^ 
fcrannlich, wie andere an der Luft sich oxidirende Pflan*^"' 

r 

gebilde. In verschlossenen Gefassen wird der ganz fris 



«chei 

nien 

getro 



•lie 



d 



ense 



»ni 



* Jtiit 



e 



e 



«chei 



ar 



er 



'lach 
d 



em 



»>n 



Ol'tv 



«nt 



^ar 



schmacklos: wirfandenihn schwaehbalsamiseh. Fourcroy C ' 
gibt den Geschmack des Pollens der Phoenix dactylifera ^'^ 
sauerlich und wenig angenehm an : wessweo-en wir vermutli^"' , j 



^H 



Cti 



ei 



G 



^. 



e^vic 



ernb 



4 



\ 





a 



ch 



s 



ch« 



jigeii 
Ithio' 



s 



eii 



pi en 
lie" i 



on 



del" 
ten? 






e' 



4 



% 



en 



fi 



ft' 

ei" 
^e^ 

3^) 




I 



143 



Site 



§:abe 



sehr 



L 

61 Pollen bei seinen Versuchen bennzt. was astch die An- 

zu bestatigen scheint. Den frischen 



seines Geruchs 



«^n von 17 verschiedenen Pflanzen , den wir gekostet liaben, 
6" wir ohne einen bestimmten GescJimack, hochstens 

fadesiisslich, wie ihn Kampfer angibt : was sicK 

(r loslichen , Bestandtheilen 



•'"f seinen gerin 



gen, 



Wass 



di 



'siacu 



A 



Der Pollen (der Dattelpalme) wild fiir ein Aphro- 

tt» gehalten (60), und konnte vielleicht als kraftiges 

^^'2»eimittei, z. B. bei Urinbegchwerden, dienen, z. B. der 

^^orylus^Betula, CannaUs, Pinus w.s.yv. 

'e Ursache dieser Alteration seheint in dem bedenten- 
. ehalt von Feuchtigkeit und in der stai ken Anziehung der- 



d 



d 



Bl 

\ 3.1 



ass ".^" ^'^^^" ' welche der Pollen besizt. So fanden wir, 
Sch -^'"^ Portion ausserst leichten und feinen, ^anz trocken 
f,.. ^"oen Pollens der Cannabis sativa, welche von den ganz 
^ en staubenden Blumen gesammelt wurde , und 4 Gram- 

p, "ecigr. wog, zwischen reinem Papier in der Sonne 

^'^^''ocknet , 

J,. "ch ein Gewicht von 3 Grammen und 45 Centigr. hatte. 
^^ ^^ce^ie Portion Pollens , welche vier Tage hernach von 
^ "*en Pflanzen, aber sebon im welkenden Zustande der 



nach drei Tagen zusammeng^ebacken war und 



"men 



Ce 



Und Blatter, ausgefallen war, wog 3 Grammen und 



ntigr. : 



in einem Zuckerglase mit weiter OefFnung- und 



»nit 

abe "'^^''*'& ™it verstarktem Geruch , sein Gewicht war 
^»f 4 Grammen und 2 Centigr. gestiegen, und hatte dem- 



^»ner Glasplatte bedeckt unter abwechselndeni Sonnen- 
^>nder fteien Luft wahrend 24 Stunden ausgesezt, blieb er 



*iach 



d 



'«» die 



^5 Centigr. Feuchtigkeit aus der Luft angezogen. Nach- 



"nd 



Oi'o. 



Me 



^ens 8 Uhr bis Abends 



+ 



ei'brochenen Einwirkung der Sonne ausgesezt geblieben 
betrug das Gewicht desselben 3 Grammen 85 Centiffr., 
Ch^ daher wieder eine Gewichtsverminderunp; von 35 

St Rt- 4'4- • 

(Jg .* ^"5 sie war aber nicht wieder zu ihrem urspriinglichen 



d 



(von 



e,. , '-^"^ •> tirammen 45 Centigr.) zuriickgekehrt, son- 

leb um 40 Centigr. vermehrt : eine Erscheinung:, welche 




I 



\ 



» 



r 



!■! 



> 




*.|f 




4 







1 1 1 








' *« 



. i 




I 



iii 





^^ 



^^ 





I 





' 



y-- 



r 




m 




Z 



m 




I 





\ 



144 



"wir ansser der liygrovScopischen Eigenschaft, iielleicht ein^"' 
Oxydationsprocess zuzuschreiben liaben. Das Gewicht ^^^' 
selben Menge Pollens in dem namlichen Glase mit Papier b^' 
deckt in der freien Luft, bei sonst trockener Witterung: J'" 
hellem Himmel, erhob sich nach 24 Stunden wieder auf 



i 

SOU' 



Grammen 3 Decig^r. nnd war nicht zusammen^ebacken, 
(]evn voHkommen pulveii^, leicht staubend , und hatte dah 
wieder urn 45 Centigr. zugenommen 5 was den bedeutend 
fJrad der hygroscopischen Eij^enschaft des Pollens in ein A^^ 
liches Licht stellt. — Nach Verfluss von drei Monaten h^* 
sich der in kraftiger Sonne getrocknete und in SeMchleU^^J^ 
an einem trockenen Orte aufbewahrte Pollen der AmentacC^*'' 
Liliaceen und Papaveraceen in einen Kuchen vereinigt, ^'^ 
cher sich in Stiickchen schneiden liessj und den bekanpt^'^ 
eigenthiimlichen unangenehmen Geruch in erhohtem Grade v^ t 
sirh P-ah: hei massiirer Warme setrocknet. liess ^r sich ^^^^ * 



der in feinen Staub zerdriicken. Der Pollen \ou PopuluS tf^' 
mula und Bctula alba hatte sich mit einem zarten griinli^''^ 
Schimmel iiberzogen^ und hing beim Zertlieilen filzartig ^ 



samiiien; der Pollen der Pinus sylvestris und Zea Mays b'^ t 



I 



dem Sem. Lycopodii, Wenn 



4 



i. 



\ 



der Amentaceen 5 Liliaceen, Papaveraceen, der CaUay Cef^ 
u. s. w.5 in Glasern rait eingeriebenen Stopseln aufbew^''' 
und vor dem Zutiitt der Luft und Feuchtigkeit abgehal^^ 
wird. so bleibt er unverandert staubartio;', und vereinifft ^''^ ^ 
uicht in einen znsammenhangenden Kuchen, sondern b^ h* 
sich bloss etwas starker, als der vieler anderen Pflanzen. ^ ' 
den Pollen kraftigzu erhalten , ist es daher nothwendig, ^^\ 
selben (auch mit den Antheren) getroeknet in glasefJ' 
wohlverschlossenen Gefassen aufzubevvahren. 

Da wir bisher von den allgemeinen Eigenschaften 



eP 



ae^ 



Pollens geredet haben, so scheint iins auch bier der 0«t^, 



von der Bauer seiner Lehenshraft zu sprechen: obj 
Eigenscliaft in naherer Beziehung mit der Befruc 
Wenn der Pollen die wichtige Stelle in dem Organ 



4 



der 



all 



& 



sch 
halt 
»»>eu 

»»Jd 
So 1 

^eit 

gan 
^aii 

48 

V,-., 

Org 
'^'•afi 



V 



C ^'^ii 



di 



e 



^ ^ahi 



^•'afi 



la 



tei, 
'Hid 

ain 

^it 



9 



afi 
bi 



«ler 
ti^.. 



\ 



* 



id^+- 



^.- 



-.^ 





^ 



\ 




> 



nein 

del" 
be- 

4 



un 



sol'' 

deH 

ut' 



e 



a 



eel') 
rel' 



T^' 



n 



teH 





jteii 
si"'' 



a 



rJi 



ef 






111 




iiS 



I 



145 



/ 



tier pfl 



all 



anzen einnimmt, welche ihm nicht nnr nach seinert 



^emeiiien anatoniischen Verhiilt 



\ 

nissen, sonderii aurh nach 



J - "■•"'""iiksi;ucii * eriiaiiiiissen, sonaerii aurn nacn 

esultaten seiner chemischen Untersuchung zuzukoinmen 



Wi 



Scheint: 

»JiTl"^^^" "' ^^^ Blume, in welcher er erzeng^t wild , zusam- 

>angen. Da nun der Pollen nach diesen Voraussetziino-en 

nachsten Beriihrung mit den weiblichen Organen steht, 

, ^gt die Vermuthung nalie, dass die Daner der Wirksam- 
tles Pollens mit der Conceptionsperiode der weiblichen Or^ 

f/,^,^'.*^^^^"^*^'"^ ^^^^' ^^'' ^^I'^e, im Verhaltniss sfelie (s. unteii 

iche Organe) : dass aber dieses Verhaltniss nicht so ge- 
,"•" ^"sammentreffe , und von Umstanden modificirt werde. 



^aii 



*:»'fah 



P 



mogen folgende, allerdings noch minder zahlreiche 
^"ngen zengen. Der ausserordentlich feine und kieine 
4s «" Solaneen und mehrerer Caryophylleen bleibt kaum 
- Stunden kraftig, wahrend die Narbe und die weiblichen 



'^Jaft 1 
^ahrt 



di 

fal 



e 



Ka 



•e wenigstens zwei bis dreimal so lange ihre Conceptions- 4 ^ 
^ehalten : z. B. der Pollen der Nicotiana rustica und panicu- 
^n bedeckten Uhrglasern ausserhalb der Anthere anfbe- 
^ar am dritten Tage noch schwach wirksam, wahrend 



am siebenten und achten Tage noch conceptions-^ 



^lOfii 



''& War. Der Pollen d 



ifolm, laevis,f( 



kr J*^^ "^fitula hatte nach zwei Tagen noch Befruchtungs- 



I'aft 



Di 



T. 



nach sechs Tagen war sie erloschen. Der Pollen des 
caucasicus, deitoides , Carihusianorum war am zwei- 



"lid 



»nit 



ge kaum noch wirksam; der von Dianthus Caryophyllus 
^hinensis erwies sich, ausser der Anthere aufbehalten. 

Lychnis diurna und vesper Una 



^^ tlritten Tage noch kraftig. 



ausserordentlich zartem Pollen bewahrt die Befruchtungs- 



kau 



g -MiH z,wei lage: da di 

• »s 10. Tage ganz eriischt. 



i\L ^^^*^"lj"ng der Lobelia 



Der feine Pollen der Lobelia 



*j in dem Antherenkorper aufbewahrt, erwies sich bei 



' "er Polleu der Lobelia syphilitica an' der 



'Jilt 



n 



1 



1( 



HUtxi 



Qii 



zwei Tage conceptlousfahig bleibeu. 



'KER, Befruchtung der Gewsiclise. 



Der bedeutend 
10 



9 



T-Cf 



(\ 



I- 










* 



V 



k 




f% 



«< 



I 



'f, 



If 




t I 




P ^ 



\^M 



:f 



i i 



4 




Pfif 





rid ~ — L- .. 




^i-- 



n^ 



/ 



I 




i 






'} 



^ 



« 




^ 



1^ 




ft 



146 






grossere 



Pollen dev Zea Maps, ausser der Arithere in eine"' ^ 
vvohl veischlossenen Glase aufbewahrt, zeigte bei unsere" 
Versuchen am zweiten Tage keine Befruchtungskraft m 
Die Erfahiung hat sicli bei uns allgemein bestatigt, dass sic" 
der Pollen in der Anthere langer kraftig eihalt, als ausse' 
derselben; ebenso ist feinerer Pollen, vvelcher der Ausdii>i' 



ch 



K 



K5'" 



stung mehr Oberflache darbietet, dem Verluste seiner 
mehr unterworfen, als derjenige, welcher aus grosseren 
nern beiSteht: frischer Pollen aus der Anthere genonini^ ' 
erwies sich immer kraftiger und wirksamer, als altei'er, '^^^ 



iioch so vorsichtig aufbewahiter. Das, was dem Pollen s 



ein* 



Kraft und Wi 
ganglich. 



verleiht, ist also fliichtig und vei" 



f 



et: 



Die Geschichte liefert jedoch unlaugbare Beispiele von 1^"' 
gerer Dauer der Wirksamkeit des Pollens bei andern PflanZ^"' 

und hierin scheinen die der Palmen obenan zu stehen. T^* 
Kampfer (61) behalt der sorgfaltig und vors 

und aufbewahrte Pollen der Phonix dactylif\ 
tungskraft bis ins nachste Jahr: und Michaux (6^*) berechn^^' ^ 
dass sich derselbe sogar bis ins IS. Jahr erhalten babe; a"^ | 
*vird der Pollen dieser Palme nach glaubwiirdigen Zeugnis 
haufig aus Asien und Afrika nachltalien verfiihrt. Ein weitef 
Beispiel der langeren Dauer der Wirksamkeit des Poll 
Falmen liefern die von Gleditsch {^^) und Kolreuter ( 
dem Pollen der Chamaerops humilis angestellten Befruchtung 
versuche : bei ersterem Versuche solle der Pollen schon bein* 



sell 



lit 



I 
I 



¥ 



4 



schwarz gewesenseynj und beim zweiten befand sich der P<>''^ 
auf einer langen Reise, ehe er an den Ort seiner Bestimm'' 
gelangte (die im zweiten Versuche 
sich noch in unserer Sammlung). 
(«^)fand den Pollen 



Der letztere Beobacbt"' ' 



Tag 



eH 



Hibiscus Trionum nur noch nach 3 T* 



gen 



Martin (^^) 



lis sativa und Zea Mays bei wiederholten B 
ganzes Jahr kraftig erhalten zu haben, (was 
ziehunff auf die letztere Pflanze wnseren B< 



e 



ei" 
Re' 



de 
b 



I 



d 



er 
ei- 



>ioc 

(68 



E 



Wit 
C 



u 



Abi 
^tur 

»Hetl 
Aft 

Bet 

blof 



D 



a 



d 



en 



cii 



e 



s 



r 



de 
als 



er 



^1 



Art 

sei,j| 

deii 



ab 



e 



sto 



On 



v\i, 



I? 



'r- 








ref 

ilir. 
li 



ic 



isef 

uri' 

raft 
efl) 



ti 



cli 



vei" 



lan' 



a 



net) 
sen 

de' 



I 



u 



s 



e 






a 



li" 



lie" 

de" 

Ihtef 



^ 



en 



pe' 



J 47 



de 



» Jah 



f 



^eiichtet 



«'en 1825, 1826 und 1S27 widerspricht). Lemon (5') 



d 



er 



dass der in einer Papierdiite aufbewahrte Pollen 






^fieonia sibirica nacli 



vol Ik 



die Paeonia chinensis 
oiiimen befrnchtet habe. Prof. Morren bericlitet 



16 Tagen 



' befi- 

Up. 



' dass der Pollen dei 
uchte. Hier konnten 



Camellia nocb nacb Jahr und Tag 
wir auch noch die Versuche von 



C 



(6 9) 

Wor 



►chen altem Pollen des Verbascum condensatum^ 

7 

*co«M« mit drei Monate altem der Tulipa gesne^ 
^y. Lychnis dioicamit 12 Monate altem des Tropaeolummajus^ 



''cubalu 



4b 



llulifera sogar mit IS M 



'^tard 



*^* bahamea mit g- n t e m 



(n 



e 



b 



^n. Jed 



Mutterpfianze liefernd) 



Aft 



er, der sich mit Sorgfalt solchen Versuchen gewid- 
muss aber diese Resultate fiir lauter tauschende 

\ ■ 

t'befruchtungen ansehen : sie haben daher bei dieser 



hat 



Jtiachtuns: keinen Werth 



B 



' s historisch anfiiliren zu miissen geglaubt. 
Aus alien diesen Beobachtungen ist zu ersehen, dass die 



de 



auer d 



W 



^st Von der Dauer des Conceptionsvermogens der weibli- 

lirg^ane: wasweiter unten noch genauer erhellen wird. 

^heint, dass die Dauer der Kraft des Pollens mehr von 

J "UUe abhangt, und dass der Pollen im AUgemeinen sich 

deti meisten Pflanzen langer' in seiner Wirksamkeit erhalt 

^s Conceptionsvermogen der weiblichen Organe: beson- 

i» dem Falle, v^enn er auf die noch unreife Narbe seiner 

^'angtj wo er durch die ausdiinstende Feuchtiffkeit in 
'''"er Kraft erh 
""''••'^it bei den 



g 



wie man diess inson- 



ab 



Amentaceen und Coniferen bemerkt. 



D ass 



die Befruchtung in denjenigen Fallen nicht gestort wird, 
^^ die kiir 



zere Dauer der Kraft des mannlichen Befruchtungs- 

d 



J'ceptionsvermogens der weiblichen Organe angetroffen 

findet seine Erklaruna: darin, dass in den meisten BIu- 



^iid 

*»en 



nicht alle A 



. zugleich, sonderu successiv ?q[r 



10 



* 



% 




I 

i 






t^i 



.^' .^- 



)* 



\ r" ■ 



r 






m. 



\ 



I 



J c 



14 



/ 



/- 
I 



r'' 



-' ^ 



?? 



/. 



^ 



i 



1/ 




'^^ 



f I 





r 



9 «i • 




i 



m 










I 



I 



I 




t 



f. 



:\V- 



- I 



'^^^ 



/■ - 



■ 



\ 







/ 



r 
1 




\ 



!^ 






\ 



^^ 



148 



Verstaubiins: kommeti (S 



08) 



und dass daher niclit al'^ 



i 



Pollen in einer Blume zu olejcher Zeit reif vvird. 

Den bisherigen Beobachtungen zahlreicher Schriftst^''^ 
liber die Wirkungdes Wassers auf den Pollen wissen wir ni' 
"Neues beizufiigen 5 als dass wir auch Pflanzen gefunden 
ben 5 dereti Pollen sich im Wasser nicht explodirend entle 
wie z.B. der von Pinus^ wie dieses auch schon von Ad.Br<^^ 
NiART('^^) und V, Martius(^M bei den Amaranthaceen bem^r*^ 




lits 

M't* 



worden ist: und dass selbst nicht aller, in einer Anthere 



eiit 



Wasser J wie in fetten Oelen^ seinen "^' 
halt auf die besagte Art von sich gibt : sondern nur aufqw"'/ 
und seine Gestalt und Farbe (Opacitat in Transparenz) v^^' 

w 

wandelt, welchen Unterschied der Pollenkorner wir mit ^ 
Gleichen C^ -) einem verschiedenen Grade der Reife zuschreib< 

Im Allgemeinen wirkt aber das Wasser nachtheilig auf * 





I 



(S 



es ist dasselbe nicht das n**' 



turgemasse Vehikel des BefruchtungsstofFes, wie z. B. 
Narbenfeuchtigkeit und der Nectarsaft ; wie sich diess noc"* " 

--_ r 

weiter unten bei der Befruchtung naher ergeben wird» , 

Die ausserliche Aehnh'chkeit des Pollens vieler Pflan^^ ^ 



( 



it 



'1 
pi 

i 



dem Pollen dei 



May 



. ^^^ amme einer brennendenKerze V^'^' 

suche anzusteilen 5 wobei er bemerktej dass derselbe gl^'^ ^ 
'dievn Semen Lye op odii A^^Sigvwiei selbst der mit Aether^ T^'j' 

npnthinol und Ber^'nanhtbe ansp-pzoj^ene imauflosliche Th^ 



C^*)hattedieEig 



schaftj in der Lichtflamme zu blitzen^ nicht verloren. 



m 



unseren Versuchen mit dem frisch 



verschiedeii^^ 



Amentaceeuj z. B. der Alnus glutinosa ^ Betulaalba. C^i^f 
nus Betuliis^ Populus tremula^ dilatata^ Salix caprea sahen ^' • 
denselben, durch die Flamme getriebenj 
Flamme verbrennen, aber ohne Gerausc 



zwai' mit schwac 



he' 



t 



lebhaft, als das Semen Lycopodii, was seinen Grund haup 



sachlich in dem bedeutenden Wassergehalt des Pollens 
143) haben mag. Alter Pollen veihielt sich nicht auf glei 




cli" 



A 



e 



Jah 
ledi 

Jiae 
Ha 



h 



an 



ziin 



d 



»'ei 



JJieh 
defl 

spar 



Vom 
de 



P 



ss 



AY 



all 

de 



n 



Jitat 



Sain 

Wei 
Von 

^ell 



<iher 



-M^ 



..F^-ZT 




ler 



ler 

^ 1 

lits ' 

ha- 
rt J 

nt- 

er- 

die 
ocli. 



zeC 



IB 



it* 
be"** 



er- 



1 



cH* 



! 



el' 
ei 



1 



eC 
pei 



11 



ei 



r 



^ 



V 



lie'' 



g" 



P 



t 




cl)"* 



4 



149 



w 



A 



I 

'^^* z. B. vierzig- Jahre alter, von Raffenau-Delile aus 



en der Phoenix daciylifera 



zelni 



^^ppten gebrachter Poll 

alter der Z(?« Ma^^, und zweijahriger von Helianthemum 



Hokum, u„j gutgetrockneterdrei- und viermonatiicher vou 



ifieh 



hatte sich nicht 



dilatata, Cannabis saliva, Atnus gluti- 



so entziindetj sondern verhielt sich 



I wie jedes andere vegetabilische feine Pulver, z. B. der 

I ^^ '^O'iapae^ Fol. Sennae, welches, auf gleiche Weise be- 

. ^^*5 nur glimmte und sich nicht zur hellen Flarame ent- 

6te. Der vom sogenannten Schwefelregen gesaminelte, 

^ ahre alte Pollen der Pinus sylvestris zeigte sich etwas 

^ ^ntziindlich, als die vorhin genannten PoUenarten ; doch 

^ agi'irte er nicht mit heller Flamme, sondern spriihte nur 

P^rsame einzelne knisternde Funkchen aus. 

r 

wir bis jetzt 



*^ie chemischen Untersuchungen, vvelehe 



^^ ollen haben, konnen keinen geniigenden Aufschluss iiber 

^^ JVatur geben, audi die neuesten von Giroud C^^) und 

^^^ (^«) nicht 






all 



den- 
lit 



Semei 



ausgenommen, und reichen kaum hin , uin 



ne Vennuthunofen iiber sein Wesen darauf zu 



•« 



grun- 



at 



D 



''idem er der chemischen Analyse immer in seiner Tota- 
unterworfen worden ist. 



^r Pollen ist kein homogener Korper; seine organischeZu- 
cnsetzung besteht aus wesentlich verschiedenen Theilen, 
"ijedoch nur durch das Microscop zu erkennen sind, wo- 
Jeder eine besondere elementare BeschafFenheit haben muss. 

*tn An 

*»"gemeinen besteht das Pollenkorn aus einer hautigen 

^5 VVelrhp Ainon maUv t\Afxv -iTiTan\nixv W^\cai^r^v^ l.,Ur.U «.^*K:;1^ 



Seiche einen mehr oder weniger fliissigen Inhalt enthiilt. 



cli 



1 



*^er grosste Theil der Pflanzen besitzt einen Pollen, wel- 
•"^'t keinem besonderen Ueberzug-e versehen ist Der Pol- 



enei 



^^th 



^iniger an^ern Pflanzen aber, z. B. der Ouagrarien, Cdla 
^^ ^opica^ Salix (S. 139), Lilium bulbiferum, Tropaeolum ma- 
^ ' ^* ^-5 ist mit einer klebrigen Masse iiberzogen, welche 
im « Zellgewebe der aussereu Haut ausschwizt (J'^), und 



*^ Alkohol 



'lUs 



Aether und Oelen selir aufloslich ist ('S), und 



^b .^*"!*" ^eichharze oder Wachs, die aussere zelllge Hulle 
^'* giiosstentheils aus PoUenin zu bestehen scheint. 




I ' 



X 



» 



\ 
I 



^m 






I 







If 




! 



i 



1 

! 



P*4 






1/ "^ 



>- J 



r : Ji 







\ 

{ 

b _ 



r . 

w 



j; 



H 

>' 






/ 





■i. 



i 



1' 



\ 



^ 



I 



i I 






/ 



r, 



f 



150 



D 



jr Jnhalt der PoUenkorner ist wiederum von versclii^"^' 
nerNaturj und theils von korniger, theils von fliissiger, oHg^ 
Beschaflfenheit. Der kornige Inhalt, werchem schon von GlEI' 
CHEN C^y 6^"^ infusorielle INatur zusclireibt^ wird von B^ 



(81) 



cf 



fieischen Wirkung der Jodine auf denselben fiir Amylumhort^^ 
erklart. R6b, Brown (®^) hat aber ferner gezeigt, dass dies 
Korner unter sich verschieden^ die einen grosseren mit dun 
ler, dieanderen kleineren mit lebhafter oscillatorischer Be^ 
gang begabt sind, womit auch die Beobachtungen von ^ ' 
Brongniart (®*) und Fritzsche (®^) iibereinstiinmen. EvS sch^* 
nen diess aber nur verschiedene Zustande derselben Materia ^ ^ 
seyn : wie daraus erhellen mag, dass naeh Rob. Brown's B^^'^' 



(86) 



zerfalleii. 




Da nun 



87) die Bewegung solcher Korner b«' 
Hibiscus st/riacus, und Yucca in den P^ 
MicroDvle verfoisft hat, und Ad. Bro^^' 



) 



bl 



auch in entgegengesetzter Richtung (en sens oppose) beobacj*^^ 
tet zu haben : so warden diese oscillatorischen Korner soW<^ 
von dem lezteren Naturforscher (^^)^ als auch von Mi5^^ 

als Snermatozoen anffesehen : es ist aber der wirkli^'^ 



) 



,i 



den wahren Zustand der Sam^" b 



thierchen bei den vollkoramenen 



Gefasspfl 



noc 



It 



I 



1 V P 

nicht in der Art nachgewiesen, wie diess von G. Thuret (^ h 
Unger (»2) und Meyen (^^) bei Char a, Sphagnum, Polyi^ 



Marchantia 



gen 







verschiedene Form haben. 



Was 



nun 



telle Natur dieser Korner 
(94) als auch Schleiden ( 



f 



? 



•A0 



i 



Selbe in den Pollenschlauchen nicht finden konnen : auch z^'^ 
ten nach den Beobachtungen jenes beriihmten Naturforsche' 
(96) isolche Korner, welche von Pflanzen herriihrten, ^* 

nicht nur wenigeTage getrocknetj oder inn Weingeiste gelegJ^ 



ha 

leb 

Vie 
h 



n 



an 
ab 

ch 
be 

achi 

all 

k 

An 
od 



ei 



I IV: 

(le 



r 



e 



sta 

G 



e 



Oh 



ro 



g 



an 

rfiei 
tlas 

kei 

Ch 



e 



te 



c 



^on 



b 



et 



y I 



\- 



f 



I 












V 

c- 

BI- 
AS' 
CI' 

ese 
Ink' 

6' 

,ei' 
ob' 




ol- 

r 

ben 

cl)-' 

obi; 

elif 



l# 



i 



ei' 



dl« 



gf 



ell 



/ 



151 



i ' 






*J} eine ebenso deutliclie Bewegung, als ob sie von 

^. . en hergeruhrt batten: ferner bemerkte er an 

^n kleinen Koniein von solchen Pflanzen, welche ein Jabr- 



hnnder 



'Inch 

ab 



't getrocknet 



waren, eine deutlicbe Bewegung, wie 



^n Wenigen der grosseren Kiigelchen, deren Bewegung 
^>el geringer nnd in einigen Fallen gar nicbt bemerkbar 



Viola tricolor. 



5 endlich hatten diese kleinen Korner von 

^mia aquatica und ZeaMays^ welche e27/'Monate in schwa- 

" **^h]geiste gestanden hatten, nicht nur ihie Form bei- 

^^n: sondeni aiich noch deutliche Bewegung — wiewohl 



acht 



■^s vveniger lebhaft 



gezeigt. Ja nach Fritzsche's Beob- 



ung (97) i^^jj^ ggji^gj jj^ 4ieohol aufgeloste Jodine, ehie 
, Pflanzliche und thierische Leben zerstorende Fliissig:-' 

. \ )3 die Bewegung dieser Korner nicht aufgehoben. 

^"s diesen Griind 
ode 



r 



en hat schon Schleiden (^9) die infusorielle 
samenthierartige Natur dieser Korner bestritten. Gul- 
, V ^) hat iibriffens bemerkt, dass sich die Spermatozoen 

der Til' & , ? r 

^niere verschieden in Beziehung auf ihr Verhalten gegen 
S^ntien gezeigt, und zum Theil kraftigen Sauren wider- 
^"^n haben: was vielleicht auch bei den verschiedenen 
^^achsen der Fall seyn konnte. 



"■j 



D 



Sezt 



^ die Existenz der Spermatozoen in dem Polfen der 

^ <^ und einiger Laub - und Lebermoose ausser Zweifel ge- 

'^t: so diirfte man vermuthen, dass auch bei den Phane- 



^^^am e „ 
anal 



<Jie Umwandlung der oscillatorischen Korner auf eine 



oge Weise vor sich gehe, wie bei jenen i}^^), obgleich 
"och zu erweisen ist. Schleiden {^^'^) behauptet zwar, 



Jess 



to, ^'6ser kornige Inhalt durch einen lebendig-chemischen 
^ ^cess in eine wasserhelle, in Alcohol coagulirende Fliissig- 
wbergehe; dieses scheint uns aber noch weiterer Bestati- 
b zu bediirfen. Aus dem allgemeinen Vorhandenseyn sol- 
^^^ mfusorieller Gebilde in dem Befruchtungsstoffe der Pflan- 
te i' ^'^ ^^^ Thiere, glauben wir daher zu dem Schlusse be- 
^0 A '^^ ^" ^'^y"} ^ass dieselben nicht nur als ein normdler^ 
. ern auch als ein eoe^ew^/ic/ier Bestandtheii desselben zu 



^t»-achten 



seyeu (}^^\ 



\ if 



i 

T 



II k 








\ 



f ■ 



■i 



\ 



!**■ 






•» 




i 



I 




i>. 




- I 



*ftm 




/ 



Itfii 



%■ 



i: 



I 



^ 




P L 






I*.' 1 1 




!#l 




N 



1 



■ 



\ 



# 



* 



152 



flussige 



Masse 






dene 



chemische BeschafFenheit, und scheint zugleich bei verscli'^' 
denen Pflanzen von verschiedener Natur z'u seyn. Die altere" 



Naturforseher, wie Kolreuter (lo*), von Gleichen (1«^)j 
DEBMiJLLER (10 6) u. a. haben denselben allgemein 



erklart; Amici (io7) 



ill 
I 



fand ihn in Alkoh^ 



* 



und Aether aufloslich. Neuere Beobachter, vvie Rob. Br^W'* 



( 



] 1 



Meyen ( 



112) 



? 



nennen ihn bald 0% bald schleimig ; vielleicht ist er auch be> 
einigen Pflanzen von gemischter Natur. Die chemische B^' 
schaffenheit des fliissigen Inhalts des Pollens scheint jedocl^ 
allgemeiner von oliger als von schleimiger Art zu seyn : 



i 



«'ie 



Ve 



d 



seren, nnten bei der Befi 
gen zu erhellen scheint. 

Dass hierin noch Ma 
sey, geht aus der bisherigen Zusammenstellung der versch>^' 
denen Beobachtungen zur Geniige hervor, wesswegen noc"^ 
fernere genaue Untersuchungen erforderlich sind, um zn einc'^ 
sicheren Resultate zu gelangen ; iibrigens ist so viel gewi*^' 
dass die eigenthiimliche normale Zusammensetzuno- 



I 



I 



\ 



_ des P«[' 

lens seine Befruchtungskraft iiberhaupt bedinge ; welchem s^'' 
ner Bestandtheile aber, dem homigen, in ft 



fl 



diese Kraft vorzugsweise inwohne, ist ebenfa"* 



noch unentschieden. Rob. Brown ("*) erklart sich hieriih^' 
folgendermassen : ^,da die Kornchen zur Zeit ihres Eintrit'^ 
ycntweder wenig zahlreich sind, oder offenbar ganzlich fehle'^' 
»so bin ich vielniehr geneigt, anzunehmen, dass sie der P^ 
„Ienr6hre Nahrung liefern, als dass sie das wesentllch iVi^^' 
yySame bei der Befruchtung seyen : indem die bei diesem ^^' 
„schafte wirklich wirkenden Theilchen wahrscheinlich viel kl^'' 
„nersind«. Wennnun gleich die Anzahl und Lebendigkeitdies^^ 
Kornchen mit der Zeugungsfaliigkeit des Poliens im Verhiil^; 

niss stehtj vvie diess der Pollen der Hybriden zeigt, so ist ^^^ 



<Jie 

da 
be 
de 
ist 

G 

di 



r 



le 



a 



ann 



s 



da 
fall 

fad 



V 



n 



t 



\ 1 



r 




1 




lie 

hie- 

Ire" 

iliU 



') 



\ 



1 



r 

loch 
;vie 
iiii' 



I 



53 



die 



sen 



zugleich audi der fliissige Inlialt des Pollens verringert 
'^"^ alterirt: 

^^ <^er infusorielle Theil des spermatischen Stoffes den Le- 



da 
f»en 



wir vermnthen dahei 



Wagner 



sreiz bedinge, der fliissige Theil aber das Befruchtende in 
. '^'^ dualistisehen Zeu 



1st d 



gungsprozess sey. Ad. Brongniart (^^^) 
jjj . .. „ -„_„-jten Meinung, indem er noch die Ver- 

^»ing ausspricht, dass in der Verschiedenheit der Gestalt 



I'osse 
die Ur 



f 



atniiie 



und Bildung der oscillatorischen Rorner vorziiglich 

saehe liegen moge, dass Pflanzen von verschiedeneu 
n 



anneh 



Arten 



men ( 



117 



). 



Nach 
Leben 

fj^,^"^')*weder einzeln fur sich ab, oder verderben die Staub^ 
^n mit jenen und der Corolle und fallen zusararaen ah. 



fall 



F 

der Staubgefasse. 



Die Aiitheren vertrocknen und 



■^ 



r- r 



I 



\ 



L 

i 



i 



^ 




I ^ 



A 



* 1 



Mi 



J 

4 



1 




{r 



i^v 



*. 




I 



r 
t 



• I 



r 



I- 



1 1 



) 

w 



t 



n 



r 



lie- 
ell" 

el' 



\ 



I 




be"" 





F 



\ 



I '7 



/> 






. ^r 



"> - 



« 







ii^ 




i 

\ 



f I 



■K 



o\' 



^«: 



!•• 



lie"' 
:sef 

be' 



V 



M« 



J 

/ 



% _ ^ 



p 





^ #^ k J 




. _t — JJ 



t T 



\ 



/• - 



$ 



t 




i 



«4 






F 

1 







t 
i 



1 



. I 
. 'l 



ll: 



t: 
I 

h 

J 



r 

I 



i 



I 



;. 




^ 



1 



VI. 



r 

Ton der Waritieeiilbindung 

in d^en Bluinen. 




f.i 



w 



Wenn wir beim Bliihen der Gewachse, besonders a 
zur ZeitdeiBefruchtung, Erscheinungen wahrnehmen, wel^''^^ 
gewohnlich nur mit Warmeentbindurig vergesellschaftet si""' ' 
so sollte man nicht zweifeln diirfen, dass bei dem Acte jJ^*^ 
IJefruchtung selbst auch Warmeentwickelung stattfinde. ^ 
treffen namlich mit dem OefFnen der Blume folgende Ui"' | 



il 



da* 



/ 



stande in derselben ein , welche nothwendig von einer star 
ren Warmeentwickelnng begleitet^ und wenigstens zum Th^ 
hervorgebracht seyn miissen ; es ist diess die vennehrte A^^' 
diinstung;, die Gasentbindung", die Genichsemanation , 
Zerfallen des Pollen und die Nectarabsonderung. 

Die Bestiinmung und die Messnng* der Warmegrade '** 
den Pflanzen haben aber ihre grosse Schwieilgkeiten. Sch" 
Th. de Saussure( 1) hat die Hindernisse bemerklich geinach^' 
welclie so geringe Warmegrade, wie sie hier stattfind^*'' 
alteriren und die Beobachtungen tauschend und unsicb^ 



i 

I 



w 

maehen konnen. Neuerlich hat aber noch Becquerel (^) 



dK! 



i 



Mangel -der thermometrischen Beobachtungen deutlich herv'''^' 
gehoben, und sich des, von ihm angeordneten , thermoelekt'*' 
schen Apparates bedient, welchen fast zu gleicher Zeit au^ 



c 



s<f 



DuTRocHET ( 3 ), so wic VAN Beck und Bergsma ( * ) aii^ 
wendet, und als sicherere Instrumente zur Bestimmung 

r 

geringer Warmedifferenzen befunden haben. 

Diese Beobachtungen sind gewiss unter die schwierigs^^" 
und intricatesten in der ganzen Pflanzenphysiologie zu zabl^"' 

indem die Einwirkungen auf die Temperatur der Pflanzen se^^ 



k 
( 



>na 



ns 



1 



ko 

die 
die 

IHe 

the 
an 

^iel 
seini 



^ 1} 



e 



e 



G 



the 



U 



8 



lah 
ses 

d 



eo 



eii 



Wir 

ten 
Voi, 
eb 



e 



liab 
*rr 



4i 



>es 



i( 



ec 



fW^M 



i - 



},et 
del* 

r 

da**) 



i 



1 



id 

be"" 
di« 
of 



u 



ig: 



c 



so 



ten 

lie"' 



I" 

f 




:^ 






\ 




155 



1 



gfalt 



k 



'f '"mente wirken , 



onnen 



de 



Bin 



''ie Inst 



T 



Meiige aiisserer Umstande auf die 

edurch Temperaturgrade anzeigen 
r 'welclie nicht von der Eigeuwarme der Pflanzen uud 
^en insbesondere herriihren; denn je empfindliclier 
^umente selbst sind , desto vielfaltiger werden aiich 



awschungen , welclie oft unvermeidlich sind. Wi 



ftlien Grund zu vermuthen, dass dieneueBEcauEREL'sche 
^ocle der Warmebestimmung audi an Mangein leiden 



» 5 ja ! Becquerel ( ^ ) sa^t selbst , dass bei der Bestim- 
th 

oelektrischer Apparate man alle Vorsiehtsmassreffeln mit 
^ "Cher Genauiffkeit zu beobachten babe, una nicht in 



^ / O ^ 

"er Temperatur bei Thieren und Pflanzen vermittelst 



to 



^ieh 



ung 



(«) 



dass 



Anvvendung; von Seiten des Beobachters eine besondere 



r - 



Geb 
the 



^ogen 



S und Gewandthelt erfordere. 
'" Hinsicht dieser Schwierigkeiten hat der Verfasser dej| 
''^wch sehr empfindlicber RAMSDEN'scher Quecksilbev- 
**^onieter um so mehr bei seinen Beobachtungen vorge* 



•"'^ jenem 



5 ^eil die neueren vergleichenden Versuche Becquerel's 



lah 



d 



id dem Quecksilbertbennometer sebr 

e geliefert haben. Den Maugein die- 

struraents suchten wir durch die grossere Anzahl der 



^ <iiese!ben Resultat 



achtungen und die angestrengteste Aufnierksamkeit in 
"ebrauche desselben einigrerniassen abzuhelfen : indem 



vvir 

^^ '"'1 JStunde zu Stu 
^l^ 30 zu :io Mlnutei 

an drei Blumen des Arum maculafum, die Veranderun- 
^«n der Warme 



err 



beobachtet 



W 



ezu: glauben aber doch , dadurch einen Anhaltspunkt 

S^n zu haben, wo noch keiner vorhanden war. Vielleicht 

. ^"St man auch noch dahin, die Grade zu bestiinmen und bei 



41 



^chn 



in Abzug zu bringen, welche etwa auf 

(welcher von einigen 



i^ ^ 



\ 



\ 



^- , 



4 




' i 



-^ 






* » 



m 






4t 



i 




ni\ 





f 

i 



lr»4 






1 i 




, J 




( 




/ 



."/ 




A 



l' 



it 






I 

I 



^ 




1 



i 



\ 






I 



■a I 



156 



I 



Naturforscherii eiii besonderer Elnfluss.hiebei ziigeschneb^"' . 
aber gevviss zu hoch augeschlagen wird ,) um auf diese A' J 

F 

ein reines Resultat zu erlialten. -^ 



Die Starke 



Ausdunstung und die Gasentwickelung 



def 



Blumen, weiclie bei diesen bedeutend starker ist^ 



als b^' 



den Blattern, liaben schon Th. de Saussure (^) un 



d ^^' ' 



Brongniart ( ^ ) zu der Vennuthung veranlasst, die Entvvict 
lung von Waraie in den Biumen als eine allgemeine Ersch^ 



nung anzunehmeu ; 



t; 



t 



L. C. Treviranus (^) hingegen sag 
welche Ansiclit man audi iibei' das Phanomen der War'^ 
Entwickelung in der Blurae von Arum haben moge , so kou'^ 
es docli in keinem Fall als ein allgemeinesj nur weg^** 
besonderer Umstande uicht wahrzunehmendes , Vorkoiniw^*^? 
und als ein Beweis innerer Warmeentwickeluno- betracht^^ 
werden. Bei diesem Widerspruch ist es daher nothig ? ^*^» 
Erseheinuno:en und Umstande. untcr welchen sicli Zeich^ 
von Warmeentwickelung: in den Biumen vorfinden , zusam"^^ 

• ht 

ZU stelien , um die Gewissheit oder Wahrscheinlichkeitj ni^ 
nur fiir die Allgemeinheit der Warraeentbindung beim B* 
lien der Gewaclise^ sondern auch fiir ihre Coexistenz ^^ 
Beihiilfe bei der Befruchtung daraus ermitteln^ oder wi^^ 
legen zu konnen. 4 

Dass in den Biumen von dem Momente ihres OefFnenS ^ 



Warmeentbindung stattfiuden miisse, davon scheinen die 



ohe^ 



angegebenen Umstande zu zeugen : wie die vermehrte A'^^' 



diinstung, die Gasfintwickelung (namlich SauerstofFgas, 



Ko"'^ 



lensaure und Stickgas)^ die Entbindung vonGeruchspartik^' ' 
die Pollenverstaubungj und in vielen Fallen auch die Nect^*^ 
absonderung. Keine dieser, mit dem Bliihen und der ^ 
fruchtung der Pflanzen unzertrennlieh verbundenen, 
scheinungen ist nach unseren physicalischenKenntnissen oh^ 

Warmeentwickelung denkbar und moglich ; es entstelit *^ 



P 



e 



flf 



(I 



dieFrage, ob die entbuudene Warme durch die genann 

Erscheinungen in alien Biumen consumirt werde ; und ob ^^ 
unter welchen Umstiinderi in dieser oder jener Bluine 

Uebeiscliuss vou freier Warme stattfinde ? 



ei" 



\ 



In 

ep 
eii, 

hoi 

V 



ei 



ft 



Son 



die 



( 



T 



He 






ai 



d 



es 



seh 

§«a 
I. 



r.. 



'm 



an 






So 



•«/: 



*inz 

«nt 
4i 



es 






>n 






d 



f 



ej, 



'iep 




en? 




del" 
hei- 



g 



t: 







Ihtet 

di« 
he" 

irie" 



ic 



lii' 



uii 



d 



def 



bei' 



li'^ 



e 



bn" 



n 



te" 



uH 



(1 



ei" 





157 



Lamarck hat 



an dem Spadix des Arum maculatum (*°) 



) 



(wie 



y ^Pater auch am Arm... . 
f^^^^ht, dass der Spadix 

muthet) wahrscheinlich die Eefruclitimff vor sich peht, 

'''•fah,. 

V 



w 



eirie 



""g, vvelche seitdem von vielen Beobachtern wieder- 



Punkte beobachtet worden ist. Lamarck sprach daher die 
^ •nnthung ans, dass nicht nur al!e Arten dieser Gattung-, 



Sond 



^ ern alle Pflaiizen dieser Familie in ihren Blumen fiJhIbare 



^ me unter denselben Umstanden entwickeln warden: 



nnr 



^ei 



»e mehr, die andere weniger; je nach der grossern oder 
'"gein Dicing ii^^gg. Spadix. Diese Hypothese hat sich 



J^doch 

T 



in der Folge nicht vollkommen bestatigt: denn schon 

^^' DE Saussure (12) hat gefunden, dass die uin 6en^ve 

\ir.. ^^^^-^ Individuen des Arum italicum, dessen Eigenschaft 

zu entwickeln ausser Zweifel ist, und vieleExemplare 

I, 

^ maculatum^ (er hatte nur vier warme Blumen unter 



w 



d 



a line 



""^Aru 



vieien indifferenten erhalten.) keinen hoheren W 






^^s den der 



L 



so hat auch 



Tre 



viRANUs (1^) an Arum divaricatum keine erhohte 



I hi 



h( J' ^ ^"*^*^cken konnen; eben so wenig- an Arum pedafum, 

urn ^.„/. • Iformcafum, so wie auch nicht 



^^ladium iripartitum und 



4, 



^^0 hier 



if Hum Q^). 



Es folfft 



aus nicht nur, dass nicht alle Arten der Gattung 



^'•izeln 



W 






War 



V 



^j — »> uciuen, solche nicht immer von sich geben. Gegen 

^tii A ^^^^^spriiche ist jedoch zu bemerken, dass die Um- 

i 5 "»ter welchen diese Verschiedenheiten und Abwei- 

^Uid ^^" ^^obachtet worden, nicht genau bezeichnet sind; 

a die meisten dieser Pflanzen aus heissen Klimaten ab- 
^^ n ^' ^^ konnte man in ihrem gezwungenen Aufenthalt 



<iii.. 



und dieses Mangels an Warmeentvvickelung suchen. 
'6 gleichen Verschiedenheiten werden auch in Hinsicht 



w 



\ 




» » 




IN 




«• 



'. 



\ 



IM 



'- \ 




I 



I' 



1 




\ 




T 





■J 




\ 





fe 



I 




•* 




;j 



i 



Tf 



^J 



f 



158 



Verschiedenen Arten von Arum, sondern auch die verstrh 
Individueii einer und deiselben Art zu verschiedenen 



Zeite" 



iind bei verschiedenen Beobachtern gezeigt haben. Hubert 




F 

eln«'^ f 



44 



« 



li 



I 



gibt wohl den hochsten Grad an , welcher bis jezt an 
Arum beobachtet worden ist, bei Arum cordifolium zu 4" 
C. bei 19^ Lufttemperatur. Bei Arum maculatum zeigte s' j 
wngeachtet seines bedeutend kleineren Spadix, als der i 
anderen Arten. ein hoherer 



Warmeffrad als z. B. bei A' "'^. 



+ 21,80 Cgr. bei + 



tu 



f 



teinperatur, alsoGjO^ hoher als die umgebende Luft: D^^ U 



( 



Maxi 



Bei Arum DracunCii 



lii 



\ 



r 



iiach GoppERT (18) + 7" R., nach Mulder (is) 4—6 Fah«''"j 



li 



heit'sche Grade hoher als die Luft. Bei Colocasia odord "* » 



demselben Beobachter hochstens 16" — IS^Fahr. mehr 



als ai^ 



) II Centior. , also ungefa''^ 



I 



Vrie 



und VAN 



■natifidum nach C. H. Schultz {~^) bei + 



+ 



Wii 



abhangig von der Zeit , zu 






werden, so wie von der Lufttemperatur, welche deu groSS 
Einfluss auf dieselben ausiibt. Anderntheils masf auch i^^ 



Verschiedenheit derang^ewandten Instrumente ein Grund di^ 



set 



i 



Abweichungen liegen. 



to 



iTirtfd 



I 




Arum, namentlich bei maculatum, verschiedentlich angegeb^ 



( 



^f 



m 



,e^ 



ac^ 



■^er Spatha, ein anderesinal vier Stuiiden vor der anfangeii"^| 
Verstaubung der Antheren (^^) eintreten sah. Senebieb ( 



War 



si*' 



I 



ft 



a 



ZU zeigen, wie die Spatha ini Begriff war sich zu 



ifi 



der Spadix sich auf demPunkte befand sichtbar zu we'" 
Nach unseren Erfahrungen stellte sich an einer B'** , 

erhohter Wannegrad erst bei anfangender Dehiscent ^ 



I 

I 

t 



n 



A 

der 
de 



r 



Uitr 

Wtl 
>vi 






I 



n 



te 



an 

de 



$i 



hi 

So 

V 



:l* X 



el 






e 






h 



n 



8i 



vvi 



♦>itt 



^ 




lilt 



r 



'iiid 



er 



8ch 






I 



V 



iten 



f 










u 



1 



reii' 



iia 



cti 



s 



di« 



fahf 



» 



% 



cf 




er»' 



se 



te 



111 



IS 






\e 



\ 



be"' 



ff" 



c^ 



n 



si"" 

eft 



I) 



rde"' 






159 



^ntl 



de,. ^^'^^^ *^^"* *" eineranderen zwei Stundeii nach dem Oeffnen 

ders^^*^*^' ^" ^'"^* ^"^*^" ^'""^ '^''*"^^" ^^"" "^^^^ Oeffnen 
^m 30^ R*^^ ^^" Warmegrad an den mannlichen Organen schon 

^- I'oher als die Kenle und die umgebende Luft ; sie 



h 



k 



schon 
angefangen. 



W 



-L, 



AN Beck und Bergsma haben ihr Augenmerk nicht 
jj. ^^ ^"f diesen Zeitpunktgeiiclitet; sie aussern (2?) }„ dieser 
^'cht nur die Vermuthung, dass es ihnen scheine, sie konn- 



xbO' ^beiihren 



G.. 



'^•'"it habe 

^» den 
d 



Wa 



M 



(wie ihre Vorganger) 



H, welche unmittelbar nach dem Oeffnen derSpatha 
niannh'chen Oiganen eintreten und der Verstaubung 



Qes Poll . = . v...„«»»M..g 

^chf zieinlich voiausgehen moge : indem sie ihre Beob- 

«iitK- "^^" ^'^' alsdann begonnen batten, nachdem dieWarme- 
•ndung der Keule schon die Oberhand bekommen hatte. 



n 



^sOeff 



i'en 



9 



Sn 



H 



nen derSpatha aber, so, wie dieDehiscenz der Anthe- 
^"gt von inneren Entwickelungszustanden der Blumen 
^ 11 als von ausseren Einfliissen ab , wie an einem anderen 
^ gezeigt worden ist : denn wir haben gesehen , dass diese 

Xe*/^ '*^" ^"^^^ ^^^ anderen Blumen zu derselben 

.,^^ ^o»kommen , welche sich unter vollkommen gleichen 

evlichen Verhaltnissen befunden batten; der Moment des 
^^^^innens der Warmeentbindung bei den Blumen wird sich 
„jj , ^"^^ nach inneren Umstanden der Entwickelung und 

den allgemeinen Verhaltnissen der Blnmen richten, 
"* ^ischeinunff der Warme in den Rlmnen srbf'Jnf in 



fe 



^ 



ezieh 



(-> 



VNiss '^"^ *"^ ^'^ Tagszeit nicht wie der Schlaf an eine ge- 
^Htt K •*^^^" Oder Nachtzeit gebunden zu seyn; sondern sie 

> einer und derselben Art und bei verschiedenen Arten 

Sknebier (2 8) beobachtete den 



!>! ^*^>'schiedenen Zei 



E 



iten ein. 




Na 



®i* Warme bei Arum ntaculatum zwischen 3 und 4 



'''^<'h', an 



C 



zwischen 



Sch 



he f tig 
er Wa 



O 



i 




I I 



II 







I 




i;l 



■ M 



1- 




\ 



I 



\ 



I 



f 





*• t 



t 



( : 






If 4 






m- 



^■^ 




If 






* 



160 



daS 



fand bei Caladium pinnatifidum den Eintritt Abends 6 Uhr? 

Maximum um 11 Uhr. 

Die einmal eing*etretene Warme bei den Blumen ^ i 
Gattung Arum steigt bis auf ein gewisses^ aber nicht bei a" « 
Blumen gleiches Maximum^ uud nimmt dann nadi kurzer /< i 
wieder ab , und stellt sich am folgenden Tage ungefahr <* 
dieselbe Zeit^ meistens aber etwas spater, wieder ein. Es ^* 
also deutliche Paroxysmen der Warmeentbipdung' ^'^ 



Zengungsorganen der verschiedenen Arten von Arum zu 
merkeuj weiche einen gewissen Hohepunkt erreichenj 



un 






1 



dann wieder bis zur Temperatur der umgebenden Luftj (^ 
iiach unseren Beobaehtungen nicht selten unter dieselbe,) her^ \ 



sinken. Bartholini (^^) beobachtete dieses Maximuffl 






Arum ilalicum zwischen 4 und 6 Ulir nach italienischer ^" 
(demnach nach unserer Zeiteintheilung zwischen 10 und l^^ 



bei Arum maculalum sah Senebier (^i) dieses Maximuiii 






¥ 



f>| Uhr Abends 5 Vrolik und de Vriese (3^) zwischen 12^** 
2 Uhr Nachmittags, und Dutrochet (^^) bei einem Exeiiip 
Morgens um 7 Uhr^ bei einem zweiten um 1\^ und bei ein 



etf' 



dritten nach 11 Uhr eintreten. Wir beobachteten sd*^ 



eH* 



I 

Eintritt einmal an einer unserer Blumen Abends um 8 



m 



Das normale Maximum tritt demnach bei verschiedenen %^^ 
plaren zu verschiedenen Tagsstunden ein ; und hangt off^*^*^ 
ebenfalls von der all2:emeinen Entwickelunir der Blumen ^ ' 

(Jet- 



\ 



weiche sich an keine bestimmte Zeit und Stunde bin 



Eben solche Verschiedenheiten zeigen sich auch an 



Spadix anderer Aroideen ; so erreicht die Warme ihr Maxii^ 



bei Arum cordifolium nach Hubert (^*) des Morgens 






Sonnenanfgang : bei Caladium pinnatifidum nach G. 



He'"' 



ScHULTZ (3^) Abends 10 Uhr: bei Colocasia odora nach Vb<' 
und DE Vriese (^6)^ und van Beck nnd Bergsma (3') T'i^^ 
mittaM zwischen 2 und 3 Uhr: bei Arum Dracunculus ^^^ 



ti" 



11' 
|i 



mittags 2 Uhr nach Mulder (^**). 



^ 



Die Paroxysmen der Warmeentwickelungund ihr Mad^ 
sind sich in den einzelnen Individuen bei den Beobachtun^^ 



Dutrochet's (^^) ziemlieh gleich geblieben : wir beobaclit^ 



,tei' 



ab 

fox 

da 



mi 
da! 



>s 



In 

iHa 

Pfi 

in 






I k 



on 
ar 



Wi 
de 

T 

tl'u 



s 



e 



•u 






in 



de'" ' di 



e 



^nd 



S 



pa 



Hn 



s 



B 



ez 



das 
Ab 



Of 



g 




Gj 



« 



\ 



_^ 



r 



X 




• 




dil« 



lie" 

llUl 




de" 
be- 









Ulif 

13)' 

lIlH 



\ 



uii 



,pl^^ 



p 

n 



eni 



in 



eH 



n 



el"' 

b»' 

de^ 
111" 

bei 



n 



ui 







ac 



ti" 



Ir 



a': 



I)' 









e 



it*?' 



5 
1 



!* 






161 



aber 



*n -^rum maculalum, dass bei einer Blume der Pa- 



ysiBus eine langere , bei einer aiideren eine kiirzere Zeit 

ii^j , ' ^^^ ^^^ ^^s*6 Paroxysmus immer der stjirkste war, 

"^s aieParoxysmen mit ihrer Wiederholunj>- in Aer Starke 



mid D 



^a!5S 



auer abnahmei). 



entfait 
ind 

^alte 



an dem Ta 



DuTRocHET hat audi gefunden (**), 



et 



ge, wo die Spatha sicli bei Arum maculatum 



J 



Maximum der Warme 



zvvar mehr als eine Stunde nach dem vollstandigen Ent- 
n : ^ir jj^ben bei unseren Beobachtungen keinen so regel- 
. ^>gen Gang der Warmeentwickelung in denselben Blumen 
Pfi ,1^^ konnen ; vielleicht lag diess in der gerihgeren Era- 
?. . '*^"t^»t unserer Instrumente. Dasselbe fanden wir auch 



ind 



Di 



Wieder 



er Paroxysmen. 



on lite 



•e Empfindlichkeit des thermo-electrischen Apparats 

'JuTRocHET (*!) vier veischiedene Paroxysmen der 

^ in der Blume des Arum maculatum an ; wir hingegen 

^ nur die zwei starkeren, namlich den ersten nnmittel- 

eim OeiFnen der Bliithe an der Keule , und den zweiten 

J W vollen Verstauben des Pollens an dem Antherenkorper 

peratur der umgebenden Luft, und liier nur + 



Zeigte 
Warm 



wahrnehmen , welcher dort -+- Z° R. iiber der 



^••ucht 



w 



ir sind geneigt^ sie mit den Hauptepochen der Be- 



^^% der Ovarien in Verbindung: zu biinaren. 
eihf A . , . . „ ^ 



z^v 



eibt de 



DuTROCHET 

>ii ersten das schleunige Oeffnen der Spatha ^ dem 



in 



^ aber die Ausstreuung: des Pollens zu: wir haben aber 
^ie ^"'"^en mit dem Oeffnen der Spatha zugieich auch 

^nd *^ ^"^^"^^ Dehiscenz der Antheren wahrgenommen, 

^&^v einmal diese schon geofFnet g-efunden^ als die 



S 



path 



^^se 



sich eben erst ofFnete. 



Im Uebrigen harmoniren 



ftp ^i^iunde genau mit den Angaben Dutrochets in dieser 

All 

4a«i, 1 ^ ^^obaehtungen stimmen darin mit einander iiberein, 

*' die "Wi" 

Abp J ^^'^ ^I'^eentwickelung bei alien Arten von Arum gegen 



Or 




&an 



e die Te 



5 und des Nachts die Warme 
mperatur des umgebenden Med 



haben. 



anden dieses h^\ Arum maculatum vollkommen bestatigt 

* Befruehfuiig der Gewachse» 11 



\ 




\ 



i 




\ 



?1 





4 

I 



I 1 



«M 



\ 



iiti 









I 



^^^ 



( « 



- 4 



I 



'I 



f> I 





I 



^>. 



#■■ 




f 



162 



y 



Wenn sich die Blume nicht erst Abends entwickelte , wo o* 
der gewohnliche Gang^ der Warmeentbindung- nur von 



ett^ 



ftS 



kiirzerer Dauer war. 



VAN Beek und Bergsma C^^) hingegen haben an 
Staubgefassen der Colocasia odora nach dem, 21 Stunden "^ 






dem Oeifnen der Blume 



Vormittags 1 1 Uhr — eingetre 



•pten^"' 



Maximum gleich mit der anfangenden Verstaubung der A" 



sondern elne stetige Abnahm^ 



ren keine Paroxysmen, 

Warme bis zu dem am fiinften Tage 

erfolgten Zero wahrgenommen : worin demnaeh diese 



det 



Morgens 7 Uh>' 



Erf^'' 



derselben Pflaiize, nur an verschiedenen Individuen und tii^ 

r 

^emaehten Beobachtungen, auffallend abweicht. 

Zuweilen bemerkten wir an dem Spadix des Arum ^^^ 



M 



Luff 



hiTie^ 



£rsche 



weno 



W 



nahe, oder schon eingeti' 
war. Einigemal betrug diese Verkiihlung 1^ R., bautiger ^ 



t 



nur Bruchtheile eines Reaumur'schen Grades. 

bemerkte diese bei ihm nur \^ Cgr.betragende Verkiihlung 

Spadix ebenfalls, und schreibt diess der Verdunstung sei"^ 



i 



organischen Fliissigkeiten zu ; wir glauben aber hierin »^ . 
einen Act der vitalen Stromung dier Safte zu bemerken^ ^\ 

und die Temperatur in ^^ 



Wechsel 



A 



Y _ 



Warmeentw 



Aroideen richtet sich iiberhanpt nach der Dauer ihrer Blii^'j 
eiuige derselben vergehen meistens in dreien Tagen ; da , 



auch 



War 



) an Arum t^^ 



cwwcM^w* beobachtet hat. ^q\ Colocasia odora hielt sie " 
Ad. Brongniart (*^) sechs Tage an, und zeigte sich an 
ersten vier Tagen Abends und an den zwei lezten Mofg" 



Mit 

Bl 
in 



u 



u 



ejne 

S 



CH 



tiitt 



/, 



atu 



rung von den von Ad. Brongniart, Vrolik und de VriesE 




s 






/wwo des Spadix unter die Temperatur der umgebenden 
besonders * wenn der ersteParoxysmusvoriiber war: wir ko^- ^^ 
ten aber auch hierin keinen regelmassigenbang wahrne 



3 



M 






u 



,. jr >i»]d 



c' Uoclj 



,h( \v 



li 



el 



rsci 



t 






ein 



en 



ijr ^tid 



ch 



^e 



Ml 



,«l f^toflp, 



90 



5 U 



^ieh 



u 




f: 



M 





m. 





aau" 



de" 



na 



cli 



lie") 
def 



r 



,.fali' 



s 



rteH) 






iTie 



VV 



el' 



M^ 



ies 



1 

lu 



(!> 



a 





t)i» 



pr^' 



1) 



^^' 



,a«' 



I 



M 



163 



t^as deVr 



4 

ser Dauer der Warmeentbindiing stimmen Vr 



Bl 
in 



ume 



'^«M*«)undvANBEEK 



Von 



( 



pinnalifidi 



erein. Die 
schneller, 






S 



"gefahr J2 Stunden : die Warmeentvvickeluri^ 

einzigen Paroxysmus, erreicht in vier Stunden das Blaxi- 

"nd kehrt den andern Tag nicht wieder, nacli C, R 



'^'^Tz' Beobachtun-"- ^^^ 



tritt 



Da 



en (4 8). 



(S. 55) — und dem Ein- 



a^ ^ick 



W ^! listen Paioxysmus — bei Arum Dracunculus und macu- 

^'n durchdringend widdger aashafter Geruch sich ent- 



b 



^^m 



Sell 



(S 



den 



M 



war er bedeutend 






^acher. nnA e^<.ll^» o.:^l, „™ * I- .1 _i .i..L_ vy^" 



•Xj aber mit etwas verminderter Starke als anfanffs, 



^H 



et* ein. 



^EVr 



Bei Colocasia odora entwickelt sich nach Vrolik 
j^ — SE (^^) mit dem Oeffnen der Spatha ein angeneh- 

^^ndP ahnliclier Geruch 5 welclier nach van Beek 

Oeff ^^^^^^ (^^) ^ooh am dritten und vierten Tage nach dem 
^ , " "®^* Spatha beim Verstauben des Pollen fortdauert. 
fnn 1^ ^^eiten Paroxysraus fanden wir den Geruch heiy^rwm 



'^^ der 



^ wm weniger stark als nach demselben des ersten Abends, 
aritten Tag-e nach geschehener Verstaubung des Pollens 



1)( W 



h 



sehi 



A^bnahme des Vigors der Spatha war der Geruch nur 



schwachj und verschwand mit dem anfangenden 
^fs \ Spatha vollends ganzlich (s. den Verlauf dieser 

'^^^'""ng bei C«^/a «e/A«Vc«; S. 57). 



N 



^o«nst 



til"' ^iien 



dMi 

ocke 



), C. H. SCHULTZ (^^), GOPPERT 

; Warmeentwickelung auch an, 
abgeschnittenen, Blumen vor sich; erreicht aber 

(6 6) 



^eringeren Grad 

^" Gasarten hatte der Kolben der Colocasia odora 



<ieh i/.""'^''*^^^"'" 5 wie Vrolik und de Vriese {^'') 



n 



"toff 



haben 



9o 



3 



eu^' ^ieh 



Und 



einen erhohten Wa 



im Sanei*- 



ittimer 2 bis 40 mehr als die Luft, ja bisweilen 
»"» Stickgas 1 bis 50 hoher. Eben so hat die Ent- 



''^S des Lichts 



) 



ende 



11 



* 



\ 




W 



m 



m 



* 







ili 



y'\ 



\ 







I 




y\ - 1 - 



/yw 




I 

I 



■J 



* 



. 1 



it¥ 



u 



hi 




H 





U 





-r 



\ 



164 



Wirkung auf die Wameentwickelung des Spadix des>'"*| Jon 



maculatum gehabt. 

Den Spadix und die Keule fqnden wir bei Arum tnacul^^'^ t 
bei verschiedenen Exemplaren von wenig verschiedener La'^o 
jenen 3" 5'", diese 2" 3'". Nach dem Oeffnen der Spa^''* 







I 






verschieden gebaut. Bei ersterem befinden sich die in*"" 1 
chen Organe unmittelbar iiber den weiblichen , und sind "•" ^ 
wie bei Colocasia durch eineii Zwischenkorper, welcher hi^^ ■ 
sehr langlichten, sechsseitigen Zellen besteht, und eben so^^^ , 
fiir unentwickelte weibliche, als mannliche Organe angese'' _ 
werden kann^ getrennt: diesen Zwischenkorper sehen " 

A|]f 

Herren van Beek und Bergsma (^^) fiir abortirte Ovariefl ^ 



Auf den mannlichen Organen sitzt bei Colocasia die coni^ 



zugespizte Kolbe unmittelbar auf 5 diese Kolbe betrachten 
genannten hollandischen JVaturforscher als abortirte tf^ 



<li« 






liche Blumen {^'^). Bei ^r«7re ist die Koibe gestielt und fl*" 
einen schmalen Strahlenkrknz van den mannlichen Org^" 



getrennt: bei beiden ist der Ring, welchen die man 
Blumen um den Spadix bilden, etwas langer als der, wel*''' 



an der Basis desselben die weiblichen bilden. 



Der ga" 



Spadix ist von dem Stiel aus bis zur Spitze der Kolbe 






Inneren von einer gleichformigen, parenchymatosen, saft's, 
Marksubstanz erfiillt, an welcher nach den ausseren Ab*'' 
ungen des Spadix keine besonderen Absonderungen 



1 



ae' 



Scheidewande zu benierken sind. Die Oberflache der stu'^'J' 



f 



•iili' 



•••» 



lich zugespizten Kolbe ist glatt und nur durch leichte 
flacbliche Eindriicke, die von den Falten der Spatha hefi . 
ren mogen, bin und wieder bezeichnet. Ihre Substanz beS*^,, 

aus gleichformigen, kleinen, mit Saft erfiillten Zellen. 




» 



Hi 



in 



§:evv 



7 



^iiiel 
Kol 



b 



ei 



wa,r keine Verlangerung derselben mehr eingetreten. Bei C<i } 



aethiopica war es derselbe Fall. Vrolik und de Vriese ( J ^c 
so wie VAN Beek und Bergsma (6") erwahnen hingegen ? 



gen 



S 



pa 



der Spadix der Colocasia odora von dem Oeffnen der Sp^ [ 
an bis zum Verstauben des Pollens in zwei Tagen sowoh* > ^«i 
Lange als auch an Dicke ansehnlich zugenommen babe. | 

Der Spadix von Arum ist von dem der Colocasia e*^ 



s 



pit 



Wtfl 



e 
eo 



Ho 



n 



Hi a 
iHer 



(68 



Ar 



u 



„,rV S 



d 



Pa 
en 



Kol 
gen 



i^ ' ^m 



e 



di 



H 



V 



di 



e 



I 



^tu 



\ 



eiil 



Ml 

Hen 



I? 4 



/ 




.-^ 



'fU^ 



'00 



59 



( 

tli> 



a 



hi »" 



inn 



li' 
lit 



ra«»: 



e 



n 



lie" 



ail"' 



an 



u' 






a" 



ii 



til*'*' 




•iili' 



fi 



ste 



ll< 




} 



165 

Hind ^".'^^'"^ heterogene Bildung in den Durchschnitten der 
^ tlieser Kolbe entdecken ; mochfen es daher nocli fiir 



^'^'^gt halten 






M 



diese Kolbe mit van Beek und Bergsma fiir 



asse abortirter mannlicher Organe zu erklar 



en. Diese 



'"irum 



iiocl 



^ schwindet in ihrem Volumen , wird kleiner und welkt 

maculalum nach 4—5 Tagen nach der Verstiiubung, 

an den Ovaiien wahr- 

doeh geht die 



J ehe 



f "«»«me„ vvird ; 



Wachsth 



die Farbe wird schmutzig^ ; 



^ "och schneller ins Verderben liber ; indem diese schon 



y ^>''tten Ta 



S 



ge nach dera Oeffnen von dem Rande und der 



b, 

di 

B 



^ abwarts zu verderben und zu welken beginnt. 



h 



effend : 



Heerd der Warmeentwickelung bei den Aroideen 



e 



so ist derselbe ohne Zweifel bei denselben iibei 



&anze Oberflache des Spadix verbreitet, obgleicli mehrere 



•^ONGjf 



r 



J Wie C. H. SCHULTZ(63) GOPPERT (64), Ad. 



jjj- ^^^'^ (^^)j Vrolik und de Vriese (^6) jhn nur in den 

ciien Organen angegeben, und der, in der Kolbe be- 



nierkh 



B 



sek 



aren 



Warme nicht besonders gedacht haben. van 



(68\ ^ Bergsma (^'7) und fast zu gleicher Zeit Dutrochet 

laben bemerkt, jene bei Colocasia odora, dieser bei 



/*"^ ^aculaium. 



d 



IX 



dass die kolbenformio'e 



Auftreibung des 



en 



^i«e hohere Temperatur besizt, als gleichzeitig 



an 






und dass von def 



abvvarts die Temperatur des Spadix mehr und mehr ab- 



*»t. B 



ei unseren Beobachtungen haben sich Abweichun- 



on 



di 



^« Pa 



e 



gezeigt, indem wir diess mehr beim Eintritt des 
'^oxysmus gesehen 5 beim zweiten Paroxysmus aber 
^*' dem Strahlenkranz befindlichen mannlichen Or^ane 

unden haben ; jedenfalls zeigte sich 

des Spadix des Arum macu- 



^ntt ^^""^ '" demjenigen Theile ( 
Un^' ^^^* "^^^ mannlichen Ring bi 



sti 



^nformigen Spitze desselben. M 



g bildete, dJauernder als in der 



"lanaen 



""Ha 



auch die von Th. de Saussure an Arum maculatum 



^«hr ^^^ ^^^cunculiis gemachten Beobachtungen iiber die Ver- 
^^»»Th^-^°" ^^"erstoffgas iiberein, nach welchen die einzel- 

^"e des Spadix eine von einander unabhangigeWirkung 



\ 




\ 



a 



* ' 



t9t 



I 



^ij 






t 




V l^k'^ 



i 



II 








J 



m 







J*!! 



;( 



J ■, 



r^ 



:i 



J 1 






1 



is 







II 



•*•(, 



1 



I 



166 



le 



iind in verscliiedenen Gradeii zeigten (^^). Aucb Dutbo 
(■0) bemerkt, dass das Maximum der Warme an der 1^^^ 
bei den verscliiedenen Exemplaren dieser Pflanze nic 

^ 

selbe sey. 



ht d^^' 



a 



Dass die Warmeentbindung in der Spitze des Sp 
namlich in dem keulenformiffen Fortsatze, von Arum ^ 
latum 






seinen 



Anfang nimnit 



scheint uns wahrschem 



inlicM"; 



/ 



seyn; dass sie aber^ wie DutrochetC^^ ) glaubt^ jhrenB^ 1 
sitz in demseiben und in demGewebe der Spathahabej ^ 
ten wir dessvvegen bezvveifein 5 weil der Warmegrad in di^ " 
Theile verganglicher ist, als in dem eigentlichen man 



nlicl*^'- 






Organ der Blume. Dutrochet sagt selbst^ dass der am ^ 
ten Tage der Inflorescenz eintretende Paroxysmus sei^' 
JUaiiptsitz in den mannlichen Bliithen und in dem Tl 
Spadix habe , auf welchem dieselben sitzen. 



leii a«« 




\ 



Bei der Colocasia odora scheint dieEntwickelung d^i 
fruchtungsorgane und die Warmeentbinduhg einen von 
des Arum maculatum verschiedenen lind langsameren V^^' 
zu haben : indem nach den Beobachtungen von van BeeK 
BergsmaC^^^ der Paroxysmus und liohere Warmegrad z^^ I 
in den noch geschlossenen mannlichen Organen mit 22^ ^^^ 1 



trofFen wurde, wahrend die Keule nur 7^ zeigte, we 



Verhaltniss etwa 12 Stunden anhielt, bis die Dehiscent 



r 

Antheren' begann, womit sicii die Temperatur der 






\ 



schnell auf 23^ erhohte, die der mannlichen Organe abei" 
iiach und Jiach, und am sechsten Tag nach dem Oeffnen 
Blume bis auf das Zero verminderte. 

Nach diesen Beobachtungen ist es zwar noch nicht ^^"^ ^ 
erhoben, dass die mannlichen Organe der oriffinare Heei^J 



Warmeentbindnng in dem Spadix dieser Aroideen sind: 
so mehr, als die innere Bildnng und Verbindung des ii^^' 
wihdigen, keulenformigen Fortsatzes von anatomiseher ^^^ 



iS^! 



noch nicht hinreichend beleuchtet ist; so viel ist aber ge^^' \ 



dass die Warme hauptsachlich und die 



langere 



Zeit 



9 



nach geschehener Verstaubung in ihnen ihren Sitz hat; 
auch durch Hubert's {''^) Versuch erwiesen wird, daSS 




(li« 



240 



star 



b 



en 



P 



ar 



fen 



oc 



tag. 



b 



eo 



Ujh 



A 



Uc 



eat 
HcJi 



e 



erj 
^eii 



8 



(S 



P 



obi 




a 



a 



e 



'lies 
sucl 



b 



att 



^al, 



te 



ei 



I) 



3 



»^ich 



I 



oca 



ai 
h 



u 



at 




\ -. 







le 



eu 



daS' 



a 



aii) 



Icb ^" 

laup*' 



oc 



ll' 



e 



ic 



z 



lief 



^ei' 



eii' 



ef 



ld« 



< 



dei^ 



r 



u 






n^ 



(' 



Icli 



ei 



zi 



Ld«' 



ell 



a^ 



d 



de' 



.111^ 



el' 



!• 



Se> 



it« 



^vi 



iS^f 



biJ 




di« 



167 



Q^ 



^^^chnitfenen maniilichen Theile des Arum cordifolium einc 



arm e 



240 



von 40*^ hatten, und bis an den folgendeii Abend noch 



^"™ Thermometer zeigten. 
" Seziehung auf das Eindringen der Warme in die Sub- 



E ti- ^* '^padix, (was von nicht geringer Bedeutung fiir die 

lung des Warmequells ist,) finden verschiedene Ane^a- 



['» + 44 0) 

Jioclist 

ta 



g des Warmequells ist,) finden verschiedene Anga- 
s att. Nach Hubert ('*) zeigten gespaltene Kolben im 

m -f. 420 (auf der Oberflache der staubenden Anthe- 

Vrolik und DE Vriese C'^^) sagen aber , dass es 
auffallend sey, dass gerade um die Stunde (Nachmit- 

bp k' "^ ^^^ hochsten, an der ausseren Flache von ihnen 

'^nteten, Temperatur die innere Temperatur des Kolbens 
An *• *'6fer stand, als die Temperatur der Aussenflache. 
entK ^^^ ^^^K und Bergsma C^^^) sagen, dass die Warme- 
si ^"^ "^ ^^" Blumen der Colocasia ndora auf der ganzen 
J ^^^^ Oberflache des Spadix, nur mit eiuer verschiedenen 
^»tat seiner verschiedenen Theile, geschehe. Wirgetrauen 
aher nicht zu entscheiden : ob Goppert Recht hat, 

^taubgefassen sich befinde , und alle iibrio-en Theile 

,^''^e mitgetheilt erhalten. Wir haben selbst keine Be- 

"iigen hieruber angestellt^ weil wir jede mechanische 



we n n 



S' (^') : dass der Hauptsitz aller Wanneentwickelung in 



Spadix mit den Stempeln) nur von liier aus die 



G 



die 



^Hait 



^n der Biume des Arum maculatum^ der einzigen Art 



'Su K '"*^&? welche wir iiber diesen Gegenstand in Unter- 

& zu Ziehen Gelegenheit batten, sorgfaltigst vermieden 



h 



att^ 



H\ 



• in der gegriindeten Besorgniss, die Natur in ihrera 
^al I ^" ^ange zu storen: da uns nur eine beschrankte An- 
Hjg. ^°" blumen zu den Beobachtungen zu Gebot stand. Die 

"§■ "oppert's wiirde iibrigens dadurch eine Stiitze erhal- 
' ^ss Vrolik undDE Vriese beobachtet haben C^), dass die 



te 



n 



•^icht 



I 



zur V 



"«««/ 



crstaubunggekommenen liiannlichen Bliithen der Co- 
^1 o^ora keine Warme gezeigt haben : wenn anders diese 
Sa.ij " "*^^* iiberhaupt kalt geblieben waren, wie Theod. de 



h 



at 



RR an At 



'um italicum und maculatum haufig beobachtet 
'^ )' Die Nothwendigkeit weiterer Untersuchungen wird 



/ 




• ( 




k<> m 



\ 







fm 



ill 

i li 



n 

' i 



',1 




n 



I 



4 




i 








% 



\m 



i 



r 

.1 

I 

d 








W' I 



^ 



I 'z 






^ ■, 



i 




^ 



,lt#f< 



•-r 



t 



[- 




m 



m 



I 

t 



y^ 



* 




'^^ i 




168 



L 

aber noch dringender^ wenn wir die Beobaclitnng; desselo 
Naturforschers damit in Verbindung bringen , vvelche er 



den mannlichen Blumen der Cucurbita Melopepo geinac 
(60)^ deren StaubgefassCj iiber der Basis der Blume 



ht bat 



^ ^^ ^ J — ^^ — — , 

schnitten, kalt gefunden wurden^ wahrend der Gruna ^ J 
Corolle und die nocli an ihr befindliche Basis der Statibf^^ 
w arm geblieben waren. Eben so hat die Corolle der BtfJ^ 
radicans^ von den Staubfaden getrennt, (mit vvelchen si 
lich eine Strecke lang verwachsen ist und desswegen 



War 



00 

^ frei' 



von der Corolle getrennte Kelch, aber in 
als jene (^^). 



Gra 



I 



Es ist 5 wie wir so eben angezeigt haben^ von Gopp 



eb* 



m^ 



to 



W 



besitzen: sondern dass 



sif 



solche von dem oberen mannlichen Theile des Spadix vrM 



I 



theilt erhalten sollen. Hiemit scheinen die Beobachtung 



(fti 



t 



L 

die 



) 

weiblichen Organe 



welcher bemerktcj 
des Arum maculatum eine fast 



das^ 



Ull^i 



6,5^ C. niedrigere Temperatur batten, als der obere T^ J 
des Spadix. Eben so bemerkten auch van Beek und Ber^^^ * 
(^•^) an dem Zvvischenkorper des Spadix der Colocasia odord 




bl 



an den weiblichen nur 21566^5 wahrend die mannlichen 29?" 
(bei 19,44^ Centgr. der umgebenden Luft) zeigten. Da 0^^ - 
mechanische Trennuns: dieser Theile zu keinem sicheren ** .. 
snltate bei diesen Untersuchungen zu gelangen ist : hied^' » 



aber auch nothwendig Storungen 



in den Lebensfunktio*^ 



e« 



( 



dieser Organe bewirkt werden miissen : so hat der VerfaS^ 
uuf die Priifung dieser Angabeu verzichtet : ist aber deS ^ 
fiirhaltens, dass die weiblichen Organe in*dieser Epoche i'^*^ 



Lebens eines ^ewissen Grades von Eigenwiirme nicht en 

thiiinl'^ 



ren werden , well ihnen zu dieser Zeit 



eine eigen 



Thatigkeit inwohnt. 



cl^' 



Es scheint diess auch aus der Beob^ 



(84X 



F 

auch die weiblichen Blumen der Cucurbita Melon 



e 



iii^ 




f 



et 
P 

he 



m 



b 



e 



ei, 
h 



a 

a 






e 



Wi 

Hi 

iib 
hi 



e 



d 



Bl 

ni 

lie 

da 

Vel 

A 



e 



b 

Ar 

Bl 



S 



P 



bi 



I 




I 



I 



be" 
. an 

ide" 

frei' 
eiiif 

def; 



t 



p 






I 



daf 



be'' ' 



G 




5 



58"' 



D 



7 



05 



P' 




011 



•cli 









br 



¥ 






lie 



li« 



[)» 



da 



clt' 



5« 



el 



iii« 





109 



ettt 



as 



Pfl 



anze 



gere War 



4 

als die mannlichen Bliimen dieser 



''^n Theile d 



zeigten, ungefahr wie 2:3; und dass die verschiede- 



&as 



Me 



D 



en. 



Wirklichkeit einesUeberschusses von Wai 



^ iJlumen der genannten Aroideen kein Zweifel mehr erho- 
^erden kanri: so schien die Vermuthuhg; Lamarck's um so 
p ^^^htender, dass diess audi in den iibrigen Pflanzen dieser 

Vrolik und de Vriese ( ®^ ) 



j^ ---aviv.lj tia.£3k9 Ul^t3i3 dUt^ll 111 

' uie werdeang^etroffen werden. 



Zvvar 



auch 



culifi 



nur eine geringe Erhohun^ der Temperatur^ namlich 1 ^ F., 

Y "^^den : nach G Uhr des Abends hatte , und behielt er aber 

'^armegrad desTreibhauses. Hiedurch veranlasst stellten 

^^ *n den Jaliren 1839 und 1841 eine Reilie von Beobach- 

"gen iiber die Warmeverhaltnisse des Spadix der Calla 

'Opica an fiinf Blumen an, deren Einzelheiten und Zusam- 



^1i 



h 



demW 



( 



* rolgt indessen das hieher Beziigliche. 

^^^ Tropfen dieser Pflanzen aus den Blattspitzen ist we- 

Gin hlndernder^ noch ein befordernder Umstand fiir die 

enentwickelung der Calla\ denn sowohl tropfende als 

J ^'^pfende Exemplare dieser Pflanze kommen zur gewohn- 

^ -^eit (Friihlings) zurBliithe: die ersteren horen aber 

V 



"" nupieii, was augeusuiiciiuiuu uui ciucii stuiKcrcii 

, ''^"ch des NahrungsstofFes beim Bliihen hinweist, der so- 



A 



hi 

isdii 



Wa 



unstung verwendet zu werden scheint. 
I , *^ Entwickelung der Bliithe der Ca//a aethiopica geht 

tend langsamer vorsich, als die der vorhin genannten 

^Gw. Von dem ersten Erscheinen der Spatha aus der 

"^ide bis zum anfanglichen Oeffnen derselben an der 

"nterhalb des Processus braucht die Blume (bei + ^^ 



I 



A, 

Bl 



b 



Pitze 



+ 



is 



gen- 



<lev R^*^" '^^^sem Zeitpunkt an, (wo sich der angenehme Geruch 

*"nie sehon einzustellen beginnt,) bis zum vollkommenen 



\ 




t 





S 



V 






i f i 



ill 






K 



'.^ 




/ 1* 






n 






i 



4to« 






^- 



f/f.t 







.» 

^ 






\ 

I 



^f 






J 

r 

L 
I 

. F 



I # 




Ml 





#- * 





H« * 



fti 





( 



170 



Oeffnen 3 bis 5 Tage: von diesem bis zum anfangenden ^e 
stauben der Antheren 4 bis 5 Tage, womit auch ein verstai' 
ter Geruch eintritt (besonders Abends und zur Nachtzeit), >^^ 
ches Verstauben des Pollens beinahe bis zur Abnahine des 



I- 

i 



gors der Blume, 6—8 Tage, dauert. 

der Entwickelung der Bli'ithentheile herrscht dem 

grosser Unterschied unter den Aroideen. Pothos umbrae 



Zeit 



In Beziehung auf die 

nach ei^ 




t 



Ver 



fera z. B. durehlauft die Periode vom OefFnen bis zum 
stauben in ungefahr 12 Stunden^ Arum maculatum in 3, 
stens 4, und Colocasia odora in 5 bis 6 Tagen. Diese 
sehiedeiibeiten sind unseres Dafiirhaltens bei der BetracbtuJ^p 

jverhaltnisse dieser Blumen sehr in BetracW ^ 



Vef- 






Warm 



Ziehen. 



t 



Eine andere bedeutende Verschiedenheit dieser Blu^^^^ 



p 



o-e^ 



ist die Menge des Pollens^ welche bei der Gattung Arum % 

und nach der Befruchtung der Ovarien ganzlich v^^' 



ring ist 



schwindetj bei der Calla aethiopica aber in ausserordentlich^* 
Reichthume vorhanden ist, den unteren weiblichen Theil ^^ 
Spadixganz iiberdeckt^ und sich bis zum Sporigwerden erh^*' 



nachdem die Ovarien schon bedeutend gewachsen sind: ^^^ 



I 



» 



Wind 



dere Umstande uiis der Blame hinweg^gefiihrt worden ist. 

Die tliermometrisclien Beobachtungen an dem Spadix 



d 



Calla wurden (in demselben Local, zu der gleichen Zeit, u" 
mit den namlichen Instrumentenj wie an Arum maculatum) 
dem Zeitpunkte an begonnen, wo dessen Spitze durch 

I 

kanm geoffnete Spatha sichtbar wnrde^ von Morgens 7 
bis Abends 7 Uhr^ anfangs stiindlich: dann aber von dem 

faiiP'endpn Verstaiihftn Hps Pnllpns his zum ahntf^hmpnHpn V 



M 






ngen am 15 Merz 1841 und bis zum 25. April fortgese 
Bei diesen Beobachtungen liaben sich unsere friihe^'^ 



dass 



di« 



V 



Wahrnehmungen (vom Jahr 1839 (S'')) bestatigt, 
Eigenwarme des Spadix der Calla viel geringer als bei ^^^ 
Jrum-Avten ist : wenig von der Temperatur der umgeben<^^ 
Luft abweichtj und daher sehr unter dem Einflusse derseH*^' 



s 

Pi 

d 

11 

d 

fi 



d 

di 
d 






Sil 
b 



e 






e 



ho 

hi 



IV, 
'inil 



19 






I 



n 



'>3f 







er- 

el- 
Vi- 

Zeit 

el" 




/er- 

in?;' 
ef- 



II 



M" 



o-e' 

veV' 

heii» 

ties 






I 
I 



> 



llial^ 
vol" 

all'* 



def 



I 



ufi 



di 



yOU 

all; 






en 



dell 

iide" 
Ibe" 



4 



171 



steht. 



P 

d 



Die Teniperatur des Spadix der Calla ist wRhrend des 



^'"oxysmus" im Schatten meistentheil 



s unter der Temperatur 



^^^J" uingebenden Luft, iind differirt hochsteiis 2^ R., gewohn- 
^^ abei- mir Bruchtheile eines Reaumiir'schen Grades: es fin- 



^'en aber 



wegen der geringen Differenz der War 



c ^. ^^ ^aiaus fliessenden Einflusses der ausseren Luft hau- 

r 

T 

wankungen und die Riickkehr zur Lufttemperatur statt. 
6i dem Oeffnen der Spatha, so wie durch den engen 



%Sch 

B 

dei 

di 

d 



ttiit dem Thermometer zum Spadix zu gelangen ist, hat 

selbe die Temperatur der umgebenden Luft, und behalt 

^6 Abhangigkeit von derselben noch 3 bis 4 Tage: so dass 

erste Paroxymus 2 bis 3 Tage vor dem anfangenden Auf- 

i^^ingen der Antheren eintritt; worin die Calla mit der Colo- 



iiber 



in Hinsicht des Zeitpunktes 



Wa 



"'Rommt(S8)^ Der Paroxysmus kiindigt sich durch ein 
6*1 aes Thermometers unter die Temperatur der umge- 

^^n Luft an , dessen Maximum 2:ewohnlich Mortens zwi- 
scb 

b 



T 



^n 6 und 8 Lhr stattfindet, und von uns nie mehr als 2 

^"ttiur'sche Grade gefunden vvurde. Nur in zvi^ei Fallen 

^chteten wir, das einemal einen, und das anderemal zwei 



Oeffnen der Antheren im Schatten des Morg 



uiir die Spitze des Spadix um 2 Reaumur'sche Grade 
61* als die ump-ebende Luft: nach Verfiuss von 2 Stunden 

stellf . 

6 sich der normale niediiffere Stand des Thermometers 
•^ Her: wir konnten keinen Grund von dieser Abvveichune: 

h 



lei 



an. 

Dir 



^O) und geben sie nur als einzelnes aufFallendes Faktum 



^eiis be 



Mor^ 
gonnen, traten aber auch nicht selten zwischen 7 und 



'"I *» 

■jy erst^inj sie endigten gewohnlich zwischen 2 und 4 Uhr 

^mittags^ vvorauf die Temperatur des Spadix zu der der 

^^l^enden Luft zuriickkehrte. 



^rn 



Wiederli 



der Paro 



Jsmen erfolgte taglich bis zur wirklichen Abnahme des Vi- 
Su H ^^ ^^"'"^J worauf der Spadix, obgleich vollkommen ge- 

Uft ^^^ ^'^^^^ aussehend, die Temperatur der umgebenden 

'^nverandert beibehielt. 



\ 




i 




«i4 



T 



iiim 



1 t 



mn 






J I i 



ft 





K iM 




k'l 



I r t 



II 

i 



k< 



- i 




t'' 




L *«■ 








^ ■ 

,1 



i 



^ 



172 



> 



I 




Als Beispiele vom Gange der Paroxysirien und von ^6" 
Schwankungen in der Temperatur des Spadix der Calla gebe" 
wir von zwei Blumen A. und B. zu verschiedenen Zeiten ihr^ 
Entwickelung- folgende Tabellen : 



( 



Ml 



F 

A) 1. Eine Blume am zweiten Tage des Staubens: 
d. 21. Marz M. 7 U. Zimmertemperatur +15,80 Spadix +15;^ 



I 

I 



Q 






t 




1 



8,, 
10 „ 



11 



» 



n 

y 



12 „ 



1 



» 



^T 



2„ 

5,> 



i # 



6 



» 



7„ 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



+ 16590 

+ 150 
+ 14 
+ 13520 

+ 12,20 
+ 12,50 

+ 120 

+ 120 

+ 11,50 
+ U^ 



» 



» 



» 



» 



» 



>5 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



4-15" 
+ 14" 

+15/-' 
+ 14 

+ 13 
+ 13 
+ 12 







6 







> 











I 



1 



D 



+12/ 

+ 13" f 

+ 11'^ . 

+ 11" . 



M 



t4 





A) 2. Dieselbe Blume bei kaum abnebmendem Vigor* 

d. 28. Marz M. 7 U. Zimmertemperatur +150 Spadix +l4,<' 

+ 15" 

+ 13; 
+ 14 

+ 1 ^ 

+l4 

+ 13/ 

+ 13-2" 

+ 13 








I. 




i ^ 




30 Min. 

8U. 

30 Min. 

9U. 

30 Min. 

10 U. 
30 Min. 

11 U. 
30 Min. 

12 U. 
30 Min. 

lU, 

30 Min. 

2U. 

30 Min. 

3U. 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



+ 160 

+ 14,40 

+ 15,20 

+ 150 

+ 14,80 
+ 14,20 
+ 140 

+ 13,50 

+ 13 

+ 12,70 

+ 12,50 
+ 12,40 

+ 12,30 
+ 11,90 



» 



» 




12 







+ 11,5« 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



















f 



! 



1 







<2.g 







4" 



+ 12, 

+ 13, 
+ 13/'' 



•K 







^lA 







+rjj 
+1 



^ 



+11 

+ 11;^ 
+ 11 



f^ 







3 







d. 



K 



i 



I 



% ^ 






den 
ben 

iiref 



■h 



S 



9 



I 

! 



f 



i 

F 

I 



5 
4 




















i 



3/1 



3 







,1 

l2,4 



9 







1/ 



1 







r 



4,fi 



9 



5 








D 



4 











4^ f 



4 







a 






•> 



1 

4 





» 







/^ 



..,,1 



D 



Q 







1/^ 



rfO 








h 



3 








173 



Min.Zimmertemperatur +11,60 Spadix + 







« . 



\ 



B) 1 . 

**♦ 5. April 



4U. 
Min. 

5 U. 

Mill. 

6 U. 

7U. 



\- 



» 



}> 



» 



» 



» 



» 



+ 
+ 

4- 

+ 
+ 

+ 







» 



» 



» 



» 



» 



» 



+ 
+ 
+ 

+ 

+ 



















Flint Tage vor der beginnenden Verstaubung: 



d. 



B)2. 



8U. 

10 U. 

11 U. 

12 U. 
IV. 
2U. 
3U. 

r 

4U. 

5U. 
6 U. 

7U. 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



/ 



+ 12 
+ 15 

+ 14; 

+ : 
+ 
+ 

+ : 
+ 
+ : 
+ ■ 
+ 1 

+: 
+1 















OO 







Spadix + 

+ 
+ 

+ 

+ 

+ 
+ 

+ 

+ 

+ : 

+ 
+ 1 



» 



» 



» 



» 



» 



>} 



» 



» 



» 



» 



y> 















9 



Unmittelbar mit anfang;ender Verstaubung: 
M. 7 U. Zimmertemperatur +14,50 Spadix + 



8U. 

9 0. 
10 V. 

11 u, 

12 U. 

2U. 
3U. 

4 13. 

5 U. 
6U. 
7U. 



^ 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



+ 16 
+ 15 

+ 13 
+ 13 
+ 13 

+ 13 
+ 12 

+ 12 

+ 12 

+ 10; 

+ 10 















» 



» 



» 



» 



» 



>} 



» 



^> 



» 



» 



» 



» 







+1^ 

+1^ 

+ 15 

+ i: 

+ 13,2 
+ 13,1 

+ 120 

+ 12,3 
+ 12" 

+ 11,5 
+ 10,4 

+ 10,4 












! 



y 



V 




»IR 



in 



i ll 



. !^l 



.mm 



I 




1 



« 



mi 



*. 1 



t 




J 






El. 



^ 




I: 



r 






•,- 



II 



[f I 



f • 

1 

1 : 



r 




r* 





«> 




II 



t 



\ 



174 






B) 3. 



1 

loi Yollen Verstauben der Antheren und nocri » 



voUem Viijor der Blume: 



M. 7 U.Zimmertemperatur +14^ 







^ 



/ 



8U. 
9U. 

10 U. 

11 U. 

12 U. 
1 U. 

•2 U. 
3U. 

4 U. 
6U. 



nO 



^ ^ 



» 



» 



}> 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



'f 



+ 1 

+ li 

+1 

+9 











» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



■j 



5 



5 







*0 



+ 14 

+ 14 
+ 13 
+ 13 

+ 13/2" 

+ 12,-^" 

+ 11/ 

+ 11/ 
+ 10 

+9,8 
+ 10*' 



t 



t 



I 











Aus 



lie- 



I 



wicht stellt, was fiir dessen Eigenwarme eineu Beweis 
fert: aber doch audi dereii Abhiingigkeit von der Temperattf^ 



Med 



Wii 



;kel'i 



) 



t 



I 
I 

I 



ist in den verschiedenen Blumen nicht gleich, wie bei Aruf^^ 
doch scheint der Unterschied nicht so gross zu seyn bei jen^"*' 
als bei diesera: weil sie iiberhaupt keinen so grosseri Ueb^ 

I ~ _ J 

schuss von Warme entwickelt, als die Arten von Arum. 

Anders sind die Verhaltnisse bei der Eimvirkung «^ f 
Sonne auf den Spadix der Calla, wobei die Eigenwarme A^^ 
selben gesteigert wird, wie aus 



den folgenden TabeU^" 

1* 

erhellen wird, welche in verschiedenen Epochen sein^ 

Beobacli' 



I 

f 
I 



Entwickelung aufgenommen sind. 



Bei 



diesen 
lamlichen Monie"' 



I 



aufgenommen; welche Vorsicht ganz nothvvendig ist, well ^^ 
empfindlichen Instrumenten ein Augenblick in der Differe" 
der Aufnahme des Thermometerstandes einen Unterschied d^ 
Grade verursachenkann, welcher nicht von einer Verschiet^ 
heit der Temperatur der Luft und des Spadix, sondern von 



* 



nem 



verschieden grossen Einfluss der Sonne in v 






nen Zeitmomenten bewirkt worden war. Die Thermome 



tef 






t\ 



h 

e 
di 



d. 



^.2 



* t. t 



- J 






in 







5 



; 



? 







5 







•; 



; 



f 
i' 



j» 







5 



f 



3 



5 











8 











lie- 
tuf 



lie'') 



> 



(f^/** 



1 



el' 
tef 



e 



hatten 



175 



einen vollkommen gleichen 



en, g ,,; voiiKommen gleichen (iang, sind ausserst 

iind " ' ""^ ;^aren in nachster Nahe, auf gleicher Hohe 



di 



unter 

auch 
1> 



&Jnn 



M 



gleichem Einfallswinkel des Lichts angebracht: wie 

vorigen Beobachtungen geschehen war. 
I^ei- Spadix zwei Tage odei- 4S Stunden vor dem be- 
6n OefFnen der Antheren: 



Morg. 7 U. Ziramertemp. -f 






Annahe 



8U. 
9 U. 

10 u. 

11 u. 



» 



J ■, 



» 



» 



>> 



+ 

+ 
+ 
+ 











» 



» 



» 



» 



+ 

+ 
+ 

+ 







qO 



rung der Sonne, deren Eintritt urn 11 U. 45 M, erfoWe: 



12 U. Zimmertemp. + 



1 U. im S chat ten 



+ 



1 U. in der Sonne + 

n. + 



r^ 



1 
1 
1 



Mill 
Min 
Min 



+ 



I 




16 







» 



r> 



» 



)> 



» 



+ 
+ 

+ 

F 

+ 
+ 



t. 58 Mi 



i, im Schatten 

+ 14,30 

2 \}.in der Sonne +16" 

3 U. im Schatten + 1 3 <> 

+ 110 



^f 



4U. 
5U. 
6U. 

7U. 



^i 



+ 110 

+ 110 
+ 110 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



+ 14,60 
+ 170 

+ 12,5 
+ 11 











+ 10,90 

+ 110 
+ 110 



do..;. vollem Stauben u'nd hochstem Vigor der Blume: 

larzin. 7 U. Zimmertemperatur +I50 Spadix +130 



t f 



't- 



- 1 



/ - 



f I 



f.- 



7 U. 30 Min. 

8 U. 

8 U. 30 Min. 

r ■ 

9 U. _ 

9 U. 30 Min. 
10 U. 

10 U. ao Min. 

11 V, 



» 



f> 



}} 



» 



» 



» 



» 



» 



+ 160 

+ 15,30 
+ 14,80 
+ 140 

+ 13,70 

+ 13,50 
+ 130 
+ 13,40 



» 



» 



» 



» 



» 



}} 



» 



» 



+ 14,8<> 

+ 14^9^ 
+ 14,10 

+ 13,50 

+ 13,1^ 
+ 130 

+ 12,70 
+ 12,20 



\ 



\ 




T 



^m 



r 



I «• 



i 






I 



i. 




I 



^-t* 



t 



^i 



t ' 



f^ > 




L 



t 








176 



I. 



r 



1 



i) 



4« 



I 



Ml* 



/, 



^ 



i 




» 







Pf 




f! 




/ 





? i 



Anniiherung der Sonne. 

Miti. rEintritt der Sonne) 



1 



U. Zimmertemperatur + 



12 U. 20 Min. 
12 U. 50 Min. 

1 U. 

1 U. 30 Min. 



-fl4,5«Spadix+l* ^ 

4- 1 6;^^ 

5" 



2U. 



» 



» 



» 



» 



» 



+ 
+ 
+ 
+ 
+ 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



Mil 



lT,5 







+ 

4-20 

+ 















d 



Min 



V*!- 



5U. 
6U. 

7U. 



» 



» 



» 



+ 14° 
(im Schatten) 

+ 1.30 
ir + 120 
+ 11,3« 

-flio 

+ 110 



+ 







4 



» 



» 



» 



» 



» 



4-13 

4.11 

+1 
+1 







f' 



J 





1 



1 







I 



3) In der Abnahme des Vigo 



d. 29. MarzM. 7 U. Zimmertemperatur +16,70 Spadix +1'^ 

+15 



Mi 



8U. 



Min 



9U. 



\ 



Min 



» 



» 



)> 



>} 



}> 



v^\ i 



10 U. 



Min 



11 U. 



» 



» 



» 



+ 

+ 

+ 

+ 

+ 

+ 
+ 







» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



; 



3 



8 







1 



D 



+ 







il 



+ 



14,^! 

4-f^-^' 



+ 



'J 



<i 



fi 



.7 



a 



I 






i 



Annaherung der Sonne. 



11 U. 30 Min. Zimmert. +13" 



12 U. in der Sonne 
12 U. 30 Min. maiti 



+ 



n 



» 



4-0.' 
+0' 



i 



+ 13,40 

1 U. Zimmertemperatur +13,50 



1 U. 30 Min. 

2U. 

3U. 



» 



» 



» 



+ 13° 

+ 12^° 
+ 11,40 



» 



» 



» 



» 



» 



+ 
+ 
+ 
+ 
+1^ 



J3 
15! 



§ 



( 



J 







(» 



J 



8 



( 



\ 



v^ 



u 



St 

an 



d 



1 



ei 



I de 






r 



P 



I 



u 



a 



Ob 

T 

di 
th 

d. 



e 



e 



Ga 




* 



X' 



R 




i 



2 



Il6; 



30 











» 







20,2 







31 







IS 







J 



13 







1 



d 



;^'' 














p 



I 



15/ 



(I 



15 

l5 
l4 

l4 



■ 



3 







d 



It/^ 



) 



13 



6 






13 



) 



6 



J 



« 



» 



I 







i» ^ 



) 



g 



13 
l3 



8 



( 



I 











It;: 



I 




177 



* r 

4 U. Zimmertemperatnr + ll,20Spadix4- 



5U. 

7U. 



» 



>» 






+ 
+ 



» 



» 



» 



+ 
+ 







St 



ass die Temperaturerhohung; des Spadix iiber die der 
'='^benden Luft (89) in diesen Beobaclifun-en 



Yon 



and ""§' '^^**'"hre, kommt uns wahrsclieinlich vor: aiif der 
^eren Seite stellt 



der Ki 



sich aber auch dadurch der typische Stand 



deutl-^^"^^^"^^ t'es Spadix der Calla und ihre Paroxysmen 

'^'icli her 



(90 



eraus.- 



^ ""ter ahnlich 



MULD 



/) '^\ «»"utnen Umstanden an dem Spadix von Arum 

^ l'''»culus erhalten. Nachdem der Spadix der Calla an der 
i^'fze braun 



t 



h 



^n der vollen S 



zu werden und zu verderben anfing, behielt ei 



t 

onne die Temperatur der iimgebenden 



H'av. ^y ^^"" ^"^^ ^^^^ EigenvTiirme in demselben erstorben 
o{j ' ^^^ ^"^^ folgenden, an derselben Blume gemachten Be- 
'j, ngen erhellt, weleher Zustand auch in den foleenden 

^.^ 3 an welehen das Absterben des Spadix abwarts gegen 

clien Organe zunahm , und die Ovarien im Gegen- 



th 



eil 



d.7 



sich 



vergrosserten , derselbe blieb : 



April M 



8 U. 

9 U. 

10 u. 

11 u. 



» 



» 



» 



» 



+ 
+ 

+ 
+ 







Spadix + 

+ 
+ 
+ 
+ 



yy 



)} 



» 







. f 



12 U. matter Sonnenschein 

+ 130 
1 U. Starke Sonhe +15^ 



2U. 



>> 



)} 



+ 



» 



» 



}} 



+ 13 
+ 15 

+15 



Wolke 



4U. 

sy. 

6U. 

7U. 



» 



^^Hi^^^ 



» 



yy 



}y 



A 



yy 



» 



» 



+ 10,2« 

+ 9570 



■_ ^ 



» 



+90 
+90 



» 



» 



» 



» 



» 



+ 10,2'* 

+ 9,7« 

+ 9,1' 
+ 9« 

+ 90 



•^efrucl'ituug der Gewiiclise. 



12 



^ 



ff 



: It 




■ • !■ w : 



i 4i 



' n 




*M 



4- 




I 



A I 



I 






ft 






1-4-L - 




^l 



/ iff/n 




n* 







I* 



J ri 



»> 



I* 



^1 



1 ♦ 



f 




i 



» 




I 




^ 



In 



I 



f 





r 



178 

Aus diesen Beobachtungen iiber die Calla aethioptcO' » j 



deutlich hervor, dass die allgemeine 

L 
J 

w'ickeluno: bei den Aroideen (u"^ vie 



Wiirme^ 



Blui^ 



ell) 



bell 

iCl" 



sich iiberhaupt nacli der Dauer der Bliithe richtet, wi^ " 
schon bei Arum, angemerkt worden ist. Die Meinung von 
BE Saussure ( ^^ ), weleher von der Erwarmung- der weiblic 
Kolben des Maijs und der Bliimen des Artiscbocken durc» 
Sonne spricht, nnd diese als zufallig- und ofters langer als 
Stunde zuriickbebaltend betrachtet, koniien wir dalier 



iiiC 



iiic 



lit 



theilen. 



Bei unseren im Jahr 1839 



ig 



en 



batten die weiblichen Organe der Calla eine^ nur 0/2 bi?^ 

V 

Grade betragende, niedrigereTemperatur als die der umg^ 



0« 



'? 



w 



<f 



den jLuft gezeigt : bei diesen wurde aber die Untersuc 
derselben aus den obenangegebenen Griinden und beso" 



aucb dessvveaen unterlassen. weil der abfallende Pollei^ 
weiblichen Organe so iiberzieht, dass sie , ohne geflis^ , 
liche Reinigung davon, nicht genau gepriift werden k<>"'\ , 



wasjedesnialaufs IN euewiederbattevorgenommen werden »^^ 



sen . und obne bedeiitende Storungen in den Beobachtui^p 



,4 



unmoglich hatte geschehen konnen^ wodurcb nothwendig 
sicherheit und Fehler in den Resultaten batten entstehen \n^^^ 



p 



Ml 



Aus den oben gelieferten Tabellen iiber den Gang 



,*' 



( 



Warmeentwickelunff des Spadix der Calla ist zu ersehen? " ,^ 

hi ' 

derselbe nicht ganz regelmassig ist 5 sondern dass soWO>* 
Beziehune: auf das Maximum der Paroxvsmen, als aucbai' 




-■♦ 



den Tag iiber erfolgenden Veranderungen sich Schwanh^^H 
zeigten. Wir wollten diese Unstatigkeit anfanglich fiir B^ 



achtungsfebler balteti : da sie sich aber an jedem Tag ^^^^ 
holten^ und dieselben bei verschiedenen Beobachtungsmeth^ 
aucb an Arum, sowohl von uns, als auch von Dutrochet, ^ 

^ ^t I 

genommen worden sind, und sich dieselben auch aus den 

_ K / 

Colocasia odora von van Beek und Bergsma gelieferten 
bellen i^"^) ergeben : so miissen wir sie als eine Folg'^ 



u 






» 



V 



00 



augenblicklichen Inneren vitalen Bewegungen ansehen: 

mehr als sie sich verschiedentlich bei jeder Blume eing^^ 



|1' 



f 



/ 



h 



a 



Ha 
Ei 




T 



e 



an 



ei 



b 



deJ 



d 



e 



n 



an 

Von 
ta 

der 

sch 

ine 






Ei 



m 



§: 



Und 
anfi 

^nt 
Ejp- 






§• 



a 



schi 



J \ 



ei 



P 



oil 



M 



V 






j« '''^ho 




u 



i 









^7 



\ 






ITI 







ell) 

1,61' 

iclic" 

ii)« 



be 

iiic 



fit 



uiig 



ell 



If 



. 



) 



1 



•filje"' 



(f 






n 



II 



nil 



eH' 



II ifl 



iiJ' 



.■ei' 






( 



? 



d^' 



obi i' 



f 



11 




Be" 



I' 



,-pd«^' 



ie 



ho 




,ali'' 






n 
e 



V 



00 

lest" 






{ 



en. 



Daiier 



179 



Djeser Umstand bedarf aber noch einer ferneren ge- 
^'gen^" ^"*^^"^"*^'i""g'5 ^eil es entscliieden ist, dass die 
bein^"^^'!'"^ ^^^ ^Padix der (?«//« (und des ^rww) sowohl 
(le,. -f ^'^^" ^'^ ^^»" ^'a^en bis aiif einen gewissen Giad von 

'feinpe*!^^^^'^*"*" ^^'' ausseren Luft abhangig ist; dass aber die 

latur des Spadix sich zuweilen langsamer als 



and 



, z-eit in das gewohnliche Verhaltuiss mit dem 



zu eiiier 



de 



iM 



■^ Medium setzt, welche Erscheinung wir vorziiglieb in 



^^'■genstunden beobachtet haben. 



de 



^acb 



ms 



den Beobachtungen von van Beek und Bergsma an 
Jtii d ^'^^'.^ ^^*' ^^^^^^^^^ ^^^^^ l"|det die Warmeentbindung 
^«n m"l "^^""^'^^^^" Organ en nur einen einzigen Paroxysmus 
^^iie J^ ^'."^•'^" Tagen mit langsamer, (nur selten durch momen- 
^^-Y n '^^^'^""S unterbrochener,) Abnahme bis zur Temperatnr 
Sch; , ^^"^"den Luft ; die der Kolbe hat aber mehrere, 



ver- 



^^en h-^" ""'^ taglich (von 12—3 Uhr) erscbeinende Paroxys- 

's zum ganzlichen Verderben derselben. 
Yq . '^sen Sehwankungen der Grade derEigenwiirme, in dem 
Ejnt .. ^"^6yn von bestimmten Paroxysmen, in den Zeiten ihres 
Eio..' ^ ""^ ^^*'^r Dauer, so wie endlich in derRiickkehr der 
Unj jij ^' "^^ ^" derTemperatur der umgebenden Luft zur Abend- 
iiiifgj ^^*2eit kommen demnach die Arten von Arum und Cal/a 

"der iiberein : in dem Grad der Warme vs eichen sie aber 



^^ffall 



Sich 



end 



''^^lit durch 



^'on einander ab : indem der Paroxysmus der Calla 



g erhohte Warme, sondern viehiiehr durch eine, 

^%en ?-^ ^^""peratur der umgebenden Luft herabsinkende, 
iHap- ''^^^^ auszeichnet, worin wohl auch der Grund liegeii 

^ax'i ^^ ''" "^*^^^* ^"^'^ ^'^ ^^^ Arum ein entschiedenes 
Hiftj ""^ ^'^'chtbar wird. Forschen wir dem Grund dieser Ver- 
bei J ''^" "ach, so konnten wir den hoheren Warmegrad 
^ollgjj *" "^ I^aseyn der Kolbe und in dem beschriinkteren 
^'^ysioi ^^^^^*^ suchen, wenn es 1) erwiesen ware, dass die 
^'^t?u y^^^^^^ Bestimmung der Kolbe die Anfachung und der 
'^^^on*^ ^ Heerd der Warmeentbindung; seye, wovon obeii 

^^sprochen worden : besonders 2) dass die Kolbe in der 
s Arum eii)e Appertinenz der mannlichen Organe 




^me de 



12 






i«i 



I 



ri 



PI 



^ 




ij 



ill 



Kl 





\'\ 




.AA. 




^ ^ 



x^-.. 




t 



t 



m 



f 



■■\ 



i_ 



I 

r 
J 

m 



-t 



H- 



■-! 



"» 



c 



t 





li 

r 



3 



I 



>: 



/ 



V - 



180 



seye 



wie 



B 



die sie aboi 



,tiH« 






mannliche Blumen nennen , welche, wie wir oben gf^^e 

Warme am langsten cntwickeln und behalten. ^ 

ientwickeluns- bei Calla aber konnte 



geringere 



Warm 



Ma 



langsamen Verlauf der Bliithe^ theils aber auch in 
staubung; des ausserordentlichen Reichthums von 
suchen^ welche einen grossen Theil der Warme in dc 
verzehren muss: indem andererseits die weiblichen Orgarit? 






,. Bliiifl^ 



be': 



^ 



War 



entvvic 



kel"'.' 



da dieselben in ihrer Ausdehnung, so wie in ihrer spec*^ 
Anlage und anatomisciien Struktur sehr wenig VerscM^" 
heit von einander darbieten. Die Beschranktheit unS^ 



Ke 



W 



I 



ef 



it 




gestattet uns aber diese Satze nicht anders als noch u'^ 
wiesen und als eine bidse Hypothese auszusprechen. 

An die Calla reihen sich ohne Zweifel eine grosse M^' 
Blumen anderer Gewachse an, welche statt einen Uebersc 




w 



vielmehr ebenfalls eine nie 



Temperatur als die umgebende Luft zeigen. Der Grafl 
Eigenwarme mehrerer Blumen , welche Th. de Saussube ( 
untersucht hat, ist sehr gering : z. B. Cucurbita Melopep^ 

Btgnonia radt^ ^ 



0^5 — 1^5 Centgr. 5 C, Pepo etwas geringer; 

O55 Centgr. und weniger, nur im Monat Juli und in den ^^' 



W 



.f 



Polyanthes tuherosa 0^3^ Centgr., nur 



/? 






nachgekommene waren kalt. Th. de Saussure {^^) fiig* 



Warm 



l)C'l 



\ 

wenn nicht die strengsten Vorsichtsmassregeln bei den 
achtun^en anoevvendet, und wenn die Versuche nicht i'' 
ziehung auf die Jahrszeit, den Boden, das Clima, und 



Be" 





^ 



th 



9 



V.egetationszustand der Pflanzen abgeandert worden ^^'^ 
Die Blume des Cactus grandiflorus hatte nach Mulder ( ^ 
eine 1° bis 2^ Fahr. hohere Temperatur als die umgebe" 
Luft. Es mag hieraus folgen , dass der grosste Thei' 






Or 



ii 



I 



se] 



S 



ei 



Vo 
Or 



xu 



di 



e 



'»»u 



d 



as 



1. 



er 
•u 



itnd 



4ns 



d 



en 






A 



k^.. 



t 



er 



er, 




•ler 

Che 
die 

sch 



n 



N 



^nt 



h 



H 



'«> 4 



1^ 



i 

\ 




ri , 




H —r'-w- 




S 



ell''" 



man 
del" 

I, Vef 
oIl«" 



le 



be'' 



kel"' 



ie 



rise 



,-ha>'P' 
lie'' 



u 



I 



h 



eii^ 



c 



sc 




del 
d 



•ei'f 



tf 






i?/^ 



/)^^ 



er^t^" 



iiie 



t 



lifi 



? 



Be" 
in ^' 



^ 



d 



iii'^"' 

pi 



( 
be)' 



I 



vr 



181 



■ > 



^achT ^"*^'*^^^'*' ""d <Jass tlie Blumen verschiedeiier iGe- 

^ audi verschiedene Grade der Lebenswarme besitzen. 
Oro^ ^^ "ormalen iiiediigen Temperaturgrad der mannlicheii 
(zufali^ ^^^^^ wahrend der Paroxysmen stehen ahnliche 

«elb 



ge 



S 



en o 



eite 



Vo 



n 



und) schnell voriibergehende Verkuhlungen der- 
I'gane in anderen, sonst warmen, Blumen zur 

* J * 

' lese wurdeu , wie sdion oben angefiihrt wordeii ist, 
UTRocHET der Verdunstung zugeschrieben , welchein 



( 



96 



) 



die niedern Grade dei 



Wild T « 

AH. DE SaUSSURE 

'lies ^^ anderen Gewadiseli beimisst. In der Calla sdieint 
^y^ ^^ "'cht der Hauptgrund, wenigstens nicht der einzige 

^leT^"' ^^'^'^^'' das Herabsinken des Warmegrades unter 
ijn,j, , '^Peiatur der umgebenden Luft wahrend des Paroxys- 

das nf^*'^*' ^^''^*' ^^^ '*"■ ^^^ Abends und zur Nachlzeit sich 
ggjj ^^'igewicht zwischen den Stauborganen und dem um- 
^ ^ w Medium, wie bei Arum, normal vollkommen wieder- 

^as ebenfalls fiir iramer erfolgt, wenn die Be- 



\ 



1. 



ei 



•stellt : 
■"chtun 



d 



S g^escbehen ist, und die Ovarien ihre Entwickelung 
^achstl 

enn wir nach den bisher angefiihrten Thatsachen als 



iium beginnen. 



^^^•nacht annehmen diirfen , dass die 



enfii 



W 



Sefii "^"^^^ vorziiglieh und in hoherem Grade von den Staub- 

^sschieht, was audi durch die Beobaehtung Th. de 



S 



^^ssu 



u„2^''«('') 



tej.^, ^ ^^^*^""g des Sauersto%ases bevvirkt wird , eine wei- 



eil 



th^s, ^^*^^'g«ng erhalt: so zeigen doch auch die weiblichen 
MCf ur-.^' ^iuttie einen, wiewohl geringeren, Grad von eige- 
''Wcht^'^*"^^"*''*"^""^' ^^^ ^"^^^ durch die namlichen Be- 

ngen de Satissitpt,'*: an Arum {"^i 



«h 



) 



die {; l^^^ ^^^' Cueurbita (^^) hev/iesen wird. Es ist also 
Hnf."l ""^ ^on Warme nicht die ausschliessliche Eig-en- 

'•^it dgv. vy," 1- , , » 

^ross '"a'lnlichen Organe; denn sonst miisste mlt einem 

Und p"i ^^"%^^ass-Apparat , wie er bei den Icosandristen 
ehR, 'ly^w^risten anffetroflfen wird. auch fiihlbare Warme- 



^»itbi 



yandristen angetroflfen wird, 
'""»g' stattfinden , was sich jedoch noch nicht bestatigt 

durch das Beispiel dev Calla geradezu wider- 




• * 



i 



M 



» ; 



i <l# 



t - 




\\ 



) 




»*ii 











I 






^ _ 





!* 




J I 



ii 



r 



f 



fM 



»^ 



fn 



T. 



I. 



'f 













f I 



k 



182 



fill' 



sprochen wird; vvenn anders die angegebenen liypotlieti 
Ursachen der Verkiihlung nicht audi hier ilive Ainveiidung; ^ 
den mochten. Uebrigens scheint es als ausgemacbt ang^" * 



men werden zu konnen , dass nicht aHe und jede 



Bluni^" 



einen ziemlichen Grad 



W 



welchei 



. W 



I 



/ 



ltd' . 



aber in gehundenem Zustande entvveicht; denn die freie Wa"' I 
welche sich in diesen Beobaclitungen an den Thermoskop 
kundgibt, ist nicht die ganze Summe der '»^'^"— «'^'*' " 



War 



wahrend dera Biiiben wirklich entwickelt vvird. Es stinU 



iiiei' 



aber alle Beobachtungen darin iiberein, dass die Blumen 
viel starkere Ausdilnstung wasserigen Stoffes besitzen 
aile anderen Theile der Pflanzen , was besonders von 



ei"^ 



a 



( 



(102)^ GOPPERT ( 



(10 0), Se 
d Mulder 






I 



berichten, und Vrolik und de Vriese (io5) j,j jej. stai*^ | 



W 




Cd 




aeihiopica angestellten Beobachtungen folgen am Ende di^^^ 
Kapitels.) Die Messung- aller aus den Blumen ausstroffli 
irme, besonders der gebundenen, ist, wie die der 



^ 



W 



Aii^'- 

/1 61'' ' 

mit grossen Schwierigkeiten verbuH" 

4 



diinstung iiberbaupt, 

weil beide durch verschiedene Umstande, z. B. die Str 
Leitungsfahigkeit , Geruchsemanation , Nectarabsondei"""* 
die Entfernung und den schwacheren oder starkeren Co" 
der messenden Instrumente mit den zu untersuchenden ^'» 
nen, die Art und Temperatur des Bodens, worin die PA^" 



vegetirt, u. s. w. modificirt werden konnen: so dass es 



iib«' 



Wa , 

Warme, aber in einem ererin^ 



el 



4 



Grade zeigt, wiediess Alles schonTn. de Saussure bemerkt 



t 



W 



(S 



Geruchsaus 
B Warme ii 



sl^' 




(,ei 



Blumen durch noeh unbekannte Umstande modificirt: z. ^' .jj 
Arum ist die geschlossene Spatha geruchlos ; der Gerucb 



I 



^ 



ab 

Vo 



6 



1 







ev 



1 



ai 



a 



W 



d 



ei 



Po 



r tat 

■ d 



e 



11 a 

alt 
ail 

ab 



i 



en 



aei'» ^u 



*5n 




ab 

Sal 



V 



Ol' 



SCH 



b 



111 



haupt schwer zu entscbeiden ist, ob eine Blume, welche ka' ^ , ^ 



iibr 



^aj 



s 



^. 



^dt 



.'■-. 






"^ 






V 



sche" 



'g 



fin- 



IkoP 

is 



^ 



eH 



ni! 



lie 



a 



J 



>«^ 



nes 



H5» 






die 



s^ 



ell 






n 



leriif^' 






.rf3' 



fla" 



l^ 



U 



a 






es' 



■el' 




til* 
in 



t 



tt 



183 



Mom 



W 



Vor d ^ ^'"^^^^'^s^en hervor: bei der Calla zeigt ei' sich schon 
6iaj„ ' volligen Entvvickelun^ der Spa^ha in geringerem 



dej' 

^ffnet I ^^"" *^^ ^'*^'^ namlich kaum an der Spitze etwas ge- 

lat, nur schwacli, und erst nach 10 bis 12 Tap:en hat 
lai, "ochste Starke beim Verstanbeii der Antheren er- 

am './^* ^^^^ ^^^^^' Folge, wie hei Arum, iramer des Abends 



vt,.. *^sten, wenn sich das normale Gleich^ewicht der 
J ^ ^^^ischeii den mannlichen Organen und der umgeben- 
Poll "^* ^'ieder hergestellt hat (und die Verstaubung des 
% rr ^*'*^^ steht). Bei beiden nimmt er in seiner Intensi- 
^^^ sc inelle,. ^ig^g^. ab, als er gewachsen war.. Die Akme 

iiach^*^'.'^^'^^'^^" *^^''^*^^" Gernchsentwickelung scheint dem- 

mit derjenigen der Warmeentbindung in den Blumen zu 
^'iiiren 

ab 



ei 



3 oder das Daseyn der einen die Ausschh'essung der 
u bedingen; im Momente des Oeffnens der Binme 
^^t-eiiiigt zn seyn, bald mit bald ohne Pollenverstaubnng. 
let! •• ^^ ^^^ Verwandlung des Sauerstoffs, so wie der Koh- 
.. ^^"I'e und des Stickstoffs in Gas, (wobei iibnVens 



ausse,,. ' ' " '" ^""' v-.obei ubrigens der 

J 'Che Temperaturzustand keine merkliche Veranderung 

defl^^-^' ^^'"'^ ein Theil der W 



eil 



welche sich wahrend 



Z 



"s entbiiidet, consumirt. In Beziehung auf die 
^S <Jer ersten zwei Gasaiten herrscht unter den 



^ysini 

sen kein Widersoruch : in Hinsicht des Stickgases 



abe|. 



V 



hat 



oi'h 



b 



selbst Th. de Saussure seine frijhere (^^^) An- 

eruni (i**"^) zuriickgenommen, was schon Gilby (^^*) 

^i" oestritten hatte. JNeuere Physiker hingegen, wie Gri- 



(^«9) 



(11°) haben anfs INeue die Ent- 



6s Stickgases aus den Pflanzeii in Gewissheit gesezt. 



^WiV ^^ ^^'sten Beobaclitungen de Saussure's und Gilby's ist 
^chi; ^"bemerken, dass dieselben nicht an Blumen aus- 



'^'^'^eh, sondern 



^-*- 



gestellt 



^^=^haft 



Borden sind. We 



an vegetirenden Gewachsen iiberhaupt 



en Ge 



'fid 



Urn u 



ruchs von den Blumen eini^^er Arten von Jrum, 
WW, Dracunculus, cnmtumWihLD., Calladium pin- 
s. w.; einigen Arten \on Slapelia^ Aristolochia 






*li li 



Vi 



II 



<#^ 



i 

ii 



■(•ki 



M« 



!!l 



(I 



4 



I 

I 




1 



I ' 



I 



\ 




-J 0-. 





- fi^.- 



/A/ 




r ' 



# 



■1 










Ml 



/ 




ft 



^' 



I 



I 



I -III 



n 





t. 



.( 



■i 



i 



I 



.t 



184 



difl^ 



rff u. IB- a., keinen streng;eii Beweis fiir die Entbiodi » 
fles damit veibundenen Stickgases liefert : so ist doch ka' 
zii zweifeln 5 dass diess nicht in einigen Fallen wirklich st^i 



finden sollte; indem iiberdiess 



( 



gefunden 



ha^: 



dass die Zeugung'soigane der Gewachse, welche die krafti^ 
Lebensthatigkeit besitzen, eben diejenigen Theile der PA*"^ 
sind , welche den meisten Stickstoff enthalten ; was }^^^ 
melir ein Beweis fiir die Bindnng- des Stickstoffs in den p 
men, als fiir dessen Entbindung aus denselben seyn diirfte. "■ 
LiKK (^^^) scbreibt zwar den aashaften Gerucb aus der Bl" 
von Arum, Cohne Zweifel bios hypothetisch,) dem gekoh^ 



k 



w 



( 



und ne"^' 



i 



fi 



Cbemiker haben keine Spur von Wasserstoffgas in der 1^ 
gefunden , welche Pflanzen und Blumen ausgehaucht hao 
denn die entziindbare Ausdiinstung der Blumen und des Po"^' 



I 



des Didamnus albus ist ein oliger Stoff ( 



114 



). 



War 



cs 






4 



ell 



et^^ 



n^ 




el" 



Erscheinungen, welche diese beiden Cohasionsverandei 
beg^leiten, sind zwar noch zu wenig' untersucht, als dass 
Zuverlassig-es hieriiber gesagt werden konnte; dass diese 
aber mit dem Moiwente der Warmeentbindnng in den £ 

4 

^ 

und namentlich in den mannlichen Or^anen znsammen 
ist vorhin nachgewiesen worden. Es ist oben bei der Re{ 
des Pollens gezeigt worden, dass sein Zerfallen durch die 
dunstung und das Verschwinden der wasserigen Theile ii' ^^\l 
Antlieren geschiehtj wodurch er trocknet und in Korner^ i 



fall^"' 







wandeltwird: dass hiedurch ein bedeutender Theil der? 



'"V 



w 



t^i''' 




Wid 



Theod, de Saussure C^^) hatte schon beobachtet, 
die Entwickelung von Wanne in den Blumen durch 
Ueberfluss von Nectar gehindert wird. Wir glauben 
dass seine Absonderung iiberhaupt eine bedeutende 1^^^"", 



J 






von 



Warme d 



fliissigen Zustand verzehrt, 



^^' J 



% ^ 



s 
b 



b 
in 

V 

(1 

vv 

fn 



te 

St 



S 
tu 

scl 



«> 

^ 



V 

St 

V 

St 

V 
V 



ill 
St 



•• 



I 



T 



L^^M^_ fl 






I 



■fi 



Stat'' 

hat) 

flaii^" 







e 



n 




Bin- 

ohlt^^, 

11 el' 



4 



lie 



e 



,( 



1 



n 



d^^ 






is 



ell 



et^^ 



se 



luni 



*ii^ 




e' 



fall^"' 




in J^" 

r ve'" 
ill 



; 



^ii'' 



( 



5 

h 






a 



b^ 



ri 



(Iefl» 



<^« 



tv' 



eii 



183 



I 

j^ '^ seine Absondernng durcli die aussere Warme der Luft 

h "iistigt und vermehrt wird , wie oben bemerkt worden ist. 

, "e die bisber angefiihrteii Umstiinde und Erscheinnngen 

•:'''" Bliihen der 



'^^ss in all 



Gewacbse miissen uns davon iiberzeugen, 
en und jeden Blnmen, besonders in splchen, welcbe 



mit ,„. 

'"^nnlicben Org^anen versehen sind, und in welchen der 

geiuiisse Gang- der Blumenentwickelung nicbt gestort ist, 

Allien ein hoherer, in den anderen ein niederer Grad 

M^arme sich erzeufft: nur mit dem Unterschiede, dass in 

^nen Pflanze die Warme melir in freiem Zustaride ent- 

funkt 
^vird. 



t* 



in der andern aber melir gebunden und durcli Lebens- 
onen der Bliithentbeile und die Befruchtung- consumirt 

fragt sich nun: welches ist die Quelle dieser 



Es 



^ ^nneerzengung in denBliimen? woraus sich ohne Zweifel 

iel' ''''^ ^^'^ ^^'^ ^^' Ctrund 

^Unterschiede unter den Pflanzen in dieser Hinsicht 

't^ttfind 



ergeben wird, waruin so bedeii- 



en. 



U 



«iS 



S 



iiotbio- 

to 5 



^ auf die vorhin au%eworfene Frage zu antworten, ist 

dass wir auf die oft beriihrten Erfahrungen Th. dk 
RES (ii6y2:,jj,y(.I^g.e]^g^ . (ja wir keine eigene Beobach- 



b^n dariiber haben anstellen konnen. 
'^^^en di 



Nach diesen zer- 



^ Blumen bei Tag und bei Nacht SauerstofFgas und 

^n Kohlensiiure ab: es wird hiebei von der lezteren in 

linden dem Volumen nach beinahe so viel erzeugt, als 

^i^ ersteren verzehrt wird J in der Sonne und bei Tag; 



Von d 

''M di 



"lese Wirkung vermehrt. Es ist zu bemerken 



dass bei 
^i^ Volumen die Blumen in der Dunkelheit mehr Sauer- 
^erzehren^ als die Blatter. Bekanntlich hat bei den 
^ fheilen der Pflanzen und den Blattern ein anderes 
^j^y^'^'^ss als hei den Blumen statt; da jene hei Tag Sauer- 
o s aushauchen, indem sie kohlensaures Gas zersetzen. 

';;;;d,^^-Kohiensa 

"" sich geben, als die Blumen. 



stoff 
^•'•iin 

V 



ure aber bei Nacht eine viel geringere Menge 



ill 



Di 



je verschiedenen Theile der Blume verzehren wahrend 

^„. ^"^"sverricbtungen eine verschiedene Menge von Sauer- 

S^'^s: die grosste Menge desselben verzehren die Staub- 



i 



\ 



m 



i I 




m. 



(1 




\i » 



P* 



m 




\ 



< 



Ik 



i 




4 



i 



\ 



, L 



f , 





\tm 




s 



!l^ 



I 



- i 




r 




t 



■! 



1 







f 

1 



I 



» 





i l: 



»|J 



J» 



186 



wen 



n sie mlt ^^^ 



r 

gefasse, und gewohnlich eine grossere, 

Bliime veibunden, als wenn sie von ihr getrennt sind: 

Tropaeolummajiis verzeliren die Zeugungsorgane mehr Sau^*" 



bei 



stoffgas als die ganze Blume. im Verhaltniss wie lf>, 



3 : S;'''' 



P 



bei den weiblichen Blumen der Cucurhita Melopepo war dies^ ^ 
Uiiterschied nicht zu bemerken; bei Arum maculatum cooS"' ^ 
inirt die Spatha in 24 Stunden fiinfmal ihr Volumen SauC' | 

■ r 

stoffgas, die Kolbe SOmal, die Zeugungsorgane 130mal: 
Arum Dracunculus die Spatha Q^^mdA^ die Keule 26mal? 
mannlichen Organe ]35mal, die weiblichen Organe lOiif'^ 



die 



f 



Eine geringere Menge zersetzen die weiblichen Organe. 
Corojle verzehrt noch weniger Sauerstoffgas als die wei 
clien Organe, und nahert sich also hierin mehr den Blattern 



pie 

ibli' 



elir 



ef 



_ ^ 

Die mannlichen Blumen der Dichogamen consumlren m 
Sauerstoffgas^ als die weiblichen, welche zuweilen wenig^ 
davon verzehren, als selbst die Blatter. 

Warme Blumen, wie z. B. Arum ^ verzehren viel ^^ 



) 



geriiig^^ 



von diesem Gas . als solche , welche nur einen 

Grad von Warme oder gar keine entbinden; so verzehrt 2* ^' 

Arum maculatum in 24 Stunden 30mal, Arum Dracunculus 



1)111' 



13mal ihre Volumen; Th. de Saussure glaubt, wegen de 



,. viel 



f 



se« 



grosseren Keule, welche weniger Sauerstoff verzehrt als ^l'^ 
mannlichen Organe. Diese Verwandlung des Sauerstoflfga 
in kohlensaures Gas durch den Spadix der Colocasia odo^^^ 
haben Vrolik und de Vriese (}^''^) aufs neue durch entsch^'' 
dende Versuche bestatigt. 

Viele Blumen. wie auch die Blatter, erzeugen keine ^^^ 
bare, noch eine an dem Thermoscop sich zu erkennen geben^ 
Warme: wahrscheinlich, well die Zersetzung des Sauerst^^ 
gases zu langsam und in zu geringer Menge geschieht, und '^^ 
Moment ihrer Entbindung unmittelbar wieder zu anderen V^'' 
bindungen verwendet wird. 



\ 
i 



i 



In den ersten 12 Tagsstunden ist die Consumtion 



Sauerstoffgases grosser, als in den darauf folgenden 12 na^" 
lichen Stunden. Th. de Saussure sucht diese Verschiedenheit 



der grossern Verderbniss der Luft in den Recipienten. 



p 



\ 



s 



s 

V 



B 

tr 



V 

a 

tu 



St 

b 

^ 

del 
di 

V 

d 

ei 

Hi 

del 



i 



t1 



r 






farv- 





\.\'^\ 



I 



der 
uei" 

ns"' 
ueV' I 

be> 
1. 



ma 

pie 

ibli' 



f 



rn 



IT) 



elif 



I 



iiig: 



ef 



/ 



ell'' 



III"' , 
I. viel J 



W 



c 



fiilil' 
Vet" 



efl 



.it i" 



187 



sch 



eint 



Sam 



tliiti 
Von 

da 



menh 



'•ns diess aber m!t den Paioxysmen in genauem Zu- 
ange zu stehen: gleichwie nacli Prout bei deii warm- 

ven die Kohlensaureerzeugung in den Lungen 



g^n Thie 



•^is 1 Uhr Nachmittao^s am gTossten , von der Abend- 
^'Ung bis zui- Morgendammening am geriiiosten ist. 



d 



E 



^ ^vird audi nach Th. de Saussure ein Unterschied in 



^•zeiirung des Sauerstoffgases zwischen den verschiede- 
J^ntwickelungsgraden der Blumen bemerkt(ii8) in fol- 
m Verhaltnisse: als Blumenknospe 

ti 



St 



'^tenem Welken 



uiid 



6 , als geofFnete 
Sj^ bis 12, nach verschwundenem Vigor und einge- 

I 

7 bis lOraal dem Volumen nach in 24 



en. 



J 



B 



ei 



V 







album J Passiflora serrati folia hat de Saus- 

^ ) keiiie anfFallende Verschiedenheit in Hlnsicht der 

ii'ung des Sauerstoffgases zwischen den Zengungsorga- 

^^d den ganzen Blumen gefunden ; diese Blumen hatten 

^'^t dem Boden ^ welchem sie entvvachsen waren , lieine 






«^cA^e 



angesezt. . So haben auch die einfachen Blumen bei 



tei 



\ 



tn. ^^^^ ^^olumen mehr Sauerstoffgas verzehrt, als die gefiill- 
^ erselben Art, wie Cheiranthus incanus 
^^osa^ Tropaeolum majus C^^^). 



H 



Polyanthes 



^Veii 



stoffo. 



nun die au^serordenth'che Vcrzehrung von Sauer- 



t ^^s Hi den warmen Blumen von Arum zugleich von einem 



^sond 






^^ein 



ern Grad von Warme begleitet ist, von den kiilteren 



ei 



e geringere Wirkung aufdie Luft bemerkt wird : diese 



rp zung also bis auf einen gewissen Grad sowohl von der 

dp. '^^'^^w*' der verschiedenen Arten dieser Gattung, als auch 

, ^^^biedenenTheile derselbeuBlume abhangig ist: indem 

-^"-eren von einander getrennt in der Summe 13mai ihr 






^'1 Sauerstoffgas verzebrt haben , wiihrend die ganze 



, stutnmelte BlumenurO^mal ihr Volumen zersezt hat: so 



d 



es 



ei 



iiian sehliessen , dass die verschiedenen Blumentheile 
1^ ^""^ grosstentheils eine bis auf einen gewissen Grad von 
'^'^der unabhiingige Wirksamkeit haben , und zugleich ver- 



^utl 
dei 



^> dass die schnelle Verbindung des Sauerstoffs niit 
*^ohlenstoff der Pflanze die eiiizige Ursache der Warme 



t 



V 





I ' 



11 



i 

i 



» » 



f 



W 



m 



\ \ 




t 



I 



#*>« 








f f 




J**- 



t 






I 



\ 



J 

#« 








**^ 




,,5r 



./ 




i 

T' 

? 



1« 



I 



*% 
4 



! 




ij 



fi 



It 





(i 



1^ 



f 



4 

* 




fn 




t^ 



t 



I 



;lii 



188 



111 



der Blume von Arum ist, uiid dass diess auch auf "' 



f, 



War 



& 



Wi 



cr def 



dung findeii diirfte. Vergleicht man 

kalten Blumen auf die Luft mit der, welche von wenig ^*'' 

men hervorgebraclit vvird: so ergibt sich, dass die Vert'"' 

dung des Sauerstoffs mit dem Kohlenstoflfe oder die Bildu"9 

der Kohlensaure niclit die 

Blu 



W 



defl 



men 



seyn kann: sondern dass ohne Zweifel, wie bei ^ 
vvarmbliitigen Thieren, der Assimilationsprocess einen Beit' & 
liefert : indem selbst bei diesen nach Dulong's Erfahruii» 
die in den Lungen durch Zersetzung des SauerstoffgaseS ^ 



I 



i 



Warme nur | 



r 

der ganzen Summe betragt 



Es scheinen aber auch noch widersprechende Evschein^**' 
gen und noch nicht zu losende Abweichungen in der Verz 
runff des Sauerstoffaases und der Warmeentbindunj>- der B'" 



\ 



el»' 



f 



men stattzufinden ; so hat Th, de Saussure C^^) gefun^^'^' 
dass sich aus den Blumen der Bignonia radicmis^ Avelch^ " 
Stunden im Recipienten eingeschlossen waren^ ein bedeut^'* 
hoherer Warmegrad entwickelte, als sie zuvor gezeigt hatt^*^ 
namlich wie 12 : 1 ; und doch batten diese Blumen in dem ^^ 
gegebenen Zeitraume nur 6mal ihr Volumen an Sauerstoff^^^ 
verzehrt : ebenso die weiblicben Blumen von Cucurb^^ 
welche bei einem hoheren Grade von Eigenwarme doch \ve>^ 
ger Sauerstoffgas zersetzen^ als andere Blumen, wel^" 

Bliithenkolbe von Typha angustifolia 



% 



\ 



llH 



d 



[flora serratift 



( 



122 



). M 



•en die«^ 

lit 



Beobachtungen iiberhaupt noch einwenden, dass es noch ni^ 
erwiesen sey , dass die von den verschiedenen Blumen io ^^ 



Menge von Sauerstoffgas in 



glei 



che'* 



Verhaltniss mit derjenigen stehe , welche sich in verschloS^ i 
lien Gefassen ergibt. Diese Anomalien losen sich aber vi^ 
leicht in derZukunft, wenn man die Grade des EinfluS^^' 



d die Modifikationen genauer erkennt 



schatzen 1^'"^' 

■de" 



welche im Vorhergehenden als Ursachen angegeben woi 
sind, welche die in den Blumen sich entwickelnde Wa''^ 
grosstentheils absorbiren. 



g' 



h 

Bl 

h 
f, 

cl 
d 



fr 
a 
d 

hil 
d 

bl 

d 



ti 



in 



I 
» 
I 




J ' 





^^ 





we"' , 
bin- : 



r 



ir 



deH 



I 



i de" 

mi 

ser' 



1 






inu"' ; 



rz 



nde'V 
Ill e ^\ 



t 



tte"' 
all' 

ei)'' 



^ 
k 



e 



u" 



rf 



die 
nic 



lit 



clie"' 



^ 



YJ 



iel'^ 



< 



rde" 



189 



V 



Es 

ej'zeh 



gabe 



gepriift 



Bl 



hatt 

filn. 



"men 



*'"ng des Sauerstoffgases durch die Blumen aufs INeu^ 
iJ»d die Untei-suchungen auf eine errossere Anzahl von 



von verschiedener Art aiisgedehnt warden, 
chdem wir in dem Bishergesagten zu beweisen gesucht 
3 dass in alien mit fruchtbaren Organen versehenen 



Warme entvvickelt wird , selbst die kalten nicht aus- 
inen, nm. jjjss die Entwickelung derselben in diesen 
verschiedene Umstande modificirt und gebunden wird: 



Hoch die Frage zu untersucben iibn'e: : 



Warme 



hab 



e? 



fol 



in don Blume 
*-'' C. Treviranus 



Che 



^^ndenGriinden: 



( 



B ef I 



W 



1 



genom 



e immer im schwachsten Grade wahr- 



de > . " werde, und sich in einigen Fallen mit dem Oeffnen 
da i> ^*^^ wieder vermindere, von welchem Zeitpunkte an 
^ «efruchtungsgeschaft erst begin ne. 

. le im Obigen beschriebenen Umstande, welche der Be- 

""g" theils vorangehen, theils dieselbe begleiten, zeigen 



an 



^ei'u in 



dass 



Acte 



h 



bl 



einer Reihenfolge von Erscheinungen besteht, deren 

''ultat die Entstehung oder Belebung eines Reims ist: 

oart keine der gedacbten Erscheinungen fehlen, ohne 

•eses Produkt entweder gar nicht gebildet, oder nui* 



ieb 
ass ai 



^ollstii 



eibt. 



andi 



to zu Stande gebracht wird , 



oder auch leblos 



limine der Hauptbedingiingen, wodurch diese Bestim- 
^ b ^1' Bluinen erreicht wild, scheint uns nun die Warme 



2u 



•^ 5 indem durch sie nicht riur die lebendigon Bewegun- 

^Ucl A* ^" ^^*^'^^^"<I6^ Organen moglich werden : sondern 

^ chemischen Verandgrungen bedingtsind^ welche in 

tungsorganen in diesem Zeitpunkte vor sich gehen. 



^e 



B 



w 



Ab. b 



■* 



RONGNIART (^24\ 



ti 



/'/•^^^fiirdieBew 



Eiiifluss der (ausseren) 



sch 



'»^»' Befr 



"" Kiigelch 



egung und Lebensthatlgkeit der sperma- 



W'e 



gun 



en in den Poilenschlauchen fiir nothvvendig 
"chtung, vveil bei kiihler Herbstwitterung diese Be- 



^fehlte, undUnfruchtbarkeitderOvarien folgte. W 



/ 



1 




! 



•V 



If* 



I 



m 




M* 



' I 



i 



»#« 




1 




» 



if *f4 









S 



* 



*L > 



f« 




.) 







* 



H 



- f 




^! 



«4i 




m 




^f 








i; 



HH 



H 





I 



t 



190 



W 



lung in hoheiem Grade in den mannlichen Organen sel" 
nocli vor der Dehiscenz der Antheren, also ehe noch "^ , 



Wi> 



War 



4 



1 



und die vveiblichen Organe entbeiiren sie nicht nur niclit, so 



lleii 



i 



dern besitzen, wie wir oben gese.hen haben, ohne a 
Zweifel einen unabhangigen^ wiewohl geringererij Wai"^ f 
grad; ja es scheint uns riach dem Obigen sugar wahrscli^^ i 



lich . 



f^ 



UlU 



gekelnten Verhaltniss mit der Grosse des mannlichen 



Zeii 



I 



gungsapparates stehen diirfte, well diirch den Polleni<^i 



ch 



W 



? 



a 



M 



-r ** 



1D« 



llfl 



(1 



durch eine beschrankte Anlage desselben : nur dass die W 
in diesem lezten Fall mehr in freiem Zustande entweicht, 
algo leichter durch Thermoscope zu bestimmen ist 

ne in den Blumen nach d^ 
Oeffnen der Antheren ist unseres Bediinkens kelff haltb^^^ 
Einwurf gegen den Satz : dass die Warme bei der B< 



g der War 



ef 



li 



A 



\S' 



I 



tung wirksam sey ; "vveil , wie wir oben gesehen haben ^ ^ , 

11^ I 



dann Umstande in den Blumen eintreten , welehe auf ^^ 



starkere Verzehrung derselben zur 
unlaugbar hindeuten. 



(f 



Zeit der Befrucht"''^ 



Die ungewohnliche Verkfthiung des Spadix vo 



M^ 



kann eben so wenig einen Grund g^gen die Annahme 



def 



o 



Warmeentw 



131 



weil sie verschiedene voriibergehtJi' 



men bilden: theils ^ 

Ursachen haben kann ; theils, weil diese auch normal an 



ae 



ie^ 






eH 



Spadix der Calla, und ohne Zweifel noch in sehr vielen an 
ren Blumen geschieht. Aber eben diese Verkiihiung der B^'', 
€iner, im vollen Lebensvigor stehenden, Pflanze beW^' 

eine besondere Lebensthatigkeit, welehe zwar bis auf c^*' 
ewissen Grad. von ausseren Einfliissen unabhan^^iff ^''^^ 
Wenn aueh, wie Dutrochet (^-^) von der, in dem Sp^ , 
des Arum entwickelten , Warme glaubt, dieselbe zum Th^' 
zixY Entwickeluog der Spatha verwendet wird, und <'*'' 



I 




al 

a 

^1 



u 



s 





V 

Gil 

a 



d 
a 

fr 



d 



e 



stil 

d 

Spl 

de 
5c 





14 



■ ■ ^ 



I 



i 




I 







V \ 






e 



I 



irk- ^ 




,.eicl»' I 

air 



|T)« 



S 



? 



ai' 



un 



d 



1 de'" 



bar 



el'. 



ei'i" 



^^'^ 



e 



(1« 



leii 



t 



de'\ 



an 



luiH 



e'. 



w^'^i 



ei" 

Ivir 



lit 



P 



aai^ 



hei 



lie 



a 



l)Cf 



191 



ford 



"J anderen Blumen die Entwickelung- der CoroIIe be- 



ern 



^^ag- : so ist doch ohne Zweifel ihr Wirken vorziigllch 

. '6 Vollendung der 

gerichtet. 



auf ,|i 



Zeugungsoigane und ilirer Krafte 



Di 



'e Paroxysmen, 



w 



r 

elche i^war nicht ganz regelmassig 



dpm^^ ^®^*""'"*® Tagsst^nf'en gebunden sind, indem sie mU 

St eh 



en 



lime 



ntwickelungsgi-ade der Blumen in g'enauer Verbindung 
' scheinen den Irapuls zu den Veranderungen in der 
2" geben ; woraus sich deren Unstatigkeit im AUge- 



kl 



g^ewohnlich aber um 



M 



<et, 

Mt A-^^^^^^^^^' """^ Abends der Abnahme entgegengeht, wo- 

>e Befruchtung gemeiniglich geschehen, der Paroxysmus 



abe'i' 



auch 

E 



(S. 107) 



/^ 



^^r R ^^* ^^ ^^"^ allgemein bekannte Erfahruiig- , dass 

ano^ ^^^^t'^^gsact ohne einen , jeder Pflanzenart besoiiders 
So A ^^^^^'^ Grad «M5^^r^r Warme nurunvollstandig' erfolg^t, 
frn I ^ ^^ scheint^ dass in den kaltesten Climaten die Be- 
^ *^"g der Blumen vor^iiglich durch Vermittlung innerer 
^^^e vpllbracht werden konne* 



deri 



w 



e 



"' glauben nicht nothig zu haben 



3 



Wi 



^elclf""^ ''^^" i^^'"""^ Raspail's (i26)sagen zu miissen, 
w ^^ durch Versuche darzuthun gesucht hatte, dass die 



^'''«eentwickeI 



del"! V 



^ti'ahl 



ung in der Blume des Arum durch Riick- 



Hor ^ ^^" ^^^ Spatha hervorgebracht werde; nachdem 
der c-o/""*^ .^^ Vriese( 127^, nach dem Abschneiden der Spatha 
^Padi'' ^^^^^^ ^^^^^ noc'i eine Erliohung der Temperatur des 

um igo Fahrenh. beobachtet, und sowohl van Beek 



de 



rt B 

Jiiioch 



ERGSMA (128) an derselben Pflanze, als vvir an Arum 
^^ in derNacht und bei Abwesenheit des Tag-eslichts 



• CD 

^k a- J' 'Jedeutpnde Erhohung der Temperatur des Sna- 

^^hefn "v" haben; 

"g m den Paroxysmen der Calla aethiopica. 



nicht zu gedenken der negativen Er- 



^ 



\ 




« 



I 

L 



\f\ 



! 



'M f 



«* 



«3 



r' 





*<t 



HI 

kl 




' i 



t 



i 



^ 




M^i 



1 




i 



» 








* ■*: 



f 



S 




M« 




A 




s 

"> 



I 



! 









^ 



m. 



A 



V 



f 



* * 



192 



Die unbestreitbare Thatsache, dass die Blumenmebi'^ 



dunsten, als die Bliittcrj unddie Voraussetzung, dass einc 
kere Ausdiinstung derBlumen eine starkereEinsaiiguug^' 



» 



thwendig- beding"' 
Wassei'consumtion der Calla aethtop 
en ihies Wachsthums , besonders a 



W 



in ihrer Bliithe , eine Reihe von Beobachtungen anziisteH^ ' 



m 



um hieraus auf die p:radweise Starke der Ausdiinstung i" 
verschiedenen Zustanden der Pflanze schliessen zu koni' 



Hiemit konnten wir aber der Anforderung , den Bedart 

Blatter' ' 



die Ausdiinstnng der Blumen abgesondert von den 
und der Erde im Topfe^ in der die Pflanze vegetirte^ 
stellen^ nicht entsprechen ; wir liielten aber dafiir. 



dar««' 



wenn die Ausdiinstung der Blumen so bedeutend sey^ 
Einsaugung 



dennoch auf eine unzweideutige Wei 



sicb d'^ 
k'ahi'e" 



der Bliithe kundgeben wiirde , vorausgesezt, dass die a" 



ren Umstande dieselben blieben. 



2'unp: des Wassers durch die W 



a^ 



I 



Masss 




fiir die Starke der Ausdiinstung, namentlich derBlumen, s^'j i ^^^ 

oil 



M 



W 






thum, und zu gleicher Zeit zur Ausdiinstung der Blatter 
wendet wird, und ein anderer Theil durch die Ausdiins'' 



Wassers im Untersatze und derOberfl^ 

sich befi'i 




S 



ei' 






der Oberflache des 

der Erde 5 worin die Pflanze mit iliren Wurzeln s 

verzehrt wird: jeder dieser Factoren sollte fiir 

-L 

bestimmt seyn, wenn iiber die Ausdiinstung der Bluai^P 
Verhaltniss zu den Blattern eine genauere Auskunft ge^^ 

der Beobachtunoen nach Umstanden vermehren oder vci'*'* 

C5 ' -^ 



werden solle. Diese Factoren konnen sich auch im 



dern. Es bleibt ferner bei diesen Beobachtungen unentsc 
den , ob nicht iiberhaupt im ganzen Pflanzenkorper zui' 
der Bliithe eine starkere Bevvegung der Safte stattfindet 

■ J 

durch eine starkere Einsaugung und Consumtion des 

n ■ 

istofFes hervorgerufen wird, ohne 






1 



^ 



/O' 



^ 



aS' 



d; 



W 
F 



a 



da 

irr 
Sol 




til 



n 



serigen 



Nah 



a» 



» 



desswegen die Bl 



i. 



si 



J 



Set 



I' ^•en 



<lei- 



s 



el'k 

I die 



\ve 
da 



r 



a 



s 



ev 




th 



ei 



V 



|1« ^uf, 



n 



JUel 



ir 



ad 







*• 



ar: 



Vo 



n 



Mr 

3V 



a 



ac 



J^d 



ei 



Gi 



♦ 



I 



i 



'!• 




, ^ 



■ .*" 











til 

e 



.a«S' 



*".r 



ding'' 

lleii; 
lie"' 



e 



in 






dar^"' 

licb d'^ 



? 



sey" 



a 



er 



iistn 



1/ 




fill 






'vl/ 



!» 



er 






X 



J 



"i* 



/()' 



\* 



^S' 



a» 



e; 



^ 



5« 



193 



Weoe^^'^f"^^^"^ ^^"^ Pflanze. Da es nns aber aiif einfachem 

niclit moglich schien , den Werth dieser einzelnen 



J' 



actoren 



'iad 



2" bestimmen, ohne die Theile zu zerlegen 



"'■'^'^ ihiem Leb 



11 n 



d 



wodurch wir eiii 



eh 



jrr^j J. ^cucn Gewalt anzuthun, 

^ »ches Resultat zu erhalten befiirchteten ; und eine 
'^helle j"^^*^"^''^^^ ""^ genaue Unterswchung der einzelnen 
*"n^e '^^^'^ Erscheinung mehr Zeit und g:r6ssere Vorberei- 
setz " ^'f^^^^ert haben wurden : 

& aieser Zweifel uns vorerst damit begnugt, zu erfah- 



so haben wir unter Beiseit- 






■^ 



cl 



Wassers 



« fiethiopica starker , als vor derselben, und so stark 

"'Kenne^^^ ^^^ ^"^^'^ ^^^^^ ""'^ Gewicht sich unzweideutij^ zu 
'^'e E^/ ^^^'^' woraus sodann anf die Verdunstung und aiif 

"^"''"kelmig von Warme 



k 



1 1 ^erden ko 



da 



(i 




ssdi 



2 



onnte: 



Irme in den Blumen geschlossen 
unter der noch unerwiesenen Voraussetzuug-, 
I ^"sdiinstung- der Blatter in dieser Lebensperiode der 
sich gleich bleibe, und nicht verandere. 

Zweck dieser Beobachtungen haben wir die beiden 
n der Calla aethiopica A. und B., welche unseren 






*'''»'«'ometnsch 



V 



leicherZe 



\ 



<u,{| ^ ^^nten , mit poreellanenen Untersatzschalen versehen, 
Hko ^^^ ^^^ ^^^^ ""^ ^'^ ganze Pflanze sich mit Wasser 
^'^fnah**^"'^" vollsaugen lassen, bis beide nichts mehr davon 
liiejtg ^"' ""^ ^'^ Untersatzschalen sich voll Wasser er- 
M^ir j"! ^'® ^ Zoll hohen Topfe standen 3 Zoll im Wasser. 
'''^^chtu^ '^" ^'^^^ Pflanze vorziiglich geeignet z\\ diesen Be- 
^'^idern"^^"' ^^'* ^^^ das Wasser nicht nur nicht nachtheilig, 

' ""^^ *''""" *"-pf*pflanze , ihrer Vegetation vielmehr 



Mx 



^glich 



^it7\ ' ^^*' ^'*^ Pflanzen befanden sich (im Fehruar und 
^'^'^ 9 50 , . ^^^''™*®" Zimmer J worin die Temperatur bei Tag 



\u' ^^^ Vermuth 



]V 



+ 6« bis + 9,50 R.wech- 

^ r 

ung, dass sich die Verzehrung des 



^cht 



Jed 



®8«»ah" 



^emerkten 



anzen bei Tag anders verhalte , als bei 
ir Morgens 7 und Abends 7 Uhr die 



'iiftt 



"'" , Bef 



S® Abnahrae des Wassers im Untersatze durch 



•^wchtung det Gewiichse. 



13 




! 



! i 



ifl 



I 



\ 



\ 




V 



It 




M 



4* 



tM 




Um I 



\ 



\ 




s-« 



/ 



p. 




n 



i > ii 



l( 



f 



n 




4 . 




.i: 



h _ 







194 



jZuguss von frischem nach dem gewohnlichen Medicinalge^' 



lit: 



indem vvir den Wasserstand genau wieder aiif das 



friilief* 



jNiveau zuruckbrachten. Die Temperatur im Zimraer u» 
Wassers im Untersatze wurde immer vorher geiiau 



p^en 



mterkt. — Wir glauben nach aiiderweitigeii Erfahrung 
nelimen zu diirfen , dass die Vermiiiderung des Wassei 



4^9 



des diirch die Ausdiinstung von der Oberfiache der 



Erde «" 



dem Wasser im Untersatze nicht so bedeutend war, d^^ 



sP 



das Hauptresultat iiberhaupt hatte alteriren konnen 



J 



in 



del* 



sie sich nnter denselben ausseren Umstanden , welche v^ 



,^alii' 



eH' 



■ r 



tl 



der Beobachtungen immer dieselben geblieben sindj & * 



bleiben musste. Sollten aber auch diese Beobachtung^'^ 



d^' 



Satz : dass die Blumen eine starkere Ausdiinstung bes' 



ti^^' 



als die Blatter J und also auch mehr Warmeentbinden, ^^'^ 



rA 



in anderen Fallen , in welchen sie nicht auf diese Art g^ 



W 



I 



den wirdj frei erscheint^ wie bei ^rwm u. a,, nicht hinreic 



begriinden : so werden sie doch das Leben der Pflanz^^ 



einer neuen Seite beleuchten^ und vielleicht VeranlassUJ^S 



Weiteien Versuchen und Erorternngen geben. 

Die Pflanze A. hatte drei kraftige Wurzeltrieb^ 



ii 



? 



und Cj wovon jeder luit vier ausgewachsenen Blatter^ i 
sehen war^ von welchen aber je das alteste etwas \on ^^ J 
Lebhaftigkeit verloren hatte ^ und etwas weicher anz 
und also in der Abnahme seiner Lebenskraft begriff^'' j 

I>«„1 Ux „J„„ ... -_! _. < n_l nfl^ 




Die Beobachtungen wurden zwar schon am 1. Februaf 



f 



^f 



begonnen, um gehorig eingeleitet zu werden ; aber ers* ^i 
6. Februar Morgens 7 Uhr an ^ nach hergestelltem ^^^ 



4 

massigem Gange, in Rechnung genommen, uYid bi^ 



i 



/ 



3. Mai, 87 Tage und eben so viele Nachte, fortges 



ei^ 




.•utC' 

Zeit nach den Haupterscheinungen , welche sich v>'^^ 
dieser Beobachtungen an der Pflanze zugetragen hab^" 



il 



er 






aif Dr 



he"" I 



liii 



\ '' 



/.. 



verschiedene Perioden ein. Jeder der drei Wurzeltriebe ^ 
in dieser Zeit eine Blume getrieben, welche wir mit «5 '^ 
y bezeichnen woUen. 



ll 
1 

2 
2 
I 

1 
1 
1 



«n i 



vo< \ 






asl 
ur 
t) 



0)1 ^Uru 



s 






t) 



i 



"liD 



einer bequemeren Uebersicht der Resultate theilen wi*" ^' l9 



•F 



•ste 



ei 



d 



etn 



ill 



n 




\ 



I 



/ 



*i 









pi 



■■<! 






n 



e' 



&4 



ass 



5i«: 



in 



de"* 



iihi' 



edi 



g 



Ici 



cl 



gen 



de' 



esi 






I'd' 
zen\ 

en »*' 



at 



» 



re^ 



ci 



jiS 



? 



e 



zt. 



4 

f 



J 



ru- ai^ 



11 



be" 



be 




/. 



195 



d 



E 



•"^te Periode. An dem starksten Wurzeltriebe o bei 



^*' {reu-i •""^. -an aem sranisien Wurzeltri 

He,v..r ''^'^" einfachen Vegetation der Blatter 



bis zum 



^echen der Spatha a (vom 6. bis 19. Februar) wurden 



Von ^ 

Israel ^^^"^ ^ ^'^ ^^^"'^^ ^ ^'^»'' 



I 



1 
1 

2 
2 
1 
I 

1 
1 

1 



^ m 



^'«en Wasser verzehrt , namlich 



in diesen 13 Tagen 105 



)) 



» 



5 

8 
» 10 

» 16 

» 18 

» 20 

» 22 

» 26 

» 32 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



+ 9<> bis ]3« R. Triiber flimmel. 



+ 11 







+ 170 

-j_ 210 



abwechselnder Sonnenscheln. 



+ 18 







ittel k 



^as«^'"' '^ottimen daher auf 12 Ta^sstunden 15 Drachraen 
^ ;^e»'consumtion. 



"'^^^trieb 6 d 



In dieser Periode war aber audi 



am 



sten B| 



ieser Pflanze aus der Blattscheide des jiino- 



^Utu y ^ ^^^ ^^^ Spitze eines frischen Blatts den 16. Feb 



ruar 



^rschein gekommen. 

^es f,i ^" "achtlichen Stunden von 7 Uhr Abends bis 7 Uhr 
^^^Igenden Mo.-p- 



ine 



ft W 



asser verzehrt 



orgens wurden in dieser Periode 170 Drach- 



namlich ; 



1 mal 8 Dreh. 



I 



4 

7 
1 



» 



» 



» 



12 
14 

16 



» 



» 



» 



+ 6«> bis 9,50. 



''«=ischnitt wurden in einer Nacht 13 Drachm, consumirt. 
^^' Feb . ^ ^ ^® ^' o ^ «• Von dem Ausbruch der Spatha (den 






^ema 



zu ihreni Oeffiien und der anfangenden Ge- 
nation (d. 13. Marz) (wo aber am 5. Marz aus dem 



Sw 



^mieb ©die Spitze eines neuen Blattes, und aus 
'" 2$ -p ^^"*'»eb d die Spatha ^ hervorgetrieben hat) wurden 

^8^en 731 Drachmen verzehrt, namlich: 

13 ♦ ; 




m 



III™ 



: tT 



11^ 



ii 



^ I ■ 




*^M 



^ 



!i fri 



.» 






r 



' ^ 



-rn 








V 




196 



i 



A 



•I mal 12 Drch 




^ 



**' 



^ 

! 

I 
I H 

ii 




2 
2 
1 
1 
1 
2 
1 

1 
1 
2 
3 
3 

1 
1 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



20 
22 
23 

24 
25 

26 
28 
31 
32 
34 
40 
44 

48 
52 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



+ 110 bis 150. Tiub. 



. + ISO 
. + 18,50 
. + 160 
. + 150 
. + 170 
. + 200 
. + 200 
. + 200 



Sonne. 



W 



also durchschnittlich auf einen Tag- 31,8 Drachmen. 

In diesen 23 JNachten wurden 426 Drachmen con 



suiJi* 



irt 



namlich : 



2 mal 12 Drch. 



3 
2 



o 



o 



7 
2 



o 



1 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



14 
16 
17 
18 
20 
22 
24 
26 



» 



}> 



» 



» 



» 



» 



» 



w 



a 



tlif 



't»^ 




Demnach im Durchschnitt in einer JNacht IS^SDrachmefl' 

Dritte Peri ode. Vom voUigen Oeffnen der ^P 
a Cd. 14. Marz) bis zura anfangenden Verstauben der A'J^^ 
ren (d. 20. Marz) 6 Tage, worein also nicht nur die vve|^^ 
Entwickelung der Spatha fi, sondern audi noch am l*^" 
dus dem Wurzeltrieb c das Durchbreehen der Spatha T 




I 





das Wachsthum der neuen Blatter am Triebe 






fallen. In diesen 6 Tagen warden 204 Drachmen vcf^ 



J: 



s 



w 



es 



An 
ent 



C 



on 



de 



r 



Xeh 



4uf 



iiamiich : 




-^v^ 





a^m- 




197 



» 



i 



n 



^ 



> 



ft' 



{ 



I 



r 

I 



II. 

ill 








J 



,.^el"' 



1 mal 24 Drch. 



l: 



1 
1 

2 
1 



» 



» 



» 



' '^ominen dahe 



28 
36 

38 
40 



» 



» 



» 



+ 150. 



Triib. 



Sonne. 



» 



+ 20 







In d 



er auf den Tag^ im Durchschnitt 34 Drachmen. 




^ ^en 6 Nachteii dieser Periode wurden 122 Drachmei? 
^^ser verzehrt , namlicli : 

2 mal 18 Drch. 



esk 



2 
1 
1 



)> 



» 



» 



20 
22 
24 



» 



» 



Anth 



^•^men daher auf die Naclit 20,3 Drachmen. 
v>erte Periode. 



Vera anfangenden Verstauben der 



e^t .^1^" ^6S Spadix a (d. 20. Marz), der starksten Geruehs- 
iig ^ 6»ungj bis zur Abnahme des Vigors und der geschehe- 



'^«»lich : 



staubung (d. 27. Marz) in 8 Tagen 2.54 Drachmen; 



1 mal 22 Drch. 



C 



1 
1 
1 

1 
2 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



24 

26 

30 

32 
36 

48 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



+ 
+ 

+ 
+ 
+ 



Triib. 



Sonne. 



de 



(.^^ ..^^ ^^. V.V-.. *^^ „^ , x^.«v«iiicu Wasser 

"^«mtion. 



""«ion. In 
^ '^eiden Spath 



Wachsth 



^eh 



In dies 



(3 



61 8 Nachten wurden 



•• 



Wassei 



? 



(bei + 



1 mal 17 Dr. 



*> 



» 



IS 



» 



1 » 20 „ 



IVacht 



1 

3 



» 



» 



24 

28 



n 



» 



Durchschnitt 22,6 Drachmen 

L 



t 



l« 



m 



'I 



1! 



lii 




k<' 4 



iU 



i < 



I 






J 






\ 






\ 



r 



/i 





r 




m 



f 



I 



r 1 

'I 




t 




if* 



m 



i 



.1. 






? 



198 



;tcll«'' 



Die vveitere Wachsthumsperiode fjillt mit der Entv^' 
lungund Bliithe der Spathen |3 und y zusaminen ; dahei'J'i 
um dieser Vervvickelungen willen den weiteren Vel■lauf'"^ 
iibergehen: weii derseibe kein zuverlassiges Resuitat f 
ben kann 

Bei der Pflanze B. haben sich die Perioden ffenauei' •'" 



<a 



Wurzel 



[' einen einzigen 



T 



und dieser auch nur eine einzige Blume entwickelte; sie 



ha 



tt« 



U4 






Monaten eepfl^" 



t 
i 



worden war, hafte G" Holie, oben 5" 3'" und unten am 

: nachdem die Erde sowohl als dip Pfl^" 



den 4" 6'" Weite 






Wassei 



wog diese sanim* 



i&^ 



Topfe 4 Pfund 15 Unzen Medizinalgewicht. Die Beobad'^""* 
gen an dieser Pflanze wiirden immer zu sleicherZeit m''*'''" 



vorigen angestellt: am 15. Februar 1S41 begonnen un 



d 



Mai 



Erste Periode. 



Bl 



bis zum ersten Hervortreten der Spitze der Spatha aus 
Blattscheide Cvom 15. Februar bis 2. Marz), in diesen 1^ 



0^\ 



w 



1 mal 10 Drch. 



2 

5 

3 
1 
1 
2 



n 



» 



» 



» 



» 



» 



11 

14 

16 
17 

18 
20 



n 



» 



» 



» 



» 



» 



+ 
+ 

^ 

+ 
+ 



a 



Triib. 










Sonne. 



consumtion. 

In den 



'O 



mss^^'l 



Ndchtt 



jnen, namiiclu 



Morgen betr 



Vr* 






Dp 



111 



das alteste war in der Abnahme seiner Kraft, und nicht m^ ^j 
so ganz frisch griin als die beiden jiingeren. Der stai'k f 



er 



28 



r 



lie 



ieh 



auf 



V 



e 



'¥ 



I 






tw'I 



nM 



hei 



. tfi'' 



a 



uf I>i^' 
lltat g' 



! 



«' 



f 



uei 



•A 



frie 



ie 



ba 



el 



lit .fl^"', 

arU 
a.1. ^^' 



c 



p2' 



pfla" 



?« 



lilt 



d^i' 



aclit""j 
, I 

I 



15 



fr 



» 



* 




•. 



ds 






199 



1 mal 6 Drch 



\ 



1 

7 
4 
1 
1 



r 



n 



111 



atts 



ko 
en. 



» 



» 



» 



» 



» 



7 
8 
9 

10 
12 



» 



» 



» 



» 



+ 60 bis 9,50 



Am 18. Februar war die Spitze eines neueri 
^ws der Blattscheide des jiingsten durchgebrochen. 
^*^^*6 Periode. Vom Durchbruch der Spatha aus 

der «. ^'*^^'^^^<^^ (deu 3. Marz) bis zum anfangendeii OeflFnen 

i* 'la und der beginnenden Geruchsentwickelung (den 



d 



M 



'• «Aarz) 



Wasser 



namlich : 



I mal 
4 



8 Drch. 



1 

3 

2 
1 

4 
1 

4 
2 
2 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



I 



h 



» 



12 

14 
16 

18 
20 
24 
26 

28 
30 
32 

34 



M 



» 



» 



ch 



ieC 



» 



» 



>} 



» 



» 



» 



» 



» 



+ 

+ 
+ 

+ 

+ 

+ 

+ 

+ 

+ 



Triib. 



Sonne. 



onsumtion betragt daher auf einen Tag durchschnitt- 



^eh 



^Ij'^ Drachmen. 
In dies 



Ndchten warden 269 Drachmen Wasser 



5 namlicii: 



10 mal 8 Drch. 



auf 



Nacht 



6 
10 



» 



» 



10 
12 

er 10 Drachmen. 



» 



/ 



V 



«rand 



" ^'eser Periode haben sich an der Pflanze keine weitere 
erungen zugetragen, als dass gegen das Ende derselben 




w 

f 



\ 




n 




i>Ji! 





i 



/ 



» 



♦^ 




■f . 





^ r 



: I 

F 
■ I 



1: 




I 



1 I 

1 



I . 



» 



rm 






I 






J' 

I 




I t 



m 



11 




'^ 




, ^ 



sici' 



200 

L ■ 

r 

J 

das alteste Blatt etwas vvelk und gelb, iind die "VV 
lung des neuesten Blatts lockerer geworden war, welches 
von 10" 8'" auf 1' 6" 2'" verlangert hatte. 

Dritte Periode. Von dem Oeffnen und dem Wacf"^' 
thumsstillstand derSpatha (ihr Stiel verlangerte sich noch '" 
zum anfangenden Verstauben des Pollens «m 10"') bis z'"" ''" 
ginnenden Stauben der Antheren (vom 29. Marz bis 8. Ap'' _ 
wurden in 11 Ta^en 114 Drachmen Wasser consumirt, naoii'^ 



3 mal 8 Drch 



6 

1 
1 



» 



» 



» 



10 
14 

16 



» 



» 



}} 



+ 
+ 

+ 
+ 



Trub. 



wenig Sonne. 



Es kommen mithin auf einenTag ll^S Drachmen Wa^^^, 
verzehrung. Es hatten lauter trube und kiihle Tage in di^^^^ i 
Periode stattgefunden. 

In den betreffenden 11 Nachten wurden 103 Drach*^^ 



Wasser 



3 mal 8 Drch. 



y 



1 

7 



» 



» 



9 

10 



» 



» 



welches in 11 i 
schnitt betragt. 



On' 



A 






Vierte Periode. Von der anfangenden Verstaiib" 



d 



der Antheren und steigenden Geruehsemanation bis zum 



verzehrt 130 Drachmen, namlich: 



1) 






4 mal 10 Drch. 



•JO 



2 

1 

1 
1 



» 



» 



» 



n 



12 

18 

22 
26 



» 



•>o 



» 



» 



» 



+ ■ 

+ : 

+ 170 
+ 18« 
+ 140 



Triib. 



Sonne 



Im Durchschnitt wurden daher taglich 14 4 Drachfl' 



eH 



Wasser verzehrt. 



In diesen 9 Nachten betrug die Consumtion von VVa^^ 
90 DrachmeHj namlich ; 



ef 



?s 



V 

13 

Ob 

sc 
A 

Abl 

6 



8c 




8 



w 



da: 






t 



1 



ck^!- 



ssi 



ell 



I 



a 



h I'i^ 



in 



be'' 



pril) 






^ nial 8 Drch. 



1 

2 
2 
1 



k 



» 



» 



» 



» 



9 
10 
12 

i;j 



» 



>» 



» 



201 



+ 9» bis 120 R 



V 



1 



erdo". ^^^^^ Periode erfolgte das ganzliche Absterben und 
'3.A 'T ^^^ ^^'^'^*^" Blattes (im Gewicht 2 Drachmen) am 
obgljj, ' ^^s neue Blatt, 1' 10" 6'" lang, war ausgewachsen, 
^chlaa * ^'attflachen sich noch nicht auseinander ge- 

Abends" ^*'*^"' ^^® Pflanze sammt dem Topfe wog des 
^'«o uCTiT"** ^^^ verdorrten Blatte 5 Pfiind 7 Unzen, hatte 
Abzug. H ^^^" zugenommen, und die Zunahme betrug nach 
6Drfi ^^ Gewichts des diirren Blattes noch 7 Unzen und 



i 



I 




» 



IF 



n 



iime" 



t 



lire 



\i 






k 



ui- 



JeH 



ifl 



eH» 



ass 



ef 



f 



I 



18. 

8ch 



F 



iinft 



^PHh 



® Periode. Von der Abnahme des Vigors (den 
em Abfallen des Pollens vom Spadix bis zum ent- 




aiize i 



«ea Wach 



der Ovarien und Ausstellen der 



J, ' aie treie Luft und Sonne (den 25. April) 
^9en wurden verzehrt 146 Drachmen, namlich: 



* mal 
1 

1 

3 
1 
I 



S Drch. 



» 10 



» 



» 



12 

20 



W 



D 



» 24 
» 32 



» 



» 



» 



» 



)) 



+ 

+ 
+ 

+ 



Triib. 



Son 



'"^'•verzehrung. 



1 mal 



hh 



o 



1 
1 

2 
1 



8 Drch. 



» 



9 



» 10 



» 



11 



n 12 



» 



» 



» 



» 



+ 



/ 



ev in 



» 14 



» 



Na 



k' 



/ 



^ 



■ 

f. 

I ^ 



b , 



!»♦ 




J 



1 ■ 

; I 



,( 









I 

I 



. i 



i 




^ 



i 




n 




f 





■ *^ 



X 





.! 



f 







t 



4 



44 



I 






»>l 




I \ 



i' 



202 



In (lieser Periode brach den 22. April die Spitze 



elne« 



neuen Blattes aus der Blattsclieide des jiingsten, am 21. ^P 



ril 



h 



il 



I 



die 



Sechste Periode. Die Pflanze ward riuii clen26. Ap*'* j 

\m der Ovarien und des neuen Bla^" ^ 




Wachsth 
£?//? ges 



Ma 



WO sich die wirklich ^ 



folgte Befruchtung der Ovarien unverkennbar kund g^g 
Iiatte (nnd die weitere Entwickelun^ der neuen Blattspit2i^ 



bi« 



I 



tin 



d 



zur Loswendimg der iinteren Blattlappen vorgeschritten. "" I 
dieselbe 9" lang geworden war); in diesen 7 TagenWUf 



rachmen Wasser 
1 mal 18 Drch. 



3 
1 
1 
1 



)f 



» 






» 



24 
34 

38 
40 



» 



» 



» 



» 



+ 170 

4 180 
+ 190 

+ 200 

+ 200 



Sonne. 



es kommen hiemit auf den Tag 28,8 Drachmen. 

In diesen 7 Nachten warden 92 Drachmen verz 



eii'^' ; 



namlich : 



--U 



> mal 



12 Drch. 



2 



y> 



16 



» 



hin^" 



w^ovon demnach auf eine Naclit ira Durclischnitt 13 Drac 
kommen. . 

Beim Schlusse dieser Beobachtungen, den 4. Mai, wog[ 
mit Wasser gesattfgte Pflanze B. sammt dem Ballen und T 
SPfuiid 6i Unzen: das Gewicht hatte also nieht nur ii'^ 
mehr zuerenommen: sondern betrug nach Abzug des ver"^ 







r 

ten Blattes zwei Drachmen weniger als den 13. April •* 
jedoch von keiner Bedeutung zu seyn scheint und wohl gi' t 



tentheils auf Rechnung der, bis auf die Basis abgestorbenew 
verdorrten, Spatha koramt. Das in dem Zeitraum vom 13. 



Ill" 



Wasser wurde demnach 






I 



n 



iif 



Ernahrung verwendet. 

Im AUgemeinen hat sich die Consumtion des Wa^^^ 
sowohl bei der Pflanze A., als bei der Pflanze B. i« 



r 



•5) 



de" 






I 



1 





Vl 
sil 



dil 



9 



I ' 



I 





M 





\ 



'\] 



AP 



ril 



,tts »" 

her- 
bell 



We 



1. 



11 fl 



d 



ui 



rde" 



i 



elii-t) 



chi" 



eH 



og 



(!i« 



Top 



f<! 






■f 



t* 



»« 



g 



en 












n 



f 



12 



de 



Tag 



203 

L 

'stmiden starker erwiesen, als in den darauf folgen- 

^ "^^'^^'^chen Stunden, und sind dalier unsere in der 

**ethio • ""^ ^^^^^ ^^* Tropfen aus den BlattspUzen der Calla 
Vp..„„f ^^ ^^^^^ ausgespi-oclienen Satze: dass die nachtliche 



n i«> 



Abh 



""g" im Allgemeinen starker sey. 



»iach 
h 



als die bei Tag, 



eren Erfaiirungen abzuandern. Es liaben 



Abw • ? ^^^ ^' "' **^" ^'^ T^^en der Beobachtungen folgende 
"''^"ngen ergeben : 

^H d ''^^ Pflanze A. war in den nachbenannten Tagen 

die V^" """^'^telbar darauf folgenden 12 nachtlichen Stunden 

erzehrung ^/e«c/i 5/ar^, namlich: 
'^^n 7. MarzhPi 



» 



» 



2. April 



90 



6. 
» 16. 



» 



» 



» 



» 



)) 



» 



» 



» 



» 



» 



Sonnenschein 



+ 
+ 

+ 



20 Drch. 







» 



» 



» 



/) 



20 
20 

28 

28 



» 



» 



» 



» 



des Nachts war wechseind zwischen 



s 



2) B 



den 



^acht 



6« Pebr. truber Himrael 



7. 

8. 
10, 
12. 
14. 

28. 



» 



» 



» 



» 



» 



/, 



» 



» 



}} 



» 



» 



-^ 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



M 



V.^ 



*• 



arz 



28. 
29. 

30. 
31. 

1. 

8. 

17. 

18. 

It). 



» 



» 



}} 



» 



» 



» 



triib 



April 



matte Sonne 

triib 

matte Sonne 

triib 



}$ 



» 



» 



» 



» 



>} 



» 



» 



+ IOC 
+ 11» 

+ 80 
+ 15*> 
+ 100 
+ 130 

+ 120 
+ 120 
+ 120 

+ 120 

+ 110 

+ 110 
+ 120 



6 Drch. 



y> 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



10 

12 

4 



o 



» 



» 



?> 



» 



i 



4 

6 
6 

4 
2 
6 

6 
2 

8 

2 
1 
4 



» 



s 



» 



» 



» 



» 



n 



}7 



y> 



» 



» 



n 



\ 



M . 



m 



I 4 



fl < 



M 



; t 



1 



■*.' 




i 



T 



r 



* 



1 * 



s 



^A i 



4.1 



-t 
■^ 



i 



e 



W 




/. 




■> 



^ 



■ -!.. ' J" L i P 




"^ 



T* 








I 



\ 



!■ 



! 



\^. 




iik ^ 




■( 



I 



1 




^ 



204 



den 22. April 



» 



>y 



23. 
25. 



» 



» 



Sonne 

triib 

matte Sonne 



+ 130 R. 

+ 15 



2 Drch 



» 



1 
6 



» 



» 



In dlesen Nachten wechselte die Temp, von -]- 9^ bis U 
3) Das Maximum in den 12 Tagsstunden fand statt: 
den 12. Marz 5 Stunden Sonne (um 1 U. 30 Min. + 20 



oH' 



t 



n 

t 



oR.) 



52 Drachmen (in der zvveiten Periode). 



\ 



Das Maximum in den 12 nachtlichen Slunden: 

m 

den 27. April im hOcIisten Vigor der Spatlia y. 

bei + 120 R. 36 Drachmen (in der vierten Periode) 

4) Das Minimum bei Tag: 

den 8. Febr. triib + lio R. 4 Drachmen, 



Das Minimum bei Nacht: 
den 10. Febr. -f 7,50 R. 8 Drachmen (beide in d er e 



rste" 



^ _ 

Periode). 

Bei der Pflanze B. fanden in den 77 Tagen, in 



welch^" 



n ■ ■ 

die Beobachtnngen dauerten , folgende Abweichungen In 

I 

eben genannten Beziehungen statt: 

1) Bei Tag und in der darauf folgenden Nacht gleic^' 



de» 



den 6. Marz bei trubem Hiramel + IQO R. 



8 Drcli 



}f 



» 



» 



» 



yy 



31. 



» 



1. April 



» 



2. 
5. 



>r 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



?> 



?> 



» 



» 



» 



» 



» 



^ X 



» 



n 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



+ 100 
+ 12^ 

-f 120 
+ 120 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



10 
10 
10 

10 

8 

10 



yy 



n 



p 



}} 



yy 



yy 



^ 

2) Bei Nacht starker als am verflossenen Tage: 



den 6. April bei trubem Himniel + lio R. 

» » » » + 10 » 

4-110 



1 DrclJ 



8. 
18. 



2 



^- 



1 



>7 



>> 



Hie Temperatur wechselte in diesen Nachten von t 







bis + 110 R. 

3) Das 

den 28. April/ in voller Sonne wahrend 6 Stunden 



Maximum 







+ 150 bis + 
Periode). 



R. 



40 Drachmen (in der sech^ 



ii^ 



d 



8 
b 

a 



d 

El 
I 



r 

Tl 



d 



# 



k 










I 



h. 



I fr 



1 



oH. 



oH.) 



f 



e) 



.fite" 



rs 






n 



ich ' 



?> 



?> 



>> 



)) 



» 



?^ 



•cl' 



» 



r> 



+ 



P 







yO" 



lis 



te" 



i 



205 



D 



"i 

Maximum bei iV^e^/ 



" ^0- April und 2. Mai (nachdera an dlesen heiden Tagen 



je 24 Drach. verzehrt worden 



^^ Drachm 
4) D 



n) 



cle 



Minim 



e) 



Miirz und den 6., 7. , 8. und 18. April 
^ge -, bei + 100 bis + 12^ R. . ..8 Dr 

zweiten Periode). 
Das j^^- : ,...,. 



lauter triibe 



dl 



^en 25. Febr 

Periode). 
^n Beziehun 



uar 4- 



7 Draehmen (in del' ersten 



W 



"fl"ss auf der 



dass das S onnenlichi einen starken 



hornet 



M 



8 Or 
b 



achm 



+ 



im Schatten von der Pflarize A. 



en 



und von der Pflanze B. 7 Draehmen consumirt 



^ '^elben Temperatur \mt etwas Sonnenschein aber von A 
^'achnien, von B 17 Draehmen verzehrt. 
'^ine allgemeine Vergleichung; der Wasserconsuration der 
^ >n den verschiedenen Perioden ihrer Entwickelung mit 

chon das merkwiirdige 
dass die Wasserverzehrung- in keinem gleichen 



Co// 
d 



r" Temp 
*^>gebniss 



^nd 
liif 



steten Verhaltniss mit dem Warm 



fol 



ediu 



gend 



ins steht: dieses leuchtet aber nocli mehr aus der 



f.. 1 ^" speciellen Vergleichung hervor. So liatte A bei 

vvitterung und + 140 R. das einemal 16, ein ander- 
^^ -"j und ein drittesmal 24 Drachen Wasser in 12 Tags- 
_ " en verzehrt. Ferner wurden von A in demselben Zeit- 
2r lu- ^*"er Einvvirkung 'der Sonne von 3 Stunden und 

J,. »n«ten und + 150 Temperatur 32 Draehmen, nach einer 
^'"kung der Sonne von 4 Stunden 10 Minuten und + 18® 



+ 



d 



S 



Minuten 



erselh 



Wasser 



Von 



Ji 



D 



«nne 5 St 



^» Pflanze wurden in 12 Tagsstunden , nachdem die 



^chm 



en, und 



Minuten auf sie eingewirkt liatte 



, 48 

kupg 




m 





H 





♦ ' % 



\ i 



4 

1 



4 
r 



i 1 






1 



+ 

H 






I^f*" 



; 



I 




.!i 



"■ n 



P, 



.1 




It 



« 



206 

Minut, beides bei + 200 R., 52 Dracfii«^" 



Wasser verzehrt. Diese Unstetigkeit und Unre 



k 



Wasser 



■er 



War 



Warme beweist also, dass die a 
tion zwar unterstiizt, dass diese aber vielinehr durch B^d^ 
gungen im Innern der Pflanze bestimmt und geleitet wird. 

Bei Nacht ist die Wasserconsumtion weit iiicht so 
regelraassig und schwankend als bei Tag; 
wegen der Abwesenheit des Lichts, des geringeren 



k 



nil' 



Zvvei 

Wei 



fel 



stattfindenden Verstaubu"^ 



r 

des Pollen u. s. w. Indessen beobachteten wir , dass 



A 



I 



der ersten Periode nur dreimal , in 



der zweiten Periode ke 




einzigesmal, in der dritten Periode dreimal , und in der vt^^ 
ten Periode viermai die gleiche Quantitat in aufeinandei 
genden Nacbten verzebrt wurde. Die Pflanze B. zeich»^ 
sich auch bierin durch einen regelmassigeren Gang der Funct'^j 
nen aus; wabrscbeinlich , weil nur eine einzige Blunie 



I 



beJ 



Wacb 







ter sich einraischte. Bei dieser beobachteten wir in der er 



st^ 



/ 



Periode die 



Wasser 



aiifein^"' 



der folgenden Nacbten ; in der zwetten in sechs, in der 



f. 



in der sechsten in drei 
Temperatur. 




5 in der fun fti 
bei geringem 






^ III £jlfl^'J 

Wechsel ^^^ 



Eine scbwache , wie eine starke, Consumtion bei * ^ 



hat keinen bemerkbaren £influss gehabt auf die Menge 



Verzebrung, welche in der darauf folgenden INacht stattfa'^ 






u«»^ 



. jfl 



so fanden wir z. B. bei A. in der ersten Periode d. 14. Febf" 
bei Tag 10 Drachmen, in derselben Nacht 14 Drachnien; 
der zweiten Periode d. 1. Marz 32 Drachmen, in der folg^ 



den INacht 14 Drachmen : in der dritlen Periode d. 23. I^*^ , 
bei Tag 22 Drachmen , in der folgenden Nacht 20 Drachiw^ j 
in der vierten Periodie d. 3. April bei Tag 28 Drachmen, 
Nacht Ifi; und den 4. April bei Tag 28, bei Nacht 20 Di»'' ' 

Bei der Pflanze B. in der ersten Periode d. 



f 



I 



u. s. w. 



Februar bei Tag 16, in der folgenden Nacht 8 Drachme« j 



-ic 



d 

ft 

8 

•Tl 

b 

G 
b 

d 



ii 

V 

d 



A 



u 



Vo 



Vol 



Di 



1 





in 

lid 
Vo 



\ 



V 



I 






men 



Iseref 
ediO' 



I 
I 



t 



nil' 




ei 

ecli' 






n 

t 

e 



0' 



\er 



ilia"' 



1 






1 



un 



i ¥ 



I 

k 



J fa 



rf 



e 



aef 



fall 



d: 



in 



ei^ 



br 

efl! 



# 



!im 



? 



jf'i 



11; 



.if 



i 




207 

J ■ 

^Dralr^^^ ^^^'^''^ ^^" ®* ^^^''^ teiTa8-24 5 in der Nachf 
, ^ fintlen Periode d. 3. April bei Tag 10, in der Nacht 



80 



"^ei Na Kf ^'^^'-'^^ Penode d. 12. April bei Tag 12, 



T 



ii T 



plnfl 



^^^32, in der Nacht 12 Drachmen ; den 23. April bei 
m der Naclit 8 Drachmen ; und in der *ecA*^e« Pe- 






bei Nacht 12 Dr.: 



Mai 



k 



^^8, bei Nacht 12 Drachmen. Diese Unregelffiassig- 



"^ ^" der Cons 



«vveist ein 



b 



d 



'" Gefassen 



Wasse 
;r Wur; 



^»ki 



)gen und Stromen der Siifte in 
wnd Zellen der Pflanzen , wovon wir noch kefne 



'•iod 



arung zu geben verraogen. 
^^ verdient 



"och in Bezieliung auf die bezeichneten Pe- 
ftberb*' ^^ ^"twickelung der Spatha und der Bluthe der Calla 

^*^Pt bemerkt zu werden, dass sich dieselbe bei den vier 

aenen Blumen bis auf kleine Abweichungen, welche 

»iehr Oder weniger Sonnenschein bewirkt worden seyn 



k 



'^I'sch 
urch 

oiinei 



Ausb 



Spatha. 



ziemlich gleich geblieben sind. 



A. 



a. 



Oeffnen 



V 



IS 






19. Febr. bis 
13. Marz. 
23 Tage. 

14—21. Marz. 
8 Tage. 



D 



^"8'ors. 



e des 



21— 28. Marz. 
8 Tage. 



|3. 

10. Marz bis 
5. April. 
27 Tage. 

6—14. April. 
9 Tage. 



y 



15— 22. April. 

8 Tage. 



15. Marz bis 
14. April. 

31 Tage. 

15-23. April. 
9 Tage. 



24—29. April. 
6 Tage. 



B. 

3—28. Marz. 
26 Tage. 



29. Marz bis 
8. April. 

11 Tage. 

9—17. April. 
9 Tage. 



'^ffnen^'^M^* ^^^^ ^"^ ^" ^achsen , wenn sie anfangt sich zu 
^■^ allff'e ' '• ^"^^ ^'^^^ verlangert sich noch , bis die Antheren 
^'^hes v!!!,'"^!"^^'^*^"^_""§^ ^•"'^- ^'^ *^'^*te'' ^eigen ein ahn- 



Wad 



T 



^§:en. 



"^ des Stiels, namlich in 30—33, der Stiel in 34-36 



2iel 



^en wir das Wachsthum der Pflanze B. in Beziehung 






^ M 



A 



\ > I 



\ 



m 



\%\ 



I 




*' * 



\ 

A 

I 



i 



+ ' h 



-r' 




I ri 



: J 






i 




m 









r . 



\ 



I 




Ik 1 1^ 



^ I 

4 - 



I 



■1 



t* 




i 




V 




V 



T:_ 





f 



208 

anf die Gewiclitszunahme und den Stillstand derselben in ^ 
trachtung: so ergibt sich , dass das Wachsthum und die 
ivichtszunahme vom Anfang der Beobachtnng, den 15. Febr 
bis fast an das Ende der vierten Periode, d. 13. April, geda 



ae^ 



r 



hat, und dass in diesem Zeitraume von SSTagen 1172 



Or 



und durchschnittlich in 24 Stunden 20,2 Drachmen c 
wurden 5 da im Gegentheil nach dem Stillstand des 



if{ 



_sin'" 
Wacli^ 



til 



thums und demAufhoren der Gewichtszunahme, vom 14. ^P^ 

bis d. 3. Mai, in 20 Tagen 634 Drachmen Wasser ver«e'^ 

worderi sind , was im Mittel in 24 Stunden 31,7 Drachm" 

Wach«th«'' 



betragt, dass demnach wahreiid dem 



der 



/ 



Wasser 



als in 



e¥ 



folgenden Lebensperioden , worin iiber ein Drittheil ^ 
Wasser eingesogen vs^orden war, welches fast blossunda' 
zur Ernahrune: und Verdunstung verwendet wurde. Da * 
in dieser zweiten Epoche des Lebens der Pflanze B. das 
haltniss der sonnigen Tage zu den triiben starker ist 01^"',,^^, 

(wie 4 : .^l) ; so ist dieser I^-" 



7) 



6 11 ss 



Wasser 



sultat dieser Vergleichung gestattet daher keinen sich^ 



Schluss auf die Wirl 

stung haben mochte. 

Wird nun noc 



Ver 



du"' 






Was 



bei den bei 



Pflanzen A. und B. in den vier ersten Perioden, von deiH 

Ki«a inv AViniiliTYiP rlps VitroVS dcr Bl*''^ 



del" 



Wachsthum 



0^ 



und erfolgten Befruchtung nach dem ganzen Tagscyclust ^ 
7 IThr Morjrens bis am anderen Moreren 7 Lhrl berechnet) I 



S« 



erhalten wir folgende Resultate : 

A. 1. Periode in 24 St. 28 Dr. Triib 6 Tage. 5 Tageso 



n4' 



i 



2. 
3. 
4. 

B. 1. 

2. 

3. 

4. 



» 



» 



>} 



» 



» 



» 



» 



» » >? 



» » » 



» 



» 



» 



52,5 „ 
54,3 „ 

54.3 „ 

23.4 >, 

32,1 „ 
19,7 „ 

» >> 24j4 yy 



» » 



» }> 



n » 



» » » 



» 



10 

1 

2 

8 

5 

10 

6 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



» 



13 
5 
6 

7 

21 
1 

3 



V 



» 



;> 



» 



» 



» 



» 



» 



r 



» 



H^ 



I 



r 

a 

Sol 

in 
Si 

Si 

th 

T 

in 



se 
ti'ii 



u 



Co 



e 



e 



(1 

I'io 
Mo 

die 
»in 

V 



d 






m 



^ 



Ho 



So 



n 



^ J "l^ _ ■ 



■^If 





V 



^ 






ie 



Be 

I 

T 

ilire" 

llei" 

bef 



c 



s 



a 



a 



s 



Vef 



a 



ml' 



e 



li 



r 
as 



t;ii'' 



F 



clie 



fei" 



er 



dn"' 






e^' 



be« 



onS' 






ti 



I 

r 



» 



I 



Hiebe 



209 



'""''g die F- *" ^eziehung dei- starkeren Wasserverzeli- 

^^^eiiual! "^""^""^ ^er tfoww?;^^^^ Tage vor der der triibea 



„.!^'' sehr deutlich heraus. 
§"en Tage grosser 



Sonni 



s,.^.,.. ^^^^en «nd zweiten 



on 



^•^h abe 
th 



gerin 



Bei A. war die Anzahl der 

21)) als die der triiben (= 19); 

Periode war daher auch die Con- 

ger aJs in der dritten und vierten : es scheint 



enstajj J ^^'^?" ^" ^^^ zweiten Periode der Einflnss des BIu- 
Zeigt d" ^^ "'*^^* undeutlich zu erkennen zu geben : audi 
Tage^ r ^^^"**^' '" "^^^ *^"^*«" Periode, in welcher in 6 
j'nSTa-- ^'^^ Wasser verzehrt worden, als in der vierteii 



stark 



gen , 



Ve 



Bei T^ -■-■-^"•""s geueinj g^emacnt naben moge. 

'^er Pfl. * ^*'^* '^^'' umgekehrte Fall ein, indem sich bei die- 
^nanze die 

"*-J • On 



^ truben Tage zu den sonnigen verhielten wie 

' ^^nn nur in der zweiten Periode iibertrafen diese die 
ju 1 age, wodurch eine ungewohnlich starke Wasser- 
^^^^^ bevvirkt, zugleich aber auch die Entwickelung 
*'e«iod K ""* ^*^^^^ beschleunigt worden ist. In der ersten 
liiev d ^ '^^^ ^^** Unterschied nur einen Tag , daher wir 
'•ode ^t ^'^^cbgewicht annehmen durfen : in der dritten Pe- 



(1 



ers 



aber 



Wo sich die triiben Tage zu den sonnigen 



^Jor, 

^bei ail b • . ~" — '""^" ' "^^ "*" 

^^r Aul '" '^'' §^^^^" ^' ^^"^ Verspatung der Verstaubunff 
A. ^"theren - ~ - ^ 

*»«ben -h J - 

"oer die sonnigen Tage ebenfalls vorherrschend. 



Stat" ^'^ '^ " ^' '^^"'^ ^'"^ hedeutend geringere Consum- 

5 als sich in derselben hiitte erwarten lassen : es trat 



um 



5 



Tage ein. 



In der vierten Periode waren 



M 



V 



d 



«fbr, 



^"•"'^••elten .ich 



6 : 3; 



Wasser 



er 



der 



P5v,f lagen starKer als m 

''^flussde S^^™'"^"^*^"""^ ^^^^* ^^^^' ^^" iiberwiegenden 
^eise. ^^.* "^"^"^t^JeseErscheinungaufeineeinleuchtende 
^^^»'end d^ ^*^^®'nt "ns aber anch darauf hitizudeuten , dass 
!'^*le die C^^ ^'"*'^® "1 der zweiten, dritten und vierten Pe- 
^^^ als da ^'^^"'"*^^" ""^ ^o™'* ^^^^ <Jie Ausdiinstung starker 
^'^'•^eri, jT^^ ^'^ ^^^'^^ ausseren Einfluss o//ei« bewirkt wiirde; 
^**»«ER l^^ vJelmebr in der Pflanze selbst der Grand hievoa 

' ^^'^"chtung der Gewachse. 1 j . 






8 




t il 



i r 






i ■■ 




I* 



i »4 



#J H 




! 






f' 



I* 



I 



-^^ ' - ' JL TT 





/ 



^ 



_-^ 



• 



I 




210 



lieffc: obgleich die Ausnahme bei B. in 



dritten Per'" 



de 



Wid 



Wir 



Abweich 






nur nocli, dass alle Lebenserscheinungen der Gewachse? 
senders aber die Ausdunstung, Warmeentwickelung , P'' ^^^, 
verstaubung u.s.w. nur unter derBedingungeines angeO» 

nen Grades von ausserer Warme vor sich gehen konnefl- 



» 



^ 




i 



/ 



^ 



f 






O 



^ 



^ 

r 



## 



«• 



a 



ep 







r 



ep 



Sin 

Vep 

t>i5JC 



r 



i» 



1 



t 



'nei 



II 



In 



fe 



iib 



^icl 



I 



N 



«^it 



\ 



s 



erJo 



Je 



in 



Vof 



erbo 



|eii 



^oP' 



me 



gSS" 



I 



\ 



^ \ 



VH. 




deiii Pislill. 






chtsoi 



to 



Ge 



ge 



s . 

^eti'off ^P"*'en der einen Bildung audi bei der anderen an- 
dpp . . ^^*denj wodurch nicht selten , zumal bei mancheii 
*'nd R ''&^<^6n Thiergattungen, Zweifel iiber die wahre Natiir 



d 



ro 



sane 



^utung der, bei denselben aufgefundenen^ Zeugungs- 



'•• J»eid 



^ntstanden sind. 



hied 



^eibli 



che 



^n Organe deutlicher liervor: so dass wenigstens die 



n Organe in ihrer Natur niemals verkahnt worden 



^na p^^^^^S®" freilich die neueste Theorie von Schleiden ( ^ ) 
w J t-icHER (2) i,i die Schranken tritt. Im Einverstandni^s 
^^be ^^'^^ Ansicht, wofiir im Folgenden sich Grihide er- 

. 'erden ^ betrachteii wir hier vorziiglich die titalen 



V 



^^hiilt 



^uf M '^'^^^ ^^^ vveibllchen Orgfane ; indem wir in Beziehungr 






^h 



I 



innern Ban auf diejenigen pflanzenphysiologischen 



r vervveisen, welche diesen Gegenstand mikrosco- 



"lei 



»ftstelle 

J^natomisch uiitersucht haben. 

^^ihlichen Zeugungsorgane entvvickeln sich im Allge- 



hi 



Mien 



^ijq} , ' ^ ^^"' "wr in der hermaphroditischen Blume, sondern 
in y ^^' Trennung von den mannlichen Zeugungstheilen 

ihre v *^"^^^ Individuen . nieist naehdem diese lezteren 



Ht j?_"'^^^fl^nzenphysiologen ( 



ah 



eii 



ommenheit erreicht liaben : aus diesem Grunde 



1 



11 



die 



^en h ^^^^^'^^^^^o Organe fiir die vollkommeneren erklart. 
*eiti.» . ^^""^Phroditischeii Blumen yariiren die Entwickelungs- 

einigen Minuteu bis zu mehreren Tageri : in deii 



en 



Von 



14 




1 



\ 



If 



1 ^ 






iMf 



l« 



1 






1 



I if 



I 



ill I 



1 



i 



i J| 



#* 





w 



.y 




!ff 



i 



a 



f 



r^ 



I 



212 



M 



und Dioecien ist der Unterschied noch grosSC' 



M«y 



3 bis 



5 



Tage vor der weiblichen : bei jener offnen sich die 
Einer Rispe in 4 bis 5 Tagen: die GrifFel der weibUchen 



Bluiw"" 



(3 



/ 



bis 3,5") erst in langer*', 

Inei) 



Zeit, namlich in 5 bis 6 Tagen : an Einer Kolbe die einze 
weiblichen Bliithen nach und nach , in 8 bis 14 Tagen, 
oft in noch langerer Zeit: je nach dem Einfluss warmer 
trockener. oder kiihier ui 



III) 



d 



1 



oder kiihier un^J feuchter Witterung. 
Hinsicht auf Anzahl und Dimension scheinen 



weiblichen Organe im Allgemeinen in einem geringeren 



Vef 



Ibe" 



als die der lezteren : indem wenigstens ein Theii derse 
zur Fruclit\vird. Ihr Vorhandenseyn reicht tiefer zu den nie^'''^ 
sten vegetabilischen Organismen hinab als das der mannlic''^"' 

/ i 1 



d 







\ 



(re" 



bei deren Erzeuaung: kein mannliches Oro-an mit Zuverl^^*' 
keit mehr nachzuweisen ist, kaum wird in Zweifel gezo^*^' 
werden konnen. — Die mannlichen Organe nehmen ihre ^^ 



« stehung in 



gel 



Umkreis in concentric'' 



Kreise um die, in der Achse der Blume befindlichen, 



t^ei 



\\, 



el' 



) 



Pistill begreift , deren iibrigens meh 



yef 



einigt seyn konnen. 



scheiden , 



U 



C& 



I? 



(Iff 




i 



Griffel iStylus), und die Narbe iSligma). Die beiden 
Theile erleiden manchmal eine solche Modification, 
eine durch seine Verkurzung und Verwachsung , der ai"*^ t 
durch seine Verdiinnerung, geringe Ausdehnung und ^^ .| 
Zartheit so unscheinbar wird , dass hier der eine , doi* , 
andere ganzlich zu fehlen scheint: was jedoch bei der nOi'"' 
entwickelten Blume nieraals der Fall ist. Die friiheste^", 
wickelung dieser Theile geht voin Fruchtknoten aus, "" 



^ 



successiv fort bis zur Narbe. A«^ 



n 



Weise kann aber auch der eine oder der andere d»^ 



i ' 



The 

entv 

Verl 



liiu 
als 



%\ 



(ii« In 



s 



•Hei 



18 



haltniss zu den mannlichen zu stehen : ihre Dauer ist la"^ . ^^ 



z 






e 



h 



01 h 

at 







m eintr 



^••un 



lichen Organe, welche man unter dem collectiven Nji"" } ^as 



\z 



An dem PistUl sind gewohnlich drei Theile zu u"*^'} ^H 



\ 



^m 



^, 



C 



hi 



aber 



V 



era 




fc' \ 



a 



'•aft 



ie^"^, ^U 






. I* « 



l»t 



ssef' 



bis 



5 



I 



ta^^l 







ll)« 



eret 
Ipen 



iiii 






I 



> 



I 



bell! 




e 



Issi^' 







c 



eib', 



aJ" 



e^ 



n 



J 



tef 




:^ 



s 



) 



ro 



ae( 




r 









rs 



111) 



I 



M 



b" 



ie 



gff 






Th 



eiie 



I ^"tvviekeit 



213 

ausser der natiirlichen Succession vor dem anderen 



'••^fichs 



e 



^erl 



oi'en 



111 11 



di^ in 






weiden , ohne dass eine innere Krankheit daraus 
^ «der die natiirliche Funktion der Theile dadurcli 
8»nge, wovoii die Fruhzeitigkeit der Griflfel zeugt. 

F ' 

1. Von dem F r u c h t k n o t e n. 

* 

^ Fruchtknofen, (wofiir wir im Verfolg dieser Abband- 

uneig^entlicbe Benennung Ovarium der Kiirze wegen 

'chbedeutend zu gebrauchen iins erlauben werden 



D 



gdie 



Seiner 



) 



Ver ifieUf .** ^^"f^chen Beschaffenheit das Eychen selbst : aller- 



Ah 



'^* ^ber schliesst 
,,;;h» derselben 



er melirerej haufig abei 
: (laher wir Monosnermftri. 



eine grossere 



c 



»ihiii[ 



haben. Er bildet eine aus verscbiedenen 
^nen von verscbiedener Consistenz und Dicke gebildete 



yfil" Od 



''at ij- '""^ '^^^ Eychen und Samen, das Pericarp. Die Natur 
Nil '*"' ^^ ^^^ iu der Anlage, der AnzabI und der An- 
keif , 7 Eycben gewohnh'cb eine strenge Gesetzmassig- 
^ ei de,, Familien der Pflanzen beobacbtet: sie lasst sogar 
eiiitj. ^^''^''en Gattungen eine normale Abortion der Samen 
^'Uhfl ^"' ^" *^'^ naturliche Anlage der Samen anders ge- 

ni scbwerlicb weder vom M 



Quercus, Corylus, Hipp 



li 



er a 



H 



^fzui 



Nal 



'cht 



•ungsstofFeSj noch von einem partiellen Druck 
' en seyn mocbte: sondern von einer eigenthiimlichen 



te^ \ 



CReceptaculum , Placental 



und am 

ibre Ge- 



^ nes Bildungstriebes. 
est}, ^ ^y^^^n sind nacb einer genauen Ordnung und nach 
Ki iT^^^ Gesetzen in dem Ovarium vertbeilt, 

'^np-n . ^^ ^^^ Ricbtung bleibt gewobnlich unverandert, so 

^ber . ^^ befrucbtet werden : mit der Befrucbtung gehen 

y «»it denselben i 

'^derungen vor. 

^^^nzr ^*""^''*'^"o*^n ^^^ selbst die Eychen sind be! mebreren 
Iiraft d " ""*^^ gevvissen Umstanden durch blosse Vegetations- 
Bil.i. '' * ergrosserung und selbst der normalen (iusserlichen 



J 

reierlei Beziehungen bedeutende 



Uli 



- r 



&5 auch 



eh 




* ^* I 



iM'-l 



1 

mi 



i 



i 

i 





i 



! 



IP 



«^ 9-41 



*'t 



11 



m Mf 



i 

r 

it f 






i 



r 



1 



^ '- 



* 



I / 



-r-^ 




^ir 



-^ ^^ 



/ 



/ 



I 



t 



i* 



It 



i< 



I 

4 



214 



weiter nnten niiher gehandelt werden wird :) doch g 



diess nur ausnahmsweise, und nur hei einem kleineren 






der Gewachse. 



2. VondeniGriffel. 



In der geschlossenen Blume haben die 



:ffel 



4 



schoii ihre vollkommene Entwickelung: erlan^t: indem sie 
alsdann ihre iiormale Lange erhalten und die naturg^^^' 
Stellunff annehinen konnen, wenn die Corolle aufgreschlos^ 

vvomit dann aueh noch weitere Veranderune:en in !>'' I 



ist. 



W 



I ^ 

stattfinden; in diesem lezten Falle. 



Gt 




sich theilen: so haben sie. so lanae dieses noch nicli* » 



» 



H*. 



schehen ist , ihre normale Entwickelung- und vollefl 



,lete^ 



W 



wobei dem Pistill ge^^ 



ohi'' 



ei 



lich auch noch das Conceptioiisvermogen mangelt. 

Von dieser aligemeinen Regel wird aber auch zuw 
eine mevkwiirdige Ausnahme angetroffen^ wo durch ein P 

im die Griffel, die Narbe an ihrer Spitz^? 



W 



111' 



Wachsth 



^ 



ii« 



\ 



der in verschiedenen Graden entwickelten Bliithen 

r 

selbst ehe noch ein Rudiment der Corolle sich gebildet 



kn^«P*^' 







bald kiirzer, bald langer hervortreibeu: es ist diess die? ^*^ 
an mehreren Stellen erwahnte ^ FruhzeiiigheU der ^^ 
(S, 16). Da dieser Zustand der weiblichen Zeugungso'S 
viel Lfcht iiber die Befruchtung verbreitet, so werdei^ 
uns hieriiber etwas weitlaufi^er verbreiten. 



We 



diese mehr odei 



ei»' 



wenig^er entwickelten Bl^^ , 



$ 



it- 



6l> 



M 



knospen ihrem ungehinderten freien Wachsthum iiberl' 
werden 5 so tritt nach einiger Zeit der normale Gang der 
wickelung der Blume allmahlig wieder ein ; die weitei'^ 
langerungdes Griffels macht einen Stillstand, und die iib'''!' 
Theile der Blume, welclie im Wachsthum zuriickgebli^' 
wareri, entwickeln sich naturgeraass; wenn aber dies^ 
pormales Verhaltniss zu den weiblichen Organen wied^'* 
reicht haben - so kommt die 



1 



lif 



d den G 



Reihe des Wachsth 

welche nun ihre i 



(5f 



\ 



tint 
kein 
ihr 
ill. 



•e 



e 



Wie 
liab 



Zel 



n 



Vertheil""? '}^^ 



th 



ei 



per, 



^ 



eit 



ang 



T 



Of 



ri 



G 






K 



es 



Still 



«io 



Sell 

Ver 



Zu 



tr 



oc 



i"Un 



b 



est 






«:i 



e 



^ 



m 



A 








eil" 



Ite" 

4 



ei 






if 



I' 



\4 



1 







e 



tes 



iiii'' 



P 



ai' 



a 



ii« 







^ 



if 



ii 






-I' 



,11 



:^ 



el" 
el' 



he" 



I 



ef' 




^ 



215 



^ntW 



ilii- 



ckelunsj fur die Befrnchtnng vollenden : so dass 



■> 



u 

E 



zwischen diesen urid den von Anfan^ 
►rmal entwickelten Blumen, weder in 



aussern Gestalt, noch in ihrem Fruchtbarkeitszustande 
^uerk 

^'eichfn 



(S. 19) 



der Blumen ist nicht so allgemein imd 

ormig auf alle Blumen Eines Individunms verbreitet, 

^ir es von der Contabescenz der Stiaubfaden gesehen 

"• Die friihzeihVen Griffel werden zuweilen nur an ein- 



"en Blumen angetroffen, indem andere an demselben Indi- 



thei 
pen 

^ 



ren regelmassigen Entwickelungsgang aller Blurhen- 
^ehalten; nur sehr selten haben wir alle Blnraenknos- 



eit 



Ei 



J S^t'offen ; sie treten auch in verschied^nen Lebensperioden 
"' Pflanzen hervor, diese mogen im freien Boden oder in 
'Pfen sich beanden. 






Ml 



^1*1 haufigsten bemerkten wii 



die Friihzeitigkeit der 



K 



®^ >m ersten Friiblingstriebe der Gewachse. noch ehe die 
^emeine Bliithe an der Pflanze eing^etreten ist, und diese 

A* 

'gung 2yy Friihzeitigkeit der Griffel verliert sich gewohn- 

. " 'n einer Pflanze , wenn sie zur vollen Entwickelung ihier 
^^^te .el, 



"--¥r 



St 



Bl 



geiangt ist, 



Meh 



"^en sich verwandelt hat. Dieser Zustand der Blumen- 



Hstj 

J^spenentwickelun 
;'^^int daher mit d. 



Wachsthums 



g ein. 



D 



e Friihzeitigkeit (Jer Griffel 
Wachsthumstriebe iind einer 



W 



steh 
eke 



en 



ne 



I wnd durch aussere Einfliisse, namlich znerst 
j^ 7 dann schnell eintretende feuchte und kiihle Witte- 

, ^ ^eianlasst zu werden: sie ist aber auch nicht an einen' 
ih \ ^^^^^ Entwickelungsgrad der Blumenknospen gebunden, 

Wi sowohl sehr kleine nnd unvollkommene, als auch schoii 
^.'^ ^eit vorgeriickte und im Oeff'nen begriffene Knopfe an- 

^na Individuum zu gleieher Zeit angetroffen werden. Da 



I 

i 



\ 



t 



» i 



^nm 



k 




i 



ir 



4 



i 



S M 



14- 



I 

III 
! 



\ 



*t 



1 n 




'J 



I* 
I 




2W 



II 



The 



del' 



-i 



ie der Blume nicht leidet, so mochte sie niclit, 
die Contabescenz der Staubfaden , als ein krankliafter 
stand , sondeni als eiiie blosse anticipirte Metamorphose 
weiblichen Organe, insbesoiidere aber des Griffeis, a»^"' 
sehen seyn. 

Die Erscheiiiung der Friihzeitigkeit der Griffel findet sic 



Luz 



I 



J(i 



vernalis, maxima und Sesleria coerulea'^ vieileicht gibt es k^'" 
Pflanzenart, an welchersie sich nicht unter gegebenen Ufflst^' 



de'i 



den einfinden konnte ; wir haben sie naraentlich an folgen 
Gewachsen beobachtet: etwas sparsam an Primula «'^^^^' 
Auricula, calycantha-. Dianthus harbatus. 



phi/ltus ; Silen 



m 



superbus, C^'f 



nutans : Matihiola annua 



del- 



Consolida; Aquileg 



Geum urbanu^ 



f 



u 



Poientilla atrosanguinea ; Ribes nigrum; Lilium Mart^S^^^ 
sainmtlich in einzelnen Blumen; aber ausserorden 
und uber aile Blumen ganzer individuen verbreitet bei vve 
lichen dichogamischen Pflanzen , z. 



,P.lb 



B. an Lpchnis diurf"" 
vespertina; Cannabis saliva; Mercurialis annua; Spi'nC'^\ 
oleracea; und mehreren Arten von Salije, Ricinus eomtn^^^ 
u. a. Wie sehr durch dlesen Zustand der Blumen die h^'"' 



liche Befruchtung der Pflanzen begiinstigt werde wird je 



del" 



einleuchten. Sollte daher dieser Umstand nicht von a 



lie" 



ob"^ 



denen Beobachtern iibersehen worden seyn, welche von e'"' 
gen der genannten Gewachse keimungsfahige Samen 
vorhergegangene Befruchtung erhalten haben wollen? 
• Da bei den hermaphroditischen Gewachsen die allgem^^^ 
Contabescenz der Staubfaden haufig mitder Friihzeitigkeit ^^ 

angetroffen wird (S. 115 und 121) — besonders f'*"' 



Griffel 



den wir diess bei Verbascum phoeniceum und nigrum, Diafi 







superbus und Cucubalus viscosus L. — : so konnte es schei" 
dassdiese yon iener abhanerip- sev: da wii- nhpr rlio Pinhzei' 



d 






'afior, und Silene noctiflora mit nachf 

ickelung der Staubfaden und Anther 



de" 



an^l 



I) 



ei 



Sol 



k 



on 



ne 



s 



•ii 



fi 
Blu 

Hie; 



nt 



i^n 



Ver 

Hie 

Sich 
sch 

''as 
sitz 



E 



>it 



i'er 



(Ii 
k.. 



es 



J'a 



s 



sch 



h 



Us 



i 



9esn\ 

sch 




t ^ 



i- 



■ r 



II- 

II' 



c 



h 



II' 

ell 



r 

ib- 

111- 

ell 
ii'' 



ill'' 

!') 









217 



an 



b 



^etroff 



ei 






en haben, und bei den weiblichen Dichogamen, 

^eichen diese Erscheinung am haufigsten vorkommt, keine 



•J^'etnals her 



E 



.. - '-•"luiscnung der ataubgetasse statthnden kann; so 

^ "6n beide Erscheinungen in keinem unmittelbaren Causal- 

fi k"^ ^^^ elnaiider stelien. Ueberdiess nift auch die noch so 

^ zeitige kiinstliche Entfernung der Staubgefasse aiis den 

•*>en eine solche beschleunigte Metamorphose der weibli- 

'-''■gaiie und die Entwickelung ihres Conceptionsvermogens 

vor: wodurch sich abermals bestatigt, dass die 

ickelung der beiderlei Gesehlechtsorgane bei den Pflan- 

•^ auf einen gewissen Grad unabhangig von einander ist. 

^ J^eistens, aber doch nicht immer, ist die Friihzeitigkeit 

^ ^ Griffel mit der Coneeptionsfahigkeit des ganzen Pistills 

"nden; denn bei sehr kleinen und jungen Blumenknospen, 

mr sie z. B. an Lychnis diurna angetroffen haben, mochte 

'^" dieses Vermogen 

^"tknoten und die Eychen nocli in einem solchen iinvoll- 



nur auf die Spitze der Narbe he- 
well sich in dieser Periode der Entwickelung^ der 



k 



o«nm 



'las 
sitz 



s 



^"en Zustande befinden, dass kaum anzunehmen ist, 
*uch diese schon Empft 



ko 



E 



U 



(S 



Ve 



'ber den Einfluss der Friihzeitigkeit der Griffel auf die 

ickelung der Corolle sind schon oben die Resultate unse- 

^Suche und Beobachtungen mitgetheilt worden. Unter 



ung der Narbe dieser fiiihzeitigen GrifFel 



Urns tan d 



I "^" 1st in dieser Beziehung das Wichtigst 
^^'ftvolle Bestaub 

. ^ ^achsthum de 

^'Jrd : was wir nicht nur an den erwahnten dichogami- 
K "^"2^"j sondern auch an Dianthus harhatus und super- 
' aiura ferox und quercifolia , Geum urbanum und Tulipa 

''^ von V, 



sch 



ae 



r fj 



also an Pflanzen aus sehr verschiedenen Familien 
I'schiedener Organisation, beobachtet haben. Es 

!m Griffel allein, sondern 



Wirkune: nicht d 



^g ^^^^"'"itheit der weiblichen Organe zuzukommen; an 

»'»ffei vvird nur der innere Zustand dieser sichtbar: indem 



b 



ei 



^i^en nurselten das Conceptionsvermogen nfcht auch zi^ 



\ 



\}iti 



(( 



1 



v>4 i 




fp 



*; 



I 







I 



I 



1 





t 



1 








\ 



^41 



( 
1 



i 



I 



n 



/ 



n 

> 



r 

I 



\ 



-^ 







f 



\i 



f 1^ 



ir 



\ 



I 



218 



gleiclier Zeit ausgebildet ist, wie wir diess einmal an Di^^'' 

thus harhntus und in denen Fallen beobachtet haben, bei ^^^ 
chen sich die mannlichen Organe samnit der Corolle nachh^ 
erst voliends entwickelt baben, wie bei demselben Dianth'^ 
barhatus ^ Geum urbamim iind Primula Auricula, wo dann » 



Waehsthmn derGriffel wieder so lange still gestanden 
die Corolle und die mannlichen Organe ihre Entwi 
beinahe vollendet batten. - 



lii4 



dert 



In Beziehung: auf die Verhaltnisse der Corolle zu 

-in 

GrifFeln verdient noch angemerkt zu werden^ dass diese 



vielen Fallen nach gesehehener Befruchtung vor der Coro 
verderbenj insoferne sie von der Narbe iiberzogen sind. 



lie 



Bel 



Bestaubung 



Narbe aber erhalten sich die GrifFel gewohnlich langer fi'is^'' 



J 



N 



diurna und Dianthus harhato-japonicus^ haben wir die Coroi 



an einzelnen Blumen npch frisch und lebhaft gesehen, n^^ 
dem nicht nur die GrifFel verdorben wareuj sondern auch d^ 
Fruchtknoten sich schon ziemlich vergrossert hatte. 



Bei der Friihzeitigkeit der GrifFel haben dieselben ' 



ilif^ 






von 



normale Lange noch nicht erreicht: wenn sie gleich sc 
Gonceptionsfahigkeit besitzen; wodurch sich dieser Zusta^ 

dem normaien unterschefdet: indem dieses Veroi^^ 
gewohnlich nur dann ausgebildet istj wenn der GrifFel ^^ 
Wachsthum vollendet hat. Das Wachsthum der GrifFel ^^^ ^ 
wenn es bei dem Vorhandenseyn des Conceptionsveniiog^^ 
auch noch nicht beendigt ist, hort auf, wenn die Narbe "^ 



Geschieht aber k^^*"^ 






kraftiffem Pollen beleo^t worden ist. 
solche Bestaubnng, oder wird dieselbe auf irgend eine 
vei'hindeit, so verlangern sich die Griffel bis auf ein gewis 
Maximum. Diese Erscheinung spricht sich aber nicht w 
alien Gewachsen gleich deutlich aus, sondern nur bei solch^ ' 
deren Griffel In eine Spitze sich endigen : bei stumpfer ^"^ 



dig'ung derselben findet sie zvvar auch statt, wie bei 
mula , Datura : sie ist aber bei weitem nicht so bemer 






f 



und auffallend, als in dem vorhin angezeigten Falle, und ^^ 






I 



te 



\ 



?in 



vve 



e 






St 
'la 

licll 
3'// 



no 
th 



h 



a. 






Hi 

V, 



e 



Di 



( « 





1' 

lef 

'4 



ill 

ei 
el" 

le 

lei' 



re 

iid 

len 

iiii 

■ 

lii« 
it 

II e 



/ 



ill 



I 



219 



liiiltn 



•^w*" bei einer sehr genauen Beobachtung der iibrigen Ver- 
isse zu erkennen. Hievoii raachen Getim und die Protea- 

, da bei diesen die 



^i »nd Ranunculaceen eine Ausnabme 
^"el nach der geschehenen Befruchtuns: sich noch bedeu- 
"« verlangein: indem sie in die Frucht iibergehen, und 
^•"en Thei! deiselben bilden. , 

^^ die Katefforie der Fruhzeitig^keit der Entwickeluna* der 

^-eiblich 



B 



en Organe vor den miinnlichen scheinen iins audi die 
^spiele zu gehorenj vvelche von einigen Schriftstellern an- 



*«ann]ic|] 



werden, wo die weiblichen Bliithen sir.h vor den 
en zeigten , z. B. bei Corylus ( ^ ), Juglans regia ( ^ ), 



"^^(ropha (T )^ Cleome violacea (») u. a. 

*^ie Griffel wachsen und verlangern sich bedeutend lang- 
^*«»er als die Staubfad 

St 



en 3 indem jene in mehreren Tagen ein 
^^*^s niciit vollbringen, welches bei diesen oft in wenigen 



^nden erreicht wird. 



Es ist eine allgemeine Erfahrungj 



^ ^s sich die Griffel ^ besonders die fadenformigen und in die 
^^^ge gezogenenj nach dem Oeffnen der Blume noch ansehn- 

^^ Verlangern, z, B. bei ZeaMayswm 10"' bis 12'", Fuchsia 
'" bis 6^'', Dianlhus 4''' bis 5"' u. s. w. 

*^s ist nun noch die abnorme Verllingerung der GrifFel zu 



ei 



^Wah 



noci 



r 

uen, welche sowohl bei reinen Arten, als auch^ und 



^^Med 



^ baufiger, bei Hybriden vorkomint. VVir haben zwei ver- 



th 



^ne Veranlassungen zu diesem ungewohnlichen Wachs- 



^*W der Griflfel vvahrgenommen, namlich: 

1) Bei vorhandener weiblicher Fruchtbarkeit durch ver- 



^ tete Oder ganz verhinderte Bestaubung der Narbe bei Ver-^ 

^^^tn^ Lobelia^ C^wwaH^ (bier auch von Linne (®) langst 

^** beobachtet, ebenso von Mautz C^^)), Mereurialis^ Spi-- 



^Ufn 



^3 UrticUy Humulus^ Zea^ und nach Bridel bei Erysi 



( 



11 



). 



Mix 



*-) Bei der Sterilitat der weiblichen OrganCj sowohl bei 

^n Arten, als besonders bei Hybriden, w^orunter sich die 

^auglichten zungenformigen Narben versehenen Arten vou 

^^hacum und die hybriden Lobelien besonders auszeichneii4 

lese Verlangerung geht nicht selten in die Proliferation iiber: 




^i 



\ 






*V 







I 



«ib 



•ill. 

i ii 






\^i 



/ 



i 



m 






i 




i 



'^ 



I 



-TT" 




^ 



u 



-> 



ft y 



t 



» 



f 



f 



\ 



\ *■ 



*--> 



«! r 



f 



# 



^ V ■• 



. / 



4^ 



t ■■ 



r • 



C ( 



L 



f,. 



• 






? 



e; 



^ 



V 



i^ 



\ 



f ^ 



220 



i . " . 



auf diese Art sahen wir an einem Individuum der Lyehn^ 

V 

dmrno - floscuculi an den meisten Blumen die Receptacula '" 
Aestchen , und die Giiffel in Blatter auswachsen. Die B^ 
staiibung der Narbe mit kraftl^em Pollen ist bei manchen 



steril scheinenden, aber vielleicht doch mit einera 
Grade von Empfanglichkeit begabten, Hybriden in 



;eringen 
Stande 



> 



dieses abnorme Wachsthum zn begranzen : indem die Narben 

und die GrifFel dadurch verderben, ohne dass das Ovari«'^ 

befruchtet wiirde : ein Erfolg, welcher aber durch die ^^' 

staubung mit taubem und unvvirksamem Pollen oder indiff^' 

renten staubartlgen Materien, z. B. Semen Lycopodii, "ich* 
liervorgebracht vvird. 

Die Anzahl der Griffel hat bei den meisten Pfianzen ei"^ 
grosse Bestandigkeit : so dass eine Abweiehung hierin bei 
einer Pflanze unter die Abnormitaten zu rechnen ist. Aeusserst 

r 

selten ist es, dass eine Blume, welche normal nur einef* 
einzigen Griffel besitzt , deren mehrere erhalt, ausser durc^ 
eine raonstrose Vermehrung und Verwachsung mehrere'' 
Fruchtknoten. Die Vermehrung der Griffel iiber die nornia^^ 
Anzahl ist daher viel seltener als die der Staubgefasse. ^^^ 
denjenigen Gewachsen, bei welchen gesetzmassig die Ploi**' 
litat der Griffel oder der Ovarien in einer Blume statt hat, ^'^ 
bei den Caryophylleen , Aquilegia, Delphinium, PotentiH^^ 
Geum n. a., ist es doch nicht so selten, dass deren zuvveile" 
iiber die normale Anzahl angetroffeu werden; z. B. bei Dio^' 
thus drei, ja wir fanden einmal bei Dianthus superhus und cU' 
nensis deren vier, bei Lychnis diurna sechs u. s. w. DJe^^ 
Vermehrung ist selten zugleich mit einer Steigerung der A^' 
zahl der Staubgefasse verkniipft. Die Erstlingsblumen schei' 
nen hiezu eine grossere Neigung zu haben ; so fanden wir ^^ 
Tormentilla erecta mit 5 Griffeln alle iibrigen Theile der Blu»'^ 
in gleichem Verhaltniss vermehit (S. 68), welche Vermel' 
rung ohne Zweifel von den weiblichen Organen ausgeht. fi*''^ 
solche Erhohung der Anzahl der Griffel wird jedoch aucK i" 
spateren Blumen beobachtet, doch nicht so haufig. Wir ba^' 
im eine solche Abweiehung vom normalen Typus fiir ei»i^ 



bl 
eini 

an 

zall 
hie 



die 

der 
hi 
Uri 



n 



So 

ste 
d 



e 



St 



ri 



h 



e 



ei 



\ve 



Wi 



I- 



ai 



Sen 



h 
bi 



a 



lu 



I 



.^' 








T 



n 



II 



1 

In 



t 



I 

It 

111 
r 

le 



1 







7 



1 



001 



bl 



^sse Luxiiriation : deiin 



Ei 



wir bemei'kten davon nur selten 






auf die Fiuchtbarkeit der Ovarien. Eiiie merk- 



^ahl 



ge Unstatigkeit in der Anzahl der Griffe! einer Pflanze 

• * 

»n den Blumen des Lychnicucubalus albus und ruber 

\ ■ 

die Me 111- 



'^em und deinselben Individuum ane^etroffen • 



ist vier; es werden aber audi an derselben Pflanze Blu- 
^^0 mit zwei, diei, and solche mit funf Griffeln gefunden. 

»ei der Pluralitat der Griffe 1 hat ausser der, auch bei 
janchen einfachen Griffeln bemerkbaren, Waelisthumsbewe- 
T| ? '" ^'^ Lange bei der Vollendiing ihrer Entwickelung eine 
leuung und Seitenbewegunj> statt, welclie bei der einen 

mehr, bei der aiideren weniger in die Aiigen fallt; 
^eun sie aueh mit dem Befruchtungsacte in keiner ge- 
»'en Beziehung stehen sollte, docb jedenfalls eine beson- 



H 

di 



anze 



le 



) 



>iaue 



^ 



L 



e 



I/) 



(s 



und Reizbar- 



So theilen sich die Griffel und Narben , "welche in der 



''"entwickelten Bl 



d 



m 



ume genau an einander aniiegen, bei den 
ulaceen, Caryophylleen, Mahaceen, Geranium, Pelar- 
«. V. a. nach geoffneter Blume: indem sie sich mei- 

verlangern, und eine, im Verhiiltniss zu 



Gil '* T 

ubrigen Theilen der Biume, der Behuchtung gunstige 



^nt 



( 



womlt gewohnlich auch die voJlige 



h 



ych 



^•ckelung der Narbe verbunden ist* 
'^Je irrthiimliche Behauptung, dass die Griffel mit den 



z 



^" in keiner unmittelbaren organischen Verbindunw ste- 
^ ^), ist schon langst durch die genauesten anatomischeii 



^I'gh'ed 



^endi 
^iid 



) widerlegt. Der Griffel ist das noth- 



ge Verbindungsglied der Narbe mit den Eychen : 



er 



'*'ah^"" ^^"em Strange langgestreckter, durch eine lichtere 

eausgezeichneter, Zellen durchzogen, welcher die aussere 

"^^htuinhuUung durchbricht, sich in den Fruchtboden ein- 

"nd in demselben vertheilt, um sich den Eychen zu 






Hah 



ern. 
Di 



\ # 






Km t ^^ ^^g"er der Sexualitiitslehre haben ihre obige Be- 
Mud ""^' ^^^^ namlich der Griffel in keiner organischen Ver« 

"8^. «nit den Eychen stehe, auf eine, von Reynier (^^) 






) 



r 



t 




.! 



4 



ir^- i-# %\ 




\ 




f> »lf i 



-. \ 

\ tl 








\ 



F 

t 

I 

1 

\ 



I 



^%%% 



I < 



A 



«l 



/ 



f : 



\'^\ 





if 




-_^,_. . v-- 



222 



gestiizt 



na 



cli 



t 



welcher auf das Abschneiden der Griffel doch noch vollkoB*' 



inene 



und 



^ 



s 



entstandeii waren. 



Au 



gleiclie Weise berichtet Henschel ( ^^ ), dass er von Salvid"^^^^ 
ticiltata^ nachZerstorung der GrifFel durch Schwefelsaure, w" 
nach dem Absclineiden der Griffel von Salvia Sclarea n«^ ^^' 
lemonium gracile (}^) noch gute Samen erhalten habe; er ^*^ 
sert soj2:ar noch die Vermuthung (^^\ dass es Faile g^be 



konne^ „wo die Abschneidung des Pistills (soil 



Griifels) 



sondern sogar 



dev 



i \ 



j,ausseren Vollkommenheit des Samens und der Reife niiW^ 



konne". 



g 



jdas Absclineiden der GriflFel fiir die Frucht und die Saiu^" 



1 ■"■ 






iiachtheilig sey, oder nicht? kommt es vorziigllch an 
Zeitpunkt der Bliithe an, zu welchem 



f tlefl 
ng«' 



W 



> 



?-> y 



At 



schehen ist. Wenn die Verletzung des GrifFels zu einer ^^^ 
geschiehtj wenn sich die Antheren schon geoffnet habe>? 
\ ' r ! welches bei Salvia und den meisten Labiaten nach unsev 



\ 






W 



^.^1 



\\ 



\ 



:s 




Erfah 



vor dem Oeff 



so 




\ 



r 



\ 






M,\ 



ist das von Henschel angegebene Resultat leicht zu erJilar^"^ 
weil namlich die Bestaubung der Narbe und die Befrucl 



tiiii^ 



des Ovariuius schon vor der 



% 



deS 



X *, 



K 



Griffels erfolgt war. Ein Gleiches wird sich wohl auch beiiw*^^ 
lemonium gracile zugetragen haben: denn sowohl bei Pol^'^ 



nium coeruleum als mexicanum beobachteten wir dieselbe 



frub' 



zeitige Entwickelung der mannlichen ( 
«nd sehr vielen anderen Gewachsen, 



wie 



bei Sal^ 



5 



c 



seC 



hat auch Blumberg ( ^ ^ ) afigemerkt , dass bei den Apric 
das Abschneiden der Narbe samint dem Griifel einige T*& 






nach der Befruchtung keinen Einflnss inehr auf das Fortvva 



cli 



\ 



^ > 



sen der jungen Frucht habe. 

Unsere sowohl direkte s 
rungen^ (weil es nicht seltei 

* 

allermoglichsten Vorsicht b( 
ivieder ein Griffel verlezt v 



dassj ungeachtet 



) 



fail' 






ei 






e 



8chn 
i»orr. 



So 



e 



er 



s 



Bl 
b 



u 



en 



ab 



er 



G 



ev\i 



einf. 
di 



e 



die 

aucl 

di 

1 



1 



e 



ezt 



scho 
Bl 



u 



«. 



«izt 



'e 



^nd 



er 



V 



V 



erb 



Wir. 



I 



% 



I 






% 



_* ? 




[n- 

f' 

'0' 

n 

n 

ev 
II 



n 
It 





e 

111' 



,-^ 



V 



r 
III, 



;) 




i 



223 



1) 



^ss die Verletzung des Griffels vor der Reife des Pollens die 
""'uchtbarkeit des Ovariums immer zur Fol^e hatte, z. B. 
^^atura, Nicotiana, Palemonium, Matthiola, Digitalis, Mi~ 
^^) Lobelia, Verbascum u.a.. namlich bei lauter soichen Blu- 
^5 welche nur mit* eiiiem einzjVen GrifFel versehen slnd. 



^^n aber ein soldier Fruclitknotenj dessen Griffel abge- 



*initten Oder bedeutend verlezt worden war, dennoch zu 



^^^imale 



r 



4 

n Entwickelung kommt, (was je zuweilen geschieht,) 



^nthalt die Frucht nur taube Samen, und das Waehsthura 

^*rucht ist iiicht da^ Resultat der Befruchtung:, sondera 

^^'wchtungsverniogens, (wovon besonders gehandelt wer- 

^ii'd). Gewohnlich aber abortirt ein Frncbtknoten, dessen 

^^1 so friihzeitig verlezt oder abgeschnitten worden war^ 
^'^ oben 



Bl 



angegeben wurde : er fallt namlich mit der ganzen 



bald spater ab. Die Antisexualisten ge- 



^tt»e bald friiher, 

/^ diese Nachtheile fiir die Frucht zwar zu: sie schreiben 
^^' diesen Erfolg der, der Blume iiberhaupt zugefiigten. 



G 



evvalt 



zu. 



And 



ers verlialt es sich, wenn die Blume zwar einen 



J. ^chen Fruchtknoten, aber mehrere Griffel besizt, wie z. B. 
^ Caryophylleen, Campanulaceen u. a.; in diesem Falle ist 



di 

di 



ev 



^ucl 



^me 



OLREUTER (^^). Bei dcr Pluralitat der Ovarien in einer 



crletzuns: oder Exstirpation eines' oder des anderen, oder 
^ Oiehrerer Griffel, von keiner nachtheiligen Wirkung fiir 
Befruchtung des Ovariums , wenn nur ein Griffel unver- 
^* iibrig gebiieben ist; dieselbe Erfahrung machte auch 

Bi 
_"ine, vvie bei den Malvaceen, Geranium, Geum, Poten- 

**» Wo jedes Eychen seinen eigenen Griffel und Narbe be- 

'^^ tritt der obige Fall wieder ein (^i). Hievon ein Meh- 

"^^ ^^i der Befruchtung. 

Wer Zusaramenhang: des Griffels mit dem Fruchtboden 

aen Eychen ist bei den meisten Pflanzen nurtemporar: 

y ^^rdii'bt entweder bald ganzlich, oder fallt ab, oder die 

^ oindung lost sich nach vollbrachter Befruchtung auf, wie 

*^eiter unten umstandlicher zeigen werden. 

^ei den meisten Pflanzen ist der Griffel nicht ausgehohlt, 



V 



■^,. 



It 




- \ 



41H» 




4 




( 



J 



r 






i 



^l 



f*- 



/If 



■ f : 




4 



l" 



^1 



fi 





f 



u 



» •( 



* 



I i 



II 



224 



sonderii derb und saftig: bei einem geringeren Theil derselP 



ist er holilj welches von der Construction des Fruclitkno 



ten^ 



abzuhangen sclieint; daher diese Conformation des Griffels^ 
ganzen Familien stattfindet, wie z. B. bei den LobeliacC^ ' 
Scrophularineen u. a. Schon Adanson (^^ ) hat an mehr^r 
Liliaceen ' Adansoma Baobab. Datisca. Reseda hohle Griffs' 
gezeigt, Diese hohlen Griffel haben wir niemals mit palp^'^ 
Fliissigkeit angefiillt angetrofFen: diese H5hlung sehein* 
her den namlichen Dienst wie die Lucken zu haben, und bl^ 
Luft- und Dunstbehalter zu seyn (^^). 



3. Voii derNarbe. 



Die Narbe ist nachst dem Fruehtknoten der wichtig 



ste 



und interessanteste Theil der weibliehen Organe: sie 
niemais in dem fruchtbaren Pistill, selbst nicht bei der eio 
sten Organisation desselben, beim nackten Eie. 



facb' 



1 



xi'it 



In Beziehiing: auf iliren anatomischen Bau verweisen ** 

. .. . . „ , ,, . r .. ^_W24), 



auf die mikroscopischen Beobachtungen von Ledermulleb ( 
VON Gleichen (^'^ )5 ScHMiDEL (^^ ), besonders aber von 



BEL ( 



27 



)y Ad. Brongniart ('^^)y L. C. Treviranus C^^)? 






( 



30 



), Rob. Brown (»^)5 Morren (S*^) u. a., indem^ir^*^' 



gleieh bemerken, dass* ungeachtet der schatzbaren Av^^^ 



m^ 



,-\ 



tin"" 

et 



dieser beriihmten Manner doch hierin noch Vieles zn 
iibrig ist. Aus der mehrmals angegebenen Ursache "^^^ .- 
geschwachten Augen konnen wir von dieser Seite "^*^ 
Nenes beifiigen, glauben aber schon in den aiteren Unte^* 
chungen dieses Gegenstandes den Beweis zu finden^ " , 
der GriiFel mit der Narbe etwas mehr als der Reprasen*^^ 

eines ganzen y 

triebs sey : und dass uiehrere Formen der Narbe , we 



nicht zur Entwickelung gekommenen Bl"^^.^ 



sich an anerkannt rudimentaren Pistillen vorfinden, dessv^'^» 



doch nicht in anderer Verbindung bloss rudimentarei 



seyen (^^). Die unvollstandigen Bildungen der wei 



iblic 



be" 
11" 



Blumen des Radius der Syngenesia frustranea und der PJ^** 



ae* 



der Zwitterblumen des Discus der Syngenesia necessarid' ,^ 
LiNNE geben noch keiuen Beweis gegen die Nothwendig 



^C! 



S 



Vei'8 



r 



^<itti, 



e 



di 



der 
Vd 



V 



etbi 



»Sey« 

Stan 



Bl 



A 



um 



'«8bi 



de 



8 p 



esei. 



J 



di 
k 






^eh 



r 



I 



\ 



^hl 



••eit 



ill.. 



t) 



de 



• er 



an 



b 



a 

d 






achi 



Q 



*ii» 



14 





«\ 



ei 
II) 

er 



bit 



II!' 



iin 



r 



e( 



ii' 

,5S 



{ 



I 

I 



I! 



r 
11" 



el 



rt 



225 



•Jesn 



ei 
V 



r \ 

^seyns der Narbe iiberhauptj noch gegen deri feineren 



^^nthumUchen Ban derselben. 



Ebenso wenig zeiigt die 



^_®»'8chiedenheit der Gestalt der Narbe bei Pflanzen 
^ 6« Painilie, wie bei Datura und Nlcotiana, oder aus 
""Sj wie bei Verbascum nigrum und thapsiforme, e 



aus 



dl 



R 



V 
V 



unkti 



on. 



er bisherigen Ansicht von ihrer Bestimmung 

Die Erscheinungen , welche sich wahrend 



'-cbensperiode der Blumen an der Narbe zutraaren , 



von 



ei'derb 






1 



an in der Bliithenltnospe bis zu ihrem 
en nach gescheliener Befruchtun^ des Ovariums, in 
ng mit denen Veianderungen^ welche sich gleich- 



eo- 



^ ^H den iihrigen Theilen der Blume offenbaren- wider- 



M 



^^y« y1« ^i. I — 

rph ' ^""icher, und bezeichnen ihre Natur und Bestimmung 
'^^'"j als selbst die anatomische Analyse es zu thun im 



Ren; 
St 



*nde ist. 



K 



^ei dem 



^ 



I 

ganz normalen Gauge der Entwickelung der 



Ai u.^ *^* ^^^ Narbe derjenige Theil, welcher zulezt seine 
^e J ^"§^ erlangt. Im ersten Stadium der Entwickelung 
^^chtknotens ist die Narbe am weitesten zuriickj und in 



k 



Ze 



gemeiniglich vom GrifFel nicht zu unterscheiden : 

^K^ ^^ ^^ scheint, bei vielen Gewachsen als solche noch gar 

^^rhanden; es hangt iibrigens hiebei vie! von der Gestalt 






W f ^^^ kiinftige Narbe erhalt. Ira zweiten Stadium ihrer 



1 



1 



ch 



^eh 



ckel 
^ird 



r 



t 



'^^lia 



ungistsie, zumal, w^enn sie nicht bioss oberflach- 

sondern eine knopfformige Gestalt anninimt, schoii 

^^*i dem Griffel unterschieden , wie z. B. bei Digitalis^ 



■^tcofiana, Verbascum u. a. ; bei oberflachlicher Aus- 



* "»g aber, z. B. bei den Caryophylleen , Mai 



ilii.„-.^^*""®''^" Aniage vorhanden. 



5ft 



de 



•Jderen, ist sie noch nicht zu erkennen, und bioss erst 



a 



E 



Nahert sich die Blume 



ach 



e 



matt 



ung, so erscheint die erste Art auf ihrer Ober- 

he^l " '**^^''j nicht glanzend, meistens eben und ohne £rha- 
^^'-^ , farblos, 



a 



weisSj oder sattgriin. Die andere, 



ober- 



i 



^«n r • ^ ^*"* wird hingegen kaum sichtbar durch eine von 
'"'ffel abvveichende matte Farbunff. 

**> oefrucluung der Gewiichse. 15 



C 



i 





t * 



I 






} 



I I 



Sf 



^ 




E I 



1 



ii 



\i 



I 



( 



i 



f 

f 



M 



#■* 





It I i 



\ 



\i i 






r 



t 



226 



Bald 



Ent 



unterscheidet sich dieselbe 



deutli' 



Griffel : die oberflachliche erhebt sich , sie 



halt eine veranderte lebhaftere Faibe und eine p^iossere i» 

dehnung^. Mit ihrpr PtirlliVliPn Rnfwirkpliincr- inif: . — odcr '* 






__ __ ^^ — 

nach dem Oeffnen der Blume ist die Narbe a'^ 
deutlich vom GrifFel iinterschiedener Tlieil , nicht nur be» 



oberflachlichenj sondern selbst bei der sonst nnscheinbar^ 

r 

Form, zu erkennen. Die vorhin matte, ungefarbte 



griine Oberflache verwandelt sich in eine gefarbte, sai^ ^^ 
artige, auf welcher sich mit dem Vergiosserungsglase ^^^ 

nur hie und da ein belles feuchtes Piinktchen, die begi^"^ 






Narbenfeuchtiglieit ^ bemerken lasstj ^^ 



.filcl^* 



Punkte sich in der Folge nach und nach vergrossern un 



a 



mehren, bissie, wenn die Befruchtung sich verzogert 
gestalt zunehmen ^ d 



5 



def 



g* 






Narbe von derFliissigkeit iiberzogen wird, welche sich ^^^^ ^ 
ersezt, wenn sie abgestreift, oder mitLoschpapier «ibge2^ 
%vird: welche Erscheinung auch Heller (^^ ) bestatigt- 



init bildet sich die Narbe zum Absonderungsorgan^ ^vo2^ 
durch ihren zarten Ban und Oberflache , so wie durcn 
Stellung an die Spitze, wohin bei der Pflanze der Tri^*' 
Safte am starksten geht, besonders geeignet scheint. 

Die volh'ge Ausbildung der Narbe nach dem Oeffn^^ 



ac^ 



it' 



Blume bietet bei verschiedenen Pflanzen verschieden^ 
wickelungsformen in verschiedenen Terminen dar: ^^ 
men namiich bei den einen driisige Erhabenheiten{"C<?^* 
Pyrus., Lycium, RibesJ, bei andern mit diesen zugleicb? 











jef 



auch nur allein, 



fbei Nicotian^ 



2 Stunden nach dem Ueiinen der isiume) oder em " 
C Datura, Lobelia , Mimulus J, oder ein wolliger l^^ 



iS'^ 



zug (Graser, Caryopbylleae , z. B 



f 



gleich (pra 

dem Oeffn 



D 



i>f 



I 



V 



p 



it 



trschein. Zu gleich^^ .^( 
jfindet auf der INarbe die Absonderung einer mehr oder 'i'',|jp 
consistentenj wasserhellen, schleimigenj klebrigen, z«^^ 






11 



'Jen 

''em 



r 



de 

I^inil 

Voil 



d 



en 



Ver 



(1 



ei 



flu 



ar 



s, 



1 



ori 



^ebl 
ebe 



I 




e 



for 

mi 

«ee 

^'enl 
b 



ei 



^ef, 



I 



ar 



»nit 



^iiu 



I 









j-i - ■ - » 




'I 



'i 
t 



lU 



def 

tli' 



e 



et 



ball- 

ei") 
idef 

tei> 

def 







m 



iiei 



i-st 



eii 



(i« 



e 



yei" 
def 



a 
ie 



u 







11 



ac^ 



(■ 






ifl 



J« 



icljf^' 



e 



11 



5«' 



nf 



I 



it 






\ 



227 



5^11 ch 



de 



r 

^wr (lanipfformigenCGraser, Caryophylleen), verdunsten- 

? sich (bis nachgeschehenerBefruclitunffDwieder ersetzen- 

^iussigkeit statt Gleicherweise vermehren sich in lezte- 



^^^ Pall 
^^r Narb 



I 



inieii 



Vovtret 
^<^Uend 



e die Erhabenheiten und Harchen auf der Oberflache 

e: so wie auch die Einschnitte, Griibchen , veitiefte 

Einkerbungen und Theiiungen mehr und mehr her- 

^n. Mit diesen leztgenannten Erscheinungen und der 

eten Entwiekelung der INarbe ist^ wie bemerkt, bei 



^ieisten Pflanzen das Erscheinen einer lehhafteren Farbe 



d 



ei 



5 welche gewolinlich von der der Blume und der 
gen Xheile vevschieden, zuweilen aber auch mit der 



Anth 



arb 



eren gleich ist. Nicht selten bleibt die Farbe der 



flu 



ss 



1 



oiil. 



ebe 
th 



^ auch gvun CNicotianay Rihes u.a.). Licht- und Luftein- 

geben diesen Farbungen nach und nacli ein tieferes Co- 

^n alien diesen erwahnten Beziehungen der Gestalt, des 

^^zugs und der Farbe der Narbe werden bei den Pflanzen 

so viele Modificationen angetroffen , als an andereii 



n 



^Uen d 



er Biume. 



^ 



D 



^'^«h ihre 



^^ Gang der Entwiekelung der Narbenflache ist, je 



f 



rGestalt^ verschieden, Bei den knopf- oderscheiben- 



^ '^^nNarben, z. B. von Nicotiana, Verbascum ^ Digitalis, 
^^H die 



JHitt 



Entwiekelung vom Rande aus und schreitet zuni 



^'punkt fort: bei 



den oberflaehlicben, fadenformigeii 



«s fort J z. B. bei den Grasern, Caryophylleen, Malva- 
^. a. Hieraus erklart es sich , warum bei beiden den- 
Gine voUstandige Befruchtung des Fruchtknotens erfolgt, 

^ bei den ersten auch nur eine kleine Stelie des Randes, 
"Ci A 

aen anderen aber nur die ausserste Spitze der Narbe vom 

to ^*^ oeriihrt wird. Wenn auf diese Art eine friihzeitige 
s \, . ^*""§^ des Ovariums geschieht : so wird die eben be- 
jj., ^"^»e weitere Ausbildung und Entwiekelung der Papillen, 
^ en und Feuchtigkeits-Absonderungder Narbe zugleieh 
/ ^^m Wachsthura der Griffel aufgehoben. 



Siiin 



^^ gewohnlichen Laufe der Natur wird die Narbe im Be- 
des dritten Stadiums ihrer Entwiekelung: (entweder 



15 



Sic 




I 

t 




* I 



i 



^ 



V 



.< ' - 



J 



^i 



h i 



u 
t 



./ 



\ 



n 



228 



unmittelbar vor 



•• lit 
, Oder mit dem Oeffnen der Blume) bestan^'' 



iiiefl 



(worauf wir im Capitel von der Befruchtung zuriickkom 
wei'den) ; wird aber ihre Bestaubung auf irgend eine Art ^ 
hindert : so tragen sich, bald in langerer ^ bald in kiii'^^ 
Zeit , je nach der Verschiedenheit und der Natur der 

Bei ^'^ 



wacbse, folgende Veranderungen an der Narbe zu. 
knopfformigen Narbe ^ z. B. der Nicotiana^ verinehren si 



dlich 2«' 



Harchen und die feuchten Punkte , so dass diese en 
sammenfliessen, und sich in einem Tropfen sammeln, v)^ 






sich nicht mehr verlierf^ z. B. bei Nicotiana paniculafa^ g 
Langsdorfii^ Tabacum. Verzieht sich die Bestaubung "*' 
eine langere Zeit (4 bis 6 Tage): so schwillt die Naibe ^*^^ 
auf^ sie bekommt ein grosseres Volumen, die Harchen 






langern sich, iind es zeigen sich ungleiche Erhabe 



nheit^" 



auf ihier Oberflache : ihre Faibe wird unrein , wobei <^i^ 
rolle an einzelnen Stellen abgestorbene Flecken beko^ ' 
Iind sich ofters (am 5. bis 6. Tage) abstosst : woraui 
Feuchtigkeit auf der Narbe dicklich und schmierig wird j ^' 
hie und da braune Flecken erhalt, und endlich schwar/^"^ 
braun wird , ohne dass hiebei an dem GrifFel eine Verai^ 



rung sichtbar wiirde, oder dieser einschrumpfte. Bei an 
Pflanzen , z, B. Lychnis , Dianthus , Verbascum , MalvOj 



nabis u, v. a, verlangert sich unter denselben Bedingung^^ 






Narbe samint dem Griffel iiber ihr gewohnlichesMass 



(S.2i^;' 



und scheidet nicht so viele Feuchtigkeit aus, wird abei 



.¥ 



|i 



sichtbar feuchter , so dass sich zuweilen verdichtete 



{' 



ItW 



chen an ihr ansetzen ; die Griffel und Narben bleiben b'^ 



nach dem theilweisen Absterben der Corolle nnd dei 






. ei.'^^'' 



ii)« 
I 



Pf 



nen Blumenblatter , noch frisch: bis auch diese endlich ^ 
triibe und verdorbene Farbe annehraen, und hierauf in 5 "' 

lien 

Tagen von der Spitze abwarts absterben. Ganz auf ahn'^ , 
Weise verhalt sich die sammetartige Narbe von Salvia, * 
talis , Mimulus, Lobelia u. a. : die CoroUe (S. 28) wird ^^^ , 
kranklich , und verdirbt an einzelnen Stellen vom Rand^ ^'L 
bis sie endlich welk oder ganz yerdorben abfallt, n*^*^^^^ 
die Narbe und der Griffel ieine Verderbniss zeigt: J'**^ 



ilie! 



.s 






a 



r 



oro 



aufg 



b 



eid 



%a 
Stell 
^ies 



se 



geha 



Voni 



(I» 



aue 



e 



(: 



ein 
ia d 



p 






en 

ere 



So 



w 



^on 



k 



die 



ng 



di 



V 



ar 
Us 

e 



ki 



M\ 



\ 



\ 





J 



i*^ 



ubt, 

me" 
vef 

ere'" 
(jet 

idi« 



tw 






el 



m 



vef 
itei' 



) 



di« 

Je- 
re" 



I) 



e 






IJ 



r 



e 



bei) 
ei"" 



ic 



li" 



i'# 



i^ 



ef 



5t 



a 



lis' 



e 



1 



aeJ^ 



229 

, *oen noch eiiiiVe Tag-e ein g-esiindes nnd frisches Aiisselien 



T 



L. C. Treviranus (''^^) beobachtete, dass dieNarbe 

, ^^nnahis und Spinacia in diesem Falle ilire Frische uud 

^^^itat liber einen Monat lang behalten hatte. 



'^"im 



"*e Verbinduns: der Narbe nnd des GiifFels mit d em Ova- 
^ij'd in vielen Pflanzen nacli geschehener Befruchtung 



" Sehoben (S. 223), und zwai 

. ^ 1) duich wirkliche Zerreissung des Griffelfortsatzes , wie 

"^n Caryopliylleen ; 2) durch Obliteration des Durcligangs- 

^'S Und der Zellen: oder 3) durch die Veranderune: der 
^telli 

. "'^g und Lage der Eychen nach der Befruehtung. Von 
, ^^ Verhaltnissen wird bei der Befruchtung umstandlicher 
andelt vverden. 
"Je obqn beschriebenen Veranderungen, welche die Narbe 



geh 



^«n ih, 



an tj 



ein 



cm ersten Erscheinen an bis zu ihrem Verderben durch- 
j und die eigenthiimlichen Erscheinungen , welche sich 
^^ Narben raehrerer Pflanzen in ihrer kurzen Lebens- 



' zeigen, beweisen, dass derselben bei der Befruchtung 
^ oesondere Thatigkeit angewiesen ist : eine Thatjgkeit, 
'^"e ofters auch von den GrifFehi getheilt wird , aber doch 



^^ de 



«elb 



P^'^nglich von der Narbe anszugehen scheint. Die Geg^ner 

^^ualitatslehre bestreiten zwar diese Ansicht: indein sie 

organischen Bildung der Narbe, dem driisigen Bau, 



r 



^esetzu 



ng mit Haaren , der ausgezeichneten Farbe der- 



, i . ^*i u. s. w. nichts Anderes als eine Wiederholung dessel- 



«« Or 



tie 
So 



ganismus wie bei anderen Organen, und nichts Beson- 



Rnzharheit der Befruchtungsorgane und der Befruch- 

— Ueber 



^ crblicken (^®). Von diesen Eigenschaften der Narbe, 

^6 Von ihrer Einsaugungskraft, werden wir in den Capiteln 
^1 der 

U Uoch weitere Zeugnisse und Beweise beibringen. 
jyj ^0" Amici (37), Brongniart(38) und Wydler(39) in den 

A ^"zellen entdeckten kleinen Korner konnen wir kcine 
^. "^"ft geben : ob sie vielleicht einen analogen Zweck , wie 
l^jiJ^f^'''atorischen Korner des Pollens , haben, werden zu- 
*Se Untersuchungen entscheiden. v \ 




I 




\ 



\ 



\ 



f 



i 



/ 




t» 



*4 



^ 




I 



i 
t 




\*m 



\ 



230 



-^ 



..i 



4, Von der Narbenfeuchtigkeit. 

Die allffemeinste Erscheinung an der Narbe ist die 







(S, 94), von Einiffen AevNarben 



tropfen ( 



40 



) 



Martius (41) 



nil* 



) 



auf ilirer Obeiflache ; sie fangt mit dem Eintritt des lez^e" 
Stadiums der Entwickeiun^ der Narbe an , daher sie nic^ 
iiur gewohnlich bei den friihzeitigen Griffeln , sondern a"'^ 
bisweilen scbon vor dem Oeffnen der Biume statt hat. D'^ 



d 



niiifl' 



rail wira seiDSC ira normaien t»ano^e oeierrossen r amine"; ■'• 
lich den raeistcn Labiaten^ Cruciaten, Legiuninosen und vi^' 



telif 



1 



d 



Gattungen , Aiten und einzelnen Blumen angetrolFen : s 
daher mit der Coroile in keiner unmittelbaren Verbind""p 
was noch weiter daraus erhellt, dass sie nodi nach ahg^^'"^. 
iier Coroile bei verhinderter Bestaubungr fortdauert, z. B 

Nicotiana^ Mimulus. Die Secretion dieser Feuchtiffkeit ^^^ ^ 

1 

wie alle Entwickelungen und Absonderungen der Pflan^^*' 
vorziiglich durch die Sonnenwarme erweckt und befordert 

Die Absonderung dieser Feucbtigkeit ist eine constat 
Erscheinung bei jeder vollkommenentwickeltenNarbejSO^'^ 

bei fruchtbarem als bei sterilem Zustande des Ovariums; ^ 



Vol'handenseyn bedingt also nicht nothwendig die wii 



.klicl*^ 



Conceptionsfaliigkeit der weiblichen Organe: ob sieglei^h 
fruchtbaren das Zeichen ihres Eintritts ist; sie scheint ^ 
die Bedingung zur Wirkung des Pollens iiberhaupt zu sey*' 

Die Secretion der Narbenfeuchtigkeit wird, wenn sie 
mal begonnen hat, unterhalten , und vermehrt: bei 
stattfindender Befruchtung, entvveder dnrcli verhinderte 






ei" 



iiic 



li< 



p 



d 



oder durch unvollkomraene Einwi' 



irk«"^ 



des Pollens bei entfernter Verwandtschaft unter 



Ar 



ten 



bei der Bastardbefruchtung; oder endlich bei der Bestau'"^''' 



Mat 



Sie 



iclJ' 



wird vorzijglich sehr re' 



absol 



Basta» 



im weiteren Verlauf ihrer Bliithe angetrofFen : jedoch i^ 
fange derselben nicht starker, als bei den reinen Arten 5 



Absonderung scheint nur desswegen fortzudauern , weil s)'^ 
die Evchen und das Ovarium iiberhaunt nicht entwickehb ^' 



P' 

Ii 



\ 



f 



«lie 
"ichtl 



schl 

bede 
Pa;?,-, 

liid 



ei 



viell 



li 



»&a 



1> 



H 



Son: 



H 



est 



Solcl 



\ 



h 



G 



ra 



So 



\ 



fiehr 
sind 
ind 

th 

■I] 



ei 



e 



«alz 

stre 



as 



liei 



a 



e 



Soil 



\ 




_^.^_ 





en' 
ten 

ucb 



«' 



air 



lei 



1 



e 



lit 



iig;' 

Ile- 
ell) 



•oil' 
ili^ 



s 



cli 



uf 



II 



eiii' 



ic 



l.« 



uii^ 
i-te" 

ui'^ 

icli' 

A"' 



s 



u«i 



^ 



I 



^ 



L 



r\ 



231 

dig ly .. 

fiiossere Mengfe auf deiiselben daher zu riihren, dass sie 



Di 



eingesogen wird. 



le Menge der abgesonderten Feuchtigkeit ist bei ver- 

edenen Arten einer Gattung verschieden: so haben wir sie 

^^^tend reichlicher bei Nicotiana glauca , Langsdorfii und 

^^fuata gefunden als bei Nicotiana rusHca und quadriv alvis j 

^och geringer bei acuminata und Tabacum. Sie ist starker 

/ ^imulus cardinalis als bei guttaius, luteus und moschatus; 

^^ 'eicht weil bei diesen lezteren Arten die Narbe mehr wol- 

ersten ist. Sie ist gering bei Physalis 5 Lyciuniy 
^^ula^ Papaver Rhoeas und snmniferum^ und Lilium Maria- 



1. ^ W,^|l 

•& als bei der 



P 



Son: 



*'eichiicher bei den Onagrarien und Ribes. Eine genaue 



^'•ftimung der 3Ienge ist hochst schwierig. 



W 



^olch 



enn audi das palpable Daseyn dleser Feuchtigkeit bei 



®tt Karben, vvelche in feine WoUe oder feine Haare aiis- 



^"intsind, sich nicht so deutlich zeigt, als bei den vorhiu 
S^zeigten Formen der Narbe, wie bei vielen Caryopliylleen, 
^^'Hineen, Convolvulaceen, Malvaceen,Leguminosen u. s.w.: 

'^«ss doch die dunstformige Absonderung dieser Narbeii 



G 

80 



th 



, ^' "^traehtlich seyn : tbeils weil sie iiberhaupt sehrsaftreich 

3 Und ung-eachtet ihres sehr zarten und feinen Baues audi 

^^' starkstenSonnenhitze niclit nur nicht vertrocknen, son- 

^^ ^ielinehr voUer werden ; theils weil bei der feinen Ver- 

^^^lung und der hiedurch vermehrten Oberflache des Organs 

Ausdiinstung grosser seyn muss 5 als unter den vorigen 

^tanden; und endlich weil Salze, z. B. salzsaure Soda, 

^saures Ammoniak 5 Kali 5 gepulvert auf diese Narben ge- 

J^^^^^ zeifliessen. 

V ^nd haarformigen Narben bei verhinderter Befruchtuns: 



Ueberdiess haben wir an solchen woUi- 



k9 



^onst dunstformig erscheinende Narbensecret in sehr kleine 
^i^l*^* ische belle Tropfchen (S. 225) verdiehtet angetroffen , z, B. 

li 



lychnis diurna, Malva mauritiana. Rob. Brown's (^^^ Be- 



acht 



e 



"ng, nacli welcher bei einigen Gewachsen aus der Farai- 



Nl 



^on M 



^^i" Proteaceen die Narbenfeuchtigkeit ganzlich mangein 

ttJochte nach diesem wohl zu berichtigen seyn. Ob die 

"RRAY zuerst bemerkte, und von L. C. TttEViRANUs(*») 









^ 



« 



^¥ 



t\ 



!* 





m 



4f 




. 1 



» 






r 



\ 

i 



J. 



^1 ■ 



232 



8" 



gedriickten vertieften Schuppen derBliithenahre von 



Amoi<^^^ 



Zerumbef hieher gehore, lassen wir daliin gestellt seyn 



J 



vvei 



il 



beobacbte 




ben aber d 



weil in an 



de 



ren Fallen, z. B. bei Canna und Calia, solche wasseiige 



del 



Pflanze aufhoren. 



so 



nil'' 



wie sich die Bliithenentwickelung einstellt C**). 

Die Absonderung der Narbenfeucbtigkeit bort nicbt " 
bei Nacht auf, sondern die abgescbiedene Fliissigkeit ^' | 
besonders von der jungen Narbe, wieder eingesogen ? 



Nicoiiana 



sie ver 



liert 






st 



leic 



li 



ganzlich bald nach einer fruchtbaren natiirlichen oder k"^" 
licben Bestaubung. Die Narbe erweist sich biemit zng 
als Resorptionsorgan. Nur bei veihinderter Befruchtung 
diese Feucbtigkeit von der Naibe nicht mebr eingeso^^"' 
vielleicbt auch, weil sie von ihrer Fliissigkeit vei'lore» ''^' 
und klebrig geworden ist. Henschel bestreitet eine s^'''' 

nioiTtflls ilfl V 



1 

Resorption , indem er behauptet {^^)i >,dass 



;iea«i' 



>;samniten Pflanzenleben ein vollig- exceniirtes Product vi 
^eingesogen werde^^ Dass aber die Narbe eine solch^ ^ 
sorptionskraft besitze , zeigren unsere iiber die Befruch^*^"^ 
angestellten Yersuchcj und schon Linne {^^) hat sie 2^^ ^ 

sie wird ferner nicht i^ 



Amaryllis formosissima beobachtet; 

durch das Trockenwerden nach der Befruchtung. sow 



H 



nicht verwandten Pollens bewiesen. Selbst fremdartige 
jrien werden von der Narbe eingesogen , wie der von 



Mate' 
in 



MANN (*') mit der Narbe der Hemerocallis alba n^''' 
Mandelol snspendirtem Indigo angestellte Versueb kiai' 
thut. Auch andere Organe, welche keinen der Resorp 
so giinstigen Ban haben, wie die Narbe, saugen ihre eig;^" 






Excr 



def 



ein 



3 



r 

wie wir an einem anderen Orte {^^) gezeigt haben. 
Ein fernererUnterscbied derNarhftnffinnhfifrkmt wif^ 



den verschiede 



B^ 



vie! 
and 

sect 

de 

Tl 

den 

erfo 
sch 



n 

le 



u 



■Sich 
Sell 

feet 



es 



2U 

^eli 



t 



Or 






^ros 



ino 



8 



selb 



C 



on 




ab 



\v 



& 



en 



ar 



J^ 



^er 




x" 



-J:^-' 










\ 




M 



all' 

la"- 



n 



so 



■i, 



ii 



S) 






st 



Jl 



) 



eicli 

en- 
ha* 

del' 

de»' 



iir 



n 



eJi' 



in 



e« 



ate' 



t 



iu 



Ida'" 



ii 



ef 



def 






233 



^"^ Pflanzen ersclieiiit sie in einer tropfbar-flussigen Ge- 



stalt 



Nicotiana 



'cn ist sie mehr schleimiff . 



Phy 



„ J - — J — - — — , _ ..J 

^^> bei noch anderen ist sie klebrig, so dass kleine lii< 



«ecten 



de 
Tl 



n 



aeile d 



an der damit liberzogenen Narbe hang-en bleiben , z. B. 
nagrarien , Malva , Lobelia: bei einem sehr grossen 



er Pflanzen aber und bei ganzen Familien, wie bei 

A 

yophylleen^ Gramineen , Cyperoideeii , Leguminoseii 
%^ die Absonderung in dunstformiger Gestalt^ wie oben 



Sclioi 



gezeigt worden ist 



Scha 



liie Verscliiedenlieit in der Consistenz lasst sehon fiir 

^^f eine Versehiedenheit in den pliysicalischen Eigen- 

^*^n und Bestandtheilen dieses Secrets bei verschiedenen 

^'izen schliessen; da die Sparsamkeit desselben, womit 

. "f der kleinen Flache der Narben erscheint, wenige di- 
•"ecte V 







Grsuche zulasst: so ist unsere Kenntniss hieriiber noch 



I 



^^angelhaft. 



(49) 



^uaffenheit der Narbenfeuchtio:keit ist von demselben wohl 

/ll I 

ailgemein ausgesprochen , und von Anderen wiederholt 

^'^sgedehnt worden: ebenso kann audi die von John (^^) 

eterte Analyse der Narbe von Cucurhila Lagenaria und 

^ hulhiferum und pomponium^ vveii sie das Secret nicht 

S^sondertvon dem Safte desParenchyms des Absonderungs- 

8 ns gibt^nurein nnsicheresResnltatderVergleicliunggeben. 

Uie chemiscbe Untersuchung der Narbenfeuchtigkeit ist 



selb 



keit 



to 



wege 



der Un- 



Me 



fe^i. ^ ^^ diesem Zwecke rein und unvermischt zu verschaffen, 
Sell. ^^^ denen Narben , welche die ergiebigste Menge der- 
^ ^ zu secerniren pflegen : theils wegen ihrer tiindernden 
, istenz bei verschiedenen Pflanzen: theils endlich weil sie 
ah— '"^"* gi-ossen Theile der Gewachse nur in Dampfgestalt 



We 



l!f 



^eschieden wird , und nicht in ibrer Reinbeit zu erhalten ist, 

tweder iin Aufguss oder durch Auspressen der 



arbe 



^erd 



n nait 



^tt muss. 



Nahrunffssafte 



\j 



sich verse 



haift 



i 



n 



It 



\ 



i* 






J 



f 



;; 




I 






\ 



\ 






^' 



t 



f, ^ 



\ 





J 

i 



\ 






I 



f 



i^ 



r 

-. F 




\; 




fi 



»» 



I 



^■4 



/ 



234 



Die auf reinem weissem Papier zerdriickte, frisclie. 



noch 



nicht secernirende Narbe der Nicotiana rustica, panicu 



lattf 



Langsdorfii oder glauca lasst auf demselben einen nicht z^i*' 
fliessenden griinlichen Fleck zuriick, welcher nach kiii'Z^'"^ 



Zeit ganz vertrocknet und verschwindet. VVird iiiiigegen 



die 



ein 



nassende Naibe einer dieser Pflanzen auf demselben PaP' 

* 

Jeicht gepresst oder abgestreift: so bleibt auf demselben 
Fleck zuriick, welcher zerfliesst und sich nach und nach ^^ 
ter ausbreitet, nach einiger Zeit aber durch Erwannung ^^' 
der kleiner wird ; doch nach dem volligen Trocknen ^^"^ 
Jahre lang blelbenden^ durchscheinenden Fleck auf dem * 
pier hinterlasst Das gleiche Verhalten beobachteten vvir ^^ 
der Narbe der Digitalis und Mimulus^ und in ge 
Grade von Lychnis und Dianthus. Die Narbe von Malv(i 



nn^eve^ 



un 



d 



Pelargonium gab beim Zerdriicken keinen durchschlagend^*^? 
aber bleibenden gefarbten Fleck auf dem Papier. 



Hiei-a 



uS 



schliessen wir 1), dass nur die Olierfliiche der Narbe di^* 
Fliissigkeit secernirej der innere Saft derselben aber ^ 
Eigenschaften der Narbenfliissigkeit noch nicht habe: 2) o^ 
diese Fliissigkeit aus zwei Hauptbestandtheilen^ namlich g^ 
seren Theils aus Wasser, und dann aus einer tixeren M^*^' 



bestehe. Nectar von Blumen und aufgeloster Zucker g^ 



W 



zwar auch einen Fleck auf dem Papier, er wird aber g 



lafl' 



zend und verschwindet bald ganzlich. 

Einen diesem , von der Narbenfeuchtigkeit beAvir 



kte»^? 



ganz ahnlichen Fleck haben w^ir auch von dem allgem^^^ 
hlebrigen Ueherzuge entstehen sehen, w^omit mehrere A^* 
der Gattung Nicotiana^ besonders aber ^/«^/mo5a, panicul^ 
rustica und Tabacum. und noch in reicherem Maasse ^^^ ^ 
Bastaide, versehen sind ; welcher sich beim Trocknen di^' 



Pflanzen fiirs Herbarium auf das Papier, \\\e von fettem 



Oel^' 



iibertragt Dieses gleiche Verhalten gab uns die Vermutb«*'»' 
die beiderlei Flecken diirften von der gieichen Materia ^^ 

riihren, und die Narbenfeuchtigkeit der Nicotiana mi* ^^ 
klebrigen Ueberzuge dieser Pflanzen in den wesentlich^^^ 



oder Hauptbestandtheilen , besonders in Beziehung a 



uf ^'' 



(1 



er 



er 



''enfi 



Pani 
Vo!l 



8 



e 



«elb 



s 



Sich 









Hi 



1 



Co 



led 



h 



lei' 



(ir% 



(Sep 
I'ei 



s 



^1 

'le 



n 



Us, 



«in 



ac 



H 



m 



M 



*. 



^H 






ch 

Kh 

rer 
die 

eitf 
ei- 
le- 

ell 

Ipa- 

ei" 

ei'j 

es" 

die 

rie 

lai»' 



efl) 



en 



n 



I'te" 



r 



en 



.se"* 



e 



IC) 



:) 



te" 



235 






^^5 nahe mit einander ubereinkommen: nur dass hier 
asserantheil bedeiitend geringer ist, als bei der INar- 



w 



^^ Wir folgende vorlaufige Versuche angestellt: 



13 m hieriiber eiiiiges Licht zu erhalten. 



1) 



ganze Fflanze der Nicotiana paniculata und rusiico* 



^culafa^ besoiiders aber die oberen Theile derselben. sind 



ftiit 



einem klebrigen^ iiii Wasser und Regen unaufloslicbeu 



ebe 



Vol! 



mit Weingeist 



Selbe I 



^tandig abwasclieti, und gibt damit eine klare grunlich 



t» 



k\ 



Abda 



gend 

Er 



gl' 



d 



ei 






lurchsichtig, von griinlich-gelber Farbe, (deren 
*iche Beimiscliung sich mit der Zeit verlieit) : er hat bei 
Sewohnlichen Temperatur die Consistenz und Zahigkeit 

I Terpentins : fiiiilt sich aber. %vie die Pflanze 



eke 



^^nui 



5 beim Zerreiben zwisehen den Fingern nicht so kiebrig, 

Der Geruch ist nauseos, der Ge- 
In Weingeist, Aether und Terpen- 



^rn mehr 



fettig an. 



*f^»i«cA widerlich bitter. 






^'•^uriihr 
>we„d 



'St er selir leicht aufloslich : Wasser^ damit erhizt, farbte 

Der FarbestofF scheint von anderen, 



^^^'^ etwas gelblich. 



I Weingeist von der Pflanze aufgenomnienenj 
eii^ und mit dem klebrigen Ueberzuge in 






'eders 



o 



S 



keiner 
Der in 



en keinen 



schlag ab, und die weingelbe Losung blieb krystallhell. 



h 



Weich 



ti 



'^»'aus ergibt sich , 

''^e besteht. 

2) Mehrere Hunderte von nassenden lSarben*der Nico- 
^ ^ustico - paniculata wurden in kraftigem Sonnenschein 

I* t 

^sten secernirt wird 

'^»nen 






840) 



^1 

i 



Glaspl 



b 



SO dass nur die ausgeschwizte 



•issigli 

j^ . ^'''ffels auf den Glasplatten hangen bleiben konnte ; weil 
^p^v dieser Theile zerdriickt oder verlezt wurde. Die ganze 
^'^'le der, so Punkt an Punkt auf drei Glasplatten 









I. 



4 




I 



* 



■" ^x 






T 





/ 



/ 




i 

1 



i 






' \ 





*HN 



* 



/ 



236 



drat 



zolle Rhein. betragen haben. Die abgetupften Tropfch^J 



wareii sehr gering, zerflossen nicht, waren ganz rein 
kiar, und batten das Aussehen von zarten reinen Oel- ^^ 
diinnen Honigstreifen^ und waren etwas dicklich und klebi'i?' 

Die diinnsten Streifen trockneten in der Luft in efnip 
Stunden , die starkeren , mebr in kleine Tropfen gesamw^ 
ten J Punkte aber erst naeh mehreren Tagen : und einig^ 




grossten Flecken batten auf den Glasplatten naeh zwei 
naten noch keine feste Consistenz erlangt, sondern vv 
iiiir am Rande etwas vertrocknet, und liessen sich in 



M 



oder Finger verstreichen. 
irurde naeh zwei Monaten 



el 

def 

are" 

ihref 

del* 



Eine 



tern Wasser abzuwaschen versucht; es hatte aber keine 



\i 



r: 



k 



Alho 



hoi 16^^^ 



die kleinen Flecken der eingetrockneten Narbenfliissig 



•keit 



.01 it' 



sehr leicht auf, und die Glasplatten wurden dadureh vei 
telst eines reinen Pinsels vollkommen klar ab^evvaschen ; 
"wurden hiezu naeh und naeh vier Unzen yerwendet. ^^^ 
Losung war niclit ganz klar, sondern hatte eine leicht op^ 

Fliissigk^' 
urifiislaiflP 



es 



li 



sirende Farbe. 



Die auf diese Art erhaltene 



6 



i 



W'urde in einera tarirten Uhrglase uber einer Spiritu 
gelinde und bis zur Trockniss abgedampft: es bildete sich * 
dem Glase ein sehr diinner, einem Firnisse ahnlicher, di"**' 
scheinender, sehr licht-braunlich-gelblich gefarbter Ueber^''^' 
weleher das Gewicht des Uhrglases urn 5 Milligrammen ^^ 
mehrte. — Naeh Verfluss von drei Jahren hatte sich di^^,, 



U 



Ueberzug Tiicht verandert, noch 

Da sich dieser Riickstand wiederum bein* 

vollkommen in Alkohol aufloste : so glauben wir in deiu 
ben 



ft 



angezogen. 



¥ 




ebenfalls die Natur des Weichharzes 



1)11 



it 



it 



einer geriugen Beimischung von Schleim. Ganz gleich "* 
dieser Naibenfeuchtigkeit verhielt sich auch die der Nicot^^^ 



Theile einen kiebrie-en t^^' 



zug hat,' wie die genannte Hybride, sondern an alien i 



hren 



Theilen glatt ist. 



Naeh 



10 bis J5 Jal" 



fill 



Ab 

Me 
far 



fall 
Von 

»nis 

fi 

tlas 
auf 

die 



or 



flil 



Us 



>.u 




da 



Si 



W 







Sic 



L 

d 



en 



der 



auf 



^^'^ 



ni 

Ver 




/ 




i 





X 



I 



at' 
lieu 



n 



iid' 
del* 

0' 

ren 
def 



a 



e 



it 

e 



t 



P 

■ , 

an 
l-cli' 







a 



el' 



III 



it 
it 



ef 
reH 



> 



Abdr 



237 

y 

4 

indet auch aus dem Papier der gefarbte olahnliche 

uck der klebiigen Nicotianen beinalie g^anzlich : gleich 

^r erwahnte Ruckstand von der, in Alkohol aufgelost 



4 m 



p^esenen, NarbenfeuchtiVkeit vollfg- vertrocknet und beinahe 



OS vvird. 



fai'bl 

^er klebrige Narbeniiberzug der Onagiarien ^Oenothera, 
(irkea^ Epilobium, FuchsiaJ, Malva , Lobelia, Mimulus, 
*^n Karben an dem Papier hiingen bleiben, scheint eben- 



fall 



s 



^«n bfi 



aus Weiehbarz zu bestehen miteinem geringeren Atitheil 



^h^\x 



d 



ei' 



^'gemischter wassriger Feuchtigkeit. Eine analoge cbe- 
6 Beschaffenheit mocbte auch die Narbenfeiichtigkeit 



^o'-o hf 



Ulia 



ceen, CrUciaten, Cucurbitaceen , Datura, Passi- 



b 



as A\r 



abeuj weil sich deren ]\arben schmierig anfiihlen und 



asser nicht annehmen. 



Obgleich die saftreicheu Nar- 



^^^' Caryophj^lleen, Gramineen und Convolvulaeeen weder 
aem Papier ankleben, noch beim Zerdriieken einen olar- 
b n Fleck geben : so vermuthen wii 



doch 5 dass audi bei 



eine ahnliche Gnindlage der Miscbung der INarben- 
^^gkeit werde anfgefunden werden, nnd dass nur eine 
ossere oder geringere Beimischung von Wasser und Schleim 



^^^\n h 



!''^««ache 



a^'zigen Bestandlbeil den Unterscbied bei den Pflanzen 




welcher init der Natur des Pollens bei jeder 



^«ze im Verbaltniss steben durfte. 
*^'e von KoLREUTER allgemein ausgesprochene olige Natur 
arbenfeuchtigkeit CS. 2:J3) ist nun dahin zu berichtigen, 



^^eselbe dem Weichharze naher kommt, als dem Oele : 
'"'^o^ltsich 



^^^ Poll 



^ei- 



der gliickliche Erfolg seiner Versuche, wobei er 
Aufstreichens von Oel auf die Narbe als Vehikel fiir 
en bediente (^^), eben so gut erklart (s. unten bei 



^ii'kt 



^^fruchfung^, 

ie Narbenfeuchtigkeit hat den entschiedensten Einfluss 
^*» Pollen; indem sie die Entleerung seiner Korner be- 



Di 



P 



oil 



verursacbt sie eine Veranderung seiner Farbe: aller 
^n verlitjrt namlich auf der Narbe seine frische Farbe, 



!^^*^andelt sie i 



Unz^ 



in eine schmutzige, und entfarbt sich endlich 
iJas Nahere bieriiber bei der Befruchtung. 




^ 



i 



r f. 



If 




t 



/ 



i 




\\ 



I 




1 



^ 




ffi 



I 



m 



W' 



238 



Wenn wir die Secretion der Narbenfeucbtigkeit 



it 



anderen Absonderungen der Pflanzen vergleichen, z.B-^^ 
der Viseositat, der allgemeinen Ausdiinstung , der Ausscb^i 



dung von tropfbarer Fliissigkeit, welche zuweilen aus 



del' 



Oberflache der Blatter von einigen Pflanzen, z. B. der Ctf"" 



) 



Canna, Sarracenia , Nepenthes hervortritt: des Nectars 
anderer Safte, wie eines blauen Saftes aus den Blumei' 



oder 



tern der Jris germanica {^"^y u. s. vf.'^ so finden wir in 
Vorhandenseyn auf jeder ausgebildeten Narbe nnd in 



ihrei" 

ilii-e'' 
die 



engen Verbindung mit den Befruchtungserscheinunge" 
wesentlichste Verschiedenheit von alien solchen Excretio"^ ' 

.etionS' 



Eine, durch den eigentbiimlichen Ban des Seci 
organs dieser Fliissigkeit bewirkte, Modification der allg^"'^', 
nen Ausdiinstung kann diese Absonderung desswegen ^^^ 
seyn : weil sie nur in einer bestimmten Periode des L^^^" 



M 



I 



der Pflanze eintritt : nur so lange dauert, als das Ovai* 



\w^ 



nicht wirklich befruchtet ist, aber mit dev stattgefu 



nden^" 



Befruchtung alsbald aufhort. Ebenso wenig hangt die S^^ 



d^i 



) 



1 



tion der Narbenfeuchtigkeit von der Nectarabsonderung 
noch schefnt sie mit dieser in einiger Verbindung zu ste^ 
denn jene ist viel allgemeiner, indem sie in keiner Blumef^*^ 
selbstnicht beiden Asclepiadeen, wie Ad. Brongniart(^^)^ . 
muthete: diese aber in den Blumen vieler Gewachse gar '^^^ 
angetrofFen wird. und an sehr verschiedenen Orten statt 

Dass die Narbenabsonderung: mit dem Ovarium i^ , 
engsten Verbindung stehe, ist daraus ersichtlich: 1) " ,^ 
vor ihrem Erscheinen keine Befruchtung der Eychefl 
folgt, 2) dass diese Secretion aufhort, so wie die Bef*'''^ 



tung erfolgt ist, und 3) 



dass sie bei verbinderter odef ^ 



gelhafter und tauber Bestaubung bis zum Abfallen der 
men fortdauert; ihr Daseyn bedingt daher die wirkliche 
ception der weiblicben Organe bei den Pflanzen: ob sie g**^'\ 



Co"' 






kein absolutes Zeicben der Fruchtbarkeit des Ovarium^ 
(S. 230). Der Erfolg der Bestaubung bei den frubzeit'^ ^ 
Griffeln der zartesten Blumenknospen (s. bei Li/chnis ^^^^^ 
S. 17) scheint aber anzuzeigen, dass die Entwickelu'ig? 



K 



av 



gen 

(S. 



e 



tis 

^vir, 

»ju 

»st, 



n 



e 



fa 
Ik 

als 
sei 
tej 

sel 

«ie 
He 

»tl 

di 



be 



I 





\ 



i". 



mi* 

Ichei- 

lilii*e'' 

die 

net!' 

iiiei' 
ben" 

e„en 
ere- 



1 



e 



hen! 
lilt' 



e 



vei' 



iiic 



lit 



b» 



t. 



del' 
ei'' 



pc 



Ii' 



III 



afl' 



CO"' 
Ii 



\\e\c 



I 



«t 



If' 



u 






239 



K 



I T 

^^oe und die Absonderuns: der Narbenfeuchtipkeit der volli- 
ilntwickelung des Ovariums zuweilen vorausgeheii koiine 



A 



Wah 



US diesen Pramissen glauben wir nun mit ziemliclier 



^sclieiiilichkeit auf die Bestimmung schliessen zu konnewj 



^'^He die Narbenfeuchtiffkeit in den Blumen erfullt. Die An- 



tis 



iV 



^^xualisten finden es zwar lacherlich, wenri dem sogenannten 
^^bentropfen ein Einfluss bei cler Befruchtuiig zugeschriebeii 

."""; Hknschel (^4) bekampft daher diese Meinung lebhaft: 

^ 6m er als Haupteinwurf dagegen anfiihrt: „dass ja oft an 

bendlichen unentwickelteii Oiganen, z. B. den Knospen, 

» oiciie Ausschwitzungen bemerkt vverden, ja zur Zeit der 



^t'oll 



»^tund 



^Jibildung eigentlich das ganze Gevvachs in Excretions- 



versezt sey^^ 



fd 



n 



K.OLREUTER (^^) war nach den damaiigen Ansichten an- 

gUch geneigt, der Narbenfeuchtigkeit^ (die er immer weib- 

^^^ Feuchtigkeii nennt,) einen gleich grossen Einfluss auf die 

^^'Uchtuns: v\ie dem Pollen einzuriiumen : und derselben 

^^^^^^^ geschlechfltcheBedeutuug zuzuschreiben ; er suchte 

*Jen gehefften Zweifel durch unmittelbare Versuebe vernoit- 

Z uer Verwechselung der Narbenfeucbtigkeit von einer 

^nze auf eine andere (^^^^ gleich den Bastardbefruchtungen 



Ht d 



^m Pollen, zu beseitigen ; er machte sich aber hiebei 



bst den natiirlichen Einvvurf: dass^ so vorsicbtig man auch 



imm 



^^ zu Werke geben wiirdCj die eigene Narbenfeucbtigkeit 



^^uls ganziich zu entfernen ware 5 also auch die ^rfolge 

^^Is streng beweisend seyn konnten (^'^). Das wirkliche 

^^Itat schien ihn aber zu iiberzeugenj „dass diese Feuch- 

5*teit eber fiir ein ZufuhrungsmitteL als fiir einen wahren 

*oiichen Samenstoff zu haltensey^^(^^), Ueberdiess haben 

'"eueren Beobachtunp;en die Annahme einer weiblichen Sa- 

**i*ssigkeit als unstatthaft und unrichtig dargetlian. 

^TEPH. Endlicher (^^) hat in den Driisen der Narbe und 

<^»'en eigenthiimlichen Secret die Kraft zu finden geglaubt, 



*»efahi 



e das Pollenkorn zu jener Thatigkeit erregt, die es 



gt, in das Gewebe des Pistills einzudringen, und in die 



1 '4 




I 



-I 

I 



^ 



i 



4 m 



\ 



^ 



f 



' f 



t t 



-I 



• vJ 





f 



f 



\ 



J 

I 




;iH 



C.i 




I 



m\ 



i 



i 



4 



\ 

m 



/ 



fM 



**- 



1 



*(i 



/ 



s 



240 



Keimhiillen zii gelangen. Es ist zwar hiemit der Sinn, 



dass 



die Naibenfeuchtigkeit eine rein geschlechtliche Bedeut«''& 



habe, noch nicht bestimmt ansgedriickt : aus dem wei 



tere" 



Verfolg der angefiihrten Abliandiung und der Theorie des " 



riihmten Verfassers geht aber deutlich hervor, dass ei 
Feuchtigkeit eine mannliche Poteiiz bei der Betruchtuiig 



schreibt. 






Aus folgenden Griinden vermogen wir aber m^ ^ 



uns mit dieser Ansicht zu vereinigeii : 1) scheint uns die » 
schiedenheit der chemischen BeschaiFenheit dieses Secrets 
verschiedenen Gewachsen gegen die angewiesene wic 



hti^ 



Bestimmung zu streiten ; 2) spricht die niedrigere \)'^P^^ 



tat 



des secernireiiden Organs , welches bei der Befruchtung 



nuf 



als ein auxiliatorisches und nicht als Hanptmoment oder 1^^* 



r 

Zweck erscheintj gegen eine solche Annahme: es ware 



daiui? 



dass der Verfasser unter dieser Thatigkeit der Narbenfe'^'^ 
tigkeit nur eine nothwendige Vermittelung der hoheren ^^ 



bildung des Befriichtiingsstoffes verstanden wissen vv'O'' ' 
wie sie etwa im Safte der Staubfaden und Antheren fui . 



it 



Pollen stattfinden mag ; 3) scheint sich die Mischbarkelt ^ 
Losliehkeit des Narbensafts in Nectar und fetten Oeien 
Storung der "VV^irknng der Bestaubung mit Pollen, nicht ''' 
der angewiesenen Funktion vereinigen zu lassen. 

Noch weniger konnen wir der Meinung Herbkrt's ( 



6«) 



welcher die Narbenfeuchtigkeit als der Ben'^ 



•iicli' 



beipflichten, 

tung^ hinderlich betrachtetj denn dass sie in der Blume e» 
wichtigen Dienst zu erfiiiien habe, dafur spricht schon ' 
aligemeines Vorhandenseyn ; dieser Dienst scheint daher i" 



ilif 



ht 






. 



d 



a 



el- 
ls 



bios in dem Auffangen und Festhalten des Pollens a 
Narbe zu bestehen , noch dadurch erschopft zu seyn 
er das Aufquellen und die Entleerung der Pollenkornei 
das Austreten des Befruchtungsstoflfes bewirkt; sondei" 
scheint auch noch, wie schon Kolreuter verrauthete, 

a)' 

deferirende Fliissigkeit fiir den lezteren zu dienen; unter *^ 
cher Form nun dieses geschehe, dass diese Fliissigkeit,^'. 
Rob. Brown («0, Fritzche (62)^ i^ ^ Treviranus («') ^^ ^ 
Unger («*) glauben, zum Theil zur Bildung der P^*'^ 



ten 
ervv, 

(67 



) 



Culj 



ail 



s 



I 

thiev 



er 



«ch 



e 



fr 



uc 



Vorh 



ti 



e;ei> 



D 






as 



4 



list 



epu 



ist 



u 



th 

in 



nt 



d 

er 



^iu 



M 



Qi 



tm^^ ' 




■«'* 



r 



:- * 



ren 
be- 

esei' 



c 



2U' 



ht, 



W 

111 



tat 

zter 

US' 



iiii 



d 






60) 

cli' 
neH 

ht 



ic 



iiiJ^ 



» 



15 



V 



el' 

eU' 



^ - 



241 






n 



^"che verwendet werde ; was aber von Mohl (^^ ) bestrit- 

^ird; Oder, ob sie bloss lubrificirend wirke, dariiber 

^« erst noch weitere Untersuchunffen entscheiden. Ebenso 

(67 > ^^" Amici (^ ^) an Phytolacca oleracea^ Rob. Brown 

^ ) «nd Wydler (^S) an Melilotus cretica L. iiber die Mole- 

oewegung der Narbenkorner einzein gemachte Beobach- 

^ "ocii ihre allgemeine thatsachliche Bestatlgung (S. 229). 

' Von der Couceptionsfahigkeit bei den 



P f 1 a n z e n. 



f 



*\ '■ 



M\ 



0,. 



*^^n Zustand der Empfanglichkeit fiir die wirksame Auf- 
^^ des mannlichen Befruchtungsstoffes von den weiblichen 



g^nen 



wussten wir mit keiner kiirzeren und passenderen 



^ ^nung als der der Conceptions fahigkett zu belegen: ob- 






^'ir befiirchten miissen, hieriiber getadelt zu werden; 
^'^Hten aber damit noch keineswegs eine Identitat der 



^'schen und der pflanzlichen Zeugung im Voraus bezeich- 






•J 

^enn sich schon dem unbefancrenen Beobaehter in man- 



«ch 



"cziehung viel Uebereinstimmendes zwischen beiden Er- 



^inungen aufdringt 
^^^ Conceptionsfahigkeit ist die erste Bedingung zur Be- 

enn. wenn diese noch nicht 



ffUchf 

"tung des Fruchtknotens: d 



>iicht 



^J^den , oder in den weiblichen Organen iiberhaupt noch 



t| 



gehoiig ausgebildet ist: so hat selbst vollkommen kraf- 



D 



* ollen keine Wirkiing auf die Blume und ihre Dauer. 



asc 



•y '^"^ceptionsvermogen geht aiis einem bestimmten inneren 

^^^ der weiblichen Organe hervor, welcher weder am 



r 



a 



^•ichtk 



ef„ 



% 



^^oten, noch an den Eychen, noch an dem GrifFel^ son- 
^usserlich nur an dem Zustande der Narbe zu erkennen 

■ 

alsdann ganz ausge- 
vollkoramenes Wachs- 



% ^^^*"tu nur an aem z^usranae aei 
MlA ^^^^^ Vermogen ist gewohniich nur 
^, % Wenn die Griffel und Narben ihr v( 
Kt .^^^^^ haben (S. 218). Bei dem normalen Gange der 
h A ^^^'^^'"ng der Blume scheint sich die Conceptionsfahigkeit 
^ ^ verschiedenen Theilen der weiblichen Organe zu glei- 



/ 






'^*t zu entwickehi, und weder die Narbe noch das Ova- 



L 

^ e«nen Vorsprung zu haben. 

* » Befruchtiing der Gcwachse. 



16 



li 



I 



} 



i 



li 



A 



\ 



^- 





\ 



* » r 



n 



ff 



i***- 



'K 



// 



^ 



r 



i 



fV 



< 



^ ^ '^' 



t 



^' 



/^-v* 



tu 



y^ 



/ 



■V 






» 



ka* 



J ^ 



•f 



I 



u 



_J 



/■ 



242 



D 



gkeit 



aef 



weiblichen Theile eintiitt, fallt in der Regel mit dem 
der Blnme und der Reife der Antheren zusammen 



(S. 22) 



( 



halt sie stets fiir gleichzeitig; 



es' 



\st 



aber schoii oben bei der Corolle und an verschiedenen a" 



de 



Orten gezei 



4 

dass die Entwickelung «" 



A lis 



bildung dieser Theile nicht immer gleichzeitig ist (S. 1": 
C9, 72): und schon Conr. Sprengel C®) wies diese 
gleichzeitigkeit der Entwickelung der Befruchtungstheile 
vielen Pflanzen als normal erfolgend nach : indem er ov 



'J 






Zustand Dichogamie nannte. 



In Hinsicht der I! ngleichzeitigkeit dieser Entw 



d 



I Organen eine gedoppelte Abweit 
der Besclileunigungj leobaclitet. 



_ f 

Verlangsamerung der Entwickelung des Pistills 



A 



der weiblichen Organe 



1) 



zogerung betragt in einerBlume zuweilen nur einesehr^^ 
Zeit, zuweilen aber auch mehrere Stunden und Tag^ ' 



.ickel""^ 
fig;er-" 



di" 



sahen wir z. B. bei einigen Arten von Dianthus , daSS 
Conceptionsfahigkeit bei einigen Blumen zwei Stunden 



na 



c 



Wollig 






talis \ Antirrhinum^ Linaria zeigt sie sich gpwohnlich ei 
zweiten bis dritten Tage nach demOefFnen der Blume: 
nicht sehr heisse Witterunfir stattfindet. Von dieser Ung 



•St ^^ 



) 



einen Beweis g^^ 



s 



die Befruchtungskraft des Pollens herleiten. 

Der Beschleunigung der Entwickelung der weib' 
Organe vor der der iibrigen Theile der Blume haben wi'* 
bei der Friihzeitiffkeit der Griffel (S.214) Erwahnungg^ 



wo es sich iiberdiess noch weiter gezeigt hat, dass"^ 

r 

) die Narbe noch vol" " u 



(]e" 



tiO 



jiingen Blumenknospen (S. 1' 

Ovarium empfanglichwerden konne: indem lezteres 

bedeutend weiter hinter der Entwickelung der Nail^^ 



^i' 



riick 



eb 



Dass der Contabesce 



d dem Mang 



V 



en 






s 



de 
der 



d 



em 



k 



Ho 



liber 

^lei 
der, 

■Ver 






Or 



Us 



«fst 



d 



er 



da 
de 

Ob 



n 



e 



tl 



er 



n. 



de 



^m 



ter 



e 



55. B 



Hi 



ar, 



^eu 
Sen 



ftb 



d 



er 



en 



^H 



>ei 



'u 



^ _ ' 








aef 



s' 



ist 



11 



de 



J 






lung 

die 



u 



na" 



li 



ag: 



eH 



;# 



ken" 

e 




\4 



eH 



lie'' 
del' 



c 






k 



of 



^•J' 




243 



V 



«f stati h 



^ei-d 



des Pollen 



en k 



o 



n% 



onne 



3 



(S 



J 



216) 



Word en. 



M.„ "tJirrunzeuigKeit aer wmei 1st niciit immer auch die 
^onceptionsyermogens der weiblichenOrgane, namentlich 
'|'"^arbe, verbnnden (S. 17, 18,217); hieraus sowohl, als auS 
^nnstande, da^s in den zarten Blumenknospen der Lvcli- 

'its 7) • - 

I ' "^^nthus, Potentilla u. s. w. die Narben vor dem Frucht- 






^ft enfivickelt sind , sollte man schliessen konnen , dass 
. *ni normalen Gange sich das Conceptionsvermogen nicht 
I ^ ^''^ Tlieile der vveiblichen Organe zu gleicher Zeit und 
'^nassig ausbreite : sondern dass es sich in entsprechen- 



d 



ick 



^'^^ hat , 



IH 



^ 



«meiit 



der Narbe und des Ovariums correspondirend 
bis es sich iiber alle weibliehen Organe successiv 

r 

womit zugleich der hochste Befruchtungs- 



*^»tand 



einzutreten scheint Man 



r 

e der Eychen am Fruchtboden des Ovariums in den 



n 



Ob 



enTa 
"^ nach der Verschiedenheit des Baues und der Gestalt 

B 



^''be sind die Zeichen verschieden , aus welchen man auf 
^ginnen oder das Vorhandenseyn dieses Vermogens bei 
""^iblichen Or^anen schliessen kann: es sind dieselben 

C7 i ' 



N 



CS. 226j 227) bei der Beschreibung der Verandernngen 
^^l>e in ihrem lezten Entwickelungsstadium beriihrt wor- 
*^Je speciellen Zeichen dieser Fahigkeit derNarbebestehen 
^tlich: in einem voUeren frischeren Aussehen undiebhaf- 



'^ Parbe : 



H 



^E 



Verand 



'scheinen voii driisigen Erhabenheiten , feinen einzelnen 



- ^ttj dichtem sammetartigen Ueberzuge, langeVen woili- 



^aren, sichtbar werdenden Einschnitten oder Vertiefun- 

verschiedenartigen Theilungen der Spitzen: vorziiglich 

dp J**^" allgemein in dem Ausschwitzen von feinen glanzen- 

^M -^ P*^"^^^" auf der resorbirenden Oberflache der Narbe, 






>6l 



^em Haften 

"^«Ordnun 

'uv6 



g, inwelcherdieEntwickelung des Conceptions- 



&^ns und der Zeichen des 



folgt 



U 



* 



f1 



I 4 



i 



I 



I i 



( 






\l 



» 



V ' 



1 




f 



1 

\ 

i ': 

1/ 



i 



\'- 



^ 



i 



P'. 



i\ 







244 



r 

geschieht nach der Entwickeliing der Narbentheile und na 



ch 



allffemeinen Gesetzen der 

to 




etaniorpliose : beieinigen 



lite 



vi' 



und Narbeii vom Umkreise anfangend und zum Mittelpu" 
fovtschreitend , z. B. bei Nicotiana, Papaver, Datura u. s. 
bei anderen, besonders fadenformig verlangerteii, Narben 
der aussersten Spitze abwaits, z. B. bei den Caryopb) 



jleeH) 



Convolvulaceen , Malvaceen u. s. w. (S. 227). 



A«s diesem Gange der Entwickelung und der 



allmahl'^'" 



Ausbreitung der Secretions- und Resorptionsorg*ane 



nnd dere" 



Zeichen auf der Narbe 1st zu schliessen, dass das Concept* 
vermogen nicht gleich Arifangs in seiner ganzen Kraft in j^ 



Blume vorhanden ist; sondern dass es einen Anfangj 
gewissen Hohepunktj und eine Abnahiue habe (S. 243). 

w 

der natiirlichen Befruchtung ist zwar ein solciies stufenwei 
Wachsen und AbnehmenderConceptionsfahigkeit an den^ 



1 



ben kaum sichtbar : theils well die Verandenuigen meist s 



chfl^ 



II 



6 



voriibergehen ; theils, weil der Erfolg der Befruchtung an 
verschiedenen Bhimen eines Individuums gewohnlich 
gleichformig ist, und hiebei der Grad des Conception^ 



elif 



yef 



mogens der Blumen desselben nach ihrem Ergebniss an 
bemessen werden muss^ Bei einer Vergleichung des 
nisses an Samen nach kiinstlichen Befruchtun2:en bei versc 



eH 



Ertr^^' 



bi«' 



denen Individuen Einer und derselben Art zeigen sich ^ 



bef 



pe- 
ll 



» 



zuvveilen sehr bedeutende Unterschiede in den materiellcn 
sultaten des Conceptionsvermogens bei iibrigens gleichei* 
^emeinerFrucht-undSamenanlage, welche man haupts^^" ^ 
den verschiedenen Momenten , zu welchen die Bestan*^ 
geschehen war, zuschreiben muss: wobei allerdings ni^P 
laugnen ist, dass auf die verschiedenen Erfolge auch afl 



Caussere) Urastande haben einwirken konnen. 



F 



Diese Riicksicht erhalt aber dadurch eine besonder^ . 
dentnng, weil aus dieser Conceptionsfahigkeit und der ? ^ 
dieser in der engsten Verbindung stehenden , Fruchtba' ^ 
im Samen die Grade der Walilverwandtschaft unter den ^* j, 
zu berechnen sind : wie uir im zweiten Theile dieser A^b^, 



_ w 

lung bei der Bastarderzeugung weiter sehen werden. B^' 



def 



«at 



F 



rii 



ei 
e 



kl 

tun 
abe 

fil 



u 
a 
a 



We! 

Wo 



hi 

V 



le 



er 



u 



In 

sicl- 

Off; 



11 



en 



St, 



u 



ftrn 



V 



Oft 






A 



ei" 



^v*- - 






1 1 



a 



cli 



lite 



n 



voU 
eeH) 



1 



o-en 



ere" 

edef 
iiie" 

ise« 
ine 



r 

1 



r 



II 



s 



de" 
elif 



ell 



nfl 



c 



ItM' 

lie- 

11- 



a 



I' 



a 



hli^ 



li 

r 

i 



WO 

def^ 



^r 



lU 



i« 



M 



{ 




!»" 



(!■ 



1 



def 



245 



.'••^tiirliche 



F 



kl 



»'ueht 



en Befruchtimg fiiidet zwar unter den verscliiedenen 
en, besonders den vielsamigenj meistens audi ein 



ab 



^»«er Unterschied 



ei' 



in der Anzahl der Samen statt: ef ist 
^lemals so bedentend, als er nach der Bastardbefrucli- 



S sicli zeiPft, In einem und demselben Individuuiu scheint 

^^ seinen Blutnen der gleiche Grad des Conceptions- 

^wogensj (zumal fiir den eigenen Polleiij) zu herrschen, 

^ rfas dennoch hiebei zuweiien stattfindende Abortiren der 

^^«ien und Fruchtknoten nicht sowohl in dem absoluteu 

V^^gel dieser Kraft in den einzelnen Bluinen j als in dem 

^S^l von hinlanglicher Nahrung zu liegen. 



w 



^eibi 



^•s den Hohepunkt des Conceptionsvermogens bei den 



'chen Organen der Pflanzen betrifft, so scheint sicli der- 
^ '>esonders bei derBastardbefruchtung deutlicher lieraus- 
6llen : indem unter entfernter verwandten Arten die Be- 
^ itung nur in diesera giinstigen Momente zu erfolgen scheint : 
^" an seinem Orte noch besonders wird gehandelt werden. 
Die Conceptionsfahi»-keit ist von beschrankter Dauer; es 
neiselben theils schon bei der ahsoluten Bauer der Corolle 



^Vov 






h 



'evo 



V 



*-J gedacht worden : theils ist ancli ihres Verhaltnisses 
*^i'aft des mannlichen BefruchtungsstofFes beim Pollen 
^^4) Ei.;vahnung geschehen. Um eine genauere Kenntniss 
" z« erhalten ^ haben wir mit mehreren Pflanzen folgende 



h 



e angestelit. ^ 



1 ^icotiana rustica. Secbs Blnmen von gleicliemEntwieke- 



glichsten Vor 



g|w ^**^hz.eing una nocn bei gescniossener uoroiie castrirc : sie 
J ^^^^ ihre Blumen nach zwei Tagen, die einen einige Stun- 
^ ^uiier^ die anderen etwas spater. Vier Tage und 6 bis 10 

^en nach demOefFnen derCorolien stiessen sich dieselben 
^ 'i^bus welkend ab : wobei die Narben etwas aufgequollen, 

^^scher Farbe und stark nassend waren. Sie wurden nun 
^ em eigenen Pollen einer frisch staubenden Anthere der 

liana rustica bestaubt (S. 72). Vier dieser Fruchtknoten 

de^" "^ ^^ '"^ ^^ Stunden nach dieser Bestaubung ab: zwei 
^elben entwickelten sich : der eine zur iiormalen Grosse init 



S 



\ 



II 



il 



\ 



t 



I ^ 



,1 





■> 



1^ ! 



l 




¥^ 




hi 



246 



875 vollkoiiimenen Samen und vielen vertrockneten^ w" 



en^* 



wickelten Eychen: der andere kleinere und minder vc 
kommene hatte nur 143 vollkommene Samen mit sehr vie ^ 

vertrockneten Eychen. Die aus diesen Samen erhaltenen PA^ 
zen liatten den reinen Typus der NtcotianarusticavoW^oif^^ 



beibehalten. 



Bei einem zweiten Versuche mit einer en' 



nen Blume derselben Art fiel die Corolle am neunten 



X^f 



nach der Castration und am achten nach dem Oeffnen 



def 



Blume ab: nach 24 Stunden trennte sich auch der Griffel 



dem Fruchtknoten: die wenig nassende Wunde wurde 
dem eigenen Pollen beideckt; es erfolgte keine 



it 



Befruchtw"^ 



) 



it 



sondern das Ovarium blieb ohne Entwickeluns:. und tiel ' 
dem Kelche am fiinfzehnten Tage nach dem OefFnen der B'"^^ 
ab. — In einem dritten Versuche fiel die Corolle am sech^* 
Tag nach der Castration und am fiinften nach ihrem Oefl'* 
welkend ab; 48 Stunden nach dem Abtrennen der Corolle^ 
bei stark nassender Narbe und kraftig^er SonneneinvviiK^ ^ 

it 

wurde die Narbe mit dem eiffenen Pollen bestaubt: es s^ 
eine etwas magere Fruclit an , welche 309 vollkommen^ "^ 
men , und staubartig vertrocknete Eychen enthielt, die \^ 



genden Jahr lauter Individuen der reinen Nicotiana fU^ 







geliefert haben. 



Bei einem vierten Versuche ward die ^ 



sende Narbe einer Blume, deren Corolle am sechsten 



Tag 



nach der Castration und am fiinften ihresOeffnens am L'"' 



¥^ 






welk, also stark in der Abnahme begrifFen war, mit 
Pollen von Einer Anthere der Nicotiana pnniculata b^^^^'^j.. 
Nach Verfluss von S Stunden fiel die Corolle welk ab. 
sezte hierauf eine kleine Frucht an, mit srosstentheils ei^^ 

fallenen unvollkommenen Samen , so dass die ffuten von 

» pie 

tauben nicht mit Gewissheit e^esondert werden konnten. 
Aussaat im folgenden Jahre gab acht Pflanzen von dem T^P 
^er Nicotiana ruslico-paniculata, — Bei einem funften^ 
suche oifnete sich die Blume am vierten Tage nach del" ^ 

stration : am sechsten Tag nach dem Oeffnen der Coroll«\ 

st»'* 



dieselbe welk ab: nach 48 Stunden war die Narbe so 

iiassend, dass der Pollen von zwei Antheren der aW*** 



i^ 



Pan 

Fru 



e 



^a 



T 

d 



a 



er 



b 



ir 



es 



Hie 

am 
ab 

iiac 



am 

baf. 

V 



ei 



sta 

I 

Vie 
ab 

ab 
^a 



fe 

Sic 

ein 

«iu 
da; 

St 



t 



i 




e 










lefl 

an* 



en 



z 



el 



e 



4 
del* 

vol" 
it 



ITI 



U 



s 



tei' 



ri 



81' 



«n 



d 



iii'l 



e 




/iV-^ 



e 



de"' 




de" 



P 



!l5 






fi«' 



I 






247 



^^*^iculata von der Feuchtigkeit angeschluckt wiircle: es sezte 

ungeachtet stark einwirkender Sonne, dennoch keine 



abe 



F 



fucht 



an : sondern der Fruchtknoten samint dem Relche fiel 
e nach der Bestaubung, ohne alle im Ovarium vorge- 



''••ei Tag 

^^ngene Entwickelung, gelblich gefarbt ab. 



T 



^icotiana paniculata. Acht Blumen warden am sechsteii 
^Se nach der Castration , und am funften nach dem Oeffnen 
^*' Blumen bei stark nassender Narbe , und zwar vier rait 

b 



"^^igeuen und vier mit dem Pollen der Mco^iawa Z^a«^.J<?«r/?i 

^^taubtj die beiderlei Blumen fielen aber den Tag hernach ab. 

^icotiam Langsdorfii. Die CoroUeuoflTneten sich 24 Stun den 

'^cli der Castration ; am funften Tag nach dem Oeffnen der Blu- 

^n waren die Corollen noch frisch, (diese werden gewohnlich 

'^ Ende des vierten Tages nach dei^ natiirlichen Befruchtung 

^estossen,) die stark nassendenNarben wurden mit eigeneni 

^^^^n bestiiubt. Die Ovarien haben sich normal entwickelt, 

''^^hdem die Corollen am sechsten Tag gelb abgefallen waren. 

^" eiiiem zweiten Versuche wurden vier castrirte Blumen 

^ Heimten Ta'>-e nach dem Oeffnen der CoroUe bei noch leb- 

''aft 
V 



®ni Aussehen derselben mit einer kaum durch eine massige 



Si'psserune: sichtbaren 
^tark 



Menge 



eigenen Pollens auf der 

nassenden Narbe bestaubt. Die Corollen wurden am 

'^'"Zehnten und fiinfzehnten Tage welk, gelb und verdorben 

^^stossen. Drei Ovarien fielen nach 8 Stunden unentwickelt 

' •lur eine einziffe Frucht hatte sich normal entwickelt rait 

*'>"eichen vollkommenen Samen. 

Mimulus cardinalis hat beim Oeffnen der Corolla in unse- 

.'^ Clima ge\vohnlich noch eine geschlossene Narbe , welche 

y^ selten friiher als nach Einer, haufig aber erst nach 

•sen Stunden offnet: womit unmittelbar noch keine Con- 

Ptionsfahig-keit verbunden ist, welche sich vielmehr erst 

*ge Zeit Ceine halbe bis anderthalb Stunden) spater durch 



^ ^'fscheinen von spiegelndenfeuchten Punkten auf der inne- 
^** ^arbenflache zu erkennen gibt. Diese Pflanze wirft nach 



^ '^ *ruchtbaren Bestiiubung mit dem eigenen 
"^^enbis drei Tagen die Corolle ganz frisch un( 



Pollen in 60 

d unverdorbea 



J 



;._. 




/ 




\ 



h 



■■ i 




i 



f 



i 



i 



i 



I 



} / r 



• / 



'7 



i 



/ 



i^ 



K. 



./ 



--t^ 






I 



l.Ct 



i i 




% " 



K 



t* 



I 






*6J W 




248 



Ikeifl 



^b: bei verhinderter Bestaubung erfolgt diess unter we 
Ziistande erst am fiinften Tage. Eine 12 Stunden nach ^^^ 

mil 
Be- 



Abfailen der CoroUe vorgenommene Bestaubung- der Narbe 



dem eigenen Pollen bewirkte eine, aber mangelhafte, 
fruchtung mit wenigen guten Samen und sehr vielen tail" 



vertrockneten Eychen (s. Reizbarkelt, Vers. 7). 



^ 



Verhascum thapsiformeu Die Corolle stosst si 



ch bei de'' 



h 

Stunden nnverdorben ^ ' 



natiirlichen Befruchtung nach 24 

i 

(wie bei den meisten Arten dieser Gattung). Bei verliin 



&eti^^ 



t » 



Befruchtung des Ovariums hat sie eine Dauer von zwei 



r^^g&h 



wobei sich die INarbe noch etwas Weniges, der Griffel ? 



#« 



bedeutend verlangert; es erfolgte in diesem Fall auf die k"*^^ 
liche Bestaubung rait deui eigenen Pollen noch eine man?;^' 
hafte Befruchtunjr. 



fe> 



Lychnis diurna. Bei dieser so wie bei der folg^" 
Pflanze kann die (bier fehlende) Castration, w elcher man b^i 



"-^ 



W 



er- 



(f 



vorigen einen Einfluss auf die Resultate beilegen konutCj 
nen Zweifel einmischen. Die Blumenblatter dieser A^** v 
derben nach ihrem OefFnen bei einer fruchtbaren Bestaub^**^ 
gewohnlich nach 24 bis 36 Stunden; bei verhinderter B^f''^*' 
tung erst am sechsten bis zehnten Tage. Am sechsten Tage i^^ 



dem OefFnen der ersten Blume waren die Blumenblattchen %^ 



w^ 



verdorrt: die Griffel batten aber noch ihre frische ^'^' ; 
Farbe, und die Narbe ihre wollige Beschaffenheit unvei'*^^ 
ben erhalten. Mit dem Pollen Aev Lychnis vespertina best'^^ ' 
wurde eine Frucht von mittlerer Vollkommenbeit und 26 ^^^ 



kommenen Samen erzeugt. 



Eine zweite Blume wurd^ 



fi»tf 



siehenten Tage nach dem Oeffnen bei anfangendem 



XVelJ^^" 



der Petaleii J und etwas grosser gewordenemKelchCj ^^^ ^ 
falls mit dem Pollen der Lychnis vespertina bestaubt; J^" 
10 Stunden waren die Petalen vollends vollig welk gewoi* 
und ganz eingeschrumpft; es sezte eine Capsel von novoJ'' 
Grosse mit 85 vollkommenen Samen an. — Eine driite 



li 



Blun'^' 



welche am achten Tage nacjj dem Oeffnen ganz verdorrt ^' 
aber dem Anschein nach noch unverdorbene Griffel und Na' 
hatte, sezte nach der Bestaubung mit dem Pollen deiS^ 



9.h 
•be" 



\¥ 



D 



^' 




Ha 

ha 

Bis 

Wa 
de 

hiitl 
an 

Ba 






3 



schi 

Sie 
te 



n 



eiti 
»»iit 



e 



Bl 



es 






n 






r 






I 



_«-- rr^-- 




Leifl. 



' ^ 



eifl 

nil* 



* 



del' 



a 



rtei^ 



■ T 



bC 

st- 

lo-el' 



n 



de" 

de" 

li 



I' 



a« 



,1 



ni^ 



isse 



) 



joi" 
II' 







{111 
ell' 

ill'; 






249 



^ycAww 



J ^ 



^esperiina \g[w^ Fruclit niehran: 



^ blieb unentwickelt und vertrocknete. 



^ufali 



^^^ ah 
•lach 



sondern das Ova- 

Ein vielleicht niir 

igei- Eifolg, da audi manche natiirlich bestaubte Blu- 

I 

ortiren. 



Eine merte Blume wiirde am neunten Tage 



de 



W 



^ *^ollen der namlicheii Lychnis vespertina bestaubt: GrifFel 

^ 

aiben waren nocli frisch und lebhaft: erst 24 Stundeii 



JV 



Jiach 



61* Bestaubung waren die Petala ganzlich verdorberi. 
ezte eine normale Frucht an, welche 75 vollkomniene Sa- 



lien lief 



erte. W' 



uni wir be! diesen Versuchen die Bastardbefruchtimg mit 



hatt 



verwandten Lychnis vespertina gewahlt haben : es 
^ sich namlich hier nothwendig die heimliche Befruchtung 



^en Tag geben miissen: es sind aber aus den Samen der 
a^rds Lychnis diurno -vespertina hervorgegangen. 



zweiten und vierten Blume nur Pflanzen des normalen 



L 



'St 



'^'^»af der 



sie 



is vespertina. Die absolute Dauer dieser Biume 
^'le wir aus den obigen Beobachtungen iiber den Tags- 

telben (S. 52) ersehen baben ^ 5 bis 9 Tage^ worauf 
^I'dirbt und der Fruchtknoten samnit dem Kelehe am ei!f- 
J^^^^ zwolften Tage unentwickelt abfallt. Diese Art besizt 
_ b^ringeres Frucbtungsvermogen als die vorige. — Eine 

^ ^ ^loeh in dein geschlossenen Kelcbe verborg 

5 niit dem eiffenen Pollen kiinstlich bestaubt, eine normale 

Hi 



zeitigen 



GrifFeln versehene Blumenknospe, deren 






^% welche 212 vollkommene Samen enthielt. Eine zweite 

48 Stunden nach dem OefFnen mit dem eigenen Pollen 

lieferte ebenfalls eine normale Frucht rait 130 voll- 



Uttie 



^staubt 



te 



T 



^nen Samen. 



fUnf- 



jjj ^5^ nach dem Oeffnen der Corolle die Lappen der Blu- 
^ attchen welk , der mittlere Theil derselben , wie der 
iSel ' ^^ fiisch, und die Griflfe! und Narben gesund aus- 
^u A *" diesem Zustande mit dem eigenen Pollen bestaubt, 
Se,j ,^.^"'^ magere Frucht mit 91 Samen erhalten. _ Beidle- 
V r '^^" Aiten der Lychnis, so wie bei dem grossteii Theile 

^•'yopliylleen richtet sich der Anfanji: des Conceptions- 




i ^^ 




\ 




} 



^T 



I 



t 



1 



\ 



w 



t 



i 



4 






\ 



I 



1 



-i 



4i 



1 
4 






ii 




/"^•^'V 



f 



■1 



^. 



1 lr- * ' • 




Xl* I 







<-■ 



< 



\.v 



n 



- if^ 



■ 






250 



vermogens 



nicht nach dem OefFnen der Corolle, son 
Wolligwerden der Giiffel und Narben 



da' 



her dann auch der Zustand der Corolle keinen sicheren Maa^J 
stab fiir die ganze Dauer dieser Kraft bei den Arten sowo 



als bei den 



nen 



gibti wie man aus 



Zeit' 



minosen 



Cruciaten u. a. m 



dieser Riicksicht 



verschiedenheiten abnehmen kann, welche bei den einze"^ 

Individuen von den Arten des Dianthus, Datura, der ^eg 

beobachte 

das« 

de« 

era"' 




wird. Dessen ungeachtet ist es nicht zu verkennen , 
die Corolle einen wesentlichen Einfluss auf die Dauer 
Conceptionsvermogens der Pflanzen hat: indem mit dei 
iiahme des Vigors der Corolle, selbst bei scheinbar unv 
dertem und gesundem Aussehen der Griffel und Narben, ^^ 
Coneeptionskraft der weiblichen Organe geschwacht 

und In Abnahine komint (S. 72). 

Die Conceptionsfahigkeit der Gewachse scheint abef 



wi« 



ill 



nte 



:^ J 



I 



gewissen Fallen auch noch an verschiedene noch unbekan 
Bedingungen gebunden zu seyn : sowohl was ihr DaseV" ^ , 
ihre Ausbildung iiberhaupt, als die Dauer betrifft; denn ' 
trafen raehrere Arten von Pflanzen , deren verschiedene 






)■ 



4 

>bg 



licb' 



\i4 



tf" 



d 




viduen nicht nur einen verschiedenen Grad der Empl 
keit zeigten, sondern sogar volligunfruchtbarwaren, 
an den weiblichen Organen nach der genauesten Untersud 
nicht der geringste ausserliche Mangel zu entdecken war, ^^^ 
deren mannliche Organe ([bei hermaphroditischen Gewach^ ^^ 
sich dennoch an anderen Individuen der gleichen Art g , 
potent erwiesen haben (Conf. S. 124). Eigenthiiraliche 1^^, 
spiele solcher Verhaltnisse finden wir bei den Syngenis ^^^ 
indem z. B. die hermaphroditischen Blumen des Discu^ 



M 



die Aes Radius conception 






sind: und umgekehrt die hermaphroditischen Blumen deS 



dius 



lleiX 

he'"' 

conceptionsfahig zeigen. Bei dieser normalen Aniage sen 
demnach die Ausbildung des Conceptionsvermogens der ** ^ 

lichen Organe einera hoheren Bildungsgesetz untergeof 



zu seyn 



■ W 



thu\ 

beii 
ein 

be 
Sell 



St 



ei 



sa 






e 



fotl 



Vol 

teti 



§:e 




d 



e 




1'. 



\ 



J 




- ^ 



_ ^ 




a 



rn 

Ida- 

L 

hl, 

tet 

deS 

au- 
di" 

■a 



ii 



r 



ill 



nte 



iiii 



d 



di- 



ll 



leic"* 



11" 



e 
a 



11^ 



te"' 

l^ii^ 

llei" 
eiii 

reilJ' 
dii«' 



t 



251 



V 



on 



^^«nllchen Or 



- de 



) 



ih higr (wie bei 
Warmegrad be 



I beachten seyn: well wir diesen eben genaiinten man- 

Wten Zustand des Conceptions vermogens am haufigsten 

Xotischen, aus einem warmeren Klima zu uiis verpflanzten, 

^achsen wahrffenommen haben: wir neiinen hier nur/)/tfn- 

j^ponicus^ Passiflora coerulea^ Nicotiana Langsdorfiij 



P 



^tuni 



be 



\fl 



\ 



^b^r auch zuweilen an einheimischen Pflaiizen an, 
^^m Dianthus harhatus. 



wir trafen 

z. B. 



Witterung 



' ^J't auch auf die Entwickelung der Conceptionsfahiffkeit 

gere 



be 






'shrank 



I'enden Eiiifluss diirch Verlangsamerung und bei la»- 
Dauer diirch ganzliche Hemmung^ der Entwickelung 
""gane und ihrer Kraft, welche, wie wir gesehen ha-. 
"6i jeder Art auf ein ^ewisses 



M 



t ist. 






A 



er 



^^J* Einfluss von frischer Luft und eine unveranderte 
*^»g gegen das einfallende Licht scheint bei einigenPflan* 
^^^^ absolute Bedingung zur Ausbiidung und Erhaltung 






Co 



en 



(und Fruchtbaikeit) 



So 



v^rd 



^^^ z. B. bei Tropaeolum majus^ Lyciwn harharum und 
P^eum die noch nicht befruebteten Bliitben unfrucbtbar 



dl 



e V 



^*'ben. wenn der Standort der Pflanze im Freien durcli 



ein 



eins:eschIossenes 



Ziiumer verandert 



^^'setzung in 
-da doch der Pollen unter diesen Umstanden vollkommen 



^^ 



^i\x 



run 



Wu 



Vollt ^'^^''S^"® scheint ebenfalls ein Haupterforderniss zur 



chs 



e 



^ , besonders der dicotyledonischen, zu seyn; denn Pflan- 

tp ' ^^'t;he in der Biiithe versezt werden, geben selten gu- 

§:eti'n.,_ . . 



^fl 



seibst, wenn sie naeh dieser Uebersiedelung nicht 

wie wir nicht nur die Erfahrung an vielen 



«ief ^^" »iiannigfach zu machen die Gelegenheit hatten: 



son- 




^"ch durch unmittelbare Versuche an Nicotiana pnnicu 



^fingsdorfi 



urobt 




i 



$ 




J^^ 



\ 



/ 




I 



i 



L-x, 



^ 



'-i 



; 



I 



* 



a 



I 



A K 



i V- 



/ 



/.- 



J 



J -L. 



f 



i 



/ 



L* 



) 



"/ 



^ / 



f 



* 



). 



1 



*rf 



L 



V 



\ 

/ 



1/ 



ft 



I 



■ ^ 



•k' 



t \ 



■^ 







/ 



'■■ , 



» .• 



/ 






"i 



»• 



'>^, 



t 



K - J* 



N 



/ /r 



■^ 



./ 






I •■ 



/ 








I 



11^ 



1* 




I 



I 



^. 






1 



■I 






;^ 



#, » I 




'-. • 






, :X^ ^ 



252 



^y* 



X ' 



P 

haben. Wir hatten namlich diese Pflanzeii !m Topfe erzoge"? 



und im Garten auf ganz lockereii Grund gestellt , in 



welcl'«' 



Lage die Pflanzen sehr reichlich Friichte anzusetzen an 



gefa 



1- X\t 

gen hatten. Die Pflanzen wurden nnn mit ihren 5 durcn 
Abzugsoffnungen durchgevvachsenenj Wurzeln sorgfaltig ^ 
gelioben, damit die Wurzeln so wenig als moglich ^^^^ 
werden mochten, und hieranf saiximt denTopfen in mit Was 
angefiillte Untersatzsclialen gebraclit. Die Biuthenentwi*^ ^ 

dieser Pflanzen ging ihren gewohnlichen ungestor 

twickelten Bliithen behielt • 
diesen Verhaltnissen unveranderiich seine befruchtende K-f 



lung 
Gang. 



Der Pollen der frisch en 



ft 



(S. 127) 



dbefi 



cli 



tungen unlaugbar bewies: die Ovarien dieser nachgetr 
lien Blumen blieben aber unentwickelt und unbefruchtet ; 






1 



pflaH' 

zen vorgenommene Veranderung in den neu nachgetriebe" 
Blunien nlcht eingestellt. Ebenso wenig waren wir gliicki''" 



von Blnmen an abgeschnittenen und in reinem Wasser g 
tenen Stielen oder Zweigen jemals reife Friichte und guten 
mungsfahigen Samen zu erhalten. Von diesem lezteren 






C) 



Mauz 



M 



i 



Wasser 



reife Schotchen erhalten z« 



ben , als von Pflanzen , welche in der Erde gezogen ^voi 






waren : 
Hesper 



( 



74 



) 



Hierin scheinen si 






Weise wie viele monocoty'^ 



nische Pflanzen zu verhalteii, welche zum Theil sogar leic 
Friichte und gute Samen ansetzen, wenn 



\S^^ 



Stang 



der W 



als wenn sie mit ihr verb"" 






bleiben; wovon die Gartenliteratur mehrere Zeugnisse 1>^ 
unter anderen Tournefort und du Petit - Thouars C ) 
FriWlaria Corona imperialis, Lippold 

dum: weitere Beispiele liefern Cas. 



fef 



V 



(76) vC 

Medicus 



V 



cd^ 



of 



VERNOY ( 



78 



led 



An einigen anderen Pflanzen aus der 
eii haben wir keiueu solchen nachtl 



Kl 



pii- 



m 



ei» 



fii 

an 



a 



fe 



I 



Voi 



^ 




-irrm^w 



A 



lief 
all' 
die 
iiS- 

ke- 
tefl 

raft 

cb' 
be' 
die 



^^ 



/ 



; 






J' 



t* -■ 



« 



- 4 



4"^ 



/-J 



<^ 



253 






fi 



nuss der Wurzelverletzunar auf den Frucht- und Samen 



'"^atz bemerkt, 



Vorhe 



das 



z. B. einige Arten der Gattung Digitalis \ 
en aus dera freien Boden in Toofe . unbe- ^ 



W 



^ 

zasern mit der Erde, in welcher die Pflanzen 



' gevvurzelt hatten, in verDindung geblieben war (s 
''^chtung:^. 




f ». 



P 



^ 



^ , 



r 



.^ 



V 




£L^/^ 



r\ 



'-;■ 



^. 





J 



X 



I 
I 



! 



an- 
ne" 
id') 



'.af 

def 
led"' 

iide" 



■e»' 



vo 



t; 



fl 



:;? 



i^' 



PU' 



a 



s^^ 



\i 



e» 



, 1 



/ 

F 
J 

W 









/ 



ri 



; 



J 
^ 



v> 



> ^ 



/r -r 



V. 



I«. 






' ^J 



I 



I 



i 



1 



N 



V 



■ i 



F ' 



h 



^ ^1 



\ 




M 



7 



r 




-f! 










Till. Ton den Relzbarkeits 
Bewe^un^is - l^rischeinunj^en an 



del* 



Blumen und Befruclitung^js-Or^anei^ 



der Pllanzen. 



Im Vorhergehenden ist an verscliiedenen Stellen von 
wegungen der verschiedenen Blumentheile der Gewachse 
Rede gewesen ; sie sind an derlebenden Pflanze selir maiin'g 



die 



tig; ihre Quelle ist verschiedener Art, und sie werden so^ 
auf mechanische Weise bewirkt, welche jedoch imiiier d«^ 
die Vitalitat modificirt wird ; als auch durch Reizbark^' 
der OrganCj von welcher im Folgenden vorziiglich die H 



seyn wird. 



fiir 



gen bei den Pflanzen des Wortes 



Unterschiede der Irritahilitat bei den Thieren ; 






Wissens, 



da« 



Ander 



Wort Excitabilitat das Biirgerreelit in der deutsclien Sp 
noch nicht eriangt hat : so werden wir uns im Folgendei 
ajteren Ausd rucks bedienen : welcher ai 
nommen und allg-einein verstandlich ist, 

verwirrung einschliesst. 

An einem anderen Orte (*) ist von uns gezeigt woi" 






ang 



C 



Begf' 



flfe 



(it 

dass sich zur Zeit der Bliithenbildung in der ganzen P^*' 
eine erhohte Thatiffkeit entwickelt , welche dann in versC 
denen Bewegungserscheinungen, theils an der Blume ^ 



haupt, theils an ihren verschiedenen Theilen, und zwai* 



piC 



lif 



und deutlicher an den inneren , als an den ausseren her 



tritt (S. 103), Solche Bewegungen sind, den sogenan" 
Schlaf der Blatter abgerechnet, in deijenigen Period^ 






sic 
'iie; 

ode 



sie 
>iicl 



d 



ei 




die 

luei 



di 



le 



in 



d 



ep 



^en 




n 



»u 



^ati 



*!> 



ff 






_ -J- 



^ f 




en 
n 



Be' 

die 



lT 




kei* 

ae 



e 



dflS 



a 



k 



6' 



1 



f&' 






n 



|ii<5' 
be)" 



e 



Iif 



■vol" 

nte" 

de* 



255 



^«^bens 



\ 



rfer Gewachse 



am hanfigsten nnd 



^, ^ " der Zeitpiinkt der Befnichtung* beginnt : 



''ies 
Hen 

«der Vol! 



gfaltigsten, 

w ■ ■ 

sie setzen 



bis diese vollbracht ist, 
durch das Wachsthum 



o 



'g 



S^bt; sie sind daher tlieils Vorlauferj theils Begleiter 



^'e der 



ender der wirkliclien Befnichtung. 

Reizbarkeit und die Bewegung der Befruchtungsor- 
' Pflanzen sind so auflfallende Erscheinungen, dass 
Aufmerksamkeit der Botahiker der friiheren Zeit 



entgangen sind : doch hat sich die Beobachtung dersel- 
*^ehr den mannlichcn Organen als den andern Theilen der 

^ ^n zuge^^endet, welche vielmehr erst in der neoestert 
"flehr beachtet worden sind. So hatTuRpm die Bewee-uns: 

knv ^^^'^^ ^^^* Ipomoea sensitiva (^)5 Roxboujrg die Reizbar- 



^ie 



^^ ner Bhime der Amaryllis sallatoria ( ^ ) , Rob. Brown (^ ) 

^^3 Labelium der Corolie der Leeuwenhoehia pusilla be- 

und LiNDLEY erwahnt (^) der convulsivischen Bewe- 

im einiger Orchideen, z. B. der Caleya^ Pte-^ 



^^^^ de 
^^ese Bl 



8 Labelium einiger C 
und Megaclinium ft 



Doch fehlen uns iiber 



5nB 



V 



"men noch genaue und umstandliche Beobachtungen 



ersuche. 



M 



welcher sich 



^Ziehung auf die anatomisch-mikroscopischeUntersuehung 
•^evveo^lichen und reizbaren Sexualorgane melirerer Pflan- 




^^tale 



te»*osses Verdienst erworben hatj in Hinsicht des lezteren 

In diese Klasse von Erschei- 
wachse scheinen uiis auch die 



j^^^^ ^^ "euester Zeit ausgefullt 
J^gen der Reizbarkeit der Gc 



Mr 



H^nian 



ptischen Bewegungen der Bhimen des Dracocephalum 



MORREN ( 



^ 'u die Kenntniss der Bewegung der mannUchen Organe, 



He 



hi 



(S. 103) 
altere als nenere Botaniker, v6rdient gemacht: wir 



J^tt n^ *' vorziiglich Vaillant {^)^ Alex. Cammerer(9)j 

^ *1AMEL (10)^ COVOLO ( ^ 1 )? KoLREUTER (l^)^ CaS. M^- 

s,j^^ ^ ), DES Fontaines ( ^*)5 J. Edw. Smith C^)> ^^^' 

X, ^ ^ * ) 3 Rob. Brown ( i ' ) , Goppert ( i s ) , Ch. Morren ( ^ ») 

• »Ja manche der von diesen Beobachtern beraeikten 




I 



n 




k 



i , 



4« 



I 



J 

I 



I 



I 



I 



_^ 






^. t 



■ f 



I 







p » 






f 



ir 




256 



-1 i. 



^.* 



A 



J 

eines mo 



Bewegungen der Staubfa 

ficirten partiellen Waclisthums haben 5 andere aber von ^ 

licher Reizbarkeit dieser 



af 



Organe zeugen : so sind sie " 



irk' 



ch 



einer genaueren specielleii Untersuchiing zu unterwerfen. 

Dass aber nicht bloss bei den Staubfaden, sondein a" ^ 
bei dem Pollenapparate Reizbarkeit angetroifen werde, bev* ^ 
sen die vorlaufigen Angaben Reichenbach's (-<>) bei der Op ^J 
ovaia, unA die lebhafte und energisdie Bewegung in den 

I. 11 t__y-f_.i i .'.^J /!/# »«^/t..n »».,to!a.. oK./1oi'Pr Of^ 



L 

3 

cTeen , wovon 



Monacanth 

) 



Von 



bo" 



Staiibbeuteln mehrerer Synantheren ist die Reizbarkeit sc 
Ijingst bekannt: ofters ist es aber bei diesen Bliiinen ^" , 



ch 



zweifelhaftj ob mehr die Bliimchen oder die Stauborga"^ 
Bewegungsfahigkeit begabt sind: daher auch liieriiber ^ 

^ 



it 



U 



seit 



fit * 

Ueber die Reizbarkeit der weiblichen Organe ist unS 



C* - ) iiber die Marfyni 



Bignonia radicans bis auf die Zeitj dass die Reizbarkei 



Mimulus 



HA 

ste" 



deckt worden, nichts bekannt geworden: erst in der neu^ 
Zeit ist die Aufmerksarakeit der Pflanzenphysiologen B* 

r " 



auf diese Organe gelenkt worden. 

Dass die Beobacbtungen der Bewegung an den weibu^ 



Organen weniger genau und zablreicli waren — woraiis 
ohne Zweifel die Meinung selbst bei deii neuesten Botan'"^ 

nicht sowohl darin, dass sie als weniger wichtig fiir Aa» 

■ /Till'*' 

schaft der Befriichtnng geachtet werden moehten, oder 



als d 



dass die Reizbarkeit mehr dem man 
ZeugnngvSapparate zukomme 



eifl 



die Bewegungsfahigkeit dieser Organe seltener als be> 
mannlichen vorkommt: sondern es mag vielmehr darin s 
jGrund haben J dass diese Bewegungen in den meisten FaH^" 



eH 



J 



w 

eine geringe raumliche Ausdehnung haben, und wegen 



ill)'''' 



Unscheinbarkeit weniger in die Angen fallen: dass si^ 

als jene bei 



bfii 



Pfl 



ten. 



gsam 



wodurch s»^ 




B 



ea 



<)ei' 



telf 



St 



n 



'»a 



«ii't 
Sell? 




\\ 



^:j 



eioi 

Hie 
Voii 



Q 



ra 



eft 



u 



Q 







Wir 



\v 



OXi 



'Ni 



la 



a: 



•"ef 



d 



ea 



W 



'It 



ftct 



e 



h 



H 



(ii 



*i 



# 



^ 



z -^^i-r 



>M 




I 

4 



oaf' 







ch 



,11 



ch 



vvei- 

it 



ho 





liioc 



h 






it 



it*" 



iS 



te" 



iiie 



lif 






s 



Jii 



^ 



(J^" 



ei'i 



eH 



11 



fliif 



ib»' 



ef 



e 



n 



e 






N^ 



257 



B 



eacht 



tier 



F 

"ng: leichter entgelien; denn 



haufig sind die Veran- 



"Seu an den unscheinbaren kleinen Narben nur vermit- 

ties Vergrosserungsglases zu entdecken'. Auch spielen 

^ Che dieser Bewegungen so sehr ins Gebiet des modifi- 

^ partiellen Wachsthums Iiiniiber, dass hierin bei ver- 
'^^''edenen 



''itsb 



1) 



Kh 



Pfl 



anzen die Unterscheidung zwischen Reizbar- 



ewegiing und Wachsthum schwer zu machen ist, z. B. 



g. ^ o ---- ^ — _. 

"en Staubfaden des Dictamnus alhus und den Narben der 



aceen. 
A 



*^Mc 



Usser den alteren, an Martynia annua und Bignonia 



Qns Von KoLREUTER gemachten, Beobachtungen sind an 
i*edenen Arten des Mimulus, besonders von Kielmeyer 



(U 



Hi 



)^ Ca 



§:eVe 



SSEL ( 



25 



), Braconnot (26) und G6ppert(2'') ei- 



eioi 



ge 



^^Hu&i 



I'suche angestellt worden : diesen schliessen sich noch 
andere, z. B. von Cii. Morren (^s) an der Hulle 



Vojl 

(? 



**wmj der Goodenovien gemaclite Beobachtungen : so 



die 
Ker 



f4 



''^tiola 



utn 



4 

Von DoNN (^^) an der Narbe der Pmus Larix und 
(^^) an Arctotis: Linne und L. C. Treviranus an 

( 



SI 



r 

) : Morren (^ '^) an Goldfusia anisophylla (Ble 



^^isophyllum Juss.) an ; alle diese Pflanzen besitzen die 



'^^barkei 



^ttu 



J-' 



t und Bewegnngsfiihigkeit nur in der Narbe. Die 




n 



''S Stylidium (^^) zeigt ihre Reizbarkeit an efnem an- 






Then 



der weiblichen Organe^ nainlich an einer be- 



r 



*^^ten Stelle der untern Curvatur des Griff els ^ woriiber 
''^h Morren's vortreffliehe Zergliederung i^^)^ so wie 
^ ^es inneren Baues der Narbe der Goldfusia ^ genaue 
^*»tniss erhalten haben. 






w ^ diese Reizbarkeits - und Bewegungserscheinungen, 
it) 1. '^ ^wch noch den Schlaf der Blumen rechnen moehten. 



I 



le 



a 



Voile Entwickelung der Bliithe der Pflanzen fallen: so 



^ 'IJe Ve, 



•"cf V 



muthung sehr nahe, dass dieselben in unmittelba- 



a 



ea 



\ 



M 



h{ 



e 



binduug mit der Befriichtung stehen ; daher auch von 

6n Botanikern und Pflanzenphysiologen angenomnien 

dass sie in einem Causalnexus mit dem Befruehtungs- 



*»»ei8t 



steh 



^%j """Gn: indem sie denselben nicht bloss unterstiitzen, 
^^ •» manchen Fallen auch einzig bedingen sollen. 

'•^ > Befruchtung der Gewsiclise. l7 





\\\ 







M 



{ 





Jf 




I' 






■i 



258 



Gegen eine solclie Bedentung derBewegungder Ben 

««^ ^«l,^T u Js„ x_ ^ J«« C*»"irlial'^*^ 



tungsorgane erhoben aber die neiiesten Gegner derSex« 



der Gewaclise, 
starken Widen 



Jis ScHELVER(3^) und Het^schel 
ohne dass sie jedoch in ihrem 



5 



Heftigkeit und Erbitterung gefiihrten, Streite tiefer in 
l^fatur dieser Erscheiniingen eingedrungen waren , odei' ^ 
haupt ein helleres Licht dariiber aufgesteckt batten, 
liielten daher fiir nothwendier , durch ^enaue Ve"""''^'^ "^ 






Gegenstand weiter zu verfolgen ^ und seinen v 



erschiede""" 



M 



naher nachzuforschen. Da uns aber 



kei"« 



andere, mit diesen Eigenschaften begabte, Pflanzen zu 



bote gestanden waren , 



Gattnng 






uf^i^ 



Mimulus : so mussten wir unsere Untersuchungen nur a 
Beobachtung der reizbaren INarbe dieser Gewacbse bescn^ 



deiu wir die Phasen derBewegunsrserscheinung 



del' 

.in 



ganzen Lebensprocess dieser Blumen zu verfolgen suchten? 
der Ueberzeugung, dass sich aus einer solehen genaue^^ 



nur von dieser 



keitserscheinung?^ . 
einzigen '*'••• ^^'^^ i^«««r,^^ ^«i-r>h*> K^ 



Art von Pflanzen solche 



late ergeben wiirden 



ten^ 



dass iiber jene Frage, ^^^'^^ign 



bei der Gattung Mimulus^ vorlaufig entschieden 



konnte. 



Die auatomische U 



der Narbe, ^^ 



dtf' 



4 



ihre Vitalitat zerstort wird, schien uns damals, ^^^ 
^iese Beobachtungen unternahmen , in dieser Be^^^ 
weniger geeignet, bieriiber Aufklarung zu erhalten; 
irleich in anderer Hinsicht von ffrossem Werth e-ewese 



tfif 



i 



un 



ob 



si^ 




riif 



wiiide: aus den mehrmals angefiihrten Ursacben musstc" . 
jedoch auf diesen Theil der Untersucbung verzichten > " 



di 



P 



It 



ben 






piscben Zergliederungen des Griffels von Stylidium u"^^^,,, 
Narbe der Goldfusia diesemMang^eleimVermassenabgeh*' . 

[rung des in|''i, 
dieser Orsfane i2:emacbt: "- — -■"»- — -*""" '^'« ^'^ 



fkl 



wenn sich anders die 



Narbe des Mimulus ebenso 



N 



a 




til 



h 



hi 



Je 



Bl 



e 



d 



er 



Uii 
k 



ai 



Sic 




So 

Bl 



se 



A 



r 






e 



Vo, 



\\ 



I 



tiicli' 



t 



') 






u 




lira"' 

In J^"" 
.in 



11 



II? 



n 



iiii 



all 



e^ 



'S 



«)■ 



te"^ 



es 



er 



de" 



dii''^^ 



$ 



d 









f-y 



259 






D 



er holie Grad der Reizbarkeit, welche sicli an der 
einiVer bekannten Arten von Mimulus ^ und vielleicht 



ner ganzen Gattung zeigt, gab uns Veranlassung in den 

^^«^en 1835, 1839 , 1840 und 1842 eine Reihe von Beobach- 

S^n und Versuchen mlt den Arten guttatus^ luteus 5 moscha- 

5 besonders aber mit dem cardinalis^ anzustellen und zu 

^'^derholen : 






gen 



indem wir diesen lezteren vorzuglich tauglich 
5 weil die Succession der Entwickelungs-Erschei- 

+ 

Blumentbeile sich an dieser lezteren Art bei den 



'^liiedenen Bluinen und zu verchiedeneh Zeiten ehvas mehr 



eich 



fii 



als bei den anderen Arten , und die Grosse der 



Wien der Behandlung gunstiger ist. 



d 



Bl 



G,. 



k 



liffel 



er GrifFel des Mimulus cardinalis steht frei in der Mitte 

* 

Uftie : er ist von der Riickwand der Corolle abgebogen, 
® Narbe reicht iiber dieMiindung derselben liinaus. Der 
der anderen Arten ist kiirzer: so dass deren Narbe 



80 



^ '^^ bis zum oberen Rande der Faux der Blume reicht, und 
^" denselben aniegt, wodurch es geschieht , dass sich 

"•esen Arten die obere Lippe im natiirlichen Stande niclit 



Sich 
b 



Mimulus 



dessen 



seh, 
Art 



"^enbau die Beobachtungen und Versuche in dieser Hinsicht 



' erleichtert. D 



Schlitzen der Corolle der anderen 



y^ da 

die 



N 



' Riicken , wodurch weder die Corolle in ihrer Dauer, 

' Pistill einen Nacbtheil erleidet, wird der Griffel und 

arbe frei, wodnrch sich die Stellung wnd Bewegung der 



Di 



Mimulus 



. "le Gattung Mimulus hatj wie alle Scrophnlarineen, 



^^'i dem 






Seti 



CS.224) 

Dissepiment des Fruchtknotens ausgehende, zarte 

^nose Lamelle bis auf die Halfte der Lange des Griff els 

ei Halften und zvvei in eine Spitze sich verlierende Canale 



i*ibi 



r 



ftiirt 



leilt 



^'ird. Von diesen zwei verwachsenen Fortsatzen des 

notens und diesen Schenkeln des, nach oben compri- 

* '^ «nd etwas breiter werdenden , GrifFels sezt sich ein sehr 



selbe 



»n der oberen deutlicher und starker, als in 



d 



h^ 



17 



\ 



4^4 



-\ 



\ 




« 



■f 









'J 



,' 





M 




1 



1 



i 



I 



1 



I 



'/ 



Hi 



260 



tere 



unteren : die obere Lippe entspiicht dem oberen, die «n 
dem unteren Loeulament des Fruchtknotens. 

In Hinsicht der Gestalt, Grosse uiid Oberflache der Na"""^ 
findet bei den vier genannten Arten des Mimulus nur ein » 
iino:er Unterschied statt : die des Mimulus cardinalis ist ^ 
herzforniig'5 die der anderen Arten mehr rund. Die au^^ 
Flache ist bei alien unbehaart und glatt: die innere erscheJ" 
bei Mimulus cardinalis nacli dem Oeffnen der Lippen 
glatt J und entwickelt ihre Harchen erst spater: da im 
theil bei den anderen Arten diese innere Flache sich nn 
sammetartigen oder kurzwolHgen naliert, und die etwas l^'^o 
.^„ -,„g, . „ ^^. — • 



beinab^ 



oC 



auch die Ursache davon seyn mag, dass sich die Lipp^" 



del" 



selben 

und el 



geb 



Ran 



Mimulus 



disi 

10 



tus ist die kleinste , aber eheu so reizbar , als die der an 



de 



Arten. 



Ite" 



Da es von Wichtigkeit zn seyn schien , das Verlia 
derNarbe des Mimulus vor der Befruchtung kennen zu W^ 



so haben wir unsere Aufmerksamkeit zuerst auf diesen 



Zeit' 



punkt der Entwickelung der Narbe gerichtet, und folg^ 



de 



Beobachtungen dariiber angesteilt. 

Im Momente des Oeffnens der Blume des MimuU^ 

I 

Morgenzeit sind im natiirlichen und ungestorten Gang^ 
Entvvickelung (in unserem Clima) die Antheren der lang^ 



del" 

Staubfaden gewohnlich schon geoffnet; vielfaltig fandew 
aber auch (besonders bei heisser sonniger Witterung) di^ ^ 
theren der kiirzeren Staubfaden vor denen der langeren "^ 
sciiend : — eine Erscheinung der Anticipation und Ung'^jj' 
zeitigkeit der Entwickelung, vvovon bei den anderen Th^' ^ 
der Blume an verschiedenen Orten mehrere BeispieleangC'** 
worden sind. — In diesem Zeitpunkte der Entwickelun^ j^ 
Blume befinden sich die Narbenlappen noch genau und ^^ 



auf einander liegend, gleichsam aus einer einzigen La*"^^ 
bestehend, in gerader Richtung mit dem etwas nacb '^'^ 



teJ' 



Ve 
de 






a 



lie 

Di 

^vi 

Ac! 

Sic 

Ver 







1 



le 



an 



Sic 



die 




h 



a 



555 




in 

»oi| 



e 



Wi 



\. 



%m 



*>' 





t 



ere 



rbe 

ge- 

ehf 

el*" 

eiii* 
ab« 

efl' 
eifl 



Iten 

efl' 



n 



def 
icli' 



J" 

u 




de^ 



ac 



jj 



e 



lie 

teJf 



201 

"mmten Griffel , wahrend das andere Antherenpaar nocli 

^^^chlossen ist, die langeren sicli an den Rand der Narbe 

S^» 5 und die kiirzeren Staubfaden sicli nach und nach 

^ langern. Nach Einer bis zwei Stunden nach dem Oeffneii 

^orolle am ersten Taqe, — je nachdem die Sonnenwarme 

grad 

oenn'ppen an sich zu spalten, wobei die untere sich deut- 
von der Achse des Griffels entfernt, wahrend die dbere 

Die*" '"'"' 

^ ^utere Lippe der Narbe sezt (bel + 18^ R.) unter Eiii- 

^ ^"ig der Sonne (langsamer im Scbatten) ihre Bewegung 

Weffnen fort: indem sie sich in 4— 8 Stunden mit der 

^^^e des Griffels bis auf einen Winkel von 90« offnet: wah- 



-■l 



*G Blume einwirkt oder nicht, und dem Feuchtigkeits- 
^ des Bodens und der umgebenden Luft^ 



fangen die 



und in gerader Richtung mit derselben verhiiirrt. 



'^«^ die 



150 



obere etwas dickeresich kaumbemerkbar ^ hochstens 



5 Von dieser Linie entfernt. Innerhalb dieser Zeit offnet 

audi das andere Antherenpaar , beide Staubbeutel 



^'^h dann 
^"g'eich 



l^i-schied 



S 



oiiiie 



ai 



eB 



^ie das erste. Die Zeiten dieser Bewegung sind bei 
enenBIumen nichtganzgleich. MitdemUntergangder 
^nd zur Nachtzeit steht nach Verfluss des ersten Tages 



i --ewegung zum Oeffnen der Narbenlippen stille^ doch rait 
la . ^^^^^'^g der Reizbarkeit fiir jeglichen Reiz, Im vater- 
^chen Bo^en dieser Gewachse mogen diese Veranderun- 

*^'^* schneller, und ohne Zweifel fast gleichzeitig vor 



Sich 



geben. 






Atti Morgen des zweiten Tages (d. 26. Jun! 1S40) hatte 

etwas grossere Lippe noch dieselbe Stellung und 



h 



.. '''^^'"e , etwas gro 
'f ^*tt»g beibehalten , 



25 

f, 



300 



olg-t 



welche sie am Tage zuvor erlangt 

die obere Lippe aber richtete sich bis 10 Uhr bis auf 

von der Achse des Griffels auf» 



'Me 



e kei 



Den Tag iiber er- 



ne Veranderung und die Narbenlippen blieben auch 



»i 



Q 



%in 



hierauf folg-enden Nacht unverandert in ihrer einge- 



enen 



e 



Stelhmg, und veranderten sie nicht; wie es iiu 



^entheil die Bliittchen der Sensitiven thuu. 



Wi i?.^^ Morgens am driUen Tage (d. 27. Juni) stellte sich 

^mulus cardinalis die obere Lippe der JSarbe der nnteren 



V 



\ 



I 



I 



^\ 



s . 



Ill 



i 



I 



ill 



I 



r 




II 











I 



f: 







1 



262 



gleicli, «nd die ganze Naibe war nun flach ausgebrei 
Die Blume blieb ganz frisch und lebhaft : die Antheren 
langeren Staubfaden waren fast ganz verstaubt. Der St 



tet. 

a 



der Narbenlippen zeigte ira Laufe des ganzen Tages 
Veranderung, und blieb auch in der darauf folgenden 
derselbe. (Bei warmer Witterung ist die natiirliche 
tung am Ende des dritten Tages gewohnlich vollbracht.) 



keiii^ 

gefruch' 



die 



Den vierten Tag (d. 28. Juni) Morgens 9 Uhr waren 



Antheren der langeren Staubfaden ganz 



verstaubt und le^' ' 



Die Narbe"' 

•lick- 



die der kiirzeren enthielten nocli etwas Pollen. 

lippen batten sich in einem Bogen gegen den GrifFel zui 

gekriimmt : auf der inneren Flache der Narbenlippen wU' 



die karzen Harchen sichtbarer, und in der Commissur ^ 



de" 



Narbenfliissigkeit ausgeschwizt. An der Corolle war 



kaui* 



eine 



d 



di" 



leichte Abnahme ihres Vigors bemerkbar. Am ^" , 
und in der Nacht blieben die Narbenlippen geoflFnet, «" 
ihrer Stellung unverandert. 

Am fUnften Tage (den 29. Juni) Morgens hatte sich 
Anzahl der Harchen auf den Narbenlippen verraehrt, 
etwas verlangert : in ihrer Spalte zeigte sich etvvas 
Narbenfeuchtigkeit: die Lippen selbst waren mehr spir^ 
zuriickgekriimmt. Aller Pollen , auch der der kiirzeren 



iin 



d 



nie 



111' 



f» 



lis" 



theren i war nun vollig verstaubt. 



Obgieich durch 






en 



{■ 



de' 



Verstaubung eIne natiirliche Befruchtung des Ovarium^ 
gesehehen konnen: so waren doch selbst mit der Loup® 
Pollenkorner auf der Oberflache der Narbenlippen z^ 
decken. Die Pollenkorner des Mimulus sind zwar ^^ 
ordentlich klein, langlicht oval, und konnen daher a"^ 
Narbe nur durch eine sehr starke Yergrosserung aufgefi^*^ 
werden; da aber der beabsichtigte ungestorte Zustand 
Ruhe der Narbenlippen eine solcbe Annaherung , aus B^S 
niss einer zufalligen Beriihrung, nicht erlaubte : so ^^ 
der nachherige Erfolg an dem Fruchtknoten abgewartet 
den 5 welcher iiber die geschehene oder fehlgeschlag^ii^ ., 
fruchtnng entscheiden musste. — Indessen zeigte der ^ 

beschriebene Zustand der Narbe und die lan^^ere Da*^^* 



,<<' 
t 



c 



de 



oi 



s 



fiel 
di 



r 



e 



Sat 




li 



P 



ge 



h 



ie 



nai 
spji 






a 



Si 
de 

no 
an 



sta 



u 



^1 

Vo 



li 



1 



t 



\ ' 



,_^>...--_ 




^r 



J-^i 





i 



tet. 



die 
ei-' 

de" 

ell'' 
di«' 



die 



I! II 



J 



e 



ill' 

AH' 
ittc 



I 



lii 



e) 



iiie 



e 



lit' 



n 



der 

de" 
def 



or^' 



bs 



t^ 



e 



gte 
-el" 



06- 

be" 



je< 



263 



C 



""■^ne schon jezt hinreichend an , dass keine Befruchtung 
bariums erfolgt war. — Am Abend dieses fiinften Tages 



SO 



"*^ Corolle, iiachdem sie ihre absolute Dauer (S. 52) ev- 
^••^ht hatt 



di 



rB 



e 



e J unverwelkt und nocli ziemlich frisch ab. An 

^ 

asis der Staubfaden, und ihrem Anheftungspunkte an 



Coroll 



^atz der 



e, befand sich sehr viel Nectar (S. 84) ; in dem An- 



Corolle unterhalb dem Insertionspunkte der Staub- 



! 



^n War aber keine Spur davon anzutreffen. — Die Narben- 
Ppen waren trocken , fdscb und in ihrer Stellungunverandert 
iieben : so auch in der darauf folg^enden Nacht. 
^ni sechsten Tage (d. 30. Juni) blieb die Narbe in dein 
^nderten Zustande, wie am Tag zuvor: sie war von 

^111 Aussehen wie der Griffel; nur die obere Lippe be- 
nicht 



<»nve,.| 



fri 



sch 



hielt 
»iach 



immer 



, wie die untere, ihre spiralisch zuriick- 

^gene Form , welche aber durch Einwirkung der Sonne 

einiger Zeit wieder hergestellt wurde. In der Narben- 

^ar keine angesamraelte Feuchtigkeit zu finden. 

. ^in siehenten Tage (d. 1. Juli) war an der Stellung und 

_ Aussehen derNarbenlippen keine besondere Veranderung 

^iiierken : nur waren sie trockener und magerergeworden, 

^'^^ ^liechen 

S «iber lebhaft, aber mit zeitweiliger Unterbrechung, auf 
S^scbienen hatte. Bei der Betrachtung der oberen Fiache 
en mit der Loupe im Sonnenh'chte zeigten sich doch 



einer diinnen Membran, nachdem die Sonne deu 



de 



>'selb 



'^och fei 



ne feuchte Punkte auf derselben. In der Nacht blieb 



e alles unverandert. 



'" '■" Narb 

Am Morgen des achten Tages (den 2. Juli) war der Zu- 
' ^^^ Narbenlippen noeh der nainliche^ wie am siebenteii 






und in der Sonne zeigten sich wieder viele feuchte 



t^ Q'Uf ihrer oberen Fiache. Am Abend nach einera sonni- 
b *^g war die Farbe der Lippen nicht mehr frisch: am 
^j ^ der unteren zeigten sich kleine braune verdorbene 
^ fcen. JDei- GrifFe! war in der Abnahme, und seine Farbe 

eniger frischem und gesundem Aussehen. 
J Morgens am neunten Tag (d. 3. Juli) waren beide Narben- 
^^^ ^ollkoiumen spiralisch zuriickgerollt, und ausser dieseiri 



fcr 



V 



J 



* ^ 



I 

I 

I 

1 



* 



i 




i m 



II 






r- 







-^-"^^ 





I ! 







f 

it 
1^ 



\ 



4 






h 

\ 






I 



^t 



I 



It / 




^ 



264 



keiiie 



:llt 



bar geworden , als dass der Rand der Lippen braun und ^ 



die obere Flache derselben mit feuchten P*^^^ 



. \: 



ten von dicklicher Consistenz besaet war. 



Am zehnten Tage (d 



waren 



die NarbenlipP 



en 



Inne' 



oi" 



Um 



•.^ 



am Rande herum mehr vertrocknet und abgestorben; ini 
ren aber an der Spalte noch griin : die Griffel diinner g^v^ 
den. An dem Fruchtknoten konnte keineZunaiime seines 
fangs wahrgenoinmenwerden. Bin angebrachter mechanise 
Reiz bewirkte keine Zusammenziebung der IN arbenlippen i^^ 

Den eilften Tag (d. 5. Juli) Morgens war der Griffel 

L 

iiber die Halfte seiner Lange vertrocknet ^ und kein 
schwellen des Fruchtknotens geschehen. In diesem Zust^ 
blieb der Fruchtknoten : indem der Kelch zwar seine g^^'^'^ 
grune Farbe beliielt , aber an demselben weder eine Verg 



A" 



de 



rung 



g 



ei' 



hellt, dass das Ovarium unbefrucbtet geblieben war, obg'^' 
die Antheren in der unmittelbarenNahederNarbe reffelm*'*'^ ^ 
verstanbten, und die Narbenlippen von dem Zeitpunkt "> 
Oeffnens bis zu ihrem ganzlicben Verderben keinen 
blick g-eschlossen waren: ein Unistand, der in Bezieh 



Au*^"" 



g 



a" 



f 



4 
Site 



flf 



den etwaigen Einfluss, welchen man dem Akte der VerstaU 
des Pollens iiberhanpt auf die Reizbarkeit der Narbe "^ 
zusclireiben mogen , wohl zu beachten ist. Entweder 
der Pollen bei diesen Blumen unkraftig^ oder die weibh^ 
Organe steril ^ weil keine Befruchtung des Ovariums erfoig 

Diese Beobachtunjjen wurden bei meistens sonnigd* ^ 
terung und einem Temperaturwechsel von + 15^ bis 2* 
angestellt. Bei spater vviderholten , und bei anhaitend^^ 
Sonnenschein bei + 21^ bis 31^ R. gemachten^ Beobachtun^ 
erfolgte eineBeschleunigung des namlichen Erfolges uiw ^\ 
Tage, welcher Einfluss der Sonnenwarme auch auf di^ * . 
baren Staubfaden der Ruta graveolens. Centaurea, Cistus^ 



) 



^„. iit verhielt sich die reizbare Narbe des I^^^ 

lu8 in ihrem mit der Blume und dem Leben der Pfla»^^ 



in 



St 

Bl 
C 

1. 



u 



a 



C 

au 



15 

r 

k 



i) 



Sid 

Wi 



e 
a 



S 
k 

stil 

Si 




ti 

«ij 

SI 



I 



\ 



\ 



-i 





T^T" 




r 



c 



lit 



Ilk' 



P 



eit 



II 



lie- 



Iiei* 
ell'' 

An- 



il 
111 



de- 



bs^' 
ei" 

o-eii' 

If? 

a" 



f 



II 



11^ 



stte 



lia 
A- 

erf 



J5 



aV 



el 



■ei^' 
vol' 






265 



i-uhi 



&er ungestorter Vei'bindung stehendem Zustande: wir 



iien uns nun die Frage : ob sicli die Narbe desselben auf 

S iche Weise verhalte, wenn sie sammt dem Griffel von der 

""le getrennt ist: also dass w eder die Verbindung mit der 
Urolle^ 

**& der Antheren auf die abgesonderte Narbe einen Einfluss 

"^n konnte. Ueberdiess lehrten uns die Beobachtungen 

ovoLo's (3 8) ^ j^ Edw. Smith's ( ^9 ) und Hitter's ( *» ), dass 

dig abgeschnittenen Staubfaden der Berberis noch einige 



noch mit den Staubgefassen^ nocb auch die Verstau- 



^eit ihv 



e Reizbarkeit behalten. 



J 

^ie mit dem Griffel in verschiedener Lange (von 9'" bis 
3 vermittelst eines sehr scharfen Instruments vom Frneht- 



N 



. ^11 getrennte, und in angefeuchtetem Sande gehaltene, 



i^rbe des 



vvie 



Mimulus 



verbielt sich sowohl in Hiu- 



F 



oer Zeit, als der Verauderungen selbst, ganz eben so, 

^11" es bei ihrer Verbindung nnd Zusammenhange mit 

^ *^^'uchtknoten und der ganzen Blume vorhin beschrieheu 

Die Narbenlippen blieben namlich auch in djeseni 
^ Von ihrera Oeffnen an, bis zu ihrem in 10 bis 12 Tagen 



a])e 



r'f«%ten 



S 
k 



Verderben oder Vertrocknen, (d 



s 



"6 Vom Rande aus geschieht,) ebenfalls bei Nacht geofFnet : 
"imten sicb mehr mit dem Alter, und schlugen sich endlich 
^bsch gegen den GrifFel zuriiek. Nur dann, wenn das Griffel- 

^ ^'^ Und die Narbe durstete, und daber beide an wasserigeni 
I'uugsstoffe Mangel litten, schlossen sich die Narhenlippen : 

f .. ""eten sich aber in kurzer Zeit, und stellten sich in ihre 
^^"6 Lage wieder her, so vvie sie aus dem frisch auge- 



f 



eucluet 



B 



en Sande neuen Nahrungsstoff eingesogen batten. 



M 



Dursten der Corolle allein , wenn sich diese noch an der 



ti 



^^pflanze befindetj oder die Blume auch von dieser ge- 



, ^t ist J wird keine Zusammenziehung der Narbe bemerkt: 
^wei-fel weii der Kelch und der Fruchtknoten noch 
ft "^^^eichenden Vorrath von wassrigem Nahrungsstoff 

J,. ^i 'im diV ISTnrKo Mnv ripm W"«illr wprrlpn 7ii sr-liiifzftll. UHtt 



i-e 



»sch 



i) 



zu erhalten. 



^'>»» euthalten, welches den Griffel bildet: 



Welkwerden zu schiitzen, 
Dieser Nahrungsstoff ist in dem Pa- 

eieh 



& 




\ 



s 4i 








f 



i 



.1 



I 



1 



^ ^ 




% 



\ 



ii 






/«' 



'/ 



i 



\ 



266 



der Griffel des Mimulus inwendig hohl und dieser Canal zi«"*^ 
lich weit ist (S. 224, 259) und sich etwa 12"' bis 13"' " 



ntef 



der Nai-be in zwei Schenke! nach den entsprechenden Lo 

On. 

lamenten des Fiuchtknotens etwa 5'" bis Q'" iiber dessen » 
sis theilt: so haben wir doch niemals eine Fiiissigkeit 
angetroffen: den Griffel aber und die aussere Lage desFruc 
knotens, aus welchem sich jener fortsezt, immer safti'^' 
gefund 



daii" 



Aus diesen Beobachtungen ist ersiehtiich, dass^*^*' 



Id 



hH" 



alS 



selbst fiber lassene unbestaubte Narbe des Mimulus so wo 
ihrer Verbindung: mit der Corolle und dera Fruchtknoten j 
auch von denselben getrennt, ohne ausseren Reiz, selbst « 



d 



sich weder bei Tag noch bei Nacht z 



usaiH' 



menzieht; sondern, einmal geoffnet, oflFen bleibt: 



d 



k 



Wachsthums «" 



d 



ihrer vollkommenen Entfaltung, welche in einem spiralfoi'^ 
gen Auswartsrollen und moglichst voUstandiger Enthiill'''^ 
der inneren Oberflache ihrer Lippen besteht. 

Ganz anders ist das Verhalten der Narbe der Mitn^^ . 

0^ 



Arten gegen ausserliche mechanise he oder chemise he Ret^^i 



Mi 



Rei« 



]Sa» 



be 



barkeit zeigt sich sogleich, wie sich die Lippen der 
zu spalten angefangen haben, und noch ehe die Concept''' 
fahigkeit bei ihr eingetreten ist (Conf. S. 31, Nr. 7). Bei^* 
mulus guttatus , luteus und moschatus bevvegt sich jede l^'P*^ 

r 

besonders , oder auch beide zugleicli auf einen angebrac 



e 



mechanischen Reiz, oder eine sanfte Beruhrung; mit der S*^ ( 
iiadel oder einem Pirisel, iudem sie sich schnell wieder 
einander legen. 



Bei alien Arten des Mimulus macht , wIe schon obe^ 



all' 



e 



gemerkt worden, die untere etwas grossere und mit*" 
gewimperten Rande iiber die obere etwas Iiinausragende ^^^^i 
nicht nur bei der ersten Entwickelung j sondern aucb 
ilirem jedesraaligen Aufschiiessen nach einem angeb 
Reize, den Anfang zur Bewegung. Dieses Wiederoffiie'^ 
gereizten Narbeniippen geschieht anfaiiglich sehr lang^* 



raclit^" 







e 



ein 



Hi 

di 



e 



Wi 



b 



e 



1^ 



a 



e 



d 



Mi 
fol 



b 



tt 



^u 



^ 



u 










ne 

gal 
»ii 



Si 



^ 



e 



vvil 

in 



ni 



d 



e 



t 



I 




\ 



rtt' 
tef 

CU' 

icl» 



iVi 



jf 



i" 



a 



Is 



den 
Is" 

lUl' 



u 



4 



W 



un 



a 



|ipP 
ten 



e 



ec 



li' 



»u 



f 



lipp" 

teH 



1 



,»ii" 



267 



^ ^eiteren Verlaufe nimmt aber die Geschwindigkeit dieser 

ttnungsbewegung, besonders bei der unteren Lippe^ in 
^^ oemerklichen Progression zu. Die Sonnenwarme ist 



^as kr 



aftigsfe Mittelj dieses Wiederaiifschliessen zn beschleu- 



8^n. Bej kiijjier^ triiber und feuchter Witterung erfolgen 
Oeft'nungsbewegungen urn Vieles langsamer. (Ganz, wie 
^' ^s an den Blattclien der Mimosa sensitiva beobachtet ha- 
^^3 i^nd Dassen (41) bestatigt hat) 

Das Schliessen erfolgt in der ersten Jugend der geoffneten 

^^be auf den angebrachten Reiz augenblicklich ^ gleich einer 

^*^Gizuekung von einem elektrischen Schlage. Das Oeffnen 

^^Iben geschieht langsam; gleich anfanglich in 8 bis 10 

^^ten : des Abends nach wiederholten lleizungen in 15 bis 



ab 



••luten. JNacli mehreren Tagen des Bliihens, oder nach 



gefall 



ener Corolle offnet sich die Narbe erst vvieder nach 



Paar Stunden. Nach dem sechsten bis siebeuten Tage er- 
S* zwar bei abgefallener Corolle und verhinderter Bestau- 
^^ auf eine starke Beriihrung- der Lippen eine Bewegung 
f, Schliessen derselben , aber keine vollkommene flache 

'Henziehung mehr. Zuweilen haben wir sie auch in die- 
en Stadium ihres Lebens sich noch sehr langsam und 



^ 



•isajii 



'«ck 



^^' zusammenziehen gesehen, ohne sich im Schatten wieder 

"^n zu konnen : zuweilen hatte sie aber im hrafligen Son- 

^^chein nach 45 Minuten bis Einer Stunde sich wiederuin 

^enig zu spalten oder zu klafFen angefangen, aber sich 

*i^ehr ganz zu offnen vermocht: in welchem Zustande 

tt vollends vertrocknete. Je langer daher das Leben 



Sie 



dan 



vviea 



^aibe schon gedauert hat, und je haufiger die Reizung 



J, ^^^'holt worden war, desto langsamer erfolgen beiderlei 
J "^heinungen, sowohl das Schliessen als das Wiederoffnen, 
S^eichem Verhaltniss wie Anfangs. 



^Qn 



**ei den Staubfaden des Cistus ledifolius und der Spar- 

^ ^^d africana baben wir ein ahnliches Verhaltniss der bei- 

, «i Bewegungen bemerkt. Jeder einzelne Staubfaden ent- 

^ ^ ^^^^* '^^i Oislus aiif einen einzelw angebrachten Reiz, 

*^" nicht plotzlich und gleich im niiraHchen Momente der 



tHI 




t 



I 



i 



^--■-^ 



1 



t 

■l 



n 







I* 




L 



i 

t 



II 



jl 



i r^t 



i 



t 



1/ 





•^ 



208 



(wie die Narbe des Mimulus,') sondern 
1 paar Secunden , (also bedeutend lane 



,alS 



!nlippen des Mimulus^ uud das Fallen der Mim*^^^' . 
) von dem Centrum geg-en die Peripherie, ^'^ 

'.laca Dilosa : aber docli in einer bea^ 



Port 



kill 



un 



ihre vorherige natiirliche Stellung zum Griffel begeben 



ches immer 5 bis 10 Minuten dauert. 



Dens 



Untei 



dill 

el' 
■A 



Vi 



■ 'til 

in der Oeffnungs - und Schliessungszeit bemerkt man aucU 



Wiederaufrichten der Blattchen der M 



Wiederoffnen 



J 




Blumen beim Schlaf (S. 30, Nr. 4). 



Bei Mimulus cardinalis zeigte sich die untere LipP^ 



eitf' 



d m^ 



litet ^^^ 



pfindlicher als die obere; bei Mimulus guttatus un 
schien es uns der umgekehite Fall zu seyn: ungeac 
uns von der Richtio:keit dieser Thatsache, (um der iibri^^ ' 

Mimulus beobachtet^^^ 



bei den genannten Arten der Gattung 







Harmonie dieser Erseheinungen willen,) nicht ganz iiberz^"» 
konnen. Bei dem Mimulus cardinalis sind die beiden FI^^ 



ei' 



der Narbenlippen in der ersten Jugend ihrer Entfaltung %^^ 
meclianischen Reiz gleich empfindlich : bei dem guttattiS ** 



rfolg 



den wir deren innere Seite bedeutend empfindlicherj 
aussere; denn auf eine leichte ^evnhvwwg der lezteren e 
keine Bewegung. Diese grossere Empfindlichkeit der ino^ , 
Flache der Narbenlippen spricht sich bei Mimulus cardi^ 
auch alsdann noch deutlicher aus, wenn die CoroUe ^c 






bo" 



ie^ 



absrefallen ist, naralich am vierten bis siebenten Tag: i" 

flU' 

die innere Flache der Lippen die Capacitat, sicli auf eineH 



gebraehten Reiz zusammenzuziehen, ianger behalt als 



die 



aussere. Dass aber bei Mimulus der eigentliche Sitz der 



Rei^' 



barkeit in der inneren Flache der Narbenlippen zu SU^ 
sey : davon werden wir weiter unten bei der Wirkung 
Pollens auf dieselben noch einen weiteren Beweis erhalt^"' 

Der Grad der Reizbarkeit der Narbe ist bei den geii» 






ni'' 



ten vier Arten des Mimulus etwas verschieden; (au 



cb ^''' 



Brown ( *2) bemerkte au deu Griffein der verschiedenen 



^,te^ 



Vo 

stel 

tval 
di 




frill 

Viel 
»ia 

So! 

Ha 



St 
d 



ei 




%\ 



I 






Z. 



*: - 





I 



eii* 

ill 

el- 



liie 



i 



iin 



o» 



d 



del* 



eiH' 



vv 



if 






^ 



eu 



bell 



^g 



ell 



>i 



fan- 
die 

Igte 
,-eH 

del* 
all' 
die 

ei^' 

be'» 

de^ 



n 



it*?" 



o 



69 



^ ^fylidium verschiedene Grade der Reizbarkeit)* Den hoch- 
j^ "fad scheint die Aes cardinalis zu besitzen : denn seine 
^'''^enlippen ziehen sich auf die Beriihrung plotzlich und 

zusammen, als die der anderen genannten Arten, 



'^chneller 



^ndd 



^i* abgesonderte Reiz der einen Lippe zieht auch die Zu- 



"^enziehung der anderen nach sich; da im Gegentheil bei 

anderen Arten nach einera gelinden mechanischen Reiz, 

, be! (Jen Blattchen der Mimosa pudica,) nur die unmittel- 

^ereizte Lippe zur Znsammenziehung veranlasst wird: 

Jedoch auch bei Mimulus cardinalis, aber erst spater und 

art) p , ' r 

*^"oe des Lebens der Narbe geschiebt. Ueberdiess be- 

man bei einer sehr aufmerksamen Beobachtung, dass 

I 

Lippe der frischen Narbe dieser 



tli 



le 




•^'iniittelbar 



gereizte 



fn- 



telb 



^ ^'^c, sey es die untere oder die obere, sich einen Moment 
*n Bewegung sezt, als diejenige, welche nicht unmit- 



uher 



^^ &ereizt worden war. Dieser Unterschied wird an den 



"'sfiinfTage alien Bhimen deutlicherwahrgenommen, als 
^0 nach. ihrem Oeffnen, wo demnach (wie schon bemerkt) 



di 



^ , ^^zbarkeit dieses Organs am lebhaftesten ist. Die Ur- 
*6 des Unterschieds im Grade der Reizbarkeit bei den ge- 



vs u ^^ ^^'<^en mag (wie schon oben S. 260 bemerkt worden) 
'•^"eicht 

^itnulus guttaius, luteus und moschatus starker behaart ist, 



auch darin liegen , dass die innere Narbenflache 



(» 



ub 



bei d 



em cardinalis^ bei welchem die Harchen und die 



Sch 



h. 



Hft 



^^cenz^ich erst spater entwickeln, wenn die Reizbarkeit 
*i der Abnahme, oder wenigstens nicht mehr so ieb- 



on 



Jst. 

Ei 



oss 



'•le blosse Erschiitterung der ganzen Pflanze durch einen 



dg '^"^r durch den Wind bringt keine Zusammenziehung 
j^; Narben her 






n 



J ihre , 



vor^ wenn sie dabei nicht einen benachbarten 

2^» B. ein Blatt, beriihren ; hingegen werden sie durch 

starken Luftstrom, der z. B* durch eine feine Rohre 



^Jeh 



bere Fiache geleitet wird^ sogleich zur Zusammen 



I 



ah 



^"^^ veranlasst. 

•e Zerstorung der einen Lippe hat die Vernichtung oder 
***"»g der Bewegungsfahigkeit und Reizbarkeit der anderen 



\ 



.1' 




\ 



% 



\ 



i 



■1 



I 



J-L X- 




VKii^ 




^ 
^ 



f 



it 




, ! 



f 






f* 



1 

I 






I 









270 



4 

nicht zur Folge. 



Narbe des Mi^^' 



iiis 
sie 



^M* geht die iintere etwas zartere Lippe vor der oberen 
Verderben und in den natiirlichen Tod iiber: gleich wie 
sich sowohl bei der anfanglichen Entwickelung-, als auch o^ ^^ 
jedesmaligen OefFnen nach einem mechanischen Reiz zuei 



■st i" 



Beweeli 



Bei der Vergleichung dieser Bewegungen 



mit d 



der Berheris vulgaris, wie sie von Kolreuter ( 
J. Edw. Smith (**) bescbrieben werden, ergibt sich ein 
1-aschende mehrseitige Uebereinkunft zwischen beiden. 

Ueber chemische Reizmittel, welche durch einen 



un 



d 



iibef 



feine'^ 



% 



ebla- 



sen wurden, haben wir folgende Resultate erhalten. 



Semen Ly 



fein gepiilvertes Gummi arahicuiHj 



SC' 



Cy 



Rad. Jalappae, vernrsachte keine Vei 
Iff derNarbenlippen (wenn derTrieb nicl 



andero'f 



bef' 



ar) 



Kochsalz^ so wie 



I Sell 




sen und bleibendes Zusammenziehen der Narbenlippen 



Mi 



vo 



H 



standige bleibende Zusammenziehung. 



blick^" 



a bi«''' 



• Salzsaures Jmmoniak bewirkte nach einigen Augen 
ein ganzliches und bleibendes Schh'essen der Narbe. 

Alaun brachte erst nach drei Minuten eine totale «" 
bende Zusammenziehung der Narbe hervor. 

Bleizucher wirkte langsam : erst nach vier Minuteo 
die obere Lippe des Mimulus guttatus an sich aufzurichten- ^ 

erst nach 20 1^'" 



.0 



untere grossere blieb noch unverandert; 
ten hatte sich diese leztere nur ganz wenig geboben; 
einer Stnnde war aber die ganze Narbe regelmassig g^^^ 

Die Wirkung dieser Materien anf die reizbare 



pac 



iJ 



hloS' 



sen. 



N»»* 



¥ 



des Mimulus schien sich also nach dem Grad ihrer Autio- 
keit.zu richten, und ziim Theii auch von der Feuchtigk^^ ^^ 
zuhangen , welche in dem Zeitpunkte des Auftragens di ^^ 
Salze auf der Oberflache derNarben abgesondert wordeo 



m 



UeJ 



li 



P 



sic 

Ei 



in 



a 






a 



411 



a. 



»e; 



Jf 



isel 



a 



n 



tot 



c 



«ic 
tie 



■-^ 



file 



el, 



( 



* 



5^5B!_- 



sie 
sti" 



nC 



uii 



d 



ibef 



bla' 



e 



5^' 



^ 




iilie«' 



vo 



II 



c 



lien 



bl<"' 



.die 
l,|oS' 



Rf 



¥ 






271 



gaazi 



Bi 



^jTe/ venirsachte nacli cinigen 

iessung der Naiben. 



d 



eine 



'G Feuchfigheit der Atmosphlire nnd Regenwetter hat kei- 
sehr bemerkbaien Einfluss auf den Stand der Narben- 



1 



Mimulus 



^ "adurch mechanisch stark erschiittert werden : sie beugen 



Kill 



^^^ weniger stark spiralisch gegen den GrifFel znriiek. 
^ngemessener Warmegrad begiinstigt die Reizbarkeit : 
^ vermindert sie^ «nd verlangsamert die Bewegung. 



■^ 



Ei 



off 



Wassers von + 



sanft auf die 



Narbe gebracht^ verursaeht keine schnelle Zusammen- 
. ^^"^^3 vvie ein anderer mechanischer Reiz: er veranlasst 
^ Jiaeh und nach eine flache und ebene Ausbreitung der 



N 



'^I'benli 






ppen, welche sich endlich bis auf 45** bis 60*^ eiii- 



nahern , aber sich iiicht ganz schliessen : es sclieint 



3^ 



^^ durch ein Aufquellen der Lippen zu geschehen. 

^^Ihohol^ ein Tropfen desselben sanft auf die geoffnete 
^i^be gebraeht, vertheilt und vereinigt sich schnell auf der- 

und bringt bei Mimulus guttatus eine baldige, bei car- 



en 



^*i« eine etvvas langsamerCj in 3—4 Mini 
'^5 bleibende Zusammenziehung: hervor: 

*^ei2e. 



die Bewegung 
langsamer, als nach einem mechanischen 



fc 



Der Rand der Narbe wird nach 35 



Minuten 



'^Uhlich und desorganisirt. 



^eoff 



Bei zwei sehr weit und langer 



^ich 



d 



--\ 



"och mehr gegen den Griffel zu 

^Jkohol narh Verflnss von 10 Mi 



J^P'er von dei- Narbe, 



\\i 



so sanft als moglich , abgezogen wor- 

I 

^ar, legten sich die Narbenlippen flach auf einander, 

"^ei den anderen mit Alkohol betropften Narben , ohne 
j^ Wieder zu offnen. Zwei andere Narben , welche durch 

Phiutnol fiir mechanischen Reiz unempfindlich geworden 
J, *iach 36 Stunden noch offen waren , schlossen sich durch 

"■"pfen mit Alkoholnach 8 Minuten vollkommen. 



5l> 



en 



Oleum Papa 
geoflfneten 



frische w^c\\ geschlossene^^^^^ 



Seiten 



V 




-V- 



?!« 





», 



'-* 



mm 



1 



I 






t ' 



it 



\ 



* i 



rl 



*? 









l^«^ 





m 



m 




\ 




t 



J 



-i i 



t nw 



*** 



ii« 



I 



;( tf 




*A 






M 



ii>4i 




272 



r. 



Ibdtircb' 



die 



lefclit bestriclien 5 wird iiach ein paar Minuten ba 
sichtig wie ein geoltes Papier: das Oel dringt bald i" 
Substanz der Lippen ein^ mid durch siehindurch auf dieinw 
Flache: zieht sich^ wenn sie sich gespalten haben , ^^ 
Spalte, und senkt sich in den anstossenden obersten a'' 
des GrifFels, welches aus seiner veranderten Farbe abz^n 
men ist. DieseVeranderunff, welche durch das Anolen^^ 
Narbe vorg;eht, hindert ihr OefFnen iiicht: sondern schein 
nur um eine bis zwei Stunden zu verlano;samern ^ die wei 

dem ^^^ 

solche geoffnete Narbe auf einen angebrachten mechanise 
Reiz sich nicht nur plotzlich schliesstj sondern sich auch ^^ 
einiger Zeit^ wie die ungeolte^ wieder ofFnet. Dieses Oel ^'* 
von der weitgeoffneten ^ seit zwei bis drei Tage ofFenenN^^ ' 
sanft aufgetropfty leicht aufgenommen: indem dasselbe ^^ 

Rchnell auf ihr vertheilt , ohne dass nach Verfluss von 8 

\\t* 

Stunden die mindeste sichtbare Veranderung an ihr vorg^ 
es durchdringt die Lippen von der Spitze aus gegen die ^^ 



r 

Entwickelung aber nicht im mindesten zu storen : in 



lO 



missur 



und macht sie durchscheinend. Ein mechanist 



eff? 



Reiz bewirkt eine plotzliche Zusammenziehung der wl . 
worauf nach einiger Zeit ihr OefFnen wieder erfolgt ^^ 
24 bis 36 Stunden werden die Lippen etwas dunkler^ sie ^ 
lieren nach und nach ihre frische Farbe: die Narbe wir^ ^ 



ner, indem sie zugleich von dem gewimperten oberen ^^^ 



iind braun wird. 



Oel iiberzogen bleibt, und desorga 
Von djesem Verhaiten haben wir a" 



ein» 



frisch geoffneten INarben eine Abweichung wahrg^n 



0^' 



daS^ 



men : wenn der aufgetragene Tropfen Oels so klein war? 
er grosstentheils aufgesogen wurde ^ so schlossen si^'^ 
Narbenlippen in 15 bis 25 Minuten flach zusammen , und ^ 
Oel trat zum Theil auf die aussere Flache derselben her^^^' 



p 

zum Theil senkte es sich in den GrifFel hinab. 



W 



be" 



blieben auch in der Sonne unverandert, und fiir immei" g_ 
schlossen. Vielleicht waren hier die NarbenHopen nich* ' 



Stande, die Adh 



an ihnen und die Coh* 



den. War 



o-rO^ 



sei") 



8o 

Abl 

r 



d 



e 



''1.1 



ei 



JJ 



(I 



e 



H 



<lie| 

r 

In 




So, 






1 






e 



s 



Hi 

St 
di 










I 



die 
„ere 

die 

bei' 

der 

tes 

itere 

ein" 
he" 

•d 



c 



na 



wii 



sjcli 
ebt; 



c 



he' 



P 



a 



vei*' 
klei' 



an 



de 



isJ 



rt 



eii"' 

die 
da* 



us- 
be" 



r 



e' 






SI 



ioH 



ise""' 




273 



i 



i 

gleichweit geoffneten Narbenlippen , demselbeii 



»irde das Schliessen der Lippen verlangsamert , und das 

^^"zliche flache Schliessen derselben trat nicht ein. Diese 

t'cluingen geben daher der Verinuthung Raum, d ass bei 

. 'nbar vollkommen gleichen ausseren Verhaltnissen : glei- 
^^"^ Alter, 

•"len- unji Feuchtigkeitseinflusse u. s. w., die Grade dei 

^barkeit bei den verschiedenen Narben eines und desselben 

'^'auums nicht gleich seyen ; was sich auch in den folgen- 

j^ '^^rsuchen bemerkbar maclite. — Nach diesem Anolen der 

*"6 stosst sich die CoroIIe nach 4 bis 5 Tagen welkend ab. 
"" Alle di 



^ast,. 



ese Erscheinungen werden an castrirten, wie an un- 



ii'ten Blumen beobachtet. Das Magsaraenol scheint daher 
"iktion derNarbe des Mimulus anfanglich nicht zu storen : 
inre Reizbarkeit wird nicht verandert : COoppert( *^ ) fand 
l^iche bei den Staiibfaden desjB^rJm^z^w/^ar/^.O es hebt 



eigenthumliche Wirkung des eigenen Pollens auf 



^nd Thatigkeit auf dieselbe Art, wie es dem Holzkor- 
^^n Blattern und der Blumenkrone sehadlich wird: 



m- 



y die 

' ^'"e nicht auf: es zerstort aber doch endlich ihre Organi- 
sation 

dei 

'^•iterh,.- 1 

•h, "'»cht und hemmt. — Von der Corolle wird auch ein 

So A '^^^^ ^^^^ eingesogen: sie erhalt aber davouj be- 
Vp j^*^ ^" der Sonne, einen braunen missfarbigen Fleck , und 



n 



®s die gasartige und tropfbare Ausdiinstungsfunction 



irbt 
01 



an dieser Stelle bald. 



^ ^^^ Camphorae (gr. v auf gr. xc 01. Papav.) sanft auf- 
P*t} bewirkt keine sichtbare Veranderung im Stand der 



I 



*Ppen 



^chl 



der geoffneten Narbe: sie bleibt un verandert, und 



K sst sicj^ schnell auf einen angebrachten mechanischeu 
His . ^^ vertheilt sich ebenso schnell auf ihrer Oberflache, 



St 



das 



*'eine Magsaraenol, und die Narbe wird nach 3 bis 4 



die r^" halbdurchsichtig. Nach 10 bis 12 Stunden werden 



ei 



Ppen zuerst an der Spitze braunlich und missfarbig, 



W 1 s^attfindender Reizbarkeit: bis sie endlich nach 24 



S^ 



»OSt 



unden kleiner und unformlich werden, einschrumpfen 



tr^M*!'^ Verderben iibergehen. — Die mit diesem Oele ge- 

^ Narbe offnet sich in ihrem jugendlichen Alter, nich 



atiKt 



*''««H. B.fr 



^htung der GewucliKC. 



IS 










I 









f 1 



1 1 



i 



i 



* f 



m 



tn 



K 






i 



>r 



I- H 



f 



1 




I 



•t 




■\ 



'•> 



4'i 



r 






274 



ihrem Schliessen auf einen mechanisclien Reiz, 
:tn his 40 Minuten , 



deruiB 



id 



bei kraftiger Sonneneinwirkung noch fr 
her. Dass der Campher auf die Reizbarkeit der Narbe 



iei 



Mimulus zerstorend wirke, ist aus dem baldigen 

Missfarb 



Einr 
wenn 



man 



flusses 



auch dem Oele einen Theil des hier bemerkten schad"^ 

;at »"* 

I Bo"' 



(*6)j DASSEN(*'^),MiaUEL(48) 



chardat(*^) an den Sensitiven erhaltenen iiberein. 
gegengesezte Ergebnisse erhielten Barton, BertholDj 
DENow, Henschel (^^) und der Freiherr von Droste 



pruf«>^ 







zu unterwerfen seyn. 






Campher Schleim (verfertigt aus Gummi arabicum g^' 
destillirtem Wasser 1 Unze , nnd Campher gr. vi, die eine w> 
Weisse, leichtfliissige, aber wenig adhasive Mischung g*''^ 
"wird nicht leicht von der Narbe angenommen ; son 



dern 



def 



Tropfen gleitet von derFlache ab: er muss vielmehr dui 



•ch ^' 



starkeres Betupfen anklebend geraacht werden , wo 



durch ^^' 



li 



die Lippen, wie nach einem jeden anderen mechan'^*^ 



be" 
fcbe" 



Reize, schnell zusammenziehen , und das Schleimtrop 
ausgetrieben wird, woraufsich die Narbe aber nach eii'* 
Zeit wieder offnet, meistens aber durch die Cohasio" 



de« 



Schleims geschlossen bleibt; indem die Narbenrander 



eiof 



bogen , trocken und steif werden: vieileicht durch EinsaUg 
des Wassers und Verdickung des Schleims. Diese Vei'S 
gaben daher kein entscheidendes Resultat 



ti4 



tte"' 



Morphium-Schleim (eine halbe Unze verdiinnter ft'^' .., 
Sclileira mit einem Gran Morphium gab eine milchvveis^ 
schung, worin sich das Morphium dauernd suspendirt ^^ .j 



u" 



gleitet sehr leicht von der Narbe des Mimulus catdinaU^ ^^ 
Mem ab, und verbreitet sich langsam und unvollstan<l'» j 
selbst auf ihr. Ein kleiner Tropfen , dermassen auf d'^ , ^ 
geoffnete Narbe gebracht, dass sie dadurch nicht mecha^' ^^^ 
gereizt wurde, verschwand in einer Stunde, indem di^^j 
unverandert sich offen erhielt. Auf einen angebrachten sta 



\ 



I) 



e 



a 



Ha 

nil 

ein 

So I 

'ill 

lai 

Vj 

■t 

(1 
k, 



S 



^ 







) 



m 



10 



c 



he" 

Bo*'' 



1 



« 



im 






n 



sic 



c 



li 



lien 



H 



& 



%' 



4 



u 



cW 



I 




275 

^^hanischen Reiz blieben die Lippeii unbeweglicli unci steif. 
"" oberste Theil des Griffels an der Stelle , wo er in die 



/ 



N 



arh 



e tibergelit, schien welk; denn die ganze Narbe war 
^" jedev Richtnnjr leiclit bewedich : 



^'t ft-iscbe 



5oai 



m Wass 



: nachdem die Narbe 
war , zog sie sich mit 



mit 



y r 

^genen Randern langsam zusammen. NachVerfluss von 
^*iuten war die Narbe wieder trocken und geschlossen 
^»ng:ebogenen Randern , welche nicht zusamiiienklebtew. 



Sie 



d zuriickschieben 



re 



ill 
ftiite 



"^cb aufgehobenem leichtem Drucke sogleich wieder in 



geschl 



weiteren 15 M 



be 



burden die Spitzen der Lippen braunlich , worauf die 

in diesem gescblossenen Zustande verblieb , und nach 

nach verdarb. — Der sehnellere oder langsamere Ver- 

dieser Erscheinungen scheint von der Jugend oder dem 



1 



\ 



^Itei 



"rpb 



der Narbe abzuhangen. Werd 



mit dem 



ineci 



e so stark betupft, dass sie sich durch den 



- \ 



^anisclien Reiz sehliessen : so offnen sie sich nicht mehr ; 
^ '^icht riihrt diess ebenfalls von der Cohasion der schleiuii- 

^irk 



iissigkeit her, welche die Narbenlippen durch die Ein- 



M 



Der 



asion ihrer Theile scheint demnach einen grossen Einfluss 



'''f ^ie Bew 






s 



il#i 



Narbe 

auszuiiben: indem die leztere Eigenschaft die 



^ammenziehung der Lippen in manchen Fallen allein zu be- 



^ivk 



^^w im Stande seyn raochte: wasbesondersdanngeschehen 



. ^5 wenn entweder die Narbenl 
} J|^**ien geoffnet, und gegeh den Griffel zuriickgeschlagen 
. , ^"^ * Oder weun die Reizbarkeit der Narbe schou ini Ab- 
, "^n ist: ^vie man diess vorziiglich daraus ersehen kann, 

' ^'s auch belebend auf die Narbe wirkt. 



aftiger Sonnenschein sowohl verdiinnendauf dieFliissig- 



Sr 



M. 



I 



roi 



' Drachme , Morphium 



^ ' lezteres halt sich einige Zeit suspendirt im Oele, «nd 
^* damit eine triibe Fliissigkeit, aus welcher sich in dec 



\ 



18* 



M 



< I 





H 



"^ 



f 



> I 



I' t 
I 






1 



r 

f 



\ 



f 




t 



\ 



r[ 



IL 






\f '^i 



IW 



r 




1^ 



i M 




1^ 




E^ 



'^ 



f 



276 



Rulie der grosste Theil des Morphiiims niedersezt : c'" » 



(tC 



wie a«« 



rin<>^erer Theil desselben bleibt aber darin suspendirtj 
dem triiben Aussehen des Oeles zu erkennen ist). Bei 
Wirkung des Morphiumols auf die Narbe des Mimulus b^"^ 
wir den Effect des reinen Magsamenols und die dadiirch li 



vef' 



yorgebrachten Veranderungen nichfc aus dem Auge zu 
lieren. Wir wussten uns aber keines anderen indiff^^*^^ _ 



Menstruums fiir das Morphium zu bedienen ; weil die 



5arl^^ 



deii Sciileim so wenig* und schwer annimnit: der Alkonol 
selbe schnell und absolut todtet: das Magsamenol aber 
ihr aufgenommen und angezogen wird, und sich^ wenig^ 
im Anfangej indifferent zeigt, und ihre Bewegungsfunktio 

anlasst^ 

uns, dasVerhalten der Narbe des Mimulus luteus und ca^^^^ 
lis in drei versehiedenen Stadien ihrer Entwickelung zi* & 



nicht stort. Die Wichtigkeit dieses Gegenstandes veri 



cher Zeit mit und ohne Castration umstandlich zu untersu 



che" 



1) Gleich beim Oeffnen der Corolle, ehe sich no 



ch ^' 



Narbe gespalten hat , auf der iiusser en Flache der Lipp^*' 
Morphiumol leieht bestrichen, 

2) Bei frisch geoffneter Narbe , etwa 2 bis 3 Stu" 
nach dem Oeffnen der Blume, noch ehe die obere LipP^ 



jfli^ 






riickgeschlagen , die untere aber sich auf 80 — 90 Grad^ 6 



iiffnet, und die ersten Spuren der Narbenfeuchtjgkeit g^^^ 



<rt 



hatten. 



^ei' 



3) Bei vollkommener und vveit geoffneter Narbe. am ^ 
ten oder dritten Tage nach der urspriingh'chen Theiluiig 
Lippen^ als sich dieselben spiralisch gegen den Griffel zu^"^ , 
gebogen batten ^ und auf ihrer ganzen inneren Flach^ 
glanzenden feuchten Piinktchen besaet waren. 

I. An acht frisch geoffneten uncastrirten Blumen deS 
mulus cardinalis wurden (Abends 4 Uhr im Sonnenschein) 
noch flach geschlossenen Narben auf beiden Seiten, oben 



die 



iin 



d 



I- •*• 

unten, sanft mit Morphiumol bestnchen : nach 30 bis 45 



jyliflf 



ten 



war das Oel in die Substanz der Narbenlippen eingedi**" 



b/r 



gen : was aus ihrer veranderten Farbe und Transparenz a 
nehmen war. JNach 15 Minuten hatte sich bei den meJ^ 




b 



e 



Wj 



a 



le 
be 

an 

fa 

Vi 



Or 

\ I 

m 




di 

He 



i « 






ben 

hei" 

vef' 
tell 



be 



ar 



J 

tens 
ijeii 

sste 

lei- 
Ihen- 



) 



del 

211' 



l^ei' 
def 

it 



I' 

u 



III 



0' 

die 



iin 



d 



ini"' 



1 






277 



JI 



«rbe 






R 



s Feld der Lange nach etwas gehoben, der 

der Lippen aber blieb geschlossen, und 



^ sich in seinem ganzen Umfang*e: so dass die Narben 
'^"^geblasen schienen. Ein paar andere schienen nur fast 



^m 



kl 



aufgequollen. 



Moi'gen um 9 Ulir 



^ sich noch keine dieser Narben gespalten ; sondern sie wa- 
^^f beiden Seiten noch etwas convex geblieben. Die Corol- 



le 



Jebh 



fben gespalten und etwas 

'Schen Ai^ TV u-..,l:„„„„ , 



Um 1 Uhr Nachmittags batten sich zwei dieser 



eiii Theil des Oels war 



ft/., ^^"» ^'»d hatte den Zwischenraum bis in die Commissur 
«i'fiillt. 



aiiim 



Auf einen mechanischen Reiz zogen sie sich langsam 

6n. Die 6 anderen Narben bliehen geschlossen. Am 

ft fage Morgens 9 Uhr waren die geschlossenen 6 Nar- 

*'** oberen Rande missfarbig geworden, und fingen 

s ''erderben iiberzuffehen. Die zwei anderen hatten sich 



Mi 



b 



'«Ab 



Winkel 



geofFuet; thaten sich aber 



Xo 



ends 4 Uhr bei triibem Himmel nicht weiter auf, und 



fii 



^'« Sich auf 



t 



^'^»'ten 



iniiner 



zusammen. 



m mechanischen Reiz langsam und 
Die CoroUen fielen zum Theil am 



5 andere erst am fiinften Tage welkend ab. 






III. 



G 



ai'b 



en 



I 



iflTel 



Sechs nicht casfnrte ^ Vormittags geofFnete, BIu- 
'S Mimulus cardinalis hatten Nachmittags 2 Uhr ihre 
"ppen, die obere auf 15^ aufwarts von der Achse des 
> die nntereauf 90°niederwarts, aufgethan. Ein kleiner 



^ich^^^" ^^^Phium-Oels, sanft auf die Narbe gebracht, vertheilte 
1 



%»■ 



b 



Hn 



^'chnell auf ihr, ohne eine Veranderung in der Stel- 

transparent gewordenen Narbenlippeu hervorzu- 



h der 



gen 



^ie" " ~~ fole-enden Tasr Moi 



30o 



noch in dem namlichen Zustande, Nach eingetrete- 

emSonnenschein hatten sichdrei dieser Narben 
B mehr als die obere) auf einen Winkel von 
ei.f....^"^^"^njengezogen : der gebildete Spalt blieb mit Oel 
\a • "^ Um 1 Uhr Nachmittags, nachdem die Sonne kraftig 



H 



^"wnterbrochen auf die Pflanze und die Narben ge- 
^ hatte, zeigten sich die drei offengebliebenen Narben 



leiie 




\\ 



M 



/ 



{ ! 



Nl 



» 



I \ 



% 



» 



II 



! \ 



it 

1 



I 



/ 



** / 



i 




I 



«« 



#« 




II 



* 

.'I 





\l 



#* 



] 



't 





1 



i 




P^ 




ff 



278 



I 



a«f einen mechanischen Reiz zwar 



BeW« 



gung zum Schliessen war aber iangsam und trage : nacn ^ 
Stunde fingen sie an 5 sich wieder zu spalten: indem 



ffe sich bis auf einen Winkel vou 15*^ 



wurden 

II 2 

ma% 0mm 



flfn 
nder 



en 



» 



Um jede mogliche Einmischung 



des eig 



.ene" 



n 6 BlumenknoP 



und castriit ; die 



Pollens auf die Narbe zu verhiiten , 

Morgens 11 Uhr kiinstlich geofFnet 

waren vollkommen geschlossen , hellgrim. 

waren bei abwechselndem Sonnenschein die Corollen 



fe 



Narbe" 



Abends 4 







„nd Ji^ 



Narben noch ebenso geschlossen. 



sici' 



2 Corollen geoffnet , und die IN^arben gespalten : 
deren Blumen blieben geschlossen. 



Um 6 Uhr batten 

die vier a"' 



Des zweiten Tages M 



waren alle 6 Bl 



geoiFnet 



'ben noch ffescliiossen, an u"^" . 
Winkel von 15 bis 20^ deri»^^ 



gespalten, dass die obere Llppe noch in gerader RichtuHe- ,^^ 
dem Griffel stand, die untere aher auf die angegebene *^ 



abgebogen war. 
Narben s:espalt( 



Um 10 Uhr batten sich die zwei ei" 



stef 



el" 



die vier geoffneten Narben bis a» 



f 



0- 






Winkel von 30" bis 35^ aufgetlian mit gerader Riclituo» ^^ 
oberen Lippe (bei abwechselndem Sonnenschein). -^ . ^g 

Mln. : die Oeffnungsbewegung der unteren 



Uhr 

riickte in ziemlich gleichem Verhaltniss bei den 6 



^W 



ei' 



rucH,ie in ziemiicu gieiciiem v eiajtiiuisis uci ucu u " u, 

fort , daher wir nur die am weitesten vorgerlickten be* , 



nen wollen , deren obere Lippe immer noch in 






Richtung mit dem Griffel stand : die untere sich abe> , 



W 



nach aussen gekriimmt hatte. 

Lippe noch gerade; die untere auf 90^ abgebogen un 

mehr gekriimmt. — 



\ 



Um 12 Uhr war die ^ . 

d et^' 

Um 1 Uhr die obere Lippe aui 1" ^^,1 
der Junctur des Griffels anfwarts gebogen , und n^^'\.' W 
etwas convex gewordeu : die untere Lippe aber unvei"* .^ 
geblieben (in der Sonne bei + 200 R.). — Um 2 l^^*" jjc 
mitta^s die obere Lippe auf 350 bis 400 aufgerichtet^ 
untere unverandert 90^ von der Achse des Griffel^ 






\ 







e 



gel 


I'll, 

lii 

eti 

n 



V 



tl 









dl 




I J 



!i 



s 







•I 



''M 



net 
in 

tell- 



re" 



» 



n 



eU 



P 



fe 



•be" 

Dlif 

die 



s] 



a"' 



jiiei' 

vief 
gel' 



lU 



it 



e 



isc 

ere" 
iiie" 



11 



ipP 



c 



HI 



el' 



1 



» 






V 



tv 



be 



o" 



.vii^ 



r« 



i'^ 



def' 



»e 



li' 



di^ 



,b^' 



e' 



279 



b 



ogen. 



^olke 



Um 2 Uhr 30 M 



hatte 



der Himmel mit 



«W 



M bezogen, 



4 

und die Stellung 



Narbe 



der 






^^ spater entwickelten Bluttien der der andei 



^^'t. Es wurde nun auf alle ein kleinerTropfen Morphium 



<Jad 



dass 



mechanisch 






•irch gereizt wurde, und alle in volliger Ruhe geblieben 

Das Oel vereinigte sich sogleich mit der innei-en 









Na 



en 



5 



d 



I 



Um 2 Uhr 45 Min. hatte sich der Stand der oberen 
Ppe nicht verandert, die untere aber ein wenig aufgerichtet 



ind 
etvva 



b 



"nj 10" bis 15" der Achse des Griffels genahert: die 

IT 

veranderte Farbe der Lippen zeigte das angefangene 



s 



Ab 



*»»di'ingen des Oels in ihre S 
abvvechselndem Sonnenschein war keine Veranderung in 

ung der Lippen erfolgt: diese aber mehr durch- 



dei- 



Sell 



Stell 



^inend gewt)rden. — Uhr Abends unverandert, ebenso 
""^ 8 Uhr Abends. 



V 



'gor: d 



Morg 



Die Corollen im vollen 



andert : d 



F 

Winkei des Abstandes der Narbenlippen unver- 



^ond 



den 



^^n mit den Spitzen derselben vollkommen eben : was liti- 
flersprechlich von der Einsaugung des Oeles zeugt. 
o ^^^ Lippe etwas mehr convex nach innen, wodurch ihre 



Die 



\ 



P^tze sicjj gjij wenig mehr nach oben gekriimmt : die untere 
^^^andert : beide erhielten mehr Transparehz. 



1 1 Uhr ; 



eranderter Zustand der Narbenlippen (triiber Himmel) 



all 



•^UUh 



«iahli 



r. Neigung der oberen Lippe zum Aufrichten, und 



»^ach 



ge Einbiegung des Randes der Lippen 



U 



M 



Lang 
(bei 



S^kriimmten Lippen) von der Achse des Griffels: vorge- 

j. ^*^ Transparenz der Lippen bis nahe an die Commissur. 

^ Stand des Oels auf der Narbenspalte ist nicht mehr ganz 

. ^j sondern etwas eingesunken, und in den oberen Theil 



^^:? Griffels auf 5 



6 Linien herab eingedrungen. (Regen 



Zustand 





■<** 




i 



I 



« i 




N 



1 ► 



/ 



^-^ ' 



/ 




r^'w^ 



t 



/ 





^ - J 



t 



M 




S 



/ 




^ ' 



280 



Fifer/e?r Tag. 



Triib 



per 



und kiihl. Morgens 7 Uhr. 
Stand der Lippen gegenseitig iinverandcrt : nur hat sic" 

ml) 



r ' 



Spitze del" oberen Lippe etwas nach dem GrifFel gekrunu 
daher das Oel wieder eine convexe Flache erhalten hat. 
Corolle im schonsten Vigor. — 10 Uhr etwas starkere Ki'"'" 
mung der Spitze der oberen Lippe 5 die iintere unverandert. 
12 Uhr Mittags. Leichte Zunahme der Kriimmung der obei'^^ 
Lippe nach aussen : unveranderter Stand der unteren 
5 Uhr Abends. Die obere, am oberen Rande mi 



ssfarb' 



'g 



of 



(braunlich) gewordene, Lippe urn 5^ mehr aufgerichtet : 
untere an der Spitze eingeschrumpft und nach innen ui»» 

r 

schlagen. - 

Funfter Tag. T^iib und kiihl. Morgens 7 Uhr. 
Corolle frisch und lebhaft Der Stand der Narbenlipp^^ 
verandert: die Spitzen aber^ besonders der oberen^ niehrg^» 
die aussere Flache eekriimmt. Der missfarbiffe Ranu 
oberen Lippe ervveitert: die desorganisirte Spitze der untei 
mehr gegen die Mitte vorgeriickt 5 daher entschiedene ^ 
nahme der INjirbe. Der Oeltropfen klar und convex zwisc 



pie 

till' 



den Narbenlippen. 



12 Uhr Mittags. 



Etwas verir. 



5eli«' 



te 



bogenformige Kriimmung der Spitzen der Lippen bei "•' 



2 Uhr Nachmittags. 



andertem Winkel ihrer Basis. 

Corolle noch frisch und unverdorben abgestosseu : durch o^' 



pie 



ci' 



die 



Abfallen in Folure des verursachten mechauischen Reizes 
Narbe sich zusamm'enzog , und die Lippen sich flach auf ^' 



nac 



li 



fliilf^'' 



ander legten : die obere mit den Seitenrandern mehr 

* 

innen gebogen , die untere mit der Spitze bis auf die 
nach innen umgeschlagen, eingerunzelt und braun. ihr uiit^ 
Theil noch halbdurchsiclitig: beide auf jeder Seite iw'* 

In jeder Commissur der Staubfaden der ^^ 



iibeizogen. 



Yi' 



di" 

IS 



falienen Corolle befand sich viel Nectar abgesondert: 
Staubfaden ein wenig schlapp und nicht mehr so vollsafti^ ^ 
bei dem Oeifnen der Blume, wo aus dem unteren Stuwp^ 

eine siisse *" 



halbdurchsichtigen Staubfaden von seibst 



Fliissigkeit hervortrieb: die Wunde des oberen abgeschnitte" 
Theils aber trockeii blieb; nun aber beide Theile nur ^^' 



it 
A 






G 



1 



\i 






W 



s 



p 



40 
do 

A 

Abl 



e 



I 



'1 

V 



e, 



e 



% 




ii 



a 



45 

ho 



n 



^ 



)H 



\ 



k 






-.■*> 




< 



die 

pie 
iiiB' 



j-en 









Die 
till' 

r 

del" 



1' 



ell 



he" 
,rte 

|ve>" 
pie 

I'd' 

die 

lei"' 



ac 



h 



Ifte 





die 

IS 



a 



de'' 
ar« 



n 



e" 



o^i 



281 



Achs 



ttcA 



•^nd 



L 

beiderseitigeri Schnittwunde Feuchtfgkeit 
6 Uhr Abends. Die obere Narbenlippe unter die 

gegen die untere nocli iiiehr verdoibene 



die 



H 



and 



^ des Griflfels 

^'ngeschrumpfte Lippe niedergebogen. 
^echster Tag. Die obere Lippe der Narbe auf 5^ iiber 
Aclise des GiifFels an ihrer Insertion aufgebogen , am 



'inter 
schr 



e 
e 



cingezogen, daher von innen concav, missfarbig ; die 
Lippe sehr mangelhaft , iiber die Mitte herab einge- 



Der 



"»nptt, braun, in einem Winkel von 40^ von der Achse 
'■'ffels abstehend. Der Kelch frisch griin. — 10 Uhr. 

J)a ^*^'^ ^^^ obere Lippe langsam, unregelinassig convex 



Sta 



S 



Palt 



unteren herab: die 



untere blieb unT)eweglich. 



en 



400 



(1 



«iben 



Von der unteren abstehend , welche ihren Abstand von 
''nverandert behielt. Der GrifTel noch frisch und unver- 



1 Ulir Naehmittags. Derselbe Stand der Lippen : 



Obere Lippe auf die Halfte ihrer Grosse gescliwnnden. 
^inen wiederholten starken mechanischen Reiz nicht die 



die 

^t ^'''^^ Bewegung der auf 40o klaffenden Lippen. 
, "las. Unverandertef Stand der Lippen : totale Reizlosig 
!'* bei friscl 



4 Uhi 



I 



'Ppe. 



dei 



aber kleiner gevvordenen, 



^H 



^iehenter Tag. M 



Die Narbenspalte unver- 



de «! obere Lippe kleiner und kiirzerdurch Einschlagen 

Y ^itenrandes : die untere durch tieferes Einschlagen tind 
^j ^ gegen die Basis. Kein mechanischer Reiz bevvirkt 
\2 *^^*iessung der INarbenlippen. — i\\ Uhr 45 Min. Auf- 
lii'a, "^ ^^^ Himmels nach 8 Tagen an^edauerter triiber und 



i^^^' Wi,ta.„„KO 



12 Uhr 



m 



Sonne fort- 



^5 Ti,j. ^^ Klaflfen der Narbenh'ppen wie bis daher. — 1 Uhr 
'inu '""*^" Nachmittags. Nachdem die Pflanze und die Narbe 
^'ch J. ^^*^^^^" von der Sonne beschienen worden war, hatten 



h 



die 



verkleinerten Lippen vollig geschlossen : sie waren 
Gwft. '.""' ^^^ iiberzogen^ und etwas runzelig geworden. Am 



'^euie sichtbare Veriinderung. 



;■' 



r 
] 



i 



/ 



J 
I 



i 




- > 









I 




I 




. f I 



¥ 



1 



C 

ri 



i 




,1 

i 



im 



^ 

4 




I 



» 



1 

4 



I /■ 



f 



) 



J- 



I 



^ 





m 



^ I 



,1 



r 



' H 



t 



282 



,^ 



AchterTag. Ganzliche Desorganisation und Einschrump 



fen 



der Naibe auf einen braunen Knoten. Der oberste 



des 



(iia 



cH 



der Farbe zu 



g 



) 



denselbe" 



,st 



Von Mimulus luteus wurden Abends 4 Uhr 3 Blumen kiJ^ 

Frifit iind castrirt. Am andern Morten 10 Uhr 30 O'' 



Na 



fell 



lich geofinet und castnrt. Am andern 
tvaren die kleinen, stark mit kurzen Haaren besetzten 
lippen weit geofFnet, und hierauf mit einem kleinenlr^'P 
Morphiumols auf die Art betupft, dass sie sich plotzlich sch ^ 

n. die Narben in der Sonne flac" 



sen. 



Urn 1 Uhi 



M 



sammengezogen 



Mi 



lioeh eben so flach auf einander gelegt. 



Uhr Abe" 



ei» 



unverandert. 



Tag, Morgans 7 Uhr (b 



d 



Witterung) der Sta 



ilbe 



e' 



L 



worden. 



M 



Wimpern der Lippen mit Oel umgeben und braunlicb h 

n. Nachmittags. ]Sachdei» [^ 
Sonne abwechselnd bei + IS^ bis 24o auf die Pflanze "I" 
Narben geschienen hatte , noch derselbe Zustand der LipP 
nur etwas raehr gelblich geworden. Nachdem das ^ ^ 
stehende Oel mit feinem Loschpapier abgezogen worden 
zeigte sich die anfangende Desorganisation der Narbefl* 



U 



Die Narben sammt dem obei 



•ste" 



I ^Jlld 

Theile des Griflfels braunlich und welk. Die Corolle frisc» 



M 



lebhaft in voUem Vigor. 

Vierter Tag. Morgens 9 Uhr. Die Narben ganZ 
storben und abgefalien. Die Corollen noch im frischefl 

stande abgestossen. 

III. An einem im freien tande gepflanzten Exempt*'' 



i' 



1/' 



de« 



Mimulus cardinalis wurden Nachmittags 2 Uhr in 



vo 



IleHi 

1^ 



Sonnenscheine und bei warmer Witterung nach und n^*^ ., 



en 



U0 



1> 



weit geoffnete, mit spiralisch zuriickgekriimmten LipP 
sehene, Narben von Blumen, welche ziim Theil staubten? " ^^^ 
Theil schon verstaubt waren, m\t Mor phiumol so sanft b®*''''^^, 
dass sie dadurch nicht mechaiiisch gereitzt warden k^n 



bll 



tr 

B 

eil 

..ml 



Vl 
i 

il 



1 



5 

i 

d 



d 
to 






I ■ 



^ 














es 

I 

eii 



fell 



n 






II 



a 



be= 



6' 



^ 



die 
lui"^ 

en' 
ei" 




le" 



tiH 



d 



^11' 



de^ 
lei'' 







P 



a, 



w 



283 



Ei 

bi 



Narben schlossen sich nacli 30 M 

Mimiten 



e 



'' geoffnet alszuvor. Auf einen angebrachten mechanischen 



He 



12 e 



mal 



geoff, 



rfolgte eine langsame Zusammenziehung, und zwarjedes- 
•^ur deijenigen Lippe, welche unmittelbar gereizt worden 

:h einer Stunde batten sich 10 der Narben nicht mehr 



Na 



net, 6 derselben auf |, und 2 voUkommen, wie im fruheren 

^•istand 



e, 



*iiib 



Am zweiten Taqe Morgans 8 Uhr 



TVarbe 



-'' und kiihler Witterung wieder weit geoflfnet , von Oel 

chdrungen, halbdurchsichtig : und blieben auf eine starke 

^^hi'ungbevvegungslos. Vier der Narben waren und blieben 
^^schlossen 
^^ ^hr abw. 

^'"getreten 



/ 



Jaeh 

I'm 



Nachmiltags 1 Uhr 30 Blin., nachdem nach 

echselnder Sonnenscbein mit warmerer Witterung 

war, zeigten die ojft'engebliebenen Narben einen 

'"gen Grad fler Reizbarkeit, und zwar die oberen Lippen 






die unteren : sie zoffen sich auf eine starke Beriih- 

JS sehr langsam, und unordentlich, aber nicht mehr flach 

^inander liegend, bleibend zusammen mit anfangender 



®^^i-§:anisation. 



V 



ersucl 



Resuitat 



» 






Reizbarke 



•■^arbe des Mimulus durch 



Bewegungsfahigkeit 



\ 



Morph 



^^dlich zerstort wird : dass die Narbe durch dasselbe iii 
^i' Organisation friiher und starker leidet, als durcli das 
*ie Oel. Der schwachende Einfluss des Morphiumols anf 

*^eizbarkeit und das Leben der Narbe scheint sich auch 
''^^h dar 



in zu zeigen, dass die damit getrankten Lippen sich 

**iehr gegen den Griffel spiralisch zuriickrollen, wie es 

^^inaalen Gauge geschieht: was aber vieileicht auch durch 



^icht 






best 



Das Alter der 
" die Wirkuns 



'^s Oels: indem die jungen, frisch geoffneteuj Lippen sich 



er 



4b 



^elbst 



klaffend 



einander niibern: die alteren weit geoffneten 



ohne vorgangige neue Belebung durch die Sonne sich 
auf einen starken mechanischen Reiz nicht mehr zu 




5> 




, T 




* 



« ' 



■* 
V 



J ( 



^< 



n 



iff; 




F 



f 



I 





L_-^ 




¥- 



) 




m 



I I 



'\ 



',■' 



i 




/ 



I 



-4|^. 



284 



f 



Die unfere Lippe wird friiher deS' 

dunn«''' 

dera GrifFel zarter ist , ^ 

htefl 



schliessen vermogen, 

or£:anisirt als die obere : ob, weil sie sich bei ihrei 
lung; vor der oberen in Bewegung setzt; oder weil sie 



und der Haupt-Mittel-Nerve aus 

■t 

trauen wir uns nicht zu entscheiden, Ebenso wenig in^^ 
wir dariiber einen Ausspruch thnn^ ob das Oel durch l^b^ 
dige Resorptionskraft der 
Narbe S. 232) • 



Narbe anfgenoinmen werde t' 



oder ob es durch einfaches Einsaugen 



einen Schwamm efndrinsre : welches leztere wir um des sa 

' 1 

gen Zellgewebes des Griffels willen fiir weniger wahrsch^ 
lich haltenj denn obgleich das Oel in den Narben der P^^^ 

bef 



flora ganz verschwindet, so wird es andererseitszwar y^^ 
Narbe der Petunia^ Fuchsia und Oenothera angenommenj 
uicht eingesogen ; indem diese vom Oel bald schwarz weH^ ' 



a 



cinschrumpfen und verderben. 



Worin die Ursache H^^^^ 



dass die Resultate dieser Versuche mit denen von Goppert ( 



5e) 



bt 



Z 



\Vi5> 



erhaltenen nicht ubereinstimmen, wissen wir nicht anzug^'^ ' 

Die Aufrichtungsbewegung der Narbenlippen der -P^^ 
flora wird durch das Bestreichen der Narbenflache ni^^ ,^ 
phium-Oel nicht unterbrochen; sie scheint sich damit viell^^ 
als eine blosse Wachsthumsbewegung zu beurkunden. 

Strychnin- Oel. (Ein halber Gran Strychnin , in 
Drachmen Magsamen-Oel in der Warme aufgelost, w^u 
der Kalte nicht ausgcschieden , und bildete eine vollkom 
klaie und wasserhelle Losung;. ) Vier Blumen des Mi^^ , 
tardinalis wurden Abends 7 Uhr kiinstlich' geoifnet, castf 
lind die Corolllappen wieder in ihre natiirliche Lage gebr**' 
Am dritten Tage Morgens um 8 Uhr batten sich alle ^' 



rde 



in 



me" 



Blumen geofFnet , mit geschlossenen Narben. 



Um 10 






fingen die Lippen an sich unter Einwirkung der Sonn^ 
spalten. — u Uhr 15 Min. hatten sich die Narben auf ^^^, 
schiedene Grade geofFnet, und feuchte Piinctcben auf den''^ 
ben eingefupden ; jede dieser Narben wurde mit einem klei"^ 

Ibeii 




Tropfen dieses Oels so sanft versehen, dass keine derse 
durch diese Operation gereizt wurde. — 11 Uhr 27 Min. 



ter Einwirkung der Sonne keirie Veranderung. 



11 



U. 



Ve 



il 



d 



e 



a?- 

45 

an 

^iel 
eiii 




bei 
Vie 








D 



1 



»lev 

In 



^0 



c 






a 



ac 






f 



«u 



d 



ei 



1 




\ 



I 





wt 



f 



eS' 
ke- 
el'! 

ten 

en* 
(s. 

in 

fti- 
iii- 

■si' 
def 

be»' 
ell) 

ge, 

en. 

'of 



en 

lilt 

ir^; 

icf 
111" 

ef 

liel' 
en 

en 
r 




285 



ftl 



m. Di 



Vei 



le Narbeii etwas nielir geoffiiet. 



12 U. 25 Mill. Un* 



nderter Zustand: von einer JNarbe wurde mit feinem Sei- 
^^Papier das Oel abgezogen, worauf sie sich in 12 Minuten 
^*ne, noch mit Oel eifiilite, Spalte unvennerkt 



r 
\ 



zusammen- 



45]\li 



1 Uhr keine Verandernng* an den IVarben. 2 Uhr 



m 



gewimperteRand gelblich und einwarts gebogen; 



'"• An jeder Narbe die Stellung der Lippen verscljieden 

^Ziweideutigen Zeichen derangefangenenDesorganisation- 
,' ^'»en der 

^, Tpen bei der einen zangenformig mit den Spitzen gegen 
^ nder gekrummt: bei der anderen innen sattelformlg der 
, ^S^ nach gefurchtj mit einander beriihrenden Raudern j 
^.'^e»- drittenu 

{)g. ^^^ ahnliche Weise desorganisirt. Die Sonne bewirkte 
de \ ^^^ Warme keine Belebung mehr wie bei Anwendung 



nregelmassig langlicli zusammengezogen; die 



^ainin 



4 Uiir 30 Min. Dutch das weitere Zu- 



V ^nziehen der Lippen hatte sich das Oel zwischen densel* 
. ^^^usgezogen 5 und an die aussere Flache und die Basis 

M(ij» TV u 

^ ^rbe gehangtj wodurch die Lippen einander naher ge- 
^., ^^3 aber sich nicht vollijs: g^esehlossen und verschiedent- 



gek 



liimmt haben. — Am folgenden Morgen um 9 Ulir. 



^ ^^'tenlippen in der Desorganisation fortgeschritten, klei- 
1 1> ^^ braun geworden : die CoroUen im schonsten Vigor. 
Ha ^^^hmittags. Die Naiben unformlich eingeschrumpft, 



Am dritten Tage nach der Betro- 



I? ».^ ""eben dieCorollen ganz frisch; — am vieiten Morgens 
Xi^^,^ ^^'en sie, ohne Flecken erhalten zu haben, beinahe 

Je IV.. ^^^^ fiisch ab , zwischen der Cpmmissur der Staubfaden 

einem Tropfen Honig versehen. 

iitid ^^^^^^^ luteus: Vier, Abends 7 Uhr kunstlich geoflfnete 
^astrirte, 



■^Oh """^'"'^^j Biumen hatten am folgenden Morgen in der 
^^ch ^ Corollen und INarben vollkommen aufgethan. Die 
^j.s "'^gebreiteten Narbenlippen, woven die untere ziemlich 
Se^j ^'^ obere ist, sind mit vielen kurzen Harchen be- 

h\X(,\ ^ "^ Sonnenlicht mit unendlich vielen glanzeiiden 

de,, ,.^" Puncten besaet sind. — 

^^e vier Narben bei abwechselndem Sonnenscheiii und 



Um 2 Uhr Nachmittags wur- 



t 




^ 



\\ 





\'\ 



li 



I 



r' 











H' 






r 



!■ 



/ 



w 



^ 



% 



i 



7 

t-_. 



■>^^' 



9^ t 






« 1 



ti f 




«l 



ill 



1 







r 






f 



L^ 



*'t 



4 - 



^ 

M 




*r 



q ' 






i 



# 






86 



,f 



-f 20<> bis 240 R. miteinem kleineii Tropfen Slrychnin-OeU 3 

die Art sanft bedeckt, dass nicht die mindeste Bewegun» • 

ndertef 



I 



den Lippen sichtbar wurde. — 2 Uhr 25 Min. unvera 
Zustand. 



(f, 



Min. anfangende Schliessungsbeweg"j^ 
3 U. 15 Mill, klaffende Narben: von zweien derselbenwui 

Mi' 



hiitung 



nuten vollkommen fl 



jedoch mit stark eingebog 



Nar 



blieben in einer klaffenden Stellung der Lippen. 
45 Min. 

M 



Urn 



til. 



Die Narben missfarbig braunlich; der Rand o^'' ^ 
ragenden grosseren nnteren Lippe iiber die obere kleinere 



gebogen, unordentlich gekriimmt, 
ausserlich ganz vom Oele iiberzogen. 



immengezogen 
Am folgenden 



M' 



gen um 9 Uhr: die Narben braun, eingeschrumpft, u*'" 
ganzlich verschwunden. Die Corolle noch im vollen 



fast 



Vigor 



Wirk 



rer Bliithe. 

Mimulus cardinalis und des luteus ist demnach dieselbc 
crfolgt der Tod der Lippen bei der lezteren Art schon 
zwei , bei der ersteren erst in 6 bis 8 Stunden ; die E 



ill' 



n 



iif 



n»<= 



h 






d^ 



ijungen der Zusammenziehung dabei sind denen^ welche 
StofFim tliierischen Korper hervorbringt, gunz analog* 

Die beiden leztgenannten alkaloidisehen Agentien? 
Marphium und das Strychnin^ von welchen Goppert bei S 
Versuchen mit den Staubfaden der Berberis vulgaris ^ .. 



Wirku 



anssern auf die Reizbarkeit und Bewegung der N 



Mimulus eine todtliche Wi 



Lit- ^ 

.c »»ixxv....g,, wiewohl, wie es s^" ,jj, 
Weise: ienes viel lansrsamer diii"*^" . >. 



mung und 



t 



io% 



ell'' 



dieses viel schneller durch Zusaminenziehuns: mit bal" j 
tretender Desorganisation der Lippen : indem sich der ^^ 
derseiben nacb innen, wie durch einen Rrampf, naeh und 



zusamraenballt. 



W 



fdi" 



Pflanzen bemerkte auch Bouchardat (•'^'*> 



di 



d 



e 



ills 

stel 



li 



e 



€1) 



s 



c 



in 
Ve 

li 



ei 



Ha 





r 



all 



f 



u 



a« 

rtef 
Inn?' 

de" 
Mi' 

ver- 



4 



iiin' 

fast 

ih' 



r 



n» 



cl» 



:be»' 



e 



da^ 



p 



de^ 



ta 



••Hp* 



b' 






ill' 



,1^ 



ci« 



fdi" 



287 



da 



Aus 



R 



s 



diesen Beobachtungen ergibt sich in Beziehung aul 

arkeit und Bewegung der Narbe des Mimulus, dass 

^^dmmenziehen oder Schliessen ihrei- Lippen sowohl bei 

invv'irkung schadlicher Potenzen, als nacb einem mecha- 



E 



J^^hcu Keiz (S. 267) mit einer Crispation und daber fweniff- 

aem Anschein nacb) mit einer Volumensverminderung 
Widen ist , welcbe sich jedoch eber schjifzen als genau 
^^nlasst. Es ist diess aucb mehrbemerklich an der Narbe 
^^^^ulus gutfatus wnd lufeus^ als an der des cardinalis:^ bei 
^^ lezterem sich die Lippeii flach auf einander legen, ge- 
*Viich ihre urspriingliclie Gestalt behalten^ nnd nur in ilirem 
ange etwas kleiner zu wevden sciieinen: welches in ihrem 
S^^idlichen Alter und Vollsaftigkeit, zumal nach mechanischen 
^^- weniger sichtbar ist, als wenn sie schon einige Tage 



ck 



V und ofters gereizt worden waren. 



Kei Mimulus guttatus^ luteus und moschalus wird bei dem 
*6ssen die runde Gestalt der Lippen in eine zugespizte ver- 



Sen 



sie nahern sich beiderseitsmit ihren Randern. schlies-* 



^*ch am Rande mit ihren Wimp 



^'che 



Griffels und des Medi 



fi 



Lange nach eine dach- oder sattelformige Erhohung, 
^n der obern Lippe mehr hervortritt als an der untern. 



^Uppen scheinen sich demnach auf ihrer innern Seite zur un-^ 



^eln 



^der auf eine kleinereFiachezusammenzuziehen rundzwar 



die oK 

oere mehr als die untere. Diese Veranderu ng der Gestalt der 



I 



Ppen 



eine 



^ul 



^rfolgt auf einen mechanischen Reizsehrschnell und in 
Viuoment: mit herannahendemTodelangsamund allmahlig. 
*^^ss jjgj. p^^^ ^^g Schliessens der Narbenlippen des Mi- 

ist * ^'^^^"glich keine Erscblaifung, sondern eine Contraction 
' ^''Mlt aucb ans der Wirkung ^"^ ^--^ ' ^'~ ^^~"^~ 

^^5jarf 

^ ^^ instrument nicbt trennen lassen , sondern in ibre zu- 

e,.j^.f ^"^ezogene Lage und Steifheit zuriickspringen. Wir 



So wie ferner daraus, dass sich die Lippen durch ein 



^^ea dieses Scbl 



..lessen der frischen und gesunden Lippen 

^en ^^^^^^'"scben Reizen durch das schnelle Zuriickstro- 



'^er Safte 



m 



G 



Das Schliessen oder diej 




^ 



. \ 




< 



I 



I 



i « 





fff 




J 





^*»t 




*r t 




H|«' 



'»'* 



r 



n 



r] 



ir 



1 



J H 



t» 



I 



288 



C 



urliclie" 



Tode derselbeu nach der Befruchtung, als beim gewaltsa ^ 
' durch chemische oder narkotische Reize in Desorganisation 



9 






rhi-ef 



schlafFung, Eiiischrumpfeii und ganzliches Verderben 

friiliei* bald spater, iiber. 

Beim Oeffnen der Narbenlippeii sowohl in Folge 
normaleii Entwickelung, als auch nach der Erholung vo" 
hem mechanischen Reize, schwillt die innere Flache de» ^ 
ben an, und beide, die obere so wie die untere, we 



ei- 



rden 



a 



uf 



der inneren behaarten Seite convex . auf der ausseren 



unbfi' . 



liaarten aber concav. 



Mimulus g 



da- 



luleus und moschatus verwandeln ihre zug^espizte GestaH^ 
durch wieder in ihre urspriingliche runde Form. Dass bei 
sen Erseheinungen ein Stromen der Safte nach den Lipp^^ 
ffehe, un^ eine Tursfescenz des Zellffevvebes, wie in den e 



of' 



G 



erfolge, scheint so klar ain 



cbtel 



zu liegen , dass hieriiber kaum ein Zweifel entstehen mo 
die Bewegung wird daher nicht dnrcli die Mittelrippe, ^^ 
ikbrigens an der Lnterlippe sehr kurz und unbedeutend istj 



dern durch die Parenchymzellen vermittelt. 



^ 



- t * 



Bel diesen Bewegungen, (so wie auch bei denen der p 
der Sensitiven,) gilt als allgemeines Gesetz: ^^^^ .... 



drirch einen mechanischen Reiz bewirkte Bewegung s 



Org 



afl^ 



(S 



wodurch sich namentlich auch der Blumen 



scl» 



(S. 30, Nro. 4) 



Be« 



Sclili^^' 



dieser Verschiedenheit der beiderlei Bewegungen, des 
sens und Wiederofinens, kann nun auch die Frage ^^^^^^^^^ ^ 
ob sie durch dieselbe Kraft und Mechanismus bewirktw^^ 
und ob das Oeffnen, vveil es in bedeutend langererZeit ai=» 
Schliessen erfolgt, auf eine andere Weise geschehe, und * 
Kraft erfordere. Aus unmittelbaren Erfahrunofcn konn^'* 
hierauf nicht antworten; die erwahnte wichti^e anatoi^^^ 



» 



Untersuchung 



M 



iiber die Narbe der 



GoldM'' 



iH 



m 



aber zeigt, dass bei dieser beiderlei Bewegungen durcb 



Org 



«le 



n 



"eh 
gesi 

T 



u 



Mr 



ten 

^all 
So 

Sol 



W- 



ai 



b 



r 



e 



di 



e 



Jiet 
eiii 




h 



a 



»ni 
dl 



e 



eil 



^'e 




fhe\ 
St 

de 




■ H 



' ^tf 



\ 



/ 



/ 





J. ■ r^ 





^-■*^ 



'it- ar^ ■■:■/- ^ ' 



1)611 

en 



a 



ei- 

a" 



f 



be-. 

da- 

te; 

clie 
on- 



iitt' 

lie 



1 




Bel 

111* 



e 



if 



clje 
Idi^' 

be' 



n 



289 

_ „ _..j :, Z_^ dasselbe 

'ften diirfen ; besonders wenii, wie wirso eben zu beweisen 
^''"•^ht haben 



bei alien diesen Organen das Oeffnen durcli 
J Schliessen aber durch Contraction bewirkt 



ten 
Such 



'^on dem Daseyn und der Abwesenheit der CoroZ/e konn- 

^*i* weder bei diesen, noch bei den nachfolgenden Ver- 

^"^ einen Einfluss auf den Gang dieser Erscheinungen 

ifiiehinen ; denn die beschriebenen Veranderungen fanden 



hi 






GriflFel, als auch an 



& 



efalle 

-en, 
, — nspeiiode der Narbe iiberhaupt. Es ist auch schon oben 



Oder 



Verhaltn 



Lebe 



<iiejff 



rkt . 
arbe 



Welke 



Mimulus 



ble 



^bt, sie schliesst sich aber in diesem Falle sogleich auf 



^•^ angebrachten Reiz : ist die Narbe nochjung, so offnet 
^^b (in der Sonne) binnen 



10 bis 12 Minute 



und 




loch 



anze 



her, als sich die CoroUe, durch's Begiessen der 
Wasser, von ihrem welken Zustande wieder er- 



I 

b ^>e Castration, sowohl die theilweise durch die einfache 
}jj^^nzen Staubfaden,' sowohl die friihzeitige als die spatere, 



<le 



"^^eviiung der Antheren, als die totale durch die Exstirpation 



r a. 



}^ auf die Reizbarkeit der Narbe des Mimulus keinen un- 
^'baren, sondern nur den secundaren Einfluss, dass durch 
"'edurch bewirkte laneere Dauer der Blume auch das Le- 

"®s Griffels und der Narbe verlangert wurde. Die Nar- 
eiia 






e 




(h 



^er castrirten Blumen zeierten daher weder mehr, noch 

"ger Empfanglichkeit fiir Reize als die nicht castrirten. 

^nso wenig hat die Reizbarkeit der Staubfaden des ffelian" 

^^Um vulgare und ledifolium durch die Beraubuiig der An- 

fen gelitten, wie diess auch schon Kolreuter an den 

^^^^bfaden der Ruta graveolens (^^) und Ed. Smith (»«) an 

tj'^*' derfieriem beobachtete; selbst^iach beinahe verstaub- 

•^^Aiitheren und abgefallenen Blumenblattchen haben wil» 

''"ER , Bcfruchtuiig des Gewachse. IJ) 



.!! 



s 



t 






^ h 



11 



u 



m 




« t 



t 



I 



' \ 





n 



i 




-*f 



i 



>" 



"-> 



1^ 



i i 




I'f 



V 






i! 



m 



J 





44^ 



/ 



*t 



» 



•^ 



290 



V^'.i 



die Staubfaden der erstgenannten Pflanzen sich auf 
gebrachten Reiz noch bewegen seben, 

Wir wenden uns nun nocb zu den Bewegitngsersc 



afl' 



■be 



gen, welche der Pollen, besonders aber der eigene, an der 1>^' 



Mimulus 



indem wIr zuerst den 



kiinstliehen Bestaubung, und hierauf den Gang der naturli^"^ 



Befruchtung, soweit wirsolchen verfolgen konnten, beschr^ 
wollen. 

Erster Versuch. Wenn die Narbe einer s 

Stunden geoffneten , castrirten Blume des Mimulus 
mit dem eigenen Pollen vermittelst des Pinsels oder 



6 



ei"^'' 



staubenden Anthere auf der iiusseren Fldche durcb san 



fte Be 



riihrung bestaubt wird, so erfolgt unmittelbar keine ZusaJi"^^ 



S 



Z welter Versuch. Wird aber die geofFnete 



4k' 



m 



auf die gleiche Weise, verbunden mit einer massigci^ ^^^ 
rung, auf der inneren Fleiche bestaubt : so Ziehen sich die 
benlippen augenblicklich fest zusammen; sie crispiren sic" 
eine andere Art, als bei der einfachen Beriihrung; sie 
zusammengezogen, oifnen sich nicht wieder, wenn der 



biei 
P 



{ 



rdeii 



ganze innere f lache der JNarbe uberzogen hat, und "" 



in eih paar Stunden desorganisirt. Die Corolle fallt in 



^ 



de^ 



Fruchtknotens. 

Dritter V 



Wenn die , 



itte 



1st 



Oil 



d 



chen hin und wieder versehene , geoffnete Narbe verffl 
einer diinnen Rohre mit Semen Lycopodii sanft angeblasen "' 



A 



als mechanischer Reiz wirken konnte : so blieb die Narb® 
verandert ofFen; wurde nun diese, so mit Barlappputver ^'^ 
uberzogene , Narbe nach kurzer Zeit mit dem eigenen P^ 



m 



auf die vorhin 



Weise 



so 



erfolgt^ 



\ 



+ 



aber 



be' 



gehe 






1)i8 20Mi 



rib bi^ 






h 



d 



d 



d 
t 



b 










■J t. 



7 





811' 



nil"' 



ai' 



¥ 



cbei' 



lis 



(} 



n 




Be- 



ar 



be 



f 



lie" 

rden 
.ge' 



loll''^ 

lle^ 

be' 

bi« 



* 291 



^••ei Stund 



en fur 



hisirt 



ivorauf >sie desoi 



wurde, einschnimpfte und verdarb. Das Ovarium wurde 



^«i'nal befruchtet. 



Vi 



lerter Versuch. 



Oeff 



r 

^ns begrifFene Blume, deren obere Narbenlippe sich noch ift 
prader Richtung befand, die untere aber bis auf 450 geoffnet 
^ttCj yvurde mit dem eigenen Pollen von Einer Anthere 

^'^J'gens um 10 Uhr stark bestaubt; es erfolgte eine augen- 



l^llckl 



iche Zusaramenziehung. Nach 20 Minuten 



3V 



Na 

chmi 



benlippen wiedei 



gen Stand geoffnet 



s urn 3 Uhr bei kraftiger Sonne und + 33® R. 



Ten die Narbenlippen wieder flach auf einander gelegt: so 
^s sie in gerader Richtung mit dem Griff el standen , in welchem 



da 



Fr 



^tande sie aueh bis zu ihrem Verderben verblieben. Dei 
"chtk 



de 



F 



«• 



V 



W 



r 

auf 



r inneren Flache der Narbenlippen oder deren Rand mit 

^^^^ staubenden Anthere oder mit dem, mit Pollen getrank- 

> t msel betupft wurde: so zog sich die Narbe augenbiick- 

"Ziusammen: sie offnete sich aber in 12 — 15 Minuten nieder 

3iif 

^ eine verschiedene Weite, je nachdem die getroffenen 
®Hen grosser oder kleiner waren. Wenn die Bestaubu ng 



*"ir de 



L 



^Pp 



Rand d 



ntgeg 



\ 



vom Pollen frei gebliebenen, Seite; war aber der 



leseztei 

®"en auf das innere Feld der Narbenlippen gekommen, auf 

^^ i bis i der Flache , ohne den Rand der Lfppen beriihrt 

baben: so offneten sich die Lippen in dem eben angezeig- 

^^'^ Zeitraum bis auf 70® bis 75®. Die von dem Pollen getrof- 

^'i Stellen, besonders die des Randes, crispirten und desor- 

'^'sirten sich nach kiirzerer oder Jangerer Zeit, 1e nach dem 

. ^seren oder geringerenUmfange der Polienbedeckung. Nach 

^^'flussvon4' 



+ 



^Ve 



toeh 



nige, 



zogen sich die, auf diese Art bestaubten , Narben, die 
getroflfenen klaffend, die starker bestaubten etvpas 
und unregelmassig, zusammen: ohne nachher je wieder 



19 



r 



\ 



a« 



If 



I 



u 



\ 



* •! 



I 



) 



i 



'i 



■ \ 




I 



f 



! 



k 



/ ' 



w. 



m 



» 




r 







P , 



I: 



r 



a 




li 




1' 1% 



I- 




292 



V tt 



1 



cin Zeichen zum OeflFnen zn geben: sie wurden desorganis ^ 
iind verdarben. Die CoroUe stiess sich gewolinlich nach 3 rfl 
24 Stunden abj und es erfolgteein normaler Fruchtansatz* ^ 
Desorganisation verbreitete sich iiber die ganze Narbe, ^.i 
auf die nicht bestaubten Stellen derselben, im Schatteii ^^ 
anderthalb bis zwei Stunden langsamer als in der Sonne. 

S e c h s t e r V e r s u c h. Da es bei der ausserordentlic"^' 
Empfindlichkeit der frischen Narbe des Mimulus cardind^^ 



hochst schwierig ist , Pollen auf dieselbe zu bringen, ohne 



sie 



zugleich mechanisch zu reizen: so wurden frisch geoffnete « 
castrirte Blumen sammt der ganzen Pflanze fiirden Augenb» 



der Bestaubung in eine horizontale Lage gebracht: so 
der Pollen auf die geoffneten Narben durch Abstreifen 






Antheren von einer geringen Hohe hera 



bfiel 



) 



eh die Lipp 



Bei dieser 



Veranstaltung 



weder erschiittert , noch mechanisch % 

Weise mit Pollen bedeckt wurde"' 

sie 



war im 



A 



m 



cht 



geringste Zusammenziehung der Lippen zu bemerken: 
offneten sich vielmehr bei einigen Blumen noch melir, je 



na 



34 



ihrem verschiedenen Entwickelungsgrade. Erst nacl 
Stunden war eine kaum bemerkliche Bewegnng zum Schlie^J' ^ 
wahrzunehmen. Die Corolla fiel am dritten Tage n 

L 

Oeflfiien ab, worauf sich die Narbenlippen nach 4—5 Stun 
fiir irnmer flach zusammenzogen , vertrockneten , und so 
darben. Es erfolgte eine vollstandige Befruchtung. 



de«i» 
defl 



vei" 



^ H 



We 



Jen 



bis dreien Tagen sich endigende Verlauf der naturlichen p 
stauhung und Befruchtung^ wobei sich die Narbe erst am fi" , 



und nach abgefallener Corolle vollig schliesst, und hier^^ 
verdirbt; der Griffel aber Cwenigstens dem ausserli 
isehen nach) sich noch langer frisch erhalt. 



A» 



S 



i 



lippen einer castrirten Blume, dereii 

abgefallen war, wurden 12 Stunden nach dieser 



genen 



worauf sich die I^'PP 



augenblicklich schlossen, und nicht wieder oflfneten 



Narbeii' 

en 1**8' 

renini«^^ 

en 



e 



f 

lil 



c 



i 



3 



s 



I 



1 



\ 



Mt M 




_ 'w ^ZlT^Z^ 




?f 



rt 
1 



a 



h 



I) 

I. 

'is 
lie 



r^r 



1 



J ^ 



ll 

i 

e- 

ie 
lie 
h 
I 

r- 



u 



6' 



e 



11' 



f 



n- 

e 

n 

r 



203 



sich 



ng: in del 



g«ten S 

Con. 



cine kleine Capsel mit einer sehr geringeii Anzahl von 



H 



A 



vielen tauben 
Bits. 248). 



(s 



^uptrisp 



er Versuch. Das sechste Blmnenpaar an der 



e einer 



Mimulus 



sich 



'inke 



Juli) Morgens 7 Ulir geofFnet, doch die Blume der 
n Seite eine lialbe Stunde spater, als die der rechten ; beide 



en 



Narb 



stvirt Mittajjs 12 Uhr waren die Narben beider Blumen halb 

^ 'tnetj und warden mit wenig Pollen des Mimulus guitatus 

^h Betupfen bestaubt : worauf plptzliches Zusammenzieheii 

^^' Narben erfolgte. Uni 3 Uhr 30 M 
^it, und 




Suttat 



s 



mehr als vor der Bestaubung geofFnet. Zwischen 

r Narben wurde eine staubende Anthere des Mimulus 

us gebraclit : es erfolgte wiederuin eine plotzliche Zn- 



K 



^"'menziehung, wodurch die Antheren von den contrahirten 



^I'benli 






ppen eingeschlossen wurden. Um 5 Uhr 15 Min 
latte sich die Narbe der linken Blume wieder etwai 



Sow 



net, wobei die Anthere an der untern Lippe kleben blieb ; 

^^ne leichte Beriihrung erfolgte plptzliches Schliessen, 

, ^^^solches wegen der eingeschlossenen Anthere geschehen 

*^onnte. 
Anth 

Am f 



Aus der Narbe der Blume der rechten Seite war die 
^^e ausgefallen und die Lippen geschlossen geblieben. 



^^^ den 

,. Vechenden, Grad 



M. 7 Uhr wurden die Lippen der beid 



twickel 



getroffen 



auf 



M. 



^^ Seite mit der immer noch anklebenden Anthere des 



On 



^^^us guttatus verseHen; die Berlihrung bewirkte eiri aber- 

§^cs plotzliches Schliessen der Narben 
der S 



Reoff 



N.M. lUhr 

onne) war die rechte Narbe wieder vollkommen 



"^t, und auf der inneren Flache ihrer Lippen keine Ver- 
'"*"g bemerkt; die Narbe der linken Blume blieb ge- 
*^ssen mit der anklebenden Anthere. — Am 10 Juli M. 



Ij *'■ ^aren die Corollen noch frisch und lebhaft; die Narben- 
P««« der rechten Seite weit geoflFnet, 



und 



aiisch 



/ 



W 



% 




\A 



\ 



1 1 



I 



W 



I 





t 



im 



r 




M/r 



* 



! ^ 



I. 




I 




\:i 



1^ : 




^i 







I 



(» 




»' IW! 




i<».> 




I 



^ 



h#ti 



294 



umffestuipt, die der finken unverandert geschlossen geblieb 



T 



Na 



Juli M. 7 Uhr waren beide Corollen abgefalle 
m Abend zuvor noch fest am Fiuchtknoten g ^ 
Beide Narben befaflden sich noch in A^ _ 



em. 
nachdem sie j 

haftet batten. 

selben unverai 
geschlossen , 

leztere "Narbe wurde nun noch mit dem eigenen 

worauf ^' 



namlich die der linken 
iralisch zurijckgerollt ; 



polled 



von einer frisch geoffneten Anthere bestaubt, 



sich nach Verfluss einer 



Minute 



un 



a 



"' .t 



^ ■ 

inimer schloss : inderti sie sich selbst im kraftigen 



Sonne»^' 



schein iiicht mehr offiiete. 
Navbe eine:eschrumpft mu 



M.7U 



di 



n 



fell 



fin^" der GrifFel an von der Spitze abwarts einznschrutup 

» uWCv 



d zu verderben 



Der 



unentwickelt. 

Neuntc 



^i 



Versuch. Es 



nun noch zu erfo»'^ 
)ten getremte Narbe 



he" 



Mimulus 



de 



In dieser Absicht wurden zwei gleichzeitige vergleiche" 
Beobachtungen an einera Bhimenpaar gemacht, dessen 
men sich fast zu gleicher Zeit (doch die eine eine halbe S*"^ ,^ 
friiher als die andere) geoffnet batten. Die Antheren, so 
die Narben , waren bei beiden noch geschlossen. '^"* 



Die 



dieser Blumen wurde am Stocke gelassen und castrirt? 



der andern wurde der Fruchtknoten von 20'" Lange 



hef^*^'' 



der 15'" lange GrifFel unmittelbar iiber dem 



genommen : 

men rait einem scharfen Instrumente abgeschnitten, un 



Oef 



die 



Griffelstiick 4"' tief in zarten angefeuchteten Sand auf'"^^ 
eingesenkt. Beide Narben waren noch ungetheilt; sie 



lit 



Son" 






Wi 



10 Uhr wurden 
einer frisch stauh* 



gleichei 



jede 



iD't 



SJ 



a 



glich, die Bestaubung so zu veranstalten, d^"' \ 

siner gleichen Flache von dem Pollen getroffen? 



e 



del 
de 
h 

Sal 
I) 

wl 

re 
h 

a 



et 



k 



A 



A 



I \^ 



t j' 








- J 



e- 

01' 

Ifdv 

eH' 
feii 




]te. 

r 

ir 

ae 



n 



n 






a 



uS 



it- 

lit 



c 



lie"' 
it 



jn 



r 






295 



^^'<^li sanft beriihrt werden konnten, woraus sich im Folgen- 
'^ einlge leiclite Differenzen erklaren lassen mochten : in- 

3V 



,\ 



er 



S 



•lie abgeschnittene Narbe etwas sanfter beriihrt, und da- 

Vom Pollen weniger stark getrofFen worden war. Beide 

^'■^en A. und B. wur 

^''le beschienen f bei 



Wi 



oien 



Sail) 
'''^^t haft 

pgea legt 



+ 



sie zogen sich auf die ge- 



CA.) 



als die andere (B.) : indem es zugleich auch schien , als 



^ der Pollen auf der 



Lipp 



von 



A 



Die Narbe der castrirten Blume (B.) 



h 



eii. 
e sich voUkoinmen flach 



(d 



atte 



r ■ 

^J^^li eine kurze Zeit fiiiher entwickelt, und war daher 



^ Gtwas friiher conceptionsfaliiff gewoiden) 



'iJ 



Nach 



A. 



6 Minuten hatten sich 
fteiiff "^^PP^" wieder auf 45« 

^tw "^* ' ^"^ ^^"^ ^*® untere Lippe 
^ uander ein wenig eingebogen 



^ ttiehr ffefurcht: 



Nach 16 Min. hatten sich die 

Lippen kaum | Linie von cinander 

entfernt: die untere unregelmassig 

so dass die nach der Lange gefurcht : die obere 

blieb flach und fast in gerader Linie 
mit der Richtung des Griffels. 



Nach Verfluss von 42 Min. 



ha 1 ^' ^ie obere war flach, etwas 
oben gekriimmt. 

1 

J*. ^^^ Verlauf von weiteren 20 hatten sich die Lippen nur wenig 
jj 1 ^" hatten sich die NarbenHppen 



weiter ge6fl"net ; waren unregel- 



massig wellenformig crispirt, und 

schienen in anfangender Desorgani- 



Im Verlauf von weiteren 48 



Mi ^^**^^5 bis auf 90*^3 von ein- 

%* ^^*^^f^*'nt; besonders aber die 

^f^W^ ^^ einem Bogen gegen den sation begriifen zu seyn. 

^Uv ^"'"'^^'^^gekrummt: so dass die 

^elK ^^^^S'sbogenen Rander der- 

l^^^^ niit der iibrigen Flache 

•torn ^ ^'^der in gleiche Ebene ge- 
»i«en Waren. 

\^y^^ 11 Uhr 50 Min. war 

^in ^ "^Jnahe geschlossen bis auf 

dA^^h^^ale Spalte, oder Icicht an 



■^ 



Min. hatten sich die IVarbenlippen 
der etwas mehr von einander entfernt, 

r 

waren unordentlich gekrummtj und 



runzlich ' geworden. 



die 



Nach 



25 



Min, war die Narbo 



unregelmassig geschlossen, nach der 

Richtung des Griffels etwas ge* 

it^Jl^*^P'*2eklaffend; die untere Lippe kriimratj und die Lippen der Lange 

obe ^ ^^^^ ^""^" gekrummt, als die nach leicht gefaltet. 

tl^J^' yelche in gerader Linie mit In 50 Min. war die Narbe in 

^^iffel aufwarts gerichtet war. voUige Desorganisation iibergegan- 

^ ^«d der Narbe nicht verandert. mehrereTage frich und vertrocknete 



I^ach 



einer Stunde hatte sich von oben herab. 







m 



< >4f 



** 



t 



f 



\ 




m 




^ 



r 



/ 




* 



( r^ 



■,T 



« 




I 










-I 



I 




ift 



»* 




i' 



M 






4 



V 



\ 




296 



^V 



das Verderben der Narbe vollig 

A 

entwickelt, DerGiiffel erhielt sich 



Alls dem Fruclitkiioten erW^^^ . 
eine normale Fruch t 



niit 



noch 3 Tage in dem feuchten Sande grossen Auzabl guter SameO* 
frischj und ging dann von unten 
-herauf in Faulniss fiber. 

(Auf eine ahnlicheWeise wie die 
Narbe des Mimulus scheint sich die 
'Hiille (Indusium) der Narbe der 
Goodenovien zu verbalten, welche 
einer Bemerkung Ch. Morren's (^') 
zu Folge sich schiiesst, nacbdem 
sie einige Pollenkornererhaltenhat.) 

Aus diesen Versuchen Ziehen wir folgende Resultate 

Beziehung auf die Reizbarkeit der Narbe des MimuluS. 

1) Nur die innere Seite der Narbe ist fiir den Rei^ 



ic 



ae« 



eigenen Pollen empfanglich (Vers. 1) 

2) Die Zusammenziehung der " 



durcli 



eigenen Pollen ist von der , diirch mechanischen Reiz be^ 



irk' 



ten, versehieden. 



Nai 



eigenen 



Vo 



desorganisirt, wie bei Anwendung der , 
(Vers. 2). 



A gen 



tie" 



fc ' 



3) Die Narbe wird durch die vorherige Bestaubung , 
Ferenten Materien vor der Einwirkune: des eiffenen P'' 



^ P 



4) 



fahi^ 



3). . 

zeigt zwar die Narbe die gleiche Reizbarkeit gegen 
dianische Reize, wie nach erfolgter Ausbildung des Co" 



'^ 



tionsvermogens ; der eigene Pollen vermag 
natiirlichen Ei^enschaft und fiir sich allein \ 



aber in 



sein 



et 



S 



Verm 



%^ 



wirken 



4). In dieser Hinsicht zeigen sich die Reizbarkeitsd'S 
nungen und die Bewegung der Blumenblattchen der tff 



Eii't' 



5 



It 



vor der Ausbildung der Narbe und ihrer Conceptionsfah'^ ^ 

bei geschlossener Blume^ also noch vor den Beweg^'J^^ 



P 



nung 



Auch ist die Rei 



^k 



men 



dieser Pflanze grosser und dauernderj als h^i 









a' 

is 
t 



■! 






s 



1 



a 



b 



h^ 



h 
I 

d 



inl 



Si 



i 



H 



, ; 



' tt 



1 






/ 



"H 



.iiiC 



e 



if 



des 



dell 

irk' 

tie" 



vo" 



cep' 



ill 



er 



tri** 

er^' 
;lie'' 



01 



ell 



j^ei't 
lleii^ 



s- 



dc" 



297 



^^«nlichen : indem leztere bei trubem Wetter und Regen sich 
'ger schliessen als die weiblichen (s. oben Corolle) S. 31, 



^eni 
^7 



). 



5) 



Wirk 



' ^on ihm bewirkte, Desorganisation entspricht anfanglich 
^on ihm unraitteibar getroifenen Flache : sfe verbieitet sich 



die 

I h 

\ 

abe 

- ••. ucr roige uoer aie gan/. 

^ine allgemeine Wirkung d 



to 



(Vers. 5) 



Diess 



B 



6) Nnr die mit einem mechanischen Reize verbunde 



estaub 



Wjrkt 



Mimulus 



eine augenblickliche Desorganisation derselben : eiiie 



'^tte Bestaubung und die natiirliche Befruchtung wirkt viel 
"Ssamer, und die ISarbe wird hiebei erst nach wirkJich ge- 
^^hehener Befruchtung desorganisirt, und ihrer Reizbarkeit 
^''aubt; diese wird auch dnrch einen in ihrem lezten Lebens- 



l 



stadi 
T 






»um angebrachten mechanischen Reiz vor dera natiirlichen 
^^ <ler Narbe voliends erschopft (Vers. 6). 

''^3 Wenn das Conceptionsvermogen des Ovariums nach 
*''' Abfallen der Corolle schon bedeutend geschwacht ist: so 



^*^t die Narbe noch einen hohern Grad der Reizbarkeit, als 



der 7 



^5ch 



stand der ganzen Blume hatte vermuthen lassen : indem 



^yf die angebrachten Reize keine verhaltnissmassige Ab- 



^hme derselben zeigt; beide Eigenschaften scheinen demnach 



«itii 



I 



ke 



Sermassen von einander unabbangig zu seyn ; wenigstens 



^U 



"em gleichen Verhaltniss zu einander zu stehen (Vers. 7). 
^) Fremder Pollen scheint mehr wie mechanischer Reiz 
^ii'ken: doch kann er audi unter noch unbekannten Um- 
J^^<Jen (bei unvollkommener Befruchtung?) der Narbe todtlich 
^"5 ohnf! diA F.vohpn wirlihVh 7U befruchten 



in 



eilw 



CVers. 8) 
^) Der eigene Pollen wirkt hingegen nach, auch nur 



^ev 



eise, eingetretener Conceptionsfahigkeit der Narbe, und 
J^'Jer nachfolgenden Lebensperiode der entwickelten Blume 



Sch 



10) 

•Jeide 



n 



I auf ihre Organisation (Vers. 8). 
Nach den obigen Versuchen schien zwar das Ab- 
des Griffels auf die Reizbarkeit der Narbe d^si 



"^ 



m 



m 



!l! 



VI 



*i 



ill 



i 



] 

I 

i 



t 



'! 



^W 




'f 



i 




I ^1 



■ X ' ."^ ^ n 7 



uiV— "^J 



L 



f .' 4*1 

I'M 

w 





f. 

II 'I 




i! 



^ 




< 



mr 



m 



^m 



\i 




\ 



Ut8 



-■'1 



4' 



>l 



Mimulus iur mechanische Reize iiicht schwarhend z« wirK ' 

flic* 

nach Anwendunff des Polienreizes aber zeiffte sich ei"®" , 

" r r I 

durch bewirkte, wiewolil nur geringe^ Abnahme dieser R^^ ' 
woraiis folffen wlirde : dass zwar in der Narbe selbst die H^^P 
quelle der Reizbarkeit liege, "dass sie aber doch einig^n 

wachs Hirer Kraft und Dauer von dem Ovarium 
9. 



(Vei*s 



Vergleiche oben Nro. 7). 
Ungfeachtet der Abweichung 



Mimulus und der 



Gol^' 



f 



» 



sich doch i" 



ihrem Verhalten gegen Reize viel Uebereiustimmendes 
Zusammenstellung der beiderseitigen Eigenschaften na 






M 



- r 



Weis^ 



Q Oeffnen wendet sich 
Autheren ab, und kehrt 
bedecken be! Mimulus di 



die conceptionsfahige Flache 

sirh dftm TJrhfp y.n • bpim w^' 



vOH 



1 

metrisch einander horizontal gegeniiberstehendeuj Lipp^^ 






Goldfi 



ReciJf' 



e 



vation in die Incurvation, weil keine antaffonistische J^'l'^ 
die Einkriiramung begranzt: was hei Mimulus ebensocri^» 
wenn die^eine Lippe hinweggeschnitten wird. 

Darin scheint die INarbe der Goldfussia noch einen h^** 
Grad der Reizbarkeit , als die des Mimulus anzuzeigen? ^ 
jene zwei verschiedene Grade des Schliessens hat ; n^^ . 
J) die norinale Incurvation , und 2) die gerade (senkr^c 
Richtung, welche durch eine schnell erniedrigte Teinp^^'* 
hervorgebracht wird 5 und sich im Zuckerwasser consta» 



( 



58 



) 



Ob diese lezteie Steltung ebenfalls 



g 



evvi** 



$^ 



r»H^ 



Grad des Reizungszustandes seye, vviirde sich vielleicht d* ^ 
ergeben, wenn die Wirkung des eigenen und fremden P^ 
auf die Narbe versucht wiirdej dereu jedoch in der A^*^*^ 

lung von der Bewegung der Narbe der Goldfussia nich< 



a 



g' 



daeht 



fie- 



Die Schnelligkeit der Bewegung scheint unter g^*^'^ 
anden bei den beiden Narben gleich, und denselbe" 

unterworfen zu seyn. — Das gleicheVerhalt^" 



dingungeu 






e 



Mi 



«ti 

A 



in 



« > 



T 



Tl 

^ 

V 



2 



• 



'*n 



■ t 




X 



n; 



) 



ft 

t' 

ill' 



in 
lie 



le*. 
oil 

iii- 



r 



e 



P 

igt, 



;e? 
,ii« 

iiS 

la- 



6' 



209 



Hur 



uchtknoten getreiinten, Narben bei Goldfasm{^^) 
^^^imulus beweist, dass der Sitz der Reizbarkeit beibeideft 
m der INarbe, wie er bei Sti/lidium nm in der abgesonder- 
^*elle des untereii Knies des GiifFels ist. 

einfallendes Sonnenlicht bringt auf beiderlei Natf- 
swegung iiervor, (wie wir solches docb bei der 






Sch 

kein 



% 



^^osa 



■k\ 



*Nes Narbenorgans zu beleben und zu erhoheii. 



Ob die Wai 



Verander 



>i 



Mimulus die deiche W 



»> 



^^'""''die der Goldfussia {^^ ) babe: konnen wir nicht be- 






der 



I 



ung dieser Versucbe und der hieraus folgendeii Un- 



1) 



rheit 



<li 



en. D 



eines senauen Resultats dieselben unterlassen ha- 



He 



Witterung auch beim Mimulus 






rlang- 



®^t: so mogen hohere Grade der Lufttemperatur auf beide 

'^1 wirken. 

^ie Narbe des Mimulus wird durch JTa^fer von 



von + 15» 
Wasser von 

t_ J 

nen Graden der Temperatur wirkt verscbieden aiif 



^"^ ^'e halbe Extension zuruckgebracht (S. 271) 



T 



Goldfussia \ in Wasser von + 10? K. wira ilie 
■^*»>'virte Narbe in ihren normalen Stand der Extension und 
'^''Sescenz (Incurvation) zuruckgebracht ( « i ). Wasser von 

■ h I 

recurvirt dieNarbe, d. i., versezt sie in den Contractions- 



^«st 



^^^i worin sie bleibt (ohne sie zu todten) 



die Tem- 



**"»* desselb 



auf 4- 



r^^^ «nd nach ihren normalen Stand der Incurvation oder 



incurvirt die gerade stehende Narbe , versezt sie 



T.... 

^^scenz wieder erlanfft(«2v Wasser 

^'^^nZustand der Turgescenz: mit einer Verminderung der 

^ ^^Peratur um 3 Grade kommt sie in die halbe Incurvation, 

*§t demnacheineNeigung zur llecuryation, ist aber getodtet 

^' Die verscliiedenen Warraegrade bewirken durch Ver- 



*^Uti 



"^ 



T ' 

Wassers diese veischiedenen Bewegungen. 
odtet die Reizbarkeit des Mimulus augenblicklich 



'I \- 



1 



> 

J 




V«l 



\\ 



4 

I 



h- 






\ 



^! t 



}m 



?#• 





1 1' 



^_ 



f 



\. 



-I 





r» 



t 



1% i 



I 



'■A 




,i 




Ff 




tl 






f^-m\ 



\ 



kii§' 



tor 



I J 



f^ 



'I 



*m- 



^ 



^, , 



# 



I 



^ ^- ^h 



300 



1> 



.#» 



/ 



sich dessen Narbe audi befinden mag; die gleiche 



Wi 



itf 



der Goldfussia ( 



g 



IC 



(^*) die Narbe der Martyn 



Hinsicht 



def 



ausseren Gestalt, als audi der Reizbarkeit auf dieselbe ^^^ 



des Mitnulus 



4 



iioch keine Gelegenheit, diese Pflanze in dieser Hinsi 
untersuchen. Befremdend ist es aber, dass dem fleisi 
genau beobachtenden Schmidel bei der Besdireibui 



M 



ii 



gen 



uii 



d 



S 



sei 



nef 



die 



sef 



Froboscidea {^^) A\e Bewegungsfahigkeit der Narbe 
Pflanze entgangen zu seyn sdieint; weil er in der UInst^^ 
lichen Beschreibung der Pflanze dieser Ersciieinung »»»* 
nem Worte erwahnt. Ob vielieicht bei einzelnen Indivi<'''^j 
der Martynia diese Eigenschaft der Narbe nicht ausg^^' 



det wird? 
Narbe voi 



Mimulus 



kein solcher Zusta 



Medicus (6 7) versichert, ahnliche Zeidien der ReJ^ 



W 



keit auch an den Narbenlippen der Lobelia syphilitica, ^^ 
des und Erinus bemerkt zu haben; es seye aber eine, me'^'' 






a 



gewohnliche, Aufmerksamkeit notliig, um 

wahrzunehmen. An mehreren Hunderfpn vn 



der 






"r. 



*e//a syphilitica, cardinalis, fulgens und splendens, welch^ 
in verschiedenen Jahren und an verschiedenen, aus Sam^'' » ., 
zogenen, Individuen mehrfaltig und mit der grossten Geii*'"^^ 
keit untersucht haben, konnten wir an keiner einzigen ^^^ 



S 



als die 



jhrfi" 



W 



beinei 
P 



•kei" 



rtiii 



I 



denn selbst wederauf dieBestaubung mit dem eigenen 
noch auf irgend einen anderen Reiz, konnten wir nicht e^" .j 
eineNeigung zura Schliessen der Narbe, selbst nicht uac^^^ ^ 



brachter 



in diesem Falle iinmer offen , und 



die' 



Stellung 



gleiche Un 



ebenfalls 



Reize zeigen 



lappigen Narben der Digitalis, Mauro^ 






I 



b 



op 



eii 



ill 



i-e 



ti 



&1 



«elb 



f 



ub 



star 

D 



le 



ft 



<iei- 



B 



ei 






n 











ei 



c 






H 



1 



»5> 






"lie 



-- "^-' 





P^-^ f X 









llB 



llcei' 
lie" 



is 



a 






11' 





1)1 



lid' 



301 



i 



b 



n>k 



en 



^pGrmumy Linariaund Antirrhinum; Pflanzen aus derseK 

natiiiUcijen Familie, wie MimuluSj von welchen man wegen 

^^tiirlichen Verwandtschaft und der ansseren Gleichar- 



*«' der Organe liatte vermuthen konnen, dass sie auch die- 
p «iigenschaften besitzen wiirden. Dieursprunglichestarke 



sscenz der Narben dieser Pflanzen, welche mit der voll- 

"'gen Entwickelung der inneren Fliiche der INarben noch 

^' 'lis bei Mimulus imnmmt, konnte vielleiclit dem Schlies- 

j). "'^ser Narben ein grosseres Hinderniss entgegensetzen. 

^^ ^^'eologische Erklarung von L. C. Treviranus (««) nnd 

^ '^ORREN (69) J dass (iie zweilappigen Narben zur Befor- 

'^"g der Befruchtung vorzuglich mit Reizbarkeit begabt 



$ 



'^Jiaft 



»st dab 



•i 



^fine 



offenbar nicht an bestimmte aussere Gestalten der Or- 



gebunden ist. Einen klaren Beweis hievon liefert das 



I'>'«1 der Goldf, 



H 



ko 



^ 



ypothese behauptet werden, dass bei dieser Pflanze die 



zweilap- 



p. '*'® Narbe sich nicht (gegen alle A 

Lt!"^ Narben) auf der ansseren Flache des Narbenkorpers 

Q^ J^ass sich iiber dieses Verhaltniss noch kein bestinamtes 
^^** aufsteilen lasst, ergibt sich auch daraus, dass, wenn 

Mimultis, 



^t I' ^^**^" gewisser natiirlicher Gattungen 
,. ^^ium, Herberts, mit reizbaren Geschlechtsors 



er Reizbarkeit in den Sexualorganen besitzen. 



Q '^'ch dochwieder andere natiirliche Gattungen finden, wie 

^ . ^*<*5 Helianthemum, von welchen nur einzelne Arten Cbei 

^j^ ^^^^leinlich e-leicher'innerer Orjranisatlon der Theile) die 

^^*>schaft d 

^fs K ^^^^^^ bisher erzahlten Reizbarkeits- und Bevvegungs- 
bp-*^ ^*""ngen der Befruchtungsorgane (der Cacteen, Cistineen 

[hs ^^^^gungeh der Sexualorgane vieler anderer Pflanzen 

\ daiin eine Aehniichkeit, dass sich dieselben in demselben 

"^^^^i^ namlich mit der Befruchtung, in denBlumenzeigen, 



) des Mimulus, Goldf 



\ - 



r ' ^ 



M 



X * 



r 




* 



\ 



\ 



1 



1 



\H 



« ^i 



t m 



if 

if 



I 

/ 




r* 



i 



i4 



I 

■i 



1 



m 



) 



l/h 



'M 



tf 



I" 



I 



I 



? 



vi 




i 



1 



^ 



i 



\ 



'1 



? 



i 



•^ 



302 



\ 



und nach deren Beendiffiins: auflioren : sie weichen ^ , 

ell 
It 



von jenen we^entlich darin ab , dass sie nicht durch mec" 
sche Reize, sondern von sich selbst erfolgen, und bei ein's 
nur durch die Einwirkung des eigenen Pollens hervorgebra" 
werden. Ein Beispie'l dieser lezten Art haben wir an den, ""^ 
nicht geoflFneten, Blumen der Lychnis vespertina mit fr^^\.^ 
gen Griffein genauer beobachtet. Diese vvareu bis auf df^i 



i\ 



nien iiber die enggeschlossenen Kelchspitzen divergirenA , 
wickelt ; die Narben, welche die ganze Flache dieser "•'' 
iiberkleiden, wurden im Schatten mit dem Pollen der "^ 
gigantea, so weit sie iiber den Kelch hervorragten , stari^ 
staubt. In 15 Minuten nach der Bestaubung batten sich ^ 
derura alle GrifFel connivirend in einen conischen Biische* 8_^ 



nau aneinander anliegend zusammengezogen : so dass si^ 
der conischen Bluraenknospe einen gleichformigen conis<"| 
Korper bildeten. Nach Verlauf von einer Stunde hatten 
die Spitzen der GrifFel wieder von efnander entfernt, "" 



be" 

oil 

da''' 



wSrts eine gelbliche Farbe angenommen. Die Pflanze 



^tir 



d^ 






nun der Sonne ausgesezt, worauf sich die GrifFel noch i" 
von einander entfernten, aber weniger regelmassig als v"'' 



derte sich : 



Bestaubung, und vi^uchsen nicht mehr; ihr Volumen 

sie wurden diinner, und, nachdem die P*^^ * 
sechs Stunden lang bei -f 18^ — 220 R. der Sonne aus^^f^,,{ 
war, entwickelten sich die GrifFel und die Blumenblattei' "'^,^ 
weiter. Darchs Benetzen der GrifFel mit Wasser woi'(l^ ^ 

sie krii"'"''; 

sich endlich ganz nach aussen, wurden spitzig, und g^'" d, 
missfarbig, und verdarben. Es erfolgte hierauf eine w'^^^^j 
fcommene Befruchtung. — Die Bestaubung der Narbeii so*^ 
Blumen mit dem eigenen Pollen brachte an den GrifFelu "' ^^ 
ben Veranderungen hervor, mit nachfolgender vollkoiB'*'.^ ^ 



Stellung derselben nicht verandert, sondern 



chdi^ 



¥' 



Befruchtung. — Bei einigen Blumen dieser Art hatte si 

r 

Bewegung sehr deutlich und in kiirzerer Zeit vollzoge"' J^ 
sonders auf die Bestaubung mit dem eigenen Pollen; b^'^! 
ren erfolgte sie in einem vie! liingereu Zeitraume, und I^^J 
»jgen gar nicht : welche Verschiedenheit wohl vo» 



el' 




Vel 



a 
til 



^ . 



c 



sd 

B 







a' 






d 







c 



abcf 
lia"'' 




ra« 



It 



no 



cl 



ei 



lit' 



e 



n 




7 










U 



c 



e 



!))> 



it 






ten 
-oil' 



le 



0' 









eU 



ef 



/ 



ie 



5" 



,11 
I 



ei' 







303 



h 



chi 



^'■'■uliren mochte. 



Grade des Conceptionsvermogens der Bliimen 



Die 



se 



*nder 



gsers 



welche wir 



ch an 



''6n getheilten GrifFeln «nd Narben beobachtet haben, z. B. 
%'erer Malvaceen und V e\argon\en, fJlium fulgidum, Pasai- 






m 



demjeni 



'folium und andereii, scheinen jedoch 



gen Zustande 



der Entwickelung der Biumen 



^ ^ttzufin^gjj , tpenn das Wachsthum der Griff el noch nicht voll 



^Helt 



^nd dock schon Conceptionsfahigheit in den Narben ent- 
isi: wie es namentlich bei Lychnis der Fall war. Es 



\ 



^int daher, dass in diesen leztgenannten Beispielen dasBe- 
^egungsvermogen der Gviffel von der Narbe ausgeht (S. 229). 



Griffel 



de 



N 



8 



de 



I r- 



^rben sehr langsam, und wird nur durch die Einwirkung 
*'genen oder nahe verwandten Pollens sichtbar. 
An diese Beispiele reiht sieU die Bewegung der Narben 
""Cacteen, des Geranium u. a. an. Die Narbe dieser Pflan- 

-•^bleibtso lanffe un^etrennt, bis die Antberen verstauben, 

"®'' meistens verstaubt haben : indem die Staubfaden mit ih- 

^'.'fgerichteten Staubbeuteln so lange um die, in eine 

^ vereinigten , N 



Kolb 



tilsd 
Sie 



^is die Verstaubung 



beinahe voriiber ist; 



*on fangen die Lappen der Narbe erst an, sich zu theilen : 
^Palten sich welter, krummen sich nacb aussen 5 beugen 

^^^ ^»i™, und scbliessen sich nicht mehr. Anfanglich sind die 



!« 



arbe 



^e 



^enn man diese beiden lezten Arten von Bewegung zu 



E 




des modificirten 



WachsthuiDS 



d 



G 



^^ Ml], so streiten wir nicht dariiber; indem wir zugeben, 
J^^s zwischen beiderlei Erscheinungen schwerlich eine genaue 



^enzli 






^ B 



'lie gezogen werden kann ; doch diirfte kaum ein Zwei- 
•^ariiber obwalten, dass selbst bei diesen lezten Bewe- 
S^i nicht auch allgemeine Reizbarkeit mit im Spiele sey. 



k 

\ 



eit 



5 



k 



' 1 




« 



I 



f t-^ 



V 



> 4>t 



* it 



y 





r 



r> -■- — ^ 



i 






4 



1 



i*- i 



r 



(If 



'^ 






*l( 



u^ 





\!- 




M 






I 



\ 



i I' 



') 



/ 



304 



absoluten Abwesenheit in denselben ansehen, in 



deiii 



el»<' 



solche erhohte Thatigkeit der Orgaiie uns nach der Analog^' 
bei andereii lebendigen Geschopfeii nicht ohne Reizbavk^' 
moglich zu seyn scheint. Die Folge dieser Modification' 
eine langsame, aus sich selbst eifolgende, von Wachsthui" 



bewegnng ausgehende, Veranderung der Stellung der 



Xheil*'' 



wodurch gewisse organische Zwecke, und namentlich die 
naherung, haufig auch ein langerer Contact, der beidei 



AH' 
lei 



Die gt 



osse 



Befruchtunffsorgane erreicht zu werden scheint. 
Mannigfaltigkeit in der Gestaltund ursprimglichenLagedi*' 

J ■ 

Theile, und der Mangel an speciellen Beobaehtungen hi^^ 



ijbef 



lasst aber noeh nicht zu, Gesetze iiber diese Modificatio 



zu entwerfen, welche sowohi an Griffeln und Narben 






r 



a 



tere" 



auch an Staubgefassen wahrgenommen werden ; von ers 
haben wir ini Vorhergeheriden mehrere Beispiele erwahnt: ^ 
lezteren wollen wir den Gang der Veranderungen an Trop^^ 
lutn majus nach genauer Beobachtung angeben. 



Mit dem Oeffnen der Bluinen dieser Pflanze am ^'' 



pie 

ide" 



Tag steht der GrifFel geradeaus, pfriemformig zugespiz^t 
die Narbenlappen sind gewohnlich noch nicht gespalten. 
noch kurzen, sehr saftreichen Staubgefasse sind zu bei 
Seiten des GrifFels (je vier auf einer), unter denselben S^ 
senkt, gerade gestreckt, oder meistens nach dem Fundus 



der 



deii zwei kiirzeren seitlichen etwas ab: 



Blume leiclit gekriimmt; alle Antheren noch geschlossen- 

Am zweiten Tag erweitert sich die Blume und komi^* 
iliren Vigor: der obere langere Narbenlappen spaltet sich ^^ 

ein oder zwei St^ 
gefasse von verschiedenen Seiten, nicht in bestiminter *^' 
nung, wie bei den meisten Pflanzen , sondern unregehn^^^'"' 
doch meistens zuerst ein oberes, welchem hierauf ein*"' , 
res Oder mittleres der entgegengesezten Seite folgt, (.^^^^ 
auch zuweilen zwei neben einander,) verlane-ern sich und '^ 

gen an, sich aus ihrer gesenkten Lage aufrecht langsa'"* 

icb ^^ 



erheben und dem Griffel zu nahern : iudem sich zngle 



ub 



Spitze des etwas iiber den Griffel verlangerten, rundeu S^a" 



fadens sammt seinem abgesezten, kurzen, pfriemforHiig^" 



; 



iff 



r 



t 

iiil 
bii 



It 

I 



)i 



e 



G 

vvl 
1 

V 



k 

dll 
1 



ai 






Si 

1) 

k 



V, 



i> 



'A 






It* 



"TTT" 



'■: 



■i 



lie 



US' 

llei 
er 



ir 






I ^ 



'^ 



II 



a 



ie 

ell 

ef 



l-a- 

II' 

1 

ie 



305 



da 



^^itere Ende der Anthere eingesenkteii Fortsatz j vermit- 



sen dieselbe von dem Staubfaden 



d 



111 



inige Distanz fortgeschoben wird, iiach und nach beinahe 

L ^^ 



-",en rechteii Winkel 
■^'s die. 



iib 



•let 



ei- der Na 



der Reife nahe, Anthere ganz horizontal unmittelbar 



G,. 



A 



I'iffel 



Seiche 
'^ichte 

T 



be steht, in welchem Zeitpunkte sie sich off- 

r 

^nd den Pollen zum Theil auf die Narbe verbreitet. 
^ dritten Tage ist die Biume noch in ihrem Vigor: Der 
erhalt nahe unter der Commissur der 



Narbenlippe 



sich 



K 



nun gespalten 



■ 

d 



eine 



ummung nach oben. Das oder die zwei am vorigen 
Se aufgerichteten Staubgefasse haben sich um V" bis V 



^«tt de 



d 



V. '"g nahern sich auf gleiche Weise dem Griffel und de 

'5 die sich entfernenden Staubfaden vermfndern den Win 



V 



di 



ih 



Krii 



indem zuerst 



e 






^Pttze der Staubfaden einzuschrumpfen anfangt, die zuvor 

ovale Anthere zwar noch mit Pollen iiberzogen ist, 



^^^glicht 



aber in eine viel kleinere ovale Gestalt verkiirzt und 



aufj 



^'^menzieht, und de 



d 



wo- 



1^ ^^ht langsam zur Peripherie der Blurae zuriickkehrt: 

1 "^^oier noch ein grosser Theil des Pollens an der Anthere 

^^ Anfang des vierten Tages ist Stillstand des Vigors 
^'ch erweiternden Blume. Die Narbenlippen haben sich 



d 



ev 



•Jun 




&efi 



Vollig getheilt und divergiren ; in der Commissur derselbeii 
'"'^et sich et 



Ei 



\ .1 .^^ 'laben sich verlangert und beginnen nun auf die gleiche, 
'^ oeschriebene, Weise ihre Bewegung zum Griffel und 
^arbe: indem die friiher aufgerichteten Platz machen, 



%d 



e 



'*^h nach und nach an den inneren Cmfang der Blume 
5iii '' oder sogar zwischen die Spalten der Blumenblatter 
&e »*"* ^^^ Corolle sich hinausbiegen, und durch allmahh*- 
V eriust ihres reichen Saftgehalts unregelmassig kriim- 
^"undbiegen. 

" fmften Taa offnet und verflacht sich die Blame noch 



A 



<i 



*Hfv 



£r 



Befruchluiig der GewHchiie. 



i20 








\ 



IW 



t*« 



I 



¥^* 





/ 



I 




' d 



t, 



f 







I 



« \ 




h 



*4 




tt. 



I 



I: 



! 





ti 



1 



ff'wJ 



I 




•«l 



^1 



•^ 




300 



r 

melir, wird flatterig und t 



gegen Abeii 



den in die Abnahme, besonders bei kraftig einwirkefl 
Sonne: indem zuerst die unteien drei Blumenblatter sc 



idef 






weiden. Die NurbenUppen liaben sicb nach aussen ge^'" 

und scliliessen sich aiicb in der Folge nicht mebr, S^^^^ ^ 

Die lezten Stau»^ 



meisten getheilten Narben (S. 303) 



'g 



aus stehenden Antberen erhoben ; weun diese vol! 
worden, tritt endlich auch bei diesen Staubfaden der v?ei 
Verlauf ihrer Bewegung und Abnahme ein, uud sie vei 



ger 

reif g^' 
tef« 



derbe" 




Witteruna: srewohnlich erst nii* 



N 



Reiz 



) 



U 



t 



Bewegung 



m 



fliissj sie beginnt mit der anfangenden Reife der Ain" ^^ 
deren Fortriieken mit der Entwickelung der ganzen ^^'""'^^^^ 



ge 



Die A 



bffnen sich immer erst alsdann , wenn sie sich in der nac ^^ 
Nahe derNarbe, oder am allerhaufigsten, wenn sie sic ^^^^^ 



Po 



rizontal unmittelbar iiber derselben befinden ; entleeren 
aber nicht ganzlich iiber ibr , sondern verstauben ihren 
in der ganzen Blume unter der Bewegung der Staubfaden 
Umfang derselben. 



$1 



2UI^ 



una 



Oe^' 



d 



ilclie 



A 



da*" 

be- 



to 



Wachsthum 

I + IS® bis 



dauert bei warmer 



W 



weil naC 



# 



Die 



Cher Stilhtand in der Bewegung statttindet. 
mnngsbewegung der Spitze des Staubfadens und der 






horizontalen ^^^ 

iiber der Narbe , welcbe mit der Dehiscenz der Anther^ 
der anfangenden Verstaubung des Pollens, also mit d 



d 



1' 



bunden 



Entwickelung 

ist, geschiel] 



VVie 



tin 
vef 



S 

iiil 
r 

d 

Ui 

I 

k 

fr, 










Si 

+ 

V 



f 



h 



4 ^ 



d 

h 



l\ 




ef 



) 



el- 
ided 



a 



t 



,111- 

in 

re" 
ten 

ho- 
leii 



e 



If- 

da** 
be- 

ttc 



ei" 










ef 
it' 






^ 



307 



St 



Icht 



. ^^«bfadenspitze, und 



I).. 



Krummung 
ibe-efasses 



k 



^ S Und die allmahlige Abnahme und dasSchwinden des saft- 

'®n Staubfadens 5 von seiner Spitze an abwarts, verbun- 

, 'St, welches noch vor dem Verderben der CoroUe erfolgt, 

' ^*'t 36 bis 48 Stunden; indem die Dauer der Blume von 

^C'tpunkte ihres OefFnens an , wahrend der successiven 

^•Ckeluritr Af^v Qrlif SfniiKo-pfiififio 






(w 



be 



an 



J^^ch seltener imr seeks gefunden (S. 100)) bis zum Wei- 

\ stattgefundeiier Befruchtung des Ovariums unter den 

S^gebenen Unastanden 5 bis 6 Tage wahrt Bei Campanula 

Bse Veranderung der Blume und die Bewegung der Be- 
^itungsorgane in kiirzerer Zeit vor sich. 



geht 
fr 



k 



Ei 



^e entferntere Analogic mit den erwahnten Reizbar- 



\ ^''scheinungen der Befruchtungsorgane bieten diejenigen 



^ ^gungen und Veranderun8:en dai 



5 welehe sieh beim 

lang wir bei der Lych- 

gt, und oben beschrieben haben. 



1) dass sie beide ffleieh 



^ebereinkunft dieser Bewesfunsren 
^j^^^ch daiin : 

^1 ri ^ **"^ beim Anfang der Befruchtung am lebhaftesten 
V \\ ^'* ibrem Vorriicken schwacher werden^ und mit ihrer 

^ndung ganzlich aufhoren ; 2) dass Verhinderung der Be- 
^ itung die Dauer der Schlafsausserungen , wie die Reiz- 
Wri^** ^^^ Narben verlangert; 3) dass die Bewegungen bei 

^^ auf die gleiche Art erfolgen , namlich das Scbliessen 



Sun 



) das Oeff 



C 



durch Ersehlaffung beim 
scenz. Die Schiafsbewe- 



^e* t "®*' JSlumen unterscheiden sich hingegen von den 
1 . ^'"'^eitserscheinungen der Befruchtungsorgane 1) in dem 
5i^j^^^""kte ihres Beginnens (S. 296, Nr. 

H .^^* '^^^*' Aeusserung5 3) in der J 



4): 2) 



b 




^»nen 

kt; 



Sj und 4) 



welcher 



Sehlafe der Blumen die Bewegung des Schliessens 



& 



abhangt 



20 




^^^ 




1 

-J 



«^ 




A 





\ 



tm* 



**\i 



II 



M» 



t. 



t 



i: 



I : 



r 



/I 




1 

J 

i 



f ) 



I 




\:\ 



4 



n 



ri 




.i 



i 



m 



ii 




K>t 



h 




M 



fli^'' 



I 



" ■ ( 



t 



' n 



■^ 

1^^ 




I 



ao8 



Ausser diesen Bevvegnngen tindet in 



der Stellung 



ganzen Blumen, von derKnospe an bis zu ihver vollkoimn 
Entwickelung und wahrend der Bliithe, von diesein Zeitpun 



ene" 



lite 



ui) 



d 



bis zur gereiften Frucht, eine grosse Mannigfaltigkeit 
giadweise Verschiedenheitj nicht nur in Beziehung ^^^^^^^^ 
liche. sondern auch auf Zeitverhaltnisse statt. Diesc 



Be 



wegungen sind uniaugbar zu den niodificii 



Wac 



erscheinungeii zu zahlen, wobei aber ohne Zweifel die ^^ » 



V F 



nieine Reizbarkeit keine unbedeutende Rolle spielen 
Bei Geum canadense Jacq. und urbanum z. B. senken si 



mag' 







1 



dem Oeffnen nahen, Blumenknospen und die geoffneten 
men bei Nacht, und begeben sfch Moigens wieder i^^ ^ 



aufrechte Stellung : nach erfolgter Befruchtung und ^^ 

dem Abfallen der Blumenblatter dauert diese periodische 

d<Jf 

Be' 
fteu 



vvegung des nachtlichen Senkens und des Aufrichtens 
unieifen Frucht bei Tag in abnehmendem Grade fort: bi^ 
sicli ihrer Reife ailmahlig nahert, und die Verholzung 
Stiels dieser Bewegung nach und nach Grenzen sezt 



? 



fangt am f"» 

L 

' '' 

Tage nach der kiinstlichen Bestaabung und Befruchtungj 
am dritten bis vierten Tage des Vergehens der Bluoiej 



all 



a 



Fruchtstiei an (auch bei triiber Witterung) sich ailniahh'g 
zurichten, bis er endlich nach 12 bis 15 Tagen eine se 
rechte und gerade Richtung mit der Frucht erlangt hat. *^ 
Bewegung ist aber nicht durch die Befruchtung ailein bediiis 



ein, und schreitet langsamet 



denn sie tritt auch bt 
einige Tage spater - 
auch machen die mdnnlichen Blumen dieser Pflanze den 

L 

lichen Gang, wenn sie sich nach dem Verstauben der 



. fort; 



na'"' 

All- 



pflpff 



t^f 



M 



theren noch langer an den Stielen erhalten. Bei 
somniferum richtet sich das Germen drei Tage nach del' 
stanbungund zwei Tage nach dem Abfallen der Blumeiil^'* 



auf; u. s. w. 







I ^ 



Diese Veranderungen der Stellung der Friichte geg^" .^^ 
lere der Blumen erfolgen gewohnlich auf, die gleiche ^ 
ganzen Gattungen, z, B. den jiqmlegien^ Liliumi « 



nd 



aUC 



8 



i 



z 



dl 
c 



t 



C" >l 



1 



'±-i 



» 



\ 



\ 



\\y 




t 




<■ 



lie" 
iinil 

IBS- 
ire' 

lie, 

der 

gie 
de« 

ten 
def 

e5« 




ft) 



II' 

li^e- 



r 
* + 



309 



^ ost bei einigen Familien , z. B. den Scrophularineen , bei 
^"en die Knospe gesenkt ist, die Blume etwas mehr auf- 



C 



^^*''chtet wild, und die Frucht endlicli senkrecht stelit: bei 
'^^^okulus Ipomoea hingegen die Blume aufrecht, die Frncht 
^•^kt ist. Es hangt diess mit der Fruehtanlage der Pfiaii- 
uberhaupt zusammen, indem hier der Fruchtknoten oder 



die 



G 



^^I'dende Frucht nicht, wie bei dem grossten Theile der 



^^'achse, vermittelst eiiies aufloslichen Gelenkes mit dem 



Aste 



die 
den 



"nd der ganzen Pflanze verbnnden ist : sondern sich 



"olzfasern in den Fruchtstiel und in die Fruchtumliiillung 
■iterbrochen fortsetzen. Von dieser Regelmassigkeit j5n- 
^^ch aber auch Abweichungen , z. B. die Datura cerato- 



^enkt 



n 



\ 



s^nk 
tu 



n 



^ Frucht: die Datura Metel eine gesenkte Blume und 
gei'ichtete Frucht: Silene nutans eine gesenkte Blume und 
echte Frucht; alle iibrigen verwandten Arten dieser Gat- 
S liaben aufrechte Blumen und Friichte. — Bei dieser Art 
. ^ Bevvegung, so wie bei dem OefFnen und Aufspringen man- 
, ^ >'eifen Friichte ( ' ^ ), mag die hygroscopische Eigenschaft 
"anzenfaser hauptsachlich zum Grunde liegen. 



d 



en 



^achdem wir die verschiedenen Arten der Bevvegung bei 

», ^o'lkonimenen Pflanzen betrachtet haben , kehren wir zur 

•^^ersuchung der eigentlichen Reizbarkeitserscheinungen bei 
«»selb 



a 



Gn zuriick. 






^ie Art der Bevvegung derZeugungsorgane der Pflanzen 
^'^rschieden nach der Verschiedenheit ihrer Gestalt und 



U 



®^ Baues; sie erfolgt gewohnlich nur nach einer Richtung, 
• '^ie Staubfaden der Cistineen von dem Mittelpunkte zum 

ink 



»^reise: bei Ruta, Berheris von aussen nach dem Pistill. 
j^ **ritFel der Malvaceen bewegen sich nach aussen : die der 

^^^«« von dem Umkreise nach der Achse des Pistills, und 
, "leser wjeder zum Umkreise. Die Bevvegung der Narbe 
j^ ^imulus geschieht durch flaches Aufeinanderlegen der 

^*'^enlippen nach der Achse des Griffels, und beim Oeffnen 



4j 



dur 



chZ 



*' 



a^e 



^ ^er Cistineen und Cacteen vyerden iibrigens auchSeiten- 



\^ 



y -m \ ' 



\ 




^M 



'»-« 



i 





* f 



IH 




f 






- >_rj ■- >- 



* 



if 




i 

r 
I , 



^ 



i 



J 




'J 



1 ■ r 



« 



■* 






1 
/ 




n: 



t% 



IP 



f 



4 



1 



/ 








m 



i 






4 
1 



«!»- 



f 



310 



bewegiingen beobachtet , vvaa aijch von Kolreuter 
bestjitigt wird. Solche theilweise und abweichende seitl 






gei 



Mimulus 



A 



nommen 



MORREN C^SN 



Be- 

Lip' 



Griffel des Stylidium. 



Der Grad der Reizbarkeit und die Schnelligkeit der " 



wegung ist bei den versehie 
Pflanzen ebenso verschieden , 
sitiven. Man verffleiche z. B 



Befruchtungsorganen 



dC 

Sen- 



Mimosa 



C^*) und Oxalis i"^^), wovon 



jn der Blattch^" 
ad einiger Ait^ 

die ersten s"! 



ii 



schnell. die lezteren niir sehr langsam beweffen Einig^ ^^' 

_ Eei^' 



xualorgaiie der Pflanzen \ 
Rchnell, wie die Narbe 



Goldf 



Mimulus 



Gii&el des Stfflidium^ die Staubfaden der Berberis un 



barkeit und eine lang*same Bewegnngf, wie die Sta 
der Cistineen, Cacteen und einiger Synanthereen. Die N^ 

r prohoscidea bewegrt sich bedeutend langsa» 



Martyni 



Mimulus ^^^ 



h 



• «. 



eP 



auf einen angebrachten Reiz ^ ais die des 

einer von uns selbst ang^estellten Beobachtuno:. Andere z^^S 

/lie 

Empfanglichkeit nnr fiir einen bestimmten Reiz, wie z. ^' 
GrifFel der Lychnis vespertina fiir den eigenen oder naii6 ^ 



tvandten Pollen, 
gan 



01 



to 



f 



eine verschiedene innere Anlage und Bildung griinden : ^^ 
zu vermuthen ist, dass ihr anatomischer Ban durch vei'SC"'^ 
dene Modificationen sich untersclieiden , oder vielleicht ^^ 



h 



bei jeder Pflanze eigenthiimlicli gestalten werde. 



ist verschieden , und hieriibei 



kein bestimmtes 



fen 



befi 



ge Stelle der mannlichen Organe an dem 

der Staubfaden, z. B. bei Helianthemum J 



len fi^' 
,«d b^' 




1 












er 
ei' 



e 



:c 



li 



ef 

12' 

■be 

lie 

I" 
I" 

er 



e' 
I'' 

.re 



311 



I 



E 



/ 



haufiger und bestimmter niht die 



'Senschaft der Reizbarkeit iin Pollenapparate selbst, wovon 
"«sere oben angefiihrten Beispiele der Synanthereen und Or- 



Sffn 



6en einen Beweis liefein. Bei den allermeisten Pflanzen 

^n sich die Antheren selbst bei der sanftesten Beriihrung 

Zeit ihrer vollkommenen Reife augenblicklich (S. 104) : 

^^^ sehr viele mit einer auffailenden explosiven Kraft, wovon 



S 



( 



jed 



l^^iftnerksame Beobaehtei 



b 



sich vielfaltiff iiberzeugen kann ; 



«sond 



die 



ers, 



Umstande giinstig 



Da aber 



u 



es 



Physischen Verhaltnisse , welche mit der Pollenreife verr 
'^'^en sind, noch sehr unvollstandig bekannt sind : so mochte 
^benso schwer za beweisen , als zu wideriegen seyn, dass 
'® t^ehiscenz soleher Antheren mehr von der Reizbarkeit, als 
^^n der Elasticitiit ihrer Haute herriihre. 

+ 

Bei den weiUichen Organen iasst sich bei der grossen 
^^oigfaltigkeit ihrer Gestalt der Sitz der Reizbarkeit nicht 



U 



Sena 



Pflanzen 



geuE 



"er angeben, als dass er bei den 
<lem Lichte zugekehrten , mit Harchen oder driisenarti- 



Wfi 



liche 
de! 



«det: 



enheiten versehenen , 
namlich an der Stelle 



der Na 

wo die Aufnahme des mann- 
eht (von den Abweichungen 



Mi 



unten). Diess zeigt sich sehr deutlich an der Narbe 



^»^t afacirt 



deren (iussere Flache von dem eigenen Pollen 

d 






N 



arbe von dem Fruchtknoten nur eine sehr geringe Schwa- 

4 



Airj 



^^ zu haben. und die Reizbarkeit dieser Narbe durch den 
S^ti'ennten Zusammenhang mit dem Ovarium nur eine o^anz 



» 



Seri 

^ 

ef ciogeschnittenen Narbe aut die Bestaubung mit aem eigenei; 
'^Hen weniger genau schliessen, als an der mit dem Frucht 
^^^^n in unveilpzter Verbindunff eebliebenen Narbe (S. 2»7, 



oarkeif 



Ch. Morren 
zwischen der 



Idft 



(") 



- i 



I 






1 



■ 




*4* 



i 




f 



M 



:f 




^ 




s 



\ 



A 



^: 






m 



/ , 



'. I 




I 



It r t' » 



l> ■ *^ 






»4l 



i» 



£) 



^ 
4 



I 



* f 



^^ 




m\ 



i 



J 



312 



d 



von 



•Ai0 



*. - 



(78) 



Mimulus lasst kein 



er iww^r^n Seite der Kaf''^ 
liber deren wahre Bestii^' 



mung und Funktion ubrig: besonders, wenn wir no 
gleichzeitigen Entwickelungsverandermigen anf ihrer 



ch die 



flache und deren vollkommene Uebereinkunft in ihrer a"SS^ 
lichen Besehaffenheit mit dem Zustande anderer concepti^^ 
fahiger Narben vergleichen, an welchen keine solche 1^^ 



barkeitsausserungen siehtbarvor sich gehen. — Die ger 



Mimulus 



gere 
del' 



beren, vom GrifFel ausgehendenj Mittelnerven und dick^^ 
Gefiige desselben, und nicht in einem geringeren Grade 



def 



verglei 



arbe a"' 

die ma" 



Reizbarkeit ihres Baues zu lieo:en. 

Die reizbare Hiilie (^IndusiumJ 
derGoodenovien lasst sich noch als 
sehen : (iiber das Indusinm der Sea 
KoRTHALS C^)); es wird daher von 
Narben gesagt wurde* Dieses Beispiei zeigt aber aucn ^ 
gleichj (so wie das anderer Blumentheile^) dass diese E 
schaft nicht ausschliesslich der Narbe als solcher zukoiii'^ 
indem wir auch an dem Griifel des Stylidium ein merkwiii'^'g? 
Beispiei haben ^ dass selbst ein einzelner abgesonderter Tn 
desselben Reizbarkeit und Bevvegungsfahigkeit besizt: 
mociite also noch zweifelhaft seyn^ dass (wie wir S. 303 
niuthet haben) die Reizbarkeit und das Beweo;un2:svernii>» 



vei" 



der GriiFel bei der Befruchtung der Lychnis vesperiina und « 
Malvaceen urspriinglich von dem Narbeniiberzuge ausgeh^- 

VieleBlumen besitzen zwar Bewegung, aber keine t*^ 
tabiiitatj nur wenige sind mit Reizbarkeit begabt, ^ i 
bloss auf einzelne Theile , wie z. B. bei Leeuwenhoehia ^"^ 
einigeri Orchideen auf das Labellum, beschranktzu seyn sche"* ' 
Dem Physioloffen ist hieiin noch ein weiies Fsld der Untei*"' 



g 



e weitere Vers 
Bewegung bei 



'} 



bietet sich bei 






B 

Ci 

B 

B 
B 

2 

Si 

51 tl 



SI 

Tl 
Hi 



Si 






t: 

111 




^ 



.:a 




"t s - ^-J 



*^r^f:?>^ 



/ 




4 



:fll 



llB-. 

ie: 

1" 

1" 

1 

s- 

liZ' „ 

re, 
I"' 

lefl 



11' 

el' 
«' 

n- 
il 

leH 
et 



v 

he 

t. 



u 





n 



313 



Bifi 



c«»j 



Bl 



^ttern der Sensitiven und anderer Pflanzen, z. B. des Capsi- 
^nnuum nnd Aev Mar tynia annua {^^), dem Schlaf der _ 
und dem Neigen der Blumenstiele dar; liier ist sie 



atte 



meist 



^eizbf 



^■^8 auf die Gelenke beschrankt. Diese, zum 



Theil 



B 



an 



'^ren, Gelenke sclieinen in Beziehung auf ihren innereii 



eine 



]i —J von dem der reizbaren Sexualorgane verschiedene, 

^chaflfenheit anzuzeigen: weil sie dem Lichte und derTags- 

;' ^yeit mebr unterthan sind, als diese. (Die Oxaliden be- 

^^*^ naeh Morren's (^V) und unseren eigenen Beobachtun- 

^ ^usser der Excitabilitat der Gelenke audi noch Bewegung 

^n Blattrippen und am Rande der Blatter.) 

Auf die Staubfaden der Cistineen und der Cacteen, so wie 

"^le Narbe des Mimulus und der Goldfiissia zeigt namlich der 

^f^^^echsel von Tag und Nacht, oder Licht und Finsterniss, 

^'chtlich des Standes dieser Organe keinen solcben Einfluss, 

^ie auf die vorliingenannten Theile vieler Pflanzen : son- 

,^^'^ sie behalten wahrend ihrer absoluten Dauer in 10 bis VI 

^ Sen^ wenn sie sich ganz selbst iiberlassen bleiben , keine 

^fe Bewegung als die ihrer normalen Entwickelung(S.266). 



''^^gen ist bei den Blattchen der Mimosa pudica der Einfluss 



f^ ^^'chts sehi 



<!in 



gross: indem nach unseren Beobachtungen 



^\i 



en 



^^^i^licher Lichtrelz hinreicht, sie so scbnell fallen zu ma- 



^ ' '"^Is ein starker Stoss: und die Entziehung des Lichts 
in ^A^ ^^^eekung die Blattchen zu jeder Tagszeit veranlasst, 
^,| '^ »iachtliche Stellung iiberzugehen. Moretti (82) yersi- 
w '■* hingegen, einige Sensitiven, welche er 6 Tage und 
. ^"*e im Dunkeln ^^ehalten habe, batten ihre Blatter in den 



len 



s 



^ch 



Hell 



lichen Stunden geoffnet und geschlossen: was iibri- 
'^Qseren Beobachtungen nicht widerspricht ; da dortjeine 



^3 bier aber eine stetige Einwirkung stattfand. 




^ach bl 



ossen mechanischen Reizen , welche nur Con- 

und nicht auch zugleich Desorganisation der (weib- 

V ^^^ ^^ugungsorgane bewirken, ist die Sonnenwarme (wie 

te ^ ^*^ ^^nsitiven und dem Nachtschlaf der Blumen und Blat- 

g^ das kraftigste Belebungsmittel zur Expansion und Tur- 

^^^'^' daher bei beiderlei Arten von Organen bei warnaer, 



t^ 






\ 



% 



A 



\\ 



m* 





\ 











'4-4 



f 



r ^ 



\ 



^*»^_ . 




* 

J 




-it^ 








J 



^ 



i 



* 



I ■ 



■ t: 



r . 



\ 




m 



I: 



I * 





I' 



\ «' 



:i 



314 



liCH) 



sonnfger Witterung die Bewegiingen schneller vor sich g*" 



als bei kiihler Luft und trubem Himmel (S. 267). Das U^ 



ist daher hiebei nicht das specielle Wirkende , w 



elches 



ch 



SI 

vielmehr im Inneren dei* Organe befindet; sondern nui 
allgemeine A gens, wie uberhaupt beiin vegetabilischen Le 

Feuchte Witterung wirk.t nicht so stark auf die Staubfad^ 

als auf die Bla*^''^ 

ehen der Sensitiven und viele Blumen. Dassen (^* ) benJ^ ^ 
daher von der Feuchtigkeit , dass sie die nachtliche Stei » 



der Cistineen und die Narbe des Mimulus, 



(Zusammenziehung) der Blatter befordere : doch bew 



irke s'^ 



dieselbe nicht allein : sie scheine aber unter alien auss 



ere" 



EinfliJssen bei den Blattchen der Sensitiven der machtigSte 



211 



seyn 



Selbst der unmittelbare Contact des Wassers 



veri"" 
iii> 



sacht kein Scliliessen der Narbe des Mimulus (S. 271)? 
Gegentheil bewirkt bei der durch Durst zusammengezog^ ^ 
Narbe die Erfrischuns: durchs Wasser die Wiederausbrei^ 
der Narbe. Wenn daher die feuchte Witterung und das w 



ser auch einigen Einfluss auf die Reizbarkeit und die 



wegung der Sexualorgane hat : so weicht doch die Wir 



dieses Einflusses bei beiden sehr von einander ab, 



folgt daraus : dass das Fallen und die nachtliche Stellun© 
Mimosenblattchen und das Schliessen der Narbenlipp^" 



o-aef 



Mimulus, obgleich Contractionserscheinungen, dochni 



cht id^"' 



tiseh sindj dass daher wahrscheinlich bei beiderlei Organe" 
verschiedener innerer Bau werde angetroffen werden (S- «' 



eiH 



Die Reizbarkeit der Befruchtungsorgane ist eine voo 
Corolle unabhangige Eigenschaft, und wir haben selb^ 
Stanbfaden der Cistineen ^H elianthemum vulgare u" 



d 



J0> 

die 



foliutn) 12 Stunden nach dent Jb fallen der BlumenblH^^'^ . 



und bei noch nicht ganz — aber doch beinahe 



V 



erstaw 



bte" 



keit 



del* 



Antheren noch reizbar gefunden. Diese Unabhangig 
Bewegung und Reizbarkeit tritt nach unseren obigen 
suchen noch deutlicher bei der Narbe des Mimulus hef 
indem dessen Narbe nicht nur iin isolirten Zustande, son 
auch nach abgefallener Corolle nichts, oder nur sehr *^^ ,^ 
von ihrer Reizbarkeit verliert. Nur insoferne zeigt sic'' 



Vef 
vol"' 

del'" 




i 



k 



V 

kl 
b 






b 



s 



e 



X 



•^ 





'^^ - 




ht 



c 



eff- 



a 



:r 



Be- 



u 



ei 

en' 
ein 
0}' 

die 



^ 



teH 
del* 

or- 
ern 

nig;' 

ell' 



\ 



315 



Hi 



fin 



ss der Corolle auf die Narbe des Mimulus , class 



und geoffnet bieibt, 



^\ 



Mangel 



. ^^sseiigem Nahrungsstoff durstet und vvelk ist: und daher 

'^I'oUe dem Pistil! noch Nahrung zu liefern scheint, wenn 
selbst der Erschopfung nahe ist; wodurch wir zugleich 



Me 



»>och 



de 



>• Bliith 



Wink 



e erhalten. 



der Karbe des Mimulus keinen Einfluss, weil die isolirte 

J. "^5 wie die der Ccistrirten Blumeiij den gleichen Grad der 

^izbarkeit besizt, wie die der uncastrirten Bluraen (S. 289). 

J ^^ dem Insertionspunkte der Staubfaden in dem Tubus 
^^^^ Co 



rolle 



Mimulus 



A 



J. 



I Gclar angetroffen; es ist aber von dieser Absonderunfj 



b 



^nmittelbarer Einfluss auf die Reizbarkeit der Narbe zu 



"^erken : zumal die Narbe desabgeschnittenen^ und in feuch- 
, Sande gehaltenen, GrifFels ihre Bewegungsfahigkeit 10 

Tage, jedocli mit abnehmender Kraftj behalt. 



Or 



'n der Wirkuna: der mechanischen und chemischen Reize 
^^t zwischen den Sensitiven und den reizbaren Sexual- 



Soften kein anderer sichtbarer Unterschied stattzufinden^ als 
^ sicli die lezteren noch etwas empfindlicher gegen solehe 
^^^ zeigen . als die ersteren. Uebrigens finden bei beiden 



Vej 



'bellied 



H 



U 



(S. 3 1 0) 



nter alien Reizen fiir die weiblichen Organe ist der 



ffene Pollen der starkste : indem er mit der Vernichtung de 
"^I'keit der Narbe sie zugleich desorganisirt : eine Wir 



It 
k 



Hi] 



&j ^elch 



e 



F 



note 



L -^ 

^ verbundene Narbe ^ sondern auch auf die isolirte aus- 



r 

Wirkung desselben , (welches bei der Befruch 



^ • "Je Desorganisation der Narbe durchs Bestauben mit dem 
**^>ien Pollen ist zv/ar eine alia ememe ^ bei alien Pflanzen 

^^^ /^och naher erortert werden wird:) sie tritt aber hier 

^ ^0 deutlieher hervor, als die'Bewegungsfahigkeit zugleich 

j^J^'t vernichtet wird. Merkwurdig ist aber die Verschieden- 

** <Jes Effects der Bestaubung, je nachdem diese mit odCr 





s i 



t 




i 



w 



II 



tn 



'f 



i 




.7 



I 



5 





mi 



I 



fi t 



r 



( 



^ 



i 



id 



I 



Y 



I f 



t' 



A 



m t 

4t 



. f 



\ 



i 






/ 



316 



U^^ 



eni 



oline meclianischen Reiz geschieht; im ersten Falle ei 
die Wirkiinf plotzlich , im zweiten erst nach bald kfirzer 
bald langerem Zeitraume^ je nachdem vie! oder wenig P^"^^ 
auf die Narbe gelangt ist : oder eine grossere oder klein 



ere 



Flache der Narbe vom Pollen bedeckt worden. Bei dersa 



nft^' 



sten Bestaubung, namlich bei der natiirlichen Befruchtuii^' 
wo selbst mit dem Vergrosserimgsglase kaum ein PoUenM 



auf der Narbe zu entdeeken ist , ist ihre Wirkung 



[iaiiitf 



sichtbar, und der Grad der Reizbarkeit der Narbe des M^^ 



lus iiimmt unmerklich ab^ bis nacb vollstandiger Be 



friichtn^S^ 



des Ovariums (welche in einem Zeitraum von 60 bis 72 ^^^ 



den geschieht) sich die Reizbarkeit mit dem allma 



hliclie" 






SchHessen der Narbe aus den Lippen verloren hat. Bei ei' 
theilweisen starkeren kiinstlichen Bestaubune: aber wird 2"^ 
nur die, von dem Pollen nnmittelbar getroflfene, Stella ^ 
inneren Narbenflache zugleich mit der Zusammenziehung ^^ 
organisirt : die Verderbniss pflanzt sich aber in kurzer ^ 
Cwie unter den gleichen Umstanden auch bei anderen N^^"^ . 
auf den vom Pollen freigebliebenen Theil der Narbe ^^ 
(S. 291). Eine allgemeine Bedeckung der Narbe mit P^'* 
hat die Desorganisation der ganzen Narbe, und ihrSchli^*'^ 



sogleieh zur Folge : selbst in ihrem abgeschnittenen is 



Zustande : sie wirkt so schnell wie ein chemiseh-zerstor*''' 
Reiz, ist ganz lokal. nnd kann daher keine Riickwirk'"'" 
Yom Ovarium seyn : obgieich hievon in der Folge die Bef'*^^ 
tung des Fruchtknotens geschieht. Aber niir die innere 



FJiicl'^ 



lit 



der Narbe des Mimulus hat Empfanglichkeit fur den Po"^,"] 
reiz: die ausseie Flache derselben wird von demselben ""^ 
unmittelbar afficirt (S. 290); diese folgt bloss der Bevveg»"'j 
der inneren Seite, obgleich sie flir mechanischen Reiz ^^ 



fiir sich allein Empfiinglichkeit zu besitzen und ihn a 
innere Flache iiberzutragen scheint. Ebenso scheint es^' 



P 



bei der Narbe der Goldfussia zu verhalten (^'*). 

Der eigene Pollen hat jedoch erst alsdann seine "^ 
Wirkung auf die Narbe, wenn sich auf ihrer Oberflache ^. 
Conceptionsverm'Ogen mit seinen Anzeigen gu entwic^^^ 






n 



So 
(lie 

k 







ill 




h\ 







St 



fa 



Je 

T 



\ 



I 



t 



ci 

til 



% 

ai 



\m 



1 



rr^^^ 







•em 

lert 
ere 

Ifte- 

111" 



1 



4 



le" 

Inef 

Idei' 
es- 

ei^ 
le") 

lefl 
en 
ten 

Idef 

lie 

ell' 
lit 

iig: 



c 



1 



die 



ic 



li 



,lle 

in 



317 

^^f eiiien meciianischen Reiz plotzlich wieder schliesst: 
ocli in (liesem Zeitpunkte der Entwickelung- der Narbe 



ge 



'« liat d 






B 



^staubung rait dem eigenen Pollen noch wenig: oder keine 

"kung auf sie (S. 291, Vers. 4 u. S. 294, Vers. 9). Hiegegen 

'iiite man einwenden , dass der Grund hievon vielleiclit eher 

'^*''" gesucht werden diirfte , dass der Pollen in die schwach 

iiete Narbe noch nicht tief genughabeeindringen konnen. 

'^se Erklarunff scheint uns aber um desswillen ungeniigend 

lich 
fehie 



geoff 






staub 
l^altn; 



^^yn: vveil auf der inneren Flaclie der Narbe die gewolin- 
^"^ Zeicheii ihrer Coiiceptionsfaliigkeit um diese Zeit noch 

''femder Pollen hat 5 wenn die Arten nicht sehr nahe 

^^nander verwandt sind, keinen Einfluss aufdielNarbe 

^iitnulus ; er wirkt vielmelir wie jede andere indifferente 



* ^ 



cs 



»iiss 



des eio-enen Pollens zu der Narbe sich am deutlich- 
'^'^•^and... ..:. 



E 



en Tag gibt. 



3?t 



Meg 



^iutn falcafum , wovon Ch. Morren nun eiiie genaue 
'"^^biicht und Beschreibung (^^) gegeben hat; 






sie ist zwei- 
?(spontane): 



T 



I'ii 



b 



e\v 



fii 

di 



^ird dnrch die ausserordentliehe Elasticitat des feinen 

r 

SersdesLabelluravermittelt, und durch die geringste Luft- 
^gung herv6rt>*ebracht : indem sich das Labelium balan- 



/ 



Ho- 



^'^d niedersenkt und nach einigen Secnnden wieder erhebt; 

^^^ lezte fangt mit dem OefFnen der Blume an , und dauert 

^^ahrzweiTage, worauf das Labelium verdirbt, die iibrige 



di 



uiQe ab 



T 



'ese Be 
Word 



H 



^arum 



v\egung gleicht der, welche an den Blattchen des 

' _ _ 

, gyroides und Vespertilionis beobachtet 



gyrans 



^^»i(l 



^•^ ist. Da das Leben dieses Labelium so knrz dauert, 



"^'it d 



>n zu verderben scheint^ wenn die ul)rige Blume noch 
goi' ist 5 und die Narbenfeuchtigkeit kaum sich zu zeigen 
gt; so scheint dieses Organ inkeinernaheren Verbindung 

^^ Befruchtung des Ovariunis zu stehen. 



\ 



i'\ 





1 




i 








It 



flu 



^ 



\ 




L 



I > 



A 



-.14- 







1 

f 



r/ 



'Si 

#1 




f 






*i 



; 



r 

I 



I 




1 




ft 

l-f 

tit 







i 



r 

11 



/ 



318 



Nachdem wir die Art und Weise, wie sich bel den PA*"' 
zen die Reizbarkeit der Sexualorgane , insbesondere aber "^ 
iveiblichen , fiir sich und unter verschiedenen Uinstanden a"^' 
3ert, beschrieben , die Bedingiin^en, unter welchen "'"'^ ^^' 
wegungen an einigen derselben zeigen, anfgezahit, un 



d 



Formen , unter welchen sie bei verschiedenen Pflanzen v<"' 
koinmen, zusammengestellt, und rait einander vergl''^"^ 
haben : so wollen wir nun die Natur dieser Bewegungen nato 



zn beleuchten suchen. 

G. R. Treviranu 



(86) 



von 



Bewegungen 



Wachsth 



d 



» 



nnd nach der Befruclitung bewirkt werden , und dasS 



sie 



/ 



,,gaiiz automatischer Art seyen: 



auf 



geh 



der Be 



uchtungstli 



Bl 



Theile der Bewegungen und veranderten Stellungen dei 
men und Befruchtungstheile,' womit zugleich wirhliches ^^^ 



thum verkniipft ist, und wobei die Reizbarkeit eine 
ordnete Wirkuns: haben mae-. Wenn wir aber auch i 






gebeu, dass in unseren Kenntnissen von diesen Lebensaus^ 



d 



s" 



glauben wir doch schon mehrere Classen dieser Beweg""^^ 
annehmen zu miissen , welche in verschiedenartig modifici"^^ 
Qrganen gegriindet seyn diirften: indem wir von den 
nannten nicht nur solche Bewegungen unterscheiden, ^'® 
nnr dem eigenthiimlichen Reiz des eigenen Pollens folge"? 



bei ZHgleich das Wachsthumsvermogen aufgehoben wird> 
z. B. he\ Lychnis vesperiina, Geranium undraehreren Malvacf 
sondern auch solche, welche durch mechanische Reize 
wirkt werden, und bei welchen an den Organen keine Wa< 
thiimserscheinungen mehr stattfinden : wie z. B. bei den B' 



rp.lcli*' 



be' 



chen 



der Sensitiven, dem Labellum einiger Orchideen? 



de" 



Staubfaden einiger Cacteen iind Cistineen , der Narbe deS ^^' 
mulus, der G old fussia und der Goodenovien, und endli^ii ^^ 

Griffelstucks des Stylidmm. 



m 



ten 



St, 



a 



eii) 



Ver 



^»in 



H 



ei 



^u 



r 






e 



ga 
''atl 



e 



i 






'ill 




X 




■=— I ^-^ 



an' 
bef 



en 



d 



lei 



r 



Be- 

sen 
111- 

ten 
lie 

0' 

Ibe- 
bs- 

r" 

efl 
e5 



319 

*^ie Beweffunffen dieser lezten Art liaben viele Analogie 
«eir verscliiedenen thierisclien Bewegungen, nainlich : 

^) In der Schnelligkeit der Wirkung auf einen angebrach- 
ReiZj welche der krampfhaften Zusammenziehung eiiiiger 
^^^losen Sphinctere oder der Bewegung erectiler tliieri- 
^"^»' Gewebe gleicht ; 



-) in der Crispation der gereizten Organe : 
^) in dem Veihaltniss des Reizes zur Reizung; 



\ 



. ^ 



4) 

^tand d 



in der langsameren Riickkehr znm iiormalen riihigen 



is gereizteii Organs im Vergieich sur JBewegung 
^>tangenem Reize ; 
5) 



W 



^un 



■ ■ w 

nissmassiger Ruhe ; 
^y >n der Abnahme der Reaction nacli wiederholten Rei- 



b ^^"^ 5 d. i. in der Schwachung der Kraft , auf die gleichen 

*^«i2e7n . 
"*= ZM reagiren : 



^u 



in d 
^rweck 



* ^) in der Abnahme der Kraft mit der Zun 
"68 Organs 



Sans 
"at 



, weiin es auch ganz seiner eigenen freien 

^"sthatigkeit iiberlassen blieb ; 
^^ in der naturlichen Erschlaflfung und ganzlichen Er- 



^h 



Pfung der Reizbarkeit nnd dem erfolgenden Tod des Or- 

' ^«f einen angebraehten Reiz, wenn dasselbe seinem 

"^^^ichen Lebensende nahe ist: indem sich z. B. die Narbe 

^^itnulus auf einen starken Reiz zwar noch zusammenzieht, 



er a 



. Jsserst langsam (in einer bis anderthalbStunden), ohne 
^ ^ie sonst belebende Sonne sie wieder zu oflFnen vermochte; 

I 

^ *^) in den Erscheinungen des natiirlichen Todes der Or- 
^ obne alien Reiz, wobei die Reizbarkeit ohne Contraction 
'•^^ht «nd d 



^V 



I) 



as Organ verdirbt ; 



Wirkune: der Reizbarkeit 



Or 



^«^i8ch 

^ans ; 
12)' 



Re 



Ueber 







i. 






■! 



^ 







It 



f 



* 

^ 



^i 



m 



\ 



> 



Jr 






3(* 




/ 



i 



I 



I 



I' III 



I v 



f 






) 




*» 



" \ 



i4 



\ t 



I 



I 



«H 




\ 



* 

1 



}' 



4i 



320 



Reize des Morphiums und des Stiychnins bewirkten 



Erscl»«'' 



11 u n ge I 



mit denen , welche diese Gifte im thieiischen Ko'P 



,.ner 



yve- 



hervorbiingen (S. 286) : ob wir gleich in diesen Narben ^ 
del" Muskel noch Nerveii annebmen konneii, wie in^""° 
erectilen tbierischea Geweben. 

G. R. Treviranus hebt vorziiglicb drei Momente 
welche die pflanzlichen Bewegungeii von den tbiei 
iintei'scheiden sullen , namlicb : 

1) dass jene immei" nach einer Richtung und Weis^ 
sich gehen, 2) langsam erfolgen, und IJ) allei* Willku"'' 



herv<"') 
•iscl'e^ 






e 



r 

behren. 



In Beziehung auf das erste Moment, dass die 



Beweg^"' 



gen der Gewachsoigane immer nur nach einer Richtnng » 
sehelien , bemerken wir. dass die Richtune: der Bew'^» ■, 



uns kein wesentlicher Untersehied in der Natur der 



lleii^ 



Bevveguno^en zu seyn scheint: indem diess einzig und a . 
von der Structur und Form des Organs abhangt (S. 309)? 
wir anch thierische Organe finden , welche sich ebenf^"^ 
nach einer einzigen bestimmten Richtung zu bewegc" 



mogen 



y wie manche muskulose Klappen und Sphincter^ ^ 
^as das zweile Moment betrifft, so bemerkt G. R* * i, 



Was 

RANUs(®'^)3 >,das keine der pflanzlichen Bewegungcn 






„einen plotzlichen Uebergang von Ausdehnung in Zusau^ 
..ziehuno:*. 



jifl^ 



oder von dieser in iene bewirkt werde: dur^*^ 
„solche plotzliche Veranderung: aussere sich das Bew^g^*^ 
„verm6gen wwr i^2 rf^n Thieren^K Damals als dieser bei" 
Naturforscher und Physiologe diesen Ausspruch that, ^'^^ 
Eigenschaft der Bewegung des Labellum einiger O 



rchiae^^! 



des Griffels des Stylidium, und der Narben des Mitnul^^ 
der Goldfussia noch niclit bekannt. Es finden bei deo 



iiii 



I 



yef 



schiedenen teizbaren Oi^anen 



der Gewachse allerding* ^., 



schiedene Grade der Scbnelligkeit oder Langsamkeit de' 



wegungen statt (S. ail); es ist diess aber aucb der Ta 



llb^' 



den Thieren, nicht nur von verschiedenen Classen, so" 



def" 



auch bei verschiedenen Organen eines und desselben 

l-es. wir vermogen' daher auch hierin keinen scharfeo 









a 
r 









n 
III 



a 



ei' 



<?o/, 






ab 



e 



b 



ei 






n 



tec 
We 



B 



e 



Wi,, 



t 




u 






J^ 



ei 



u 



\ 



Ut 



0.. 



\ 







,.per 
yve- 



1 



c 



-vol') 
lien 



vol' 
eiit' 



gafl- 



lie!" 



vef 



ui'f'' 

Itfie"' 



liiii 



te 



eel' 
111" 
vef 

vef 

I be' 

Ider" 

jiie- 

de'' 







321 



(le 



r 



'^kteristischen Unterschied zwisclien der thierischen und 
Puanzlichen Bewegung zu finden. 



Joe 



die willMhrliche Be- 



Bl 



Ub 



*" Hinsicht des dritten M 

^'^'*fl' betieffend , von welcher deiselbe SchriftsteUer (^^) 

»dass darin dei" gemeine Verstand das wahre Unter- 

•iMgsmerkmal des Thieres von der Pflanze setze«, hal- 

^ir dafiir, dass hievon bei den erwahnten Bewegungen dei* 

^Oj der Staubfiiden der Cacteen und Cistineen, des 



»sch 



>»Jos 



i 



ellu 



.'"' Stylidi 



'« der Leeuwenhoekta und der Orchideen, des Griffels 



en , und dei 



Mimulus 



Marlyni 



,, ^fussia u. s. w. nicht der geringste Scliein vorhanden sey. 
. ■ *0RRen spricht zw^ar in seinen beiden angefiihrten Abhand- 
^ Sen (89^^ '^.jj^ jjjj. Spontaneitat der Bewegungen beim 

j^. ^* des Stylidium und der Narbe der Goldfussia. Wenn 
|j . ^ ^^'Ibst nur von einer instinctartigen, spontanen Bewegung 

* den Pflanzen die Rede ist, so konnen wir weder bei Sty- 
^ ^^^ Und Goldfussia, noch bei der INarbe des Mimulus und 
^^ Staubfaden der Cacteen und Cistineen etwas derartiges 

^>^nen : indem diese Oraane ohne einen ausseren Reiz nie- 

^^ "eidnngsmerkmal der thierischen von der pflanzlichen Be- 



8 



^"»" Aeusserunff einer , einem bestimmten Zvyecke ent- 
™6nden, freien Bewegung kommen. Aber selbst dieses Un- 



SUn 



^ - "gist nicht allgemein geltend; weil bekanntlich nicht alle 
jj^^^&ungen im thierischen Korper willkuhrlich sind, sondern 
^|"cne-nui> auf specifische Reize erfolgen. Uebrigens konnen 



Zl'' 



(90). ob wir gleich den Pflanzen 



S.L ^^ w. s. w. nicht fin- die Wirku 

^ ^-lastlcitiit halten 

to ^ ^'"Mpfindung beilegen wollen; weil auch viele thierische 

\ l^^^^^) womit Ausdehnung und Zusammenziehung ver- 
IX ^1 ist, bloss in Folsre eierenthumlicher Reizbarkeit der 
>e bewusstlos und ohne Empfinduug geschehen. 



'ich 



D 



^ 



en 



^fih 



^•' Unterschied, welchen L. 
dies 



(91) 



iije 



Q; 



sen pflanzlichen und den thierischen Bewegungen 
^^^ zu finden hoffte , dass bei den Pflanzen nur fiin Ele- 

, dte Zelle , hinreichend seye ; bei den Thieren 



"^^••oro-an 



»*«» , B 



efruchtuiig der Qewticli!>e. 



21 



\ 



> 



^ 
^1 



i 



HI 



* 







*i 



11 



# 




H 

< 




m 



■ J ^ 




.-.*«?' 



1^ 




III 



-k- 



B t 



) 




^ 



k 



:| 



T 



4 'ft 



II 






"*» 



* 1 



w* 



t 



r 



I 



Nr 



1 




322 



aber zwei Systeme, Mnskelfaser und Nerve, wirksam sej 



wiirde ebenfalls niclit begiiindet seyn : wenn si 



icH die 



Eiit' 



deckling des Prof. Stannius (''-) bestatigen wiirde , tiass 



die 



Muskeln eine ibnen eio-enthumliche, von den Nerven una 
gige Contractilitjit besitzen. 



bliii"' 



Den Mechanismus dieses Wecbsels der Beweg"'i^ 



vo" 



Schliessen und Oeffnen be! dem Schlafe der Blumen un 



^0 



Bliittchen der Sensitiven (S. 50) suchte Dutrochet ( ^^)^^^ 



•cl* 



Endosiiiose und Exosmbse zu erklaren/ und durch 



mikros^'' 



pisclie Beobachtungen nachzuweisen : welche Annahn^^ 
Dassen (^^) und MiauEL (^^)y auf neuere und weltov 



W 






gfcdehnte Versuche und Beobachtungen gestiiztj zu uiden^f' 
o;esuclit haben. Ch. Morren bestreitet ebenfalls aus Grii"" 

II r 

welche er aus dem eio;enthiimHchen inneren Baue der ^*\. 

it 



der Goldfussia (^^) und des reizbaren Griffelstlicks des 
Hum (»') schopft, die Ansicht, dass der Pflanzenscbla^ "" 
der Reizbarkeit derGeschlechtsorgane der Gewachse etvvaSg 

lifl' 

mein habe : indem er den Grund der Reizbarkeit in den ^J 
drischen Zellen QCylindrichymJ und in denselben c"*^^ -/, 



und sich bewegenden Kiigelchen dCorpuscules globuleuS 
hulesde fecule) findet DieBevvegung wird jedoch auch hi 
durch Contraction undTurgescenz^ durch Hin- und Herst»'^ 







nei' 



der feculenten Kiigelchen bevvirkt 



Fernere Untersuch^i^^ 



ei» 



werden nun zeigen : ob in der Narbe des Mimulus und i^ 
reizbaren Theile der Staubfaden des Helianthemum^ B^^ 






li. s. w, der namliche Bau an'getroiFen wird , wie bei 



f 6oi<^r 



c¥ 



fussia^ wodurch die Wahrscheinlichkeit, dass das motor' ^ 



seinem feculenten inhalte liege , welches mit dem 



Princip in dieser besonderen Bildung des Cylindrichy^^ : ^ 

erect''^ 

Gewebe der Thiere so viele Aehnlichkeit zu haben schen^"-? 

Vieles gewinfaeri wiirde. ^ 

ViREY (98-) hat aus den Erscheinungen, welche i^^" ^ 
den Blattern mehrerer Oxaliden und Averroa beoba^" j, 
-wahrsclieinlich zu machen gesncht, dass Aciditat W'* 
Reizbarkeit der Organe der Pfianzen in ursachlicheni ^"^^^,1 
menhange stehe. Wenn nun aber auch bei den meisten ^ 

der Gattung (halis die Aciditat mit der Reizbarkeit der Bl» 






Ss 



tlieill 

Was 



C 



ap 






Me 



§ 






tr 



> 



eh 






II 



fr 



ud 



% 



i\ 



t 



Hi 



c 
11 




^ 4 



\ 






die 



•cli 



I 



ui 



SCO' 



eg 



eit 



defl' 



ai" 



be 



/^^'' 



lU 



it 



s8 



•e- 



r 

e 



lifl' 

iiei' 

9 

III" 



^ 



(? 



J 



I, a" 

dC 
ai»' 



323 



'°««lsu,. 



^"le Tol 



6n soUte , so folgt hieiaus noch nicht , dass diese 



S 



ge von jener seye: theils, weil manche Pflanzen 



enthalten, ohne Reizbarkeit zu aussern, wid Rumex: 






Weil sehr 



» 



MimuluS 



t 



Heliantliemum ledifolium 



MORREN 



o nieriiber: „dasS maii zwischen Etvvas , das sauer seye, 

" *^twas , das sich bewegei, keinen Zusammenliang finde", 

J, Jedoch noch keinen Beweis fiir die Unmoglichkeit der 

''^letiz beider Erscheinungen gibt. 
p ** Jr kommen nun wiedeium auf die 



E 



h 



fnels gestellte wichtige Frage zuriick : ob und in welchera 






>n§ 



N 



4 

Zusammenhange ' die Reizbarkeitsbewegungeii 
xualorgane der Pflanzen mit derBefruchtung stehen? 

en oben angegebenen Zeichen des Conceptionsver- 

^^Sens des Pistills ist die Reizbarkeit der Narbe eine allge- 

"'^- zur Befruchtung des Ovariums nothwendige Eigenschaft 



i 



er 



^^ ^eiblichen Organe bei alien Pflanzen CS. 311), .. 

^^ Anziehung des Pollens und die Resorption und Fortbe- 



We 






* ^% des Befruchtungsstoffes zu den Eychen bewirkt und 






wird. Oass aber die Reizbarkeit mit der ausserlichen 



tf S'lngsfahigkeit der Organe nicht nothwendig und unzer- 
i. . "^"^h verbunden ist , sehen wir an mehreren Organen des 
Se ^,^^ Korpers : wie dann auch bei den wenigsten Gewach- 
^^ *^ aussere Bewegung mit der Reizbarkeit der Sexualtheile 
^^sellschaftet angetroffen wird. Warum aber nur bei ge- 
K^^^ pflanzen die Bewegung mit der Reizbarkeit der Befruch* 



fr 



o^organe verbunden ist, das ist noch ein tiefes Geheimnlss. 
'«dem 



icht 



besonderen Baue der Blumen, welcher'dem Be- 



H • ^''^^^'^^^ nicht giinstig , oder sogar hinderlich zu seyn 
^i , 5 glaubten mehrere Pflanzenphysiologen die Nothwen- 

^ der Bewegung dieser Organe zu finden : wie dann 



^M^ 



k 



ellu 



M 



GoldfussiaC"^) 



D 



»e 



ht 



^^ und den Verhaltnissen der Narbe zu den Stauborga- 

spiel von sehr ungiinstigen Umstanden fur die 



Be 
B 



derung 



^. 



21 




Hi 




I 



I 





. « I 




If 



if 

mi 



# 






r-^ 



i^ \ m\f 



-I jT - - r 




1r*tlft 



\S 




tf 



f ! 



t 






IF 





K^ 



'4 






« i 



■ s 



I 



111 i 



i 



ip< 





324 



Lagc dieser Narbe die Moglichkeit der Befrnchtung; 

anch die ISothwendigkeit zur Fortpflanzung findet: »" 
dmch die der Narbe inwohnende Bewegungsfahigkei* 
Zweck der Naherung; oder Vereinigung der beiderlei 



del' 
Ge' 



scbleclitsorganej ohnewelche die Befruchtung gar nichts 

r 

finden konnej erreicht werde. 

Wenn wir aber bei der Narbe des Mimulus^ welche 






falls einen hohen Grad von Reizbarkeit und Bewegung 
keit besizt, sehen, dass sie bei ihrer zweilappigen Ge^ 



iind giinstigen Stellung, wenigstens zu den langeren 



StSi 



ab 



efl 



gefassen, wiihrend der ganzen Bliithezeit und dem vorlai^'j ^ 
Gange der Befruchtung slch nicht ohne mechanisch^w 



K^'^ 



bewegtj und dass sie sowohl bei der natiiriiehen Befrucb^^J' 
als nach einer sanften, kiinstlichen Bestaubung so lange ^ 






bleibtj und sich nicht eher scliliesstj als bis nach abg 
rier Corolle und bei annaherndem natiiriiehen Tode der ^^ 
alle Reizbarkeit durch die fortschreitende Befruchtung 
Ovariums erschopft ist: eine Bewegung^ welche aber ^^^'^.^ 
geschlagener oder ahsichtlich verhinderter Bestaubung od^^ .. 
fruchfung unterbleibt: so folgt, dass diese Bewegung ^^^ 
muluSy und wahrscheinlich auch in anderen ahnlichen 
zum ersten Acte der Befruchtung^ wenn er einzig un 



f0^^^ 



d allei" 



iH 



iSt' 



der Bestaubung der Narbe gesucht wird, nicht nothwendig ^ 



Nehmen wir nun auch noch den teleologischen 



der Bewegungsfahigkeit der Sexualorgane einiger Ge^^ , 
fiir den Schutz des Organs gegen aussere Beschadig"^^» . 
beendigter Befruchtung in Anspruch, worauf sich das^ ^^ 
nach verschwundenem feindlichen Reiz wieder in seine n^i 
Stellung zuriick begibt : so stellt diess doch den Causal^ 
zwischen der Bewegung und der Befruchtung nicht her. 
konnten daher in dem hohen Grade der Reizbarkeit ein^ ^. ^, 



wendig daraus folgcnde grossere Empfanglichkeit und E^' j 
der beiderlei Zeugimgsorgane gegen einander suchen: 



terung der Befruchtung bei einer weniger giinstigen S*^' . 



die Bewegung der Staubfaden des ffeltanthemum , ^'* ,0 
Sparmannia mid Portulaca, statt nach ausscn vom ^ .^ 
abwarts, zur Narbe sich bewegen wiirden j und vveii» 



liie 



a 



en 



Hoc 



% 



(1 



s 



"Hal 
2ei 
He 

^0 




a 



e 



e 



<ii 



is 



i 



th 






M 









e 






b 



e 









4i 



\ 




) 



del' 
Ge- 






s 



a 



lie") 



jn 



in 



r 



d 



I 

nil 



c 



1« 






e 



tb' 







el 



liii'S^ 



e 



lit 






I 



325 



lii 



i^rch der ursachliche Zusammenhang; der Reizbarkeit des 



D 



ucht 



a 



in der Leeuwenhoehia und einiger Orchideeii rait der 

ung nicht unbegriindet zu bleiben scheinen vvijide. 

s aber der Hergang dieser Bewegungserscheinung bei 

8'Gnannten Pflanzeu in Beziehung auf die Befruchtung 

* ^ollig unbekannt ist, und wir bis jezt nur bei Goldfussia 

^^ulus von den mit der Befruchtung verbundeneu Uni- 



d 



en 



M M 



^Ih 



^^ etwas genauer unterrichtet sind : so konnen wir nur 



^lesen beiden analogen Beispielen unsere Abstractionen 

^ ^tt der geendigten Function derselben und der geschehe- 
**^^sorptioa des Befruchtungsstoffes zu erkennen gibt, 



nach welchen sich das Schliessen der Narbe a!s ein 



^0 



m a 



^i' Riicktritt des Saftes aus der Narbe in die Zu- 



^, ^^^sgange des Griffels nothwendig verbunden ist. Durcli 



a 



es 



^iitraction der Narbe vvird die Bewegung der Safte und 



Befr 



uchtungsstoffes zum Ovarium bewirkt und befordert. 



A. ^'^ Vertheilunff des leztern auf die Ovula und die vpllstan- 
*5etruchtung des Ovariums voilbracbt 
is wir aber iiber den eigenthiimlichen inneren Organis- 



^U5 



Bi 



verschiedenen Pflanzen genauer belehrt seyn wer- 



1 uieser beweglichen Organe und ihre wirkliche Ueberein- 
/'^* bei den 

J • ^^sen wir dieBewegungender Sexualorgane, so wie den 
th- ^^^wandten Schlaf der Blumen, als ein Analogon des 
Un/*^^'^^" Begattungstriebes (sexuelle Anziehung, S. 32;{) 
J '^ ein aus dem inneren Baue dieser Organe sich ergeben- 
^ch ^^^'^^^ einer erhohten Lebensthatigkeit , als welches sie 
u.^^ Curt Sprkngel (^^M und L. C. Treviranus (^o^) er- 
^^ "^ben, in den Blumen ansehen; und somit ist dieser 



\^^ ^^*^nd vor der Hand noch als ein Geheimniss zu betrach- 

^^sen Ergriindung wir bei dem gegenwartigen Zustande 



S 



d 



sei 



^^' Kenntniss nicht mit Erfoltr versuchf^n konnen. 
Wi ^^^ Verminderung der Schwierigkeit der Befruchtung 
^1 ^^'^^inendemj ungiinstigem oder liinderlichem Baue der 
^^. ^^1 Wird sich bei Betrachtung der Natur und Wirkungs- 
(Ji^^jj ^^ Pollens im Capitel vou der Befruchtung ergebei 

^l^Hiengi^eit (Jadurch grosstentheils autgehoben werden. 



1, und 



I 




*n 



in 



# 



^'11 



V t 



1^ 






>4 




J 






f ■ 



ti 



h 




ill 



i ^ 



'\ 




y 




^^^W^ 



tfm 



^ 



* 



mt 







I 

to 



. "s 



IX. 



Von der Bef ruclitiiifi^ der ^^' 



^ 



kommenen GewaeSiise 



Nachdem wir in den bislierigen Betrachtungen 



die 







men und ihre Theile, in denen die Thatigkeit, durch ^ j 
die Befruchtung; der Gewachse bew irkt wird , ihren Sit^i 

rPlt " 

nach ihren Lebenserscheinunsren einzein — und so^ ^ 



„..^„ -«»^w -^v.-,^ a .^^.- ^.I.<.V.liJ — «»« 

nicht die Natur der Sache erforderte — hauptsacliHcli ^^ 



ihren Verhaltnissen zu einander abgehandelt haben: 






he" 



I) 



lie" 



wir zu den BezJehungen iiber, in welchen sie bei dei 
tung unter sich stehen. Es ergibt sich hieraus , 
Begriff wir mit dem Worte BefrucJitung verbinden : ^^' j 



vef 



stehen namlich daruiiter denjenigen Act der Natur, 



(!■ 



chem in der Blume durch geschlechtliche Zeugung ein^ " ^^^^, 
lage von weiblicher Bedeutung durch den Zutritt ein^^ 



renten Stoffes mit mannlicher Potenz belebtj und ^^^ ^ i^. 



Keinoi zur Fortpflanzung der Art gebildet wird. Wenn ^^'' 
her die Veranderungen, welche die einzelnen Th^^' 



del' 







y 



Blumewahrend desBliihenserfahrenj-- wie wir sie io 

gen Darlegung ihrer Naturgeschichte kennen gelernt haP ^^ 

# 1 ll 

in ihrem Zusannimenhang betrachten : so erkennen vvn' ,, 
. Befruchtung keine einzehie raomentane Erscheinung- ^^ „. 
sehen darin eine Reihenfolge von nothwendigen Vera" . 
gen, welche zusammen den Act der Befruchtung an^^^ 
und bei der einen Pflanze einen schnellerenj bei der ^' 
einen langsameren Verlauf haben, und ihren Erfolg 




if 



\iem 



e" 



(S. 189). Wir weichen hiemit von der Ansicht SchelvE^ 



'S 



( 



1 



I 



und Henschel's (2) ab, welche behauptcn, dass daS 



jieii"; 



eii 



des Saaienkorns in der Erde die Zeit der BefruchtnAS 



iP' 



V 

•lid 

U 

del 



h 



b 



s 



eil 

^1 



ft 

is 



M 



d 



si 

i 



J J 







* 



e 



bat) 



it 
lis 



e 



hei' 



Viic 



li 



Iclie" 



V 



ef 



v^ 



f 



111' 






.obi' 



I 



eHj 



y 



II 



n 






el' 



II"' 



c 



n 



lie"' 
def" 



ji'S 



rrfi" 



1 



'S 



( 



% 



il" 



S27 



V 



^achse seye. Um der Kiiize willen und zur allgemeineti 
^I'stiindlichkeit haben wir die alte Lehre von der geschlecht- 



y 



u 



''^ersuchun 



folg 






Ei'scheinungen , welclie bei der Befruchtung stattfinden, 
sich dann ergeben , in wie wait diese Voraussetzung iij 

Von der Horkel-, Scbleiden- und 



J^atur gegriindet ist. 
^•^LicHEa'schen Hypothese von 
^^^asse und des Pistills wird erst 






der Bedeutung der Staub- 
bei der Bastardzeugung 



Red 



V 



^"^Pt eine weitere Aufklarung erhalten wird. 

J^as eigentliche Geschaft der Befruchtung ist in seinen 
/"^elnheiten bei den verschiedenen Familien, besonders aber 



E 



^Piechen 



verschiedenen Bau ihrer Blumen, noch so wenig genaii 
^ucht, um ganz allgemein giiltige Gesetze dariiber aus- 



zu konnen , dass es vorerst noch nothig ist , mit 



^*''^i" genauen Untersuchung und Beobachtung einzeiner Arten 
^"^^ ^attungen zu beginnen : um in der Folge zum Allgemei- 
J^*^ ''^ufzusteioen , und das Zufallige von dem Nothwendigen 
^^erB 



>-\ 



efruchtunff der Pflanzen unterscheiden zu konnen. 



dass einzelne Umstande 




' '^t desswegen wohl zu beachten , 

**'^^» den eigenthiimlichen Bau der Blumen, die Zeit der 
^5 des Mediums, worin die Pflanzen wachsen u. s. w., 
verschieden modificirt werden konnen, wodurch es schei- 

dass in dem Reiche der Pflanzen kein ganz all- 



uth 
Sell.. 



Hen 



^Jiocht 



eiiiei. Typus der Befruchtung angetroffen werde : sondern, 
^^^ niehiere Ausnahmen stattfinden; was aber hochst wahr- 



d 



^^"lich auf einzelnen Nebenumstanden beruht, und nur 
^"'iibar ist : indem sich solche Abweiehungen bei naherer 

•^'^'itnisf 



\ 



>ss der wesentlichen Verhaltnisse eben so losen wer- 
j ^'e sich diess schon bei "den Asclepiadeen und Orchi- 
'^e'l aufp-eklart hat. 



J& 



W 



f^ 



steli 



Avollen nun zuerst die Erscheinungen der natw lichen 
'ung betrachten , wie 



sie sich im Ailgemeinen dar- 



"» ihr 



^'^ »«m dieselbe sodann dureh die humtliche Besteiubwng 



'^'J einzelnen Momenten genauer verfolgeu zu konnen. 





1 f * 



'1 







||U 



i 



¥« 







•7 




h 



< 

X 



m\ 



n 



: h 



1 ' I 






;iv I 




E 



III 



('til 



r ■ 



41 



^ 1 



*l 




r 



) 



I 



1 



'■\ 



v^ 




^[ 



* 




*.' 



M 



«l 



i 






K 



' 1*- 



^ 



V. 



r 



f 



I 



328 



Oeffnen Ser Blumen (S. 22, 104, 242) wird gew 
as Zeichen des Moments des, vor sich gehenden 
3eii, natiirlichen Befruchtunp-santes anp-fis 



!0' 







dem grossten Theile der Gewachse ist diess auch wirklich 
Fall, ungeachtet der urspriinglich differenten Entwickely'^*? 



der 



indem das 



ifneJ 



. Reife ^^^ 



der Blume mit dem Stawben der Antheren und dei 
Pistills so nahe zusammenfalltj dass, zumal bei rege 

bei aiinstJffer warmer Witterun 






gem Gange der Natur, bei giinstJger warmer 
kraftigem Soiinenschein^ allermeist kein bem< 
schied zvvischen dem Eintritt dieser. zur Befriiclitung "^ 



th 



in Beziehung auf die Entwickelung der genapi* 



wendigen, Bedingungen wahrzunehmen ist. INicht se 
werden aber docii auch Abweichnngen von dieser allgein^'*' 
Kegel 

Theile und die Zeitfolge, wie sie sich ergeben, beob 
nach welchen selbst nach einem allgemeinen Gesetz^ 
Stauborgane meistens vor dem Pistill und dessen einze 



Itci' 



en 



tell 



die 



Tlieilen ihre Ausbildiing- und Zeue-unffsreife erlanaen; ^ 
schadet der eifoigenden vollkommenen Befruchtung der *^ 
rien. Das Gleiche fissden wir bei den Dichogamen^, von ^ 
chen es bekannt ist, dass die mannllchen Blumen und I«i"' 
duen meistens vor den weiblichen zur Bliithe kommen. 

Bei ganzen Familien, z. B. den Leguminosen, CaO'P 



a- 



•itt 



nulaceen, Labiaten, Cruciaten, Onagrarien u. s. w. j *^* 
die Dehiscenz der Antheren und die theilweise Bestaw^"'^^ 
der Narbe vor dem Oeffnen der Blume normal ein; diess », 
schieht auch sehr haufia: verschiedentlich bei einzelnen l"'''\ 
duen von Gewachsen und bei einzelnen Blumen eines I"^^ 
duums, z. B. bei vielen Caryophylleen ; so fanden wir zu^^^^ 
bei Cucubalus Behen L. die Antheren zwei Tage vor dem 0^^ 
nen der Blume geoffnet, bei Datura^ Primnla 12 bis 24 St«'"^^ 
u. s. vi. Es ist diess auch schon von friihepen Beobaclitern ''^"e , 
merkt worden, z. B. von Kolreuter (an mehreren Arten); ^ , 
Risso bei den Aurantien ( s ) , Guillemin bei den Onagi'»''"'|' 
( * ) u. s. w. 



Wie aber das Oeffi 



uf 



ei 



fr 
b 

Vi 



d 
HI 

V. 

d 
d 

d 



/ 




^BTT" 





del' 
'nen 



llll 

til 



d 







ltd' 



en 



II 



1 



teti 



Ijtct) 
die 
nen 

Ivel' 
ivi- 



i-itt 

ivi' 
ivi- 

lilcii 



e 



J 

ie*' 



die 



S29 



Hel 

seh 

* '"^^e vor 



<Jiei 



'^"ngszeit der Antheren kein festes Verhaltniss hat : so ist 
^^<^h umgekehrt bei der Corolle der Fall: wir haben ge- 
^^- dass sich zuweilen die Corolle nur einige Stunden 

Fuchsia J Dianthus\ aber sogar auch erst 2 bis 5 
3er Dehiscenz der Antheren ofFnete ; bei den Scro- 

b — _ 

n (z. B. Digitalis , Mimulus) findet hierih zuweilen 
chied von 6 — 12—24 Stunden statt (S. 104). 
'utlicherer Unterscbied zeigt sich im Allgenieinen in 



u 



E 



D 



ich 



ter 

Bl 

fp 



b 



"gamen schon erwahnt worden ist, meistens etwas spa- 
n's die Staubgefasse, nnd haufig erst nach dem Oeffnen der 
"^^n denjpuigen Zustand erfangen , in welchem sie zur Be- 
•^^htung fahig sind. Anf der andeTn Seite haben wir auch 



ei d 



de 



f 



d 



^^ Friibzeitigkeit der Griffel gesehen , dass, ohne dass 
^^frucbtung der Ovarien Eintrag gescbiebt, Znstande in 



^rpa 



anze eintreten konnen , in welcben das Conceptions- 



Jrmogen des Pistills , bei noch sebr unvollkommener Aus- 






'"g der Corolle, denndch schon entwickelt ist (8.214,242). 
^«s allem diesem gebt hervor, dass das Verhaltniss der 



ick 



ungsgrade der, bei der Befruchtung der Pflanzen 



^ 






as 
er 



^arnen , Or^ane nicht fest und unabanderlicb ist: und dass 
"efFnen der Blume, obgleich gewohnlich das Signal 
jj. ^ollendeten Entwickelung der Befrucbtungsorgane , doch 
^^^"t aer constante Zeitpunkt der wirklich stattfindenden Be- 
."^htung ist. Wir konnen bieraus ferner scbliessen, dass die 



ckelun«- dieser einzelnen Theile bis auf gewisse Grenzcn 

und dass sie sovvobl von ausse- 




^'"lander unabbangig ist, 
J als inneren Umstanden abhangt. Es zeigt sich diess am 

"'chsten an exotischen Pflanzen, welche in unsereli Gar- 
. ^"^^ Crewiichsbausern erzog-eii werden. Die Entwickelung 

tinmen soldier Pflanzen und ibrerBefruchtungstbeile halt 
^ ^^ den ordnnno-smassieen Gana* wie unsere einbeimische 

^ ^acbse in ihrem Vaterlande : was ohne Zweifel von ihrer 

^. "r und dem gezwungenen Zustande herrijhrt, worin sie 

^" ^ei uns befinden ; so sahen wir bei Fuchsia dieConceptions- 



nnd 



wie sebr wahrscheinlich ~ diese exotischen 



1 




I 



.** 




I 





b 



' i 



Vt 



1 






I 

I 



■ 



4 



/ 



^ 
f 



1 



i 



i. 






v' 



t 



i*9 



^^^■"^ r-1 




■ -i 



I 




\\ 



ii 






I T 



.'F 



.1 



y 



1 ■ 1 



..ti. 



'^^ 





«» t 



^i 



' •! 



1U 




t 



:i 



4« 
It 

1^ 



'i 

r 

V 



330 



faliiffkeitderNarbeder Reife der Antheren immervorausgelifi ' 
bei Dianthus japonicus faiideu wir das Pistill mit Griffe**^ 
Narbe ausserlich volikommen ausgebildet ^ aber niemals c 
cipirend; dabei aber die Antheren und den Pollen vollk^^ 
potent : bei einigen Passifloren im Gegentheil die Pistill^ 



loeii 



Conceptionsvermogen begabt^ den Pollen aber imp 
taub. An exotischen Gewachsen iasst sich daherder 



otent ufl 



ordiiung;^' 
massige Gang der Natur bei der Befruchtung nicht v^ ^ 



erkennen. 



Da wir so eben gesehen haben , dass sowohl ausser^ 



a 



Is 



innere Umstande auf die Entwickelungsverhaltnisse der 

Ibsteio^" 



fruchtungsorgane, und also auch auf die Befruchtungse 
bedeutenden Einfluss hd;ben: indeiu das Leben der Gewa^ 



iiberhaupt viel mebr von ausseren Verhaltnissen, undbesou 
von atmospharischen Einfliissen, abhangig ist, als das 
Tliiere: so wollen wir zuerst die Umstande in Betrac 



del' 



W^^ 



t9) 

4 



Ziehen, welche die Befruchtung der Gewachse begunstig 
oder ihr nachtheilig und hinderlich sind; und alsdann 
auf die Erscheinungen ubergehen , von welchen sie beg*^ , 
ist Es sind zwar diese Umstande zum Theil schon ob^n 

0e- 






ei» 



^er speciellen Beschreibnng der einzelnen Generationsorg^ 
abgehandelt worden: sie erhalten hier aber Aire nahere 

griindung und Erganzung. 

Unter den ausseren Bedingungen zur Befruchtung ^^^ 
Licht 5 Warme und Feuchfigkeit oben an : sie sind die ^ 
Hebel der Natur, wodnrch sie das Leben der Pflanzen '^ 
haupt erweckt und erhalt. Zur Befruchtung und inren* » 
deihiichen Erfolge ist ein, jeder Pflanze angemessenerj ^^ 

lit «" 



e- 



und Warmegrad nothvvendig, und zwarmehr, als zui 
tation der besondern Art iiberhaupt erforderllch ist. Lie 
Warme stehen aber bei dieseii Erscheinungen mit einan^^', 
so genauer Beziehung, und begleiten einander so allg^"* 



a 



• in 



dass sie ziemlich unter denselben Gesetzen stehen, ^^ 
zweifelhaft ist, welchem von beiden der Vorran«^ gebiibi' 






t. 



»" 



f 



Die Witterung hat ebenfalls einen grossen EinA"*^^ ^f 

die Entwickelung aller Theile derBliithen, und somit aud' 



d 






ii 







-»i^ 





\ ■ 



r f 



len' 



uo 



d 



coH' 

men 

it 



01 



of 



is 



c 



a 



Be- 

del' 
gen. 



el 



tet 
bei 

raii« 

06- 



lieU 
sse" 






c 



b^' 



iiii» 

eiH' 



all 






331 



^en Gan 







g der Befiuchtung. 



Oeffi 



4 4 



cenz der Anthereii , das 



der Blumeti , die 
i1p>s Pollens, das 



<le 



euchtwerden der Narbe uiid die Aufnahme des Pollens von 
'fselben hangen grosstentheils von derselben ab; alle diese 

^itderBef,.ypj,(^i,„gyjj2;e|.trennIich verbundenenVerandennigen 

1 Witterung sebr befordert, 
einer kalten uiid feuchten Atmospbare verzogeit, «nd 



Von 



"leht selten unmoglich gemacbt ( 
^^^niaten bliihen in gewobniicben Sommern seltener bei uns ; 
^^^ wenn sie aucb bliiben , so setzen sie doch selten Friiclite 

amen an. In ungewohnlich beissen Sommern seben wir 
^|^^»' iieides zu Stande koramen. Gleicbe Verbiiltnisse treten 
^'^ bei der Verspatung- der Bli'ithe zur Herbstzeit, wovon 



^MS 



Ad 



Malv 



^^^en bat ; er ist aber geneigt , die fehlende Befrucbtung nur 
"1 speciellen Umstande, namlicb der mangelnden Bevvegung 

I Moleculen zuziiscbreiben («). Die aussere 

f 

AiVpne innere Warme der Blumen (S. 189) 



als die 



tine 

- opt 

"^^ deinnacb ein Hauptagens bei der Befruchtung. 

Allein, so forderlicb eineangemessene W 
S'ieit der Befruchtuiig ist : so nachtbeilig und storend wirkt 



k 



ZVL 



gi 



Hitze und Trockenheit: indem vielleicbt durch zu 



%'lie AnsdiJnstung den Blumen die notbigen Wabrungssafte 
^'^*2ogen werden. Noch nacbtheiliger wirken die entgegen- 
^^sezten ZustJinde auf die Befruchtung, namlicb Kalte und 



zn 



viele Feuchtigkeit und Regen : 



weil dadurch die notb- 



h 



^endige Entwickelung der Blumen und ibrer Tbeile ge- 
^'^^t und unterbrocben wird : indem sich baufig die Blumen 

J 

^iin nicht entvvickelii , die Antberen gescblossen bleiben, 



alsd 



er Pollen, wenn er aucb verstaubt, von den Narben 
'^'^t angezoo-en wird, weil das Wasser nur ein unvollkorame- 
^^^ Vebikel fiir den Befrucbtungsstoff im Pollen ist. Die all- 
^^J*»eine Erfahrung bestatigt diesen Erfolg, wenn zurBliitbe- 
^^it der Obstbiiume und Feldpflanzen anbaltendes Regenwetter 
''"^^llt (S. 105). 



W 



baben zwar 



^^'ancbe 



aucb beobacbtet, dass 

Gew;icbse, z. B. Leguminosen, Datura, Nkuliana, 





t 



1 



^ 





\ 



%\ 



i 



M 



i. 




fi 



I 



ff! 



«4 * 







E 



)■ 



f f 



h 







y 



i« 



t 



.- r ' 



J ' 



9 



■ ^ 






«» 




. 1 



^ 



wt 





Mi 



V f 



b% 



'K 



r 

! 



t4 



^ 



II 



332 

— r 

Diqilalis u. s. w. , iiberhanpt solclie Blumen , welche entvpeo^'' 
eine Stellung haben , welclie dem Re^en und der FeuclitigK^' 
wenig Zutritt gestattet, oder meteorische, welche sich 
diesem Fall gar nicht ofFnen , oder sich auch so laiige sclil'^''' 
sen, bis sie wieder trocken sind, unter solchen ungiinstig^" 
Umstanden dennoch Friichte und Samen angesezt haben : ^'^'^^ 
sind aber meistens solche Pflanzen , welche sich vor dem OeP' 
nen der Corolle bestauben : oder deren Befruchtungsorg*"^ 



(z 



hrere 



Arten von Veronica, Calendula u.s.w.) vor diesen scliadH^^^'^" 



di 



Einfliissen geschiizt sind. 

Bei freiem Luflzutritfe erfolgt meistens eine vollstai 
gere Befruchtung, als in eingeschlossenem Raume. Diesel'' 



MusTEL ( '' ). Wir 



Einfl 



nen geringeren Ertrag in Samen gegen den grosseren , 
chen die natiirliche Befriichtung im Freien liefert, zum 
zuzuschreiben. Gegen einen solchen Einfluss scheint zwai 



i-halte- 



vv 



Jl 



• die 



Fructificatio suhterranea mehrerer Gewachse (^) 



recbeii . 



es fehit uns aber noch an genauen Beobachtungen iiber f^^" 



Zeitpnnkt und den Gang der natiirliehen Bestaubun 
Blumen; es scheint uns nicht nur wahrscheinlich, sondern a" 






nothwendig zu seyn, dass sie bei den meisten derselben v<''^ 
her iiber der Erde vor sich gehe , ehe sich die Ovarieo »" 



dieselbe versenken. Weinmann 
melina benghalensis ( ^ ) und D 



), dass die Befruchtung erst unter der 



er<J^ 



3 bis 4 Zoll tief in diese 

bei den Wai 



Ibe 



geschehe, nachdem die Wu 

eingedrungen sey, Aehniiches findet auch 

pflanzen statt , z. B. Ranunculus aquatilis, Nymphaea rni^^ 

2) und anderen Najaden, bei welch^" 

flacbe 



int'^ 



( 



XI 



) 



sich die Blumen zur Zeit ihrer Bestaubung auf die Obei 
des Wassers auf eine bald kiirzere, bald langere Zeit ^^' 
heben, und nach geschehener Schwangerung der Ovai"'^" 
wieder in das Wasser niedersinken. Auf demselben Einfl"^^" 
des freien Luftzutritts mag es auch beruhen, dass manc*'^ 



G 



H 



h 



sti 
t 

S 





Vi 



k 

hi 
al 

1)1 



M 



Cl 



I 







in 

lies- 
en 

lie 

ere 



Er- 

ein 

llte- 

el- 

die 

lei>' 
ell 

of 

in 

Irde 
I be 

ei" 

en 
he 

ef 

lie" 



ise 

be 




HI 



^ 



333 




Ge 



6 ill' 



^^achse im Naturzustand fruchtbarer sind , als wenn sie in 



*-^^ und Gewachsliausern gepflanzt vverden. 



iV/, 



^n diese genannten Einfliisse auf die natiirliche Befruch- 



^ 



-f 



b 



^^^ittimte No 



^^■v be 



rin und Granze angeben : indem sich diess nach 



f , 



UyA 



sonderen Natur der Pflanzen riclitet; be! den einen be- 



^'*t reichliche Nahrung den Frucht- und Samenansatz : bei 



t? 



•^"eren im Qegentlieil wird durch Entziehung von Nahrungs- ^Jjk^-: *< 



^"die Befruchtung bewirkt: jenes ist wohl bei dem gross- 



Th 



ciate 



eile der Gewachse, namentlich bei den Grasern, Cru- 



S 



^3 Leguminosen u. s. w. der Fall: dieses aber bei den 



'^^'^^enta 



oh 



ceen (z. B. Potentilla reptans)^ Sqcculenteuj beson- 
^ afjer den Zvviebel- und KnolIeKigewaehsen . wovon wir 



en 



J"fis hier 



«■ 



52) Beispiele angefiihrt liaben. Man sehe Meh 
sr nach bei Henschel (^*). 



. f nter gewissen Umstanden scheint die Verletzung der 

"J'zel und iiberhaupt die Beschrankung der Vegetation der 

. ''^'izen ein Befoiderungsmittel der Befruchtung zu seyn : es 

wiis aber noch niemals gelungen , *an abgeschnittenen und 

"lossen Wasser gehaltenen Biumen und Zweigen dicotyle- 

"nischer Pflanzen reife Friichte und Samen erhalten zu ha- 

'^'S vvoriiber wir oben (S. 252) dennoch Beispiele von Mautz 

" ^fassica Rapa imit der Wurzet) und W— 1 an Hesperis 

f^tis (an abgeschnittenem Stengel) angefiihrt haben. Unsere 

h 
1 



^"^^' einschlagende Versuche und Beobachtungen an Ver-^ 



'Still 



die 



^ sind oben CS. 252) bei dem Conceptionsvermogen des 
s angefiihrt worden; wo wir bemerkten , dass unter 
' Umstanden zwar potenter Pollen entstand, aber keine 
/^'^^eptionsfahiffe Pistille sich mehr bildeten, so wie die Aeste 

M Bi ^ 



1 



«tden 



umen von der im Boden vegetirenden Pflanze getrennt 



^'•^Piele 



^aren. Ungeachtet dieser beiden widersprechenden 



wovon iiberdiess das von der Brussica Rapa viel- 



J^^^t nicht hieher zu reehnen ist, weil die Pflanze mit der 
'^izel vereinigt blieb, — erhellt doch aus unseren und 

^^M's (15 X Erfahrunaen unzweifelhaft, dass die Verletzung 




/\ 



^ 




i 



^ 



11 



i -tt 



* 




4 

I 






I 



t4 \ 

I 



r. 



I 



' H 




I 

4 



f 



i 









■t 



» 



^ 



h iilt- 



r 1 



!»| 



^f: 




J 



141 



r 



• ♦ 



« 



■"1 



r*^ 



1 

* 



4 
*! 



» 



f^dh 







* 



334 



der W 



irzeln , iind die hiedurch verursachte Stoning 
iiahning der Blume nachtheillg auf die Befruchtung;, 
dei's aber anf den Fruclit- und Samenansatz wiikt. 



beson- 



S 



Gegeii die Hiilfe des Windes ist von Pontedera {^^)^ 
anf ScHELVKR (17) und Henschel (i^) Vides eingewentle^? 
und von dem lezteren besonders geliussert v^orden: »dass 
„muthwillio"ste Suott eip^entlicli die oassendste Waffe g^%^ 



,ieine so abenteuerliche Lehre seyii mochte". Wen 



ina" 



die Befruchtung' nicht bloss einzelner Bluinen , sondern m* 



gar 



f 



» 



dieses Hiilfsmittei beschianktj wie es wirklich zum Theii g 
schehen ist, so mochte der obige, in seiner Aligemein" 
ansgesprochen^ anmassende, Ausspruch zu entsqhuldigen s^y • 



W 



entlialten iins aber, weiter etwas dariiber zu sagen 



> 



da 



) 



wie uns 



g 



einem voruitheilsfreien B'eqbachter nicht entgehen , dass 
Bonders die Amentaceen, Coniferen, Graser und Palm^n 



diink*^ 

Es wird aw^'^ 

be- 

cWer 



Mittels 



der fi-ei^'' 

Natur zwar nicht absolnt bedurfen : dass aber deren Fruchtb 



W 



Die glau 



Zeugnisse eines Kampfer C^^)^ Shaw (^i), Michaux 
u, a. von der Befruchtung der Dattelpalme zeigen, dasS 





a 



Bewegung der Lnft bei der ausserordentlichen Feinheit " 



Leichtigkeit des Pollens (S. 136) das Mittel und das Veh 



jkel 



Bl 



men bewlrkt. Der gaiiz gleiche Fa 

ceen und Coniferen , vvovon der sogenannte 



Am 



Cs. Staubgefasse 



S. 107) zeugt. 



Fiir diese ist die I^f' 



ch 



was das Wassev fiir die Frosche und Fische bei der Bef'"*' 
tung ihres Laichs ist : welche Beihiilfe doch noch Nie»^*^ 



d 



lacberlicb gefunden hat: eine Analogie, die urn so "^ 
einleuchtet, als die Berechnung der Anzahl der Blumen 
des , in einer Spatha der Dattelpalme erzeugteh , Pollens 
Seine Vertheilbarkeit auf die Biumen von 4 bis 500 weibli<^ 
Stammen kein grosseres Verhaltniss liefern durfte, als weK 



a 
a 



on 



ijeH 



Der 
gib 




lis 

Sell 
Die 
sel 

ha 



an 
an 

1 



a 



ar 






e 



a 



in 

Re 

iib 



e 






e 



\ 



d 



thi 

G 



\ 



<i 




Hi 



loH' 



\ 



bis 

et, 
Idei' 

en 
an 
all' 

g-e- 
liei* 

da 

cli 

be- 
llied 

af 
io-ei< 

die 




111- 

lita- 




u 



ftr 



ch 



n 



d 



elif 

a 

d 



n 



lie" 



335 



"'•" Vertheil! 
gibt. 

li 



(-3) von dem Sperma der Frosche und sei- 
arkeif im Wasser (mit uiigeschwachter Wirkung) 
^as Sperma der Frosche wird in dieser ausserordent- 
len Vertheilung eben so schwer sichtbar nachzuweisen seyn, 
^^ <ler Pollen beim. Verstauben der Palmbliithen und beim 
'^^efelregen in der Luft zu entdecken ist. Endlich wird 
^"* gelau^net werden konnen , dass die Natur durch gegen- 

selti to 7 



Ei 



Un 



M 



J^nx 



§■ des Ganzen , so wie des Einzelnen gesichert hat. 
inches hier Gesagte ist aiich auf die Hiilfe der Insecten 



^ 



^^^^enderij welche von der einen Seite iiberschiizt, von der 



Syngenesisten und raehreren Irideen, mittelbar die 



so 



p,,"^»''» aber zu unbedingt verworfen Worden ist. In manchen 
'^ 'en unterstiitzen sie, besonders bei den Labiaten, Scrophu- 

^^'•ineen , 

^'f»'«chtung; 

j'^^ ^«e Natur die lebendigen Wesen durch solche Bande, die 

''^^f Natur des Einzelwesens gegriindet sind, an einander 

^^l^ettet. 



wenn es gleich nur gelegentlich geschieht: 



so dass die Zwecke ungezwungen erfolgen, wie 



ei 



^b 



^be 



RNscHEL nicht in A bred e zieht. 



Str 



<i»ese beiden Punkte, besonders den lezteren, wikrde 
^i' hinwegfallen, wenn der Bau derjenigen Blumeuj von wel- 



, ^ ^ehauptet wird, dass sie nicht anders als durch Insecten 






':'*taubt 



werden konnen, in 



ihren verschiedenen Entwicke- 






•^gsstadien untersucht, und dieselben kiinstlich bestaubt wiir- 
^ie diess nun an den Asclepiadeen und Orchideen von Rob. 



en. 



"^^^j Ad. Brongniart, Ch. Morren 



obe 



geschehen ist; 



de 



I^f-' 



es sich dann ohne Zweifel zeigen wiirde , dass wohl 



hieher gerechneten Pflanzen dieses 



J ^^tandes in ihrem Vaterlande bedarf, wie sich dieses eben- 
^ tei mehreren Lobelien , Goodenovien und Campanulaceen 
» '^sen hat. Ch. Morren schreibt zwar in seiner schonen Ab- 
^^^Nhing. ijber die Goldfussia nnisophylla i''*), einer Acan- 
^ '^^^^5 den Insecten die Nothwendigkeit der Bestiiubung die-' 
^ *^^flanze zu : wir Hauben aber, dass, wenn diess bei der 
h\h^^^ auch haufig geschehen sollte , die Befruchtung der- 
^^^ doch nicht auf diesen einzigen und zufallige" Weg- 



.1 



f*' 



} 




I 



i-<ll 



J 



». 



■* ■■ 



\ 



/ 



y\ ' W 



• * 



.f . 



I 



!^ 



^, 



I 




iiU 



Ml 




I 



^ 



^ 

* 



» 






'V^f'. 



I If 



\i 



«( 



» 




^M. 




h 



1!) 



ttfti 



; t 







.': 4 



r ^ 



I, 



«« 



i.J • 



14 




J 




i 







«k 





I 



330 



J ■ 

beschiaiikt ist ; well eine sehr geringe Menge des eigenen 



Polle"^ 






hiezu voii Notlien ist, wie sich wciter unten niiher zeigen 

Die Gesundheit der Gewachse ist im regelmassigen w^"" 
del- Vegetation eine Hauptbedingung zur natliilicheji Ben" 



tung : und wo sie fehlt , bilden sich gewohnlieh keine 



luivolikommene Bliithen, oder eifolgt Abortus. Hieher • 
die Erscheinung zu rechnen 



seyn, welclie wii 



Scln'i 



ttli»' 



gen von Ribes beobachtet haben , dass die Beeren dei'se 



Ibe" 



selten wiikliche oder doch meist taube Samen haben. 



Tho 



UlU 



( 25 ) und Du Petit Thouars ( -*) haben diess anch an a" 



dei-e" 



hi selte"' 



0" 



defl" 



Baumen gefunden. Es wird aber auch ^ wiewo 
bemerkt, dass Kranklichkeit eines Individuums dessen teJflP 
rare Fruchtbarkeit steigert, dann aber auch ersehopft: in 
die Safte dem Wacbsthume der Aeste und Blatter ent^^g 
und den Blumen zug^efiihrt werden. 



Das Alter der Gewachse , be??onders perennirender 



5 



Einfluss auf ihre Befruchtung; sie bediirfen namlich em » 



hat 



en? 



wisses Lebensalter^ um iibeihaupt zur Bluthe zu gela^S^ . 
Friichte zu tragen und Samen anzusetzen: gleich wi^ 
dem hoheren Alter das Befruchtungsvermogen in den PA^^ 



wieder abnimmt. 

Von der bestimmten Jahrszeit des Bliihens , w 



elche 

der inneren Natur de^' Gewachse bestimmt wird, hangt m^^ 






mal die Befruchtune: ab. Es ist uns zuweilen vors:ekofli^^ 






dass bei Pflanzen , welche ausser ihrer gewohnlichen 
Bliithe gekomraen waren , die Befruchtung nicht so vo 
dig erfolgt ist, als es sonst ausser diesem der Fall war 
dieses Bliithenverhaltniss von so verschiedenen Nebenum*^ 
den abhangt ; so ist dieses Moment bei der Befruchtung "' . 
von besonderer Bedeutung; vvir wollten dasselbe nur 



pic 



ganz unberiihrt lassen. 



Unter alien ausseren, bei der Befruchtung der Gewa^ 
in Betracht kommenden, Verhaltnissen ist die relative Ste 






der Befruchtungsorgane gegen einander wohl eines der ^' j 
tigsten; vorziiglich , weil einige Ausnahmen von der H^^.^ 

so vielen Streit und Zweifel iiber und gegen die Nothvvendig*^ 






ail 



ex 



111 

J'en 

sel 

His 
hi 



bi 



is 



li 










I 







1 



Hi 



u 






V 

\ 



^K. - ^ 



iii 

ode*' 

lttli»' 
Ibe" 

ere" 

Itei"! 



g 



e» 






g 



en? 



n 






11 









tall' 





liS" 
gel 







337 



li 



B 



S 



iiupt, 



r 

^staubung, und die Geschlechtlichkeit der Pflanzeiriiber- 



^eranlasst haben. Selbst die befangensten Gegner der 



Ab 



(27) 



J^^'i^itat der Gewachse, 

^'Je Ziehen , dass bei dem allergrossten Theile der Ge- 

^♦^ die Ortsverhaltnisse der Staubgefasse zum Pistill so 

^'^rdnet sind, 



»'en 



M 



Ve 



So 



genahert sind , dass die Bestaubung der Narbe von 
erfolgen muss ; indera diess mehr ^ 



Zeitverhalt 



Re 



er Organe , 



■t 

dem Zustande 



J 

^ '^ ^"twickelungsgrade der iibrigen Theiie der Bluitie, be- 
"firs dp^. Coi-olle, bedingt wird : was — wie uns scheint — 
fther ganz unbeachtet geblieben ist; so dass sich hiedurch 
^ ^ ^cheinbare Abweiclmngen von dem allgemeinen Gesetze 
^^ selbst heben werden, und es sich ergibt, dass der wahre 
y^^nt der Befruchtnng bei den Pflanzen ein ganz anderer 
j. ^ ^^s bis dalier gewohnlich angenommen word en war; nara- 
. '^icht erst bei entwickeltem Vigor der Blume. Bei der 
. ^^hluiig. der Zeichen der Befruchtnng wird sich diess noch 

^'^tlicher ergeben. 
Der 



'In 



Ausnahmen und Schwierigkeiten der Bestaubung 



W 



ei'ha 



Poll 



en 



? 



uchtung 



s 



•ipt hedingt ist, ist schon vorhin bei der Hiilfe des 
''^es und der Insecten zum Theil gedacht worden. Diesen 



<^Hw 



^fi 



fde 



ierigk 



der Bestaubung im Einzelnen zu folgen, 



H 



^ns zu weit f iihren : Henschel ( ^ s ) 
^charfs 



Jftde 



nn aufgewendet, 



Schwierigk 



L 

und 



Hebe 



T 

rnisse bei der Selbstbestaubung der Gewachse hervor- 



(«9 



h 

di 



^ «iid aufzudecken : theils hat aber L. C. Treviranus 
erauf gri'mdlich und urastandlich geantwortet : theils 



^j "*^ Beispiele von Zeiten und Entwickelungsgraden der 
''"^ genommen , bei welchen die Befruchtnng schon langst 






ehe 



nist 



W 



^^^lehre voUig unbekannt gewesen zu seyn , dass von dem 
^^^•len Pollen zur Befruchtung eines Ovariums nur hochst 
y^ Pollenkorner erforderlich sind : indem sie die successive 



Befruchtung der Gewachse. 



^ 






B « 









T* r 



i 
i 



* * 



i 



. ,■*■■• ' 



* 



*i 



¥ 
4 



\ 



M 

i 



? 




r . 



\ 



.?, 



t* 



I 



' f 



J. 



1 I 



r*' 



i 




4 



I 




t 



t 



1 

\ 



m 



14 1 




I 






i' 



i 









-^f^" 



t 



f 



ff 



/ 




r _ 



y 



« 



k 




1' 



r 



f 



n h 



^ 






/ 



ii 



I 



\ 



s\. 



> r.^h-* s-"i 






338 



I 



Entwickelung der Befruchtung-sorgane hiebei gar nicht bevu 
sichtigt haben : so dass sicii die Beispiele wirklicher Hi"*'^ 
nisse der Selbstbestaubnnp; bei den Pflanzen, und der n^*" 
lichen Schwierigkeiten ihrer Befruchtung- nur aufwenig^ 
diiciren werden. So haben neuere genauere Beobachtung 
iiber die Campanulaceen i^^), Scaevolaceen , GoodenoV ^ 
und Brunoniaceen (^i), von welchen man die Selbstbcstau 
nicht fiir mogh'ch hielt, und welche namentHch von 



fii 




Hens 



(*2 ) als Gegenbeweis an 
diese wirklich geschieht. 






Be! der Gattung Campanula , deren Befruchtungsvei 



rh# 



nisse vvir an den einheimischen Arten genau veifolg* 



) 



und womit die Bedbachtungen von Cassini (^^ ) g 

kommen, umschliessen die reifen Antheren den 



habe^ 

reii' 



ube 
ffel 






die aussere Flache der zusammengeklebten NarbenlapP^" 
iiber deren ausserste Spitze genau, wie eine durchaus »" , 
gende Scheide: in dieser Lage oiTnen sich die Antheren 
ihrer inneren , dem oberen behaarten Theile des GriffeN " 



dem Narbenkorper zugekehrten, anliegenden, und der g^" 




der Corolle: so dass der obere behaarte Theil des 






gel' 



eH 



iiber die ausserste Spitze des Narbenkorpers und ^^^ 
Ritzen oder Spalten , nach welchen sich die Narbe in ^^^^ 



theilt, dicht mit Pollen iiberzogen vvird. Nach dem ^^ 



der Blume verlangert sich der 



gt 



li 



ai^ 



hierauf beim Durchgang durch die Antherenscheide ^"^ , 
Spitze und Spalten der INarbe, so wie an die unter ihr ^^ ^j 
lichen Sammelhaare so fest, dass dieselben, wie bei ^' 
Narbe, nicht mehr rein von demselben befreit werden k^^"",, 
Der untere, gefarbte, glatte und unbehaarte Theil desGi" 
welcher diese anziehende Eigenschaft nicht besizt, bleib* V' 



gegen ganz frei vom Pollen. JNun 
lippen nach ihren Spalten oder Rii 



Nar 



be"' 



zu 



klaflfe 



111' 



I 



? 



deren Bander und Spitzen feucht zu werden, noch eb^^ 
Staubgefiisse sich vom Griffel ganz lostrennen. Erst nach 



ai" 



^11 



t' 



leerung der Antheren vom Pollen entfernen sich die 



Sta" 



I) 



1 



sic 



I 



e 



t: 



St 

di 



A 



h 



a 



>n 



d 



e 



sc 
di 

Si 



f 



r 



'Id 
ti 



\ 



hi 



f 



e 



^ 
\ 



\ 



\ 



V 



1 



i 



«^^^ 



- -^ ^ 4. - 



del" 



in 






nov 



iu 



jeH 







,NS 



Ihabe"' 
berei" 



1 uii 



J 



len 
a 



en 



f 



J 



an 



lis "" 



e 




lels 

es 



gel' 



apP 







e 



It 



ffnen 
t si*^ 

efi"''' 







eH' 



') 



inii 

be"' 



r 



? 



lie 



li ^"' 



339 



^. ^n vom verlaiigerteii Griffel imd die Narbenlappen theilen! 
. ^ollkommen, iind krummen sich im Boffen nach aussen. 

^it dem Ve 



l^oll 



ia 



4it 
sten 



ergrosseruiigsglase sind nun sowohl am Rande die- 

Ppen. als audi an den GrifFelliaaren grosse missfarbige 

enkorner und entleerte PoUenhaute zu finden. — Aus die- 

'^eiiauf der Erscheinungen schliessen wir, dass in diesem 

Punkte die Befruchtung sclion geschelien ist, oder weuig- 

^ schon begonnen hat: und dass sie nicht erst bei der 



Cue Versucli der kiinstlichen Bestaubung 




1 



pflefft. Der miss*- 



M 



^diu 






WiEGMANN (**) kann hie- 



^^ nicht als Beweis dieuen; weil verschiedene Umstande 






der Versuche hatten bewirken konn^iu 

■ 



H 



vergleiche hieriibei 



AftTiG ( 



(S6) 



S6 



). 



h 



^^Xi, 



be 



( 3 "^ ) und L. C. Treviranus ( »» ) 



d 



Ad. Brongniart (*^) 



^«ese Ansicht, welchem sodann neuerlieh auch L. C. Trevi- 



>^Ai« 



Us ( 



40 



ch 



) 



o 



Aus der Veranderung, 



schl 



^ die Pollenkorner an den Griffelhaaren erieiden, 



^. *®ssen wir jedoch , dass denselben bei der Befruchtung 
^tir Pflanzen eine wesentliche Bestimmung zukomme. Wemi 
/"^^er auch kein integrirender Theil derNarbe der Campa- 

Q Si.^J . . . .J * 1 _ii i__ 






sind : 



Poli„ 

f^ *^*^8 zu dienen , 



Auschw 



Erg 



er 



so wie iiberhaupt in 



Ij '^^chsten Nahe der Narbe bis zu ihrer voUigen Concep- 



t 



l^'^^fahigk 



^11 



eit frisch und kraftig zu erhalten. Ein gieicher 



Daochte es auch bei den Griffelhaaren der Lobeliaceen 
'^tylidieen sevn; vielleicht lost sich das Rathsel der Be- 



auf ahnliche Weise auch bei der Swertia pe- 



^k 



Thkodor Hartig ( 



2e 

iche 



» Orgarse bei den Campanulaceen und mehrereti 



no « 



1 S^ 



£U 



1 



tn 



itii 



I 



v 



J 



" 






I 



V 



I 




f*^ 



t < 



)* I 




iA 



\- 



M 



i 



» I 



4tt 





S 



1 



f] 



340 



dere 



Wir glauben aber aus folgender Eifahrung beliawpten z^ 



0' 



ein- 



oeranmt hat: insofern er niimlich 



auch dem Strahlenkr^^^^ 



Passifiora die Fahigkeit der Aufnahme des Befrwclit"^^ 



stofFes vor der Narbe beizulegen geneigt ist ( 
mehrfaltigen Versuche sowobi, al 



43 



) 



(Insert 
htung 



ell 



(44) 



dass durch die kuns 

m\t fi'ftmdem 



ilicb^ 



» 



Bestaubung des Strahlenkranzes sowohl mit fren 
auch mit eigenem, Pollen nieraals eine Befruchtung bev^^ 
wird 5 welche aber durch die Bestaubung der Narbe 
weniger mit dera eigenen , aber haufig leichter mit n'^"'' 
congenerischem Pollen gelingt. 



IS 



del" 



In dieser Hinsicht verdient noch bemerkt zu werden, 



(lasf 



bei einera sehr grossen Theile der Pflanzen, z 



Leg 



11 



minosen 
u. s. w. 



gross ist, dass sie sich sog 

ren, oder sich erst zur Zeit der Yerstaubung des Polle"^ 



leich einander unmittelbar » 



Cruciaten, Labiaten, Compositifloren, S©»^ 
die Annaherung der Staubgefasse an die N^^' 



ander nahern : vvie z. B. bei Tropaeolum, w 



,'0 sich die ?« 



it " 

gerad gestreckten Staubfaden in diesem Zeitpunkte n"* j, 

CS. 304). t!ebe«' 

Modalitaten dieser Erscheinung ist C. ^^^ 



Antheren iibei 






fOU 



( 



^ ^^) zu vergleichen. Hiedurch wird ein langerer Contac 
beiderlei Organen bewirkt, wovon ohne Zweifel eb'®^,^ 
standigere Befruchtung die Folge ist. Ein Gleiches gesc 
auch beim Schlafe der Blumen. Wenn diess auch ein* 



zelne Wachsth 



und Entwickelungs- Erscheinung 



hiel'f 
. ei"' 



sollte, wie in anderer Richtung, z. B. bei DictamnuS 



a 




43)) 



< 



46 



) 



\fricana ( * ' ), Berberis ( 



einigen Cistineen u. s. w. der Fall ist : so scheint sie 
eine polarische Spannung hinzuweisen , welche ohn 



doch 



af 



f 



el 



ist 




den beiderlei Organen bei der Befruchtung vorhancic> . 
Ausser diesen ausseren Umstanden wird die Betru'^ 



glich 



o-e'i 



b^' 



stimmt : 



Fruchtungsvermligei^ 



IIP 



d 



V 



on 



n 



e 






^ilei 



» 



Fi 






»de 
notl 

^altl 



ic 



2u 



g 



Jeic 
ein 
Vor 




tet 
tn 



r 



n 



e 



Ob 




1 



en 




n 



in 

Ver 



as 



^a 



\ 



_Z 3T^ 





In; 
ere 




clie 







a 



lee" 



e 



so 



u 



eii'' 

de" 

,.di« 

II' 

ielit 
ell'' 



1 








4»)) 



a" 



f 



el 



[s^' 




K 



di" 



341 



^«^«/-^,cA 



V 



FruchtharMt , d. i. ihre Samenanlage, zii rechnen. 



^«^«., ^ — -- - o ' 

^^ ^en Polyspermen sagt namlich Henschel (^o), worunter 

^entlich die Solaneen uiid CaryophyHeen begreift, wel- 

^LREUTER vorziiglich zu seinen Versuchen beniizt hatte : 

5 v\enn solclie Gewiichse mit dem Pollen bestaubt wer- 

es sich noch gar sehr frage, ob iiicht die angestaminte 



K 



"^I'Uchtb 

"Sunstia-, 



die ihrer Gattung eigen ist, weit raelir die 



R 



»v\ 



^^ I^ollens, und es stelie noch sebr dahin, ob diese Ge- 



'^chse aicht audi ohne den PoJlen wiirden fruchtbar gewor- 
" ^" Oder vielmehr geblieben seyn«. Es war daher allerdings 



5 



acht 



Vei 



wendig, 

^'"gen zu losen. Henschel glaubt zwar dieselbe fiir die 



»othwendigkeit des Bestiiubens entschieden zu haben 
. ^5 Was wir aber nach deiieii Resultaten, welche wir er- 




Hi 



eicht 



^" haben , widersprechen miissen : wir konnen nur so viel 



en, dass Polyspermen unter ungiinstigen Umstanden 



1. 5 uttss roiy»pciiucu uiii.*.i w^^^w^v.,,-- - 

^'chter Samen ansetzen mogen, als Oligospermen ; 



weil bei 



^eichen Samenanlage 



Theile 



^] den schadlichen Einfliissen geschiizt bleiben konnen , als 



einei- geringen. 
^^hiiitte von der Fruchtbarkeit noch 



tet 



r 



n 



We I'd 

Bl 



en. Wir 



Die naheren Umstande werden in deni 

umstandlicher betrach- 

nun zu den einzelnen Theilen 



«b 



en 



"me selbst,, insoferne sie bei der natiiriichen Befruch- 
nmittelbar thatig sind , oder darauf Einfluss haben. 
^»e Function des Kelches bei der Befruchtung ist schon 
(S. 8) bei der Aufzahlung seiner allgemeinen Lebens- 
nisse beriihrt worden, nach welchen er in den meisten 
I Wo er vorhanden ist , die Grundbedingung der norma- 



•halt 
Hen . 



le. 

^ '*"SDii(iung und Entwickelung der sammiiicnen im 
^ '^^e, besonders aber des Ovariums, bildet: und da, 

./ ^ehleu scheint, oder wirklich fehlt, von anderen Theilen 

Vert ' 



wo er 



feten wird. Unmittelbare Versuche haben uns gelehrt 



. ^lumen , welche des Kelchs auf eine Art beraubt worden 
'^'^'^'itkuoten nicht verlezt worden war, sich zwar befruchtet 



wodurch der Stiel und dessen Verbindung mlt dem 



ur 



( 



i V 



I 



M 



1 




^ 



I. 



> 



m 



if/ 



I 



It 



m 



I 



IV 



■ ff 




«M 






M 



p«« 



f 



- B 










»' 
» 



342 



die 



haben; aber nur kleine und unvollkommene Friiclite wn 
Samen angesezt batten, Durch seine Vermittlnng tritt 
werdende Frucbt in eine ei 

pflanze ; es gibt sich diess fi iihzeitig kund durch seine g 

im : hat aber die Befruchtu^^ 



15 



O 



M 



Wachslh 



feiilgeschlagen nnd die Eychen sind aburtirt : so 



nimin* 



er 



dli^'^ 



gewohnlich eine kranke ^elbiiche Farbe an 5 und fallt enf 
mit der Frucht ab, Bei einem grossen FruchtungsveriB^n 



en 



einzelner Gewachse und Pflanzenindividuen 5 z. B- 
Diclinen ^ erhalt sich und wachst der Kelch sammt d 
ohne alle Bestaubung der Narbe und Befruchtung 
riums zuweilen bis zur normalen Grosse mit oder a 
Samen, welchen aber inimer der Embryo fehlt. Vo 



Ova- 



des 
uch oh"' 



Erscheiniing wird erst bei dem Fruchtung sv ermo g en 



„,.d ^" 



unvollkommenen BefrucMung der Pflanzen die Rede wercl^"' 

Ueber den Beitrag:, welchen die Corolle bei der Befr"^ 
tung leistet, und die Veranderungen, welche sie durcfl " 



selbe erieidet . 



% 



delt: wohin wir also der Kiirze wegfen vervveisen. Aus j^ 

4 



Beobachtung^en erhellt^ dass bei der natiirlichen Befi 
die Corolle oder ein analoges stellvertretendes Organ i'^* 
vorhanden ist. dass aber ihre vollkommene und vollstandi? 
Entwickelung und Entfaltung zur wirkUchenBefruchtung^ 

absolut nothwendig ist; weil sie sich in gevvissen Falle" ^' 

n der Pracocita* 

luno: oeirucnter wird : weil s)t> 

* I ill/ 

lezt, verstiimmelt 5 oder ganz entfernt werden kann.» ^ . 
dass in vielen Fallen dieBefruchtungdesOvariums nothl^^ 
wnd endlichj dass auch dann noch eine (wiewohl mangelh''^ 
Befruchtung erfolgt, wenn sie schon zu welken anfangt? ^ 



mehr entwickelt, wenn das Ovarium (b 
Griffel) vor ihrer Entwickelunof befruchte 



gar schon wirklich abgefallen ist (S 
ergibt sich aber doch , dass beim gross 
zu einev natiirlichen und vo/lsiandigen Befruchtung da^ 



Hie^^ 



lis 



«# 






und die Integritat der Corolle oder ein 



die Erhaltung 

iliranalogen, Organs erforderiich sey: ihren weiteren 



eSj 



satnmenhang 



mit der Befr 



werden wir bei 



dell 



Z 



eic 



erfa 






s 



ei 



th 



ev 



auf 






ei 



ar 



Sell 



od 



e 



gun 
iiid 
^eii 



Hel 

I'ei 




ist 



V 



ei 




^Us 




e 



B 



^I 



11 



<!iti 







e 

a 



te 



b 



e 



tioj 



^ \ 




*t 



die 
tei" 

ef 




% 



efl 



line 

del' 
11. 

die- 

neH 



II 



111 



I 



(.•e 



c 



lit 



icl't 

del* 

let; 
fte) 
del" 

llS« 

ell 



343 



Seiche 
«rf ah r 



n ihres Wirkens in der spiiteren Periode noch genauer 



en. 



Bei der Befnichtung der Gewachse kommen vor AUem 
^^ I^asevn dpr 7pncyiinp-snrp-ane selbst und der Moment ihrer 



th 



^'fe in Betrachtung. 

Rein weiWiche Pflanzen oder mit total contabescirten An- 

4 

eren versehene Blumen , wodurch diese jenen in Beziehung 
^J*^ die Befruchtungsfahigkeit ganz analog werden (S. 123), 
^ ^»^en audi bei volikommenem Conceptionsvermogen unfrucht- 

erzeugen aber keimungsfahige , mit einem Embryo ver- 
^'»6 J Samen : wenn sie mit potentem Pollen auf natiirlicliem 



volligen 



ar 
Sell 

'^*' Unstlichem Wege bestaubt werden. Ueber die Erzen- 

P"^ Von Priichten und Samen ohne Bestiiuhung durch Pollen 

^ "^« oben an2:ezei2ten beiden Fallen wird in einem besonde- 

" Capitel ansfuhrlich gehandelt werden. 

- tier Pollen befruchtet nur im Zustand seiner 

^'^®'- er muss die oben CS. 127, 137) beschriebenen Eigen- 

'^I'^ften besitzen : kornig , regelmassig von Gestalt und von 

^iner Farbe seyn : im unreifen Zustande , wenn er sich nam- 

,"^^^ »och nicht o-ekornt hat — -'— ^^' 

y ' oesizt 

j^^^'stiiubiing ist auch der seiner Kraft ; diese ist bei einigen 
^^»2en mebr, bei anderen weniger fliichtig (S. 145): seine 
"^'^ehinende Feinheit und Vertheilbarkeit ist ein ausserordent- 

erunos- und Beforderungsmittel der natiirlichen 



5 



sondern fliissig oder noch feucht 



er keine Befruchtungskraft. 



Der Moment seiner 



^''^hes 



B 



efr 



^1 



Er: 

Ucht 






Zur Befruchtung einer jeden 
"*'™^ ist nach den verschiedenen Arten der Pflanzen , urn 



ung (S. 107, 128). 



e 



^ollstandifre Befruchtung des Ovariums zu bewirken, 



ei 



Me 



^^6r natiirlichen Befruchtnng, wie schon Adanson ( 



52 



) 



in einer sehr geringen 



Mik 



J7^»'kt hat, 

J nesteht, urn ein ganzes Ovarium von mehreren Hunder- 
^ "^n Eyehen zu befruchten (S. 135): Spallanzani C) 



aren, Menge Pollens bei den allermeisten Pflan- 



\ 



ezvv 



tio. '^*^^'*6 zwar diese, in mancher Beziehung: sehr 
^^' Thatsache : 



wich- 



sie 



hat sich aber bei unseren vielfaltigen 



44 



ft 



t* 




i 



^ 



K 







'v* 




I 



1 
-: 






I 



lU 



5 i 



Mil 



* ( 



H 



I 



I 



i 



i"3-: 



k 



lift 




m* 



»« 



# 



1 



V 



i 



w- 





N 







4t*<r 



i 



4 



J rt 



i 



A 



f 



f 



V 



*/* 



I 



-f. 



I' 



V 



344 



Beobachtungen als vollkommen wahr bewiesen 



? 



11 n 



d^r 



sowohl von KoLREUTER (^*)j als auch von Aug. W 






noch die vielen HENScHEt'sch 



Ve 



(S^) bestatigt: was auch 

Afterbefrucbtungen indirect 

hat auch bei den Thieren, zuraai bei den Amphibien 

Spallanzani's Zeugniss(^^ ) statt. In Beziehung auf di€ 



«* 



\t0 



J 



iia 



Men 



r'C 



Pollen , welche in alien Blumen iiber den absolute" 



Re 



tbl^: 



darf zur Befruchtung vorhanden ist, schien es uns »^ 
diesem Gegenstand eine genauere Untersuchung zii wid'^^ ' 

KoLREUTER wai' schou bemiiht, sich Aufkl^^rung nher 
ses Verhaltniss zu verschaffen: so versicheit (^') ei* 



dui 



■cli 



\ viele Veisuche gefunden zu haben , dass 50 bis 60 P 



Hibisc 



5 



iJlfl 



1 3O 

eine vollstandige Befruchtung einer Frucht mit etlich «>^*^^ 
Samen zu bewirken, und dass eine e:r6ssere Anzali' 
t^ollenkornern nicht mehr und vollkommenere Samen h^f^ 
gebracht habe; eine geringere aber eine nnvollstandigCj ^ 

und longiflora fand er zwar, dass nur Ein 5 hochstens ^ 
bis drei vollkommene Pollenkorner zur Befruchtung ^* ^ 

Ugjf 

Blume erforderlich waren(^^) (S. 135): wir werden ^ 



gar keine Befruchtung bewiikt babe. 



weiter unteA hierauf zuruckkommen. 

Unsere vielfaitigen Beobachtungen und Versuche ub^^ 
kiinstlicbe Befruchtung der Gewachse haben uns ebenf^l 



die 



e 



zeigt, dass das Ovarium 



Nicotianay Datura^ ty^ 



DtanthuSy Fuchsia u, s. w. mit dem Pollen einer einzigeii ^^ 
kommenen Anthere vollstandi'v befnichtet wird. Bei der " 
tung Geum haben von 84 bis 96 Antheren , welche sic" ^ 
einer Blume befinden, nur 8 bis 10 derselben zur Befruch*" " 
von SO bis 130 Eychen , die auf einem Receptaculi»n ^, ^ 

einig^t sind, vollkommen hingereicht (S, 128). Da die Sch^^' . 

fei"*" 



rigkeit und Unsieherheit der Zahlunff der aussersf 



isse' 



e 



I 



A 



roIienKorner dieser und der meisten Pflanzen keine gr^ 
Genauigkeit hierin zuliess : so wahlten wir, um sichereH^^^^ 
tate zu erhalten, ebenfalls eine Malvacee, die Malva »»<'^'. 

(tana mii gam hlassrother Blume, und bestaubten sie a»i* ^ 



Pol 

k 



on 



spa 
sta 



Hi 
Hi 



n 



u 



ga 



an 



St 
kl 



e 



Jia 
sa 



3^; 



S 



P 




f 



!• 






e 



X 

gel 



a 



el 
^i 



Je 






F., y* 




* 



( 



\ 



riri) 



,l,eii 



a 



II. 

die- 

jlleii' 
vol" 











II' 

at' 

b i" 

1111^ 

In*" 
gill' 



S 



345 



Poll 



en d 



dunkelpurpurft 



Varietat. Auf diese A 



^|>nten wir utis durchs Keinien der erhaltenen Samen, und der 

. ^'' hiedurch erzogenen Pflanzen vergewissern , ob die Be- 

ibung eine reine und keine Afterbefrnchtung gewesen war. 

Die friihzeitig castrivten Blumen der Malva Mauritiana 

^lassrother Blume wurden in moglichst gleichem Entwicke- 

''"gsgiade : naralich uno-efahr 18 Stunden nach geofFneter 



Hi 



•iine 



^atiz 



n) 



bei gimstiger 



St 



kl 



er Witterung, im Anfange des Septembers (1840) mit 

fi'isehem Pollen der dunkelrothen Varietat belegt. 

*^rster Versuch. Ein einziges Pollenkorn, ganz nabe 

"®r Theilung der Narbe angesezt, wurde nach einigeu 

^'Jden durchscheinend , und nach 24 Stunden bedeutend 



einei- 



>>ach 



T 



Die Corolle verier am dritten Tage ibren Vigor: 
^eiteren 4 Tagen wurde sie diirr abgestossen; und am 



^ge nach der Anlegung des PoUenkornes tiel der K.el 
^'^ttit dem Frucjitknoten vertrocknet und unentwickelt ab. 






arbe 
Pitze 



^veiter Versuch. Drei Blumen wurden an filnf 




M 



f 



"^ntknoten fiel mit dem Kelche unbefrucbtet ab. 



^ 



n 



fitter Versuch. An drei Blumen wurden zehn 



;"ilenk 

Dpi ,1 



Th 



eilu 



§eh 



*'g angelegt. 



Der Erfolg war wie bei dem vorher- 
- enden Versuch: die Fruchtknoten schrumpften mit den 
lichen ein, und fielen, ohne einige Entwickelung erfahren zu 
^^en,ab. 



V 



de 



^arben 



eines an dieSpitze, das andere in 



e sammt den Fruchtknoten fielen am 15. Tage nach 



*oMitte anffebracht, bewiikten keine Befruchtung: Pondera 

**^staubung vertrocknet ab, 
I *^'unfter Versuch. Dreissig Pollenkorner, drei an 
^^' NarbPnnKfi.o;i„nfr In ol^iVliPr Enfferiiuiifi: vou ciiiander 



«■ 



I 

erter Versuch. ZM?fl«2«ir Pollenkorner, je zwei an ^^ 




»f 




I 

1 



4i 
I* 



J 




^ ■! 



r 



\. 




f 






I 



H 



f 



; 



/ 



-r 



MT^ 



jc 



r 



V 



; f 



\ 



3o r 



/ 



/ 



€\^» 



is- 



I 






\ 



\ 



i 



i ^' 



I t 





' ^ 



± - 






«l 



>- 



-1 




ff. 




but 






ff 



^ 










^ H 



5 / ; 





ii 




% 



14 




4 

4 




^^ 



V 



J- 



.^ 



V. 



4 , 



V^^. 



i. 
% 







^ 



-** 



ff* I 



f 




■^ 



r ^ 



4 *■ 





\ 



^ % 



M 



If 



\ 



346 



Ke 



angelegt, gabeneine uiivolikommene Befruchtung; die 
erliielten sich zwar an der Pflanze, hatten sich aber saiw 
dem Fruchtknoten sehr weni> verg^rossert , und die Sa^^ 



waren taub mit unvollstandig entwiekelter Testa. 



an 



Sec lister Versuch, Vierzig Pollenkorner, je vier 

denselbe" 



einerNarbenabtheiluugj in gleichen Entfernungen an 



vertheilt. 



Mo 



deiitliche Abnahme ihres Vigors ^ und am Abend desse 



T ages schloss sie sich: nach weiteren vier Tagen wurde 






eingeschrumpfte und vertrocknete Corolle abgestossen. 
Kelch und der Fruchtknoten hatten ein ffesundes und fn^^ 
Aussehen behalten ; eine 
komrnen : die anderen zwei waren in 40 und 42 Tagen 

^ 

derBestaubung reif geworden, aber doch klein und mag< 
blieben: die eine Frucht war rait vier, die andere mit 



per 

heS 



der drei Friichte blieb u»voI' 



e- 



fii' 



,if 



kleinen, jedoch vollkommenen Samen Versehen, we 



ilcfie 



Fa 



i»u 
¥ 



folgenden Jahre gekeimt und durch die dunkelrothe 

der Bhrnien der erhaltenen Pflanzen den Beweis geliefert ha'' 

dass die Bestaubung; mit dem Pollen der purpurfa 

Varietal wirklicli angeschlagen liatte. 

Diese Versuche liefernunseinio'e hierherbeziiffliche ^ 

tigre Resultate. Vor Allem ffeht aus denselben hervor, dass n' 



jell' 



Befr 



nur wenige zu befruchten und zu keimungsfahigen Saiti^" 






bringen vermochten : es mochte demnach eine 



ziein 



licl' 



er" 



grossere Anzahl von guten und potenten Pollenkoi"" 
nothig seyn, urn alle Eyehen in einer Blume dieser Pfla"^*^ 
befruchten: ano^enomraen, dass alle bei diesen Versuchen 

h ^ 

gewandten Pollenkorner potent gewesen seyen : was noc 
bezweiffiln ist : ob wir Heich ianter yoUkomraene Korner > 



dem Vergrosserungsglase auszuwahlen bemiiht Wcaren 



Uebi 



den am 



Hihis 



Triomm von Kolreuter gemachten, aueh in Beziehung 
den Einfluss der Witterun 



afl 



f 



»5 



WW 



\} 



diesen Vei 



yjfi- 



^eli 
«in 

Ad 

Hue 

Viel 



E 



ei 






K6 

L 

d 



K 



e 



ei- 



y 



e 



3il 



^a 















^ 



T-rr 






> 

-^ 



'k* 



be 

efl 



eu 

die 

Ihes 
11- 







a 



im 



r 



¥ 






ch 



C 



lit 



■ 

nen 




el'" 

all' 
it 



111 



kiif 



y 



347 



«i>izi.o' 



Schwangening 



J . §eii Eychens der befruclitende Inhalt von mehreren Pollen- 
^^^^vn nothigseye, was oben (S. 135) schon beriilirt wnd von 

"ONGNiART ( ^ ^ ) friiher vermuthet vvurde : es stimint hiemit 



'^"ch die 



ifiasi 



erwahnte Eifahrung Kolrbuter's an Mirahilis einiger- 



sen iiberein bei welcher zvvar nur ein bis drei Pollenkorner \^ 
Bef 



viele 



M 
H 



ruchtung erforderlich sind , vvelche aber gegen diejenige 
^ aiidern Pflanzen sehr gross sind , und daher audi viel 
' Befruchtune-sstoflf entbalten mussen : hiemit ist auch 



EYEn 



( 




SoUte daher der grosse 



^'*^hthum des Pollens in jeder Blume nicht auch auf das 
^vendige Bediirfniss mehrerer Pollenkorner zur Befruch- 



Hoth 



^U 



nur 



einzigen Eychens natiirlicher Weise fiihren-, wenn 

wenig Pollen der Masse oder dem Volumen nach 

einer vollstandig-en Befruchtunff eines Ovariuras erforder- 
^h ist ? 



^toff 



CS. 343). 

^Jn Problem ist es aber noch, warum sich in diesen und 
sr's Vfii-snrhen mit dem Hibiscus der Befruchtuno-s- 



'^•ler da 



^on einem oder mehreren Pollenkornern nicht aiif eines 



L 

d 



« andere Eychen abgesetzt hat: oder von einem der- 



^" auf die Art angezogen worden ist , dass dadurch die 
•ichtung wenigstens eines einzelnen bewirkt wurde : son- 



K 



.'»•« das 



ych 



s nicht eher eine kiinstliche Befruchtung einzelner 



\ 



en 



^» erzielt worden ist: als bis eine gevvisse bestimmte 
Se von Pollenkornern auf die Narbe gebracht worden 



f * Sollte hieraus nicht folgen, dass zur vollkommenen Be- 



h 



H 



'>icht 



ych 



'^ng auch nur eines einzigen, oder einiger wenigen 



•/' 



J 

en in vielsamigen Fruchtknoten, ein gewisser Sattigungs- 
^^^ derKarbe oder des ganzen Ovariums nothig sey, und 
^/^'^sgehen miisse, ehe die wirkliche Befruchtung selbst 

^^ einzigen Eychens anschlagen konne? 
ftuf ^'^ '^odalitat der Vertheilung des BefruchtungsstoflFes 
- "*e Eychen eines Ovariums, so wie iiberhaupt das ganze 



G 



b 



efr 



mag 



daher erst durch die Bastard- 



^ '^chtung in ein deutlicheres Licht gestellt und in seinem 



esen 



•ka 





$il 



w-^ pi 



^. <- t 





^^H ^ 

% 



I 



4 



^11 



f 



!! 



* 



^i 



*t 



% 



I' 



1 ■■ 



' ii 



I 




I 



I 



4^ 



* 



» ) 



» 



I 






/§ 







t 




:i 



r 




ii 



•4« 




m 







)i 






k* ' 



/ 



348 



In Beziehung auf die Veranderongen der Pollenkoi 



der Malta auf den Narben haben wir nocli zu bemerken 



das« 



iiicht alle halbdurchsichtig geworden sind, welche *^^» 



schaft der Transpcirenz vielleicht ein Zeichen ihrer PotenZi 
well sich ihr Umfang zug*leich vermindert hat 



Diese 



ist- 



^ ■ 

sehiedenheit des Verhaltens der Pollenkorner au 



f den 



scheint wenigstens unsere, oben geausserte, Vermuthufls 
rechtfertigen^ dass nicht alle aufgetragenen Pollenkorner r 



0' 



fi 



tent gevvesen seyn mochten. 

In der gfleichen Absieht haben wir, wie bei Malvd^ ^ 
mit Tropaeolum majus kiinstliche Bestanbungsversucne ^ *^ ^ 



* * 



stellt, welche Pflanze uns in mehrfacher Beziehung vo 



rzii^' 



lich tauglich hiezu geschienen hatte; dieselbe besizt nw^ 

Freien sehr 1^*^ _ 



nige Samen , bliiht reichlich , und sezt im 



Friichte an. Die Blumen des Tropaeolum ofFnen sich yoi 
Reife der Antheren, und kommen nach und nach zur 
wickelung: daher die Castration bei denselben sehr 1^ 






und ohne alien Nachtheil fur die Blume und ihreTheile ^^ 



be- 



werkstelligen ist. Die Theilung der Narbe und ihr co 



(icer 



tionsfahiger Zustand tritt erst 12 bis 24 Stunden na 
OefFnen der Blume und der Dehiscenz der ersten Anthere?' 



,l,ie^ 



elu 



(S. ;J04). Die absolute Dauer der Blume ist 5 bis 6 






je nachdem mehr Sonne und Warme auf die Pflanze ein^' 

„ . . c^rAefj 



oder kiihie und triibe Witterung stattfindet; nach er 



fol^'^ 



rdai^ 



kiinstlicher oder natiirlicher Bestaubung: der Narbe wi 

wobei d^ 



Dauer der Blume um 12 bis 24 Stunden abgekiirzt. 



Sdnne ebenfalls einen entschiedenen Einfluss ausiibt. 
alien diesen Eigenschaften wiirde sich das Tropaeolum "^^ 



sen Versuchen ganz vorziiglich elgnen: wenn nicht a" 



fdef 



anderen Seite zwei besondere Umstande seine Braucliba* 



.feeit 



hiezu wiederum sehr beschrankten : niimlich 1) die » 



usu^ 



b' 



mende Feinheit der visciden Pollenkorner , welche un*®^ 



.(li« 



kleinsten gehoren , und daher sehr schwer eine Zah^**"" 



Or^ll- 



ai^ 



lassen; 2) die grosse Empfindlichkeit der Pflanze gegen ^ 
Veranderung des Standorts und gegen die eingeschlo^*^ 
Luft, welche im Verein nicht nur die Conceptionsfahigke'^ 



Bl 



II 



«iii 







e 



hi 



X 



IS 



ei 



Ob 



e 



Ta 



IS 



ten 

falll 
lie 

an 
oh 



'111 
th 



a 



>ia 



«i 



A 



I 



\ 



1 \ 



U 



■ r 



■v_ . 




«H& 



^^- 



1 



as** 
ist: 
bell 
pa- 



ne 



li 



del' 

icht 
be- 

leer 

eii» 




J 



? 



•tefj 
die 

dl«' 
del' 

di^ 

deJ" 



349 



fil 



."'"«» aufheb 



^I'lenla 



(S. 251) 



•iguescirenden Zustand versetzen. 



get 



geoffi 



*^rster Versuch. An drei verscliiedenen iippig ve- 
'enden Pflanzen wurden (den 16. Juli 1843) zehn eben 



'^^te Bluiuen castrirt, und am zvveiten Tage nacli dem 

«en bei nun getheilter Narbe rait Jj_b is 20 P oilenkornern, 

jJ^ eitie Abtheilung mit 5 bis 6 Kornern.) belegf. Am fiinften 

'^ sechsten Tag verdarben die Biumen , obne dass sich eiri 

^^ichen der Befruchtung an einem der Eychen bemerkbar 

'^^'*te: sondein sie verdarben mit der Blume sammt dera 

ei'sten Theile des Stiels. 

Zweiter Versuch. Zehn Biumen auf die gleiche 

^ ^^^e castrirt, und in demselben Zustande ah dem zvveiten 

'*S6 nach dem Oeffnen mit gespreizten Narbenlappen mit 30 

ys Pollenkornern vermittelst des Pinsels bestaubt, verhiel- 

Sich wie die Biumen im vorigen Versuche, indem sie eben- 



ob 



h 



fall "4 I, . 

" Keine Samen ansezten. 



W 



g auf diese zwei Versuche bemerken , dass an einer 
^I'en iti gleicher Lage 



d 



t'Hchen Pflanze mehrere frische Biumen, welche nicht 

r 



irt 



en 



sondern der Selbstbestaubung iiberlassen worden 
ebenfalls keine Friichte angesezt haben, sondern 



^^ Entwiekelung der Ovarien verdorben sind. 



th 



*^ litter Versuch. Fiinf castrirte Biumen wurden 

^^' <Jfin oben angezeigten Umstanden und Verhiiltnissen mit 

^^^ierfen Theil des Pollens von einer frisch staubenden An- 

l-. Till . 






ere 



^ reicblich belegt; es'erfolgte jedoch kein Frucht- und 
^'^'^enansatz, doch erhielten sich die Ovarien um einige 



a 



^^ langer, ehe sie gelb wurden und verdarben. 

*lerter Versuch. Von fiinf castrirten und mit ge- 

P^eizter Narbe versehenen , am zweiten und dritten Tage 

,!! dem Oeffnen rait dem Pollen der hraunen Varietat bier- 

^ '"fen, Biumen blieben zwei unbefruchtet, zwei sezten nur 

«.^'V einzigen Samen und eine eine voUkommene Frucht an, 

. *.unft 
Antl- 



er 



r s u cli . 



"An" fiinf 



'^^ren ausgebrochen und eine einzige der Verstaubung 



* ■ 




wL-^ 



■Q 



/ 



X 




D 



1 



n-# 



\ 

lilt ^ 



t^ 







i 



I ^ 



tli 



.1 

I 



I > 



1 

I 






» *i 




H , 



I 



J 

F 



4t 



} : 



« 





M 



h 




t 



i 






it 



i* 



\ 

^ 



I* 



.1 



I 



il 



I 



350 



iiberlassen , wodurch die gespreizte Narbe natiirlich besta 
wurde, welche Bestiiubung sich bis auf 36 Stunden ^^ 
zogerte, worauf am fiinften Tag die Bliimen welkten und v^ 
daiben. Drei dieser Blumen erzeugten einen einzigen ^^ 
kommenen Samen, die zwei andeien sezten je zwei S^''' 



an : sie leiften in 44 bis 45 Tagen, 

Sechster Versuch. Von fi'inf Blumen , an we 
zwei Antheren zur Bestaubung der gespreizten Narbe s 



gelassen , die iibrigen aber ausgebrochen wurden, batten 
drei Friichte angesezt; an einer reiften drei vollkom"^ 






Samen, an zweien je einer, und zwei blieben unbefr 



iicbte* 



Nach Vollendung dieser Versuche wurden anjedei' 
ser drei Versucbspflanzen (a, b und c) sieben Bluflien 
Selbstbestaubung im Freien iiberlassen : an der Pflanze 



die- 



a) 



>n 



nam 



lich 55V^^ 



el 



;ii 



mit drei 5 und zwei mit zwei grossen vollkommenen S^^^ ^ 
drei Ovarien blieben unentwickelt, verdarben aber erst B^ 
12 Tagen vom OefFnen der Biume an; 

b) sezte drei volikominene mit drei Samen verse 
Friichte an; eine mit zwei, und eine mit einem einzig^" 
men : zwei Ovarien blieben unentwickelt; 






'nil' 

c) von den sieben Blumen batten nur zw^i je einen ei 
gen Samen gereift, die iibrigen Ovarien blieben unbefr"''", 

Bei einem wiederholten Versuche, wobei im Zimm^^ 
Blumen der Selbstbestaubung iiberlassen worden waren, ^^ 
tirten drei Ovarien, und nur eine einzige sezte eine \ov^ 



mene , mit drei Samen versehene Frucht an. 

Ob wir gleich die mangelhaften Ergebnisse diesei* 



Vei" 



suche um der Abweichunffen willen , welche das Trop(^^^ 
in seinem Verhalten bei der kiinstiichen Bestaubunff "" , 
fruchtung in Vergleichuiig mit anderen polyspermen Gef ^ ^ 
sen zeigt, kefn besonderes Gewicht legen, und noch wei*^ ^ 
Versuche mit anderen abnlichen oligospermen Pflanzen »" 
stellen sind , ehe wir diese Art von Abnormitat zu ei'k'^' 



-k 



anzunelimen, dass 



cht 



doeh aller Grund vorhande 
nur 1) eine grossere A 



sef 



hi 



vbJi 




Poll 



J) 



K 






1 



atti 

(S. 
«ult 

tere 
sten 



T. 



ro 



»nit 



V 
V 

oh 



en 
er 



n 



P 



"St 






d 



er 



^eh 







rl 



de 



s 



con 



d 



as 



4u 



d 



er 



d 
d 



er 



es 



tu 



n 



I 



\ 



\ 




tall 



bt 



vei" 
vef 



vo 



a 



me" 



In »«' 



ifl 



eo^ 



htet. 
die- 



z 



v^eJ 



I 



ne"' 



iia 



cb 



heii^ 



jjtet- 



V 



lei* 









'tf 



lie 



h' 






i) 



aJ 



vol* 



351 



k 



Satt 
(S. 



ornern und eine langer dauernde fortgesezte Bestau- 
"g der Narbe zur Befruclitiing eines einzigen Eychens beim 

in deren Ermangehing neben anderen 

inen Bedingungen keine Befriichtung erfolge : sondern 

^s 2) wie bei der Malva, so audi liier ein gewisser 

g»ngsgrad des Ovariums mit Befrnchtungsstoff vorher- 

»^«sse, ehe die Befiuchtung wirklich anschlagen konne 



1 



en 



347). 



!^'*^te mit den 



s 



Widersp 



in welchem diese Re- 



«cht 



) 



Utlo- 



ste 



gen stehen , konnen wir nur diirch Tauschung des lez- 
^" eikjj^,.g, .^,^ Kolreuter's Erfahningen im Wesentlich- 

^it den wnseren iibereinstimmen. 
er Gang der Entwickelung der mannlichen Organe von 



h 



T> 



^\t der 

V 
V 



'mw, wie wir ihnCS. 304) beschrieben haben, ze)gt,dass 

Anlage in denselben eine langsame und lange dauernde 

^•"^^aubung des Pollens und eine wiederholte, oder bis zum 



erd 



1!* 



erben d 



(4 



oh 



^^^^ iiothwendig gegeben ist: eine Einrichtung, welche 



He z 



^veifel mit dem eigenthiimlichen Bau des Eies und 



(62) 



p. -' vollendete Entwickelung der Conceptionsfahtghett des 

j^"^*'Hs und seiner Theile ist endlich die absolute Bedingung 

Ner wirklichen Befruchtung (S. 241); es bestebt aber die- 

"e niohf Ko; „ii«» Pflon-zpn in HpiTi vollcndeteH Wachsthum 



G 



^J'Griffel Oder iiberhaupt in ihrer normalen raumlicben Aus- 
^"g; denn wir haben oben bei der Friihzeitigkeit der 



H 



^ehn 



'le 



•^^elsesehen, 



W 



istills und der Griffel wenigstens ein Theil der Narbe 
/^^^ptionsfiihig seyn kann, worauf durdi die Bestaubung 
^^ ^^eiteie Wadisthum*der Griffel gewohnlich aufhort, und 



\ 



V 



4a 



d 



das o 



ei'C 



varium iibergeht. Hievon ist oben bei den Zeichen 

o«ceptionsfahigkeit umstandlich gehandelt worden. 

^ ^a abefnicht alle Griffel und Narben einfadi sind, son- 

^*''*^ bei sehr vielen Pflanzen eine Theilung des dnen oder 

J^ ^^"dern Theiles stattfindet; so ist dieselbe bei der Befruch- 

*^Svon einem besondern Belang: denn ohne diese voraus- 



4 ? 



. i 



f 



rl 

1 



i( 




\ 



! 







i 



% 



! ^ 



'J 

f 



1 






i 



■ t 



4 




f 1 






' ' jf ' ]^ i j 





«7 



1 



i-* 



/ 



} 



' f 




I 



^ 




I 



14 



\ 




Ml 



\i 



- 1 






/ 



352 



Zci 



gegangene Theilung, welche allerdings audi zu den 
der Conceptionsfahigkeit des Pistills gehort, findet bei 
meisten Pflanzen gewohnlich keine Befruchtuiig statt: 
nicht der Pollen dutch das Ankleben und die eigene 



ae" 



^eii" 



pa 



iief 



seiner Kraft bis zum Eintritt dieses Zeitpunktes sich »« . 
Narbe wirksara erhalt: was wir offers beobachtet haben "" 

bei der natiirlichen Befruchtung ausserst haufig der 
seyn mag. 



01) 



be 



•• 



Umsta 



dem 



der 






wickelung der iibrigen Blumentheile, namentlich der StauJ""' 
gane: ofters geschieht diess erst nach der Dehiscenz dei'^"' 
theren ; z. B. bei mehreren Malvaceen befinden sich die Gti^^ 
undNarben noch tief in der Rohre, welche die Staubfa^^"!] 
urn dieselben bilden : ob sich gleich schon ein grosser 



fhe 



il 



der Antheren geoffnet hat. 



Bei 



-non 



i\t^ 



r 

theilen sich die Griffel, und die Narben treten ofters erst 
hervor, wenn ein grosser Theil des Pollens dieserBlunien 



da"" 
vef 



staubt ist. 



ng: 



aef 

Narben bei einfachen^Griffeln, z. B. den Campanulaceen, '^f" 
Scrophularineen und Lobeh'aceen. Wir haben z. B. no^^ "'" 
reals erfahren, dass sich die Lobelia cardtnalis, fulgenS '"'^.j 
splendens in unserem Klima von selbst befruchtet hatte, ^'^ 

kann, und djiess erst geschieht, wenn sie denselben a" "^ 
Spitze durchbrochen hat. wndnrrh siV 5ih*»i. m.-f Af^m poU^"' 



sich die Narbe in dem 



A 



(dessen Kraft nur von kurzer Dauer ist,) 



g: 



a 



cbt 



ren Flache der Lappen die Stelle der wahrcn Narbe ni 
setzen , und das Ovarium daher taub bleibt. Wird ab 
,getheilte Narbe kunstlich mit dem eigenen Pollen besta"''^' 
so schliigt selten eine Befruchtung fehl. Bei Mimdv^ "" 
Digitalis theilen sich die NarbenlaDoen bei triih^r W"'^'''^''^ 



die 
l,t: 



■ ■ ^^ "-^ ^^^ ^ 

erst mebrere Stunden, ja bei lezterer in diesem Falle ers* 



den 



Sta 



faden, worauf sich die Narbenfeuchtigkeit in der Spalte 



A'- 




•»ieis 



fii 



ass 



»m 



n 



^latii 



k 



ein 



gen 



k 



en 



^'ur 



(S. 



01 

ejstl 

•lest 

*ung| 
'^eti 

'ungl 
»iiid 



Jai) 



& 



gen 



e 






«i 



m 



\ 



z\ 



hi 



/ 



\ \ 





/ 



y 



^ 



\ 



m\ 



!4* -* 



dell 



J 



uef 



a 



d 



1)1) 








ri 



72 



J 



10 

da"" 
vef 

de" 
def 



if 



di« 

'a 



353 



l 



^ ^ "Antirrhinum und Linaria, bei vvelchen die vollige Theilung 

j^ ^^ai'be nicht zu Stande kommt, zeigt sich die Narbenfeuchtig- 

i« der vervvachsenen Spalte unter gleiehen Umstanden 

*^tens erst nach der Verstaubung der langeren Staubge- 

^5 Warme Witterung nahert aber diese beiden Erschei- 

^^n so sehr, dass sie alsdaiin gleichzeitis: werdeii. Die 
^turliehe 



k 



ein 



gen 



Befruchturig findet demnach in dieser Zogerung 
^^'kliches Hinderniss, wenn gleich die Simultaneitat der 



Wie 



, **inten Erscheinungen einen schnelleren Verlauf zu bewir- 

'^''le obeii (S. 338) angezeigt. 

I^as Oeffneii der Bluinen zur Morgeiizeit (s. CoroUe S. 22) 

gewohnlich damit eintretende Dehiscenz der Anthereu 



^^cl die 



(S 



"S) und Feiichtwerden der Narben zeigen an, dass die 



Ol'o- 



J. s^nstunden derjenige Zeitpunkt sind, wo die natiirliche 
^^^taubung und dieBefruciitung am haufigsten vor sich geht; 
J.. ^*8s also die natiirliche Befruchtung bei aufgehender, 

^'^h einAvirkender, Morgensonne am leichtesten, geschwin- 
j ^^^n u„j vollstandigsten vollbracht wild. Aber die Befruch- 
. t> erfolgt auch zu jeder anderen Tageszeit , und selbst in 
I ^*^btlichen Stunden : je nach dem individuellen Entwicke- 
^ ^^giade der Blumen, der Einwirkung ausserer.Umstande 
oilier besonderen natiirlichen Anlage bei einigen Arteu ; 
, erfolgt im Allgemeinen in diesen Stunden die Befruchtung 
1st 5^^*"^^ 5 nach dem Eintritt ihrer Zeichen zu urtheilen, und 
^her weniger wahrnehmbar, als in den angezeigten Mor- 

'^^tufldgjj^ Wenn sich z. B. bei Malva syhestris die Zei- 
»ia ^ ^^^ erfolgten Befruchtung des Morgens in 5 Stunden 

''Ne 



'ail 



kiinstlichen Bestaubung einsteiien : so erfoigt diese 



f^ ^ '^bendstunden erst in ungefahr neun Stunden: bei Di 
^* plujnarius, superbus u. a. im ersten Fall in 10 bis 12, 



H 



Zvveit 
B 



^n in 18 bis 20 Stunden. 



^e' iT^^ ^flanzen, deren Befruchtung langsamer erfoigt, ihrc 
^Hi ^^^^ spater, z. B. nach 36 bis 48 Stunden und noch 



I 



'Uia 



^"^ eintreten , 



Nicotiana 



c 



^ItHE 



^- a., scheint sich dieser Einfluss zu verlieren, oder 



^) Befruchtung der Gewiichse. 



23 



f 



^ 



i^j^ 



/ 



' 1 



/• 



L 



( 






4 4( 




r 



I 




I 
1^ 



tn 




^ 






'H 



S 



'h 



I* 



*1 



r 



f M 



i 



it 



\ 



H 




I 



r 



1 



U I 

#9 



/ 



I 



i 



i 



: i 




/ 



\l 






'1 



•f 



n 



f • 



1 





^1 



I 



\ 



'\ 



354 



daJ 



iinmerklich zu machen: vvlewobl audi bei diesen Bliit"^" 

r 

Abstossen tier CoroIIe bei Nacbt seltener zu geschehen p 
als bei Ta^. Der gleiche Einfliiss der Tagszeiten ^vird 8 



fle^ 



t 



e 



ivohnlich auch beim Keimen der Samen bemerkt. 



Ge 



Die Befruchtungszeit ist diejenige Lebensepoche f'^'* 
waebse, wo sich in der Blume die bochste Lebensthatigkei ^ 
Warmeentbindung und Bewegungsfabigkeit verschi^fl 
Theile derselben an den Tag gibt. Diese Lebensa«ssei< 
sind ohneZweifel in alien Blumen vorhanden, nurbei den e 




Oi 



ine" 






in einem hoheren, bei den andern in einem niedereren 
wodurch siebei einigen mehr sichtbar werden, bei den 
aber ganz zu verschwinden scheinen: vielleicht aber aii 
nicbt beachtetund untersucht vvorden sind. Anf vvelche A'' 
mit der Befruchtung in Verbindung steben, baben vv'r " 
(S. 323) anzudeuten versucht; vermogen aber ihren 2"^* 



menhang nocb nicht vollstandig nachzuweisen. 

Diese Lebensthatigkeit der weiblichen Organe a«s^ 
sicb bei einigen Pflanzen auf eine merkwiirdige WeisC' 
Mimuhs z. B. wird die conceptionsfahige Narbe bei "^"^ 
Beriibrung und leicbtem mecbanischem Reiz verbuno^ 



t^ 




ID' 



« 



k 



Bestaubung znr augenblicklichen Zusaim"^" 



so- 



hung veranlasstj woranf sie sich nie mehr ofFnet, sondei'' ^ 



gleieb 



Rande 







bald vertrocknet (S. 290, Vers. 2). Bei der natihiiche" 



Re 



Bestanbiing 



oil"" 



ErschiitternnP^ oder einftn starkprpn mprhanicrlipn Rfil" ^ 



Weise 



iiscnen ivci^? 

durch leicl't^'.,^„, 
streuen von einer iibergehaltenen Anthere iinf die Obei'i*^ ^, 

derNarbe gebracht wird, bleibt die Stellung der Na'^'f x 
verandert: sie schliesst sich namlich hied inch nicht i""^' « 
bar, und verandert ihre Stellung und Gestalt nur in so* ^ 
als sich die Lippen spiralisch gegen den Griffel zuriick'*^ 
gich aber erst nach vollbracbter Befruchtung am dr'**^" .^t, 
funften Tag, wenn die Corolle ofters schon abgefall^" ^^ 
langsam und vollkommen schliessen , und dann ver'^^'^ 
(S. 2»2, Vers. 6). 



Zll (]j 



^e 



dl 



n. 



eG 



II 






I 



Hi 



Sich 



So 



1^ 






ai'b 






s 
s 



>nei 



is 



Mle 



in a 



/^ 



«Cii 



k 



e: 



eiu 



^^ohll 



C 



Out 



Mr I 
»ne 



n 



e 



u 



st| 






v\ 





n 






d f 







111 



eii'^" 
be" 







ss«'' 



t 




I'lH 



){ 



e 
II 





ne" 



llS 



a 



II 1^^' 

ell" 
p' 



ac 



lie 



leii"' 
itte^' 



r 



fi^f 



jleft 



355 



I 



El 

''" (lies 



« anderes Beispiel von Lebensthatigkeit in denBlumen 
, sem Zeitpunkte liaben wir an einigen Caryopliylieen, z. B. 



<li 



' ^ilen 



noctifl 



5>Tel dieser Pflanzen sind in ihrem unreifen Zustande an- 



^'•'aiide 



^aiiliegend, und entfernen sicli von eiiiander: so wie 



'eConceptionsfahigkeit derNarbenbei ihnen entwickelt; 



y ^^ diese Narben in dein nocli nicht voiiig ausgewachsenen 

J*^^^nde der GrifFel kiinstlich bestaubt, so treten sie von 

ausvvarts gebogenen Stellung in die gerade aufgerichtete 

in • ^^ *^^^^ sie sich vviederum genau an einander aniegen; 

*^ser Stellung beharren sie mehrere Stunden^ entfernen 

^^nu wieder von einander , verlieren ihre reine Farbe, 

^miinien sich langsam. aber fiir immer nach aussen^ um 

'nd nach zu verderben (S. 302). Andere Griffel und! 



So 

1^ 



'Me 



wie die der Geranien , Mai 



^^ mselben Zeitpunkte ahnliche Veranderungen ihrer Lage, 
t , ^^^ dem Unterschiede, dass sie nach wahrscheinlich er- 
^ b er Befruchtung ihre Steliung nicht niehr verandern. (S. 
^pitel von der Bewegung der Befruchfungsorgane.') 

'^Ersrlipiniino'Pn dpr Splhsthpstaiibiino-hahfin in dfin aller- 



Ml 



. -'en Ve 
^."^ ^5s ide 



Slumen einen so unmerklichen , stilien und geheimniss- 



/ 



«cA 



k 



enP 



ntisch betrachtet, und unter der Benennung der wa^wr- 



eiti 



f^ 



Mittel 



vvohi 



ieS 



iibrig zu seyn, der Natur hierinnen naher 

ten J als das 6er kunstlichen Bestilubung, so^ 

r ^nne vbrhergegangene Castration bei pracoeen Griffelnj 

"^scenz der Antheren und bei Dichogamen, als auch 



§» 



h^u 



Vorheriger Castration hermaphroditischer Blumen : indem 



hA 



k 



as Beginnen des Actes und die Umstande bestim- 



onnten 



erun 



3 



um den vorgehenden Erscheinungen und Ver* 
S^n an der Blume Scliritt vor Schritt folgen zu konnen. 



%b 



SCHELVE 



) 



dass die Be- 



''gslehre zwei wesentlich verschiedene Satze enthaltej 
%A ^^staubung , welche kumtlich vorgenonimen worden : 
^estaubung, welche mturlich geschehen. Wenn die 



23 



« 




n 



\t 



i 



I 



if 




9 






i 



\ 



1 \ 

r 

\ 

I! 



II 





r 

i 



\ 



t 



« 



\\ 



i 



. J 




y^ 



f 




i \ 




! 



1 





\f 



**#* 



\\ 




m 



m 



ti>i> 




\ 



K 



S 



356 

Nothwendigkeit der Bestaubung- nicht durcli kunstlichen P^" 
cess erwiesen werde : so koniie auf die natlirliche nicht e' 



mal gcschlossen werden; vveil, wenii auch der Polle" 
die Narbe gelange , es immer noch unentschieden bleibe = 



ai' 



t 






allein dieses, oder eiii anderes Vegetationsverhiiltniss das iK* 



/ 



ge gewesen sey. Bis man iiber dieses Verhaltnis^ 
Gewissheit sey , miisse man zwischen den Pflanzen aus 



del' 



Monoecie iind Dioecie , und solchen mit Zwitterblumen "" . 
scheiden. weil die erste die einfach kiinstliche, die dei' 2^* 
ten Art aber eine doppelt kiinstliche sey : weil bei I^^*^ 
auch die vorausgehende Castration der Staubgefasse o^ 
komme, welche als ein Eingriff in das Leben der P^*"^. 



angesehen werden miissej wodurch ungewiss werde, ^*^ 
weder der Bestaubung oder der Castration zuzuschreiben 

Diese Bemerkungen haben wir nicht aus der Acht g 
sen ; wir haben aber schon an verschiedenen Orten aiig^m^' 



1 



dass wir nur sehr selten von der Castration einen vvesentH^ 



und nachtheiligen Einfluss , oder Storung des 



ges 



kiinsth'chen Befruchtungen gegen die natiirlichen haben 



be" 
def 

be- 



Wi 



Urite' 



( 



suchungen durch die Ausspriiche desselben Verfassers 
nicht abschrecken, wenn er behauptet: „dass die kiinstl''' 
„BestaubungsversHche, wennsiewirklich existiren, weiter 



6*) 

be" 
at 



a. 



^als Bestaubungen seyen , und dass sie , wenn sie wirken ? 
„in die Gartnerei gehoren , als kiinstliches Mittel der B^' ^ 
wobei ernoch zufugt ; „dass alle Versuche an Zwitterbliith^"' ^ 
„die Stamina beschnitten werden, vernunftlos seyen^ ^^"^ jig 
„daraus auf lebendige Processe der Natur schliessen ^^ , 
wwelche die Moarlichkeit natureemasser Resultaffi aufn^" , 

de'' 



Kiinstliche Bestaubungen der Blumen mit dem Polle" 

>n A t>f BtnA rr.-.tni. caii- Ttr ATS fiic «..<* T^'J. »iell< 



Wissens 



,ch 



selben Art sind zwar seit Blair bis auf unsere Zeit vie 

versucht und wiederholt, 

Jiiemand 

der Erse 



vo" 



mit der nothigen Aufmerksamkeit auf den 



i 



i 



worden. Da 



welche sich dabei zutragen 



vei 



genau 



dabei sfch ergeberiden Phai 



iltige Beobachtung; 
fur die Lehre vo» 









G 



•"un 



da 



ss 



ci 



>ioe 

Kinfl 

Such 
Von 



Ver5 



r 




M 



a 
e 



Sen 
Such 



V... 



er 



»>icht| 



D 



icii 



Ol) 



1 

ac 



Sam 



u 






c 



^tati 
hi 



m 



ss 



t 



er 



^M 



c 






z 



^ 



'1 

an 



' J 



I ' 





^^"*^ 



$ 



pre 

t ei>i' 

n a"' 

.oi) 

'th' 



no 



iss 



s 



de>' 



u 



ntef 



zw 



ei' 



er 



tei- 



da?" 
an?" 



be 



nfr 



e 






def 
be- 
tel" 

64) 



S 



( 






J 



n 






ei 



flj 



1*" 






be""' 

de'" 

del' 
def 



337 



B 



grosstenWichtigkeitist, so 



'^chen Gewachse zu solchen Beobachtung;en 



p ^ir sie Meich bei dem ersten Plan unserer Arbeit znr 
^ ^lage unserer Versuche gemacht Es ist sehr begreiflich, 

^^ friiheren Pflanzenphysiologen die dioecischen und mo- 

. ^'^•t haben : well keine Castration hiebei erforderlich ist, 

^ "aiier auch keine Einwendungen gegen deren schadliche 

^ "wsse auf die Blumen und Gewachse, welche diesen Ver- 

'^n interworfen werden , zu besorffen sind. Hiezu wurden 

"'"^ friil 
Hrt 




'^eren Beobachtern von dioecischem Baue 15 bis 16 
^hiedene Arten, und von solchen mit monoecischem Baue 

) angewendet. Diesen konnen wir noch solche 



en (-65 



( 



^nzen 



^. iBit contabescirten Antheren beizahlen, wodurch sie, 

5g ^ " gezeigt worden , den weiblich dioecischen Gewach- 

such 



^ 



^'^''•g analog werden, und welche wir bei unseren Ver- 

^" vielfaltig benuzt haben. 
*^enn diese Bestaubungsversuche wissenschaftliehen 

jj. ^'"^'^ haben , und die Reinheit und Gewissheit der Resultate 

flurch heimliche Afterbefruchtungen triigerisch und 

jj. ^'uaft gemacht werden soUen : so sind auch bei den 

'fien gewisse Riicksichten und Vorsichtsmassreffein zu be- 



iw 



Ob 



acht 



^^rn 



en 



) 



«[fi ^^'^achthat. Es sind namlich l)die, durch diese Be- 
f>.. ''"gen erzeugten, Samen nicht nur in ihrer KeimungS' 
j^ Sneit zu versuchen: 21 sondern es muss auch durch anato- 

'"ISclip IT * 

^taf *^"tersuchung das Vorhandenseyn eines Embryo con- 
^ Werden ; und endlich 3) muss an den Pflanzen aufs Ge- 
da ^*^ ^nd Sorgfaltigstenachgesehen und verhiitet werden, 
\A '^'^ht neue Antheren nachwachsen, und eine heimliche 
^jj ''^^^ohnliche PoMeneinwirkung sich einmische. Es grenzt 



/ 



iiiifi 



5q - '*nwendung und Ausfiihrung dieser lezten Massregeln, 
tj^_^ "^endig sie auch sind , bei gewissen Pflanzen an die 
•^Uch ^^^^^^>*> z- B. bei M^rcunalis, Spinacia, Cannabis, wie 
t}^^. ^""i Theil bei Cucumis, bei welchen zuweilen nur eine 
^ '^f Anthere in diesen weiblichen Blumen nachtreibt, wenn 
"^''^he Oder hermaphroditische Blumen ausgebrochen 




t» 



I 





■-i-0 



11 



4 
i 



i 



* 



1 



\ 



t 



I 

I 



\ 



A i ^ 



I 



m 



f 



i 



fr 





M 



I 



( 



u 



>-u 



j#^ 



1 I 



I 



Li 



*vv^ 



t^ 



/ 




h 






( 



»-* 



r 



< b - 



/ 



358 



worden sind; eine Erscheinung, welche wir selbst nichts^ 
beobachtet haben , und auch schon von andern Botani 



|te« 






Mauz (67)^ Ol.Swarz (68) und C. H. SchultM^' 
wurde: aber von Anderen nicht beachtet worde"'*' 



ist: 



B 



oder denselben unbekannt gevvesen zu seyn scheint, z, 
Spallanzani 5 Bamisch , Bernhardi und Gmou de Buz-^"^ 



fill*' 



(DUES. 



Bei diesem lezteren Natuiforscher ist es wenig® 



ausserallem Zweifel, dass er sich getauscht hat : indem 



er 



zuverlassig angenoramen bat, dass namentlich bei dei'^^^ 






Gescble^" 



V, 



seyen 



aifi' 



(^diurnaj alle Bluraen immer getrennten 
und dass daher an einem weiblichen Individu"''^ 

einf 



ser Pflanze niemals auch hermaphroditische Biumen 
mischt seyn konnten ('ov ^^^as wir aber aus Erfahrung 



(S. 120) und von Franz von Paula Scb^^^ 



jK 



Weiter 



rt'ei' 



C^^) langst vor uns bemerkt worden ist. 

den wir auf diesen Gegenstand wieder zuriickkommen. 

Urn aber die Befrucbtsingserscheinungen in ihrem g^'^ 
Umfange und mit den^ von dem verschiedenen Baue der ^ 



te« 



men abhangigen . M 



kennen zu lernen? 



ist 



ei 



nothwendig, die Bestaubung^sversuche auch an hermapli^'^ 
*c^c« Biumen zu machen, aus vvelchen zur ffehoi 



gen 






die Antheren entfernt ivorden sind. 



ScHELVER und Henschel haben zwar, wie wir schon an 



vci" 



(8.13,111,356) 



•a 



Tift'" 

ration der Castration als nachtheilig nicht nur fur die "*" 1. 
Entwickelung der einzelnenBlume, sondeni auch fiir ''"^ . 
sundheit des ganzen Individuumsangefochten ; unseretai'^^ 
faltigen Erfahrnngen haben uns aber bewiesen , dass "^ 



ii> 



it 



nur Ausnahmen von der Regel sind, nach welcher d'^ u 
Vorsicht angewandte Castration mancher Blume so wen'^ 



dem Individuura Schaden bringt. 



lif^ 



Ja Henschel selbst ^^ 



7 






be« 



diese Pflanze, in fiinf G.enerationen ihrerPolIenbliithenbef^", 
steigend fruehtbarer geworden sey , und dass neben 
jeder folgenden Generation weniger PoIIenbliithen z^rfi 
scheiu gekomraen seyen, bis in der vierten Generation' 



ill 



Vol" 



J 



"^ 



^ 



// J 



U 



U( 



/' 



4- 



«* 



tf * 



Pa^ 



La 



n 



I 



V 



en 



gefu 



r 



k 



stilt 



a 






c 



u 



Reli 
«iii 



C 



ap 



r 

liiel 



suc 




Con 

IS 



a 



So 
sin 

^i 



a 



ai 



le 






I i- i 



s 



ker"i 



se 



1 




en 



ist) 

voii 



u 






vS 



er 



c 



lee 



11 



die' 



fid?'" 



an 



??" 



,■ P' 



iSt 



es 



<? 



diii' 




n 



ver' 



Op 
)ii» 



ic 






III 



it 



A 



IS 



II »' 

d.1«^ 



ei 



l)f 



) 



ii' 



Vol" 

i9^ 



359 



V 



^fsuchsexemplar fast weihlich geworden war. 

A It ,. t 



Den 



gefu 



ten Fall 



C^sN an Cannabis 



hab 



vves 



And 

Zers 



en. 



d 



well dadurch eine 



^•itliche Veranderung in der weiteren Entwickelnng der 

"^6 und in dem normalen Tiieb der Safte bewirkt wird, 

^^^ die Stoffe , welche zur Frucht- und Samenbildung; in der 

"anze zu der Zeit angebanft sind, zuriickgehalten werden 

"icht an ilirem naturgemassen Orte abgesezt werden 




M 



\ 



»«ine 



stiiti 



»• So 



rt 



d 



gung 



(74) 



'"'c^i Abschneiden dev weibliehen Bliitiie 



May 



d 



Wachsthu 



^"tend gestort, indem die Stengel weniger dick werden. 



Selie,! 



Art und Weise 



We 



sey, haben wir zum Theil schon oben CS. U, 112) an- 
^^geben; tbeils werden wir unser beobachtetes Verfahren bei 
*"2elne„ Blumen und dem besondern Bau derselben in dera 



C 



^Pitel 



«ch 



^on der Methode 



naher be- 



feib 



B 



en. 



Versucbe 



iftel 



1 



selbst von Henschel an sebr verschiedenen Gewacbsen 
'iifaltig mit gutem Erfolg ausgefiibrt worden. 
^ei den kiinstlicben Bestaubungs- und Befruehtungsver- 






kommf nphPii dfir soifffaltiffsten Vermeidung der Ver 

Erkenntniss d 

sonders aber d 



^^^^ng der Antheren , das meiste 



B 



b 



ef, 



80 



> an; denn ohne dass diese eingetreten ist, findet keine 
'"•^clitungstatt, wenn die Bestaubung der Narbe auch noch 

Die Anzeigen dieses Zustandes 



''^icbllcb ffescbehen war. 



d 
d 



Ob 



at 



(S. 243) 



'^'is namlich gelebrt, dass z. B. die Caryophyileen erst 
.^'^«i sich befruchten lassen , wenn dielNarben wollig werden ; 
^ ^olaneen Labiaten , Scrophularineen u. s. w. , wenn sich 

i:,fei ■ 

gen 






ine 



d 



U. s. w. 




H 



I 

\ 
-I 

J 



J 



i 



,*; 



f 




\ 



4 



4 « 

1 a 



I 



l« 



r 

r 
t 

I 



\ 




■ f 




n 




m 



i 



t 



It 



m: 



i« 




'A»^ 




1 




N 



' i 



fr- 



3G0 

L 

Urn bei der kunstlichen Bestaubuiig nnd BefruchtnngsO" 
Einfluss des Nectars durch Beiietzune- der "Narbe in ''"'^ 

deii 



verschiedenen Zustanden zu erfahren , stellten wir i" 
Jahren 1825, 1827 ui 



d 



lutea 



ndere Versuche 
Ifolia y Diff Halts 



an: indem wir die Narbe dieser 






Ai 



wachse theils mit dem eigenen Nectar aus der nam 

4 

Blume , theils aiich mit fremdem , von congenerischen 
benezten, und hi^rauf mit dem eigenen Pollen sowohl? 
mit fremdem bestaubten (S. 94). Bei den Nicotianen 
merkten wir hievon keinen hesondern Einfluss , weder 
den schnelleren Gang der Befruchtung, noch auf die Vo"' 
kommenheit der Friichte , noch auf die Anzahl der SaW«"' 

-* 

Bei Digitalis hingegen, bei welcher die Frerndbestaub""" 



be- 

f 



all 



wegen der spat — haufig erst mit dem Ende der Verstaubi 

erfolgenden Theilung der Narbe ausserst « 



des Pollens 

misslingt, fanden wir, dass 

mit Honigsaft die Fremdbestaubung leichter anschlug 

die Corollen friiher abfielen : indem ausser diesem Verfa 



ft 



Nai 



¥ 



5 



ufl 



nil 



dieser namlichen Beziehung hat uns Hr. Oberhofo-artner 



die Bestaubung 3 bis 4 mal wiederholt werden musste, 
eine Befruchtung zu bewirken. Von fremdem congenerisch^"' 

Nectar war keine verschiedene Wirkung zu bemerken. ' 

^ ^osc^ 

in Stuttgart eine, von ihm an der StrelUzia Reginae gemad'^^' 
Beobachtung mitgetheilt, uach welcher er von dieser P^^"^^ 
im Gewachshause nur alsdann Friichte und guten Same" ^^' 
balten zu haben versicherte , wenn er den Pollen vermis''' 
mit dem Honigsafte auf die Narbe aufgetragen babe. ^" 
haben zwar keine Gelegenheit gehabt, dieses rait'>-etJ»^''''' 



Ergebniss durch eigene Erfahrung zn priifen, oder zu bes 
gen : der Nectar mochte aber eben so gut ein Vehikel f"** 
Befruchtungsstoff des Pollens seyn , als das Oel. 

3n wir uns dauU 
dass durchs Benetzen der Narbe der Pollen nicht nur 



Wi 



cli 



ai' 






....„„ , .^^,.. M^. j.^aiue aer roiien nicnt ""' 

einer grosseren Flache verbreltet wird , und leichter ank'^'' ' 



Bonderu d 



auch bei uoch nicht hlnreicbender M^"^ 



^orl, 
ft 



'He 



li 



«d 



F 



euc 



ilie 
Uft 



i 



eiii 



tlii 



h 



och 




1 



lift* 

Stan 
gilt 



e 



^ick 

A 



ns 



Hi 






c 



•label 



a 



^St; 







u 



^ 



K ■ ^ 



\ 



A"? 






' I 



all 



cii 



den 

'icr 

teti 

be- 
f 



r 



all 







II 



line"' 



ft 



nil 

\t-0 

arte 

he'" 
in 

lose" 
lite; 

cht 

ir 
ilt" 

ati- 



a" 



1 
f 



bt= 



^61 

^^^ 'andener Narbenfenchtigkeit zu der Entleernng seines be- 
). 6nden Inhalts veranlasst wird: da besonders bei Digita- 
''^ ^onceptionsfahi2:keit der Narbe SDat eintritt und ihre 



Ncht 
Uft . 



spa 



ht erhiilt sich auch 



H 



bis die J fndessen conception 




^ ^efruchtenden Stoff den Eingang gestattet. 



gewordeue, Narbe 



th 



D; 



k 



%e 



V 

'6 zur volikommenen Befruchtung eines Ovariums no- 
escliaffenheit der Narbe scheint an einen bestimmten 




'^^en Moment gebunden zu seyn (S. 22, 244): denn sorg- 



Hi k '^"^ genane Beobachtungen haben gezeigt, dass , je 
lift. ^^ ^*® Narben mehr oder weniger sammetartig, wol- 
Hit' ^^^^^^^<^3 klebrig, feuclit odernassend, mehr oder we- 
J.J,. S^theiit waren n. s. w., 



em 



mehr oder weniger voli- 



ergab. 



Die Dauer des Conceptionsver- 



jes Resultat in Grosse der Friichte und in der Anzahl 

^Jf^^i welche bei den verschiedenen Arten der Pflanzen, 
. selbst bei den verschiedenen Blumen eines Individuums, 

w. ^^^ dem scbnelleren oder langsameren Verlauf ihrer Ent- 



kl 



k ^"g verschieden ist, bestimmt sowohl in dem friiheren 
^..^^"I'agen der kiinstlichen Bestaubung , als in dem wahren 
^^ **t>gen Momente der Befiuchtung, in Beziehung auf den 
zl^^^^ der Narbe sehr Vieles; wie das Beispiel der Friih- 
'gkeit der Griffel erweist, wobei die Befruchtung schon 

'Sell!" 

Li ^^tj nochehe die Griffel ihrnnrmalesW 



ab 



ti 



Sk 



^•'. E 



& 



s war 



Wich 



H 



eit 



'^t^ubun 



fruhzeitig 



cli 



^n verschiedenen 
gen vorzunehmen: nicht nur um zu erfahren^ in 
^a k "^ Zustande und in welcher Periode der Bliithe die 
jii„, '^^ "nd Ovarien am empfanglichsten fiir die Befruchtung 
% k ^^*'^^''" auch , ob die eine oder die andere Art der Be- 
K.. ."*^S *"f den Gang der Befruchtung , das Wachsthura der 



••Ucht 

^1^ 



die Reifungszeit, die Typen u. s. w. einen bemerkli- 



*ifluss habe. 



rusiica wurden mehrere 
n und bei sammetartigem, 



li 



■J 



I 



y 

\ 



A 
tf 



t- 



\ 



I 





i 
1 




,! 








\ 



1-; 



Ih 



X 






ffn 




// *■ 






I 

'1 



Ns 



i 



\\ 




M 




n • 







f 



\ 



m 



u 



It. 



ill! 




4 . 






waren 



3C2 

trockenem Zustande der Narbe , wo auf derselben niH ^^ 
Loupe noch keine glanzende , feuchte Punkte zu entdec 

ftefj 

die Corolle entwickelte sicli regelmassig;, die Naibe ^^ 
inissfarbig, zeigte kein Feuchtwerden : die Frucht waf 
mal und reifte zur gewohnliclien Zeit in 27 bis 31 Tag;^'^* 
Anzahl der Saineii war geringer als bei der natiirlicn^^ 



gleicli nacli der Castration reiciilich mit dem eig 
Pollen bestaubt; nach einer Stunde hatte der Pollen geb^ 



fruchtungj und mit vielen tauben Samenbalgen vermis 
Keimunff lieferte normale PiSanzen. Hier hatte sich die 






des Pollens oline Zvveifel bis zum Eintritt der Coiicep 



tionS' 



fahigkeit des Pistills auf der Narbe erhalten. , ^ 

Dieselben Arten vvurden zwei Tajre nach der Casti'^ 

bei vollig entwickelter Corolle , feuchter und mit sehrwen^» 

I und zarten Harchen besetzter Narbe reichlich best^ 



kurze 



bt 



tefl 



Die Friichte wurden vollkommenerj und die Anzahl der g 
Samen war normal und bedeutend grosser als in deui v<^ 



ch 



gehenden Falle^ mit sehr wenigen tauben vermischt. 

An denselben Arten wurden Blumen 6 Tage na 
Castration und 5 Tajje nach dem Oeffnen der CoroU^*^ 

be- 






stark nassenden, und mit vielen leicht mit blossem Aug^ 
baren Harchen besezten, lebhaft griinen Narben reichu^ 



staubt: es erfolgte aber an Aew meisten keine Befri^^ 



htu"^ 



mehr: sondeni die Blumen fielen grosstentliei 



eln>^ 



eH 



Stuiideii ab ; einige wenige erliielten sich lauger und ^ 
unvoUkommene Friichte und sehr wenige Samen an: 



tei> 



die^"' 



ung 



vo" 



der originaren Gestalt. 



>5 



Blumen von 



'n 






staubt worden waren , und die Griffel und Narben vd" 



cl»' 



¥' 



ef 



lang 



ten sich nicht mehr. Beianderen Blumen dieser Art, zv^^^ .^f 
nach der Castration und 24 Stunden nach dem Oeffn^'' , 
Corolle, hatten sich die Griffel und Narben bedeuteno ^ 
langert, und sowohl rait eigenem als mit fremdem Pon^" 



of 



^>h 



befruchtet. Nach zweimal 24 Stunden nach d 



Oe 



# 



die 

Una 
Verl 

friil 



V 
V 



er 

ein 
Mi 

als 

r 
n ■ 

Und 



auf 



1^ 



ai 



er 



?:an 
li 

i) 



s 



ei 







V 




als 



a 



^Ufi 

'111 




5ol 



\ 



\. 



It <!«'■ 
ken 



c 



eoen 
aftet, 

pie 
IJe- 

pi" 



■ati"" 



an 



bt 



u 



ten 



rlier- 



n 






i)i^ 



e" 



e2 



e 



te" 



a 



vo" 



..icli' 



rtt 



n 






e 



ve«" 



11 



of 



m 



303 



^e 



Ward© 



so 



Blume erfolgte eiiie mangelhafte Befruclitung. 
^ Bestaubung der Narbe vier Tage nach der Castrati 

arei Ta^e nach dem Oeflfnen der Blume verschoben : 
'angerten sich die GrifFel und JNarben nocli mehr: und die 
^wchtung schlug nicht mehr an. — Aehnliche Versuche mit 
^^^ Und spiiter Bestaubung wurden mit den gleichen Erfol- 






Mimulus 



*«^^/m* angestellt. 



V 

V 



B 



gs- (Conceptions-) 



^Pmogen des Pistills und der Narbe noch langer, bis zum 
.^'•^erben der Corolle b 



M 



k 



ei Lychnis diurna , und sog 



(Nicotiana 



^ulus cardinalis S. 292, Vers. 7) ; es sind diess aber Aus- 

, **^"j welche hicr nu^* insoferne in Betrachtung kommen, 

sie beweisen, dass spate Bestaubung der Befruchtung 

^^<^»theilig ist , und dass der giinstige Moment der Bestaubung 

** Befruchtung in der friiheren Zeit der Bliithe zu suchen ist, 

^ei diesen kiinstlichen Bestjiubungen ist vorziiglich dar- 



en : von welcher Steile aus die Entwickelung der 



^^^ *<i merk 

^^^^- ^ei einer Pflanze be^innt (S. 244) 
ep Ort 



d 






Diess ist meistens 

5 vvo der Befruchtungsstoff des Pollens den leichtesteii 

^'^'^Jielisten Eingang findet, und durch welciien allein das 



li 



ze 



s 



varium befruchtet werden kann ( 



S. 227). 



I . "*'• diess z. B. bei Nicotiana 
^^' den c, 







Vari 







aryophylleen die iiusserste Spitze der Griffel. Das 

'^m des Mimulus, derLobelien, wird eben so vollstandig 

'^'^'Uet, wenn nur der Rand der Narbenlippen bestaubt wird, 



ganze 



Die Be- 



'"^g der ausseren oder unteren Flache dieser geoffneteii 
^^nlippen, so wie anderer Scrophularineen, derLobelien, 



Ode 
^'^falli 



J" die des Griffels bewirkt keine Befruchtung, wenn nicht 

Karbe gelangt, 

'»'ch eine tauschende Afterbefruchtung veranlasst tvird. 



''^lit bei 



^«lche 



alien Pflanzen und deren Narben konnten wir eine 



Sch 



^"sgezeichnete Steile der Capacitiit erkennen, sondern es 



•"'Vviehnel 



uchtuiig 



*r 



i. 



N 



ii 



* ■ 





* 



1 - 




\ 











^. 



i 



0^ 






If 



/ 



\ 



364 



stoffes normal a«f die 



Zeit 



a 



nJ 



gleichformig verbieitet zu seyn , z. B. bei den Onagrarie"> 
Labiaten und iiberhaupt bei alien kleinen Narben. Gleich^f* 
weise werden Ovarian mit getheilten Griffeln und Narbe") 
Z.B. der Caryophylleen 5 Rosaceen, Rhamneen, vollstandig; ''^ 



fruchtet, wen 



schon KoLREUTER C^^) bemerkt hatte (S 
Das Voriiandenseyn der Narbe in ihrem conceptions 



323) 



gen Zustande ist eine absolute Bedingung zur 



W 



Griffels , 



_.:uchtung • 

eschuittene" 



\ 



Nieotiana^ Verbascum^ Ribes u* s. ^• 



demVerstauben derAntlieren hatte nach unseren Beobacbtu»^' 

gen niemals eine Befnichtung der Ovarien bewirkt, sond^f 

immer ihre Abortion zur Folge. De^n gegenseitigen Erfolg^"^^ 

Heller n'^\ \m\A H^KsrHEL ( ^ 



von welchen Reynier ('^^)5 Heller 
JMachricht geben (S. 221)^ konnen wir keinen Glauben ^^^ 
messen: siesind zuverlassi^ dnrdi vorherstattgefundene A** 
befruchtung hervorgebrachte Tauschungen. Ob die Sarn*^^ 



;J9) 



(reiJ 



Dienst bei der Befruchtung thuej wie Hartig ('^) zu 2;€ 
sich bemiiht, niochten wir noch so lange bezi^eifeln, bis 
Sache durch wiederholte Versnche bestati^t wird. 

Da in jeder reinen Art das Verhaltniss des Pollenapp^''^ 



ZU der Fruchtanlage gesetzmassig bestimmt ist : so 



in 



. « t'V 

den reinen Arten bei einem und demselben Individuun» 
ihrem naturgemassen Zustande und Lage in alien Blumen^^ 
' meiniglich das gleiche Verhaltniss der sexuelien Krafte st***' 
wir treffen daher bei Oligospermen in fast alien Frii 
eines Indlviduums nahezu die gleiche Anzahl von Sainen 
selbst bei Polyspermen variirt im Naturzustande die A"^^ , 



hte»» 

all' 



B 



der Samen in den Friichten nicht sehr bedeutend , «• 
Verbascum , Dinnthus. Es abortiren aber auch bei der na 
lichen Befruchtuna: hin und wiPfJAi. r»i7oi.i«n «r.rl Pinze 



till" 



men selbst normal, 



Theil wegen Mangel 



Nahr 



ungf: 



( 



?eic 



n 

til no- 

Sam 



e 



Schr 



de 



r 






da 



ss 



Uc 



s 



^yn 



a 



«tau 



n 



' tr 



ap-l 






en 



1^ 



b 



ai 



ei 



I 



f. 



< 



■- T 



f 



*-' 



/ 



f r 



<^ 



/ 





'i 



is 



/*/ ■ 



365 



/ f 



f 



¥^ 



a 



) 



f 



) 



V 



I)' 

I 



• 



tl 

f 



n 



) 





r 



1 



n 



5 



i» 



^eich 



die 



Theil auch aus inneren und ausseren Ursachen. Hierin 
net sich nun die natiirliche Befriichtung vor der kiinstji- 



« aus. Wi 



i 



ft nicht immer eine gleich grosse Anzahl von vollkommenen 
^Wien in verscliiedenen Friicliten erhalten , wie sie die natiir- 
•^ne Befruchtung hervorzubringen pflegt. Dieser verschiede- 



Gv 



Wirkung konnen aber audi noch andere Ursachen zuin 
*nnde liegen, wie 



wir oben zum Tiieil auch in der Be- 



sch 



\ 



^nkung des zur Befruchtung' nothigen fveieii Luftzutritts 
^ finden geglaubt liaben. 

fiie Ursache der erwahnten Verschiedenheit des Erfolges 



''aturlichen und der (auch wiederholten) 






Nico 






(S. 



ung bei eiuzelneii Gewachsen und Blumen, bei 

> DianfhuSy^ Lychnis u. a,j ist nns noch nicht hinlang- 

^iifgeklart; es scheinen verschiedene Umstande dabei 

') konnte man dem veranderiten Licht- und Luftzutritt 



o. 



d 



!ISS 



fr 



Se 



'*'*2) einen Theil davon beimessen : wir sehen aber haufig, 
Sich Blumen im Zimmer ebenso vollstandig naturlich be- 
^Hj wie im Freien; 

-^) die CaRtrntian schpint ebenso wen 



Ucht 



o 



^ y*' • Weil wir dieselbe Erscheinunff an weiblichen Dichoga- 
. " "nd an Blumen mit friihzeitigen GriflFeln und contabeseir- 
^ ^taubgefassen beobachten , bei welchen weder eine Ver- 



^t^ub 



tu 



n 



^ r - 

•^ng noch ein langerer Contact zwischen den Befruch- 



S^organen stattfindet; 



. 'i) mochte der^ bei der kiinstlichen Bestaubung aufge- 
pnen , grosseren Menge von Pollen , wobei die Narbe ge- 



^•»ilich 



I 

ganz bedeckt wird, ein solcher Einfluss zuzuschrei- 



^®yn, weil bei der natiirlichen Befruchtung gewohnlich 
^"le sehr geringe Menge Pollen, und zwar nach und nach, 
flie Narbe kommt. Dieses ist aber nicht immer der Fall; 
V haufig wird auch bei der naturlichen Bestaubung die 

^^'DP \v^,X4. n 11 .. ■ 11^ n 1 • 11 11 ..^ DAnnrYAn 

t 



'e 



he 



A nth 



in 



del 



N 



/ 



fi^ t^ 



\^ 



*■ 



* 




m 



i 



KX 



V 



\ 



hT 



Y 





f« 



\ 1 



h 



\ 




$-> 



f 



^' 






r 



n) 



■\ X 



I 



r 



! 



- I 



t t 



.\ 



t . 



i : i 



i- 






t^ 



^ * 



I 











liA 



> 



\ 



ft 

1 



. > 



/ 



'b 



9 . 









ft' 




V 



i 



I 



i 



306 



oder immittelbar i'lber derselben sich entleeren. Esse 



lieii't 



ims daher audi diese Ursache iiicht genugend z«r Erk'^^'*' ^ 
jener Erscheiniing zn seyn : zumal bei der Bastardbefrucln » 



auf ^^ 



unter gevvissen Besclirankungen durch mehr Pollen, 
Narbe gebraciit, mehr Samen im Ovarium erzeugt w 
"oder zur Vollkommenheit gelangen ; 

4) konnte endlich ein Giund hievon in dem fremdenj 
einer anderen Blume derselben Art, zur Verstaubung S^^ ^ 
inenen Pollen gesucht werden. Hiegegen scheint aber o* 
Land- nnd Gartenbau langst erprobte Erfahrung zu sp»'^^*' j 
iiach welcher Pollen von anderen Individuen derselben 



iifters sicherer und vollstandiger befrucbtet, als dcij^>^'» ^ 
Mclcher aus der eigenen Blume abstammt: welches wir b^^^ 
ders bei einigen auslandischen Gevvachsen^ z. B. bei Passtfl^^ ^ 
Lobelia y Fuchsia^ mebrmals beobachtet haben ; auch h^*" 
sicli^gezeigt^ dass hiedurch zugleich der Ausartung ehev ^ 
gebengt und die specifische Eigenschaft der Art oder Vai^ ' 



es 



bestimmter erhalten und fortgepflanzt wird : eine Ei 
welche auch von W. Herbert (^^) bestatigt wird. 



.fahr«»^?^ 



•« 



In dieser Beziehung haben wir noch ferner zu erw^ 



liti^^i 






dass es uns bis jezt noch nicht gelungen ist, den Gv^^ 
erforschen : warum manche kiinstliche Bestaubung? ^^^^ 

^ WW W ^ 

auch unter vollkommen giinstlgen Umstaiiden geschehen 
dennoch erfolglos bleibt, und die Blumen abortiren uoo , 
fallen. Diese Erscheinung hat Jedoch auch nach der n^ 



chen Bestaubung haufig statt: wie wir diess bei den 



po»o*: 



ceen, Cruciaten, Malvaceen und vielen anderen Fao^' 



*ehr vielfaltig beobachten. 



Merkwiirdiger und au 



flfalle 



ficheint uns die Erscheinung, dass bei Pflanzen , welch^ 



ilieii 



be' 



11 



der natiirlichen Bestaubung sonst sehr leicht JFriJchte «" 



aS^' 



men ansetzen, wie z. B. Campanula, Lycium , MirabiUh . 



die kiinstliche Bestaubung mit dem eigenen "^ 

des 0^*' 



paeolum , 

sehr haufig nicht anschlagt, und keine Befruchtnng 



i-iums erfolgt: 



obgleich die 



Bestaubung der 



Narbe i^ 



irdj 



iiu 



die Organisation dieser Blumen sehr begiinstigt wi ^^^ 

die Operation der Castration keine Verletzunff der 0»g 



e 



\U 



tf / 



V 



. * 






rt 

V 



*-'' 







\^ 



\ 



f 



i 



r 
t 



^ A 



/ ^^ 



\ 



\ 



V 



/ 



- ^^ 



^elch 



^en 



\ 



u 



"^"istl 



"Deii 



z 




•'ass 



s 



<le 



5 



^S 



e 






V 



>e 



n 



^Hitn? 



\ 



tii 



r 



h 



) 



iirk 



di 



e 



\v 



d 



e 



enfe 



]^ 



a 






' 1 



^Tf. ■ — 







lit 

11 '^ 



lis 

11' 

es 

r- 



lai'? 

F 

lcl» 



367 



If r 



^^lehe 



>iei(v 



man diesen 



t 



nngunstigen Erfolg; ziizusch 



^^ seyn moehte, nothwendig macht 



§;en 



*^ir gehen mm zur Aufzahlungder einzeliicn Ersclieinun- 
*^nd Zeiclien liber, welche sich nach der natiirlichen oder 
*^^tliclien Bestaubuno- mit dem efgeiien Pollen an den Bin- 



'ich 



Dai 

seh 



CTel 



->^ 



leiclit: indem auf den allermeisten Blumen die Stel- 

> 

§^ der Befruchtunjrstheile von Natur so einfferiditet isL 



•ss 



*le 



5 ^ie schon bemerkt worden, die Stanbbentel vermittelst 



^^^'ibtaden haufig' in langer danernder stetiger Beriihrung 
^er Narbe ^£i;ba|i'en (So 304 nnd 340); woraus es sich ver- 
"^*i lasst, dass hiedurch ziigleich eine polarische Span- 
^ ^^d ein Kreis entsteht, wodnrcli eine Stromung; von den 



j.^ '^^hen zu den weiblichen Org*anen bewirkt wird: 



und 



11 






^^^h bei der natnrlichen Bestawbung- eine vollkommenere 



v«Ilsta 



e 



(als bei der kiinstlidien Bestaubnng), nnd 

Da dieses Ver- 



j.,, ^^^nale Befruchtung erfoigt (S. 332). 

"iss bei der kiinstlidien Bestanbiing nicht herzustellen 
I > (Worin vielleieht audi ein Grund der geringer^ ^ — -^-^ 



lart 






eitde 



) 



Mangel einigermaassen dadurch zu ersetzen, dass wir, 









^»*zug gestattete, statt den Pollen mit dem Pinsel aufzu- 






5 die staubenden Antheren sanft auf die Narben an- 
6n, wodurch sie haufig an diesen vermittelst der Nar- 



euchtigkeit anklebten, und dadurch in langerem Contact 
h„ "®r Narbe p-eblieben sind. Da indessen bei manchen 



> *i2en der erwahnte Contact nur voriibergehend ist, wie z. B. 



^e 






idet 



.Mai 

wie bei alien Dicbogamen : und dennoch in der 



u '^ ^'ne norraale und voUstandiffe Befi 

^^ all 



so 



ie stetige Beriihrung der Befruchtungsorgane nicht 

^u Pflanzen eine nothwendige Bedingnng zur vollkom- 

jjj^ ^ Frucht- und Samenerzengnng zu seyn : und daher bei 



= - f 



/ 



9 



i 






«> 



i » 




I 




. i 
'1 



J % 

t 

i 



\ 



1 

1 ' 




V 



!1 



fi 
t 



'i-- 



If* 



r 

■! 



36B 

die conceptionsf^hige Naibe hiezu hinzureichen : ^^^ 
auch der Erfolg nach der kiinstlicheu Bestaubung mi* "*^ 



Pollen in vielen Fallen beweist. 



eiS 



cii«» 



Art; wenn daher die Navbe ihre eonceptionsfahigp AusW 
fiir die Aufnahme fremden Pollens nocli nicht vollig ^ c 



1 



hat: so erhalt sich doch die Kraft des eigenen'Pol'^"^^J 
derselben ofters so langCj bis dieselbe gehorig entwick^ ^^ 
da im Gegentheil der fremde unwirksam bleibt. Haung 
aber auch beobachtet, dass in einem solchen Zustan 
Ncirbe, wenn nainlich ihre Entwickelung noch zu weu ^ 
ist, die kijnstliehe Bestaubung mit dem eigenen Poll^*^ 
Erfolg bleibt, und der Pollen verdirbt, noch ehe die to 
tionsfiihigkeit der Narbe eingetreten ist. Um die Schw» 
keit des Gelangens des Pollens auf die Narbe znr Befr"^ * 
bei dem ungiinstigen Bau der Blumen bei mehreren * ^ ^^ 
zu beseitigeuj und die Behauptung zu unterstiitzen da 
Blumenstaub nicht immer nothwendig mit der Narb 
fruchtung der Eychen) in Beriihrung komme^ wurde »-- jj 
reren Naturforschern, wie von Aug. W 



C.ar »' 



IT) 



el> 



) u, a. eine aura seminalis^ eine betruchtend^ 

Das H»f' 

des Pollens auf der Naibe, so wie die Veistaubung o { 
lens wild aber durch verschiedene Umstande sehr ei 



Pollen- oder Geruchsatmosphare angenommen. 



■leicli 



clit be- 



* 



und begiinstigt , welche , wie es uns scheint , hiebei i« ., 
achtet worden sind; hieher gehort vorziiglich seine a" „ 



usse 

allerojeis 



deutliche Feinheit und Leichtigkeit bei A 
Pflanzen, diezurBefruchtnngzureichende sehrgeriiig^ 



Men? 



<f& 



desselben, das Feuchtseyn der conceptionsfahigen Na' 



iifl 



d 



htlg 



keit 



W 






Oder mit dem Pinsel a 



oder vermittelst einer Anthere, 
reife Narbe gebracht worden ist: so ist derselb 
zer Zeit, ja ofters schon in einer haiben M 
Ntcotiana, Datura, Ribes, Oenothera, (bei ^ 
Malvaceen dauert diess langer.) uicht melir rel 



ttf 







gan^: 



P 



ku'" 



Ae» 



bzust» 



ei 



Sell) 



b 



eide 



So 



ve 



e 



«ei„ 
«cl)ei 



I 



visei 



Stp 



ns 



^Uch 






d 



ej 



ers 



Vs 



) 



^est 



e 



%1 
I) 



b 



'5 3 



eii 




is 



en 




d 



ev 



^em 







t' 






r^ 






neii 



(1 



ist; 



I 



\cer 
def 

ften 



te 



be- 

roi" 

teH 



s 



n^^ 



uu 



d 



di" 






I 



de" 



369 



tWaj 



^ ajjch Aug. Wiegmann (8») bestaHo-t): indem sich der- 

Sail ^D ^ / 

*6 tlermaassen aiif der Narbe festsezt, dass eine iniiige, anf 
^ Senseitiger Anzielmng beruhende, Vereinigung' zwischen 



b 



elde 



So 



" anzunehmen ist (S. 323). Wahrend dieses geschieht, 
^^fandert in den meisten Fallen der Pollen auf der Narbe 
"^^ Gestalt, qnilit auf, und wird bei einigen Pflanzen durch- 
^^'"end. Im vveiteren Verlauf werden die Pollenkijgelchen 



"ach 

■Vis 



'^nd nach kleiner: indem sich deren fliissiger Inhalt all- 
%-, seltener explosiv (S. 311), entleert; was auch in der 



Stp 



^iden Narbenfeuchtigkeit , vvelcbe die Pollenkorner mei- 



ns 



^uch Ko 



^^nigibt 5 niclit anders g;eschehen kann. 



Hiemit stimmen 



H^ 



olreuters Beobachtungen (^*) iiberein. Bei wenig 



j. ^^'^tragenem Pollen ^ oder gewolinlich audi bei der natiir- 
, ^^ Bestaubung'5 verlieren sich die Pollenkorner, beson- 



'^•s abe 



'^k 



r die kleineren, z. B. von Nicotiana^ Mimulus^ Lych- 



^e^te 



5 auf der Narbe nach und nach: so dass deren Ueber- 



*it dem blossen Augre kaum mehr aufzufinden sind. 
*^^e Volumensabnahme der Pollenkorner auf den Narben 

lang. 



ft. A 

^^%^ bei der einen Art schneller, bei der anderen 
Q..^^> je nach der Verschiedenheit ihres Baues und ihrer 
-, , ^^e. Bei den Malvaceen und MirahilU bemerkten wir eine 
|j. '^ngsaine Verminderung derselben , namlich erst in 24 

^^ Stunden, bei den Caryophylleen in 8 bis 10 Stunden, 



b 

e 



eiiv^ 



% 



\ 



«nfl 



•• 



^cotiana , Datura , Ribes in einer bis anderthalb Stun- 
iJiese Veranderung hangt vorziiglich auch von ausseren 



'Na 



^^ssen 



der Sonnenwarme und Trockenheit der Luft ab : 



J *^s man bei wenigem und feinem Pollen zuweilen nach 
|.. ^ ^ 5 ofters aber erst nach 24 Stunden und noch spater, 
u **«lfe des Vergrosserungsglases nur noch leere missfar- 
^ '^autchen oder Flockchea auf der aufgequollenen Narbe 

z. B. hei Datura, Nicofiana, Fuchsia , Verhascum. 



Mv 




ifft, 

^J^so b 



eschreibt es auch Kolreuter ( 



85 



). 



i 



^^^ 



^^hrend dieser Volumensverminderung des Pollens auf 



all- 



gg ^""be entfarbt er sich bei einigen Pflanzen ganzlich ; a 
' ^'*i verandert der rein gelbe Pollen seine Farbe in eine 




asse 



Os 



AH»S 



'^"d unreine; bei andern nimrat er eine andere, raeistens 



*^R, Befruchdnig der GewScUse. 



24 



II 



r 



* X 




f 



% 



I 



H 



T 



V 



4 

t 



* » 



» 




r 



1 



4- 




i 



M 



1 I 





t^ 




* 



% 



!» 



r 



370 



schmutzige, Farhe an, z, B. der orangefarUge des ^^'*^"'^, j^^ 
thapsiforme , phoemceum ii, s. w. wird zuerst blass-roi" 
gelb unci endlich braun : der hlaulirJi-graue einig^i' 



des Dianthus^ z. B, Cartlmsianoriim^ deltoides^ schmwtzig; 



graulieli : 



Nicotiana Langsdorfi 









iiii 



d 



die 



tunia phoenicea dunkel-indigo-hlau, und farbt die ganze 
endlich schwarzlich-braun. Den Pollen der NicoHfi^^ 
dorfii haben wir auf der Narbe der Nicotiana rusticf^ 
paniculata znweilen ins Rothliche iibergehen sehenj ^^" 
Masse des aufgetragenen Pollens nicht zu gross ti" 
Menge der ISarbenfeuchtigkeit unbedeutend war. Der » 
mehrerer Malvaceen ^ z. B. von Hibiscus Trionurn j ^^ ,, 
mauritiana^ wird auf derNarbe anfanglich transparent, w" 



345) 



^ 



Narbe 



jedoch iiicbt statt. 



diese nicht in den M 



h^ 



ziehung (S. 323) getrefen ist. 



Nach der Versdiiedenbeit der Gestalt und Au 
Narbe erieidet dieselbe in Folsre der Bestaubung 



sdebn""'' 

Bei 



einwirkenden Pollens verscliiedenartige Veranderungeii' 
jeder Form derselben aber scheint anfanglich eine % 



n^ 



e 



^ 

Ausdehnung oder 



Ansehwellung 



derselben stattz 



welche bei der einen Art mehr, bei der anderen 
siehtbar wird : am deutlichsten haben wir diess bei den 



vrenig^ 



ef 



m 



Nicotiana, Fuchstai . 



tura, Ribes, zu bemerken geglaubt; weniger sic 



htbaf 



diese Vergrosserung bei wolligen Narben, oder 
Griffeln, wie bei den Caryophylleen, Grasern n. a.; 
formigen Narben , wie bei den Malvaceen , erfolgt 



beha^'" 



ten 



bei 



ha^'" 



s 



tatt 



Verl 



g 



o 



Bei lan^' 



die- 

rei^ 



Verzug der Bestaubung entstehen auf der Narbe ^ 



Wai 






5' Iji 

Mimulus, Digitalis, Lobelia, Fuchsia, und bei den vvo 



-Narben verlangerte und vermehrte Haare (S. 228). 



A 



de" 



kurze 



sie vvir 



dim 



Gege" 







I 



*» 



•"ala 

liaft 

die 

Oh 
die 



e 



d 



eso 



selb 



Wei 
thu 



d 



c 



d 



e>s 



*»iebl 
Hei 



51) 



er 







va 



fi 



'Ucl 



«»itl 
foil 






r 






d 



er 



?. 

^ 



m 

nt 



Hat 



h 



le 



^i 



e 







cnfi> 



ic 



■h' 



r 



te" 



'fif 



tifl 



a 



die 
die 

mi* 



det 

An- 



il n^ 
des 




de"' 
op''' 

si 



J 



r 



ten 



di^' 
reii" 

efl' 



dc 



lie' 



il 



371 

r 

^■nieiner, (mit einiger Verkurzung der Griffel,) ihre leb- 
^rte Farbe nimmt ab, und verandert sich in eine schmntzige: 

"^ Secretion von Feuchtigkeit, oder feuehtem Dunst auf ihrer 
"'^erflacl 



« 
* 



d 



N 



le vermindert sich, und verschwindet zulezt ganzlicli : 



In 



^^oi'ganisirt (S. 19, 2*J0), sclirumpft ein und verdirbt. Zu der- 
^n Zeit gelien an den Griflfeln und Narben vieler Pflanzen 
6r Lage und Stellung derselben Veranderungen vor, 



selh 



d 



^elch 



e in den meisten Fallen bios eine 



Wachs 



"Misdirection anzuzeigen scheinen : indem nun in dem Innern 

* I'uchtknotens eine veranderte A«,iuiiLuiig uto ui.«w..^ 
60S beginnt; in andern aber einen veranderten Zustand der 



Richtung des BildunsfS- 



a 



«'2ba 



In diesem Zeitpunkt konnfen wir 



- - 

^'' vermittelst des Vergrosserungsglases an und in dem 







Van' 



'"m selbst noch keine, durch die Einwirkung des Be- 



Wirkun 



e«itl 



^ewohnlich sind 



1 



A 



^6't ; deun die Staubgefasse fangen meistens vor der Co- 
** an zu schwinden , woraus zugleich ersichtlich ist, dass 






W 



beiden in Beziehung ihres 



^'lens kein so unmittelbares ist, als mehrere Botaniker 



(s. Corolle, S. 62) 



. I^as Leben der Staubgefasse hangt iiberhaupt zuerst Von 
^'' Reife Apk Pnllpns ab -. dann bestimnit der Oft ihrer Insertion 



i 

7. 



I 



^it ihr 



<J»e individuelle Gleichzeitigkeit oder Ungleichzeitigkeit 
ntwickelung der iibrigen Blumentheile grosstentheils die 
er Dauer. Die Staubfaden schwinden gleich nach der 
'''^leerunpr der Antheren ; sie erleiden in ihrer Substanz eine 
^ *erderben hindeutende Veranderung in einem Zeitpunkte, 



'6 Corolle ofters ihren vollen Vigor noch nicht erreicht 
' Selbst, wenn jene auf dieser haften. Die Staubgefasse 
^•^ daher ihr Leben in den meisten Fallen vor dem der Co- 



piah 

toll 

j^. ~i una in 

^Staubfaden nehmen ihr Verderben nicht vom Ovarium aus, 

'^^ie Corolle; sondern durchs Verstauben: daher ihr Ab- 



mer vor der wirklichen Befruchtung vollendet 




6n 



nd Verderben , wenn 



Corolle 



r . ' 



u 



« 




» 9 



m 





Sf 




i 



I 



i\ 



1 



II 



?1 



"s 






1- 





^ w 



f\ 



t 






, F 



1 



r 



t 



372 



zusammentrifft, nur ein entferntes Zeicheii der vollbracht 

( 

Befriichtimg ist. 



Einv^' 



\ 



kung (les Pollens nach der kiinstlichen Bestaubung 



Be 



fruchtung ist das Verderben der Narbe zu rechnen (S. 3l''^' 
welches bei einigen Narben sogleich mit der Beriihrnng "^ 
Pollens eintritt, z. B. bei Mimulus (S. 290), bei anderen abe|* 
spater erfolgt: wesswegen Schelver (86) und Henschel ( 
dem Pollen eine giftahnliche Wirkung auf die Narbe ^o^ 
schrieben haben. Eine unmittelbare Folgre dieser Desorg»" 
sation der Narbe ist bei den meisten Pflanzen das stillsteb^" 



e 



ae 



Wachsth 



wie z 



,B. des M«* 
CM»i, der Lychnis, Fuchsia: welch leztere Erscheinnnff beso" 



ganz 



Waehsthum der 



8till schon entwickelt ist, und die Narbe mit potentem 



>ar wird, wenn vor dem been 

das Conceptionsvermogen >«'* 

Po 



dig 
Fi 



(S. 17, Vers. 2) ; wir sahen diess bei Yerha^^ 



0j 



Fuchsia , 



M 



z. 



8 



Fuchsia glohosa sind die Griffel beim Aufschliessen der Bl>"" 
9'" bis 10'" lang, und erreichen nach vier bis fiinf Tagen i" 
normale Lange von 14"' bis 17'"; wenn nun eine sole' 
Narbe 24 bis 30 Stunden nach dem Oeffnen der Blum® ^' 
dem eigenen Pollen bestaubt wird: so erreicht der Gri" 
einer solchen conceptionsfahigen Blnme nur eine Lang^ ^ 
11'" bis 12'". Die Verhinderung der Verstaubung mit ki»*^*' 
gem (eigenem oder nahe verwandtem) Pollen hat iin ^®»t-. 

ho" 
tef 



theil bei diesen Griffeln eine Verlangerung derselben ubei* 
normale Lange zur Folge: wie wir diess Alles (S. 2lS) ® 
beriihrt haben. Diese beiderlei Erscheinimiren treten »" 

IVlalv^' 

el" 
Verbascum und anderen, mit derartio^en Griifelo ^ 

sehenen Pflanzen ein. 



SI — 

den gleichen Umstanden bei mehreren Caryophylleen 



ceen 



Diejenigen Stellen der Narben , welche bei der kiio^ 
chen Bestaubung zuerst von dem Pollen beriihrt worden 



tH 

nd 



warden aiich zuerst missfarbig und desorganisirt : diese 



derbniss verbreitet 






(S. 

Z 



m 



eit 



s 



"•lid 



UC 



lU 



I) 



en 



eine 



ilu'e 
^eit 

%k 



ac 



en 



Jen 



e 



bi 



lat 



a 



en 



A 



sp 



Vefi 
%i 

Sam 



fi 



•"Uc 



die 
^1r 



\ 




en. 



ir- 

el" 

) 



1 



e 



1- 

en 

ei 
lie 

lie 

it 

Fel 

■ti- 
ll' 
ie 

I" 



1"' 



> 



373 



lie 



»» Poll 



en niclit iinmittelbar 



i^'29l,297,Nr.5) 



der Nai 



Z 



eit 



end die Griffel meistens noch langere 



^e 



(bei manchen Gewaclisen noch mehrere Taffe,) 



<>iid 



Au 






arbe abwarts missfarbig warden, scliwinden und nach 
iiach absterben, z. B. hei Lobelia, Digitalis, Mimulus, 
, Verhascum^ Nicotiana u. a., zuweilen aber auch 

n ■ 

mit der Corolle abfallen. Dieses wachsende Verder- 



^hsia 



gleich 

^•^ der Griffel gehort jedoch bei den meisten Pflanzen schon 
^^^ spateren Periode der Befruchtungserseheinungen an. 
^ei vielen Gevvachsen und einzelnen Blumen eriaiigt die 



G 



]?J 



^roU 



arbe 



^5 wahrend diese eben erzahlten Veranderungen an der 



J (und manchen Giiffeln) sich zutragen, meistens noch 

^^^^ hoclisten Vigor ^ und nach bald kiirzerer, bald langerer 
^^ fangt dieselbe an, in manchen Fallen zuerst ihre Lebhaf- 
^^^^^ zu verlieren (s. Corolle, S. SI), bei einigen wie zum 

chlafe sich zu schliessen und nach und nach zu verder- 



^acht 



b 



en 



jeiie 
bi 



be! anderen aber unverdorben und frisch abzufall 
findet bfti dfin meisten Malvaceen, 



d 



A 



aceen, Caryophylleen, La- 
^*^^5 Leguminosen, Cruciaten u. s. w. statt: dieses bei 
^^ Myrtaceen, Rosaceen, Geranieen, Scrophularlneen, 
^P^rifolien, Personaten , Solanaceen, mehreren Primula- 

(in 

, ^^ Und einem grossen Theile anderer Gewachse. Die Zeit, 

/^^ilialb welcher diese Veranderungen an den Blumen, von 

j ^ Momente der Bestaubung an gerechnet, vor sich gehen, 

, ^^^I'scliieden, je nach der Natur der Pflanzen und der eigen- 

^'ichen Dauer ihrer Blumen, nach dem Entwickelungs- 

^^^ der einzelnen Blumen, besonders aber des Conceptions-' 

^ttiogens der JNarbe und der Ovarien, und nach der ver- 

^^edenen Einwirkung ausserer Umstande, wovon eine lang- 

^ere Oder schnellere, sparsamere oder voUstandigere Be- 



Mtuiig abhangt. 




w 



c 



Einfl 



H'ir 
Hi 



^rolle nur noch die bedeutende Verschiedenheit an, welche 
^n zwei verschiedenen Individuen des Dianthus superbus 

gleicher Zeit und gleich vveit geoffneten, CoroUea 



) Zu 



\ 



\ 



1 



4 



4 



■i ' 



W 




< 






H 



} 



i 



t ( 



I 



i ■ 



tte 



J 

+ 

I 



V 




LVt 



^ 



^ 



:i 



*l 



11 



! j 



374 



beobaclitet haben: wovon das eine Iiidividunra mit con 



tabes- 



cirten Staubgefassen und voUkommen entwickelten Na'^e 5 
das andere aber rait voilkommenen Antheren und noch kor^ ' 



beiindlichen und 



ffelii 



und Narben versehen war. Die Blumen der ersteren schlos 



sich in 10 bis 12 Stunden nach der kiinstlichen Besta 



\)\i4 



d 



andern Individiiums hingegen schlossen sich verschieden 



Friich*^ 

die Blumen ^f 

tliclij 



Warbe"' 



einige in 24 Stunden nach der Bestaubung, andere sp 
be! einigen verzogerte sich die Entwickelung der Griffel « 






Narben bis in den dritten Tag, worauf sich die Cofol'^ 
gleichfails in 24 Stunden nach der wiederholten Besta«b«>'» 
geschlossen haben. Hieriiber ist auch schon oben beim Sen ' 
und der Dauer der Blumen gehandelt worden. 

Wenn nun das Verderben derCoroUe nach derBestaubu h 



als ein ausseres Zeichen der 



htunff 



(S. 51,342) 



') 



so ti 



nit da^' 
Zeite" 



•J 

cin; bei einig^en iindetdas Schliessen un 



del 



jris 







in sehr kurzerZeit nach der Verstaubungstatt , z. B 
dichotomUy Moraea fugax^ Hydrocharis Spongia u, a. in 
Stunden: bei anderen verstreicht eine betrachtlich ^^"^ „ 

All'* 

Zeit. Bei Dianthus schliesst sich die Corolle nach einei* ^ 

standigen Entwickelung der Narbe und kraftigen Bestau 

Vnit eigenem Pollen fiiihestens in 10 bis 12 Stunden: bei ly^ 
nis vespertina m 12 bis 24 Stunden, ebenso bei 



i 



Malva 



Potentilla 



\ einigen Arten in 10, 



bei 






dern in 24 Stunden nach der Bestaubung unverdurben ab? 
Nicoiiana , Aquilegia und Delphinium in 3 bis 4 Tagen j 

srung erst in 5 bis 6 Tafren ; bei Fuchsia 



be> 



un 



Witt 



ii«J 



a 
a 



stimulus in unserem Klima in 3 Tagen • bei Canna ind^^^ 



iu 



Tag 



Auf die Abkiirzung der Zeit, in w'^ 



,elch^» 



diese 



derungeu an den Blumen vorgehen 



hat 



die 



E 



lilW 



Geo- 



di 



m 



le 



J 



Olid 



e 



b 






'^liid 



C 



01 



er 



od 

Bi 

«>"8t 
Itld 



e 



k 



ass 
ein 



ah 



& 



^H 



te 






c 



Hoc 



^ r 



J 





/ 



en? 

lelii 
en 

te 

eS 

ei'j 

ler* 

leii 




p., 
tef 

me 
11- 

ei 



fi- 



ei 



n 



a 
a 



in 
ef 



375 

If* 

*«iiv\ii.ku„g der Sonne den grossten Einfluss : indem sie im 

^Sentheil zur Nachtzeit nur sehr selten eintreten : obgleicli 

^^ 'lieser Zeit die innere Thatigkeit in den Pflanzen nicht ganz 



5 



le 



was sich wohl daraus abnehmen liisst , dass sicli rait 

^•^i anbrechenden Tageslicht nach langerer nachtlicher Pause 

im Inneren iuzwischen vorgegangenen, Vorbereitungeii 

'"^ ^eranderungen durchs Verderben oder Abfallen der Co- 

^'^'^e alsbald kiind geben (S. 51). Endlich haben wir noch be- 

^^^^t, dass das Leben der Blume nach der Sestaubung bei 

^•''igen Pflanzen von kiuzerer Dauer war, wenn die Karber 

^^01- niit dem eigenen Honigsafte benezt wurde : bei Delphi- 



*^iuni 






'»d einigen Arten von Digitalis (S. 3G0). 
t^as Verderben der CoroIIe und die Auflosung der Ver- 



od 

Bi 



I 

ng derselben mit dem Fruchtknoten geschieht durch 

" vitalen Act; indem die Gefasse und Zelien, welche die 

'^'olle mit dem Fruchtknoten verbunden haben, vertrocknen 






^'' sich auflosen, und zwar zu einer Zeit, ehe noch die 
'^'^enkrone durch den Druck des Ovariums und der, sich 
spater vergrossernden, Frucht verdrangt werden konnte : 



Messu 



^^^ hi dieser Periode an dem Fruchtknoten iiusserlich noch 
Hie Wachsthumsmetamorphose stattfindet, und nur an der 
^^trennten Insertionsstelle Desorganisation und Verderben 



k 



lb 



be 



'^erken ist. 



O 



tens 



111 diesem Zeitpunkte ist nur an dem unveranderten, fri- 
» Aussehen des Kelches, vorziiglich aber des Fruchtkno- 
' (denn in manchen Fallen schwindet auch der Kelch, wie 



I 



ei p 



assifl, 



Datura, Papaver 



,") das innere 



. "^^1 und die fortschreitende Vegetation des Ovariums zu er- 



eti 



"en. 



Bei manchen Pflanzen, z. B. Primula, Digitalis, 
J^^heint in dieser Periode der Griffel, wenigstens dessen un- 

dem Fruchtknoten inserirter, Theil, noch in einem 



h 



fer 



''^erdorbenen , eesunden Zustande, und erhiilt sich auch 
l'^^^ Ian 

^^^^^ifloren 
^^'It Oder iiberhaupt ins Verderben iibergeht; an den Biumen 



gere Zeit fr'sch, wie bei den Ericeen, My 



u. a. 



1 n a e m 



dieser erst spater vertrocknet, 






t| 




I' 




/ 



li 





*> 




f A 



i . 



4 



t 



i 

f 



376 



melirerer GewachsCj z. B. verschiedener Arten von Nicoii^^^ ' 



glei 



icliei' 



5) 



Salvia 



def 



des 



dies, meistens schon in zwei Tagen. Mit dieser Verschieo^ 



heit in der Lebensdauer der Griffel wird oline Zweifel a»' 



ch 



ein schnelleres oder langsameres Fortschreiten des 



Befru^'*' 



tungsstoffes in den Zufiihrungsgangen und zum Ovarium ^ 



bunden seyn. 



Je bestimmter und schneiler diese Veranderungen an 



der 



Blume der gleichen Art vor sich gehen/ desto vollstan 



dig'^»' 



und vollkommener erfolgt gevvohnlich auch die Befruchtn^c 
des Ovariums: was in der gleiclizeitigen vollkommenen ^^* 
bildung beider Befruchtungsthatigkeiten seinen Grund '* 
ben mag. 

Dieser Verlauf der Erscheinungen an den Bluinen ^^ 
der natiirlichen oder ki'instliciien Bestaubuno' und Befruclit^*^^ 



ch 



1 



t3 



SO wie der zugleich eingetretene Stillstand des Wac 



del' 



und der Entvvickelung der Corolle (s. S. IS 5 driller 
durch die Bestaubung der Narbe mit potentem Pollen bei 
friihzeitigen Griffeln^ Jassen voUends kaum einen Zweifel m^ 
iibrig, dass dieses Verderben oder Abfallen der CoroHe ^ 
dem Fruchtknoten ausgehe. 



Von diesem normalen Verlauf der Metamorphose 
Blume sind unsjedoch auch einige Abweichungen vorge 






men. 



Wir selien z. B. bei den Onagiarien nach dem Oefl" 



der Blume und der g-eschehenen Bestaubung der Narben 
Corolle docb noch fortwachsen und sieli vergrossern : 



di« 



Zweifel, weil die Befruchtung noch niclit erf olgt ist : J» 
bei ihnen die weibllchen Orgrane nach der Verstaubung " 



deifl 



VISCl 



iiicht vollig entwickelt sind; wenn gleich der 
der Narbe sich abzusondeni angefangen hatte. 



ide 



f 



( 



weise beobachteten wir an der Lychnis vespertina und Di(^^ 
barbato-japonicus a's seltenes Beispiel, dass sich die Co^ 
in einzelnen Blumen frisch und lebhaft erhaiten hat (S- 



Stoff ^^ 
Gleicl'^ 



obgi 

till 

Bl 



e 



a 



1> 



ui: 



eta 



(8.5 



du 



selb 
^eit 



Jib 



) 



er 



d 



e«i 



Pr 



J'UC 



IJlii 



g 



^elc 



an 



%s 



d 



as 



all 



er 



en 



^ll 



et 



Ui 



'"ab 



II 



Bl 



^eri 



rm 



a 



ti 



ge 



Mta 




r 



^i\i\ 



«i 



ff 



1) 



f 



r 



e 



Hi- 



I 






\ 



N 



\ 



bel- 
ch 
ef 

el' 

n- 

licb 

lcl>' 

ei" 



ef 
ei' 

tis- 



■5.) 

en 
oil 



er 
eii 

111 



r- 



lit? 



e. 



377 

sicli der Fruchtknoteii schon bedeutend vergrossert 

Im Gegentheil bemerkten wir, dass bei der Po/m- 

^finserina, argentea, reptans iind verna an bios castiirten 

•^'Oerij wie an kiinstlich, aber fruchtlos bestaubten, die 

^^^U rein und unverdorben naqh 10 bis 12 Stunden abfielen 
^^' 53). 



b 

^ 



Bl 



Hieher mochte auch noch der Fall der absoluten 



Sell) 



(S. 72) 



wobei die- 



X 



6 iiach verhinderter, oder iiberhaupt gar nicht stattfinden- 
^^ Bestaubung, aber nach langerer , 



gew 



ab 



d 



!- 



,^*^ dennoch abfallt oder verdirbt, die Conceptionsfahigkeit 
^^ geschwacbt wird , oder ganz verloren geht. 
Ob wir gleicb von diesen einzelnen Abweichungen von 
egelmassigen Gange der Veriinderungen der Bluraen und 



em 



I 



•ichtk 



ver- 



iJift 



Gs 



^^tt: so glauben wir doch , dass dadurch die Folgerungen, 
^^He wir aus den erzahlten Erscheinungen des normalen 

keinen Eintrag in Beziehung auf ihre 
i erleiden vverden. Wir seben daber 

der Corolle, welches bei dem 



^•^ges Ziehen koi 
^^i'sioloffische W 



d 



Abf 



^^gi*ossten Theile der Gewachse sowohl nach dem natiirli- 

. ^'^ als kiinstlichen Bestauben der Narbe mit dera efgenen 

^^^^n eintritt, als eines der ersten sicberen , ausseren Zei- 

j ^'» der Befrucbtimg des Ovariums an: indem wir Grund 

^^^^i anzunehmen, dass mit der Abnahme des Vigors der 

'^e, aer Alteration ihres Geruchs und der Temperatur- 

^fanderuno- in der Blume die Befruchtung des Ovariums be- 

^iiiu 



^j mit dem Abfallen und Verderben der Blume aber der 

I 

tliche Moment derselben voriiber sey. Denn selbst in 
,^^ oben angefiihrten Falle, wo wir an Blumen der Lychnis. 






Nicotiana rusiica C 



de 



'S^^eit S. 246) und Mimulus cardinalis (S. 292) 
^^fallener Corolle das Ovarium durch kiinstliche 



N 



1 ^ehr geriug und unvollkommen. Wii 



S 



etnerkt 



Ve.. 



dass fb 



vollkoramen entwickeltem Conceptions- 



•» 



gen) 



^ 

i 

J I 



J ■ 



t , 



1 



I 



t 




\ 



'¥ 



\ \ 






■\ 



I 

■ 
1 



i! 



I 



I'l 



Vt\ 



J- 



% 



378 



fruheren Verdeiben oder Abfallen der Corolle audi eine 



vo 



II' 
bl 



a 



kommenere Befruchtung erfolgt , und eine grossere An^* 
von guten Samen erzeugt wild, als bei einem langsame" ' 
verspateten Veilauf jener Veranderungen derBIuinen C^-^'^^^] 
was sich besondeis bei der unvollkommenen und der Basta^ 
befruchtung iioch deutlicher herausstellt. , 

Zu den Umstandenj welche die erstenBefrucIitungserscn 



gen 



Narbe 



[lusgeh 

(S. 376) und abvvarts zura Fruchtknoten fortschreitende, 
derben des Grifieis zu rechnen, wobei sein frisches Ausse 
sich nach und nach verliert, sein Utnfang schwindet, m^nc 
sich verkiirzt, (z. B. der von Fuchsia coccineanm 1 bis Ij'^'"' 



Vei" 

be" 

bef 



MatfS um mehrere Linien,) 



bfallt' 



Einige andere GrifFel hingegen , welche in die Frucht i^^^^' 



Nigella 



bleibe" 



CS 



Da nun 



Ve 



an 



Blumen und ihren Theilen sich nach der Bestaubung 
ben mit eiVenem oder ncahe verwandtem Pollen reg 
succediren^ und nur hochst seltene Ausiiahmen eintreten; 



del 



bei 



def 



verhinderter Bestaubung aber nicht die gleichen Erschei"^^^ 
gen und nur ein Theil derselben (namlich das V'erderben 
ganzeii Blumen) erst nach bedeutend langerer Zeit ein**' [ 
so miissen wir dieselben der stetigen Einwirkung des 



P 



zuschreiben; sie konnen uns daher vorlaufig als Masss 



tab 



htung 



dienen fiir die Zeit, innerhalb welcher die B 
Ovariums geschieht, oder in welcher Zeit der 
stoff zu Aen Eychen gelangt: Fragen, welche sich s^ 



ho"* 



KoLREUTER gestellt zu haben scheint: indem er angibt ( 



g9) 



1 



Jal 



gsstofF bei Hibiscus 



Mi 



rbeste'^ 



Ovarium gelange. Wir 
Abhandlung einen Grunj 
gabe stiizt. 



,. Stelle sei 



ioef 



angefiihi 



worauf er diese 



A" 



^^^m 



^11 



V 



e 



ei'd 






a 



cc 



Stid 



e 



ir 






tliii 



Uftl 



^ves 



e 






r 







)dl 

Mlb 

ieigtl 
Hi 

^ei'dl 



c 



erv 



t| 



d 



efe 



Hss 



«cbe 






i 



s 



er 



n 



^ 
Hr 

^n 



1 





■7 





1 





a 



11- 
bl 



un 



6} 



liei' 
be- 



n 



ei" 
bef 

ei" 
be" 



de" 

bei 

0- 

dC 
itt : 

tab 

ga- 
llon 

Iten' 
a^ 



n 






379 



V 







*n unseren frulieren Abliandliingen iiber diesen Geg^en- 

"^•^ haben wir theils in der Abnahme des Volumens der 
Henk 



orner auf der Narbe (^^) 



^'■^erben der Narbe ( ^M , theils in dera Zeitraum der fehl- 



^genden Befrucljtung niit dem eigenen Pollen bei der 



dafiir 



zu 



cessiv-) gemischten Bestiiubiing ( ^2) Griinde 
^ " geglaubt , dass bei einigen Pflanzen der Befruchtungs- 






liurzestens 90 Minuten , bei andern bis auf 24 und 



He 



^ y ■ . 

um zu den Eychen zugelangen: je nach der Eigen- 
Jchkelt der Pflanzen und dem Daseyu oder der Ab- 
^^^Uieit ausserer begiinstigender Umstande. 



«ie 



W 



1) 



>. ^ollenkorner auf der Narbe auch ohne Resorption des 

^^^'"chtungsstofFes durch die Narbe geschehen kann : dass 

die Desoraanisation und das Verderben der Narbe nur ihre 



Q 

% 



^ej 



^^^•^rachte Funktion und das Erloschen ihrer Thiitigkeit an- 
,^*- und endlich 3) dass das Fehlsclilagen der Bestaubung 

dem eigenen Pollen bei der gemi 
*cher bei der Bastardbefruchtung 



fruchtung^ ( 



\ 



erv 



,) 



^^gebrachten , Veranderung in der Integritat der Zofiih- 
"^"isSgange bewirkt worden seyn kann, welche die Wirkung 
..^^ eigenen Pollens hindert, ohne dass die Ursache hievoii 
j *^^im Ovarium Ifegt: so erlangen wir die Ueberzeugung, 
« ^^ keiner der angegebenen Umstande die Ankunft des Be- 
^^'itungsstoffes bei i^n Eychen beweist, oder nur wahr- 

r; 



all 



(S. 376) 



^ 



Mcht 



^' Herbert ( ^ * ) bezweifelt die Richtigkeit der obigen An- 






Ve 



SG 



r 

^^ffels nach derBestaubnng nur alsZeichen der Sattigung 
i ^arbe, und nicht als Anze 

Ssstoffes in den Eychen betrachtet ; es kommt uns aber 



gen der Ankunft des 



<i 



vor 



d 



inwahrscheiulich *ui , ucoo mc »^.i«v^-.«v....... 

^'•^el noch zur Befruchtung taiiglichen Stoff enthalten sollten, 



\ 



**: 



t 
1 






w 



i\ 



\\ 



t 






t m 



-^< 




\f r\ 



■<F 



* 



k 



i 



h 



380 



dass sie selbst iioch die Fahigkeit zur Fortbeweg«»^ 



he- 



sitzen konnten, nachdem ihre Desorff-anisation en 



edetf 



eingetreten war, 



(94) 



bedarf der Befruchtung;'' 



stofF eine viel betrachtlichere Zeit, als wir annehmen 



um""' 



acli 



^ 



Ovarium zu gelangen : er gibt zvvar zu , dass dieselbe n 
den Pflanzen verschieden ist : jedoch glaubt er, dass sie i* 



immer einige Tage , und 



betrag 



TagC) 



def^ 



bei den Cucurbitaceen bediirfe es hiezu gewiss iiber 8 
und beim Nussbaume nocb viel mehr Zeit : toeil man hief 
Embryo erst eiliche Monate nach volhoqener Bestauhung v^ni^^" 



A 



angenommen zu haben , dass der Befruchtungsmoment 






demseiben 



Moment 



Ettib 
welche bei 



iiJ 



M 



mente aber, wie wir vveiter nnten sehen werden, wohl ^^ 
einander zu unterscheiden sind; ob man gleich nur als*'^''^ 
mit Bestimmtheit sagen kann , dass die Befrucbtung 
wirklich angeschlagen habe, wenn sich die erste 
Embryo in demseiben gezeigt hat. 



BieS 



Spur 



de^ 



Ein anderes Mittel, sich iiber die Bewegung des 



Be 



fruchtungsstoffes in den Narben und Griffein zu unterrich*^"' 



Hemimeris uriicifolia 



S 



> 



und von W. Herbert an Rhododendron (96) durch Abschnei^^ 
der Narbe und derGriffel zu verscliiedenen Zeiten und in ^^ 
schiedenen Langen vorgeschlagen. Gegen diese gewalts*"" 



(S 



keiten geaussert ; anderntheils wiirde auch das Resultat hi^^^ 
be! vielen Gewiichsen ungewiss und unbestimmt seyn: ^ 
die GriflFel und ihre Gefasse innerhaib des Fruchtknotens sK'^ 
in den Fruchthalter (Receptaculum)fortsetzenunddieser ^^f 



M 



der 



ffUC 



lit 



knoten. Bei manchen Gewiichsen wird auch der ZosaiB""^ 



G 



N 



fruhzeitig giinzlich getrennt, wie z. ^ 



bei 



''ini 



& 



V 



Urz 



Wei 



c 



felh 

ode 



a 



r 



»iicht| 



er 



Hich 
k 



en 



eh 



5 



e 



b 



apji 







\ 



<lie 

*ech 



\ 



an 



«e 



K 



Pt 



fa 







lis 




a 



^nd 



> 







\ 



es 












% 



be- 
dell 



nCfS 






a 



Ifast 

J' 

ge, 

def^ 
lief" 







ill 







an" 
ieS 



Be- 

il 

bt' 



e 



I 



nP 



381 






'S^n Caryophylleen in 48 bis langstens 5(5 Stiinden nach 

fiestaubung der Narbe (s. obeii Griffel , S. 2-23) ; der 

^zen Griffel vieler anderen Pflanzen nicht zu gedenkeit, 

Seine solche Operation an und fiir sich gar nicht zulassen. 






felh 
fide 



N 
aft 



iesen Untersiichungen scheint es nicht mehr zwei- 



K 
ku 



zu seyn , dass der Anstoss , welcher in dem Ovarium 
^ in den einzelnen Eychen diirch den Contact des Befrnch- 
^sstoffes, Oder den wirklichen Eintritt desselben durch die 

anderungen, 



, ^"t bloss im Ovaniim . sondcm aucli in den iibrijren Th 



•fen 
ehe 



to 

ume ist, vvelche in der Abnahme des Vigors und Ge- 
der Blume, ihres specifischen Warmegrades, demWel- 
' Verderben und Abfallen der Corolle n. s. w. bestehen : 
Hoch irgend eine Spur eines beginnenden Embryo sicht- 



'^r ist. 



aglich haben vvir noch zu bemerken , dass , gleich- 



le 



Pfl 



A 



/''^iduuin verschieden ist, auch das Zeitmass/ in welchem 

^ Befnichtung der Ovarien , von der Bestaubung an ge- 

, ^hjiet , vor sich geht, sehr verschieden seyn kann : wie v^ir 

'^^en Unterschied sehr deutlich bei den normal entwickelten 

^en , mitcontabescirten Antheren nnd fruhzeitigen Griffeln 

*^henen , Blumen wahrnehmen konnen : dieser Zeitranm 



St daher theils von dem Grade der Ausbildung des Con- 
- onsvermogens der weiblichen Organe, theils von der 



«e 



Pti 



. ^^^ des Pollens , und endlich auch von atmospharischenEin- 
^^^n ah. wpjchp. die Entwickelune: und Metamornhose der 



G 



ch 



se so haufig verzogern oder beschleunigen. 




^ine besondere Erwahnune: verdient auch das veranderte 
^ ^''Wieverhaltniss in den Blumen bei der Abnabme ihres Vigors 

"er beginnenden oder geschehenen Befruchtungzu einerZeit, 
,.^ ^'och k 

'^^^onde 



n 



«ond 



ren Capitel zu zeigen gesucht haben. Endlich tritt 
«m diese Zeit in den meisten Blumen , welche Nectar 



i 



f 



ti 




f 



4 




I 




^ 



n 



4 tf 




f 



^tt 



^)i! 



I 




382 



llkoW 



«<af 



cin; sle danert aber fort , wenn die Befrnchtung unvo 
men erfolgt ist, oder dieselbe {>;anz!ich verliindert word<^" 
(S.Dl, INr. 8). Nicht der gleiclie Fall ist es mit den Beweg""' 
gen , vvelche sicli an den Blumen und in ihren verschietJ^" 



Theilen urn die Zeit der Befnichtung- zeigen , wovon ^ 



dieje"'' 



Momente 



Iclie 



vofl 



der Reizbarkeit allein abhangen ; diejenigen aber fortda"^"* ' 

die mit dem VVachsthume der Frucht in Verbindunor stebe"' 

Auf vvelche Weise der Bef ruchtnngsstoff des Pollen^ 

darfil'^' 

En*' 

wel- 



der Narbe zum Ovarium und zu den Eychen gelange , 
liaben sich verschiedene Ansichten gebildet. Vor der 
deckung der Pollenseblauche hatte Kolreuter (9' ) die 



benfeuchtig-keit als das Vehikel angesehen , vermittelst 
cher der mannliche Befruchtunp-ssfoff yn i\pn Rvrlicn befo 



•t 



de. DieseAnsicht erbalt durcbdieZeichen derResor 



der Narbe einen 



kraft 
indem 



bei INacht von 



W 



igl;eit 



(S 



1 



jiach der Befrucbtung mit der Abnabme und der Desor^^"' 
tion und dem endlichen Verderben der Narbe sich \evm^"^ 
und endlich g-anz verschwindet. Nachdem nun durch die n^ 

der Pollenschlauclie ^^. 



n 



Yen Entdeckungen die Verlang-erung 

dem , auf der Narbe befindlicben , Pollenkorne an bis z«^ 

den is*' 



cropyledes Eies, bei einigen Pflaiizen nachgewiesen wor 



/9^) 



SO liaben einige Pflanzenpbysiologen undbesonders Amici 

hierauf gestiizt, die Meinung ansgesprochen : dassdieN^^' 
feuchtigkeit zum Tlieil ziir Bildung der PollenschlanchP^^ 



Tre 



< 



(S. 240) 
0), Dei 



I 



( 



) 



lOS 



der 
fen 

JSarl 
Befi 



) gezeigt haben , diese Art der Befruchtung 






<reM 



so scbeint die bier aufgestellte Meinung, t*"^^ 



imgsstoffes und selbst der Pollenseblauche diifcP 
gsgange des GriflFels und des Fruchthalters (Re^^^P 



1st 

die 



t»' 



culum) als Vehikel diene , ihren Werth 



i 



«io|o 

Hli 



er 



Weiii 
'lei- 



e 



1) 



di 



d 






Von 



d 



as 



Jib 



er 



Jiicht 



in 



e, 



Sof 



er 



exi 



»nen 



^eii 

itt 



^n 




-■% 




^ j^ 





oW' 



w 



fif 



gun- 

ien'' 



I 



er"' 



11 



« 



bet 



a!" 

7 el' 



w 



t 



def 



or)-''' 
ke>*J 

eu^' 

be"' 
vef' 

rof' 
die 
de^ 
di« 



e 



t»' 



«iol 



383 

^enn min aber, wie die vorhin genannten Pflanzenphj*- 

^S^n bewiesen haben , nicht bei aden Pflanzen Pollen- 

'auche angetrofFen werilen, nnd dentioch die Befruchtung 

Schwangernng der Eychen erfolgt : so muss noch eine 

^ere Vermittelnng der Uebeiiieferung des Befruchtungs- 

^^^s an die Evchen stattfindeii. Es scheint uns diess urn so 

. "'ger elnem Zweifel zu imterliegen , als z. B. selbst bei 

^"^ Caryophylleen die PoJlenschlaudie von der Ausraiinduno^ 



din 



2i 

Mi 

IS 



o'e des Samenlialters nicht unmittelbar an 
iRrn zuvor durcli die. zwisclien dieser und 



r 



«teht 



imenhalter befindlichen , zwar sehr diinnen Schichte 
euchtigkeit durchsetzend iibergehen ; denndieMicropyle 



J i» dem iunp:fiaulichen Eie vom Samenhalter ab : indem 
^nlieeren der Microovle am ReeeDtaeuliim hindert. Dass 



d 



^1 ^^^P^^^B 

'•^ Verhaltniss znm Eychen noch sehr lanj^e Samenstran* 






^ierin noch Manches aufzaklaren ist 
6rst aufmerksam machen zn diirfen. 






Als kiinstliches Vehikel fiir den Befruchtungsstoff haben 
^chon oben den Nectar (S. 360) und die fliissigen feiten 
' 2- B. Magsamen - und Mandelol (S.271), kennen gelernt, 
, '^fern sie von der Narbe aufgenommen werden, und mit 
K^'" ^aibenfeiichtigkeit bestimmter Pflanzen in chemischer 
^^*ehung sich vermischen. Kolreuter ist auch hierin der 



V 



itip 



n 



anger gewesen (*^*); sein 
•^lit den unsrigen iiberein. 



Wexschel ( ^ ^^ ) behauptet gegen die KoLREUTER'schen Ver- 
.,, ^5 dass es gewiss scheine, dass nicht der Pollen, sondern 

^ '^idelols Pflanzen mit fremdem Pollen in der Art befruchtet 
V ^aben , dass die erhaltenen Samen den reinen Typus der 
. *e»*pflanze geliefert batten ; welche wir aber fiir tauschenrfe 



^J** das aufgetragene Oel die Befruchtnng bewirkt habe, 

^6r Pollen in Oelen unaufloslich sey; in spateren Ver- 

6n (io6\ vermeinte er im Gegentheil vermittelst des 



k 



r 



^^ der Fol£:e die Beweise werden j^eliefert werden. 
"^it Kolreuter konnen wir iibrieens darin nicht ein^ 



-^ 



4 






I ■; 



'■} 






■1 



i i 

» ■ 




r 



11 
II 



1 



\ ■ 



^ 




X - J 



fi 



1 



t 



f^ 



/ 



384 



dass er der Narbenfeuchtlgkeit zu allgemein ^'"^^ Ueich 

nit llPllpO'f • fin «it> nanh iitioQvon Vorcnrllfitl 01^' - I '^h 



den seyn, 

olige Naturmit beilegt : da sie nach unseren Versuchen in<^'^ 



eiive harzige oder ziickerartigschleimige Beschaffenheit 



it hat (^ 



•i37) , indein das Oel von einigen Narben leicht un 
eingesogen , von anderen aber nicht aufo'enommen wii'"5 



d sch"^ 



11 



t> 



B. 



von denen dei'Malvaceenj Giaser, mehrerer Caryophyll^^"' 
ist nun die Fiage , ob das Oel nur den Durchgang ^^^ 
fruebtungsstofifes durch die Naibe und die Zufiihrungsg^"^ 



der Griffel und des Frucbtbalters nicht hindere : oder o^ 



daJ 



Oel mit dem Befruchtunffssloflfe in dieEychen eindringe. 

Ovariuff''' 



reuter( *o7) schliesst aus der dunkleren Farbe des 
dass das Oel wirklich in dasseibe eingedrungen sey: 



in 



(|ei» 



er zugleich als Thatsache anfuhrt, dass sowolil die Nat ^^ 
feuchtigkeit, als besonders dermannlicheBefruchtungssto'* 

jedem andern Oele, es sey audi , was es fiir eines woU^? 
innigste und gleichforiuigste sicli vermischen lasse. Ueb^S 



it 



ell* 



ist nocli zu bemerken. dass Kolreuter schon friiherbeobacB 

dass der mit verschiedeuen sowohl natiirlicn^' 



( 



108 



), 



di" 



kunstlichen Oelen verinischte Befruchtungsstoff (des 
Trionum^, ob er gleich nebst jenen bis in den Eierstock """ ^ 
die Samenblasehen selbst ungehindert eingedrungen war? ^ 

befruchtende Kraft g:anzlich verloren hatte. ,„. 

fife! ^^* 



Wir haben zvpar das Eindringen des Oels im Gri 



\ 



Mimulus und der Nicotiana tief hinunter verfoJgen ^^^ 
mochten aber doch bierans noch keinen sicheren Schli'S* 
das Gelangen des Oels in Verbindung mit dem Befn 



nfflj 



JlH 



{ 



,chti»"^^' 



be" 



stofF bis in die Eychen griinden, Indessen diirften die von 
erhaltenen Resultate fiir die leztere Annahme sprechen. 
21 castrirten Blumen des Mimulus cardinalis , deren ?*^'| ^ 
rait Mandelol betupft und. nach einer Stunde mit dem ^'^^^ 
nen Pollen bestiiubt worden waren , (indem in dieser Z^it ^^ 
Oel nicht nur die ganze Narbe durchdrungen , sonder" 
schon tief in den Griffel hinabgezogen hatte,) kamen 15 f'^*^ 
mit den Samen zur normalen Vollkommenheit : 6 aber bh^ 
taub und sezten weder Friichte noch guten Samen an : " 
Gegentheil von 18 mit MorphiumSl versehenen Pistil'^" 




^1. 



k 



ti ^0 



Mh 



ist 



^i 



Hiit 
»hi 



esei 



^er p 



P'' '%n 






oc 



511 



is 
a 



ev 



Hi 



V 



di 



"es 






% 



h 



k 



on 






I 






e 



s 



\ 



^; 



•^H 



r 



/ 




y 



I 



s 






,t 




;liiie 



11 



l 



n 

:S 






ffifl 



it 



aW 



fs 



If 



a 



i 

In 
s 






ideS 



s 



aH 



{ 



■ 



r 



Sere' 



sic 



li 



c 







385. 

|,^^nem Eindi'ingen des Oels nur 2 uiivollkommene kleine 
^^^ nnd taube Samen, von denen mit Strychniml be- 



stii 



ich 



K^ *^nen aber gar keine Frucht erhalten worden war. 






P' k 



J ^ 6s nun nocli erlaubt ist , die Analogic der Vermischung 
^ tjiieiischen Sperma mit dem Wasser bei den Froschen (^ **»), 
. '* <^Je ungeschraalerte Befruehtung des Laichs verbunden 
^ 5 hieliep zu ziehen : so diirfte man kaum anstehen, dem Oele 
^^Ibe Wiikunff auf den Pollen und den Befrnchtunsfsstoff 



ndei» 




^flanz( 
^« Sam 



Wasser 



en. 



I 



s Wasser ist nur ein unvollkommenes Vehikel fiir den 

^chtungsstoff vieler Pflanzen; derm die Feuchtigkeit ist 

""Hen schiidlich und der Befruchtune: un^iinstis; rS. 148, 



%: 



ch 



diess 



( 



Da 



to 



e Inhalt des Pollens von verschiedener Na- 



^. "^ (S. 152) : so ist das Wasser nicht bei alien Pflanzen 
. absolutes Hinderniss zn ihrer Befruchtung: indem nicht 
'"•Poll 

\ A 

w '^^^ Pollen der verschiedenen Arten von Pinus 
hA '^^"JB""^^" \on Datura Stramonium^ Nicotiana 



en diirch dasselbe alterirt wird , wie wir diess z. B. 



% 



ih 



Wasser 



J. -re Ovarien dennoch befruchten sehen : jedoeh waren 
b ^^men viel weniger zahlreicli^ und mit vielen abortirten 
^ali ^^ ^ermischt; wir vermutben daber, dass sich in diesen 
A ^^ der Befrnchtnnpsstoff dem Wasser durch die Soalten 



V ^^ifen Antheren mitffetheilt hat, nnd auf diese Art auf die 
^^ gelangt ist. Auf ahnliche Weise geht hochst wahr- 






ch 



Wasserpli 



'mers einiger Najaden vor sich. 

^'^s diesen Verhaltnissen undUmstanden scheintuns noch 
"tlich 



^ '^her hervorzugehen 5 dass der Blumenstaub immer noth- 
^ *S mit der Narbe in Beriihrung kommen muss, wenn 
h\ ^^^^*<^he Befruchtung der Eyeben stattfinden soUe: und 
%tt "^*' die Annabme einer Aura seminalis ^ oder gasfSr- 
5(jl ^^Hissigkeit oder Geruchsatmosphare des Pollens (S, 
uJ^^ ^inrichtig nnd unzureicbend an, diese Erscheinungeh 



'aht 



'^'^ I Befruchtung der Gewnclise. 



25 



V 



^ 



V. 




t«l<i 



\ 



I 



1 






I 



* ^ 



'/ 




/ 



*IF 



I ^ 



D'l 



I 



380 



zu erklaren. Es sind bei dieser Hypothese die physic 



aliscl>«" 



Eigenschaften des Pollens, besoriders aber seine, 



bei 



den 



ineisten Pflanzen vorhandene, ungemeine Feinheit 



Leicl't'^' 



keit und Vertheilbarkeitjunddie, zurBefruchtungzureicb^" 
geringe Menge desselben (S. 343) ganz ausser Acht g 
Tvozu noch die eigenthiimlicheAnziehungskraft dei'Narb* ^ 
Pollen kommt (S. 369), welche auch von Aug. Wiegmann ( 



de 



J 



elasse"' 

) 



I 



hein^^ 



(tS' 



aiierkannt wird. 

Die im Vorhergehenden erzahltenErscheinungen sc 
sclion fiir sich den Beweis zu liefern, dass der Befruchtu » 
stoff nicht bei alien Pflanzen in demselben Zeitraume ^^ 
Eychen gelange, sondern dass dieses bei eini^en Ge^ac 
schneller, bei einigen langsamererfolge. Amsichersteniw*^ . 
diess durch die inicroscopisch-anatomische Untersuchung 
Verfolgung des Pollenschlauches von der Narbe an W^ 
Endostom des Embryosackes^ wenigstens bei denen PA^" . 
zu ermitteln seyn. bei welchen eine unmiltelbare Befrw^'^ 
durch denselben geschieht. So versichert Ch. Mobben <, 



dass bei einigen Orchideen der Pollenschlauch im G^^ 



0'" 

lie" 



lang^sam vorriicke , dass die Befruehtungerst nach drei W 



erfolge 



ein<5 



P 



, wo die Narbe langst verschwunden sey: ^ 



scheinung, welche Tenore aneh bei 6er Arachis hypogo^^ 



achtet hat. Die Bestimmung der Gesetze aber, nach w 



;e\c^'^ 



si 



cli 



sef 



dieses Vorriicken bei den verschiedenen Pflanzen ^^^ 

ilfl 

geht, ist ferneren Untersuchun^en vorbehalten. Daww^ 
mehr beriihrtes Augenleiden diese Untersuchungen nic' 
stattete: so waren wir theils durch vorhersrehende j 



durch nachfolgende Beobachtungen bemiiht , andere 



Zeic 



hef 



de^ 



aufzusuchen, woraus dieser wichtige Zeitpunkt, vvelch^ 
Momente der Entstehung des Embryo im Pflanzeneie vo"* 
geht, bestimmt werden konnte. ^ j^. 

Um daher liber die, vorhin angeregte, Frage von d^"" ^^^j 
punkte des Anlangens des Befruchtungsstoffes im ^^^^H 
dem Moitiente des Entstehens des Embryo in demselbe" ^^ 



der Zeif entscheiden zu konnen , glaubten wir 



durch die 



itersuchung" der gradweisen Veranderungen, welche » 



de" 






et 



ahr 






d 



er 



a 



"Md 



^ 



"sta 



1 



"acl 



1 

Pe. 



hs 



I 



^nt 



^ 



e. 



esta 



gi-ii 



n 



^ie 



»nli 



^es 



^e 



pi 



iss 



I] 



c 



e 



tel 



■nhii 



^e 



St 



V 



I'ei 



% 



i 






'ei'd 

en 



e 



D 



'^^ 



<1 



ere 



n 



^ 



.^^^ b 



ii 



^it, 



H 



ell 
IS 



'V 






/ 






dC) 



r 

ei 



c 



be" 



a 

e 






( 



hein 



eH 



un^*^ 



11 



c 



dell 



oc 



s 



u" 



d 



ail 



^eii 



lie" 

fir' 



e 



beo 



!)■ 



sic 



uo 



li 



sef 



e' 



lit^ 
tbei'^ 

icb<"' 
..aei" 

ra««' 



^elt' 



iiJi 



a 



iD 



i< 






387 



I 



^^S'nnend 



oil 



eiiFiuchten von derBestiiubung an mit dein eigenen 



^ ^'^ bis zur ikusbildung^ des Embryo vor sich gehen , der 



ahrheit 



Sen le 



niiher zu riicken. Zum Zweck dieser Untersuchun- 



&ten wir der Beobachtung zuerst den jungfraulichen Zu- 
\\,g?^ tier Ovarien und 
^B»'^!^ ^ei verhinderter Bestaubung^ und Befruchtung, d. !. bel 



Eychen solcher Blumen zu Grunde, 



^'^soiuten Dauer der Blumen ihre Petala gewelkt batten, 

ndde 



I 



"stand 



'iinach in einen, dem ausseren Anschein nach, gleichen 






er 



d 



hatt 



mit denen Blumen gekommen waren , welche bald 

d«rch kiinstliche Befruchtung ge- 



Bestaubung 



en. 



W te, 



*»« Ju 



ni 1835 haben wir hiezu drei Blumen der Lychnis 



I 



^nte 



fe 



^^fttna gewiihlt, an weichen die Blumenblattchen am sie- 
Tage nach dem Oeffnen der Blume bei verhinderter 
ung eben zu welken anfingen. Der Kelch war frisch- 



'stiiub 



n 



* ^ufgeblasen und viel weiter als der Fruchtknoten , also 
ich gewachsen: die Griffel se\\v xevX^LM^evt ^ stark 



zu- 



Pizt unj auswarts umgebog^en; die Narben stark wollig, 






fnsch und vollig; unverdorben. Der Fruchtknoten hatte 



zuge- 



Vf ^ "&^ Gestaltj war klein^ beinahe cylindrisch , an der 
^M ^ ^^* einem etwas dickeren abgesezten , rundlich 
hi durch 10 Linien — nach den einstigen dehiscirenden 

§.. ^^ "^ abgetheilten, festeren Kappchen versehen ; an dieser 
h ^ dringen die GrifFel durch die Substanz der ausseren 
te) . "o i" d^s Innere des Fruchtknotens ein, urn vermit- 
h\ .^^^^^ kurzen Verlangerung sich mit dem Fruchthalter zu 
V^ /^^^^« und sich in denselben einzusenken. (Dieses kurze 
w^^^'^^gsglied wird aber, wie wir im Folgenden sehen 



in den befruchteteH Blumen schon in 48 bis 56 Stun- 



*^h der Bestaubung aufgelost.) 



««4" ''" 



Stelle des Eintritts in ^tn Fruchtknoten sind die 



^^r« "^** ^^^^ Hauptabtheilungen des Kappchens an 

^^Ss , ^Pitze vermittelst Zellgewebes genau verwachsen : so 
\^ 1^* ^^^ Trennung dieser Abtheilungen der entsprechende 

mit der Spitze der Kappenabtheilung verbunden bleibt, 

^^^•^ Von seiner weichen saftreichen Fortsetzung in den 




25 



^ 




) 



t 



!! 



I 



tr 



f 

1 




u 




f 



jlif 



I 






» 



388 






Frijclith alter ohne Gelenksverbindiing abtrennt. D 
des Fruchtknotens bestelit aus zwei Schichten , einer ««* 
glatten 5 sattgruneren, festeren, (doch etwas lockerei 
die des Kappchens,! und einer inneren weisslichen, aus 

^ Me'"'" 

bt 



saftigen 



rem, feinem Zellgewebe bestehenden 

welche sich nach den fiinf Hauptabtheilungen des Ova» 



In eben so viele membranose sichelformige Processus ^^ 
welche Hauptabtheilungen wiederum durch Mittellin'^" 
der Spitze bis zur Basis der Lange nach in zwei 
schenlinien des Ovariums entsprechende Halften als 



J 



den 



E 



von den Eieireihen getheilt sfnd. 



Das liinglicht-run 



rium ist ah der Spitze durch den Griffelfortsatz und » 
Basis durch den Fruchthalter mitder ausseren UmhiiHu^o 



yOll 

Qua- 

aef 



r vei" 

I 

wachsen: in seinem iibrigen Umfange aber durch einen g 
gen leeren Zwischenraum getiennt. Die Et/chen sind n^^ ^j 
f'dnf Hauptabtheilungen des Fruchtknotens in fiinf Seiten? ^^ 
jede dieser Seiten wiederum in vier Reihen, je zn 22 
Eychen, eines an das andere regelmassig an den Fruch 



lei 



cli 



angeheftet; so dass je zwei dieser Eierreihen eine S 
seitige Anheftung haben^ und zwei und zwei solcher t^ 
in Einer Seite vereint mit der Micropyle gegen einand^ 
kehrt sind: woraus zu erhellen scheint, dass die? ) , 



% 



\i^ 



einem GrifFel ausgehenden , Zufuhrungsgange des 
tungsstoffs in der leeren Furche jeder der fiinf Seite 
Austritt der Pollenschlauche sich endigen : dass aber i , 
Vereinigungspunkte beim Eintritt in der Spitze des >■ j. 

communiciren ; weil, wenn die Narbe auch nur Ein^ 



knotens die Zufuhrungsgange aller GrifFel 



fels bestaubt wird , dennoch das ganze Ovarium ben 




wild tS. 2233. 



An zweien dieser Ovarien waren die Eychen 



untef 



gi" 



li 



vfl" 



beinahe vollkommen gleich : in Vergleichung mit d^" ^p 

einer eben aufgegangenen Blume aber etwas gewachse ? , 

fast von ganz gleicher Grosse , griinlichweiss und halo ^.^^ 

Die Eychen des dritten Ovariums aber ^ai'^ ^,^^^; 
ungleicher Grosse: die oberen an der Spitze des 



siehtig. 




e 



^litt 



cli 



er 



111 



Hi 

"lid 



r 



i»ieh 

^Ullg, 

Verse 



^ri 



Ut 



er 



^ler 









s 




d 



en 



»'«6: 



5 



lo 






r 




^- — ^ ■ ~ ^ - - T — T-tr= 





/ 






s 



n 







als 



eke- 



bra"' 

-iick" 

It, aef 

, vei" 
.•eri"' 



? 



un 



is 55 
Itef 



a 
lei 



ei 



he" 



r^ 



e' 



e 



vo" 



Ifru 



cli' 
ui" 



elite' 



r 



S)C 



ll 



Vfl" 

11^ 



1 



a 



vo" 



uc 



l.t' 



389 




fei's angeliefteten fast inn die Halfte grosser, alsdie an der 



^itt 



«li 



^ "iiid tiefer unten befindlichen, vvelche beinahe von glei- 



^f Gr 



(Ei 



I'osse mit denen der zwei anderen Ovarien waren. 



"'^ solche Ungleichheit der Eychen in einem Ovarium 
.^^'^achtete audi Mirbel (^^^)0 Die Eychen dieses Ova- 









^ Waren von mehr triiber Farbe , weniger durchscheinend 

*^onsistenter. 

^'e Gestalt der Eychen der ersten zwei Ovarien war 



rk 



un 



eilformig, ohne irgend 



\ 

einen Absatz oder Unterschei- 






^N 



d 



gszeichen in den Nabelstrang sich verjiingend, an der 

^^en Curvatur mit einem kleinen Fortsatze, der Micropyle, 

^^heti; ohne dass nocli eine andere Andeutung des llilmn 

^usseren Umbilicus, als ein sehrkleiner^Einschnitt zwischen 



eraii 



icropyle und dem Nabelstrang, vorhanden war: ihre Ge- 



rnformig gestielt; die linteren kleinereu Eychen im 



'^'^t hi 

^Hff 

'e?i Ovarium naherten sich sehr dieser namlichen Figur; 

oberen und ffrosseren hatten aber eine mehr kugelig-nie- 

'Ofnaip-e Gestalt, wodurch sich das Hilum zu bilden anfing : 

^^ die Mikropvlarerhabenheit deutlicher und abo;esondert 



'le 



abelstrang hervortrat. — In diesem Entwickelungsgrade 



, Eychen war noch kein Unterschied in der Structur des 
u "•'pers und des Nabelstrangs zu erkennen. Die dussere 
^ "t der Eychen dieser drei Ovarien war mit regelmassig ge- 

leten Punkten iibersaet, sehrweich, saftreich, und sehr 
v^^^^ierig von dem, mit seiner eigenen Haut bekleideten, 
^ ^^ abzusondern ; die SchvkierJgkeit der Abtrennung der 
J, ^^ven Haut war bei den grosseren und schon consistente- 
%chen des dritten Ovariums bedeutend geringer. Der 

^ 'Jieser Eychen hatte an der, der Micropyle entsprechen- 




i 



en 



^m 



^telle eine sehr kleine Hervorragung iMamelon dHmpreg- 

^"% (114) und Abweichung von seiner linsenformigen Ge- 

" vvelche aber mit dem Eikorper ein unzertrennliches 



(5 



^H2 



^ ausmachte. 



Di 



^enjj 



leser jfiTem war mit einer sehr zartenj leicht verletzba- 



V a^tumgeben, welche, mit ihrem Inhalte aufs Innigste 
''^^^liiiiolzen, nicht ebenso, wie die aussere Hautj abgesondert 






i'4 



li 



t 



'1 : 



; t 



I \ 






m 



r» 



4i 



\ 



» 



11 




«tf( 



tj 



•'. t 



I 






390 



dargestellt 

war ( aus 



clen konnte.' Auf der Oberflache dieses 
der oben angegebenen, der Micro 






) weder eine 



wenig 



sprechenden kleinen Erhaberiheil 
noch eine Hervorragung zu entdec 
in dem Innern des Kerns weder etwas Ungfleichartiges 

Abgesondertes, noch eine Aushohlung wahrgenomrn^'^ 






den: indem der ganze Kern eine vollig homogene durchsc 



nende^ beinalie fliissige, 

Kern 



Masse 
so wie der kleineren. 



Eycb^^ 



Ste- 



aufgefunden werden, welche entweder eine Hohlungj 



gend einer Beziehung eine, vender iibrigpn Mass^ 



aes 



materiellen Inhalts verscliiedene^ BeschafFenheit gezeigt 



hatt^' 



Wir 



sowoiil kleine^' 



e)»? 



als grosseren Eikernen einen Embryo - Sack zu en 



entweder wegen seiner ausserordentlichen Kleinheit un' 
heit: oder gibt die mehrmals erwalmte. kleine Erhabe 



tdeck^"' 



•i- 



oder Vorragung an der unteren Curvatur des Kerns in 



Folg; 



e 



der Befruchtung den Anstoss zu seiner nachherigen Entsteh" 

Aus diesen Beobachtungen ist zu ersehen , dass bei 



liinderter Befruchtung der Kelch fortwaclist, das 



Ovari""' 



aber in seiner Entwicklung zuriickbleibt ; dass aber die Ey 



dui 



•S 



Gr» 



J 



auch ohne Befruchtung dennoch das Vermogen besitzen, 
inwohnenden Bildungstrieb sich bis auf einen gewissen 
auszubilden, zu vergrossern und eine andere Gestau 
Lage anzunehmenj ohne jedoch einen Embryo zu crz^"» 
— Die Samenanlage in dem Ovarium der Lychnis vesp^^ 
ist von der Natur anf ungefabr 500 berechnetj von ^^'^^ 
selten mehr als die Halfte. hochstens aber 300, zur VoU^^ 
menheit kommen, und alle iibrigen abortiren. 

In der obigen Absielit, urn namlich zu erfahren, 
laup-e der Embryo nach der Rfistanbnnfy iIpi- Narbe """ 



It 



r 



\e 



(in Hypothesi~) be 



erscbeine, babeo 



^V 



r 



am 2 

Ui6g!i| 

"nit 

All 
(J 



e 



Hist 



des dritten Ovariums hat sich von denen der zwei and^ I e 
Ovarien niir durch eine triibere Farbe und eine niehr g*" | "* il 
artige Consistenz unterschieden. Es konnte aber in t^i^^^,' | .''S 



eine 



r 



ode^ S St 



"•ach 
tlefe 



Ses 



D 



c 



ev 



M 



er 



G 



H 



er 



^tell 
Sell 



e 




^es 



ei 



s 



'let 



\v 



I'W 



hi 



ft 






p 



u 





b L r 





cot- 
fillip' 










ere" 
licit' 



e 






atte 



la 



# 



ere"' 
Ickf"' 

iiliei* 



e 



ver' 



n 



iuiu 



I urc'' 



Gra 



iifl 



J 



:'g' 



611 



be" 



c 



0JI»' 



vv 



r 



iiJ 



(Iff 



391 



^'J^. Juni 1835 smjo//" Blumen dieser Lt/chnis vespeftina vow 
I'S'ichst gleicliem Entwickelungsgrade an deinselben Stocke, 



Hi 



Seiche 



Sleich 



del- <ia| 



verlangerteii GriflFeln , gleich woUigen Narbeii, 

sich 20 bis 24 Stunden zuvor geofFnet batten , und 

'^r zuverlassig alle conceptlonsfahig waren, Morgens mn 

'^^' jede Narbe besonders mit dein Pollen einer einzigen, 



Sanzen 
All ' 

(J 



dehiscirten Anthere in derselben Stunde bestaubt. 

^ tliese Blumen befanden sich in Beziehung auf alle aussem 

'•^^tiinde in ganz gleichen Verhiiltnissen ; so dass der nor- 



»»iaj 



Anfange 



^Un 



tell« «iiie 



Ende der Beobacli 
S erfahren koniite. 



Sto 



d 



Lufttemperatnr von + 15° bis 20^ R. waren nach 6 bis 
^*«nden die Griffelspitzen und deren Narben missfarbig, 



"ach 

'^^^f abwarts missfarbig und die Blumenblattchen welk und 
''»'^orben. 



12 Stunden die GrifFel an den Spitzen eingeschrumpft, 
»ach 24 bis 30 Stunden die Griflfel und Narben nocli 



Di 



Sesch 



le er 



Bestaub 



nitten J zeigte folgende Zustande ihrer einzelnen Theile. 







Kelch 



>»b 



^'^ ein bedeutender Raura zwischen beiden iibrig war. Die 
'^^ff'^i und Narben waren an der Spitze abgestorben, bis 



^ ^•^ aie Mitte ihrer Lange abnehmend-raisstarbig, gegen die 

f'^^ ihrer Einsenkung in den Fruchtknoten noch frisch aus- 

^^^ und fleischig. — Die Griffel der Lychnis vespertina 

**Jchthohl, sondern bestehen aus zusammenhangendem 



^'tid 



^es 



S^webe: an ihrer Basis, wo sie in den Fruchtknoten ein- 






eukt 



^ingeschniirt, und jeder Griffel ist durch Zellgewebe mit 



^bth 



^^chsen , dass er bei einer Theilung mit der Spitze seiner 



entsprechenden Abtheilung des Kappchens auf die Art 

^lebten an dem FruchlJmoten , der 3,5'" lang, 2,3'" dick, 
'■ laiiglicht-oval, beinahe cyliiidrisch, an beiden Enden 



eilun 



(S. 387) 



Die verdorbenen Pe- 






'^^Pf ubgerundet, an der Spitze mit einem etwas dickeren. 



\ 



» 

k^ 






i 



i 



i 



ii 



I 





■^-I- ^ ■ 





f^ 



I 



392 



kapp 



rundlich-conischen . 



■ang 



aer 



ss 



Giiffel mit einer, durch lockeres Zellgewebe geschlo 
OeflFnung versehenen Aufsatze gekront war. Die a« 



-ssere 



J 



Fruchtbiille war gliinzendglatt , saftgriin , aus zwei saftig^" 
gleich dicken Scliichten bestehend : einer ausseren festef^"' 
lederartigen, dunkelgriinen, und einer inneren lockeren, vveis 
lichen, aus sehr kleinen Zellen gebildeten: welche 



h0 



Innig niit einander verwaehsen waren. Die aussere 



Umhu 



,(f 



uingab das ovalrunde Ovarium genau, so dass die weis 
innere Schiehte derselben die Eychen beriihrte, «nd a" 



gsliche 



der 



ach- 



sen war. 



Spitze vermittelst der durehsetzenden Griffel ffenau verwa<^ 

Die weissen halb durchsichtigen Eychen ^* 
rait feuchtem Dunste iiberzogen, regelmassig und dicht anei"' 
der gereihet, von etwas verschiedener Gestalt und Gioss^' 
die oben an der Spitze des, mit den J- ^ • - '— '^««ff^' 



noch im Zusammenhange stehenden, Fruchthalters angebe/ 



ten etwas 



weniges grosser 



mehr 



kuglig, 



auf der 



Seite in den Nabelstrang iibergehend , auf der anderen 
einem kurzen Fortsatze, iMamelon dimpreqnation^ ""^ 



iiie" 



del' 



Micropyle versehen. Bei einigen dieser Eychen beinei' 
ten wir an dersplhpn SfpHe eine aiisserst zarte, kurze , f''*"^'] 



f 



verlangerung (ohne Zweitei einen abgerissenen 
uch). Durch den Einschiiitt zwischen dem ^ 



Micropyle 



fjinb' 



ili 



cus und des Hilum. 
Fruchthalters an^eh 



>h 



Spitz 



e 



deS 



kleifl^'' 



keulenformig, und gingen, gleichformig sich verdiinneiid? 



in 



den Nabelstrang iiber; die diesem gegeniiberstehende 



klein^ 



Erhabe 



klein''" 



vvif 



Einsehnitt von ihm gesondert. (An dieser Steile k 
^ bei diesen Eychen keine fadenforraige Verlangerung bein^ 
ken.) Die grosseren sowohl , als die kleineren , vveissHch^"' 
auch grunlichweissen Eychen glichen halbdurchsid'^'S'' 
Blaschen, weJclie mit sehr feinen , nur mit einer starken *^' 



<^|J 



b 



Reiheii iibersaet vvareu. 



( 



Haul war uocH 



Zai- 



k 



au 



Che 
h 



A 







bu 



iiiel 



n 



Sell 



1 



I'll 



Sen 
Jiai) 



yt. 







va 



«inei 



1 



I) 



"Jch 



'lufi 



li 



sc 






'in 



n 








aer 
lie"? 

eii, 

iss- 

kcbe 

i-eii 

ill 



e 



fte- 

lie" 

it 



IB 



del' 

ell' 
1 

el- 
ili' 

ei'; 
in 

in^ 



II 



en 



vvii' 
ei" 

el' 
ei" 

iif 



393 






md 

bei 



so wie audi die innere des Kerns : so dass 

n ■ 

iseren Evchen em Anfanp- der inneren Haut 



zufinden war, — In dem Innern dieser Eychen oder Bliis- 

.^*^5 sowohl der grosseren als der kleinereiij koniite nichts 

'^S'eichartiges entdeckt werden; sie enthielteii vielmehr eine 

^niogeoe, klare und durchsichtige, schleimige Fliissigkeit. 

Zweite Blume, 44 Stunden nach gesclieliener Bestau- 



b 






ibgenommeij. Die Griff el waren von der Spitze 
missfarbig geworden , an der Spitze selbst 



einge- 



ha 



^^Uttipftj braunlich; aber defer gegen die Einsenkung in den 
'^^htknoten noch friscb^ weiss und fleisehig-saftig. Der lang- 
^^«tovale Fruchtknoten 4''' lang, S^S'^dick; die Fruchtschale 
^'^s niehr verhartet; der durch dieselbe an der Spitze drin- 
® Griff elf ortsatz noch in ununterbrocbenem Zusammen- 

F 

^^^ mit dem Frucbthalter. — Die mit Feuchtlgkeit umgebenen 

J^hn etwas grosser , gleichformiger und an der Spitze des 

/^^iums sehr wenig grosser 5 als in voriger Periode^ noch 

\ ^nlichweissen, halbdurchsiditi2:en Blaschen abniich. deren 



Sere Haut noch sebr zart und weieb^ aber mit deutlicberenj 



Der 



"schnitt zwiscben dem Nabelstrang und der Micropyle etwas 






so dass diese mehr 



hervorgetreten: 



einige mit 



sehr feinen fadenformigen kurzen Ansatze (Poilen- 



&e^v 



^ucb) 



an anderen konnte man denselben nicht 



^le 



h 



ichfo 



werden. — Der Inlialt der Eychen bildete eine voliig 



Masse 



ne d 



"Sch 



eiden 



ass irgend etwas Heterogenes in derselben zu iinter- 



war. 



luf 



^litte Bin me, 56 Stunden nach der Bestaubung. Der 
'^blasene Kelch frisch griin , unten kuglig, oben pyramida- 
« zugespfzt, stark behaart, mit fiinf Hauptrippen und 
^ '^feren Nebennerven versehen, 9'" lang, 6'" dick. — Der 
5 ^^^^*^ofen fiillte den Raum des Kelches weit nicht aus, war 



3" 



di] 



%u 



'lang, 2,8'" dick, und noch von den Petalen als eine weiche, 



Ke 



^ saftige Haut iiberzogen; oval^ 1'" unter der stum- 



^ spitze mit einem Absatze oder eingezogenen Kappchen 





T 





4 

* 



/ 





\ 



«« 



t1 



i 



i 



i« 






4 

i 



I 



\ 






, / 



i^ 



^u 




-^f± 





V^ft 



I 



f ' 



394 



gekrout, sattgriin uiid glanzend glatt. 



Grifel 



ch 



tiefer herab abgestorben, aber gegen ihre Insertionsstelle ^^ 

doch auch hier sichtbarlic^ 



weiss 



fleischig uiid weich 



in der Abnahme: im Inneien der Fruchtumhiillunff dui'ch ei> 



entstandene, kleine Vertiefung im 



Scheitel desselben »'"' 



387) 



der 



i 



die 



Kapsel aber genau verwachsen. • — Die Uussere gYxxne Bo^^^ 
Fruchtknotens war etvvas mehr verdickt und verhartet; 
innere weissliche Haut bildete im Scheitel um die eintre 



den GrifFel einen schmalen Kranz, 



Wand 



Linien vertheilt war: welche Linien den fiinf Seiten 



theilungen des Ovariums entsprachen, in welche sie si 



glei 

laufen^*' 

,der Ab- 
h frii- 



Wachsthum 



demselben getrennt hatten. 
fiillte die Holiluna: der Schal 



glichtru 



es 



tvaf 



zwischen ihm und der inneren Haut der Schale ein sehr scbn* 



ler Zwischenraum entstanden, der von klarer 
erfiillt war, welche auch die Eychen benezte. 



^^eucbtig 
Die ^P 



keit 



§ 



• « 



als in der vorigen Periode; 



unteJ* 



sich fast von gleiclier Grosse, glichen sie noch weisslich ? 

dureh deren Korper dunk*^ 



halbd 



genstande durchscliienen, — Der vom Fruchthalter ausgehe 



de 



eylindrische Nahehtrang ging", bhne irgend einen 



siehtbar^^-^ 



Absatz oder Unterscheidungszeichen, sich allmalig verdicH 
gleichformig in das Eyclien iiber, mit welchem er von g^^* 






Lange war. 



Die Eychen hatten eine entschiedene^ 



hori2^^ 



tale Lage am Fruchthalter angenommen und der Korpei 
selben eine mehr kuglig-nierenformige Gestalt erhalten. 



Haut 



9 



Maschen und Erhahenheiten pebild^* 



die 



Haut aber 



wegen ihrer ausserorde 



fein 



schwer zu erkennen. (Wir vermochten noch nicht den ^^\^ 

■t 

von der ausseren Haut rein abzulosen.) — Der Kern der 
bestand aus einer gleichartigen , farbelosen. beinahe 






B 



Masse, welche bei einer Verletzung d^r 



Ha 



ut 



k 

tei' 

ab 
ail 



at 



h 



V 

k 



ei 



or 



ajis 



Ci 



or 



Jiabl 



fi 



'« 



^es 



h 



aa 

4,4. 

(lie 
eiii 







er 

V, 



kv 









^ 




^m- 



ch 

ich 
joe 

uii 
er 

eft 
die 

llie> 
'ru- 

eit 

teJ* 

leu? 
e- 

lde> 
ell 

lief 

n- 
ie 

ie 

leif 
ei» 



395 



Ey 

^er Uml 



4 

ergoss, ohne dass in dieser Fliissigkeit^ oder 



^'^genes zii entdecken war. 






er 



^eil 



an 



Einen Pollensclilauch fanderi 
^n keiner Blicropyle dieser Eychen; wir vermutheii 
> dass sie hier nur selir kurz und daher abgerissen waren ; 
^ii' sie in der folgenden Periode der Entwickelung noch 



h 



at 



eser Periode 



»»n 1 



einig^en Eychen vorgefunden liaben. — In d 

^ich der Zusammenhangr der GriiFel mit dem Fruchthalter 



V 

k 



erbi 



gel 



so dass keiiierlei 



ung der Griffel rait dem Ovarium mehr stattfinden 



*^nte: worausfolgtj dass ungeachtet des fleischigen, und 

^^heinend gesundeu Zustandes des unteren Theils der Griffel, 

^elben dochkeinen Dienst bei der Befruchtung mehr leisten 

Z^^^nen (vgl. S. 380). — Die Gestalt und Lage der Eychen 

^^ sich zu verandern angefangen^ als eine der ersten Fol- 

^^ der gescliehenen Befruchtung, ohne die geringste Spur 



Emb 



fi 



V 



y 



'■'"^lUung. 
Hizt, 



erteBlume, 81 Stunden nach der kiinstlichen Be- 



Kelch 



zu- 



^^'^5 fiinfrippi 



eng geschlossen, 7,5" lang, 6,5"' dick, stark be- 




^^"xlich 






frisch 



griin. ^— Der Fruchtlinoten ovalrund, 



^eici 



ng, 3,4'" dick: das Kappchen an seiner Spitze fast 
verschwunden: mit 10 strahlenformigen Linien be* 



e 



tli 



I 



inet. 



Griffel 



^'^r\\^achsene Oeffnung in der Spitze des Fruchtknotens 

b^schniirt und von dem Fruchthalter durch einen leeren 

j ^^benraum von 1'" getrennt. Die iibrigen ausseren und 



^^^e nicht merklich verandert Der Raum zwischen dem 



K^^" Verhaltnisse d 

Vav" 

^lum und der inneren Flaclie der Schale scheint sich etwa* 
J^eltert zu haben. 

sevt, und glichen noch halb durchsichtigen Blaschen. aus 
K innerem man nichts Heterogenes durchscheinen sah. 
K ^^belstrang hatte um das Hilnm herum etwas von seiner 

^'^sichtigkeit verloren, und schien seine vollkommenere 



Wenige 



k 



^sb 



ung zu beginuen. 



Micropyl 



•^ 



i \ 






. I 






I 

1 



y 



** 



1 \ 



M 



i* 



1 





N 



} ' 



I 



I 



396 



und an mehreren Eyclien war nocli ein sehr feiner, fa^^ 



(ein eindringender Pollensclilaiich) 



Tvahrzimehmen. 



Haut 



ich 



iiicht im Ganzen von der inneren und dem Kerne zu trenn^ • 

Das Innere des Eychens, der Kern^ bestund noch aus eio 
homogenen, gallertartigen Masse von etwas mehr Consist^^ ^ 
als in der vorigen Periode. Eine Zerthellung der Eychen w* 



Hohlung 



lati 



ein verschiedenes Gevvebe : nur im Mittelpunkte der g^ 
nosen Masse schien sich ein, nicht in Farbe, sondern d^i' 

rf If 

mehr Consistenz sich auszeichnender Piinkt oder Kern bildc*' 
wolien^ weleher gegen die Peripherie des Kerns mehr «'^ 

— Diese Periode zeichnet sic 



mehr ins Fliissige iiberging. 



fichreitende Ausbildung des Nabelstrangs aus; so wie 



des A 



fort 
durcl> 



M 



Fiiiifte Blume, 



Bestaubung 



pef 



Kelch 



6,7 



III 



Dick^ 






nmgab den Fruchtknoten enger, als In der vorhergehen 
Periode. Der Janglichtovale, stumpfzugespizte, glanzeo 
glatte FrucMhnoien hatte eine Lange von 7'" und eine Vi^ 
von 6'": seine eingezogene 1'" betragende Spitze oderKapP 
war fast ganzlich verstrichen. — Das Ovarium fiillte die in«?^' 
Hohlung der Capselschale noch weniger aus: indem der i^^ 
Raum zwischen beiden sich noch vergrossert hatte: jener ^ 
,5'" lang und 2,5'" dick. Die Kluft zwischen der Spitz 



e 

6 



3 



ede^ 



Fruchthalters und der Griffeleinsenkung in der obersten A^^^ 
lung der Fruchtumhiillung hatte sich mehr erweitert. 
der Eychen waren in ihrer Entwickelung gegen die a" 



etwas zuriickgeblieben, und daher weniger dicht an 



eiuan 



Vi 

de*'" 



oifl' 



gereihet ; die meisten hatten aber an Grosse etwas zugen 
men, und nun eine ganz horizontale Lage erhalten; <J*^ 
der Spitze des Fruchthalters beliudlichen etwas grosser? ^' 
die an seiner Basis, von sparsamer Feuchtigkeit umg^^^J ^ 
weisslichtriib und weniger transparent, indcin ein dun*^ 



Ko 

»ni 

We 

ti'e 
Wa 



b 



y 



ei 



1 



en 



el 
e 



Set 
di 

V 

€in 
111 



a 



Jie 



u 



da 



vv 



d 



y| 



2e 
d 



e, 



St 



Vv 



d 



e 



e 



d 



de 
de 



/ 




397 



tor- 
en 

ei' 

cli 
er 

,ti- 
ch 

lid 

licli' 
rt' 

lit- 



er 
efl 

a- 

pe 

re 
i-e 

e^ 
ili- 

ef 

lU- 



K 



^^per hicht mehr dnrch sie durchschien : ihre Verbindung 



^'Nem Fruchthalter scliien lockerer, oder der Nahelstrang 

richer geworden zn seyn; weil s5e sich leichter von ihm 

**^Onen liessen^ als diess in den friiheren Perioden der Fall 

^^•— -Die kleine Erliabenheitgegeniiber von dem Umbilicus, 

^^ Befruchtungshoclier sammt der Micropyle^ war an vielen 

1 



y^hen bedeutend kleiner gewoiden, an anderen schien ev 
^inahe verschwunden zu seyn: von eiiiem anhangenden Pol- 
^•^schlauche war niclits mehr vorzufinden. Auch an den gios- 



^^en Eychen war die iiussere Haul noch sehr diinn nnd zart; 
J^ Maschen derselben aber deutllcher geworden. Nach einer 
^f^etzung' dieser Ilaut ergoss sich sogleich eine klare, helle 
'iissigkeit aus der gemachten Oeffnung, mit Zuriicklassung 



V 



€ine 



Hi 



s consistenteren , gallertartigen Kernes; dieser nun we- 
^^r transparente , gallertartige Kern von etwas raatterer 
^''be, als dieumgebende, halbfliissige Masse, stand ver- 
'^^'ttelst des Umbilicus mit dem Nabelstrange durch die begin- 
''^nde elg-ene Haut in genauem Zusanimenhange. Die klare 



\ 



Fir, 



Ussigkeit nahm vorziiglich den Riicken oder die obere W61- 

in ihr , so wie im iibrigen Kerne , wel- 



""& des Eychens ein : 
'^"^i* ' eine weiche , gleichformige , fleischig - gallertartige, 
^'^^en die Peripherie weicher und halbfliissig werdende Masse 



vvar 



ot, war nichts Abgesondertes zu finden. 



Hgv Umbilicus 



verhaltnissmiissig mehr gerundet und der Nahelstrang 
"'"ner mid etwas kiirzer geworden, indem der Umfang des 






d 



es 



ycJiens zugenommen hatte ; jener bildete einen kleinen, kur- 
5 rohrigen oder trichterformigen Ansatz nahe am Bauche 
Eychens; weicher Ansatz an der Einraiindung des Nabel- 
*fangs eine Einschniirung oder geringe Verengerung hatte, 
^vauf derselbe dann wieder etwas dicker wurde. 



Die, von 

^'' Spitze abwarts gegen die Basis des Ovariums kleiner wer- 
^'iden, Eychen waren nur in Hinsicht der Grosse von denen an 

^*' Spitze desselben befindlichen uiiterschieden; in alien iibri- 
^^11 Verhaltnissen aber alle einander ganz gleich geblieben: 
^^'^st die friiher vorhandene kleine Erhabenheit in der Nahe 

^^ l^mbilicus, derBefruchtungshocker und die Mcro/?^/*?, hatte 



^ 



I 



m 






\ 



ii 



\ 



^ 



it 

* i 



(I 










( 



i 



I 



.198 



sich an deii kleinen Eychen fast ganz verwischt: es vv 

■ n 

aiich keine Pollenschlauche mehr an ihnen aufzufinden. 



ffaut 



V 



are« 
pie 

hattefl 



sich mehr entwickelt, und die Bildung und Consolidirung; ^^^ 
eigenen Hant des Kernes von der Mieropyle und dem Uw^^''' 
cus aus schien nun zu beginnen, und sich von diesem Pu"'^^^ 



ans nach und nach weiter iiber den Kern auszudehnen. 
der sorgfaltigsten Untersuchung einer grossen Anzahl 



is 



o 



Bel 

voU 

jWasse 

im Kucken desselbCn und zunachst der Mieropyle, (woselbs* 
der Embryo mit der Radicula seinen Anfang nimmt,) "i'^^*^ 
Abgesondertes , noch eine Spur einer, auf den Embryo be' 
ziiglichen, Bildung entdeckt vverden. — In dieser Periode ^e' 
Entwickelung der Frucht wuehs demnach die aussere Umhi^'' 

lung im Verhaltniss mehr als das Ovarium ; die Eychen trate'' 
mehr in die horizontale Lage , und nahmen gegen die Sp>*^^ 
des Fruchthalters mehr an Umfang zu, als von der Basis a"* 
sie verloren mehr und mehr von ihrer friiheren Transpare"^' 



Mit dem Ve 



der Pollenschlauche nahm 



Be 



eB 



friJchtungshocker und die Mieropyle an Umfang ab; dageg 

hatte sich die Testa und der Umbilicus mehr ausgebildet, "" 

, die Kernhaut ging in eine bestimmtere und festere C!est«'" 



iiber: in den Eychen begann der fliissige Inhalt vom Mi 



punkte aus (d 



er) gegen 



defl 



Masse geg 



den Riicken und an demselben noch langer fliissig blieb. 



S 



Die 



. unreife Frucht, ausserlich von derselben Gestalt und Bescha»' 
fenheit wie die der vorhergehenden Periode, war nur um o*"^ 
Viertheile einer Linie nach beiden Dimensionen grosser g^^' 
worden. D^r Zwischenraum zwischen der inneren Wand o^ 
Capsel und dem Ovarium hatte sich um sehr wenig erweit*"* 



Ovarium 



Epchef 



waren aile von gleicher Grosse, hie und da 
schrumpftej verdorbene und braun gewordene 



nK 



e 



de( 



getrl 

We 



n 



•iiat; 
tie 



n 



iib 
le 



e 



ic 



"iiii 



1 



an 






s 



r 




r 



Rtra 
If 



a 



Vori 




er 



e 



'Jen 



«i 



iilll 

tie 



idl 

n 

lilt 




Vo 



tl 



en 



8:et 
h 



Vi 



tl 



11 



en 



K^' 



'■i 



I 





I 



^ > 



ie 
ten 

ill- 

ei 
on 

J 

ITI' 

er 
en 

be 

e- 

;ilt 

el- 
en 
eiJ 



ie 

■ei 

er 
t. 



390 



S^trennt 



daher weniger dicht an einander gereilit , mit sehr 



"'» palpabler Fenclitigkeit iimgeben , iind beinaihe tiocken, 



tie 



gelblichweisis. (Pollenschlanche an der mehr g;escbwnn- 



Die 



^ "^1 Micropyle konnten wir keine mehr entdecken.) 
**ere ffa^^f ^^r E5 chen war mit deutlichen Erhabenheiten 
epzogen, und dicker als in der vori^en Periode: liess sich 



>cht 



•iiii 
I 



vom Kerne trennen, mit welchem sie am Umbilicus 



»1 

an 



S zusammenhing. — Dev Nabelstrang bildete einen, aus 
^'ichten Zellen bestehenden , lockeren , kurzen Schlauch, 






cran seiner Einmundung in den ausseren Umbilicus einen 



wo- 



^^tz und nach oben einen kleinen Processus formirte; 

^^^ demnach der Nabelstrang eine weitere Ausbildnng er- 




^^n hat. 



Der aussere Umbilicus diinner als der Nabel- 



^^ und sehr kurz. Nach einer Verletzun^ der ausseren 



^i des Eychens trat sogleich eine helle Fiiissigkeit hervor, 
Che jedoch weniger flussig war, als bei den Eychen der 
^gen Periode. Diese Fliissigkeit schien sich theils aus den 
'en der ausseren Haut. theils aus dem Zwischenraume, 
*ciier diese von der Kernhaut trennt, zu ergiessen 
^^^ Hess sicfi nun leicht von der ausseren Haut absondern; 



Der 




^^ dessen eiqene Haut sich nun vervollstandifft und iiber 



A 



ganzen Kern gleichmassig' verbreitet hatte; sie hing in 



begend der Micropyle und dein Hiluin mit der ausseren 



Ull 



® eng zusammen. Der Korper des Kernes bestand aus 



J ^^ dicklig-gallertartigen Materie, welche gegen den Mit- 
P^^nkt fester war, und auch im Ganzen wieder etwas mehr 
^^Kstenz eriangt hatte , als er in der vorhergehenden Pe- 

y^^ der Entwickelung besass; indem er dem Driicke mehr 
^^^I'stand leistete, oh\^e zu bersten; was zum Theil auch 
der fester gewordenen eigenen Haut herriihrte, welche 



Vo 



A 



%: 



em Inhalte auf der inneren Seite aufs Innigste verbun- 



fi:et 



^^nkt 



^ar J und ohne ihre ganzliche Zerstorung nicht von ihm 
^nnt werden konnte. Dieser Kern war in seinem Mittel- 



e fester geworden und nicht mehr transparent: gegen 
A '^"ifang abnehmendy weicher, weniger consis,tent und mehr 

^"scheinend , so dass seine Consistenz in der aussersten 




\ 



^m 





i 










I 

I 

\ 



i 



^* 






>r/^4 



Ir, 



f 



400 



Schichte unter der eigenen Haiit ins SchleimJgfliissige 

Veimittelst der Dnrclischnitte dieser Eychen 



guig. 



iibe'" 
ch 



Tta 



alien Richtungen konnte in dem Kerne weder eine beso 



n^^ 



Ilohlungj nocli ein abgesonderterj einem anfangen 



denK-^' 

bryo ahnllcher, Korper entdeckt werden : ebenso wenig: ko»i 
ten wir in der scliieimio^flussig;en Masse unter dem eigen 
Hiiutchen im Riicken des K^rnps iinH in Aev IVShe deiv ^^^ 

onderte" 



pyle und des Hilum ein Lectulura oder einen abges 
Korper finden. — Diese Periode der Entwickelung des 
zeichnet sich ausser einer vollkommeneren Ausbildung' 



IS^abelstrahg 






des Kernes und seine innigere Verbindung mit der ansser^ 
Haut am Hilnm aus : zugleich hat sich der Kern vom Mi*^*^ 
punkt aus etvyas mehr verdichtet, 

Siebente Blume, 200 Stimden nach der kunstlich^'' 



Bestaubung. Die mit dem aufgeblasenen gerippte 
verseheue, unreife Frucht war 9'" lang, 7"' dick. 



Ke 



per 



sattgriine, glanzendglatte, 6,8'" lange und 5,5'" dicke, ova 
Fruchtknofen fullte den Kelch beinahe aus; das Kappch^''^^ 
Scheitel hatte sich volh'g verwischt. Die Schale der auss6» 



Umhiillung war ziemlieh dick, aus zwei Schichten 






einer ausseren etwas diinneren und festeren und einer i^^^ 
ren etwas dickeren, weicherenj blassgriinen^ ebenso 
die vorigen in fiinf Hauptabtheilung^en durch erhabene^ ^^ 
branose, scbmale Processus getlieilt: ihre innere Fl^^ 



trockenj 
sistenz. 



Das eirunde Ovarium fiiilte den inneren 



J 



der Kapsel fast vollig aus^ nur an der Spitze war der Abst^ 



am grossten. 



gen 



vie- 



ler zwischenlie^enden. abortirten und verdorbenen, vs^"^^^ 
regehnassig und enge aneinander gereiht, nierenf6rniig-»^"» 
Jig und etwas grosser, als in der vorhergehenden Period^-' 



Haut 



I 



A«s^' 

dung erlangt, war mitsehr vielen kurzen, stachligen, regelni'^^ 
sig iiber den Riicken der Eychen laufenden Erhabenhe'J'^ 
besezt, welche aus stnmpflichen, niederen, pyramit'a^'^^ 



'•alb 



Sich 



er 



^uss 



1 



icli 




e 






1 



lC| 






vv 



en 



Ul'd 



Vei 



1 



et^u 



Vo 



n 







efiPi 



^I'n.: 



I 



^ 









at 



i\ 



in 



"•^ch 



Sal 



5^ 
ti),. 

«ii,' 



^ist 



^ 



en 



•^"si, 



^0 



We 






^1 



AK 







ch 



a 



nen 



r 



tell 

des 

.it 



a 



ren 

Ittel' 



V 



hen 
per 

al^ 

i-en 

detj 

Inne- 

eriJ' 

UlU 

vie- 

9 



bil 



1 



iiS' 



tell 

Ihe" 



''«^Ibdu 



401 



n 



sich 



rchsichtigeii, mit Saft angefiiliten Zellen bestaiiden. 

hatte sich deutlicher ausgepragt, indem es 



miu 



Jib 



er 



ttielir zuriickg-ezogen hatte. 
^twas diinner und kiirzer, und dadiirch von 
^«w<7 noch melir unterschieden worden , mit welchem er 



Der aussere Umbilicus 



Na 




^och noch 
Haul 



ill einer Eimniindung zusammenhinff. 



Die 



, fleischig, und bestand, wie die ausserlichen Er- 
.„e ^'^'^•^***'"^ aus saftfiihreuden Zellen. — Die innere Haul hatte 
Ij. '•■ Zusammenhang gewonnen , und war in der Gegend der 
^ '^Py^e "»id ties Oilumrait derausseren genauer verwachsen, 



M 



\ 



•*»"ch der Kern 



etwas wenipei" 



leicht abzutrennen war. 



^Vu,.r ^'^^^^ ^^^^^ ™^^ «einem weichen Inhalte sanft gedriickt 
^5 so gcab sich iiber dein Rijcken desselben eine grossere 

Auf eine Ver- 



j^^^'^'^heit und Nachgiebigkeit zu erkennen. 

b '»Jng auch geschehen seyn mochte; doch zeigte sich die 



g dieser Keruhaut ergoss sich eine klare Fiiissigkeit 
^^latinoser Consistenz, in welcher Gegend des Kerns die 



\ 



Masse 



4. 



•ick 



an 



g, 



% 

U 



Curvatnr iiii 



®n des Kerns geschehen war. 

^^ Trennung dieser schleimigenFlussigkeit von dem ub. 
(Ig '•'os-fleischigen Kerne konnte nicht bewirkt werden : 
''<1p| ^^ K^'per des Kerns von innen nach aussen und von unten 
\ . ^ " ^" Consistenz abnahin. auf dem Riicken aber einen 



in- 



i 



\ 



M 



L J ''^^n Jibrigen ansseren Umfange. 

tn„ ^^'^ ^^»<J sich in dieser Fiiissigkeit an der kleinen Curva- 



Bei einem einzigen 



^^nachst dei 



'^•^i- Uleiner 



Mici 



1** 






«nte 
«^i8te 



langlichter, sehr weicher, aber etwas con- 



fer Korper als das ihn umgebende Med 



seine 



^«W '^^^ ^^^^ ^^^^' "°^'' ^^ 8:eiing, und seine Masse noch 



'& 



dass er unter dem untersuchenden Instrumente ver- 



^4 ^^ wenig Widerstand leistete, dass man zu keiner 

Hq ^" ^enntniss seiner Gestalt gelangen konnte. Aller an- 
V ^" Miihe und Nachforschung ungeachtet, konnte in 



'H 



IJfciiuclnuHg der GettHclii,c. 



26 




I 




' \ 






1 



f 



11 

! i 




4^4 



» 



402 



Duzend and 



Eychen Von verschiedenej 



ii <le 



entde 

werden; vielleicht well eiitwcder die Eychen in ihrer 



kt A 



wickelung noch weiter zui iick waren , oder weil die 
heit der Theiie die Unterscheidi 
machte. — Unter den Eychen 
aber anch noch kleinere , 



Wei 



t* 



crljcll 



mde 
ung 



deiK"" 
nail* 



der vorigen Perioden in Hinsicht der Gestalt und Grosse ^ 

indem die Polienschlauche an ihnen zwar verscMV'i 



Micr 



F 

kamen : 

den, di 

dera Hilum noch deutlich war. 

zunachst folo;ende Resultate : 



lieferte 



ub' 



1) Das Ovarium hat verhaltnissmassig mehr zugen 



\t^\ 



H 



) 



sind von verschiedener Grosse gebli^ 

m 

und befiuden sich daher in verschiedenen Graden der Entvv 
lung, woraus wir den Schluss Ziehen, dass sie nicht 



be") 



M 



sondern successiv befruchtet werde'* 



3) 



kommen zur VoUkommenheit 



. gfl"" 



dern ein Theil derselben abortirt, entvveder wegen 
der Befruchtung oder der Nahrung 



Mao^ 



f 



I 



4) Die Micropyle und ihre Wulst verschwindet alli»* 
nachdem kein Ueberbleibser eines Pollenschiauchs mebf 
linden ist; hiemit erfolgt: 

5) eine deutlichere Scheidung des Nabelstrangs 

Umbilicus, und es entsteht: 



•0 

1^ 



vol! 




6) eine 
Umbilicus. 



innigere Verbindung der Kernhaut i»'* 




P 



t^ 



Co" 



T) Der Nabelstrang, der Umbilicus und die Haute d^* 
haben mehr Ausbiiduns; und VoUkommenheit erlangt. 

8) Der Keni nimmt vom Mittelpunkte aus, docn 
haher bei dem Umbilicus gegen den Umkreis hin , m^" 
sistenz an , in welchem sich nun : 

9) die anfangende deutlichere Scheidung des Lec 

zeigt, und gj, 

' 10) sich (8 Tagc nach der Bestaubung) die erste 



e< 



jj 



111'' 



I 



ii 



n 



&er 



d 



m 



sta 



Sat 



e 



Sa 
k 



d 



II 







k« 



g 






11 






»'a 



<1 



e 



1 



eic 



^u 



s 



d 



et 






1 




dene" 



dec 



Sglicb 



II 



SI 



cli 



denf" 



n 



•te u"^ 



II) 



me"; 






a 



lleJ'^ 



del' 



t: 






e! 






oil 




it^'' 



e» 




1 



et^ 



4 



lir 




ctn 



lu"'* 



te 







403 



d 



er 



kt Anf 




der Radicula oder ein rudimenlarei'. 



pu 



'■^»g des Embryo an der kleinen Curvatur des Kerns findet: 



Ent' Jerade an dem Punkte , welcher der Micropyle und dem En- 



"^tom entspricht. 



A 

^taubu 

«if6 
satt; 



ng 



Kelch 



•« 



^•ieh,. 



1, kugelig aufgeblasen, 
^ngen- und Breitendurchmesser 7'". — Der Fruchtknoten 
fmig pyramidalisch, sturapf zugespizt , 7'" lang, 5"' dick 
S'iin , glanzendglatt : das Kappchen an der Spitze kaum 






I' sichtbar. 



ge 



gen leeren Zwiscbenraum zwiscben sich und der inneren 
^ *^'»d der ausseren Schale lassend, iibrigens in alien iibrlgen 
^^iehungen dem der vorigen Periode glefch. — Die mit spar- 
«ier Peucbtigkeit benezten Eychen matt, rauh, gelblicbweiss. 



A 



^^'ig nierenformigj horizontal gelagert^ gedrangt bei einan- 
^ber niclit regelmassig an einander gereiht^ gleichformi- 

Der Nabelstrang in den verschie- 



^n JBezieliiing; der Grosse 

^^u Eychen von verschiedc 

^^^' als der grosste Durchn: 



locker 



der aussere, 



.. ^ aus seinem Inneren einen diinneren Strang von kleineren 

en durchscheinen. — Die Eychen batten eine bestimmtere 

b^iig nierenformige Gestalt erhalten. wodurch sich der dus^ 

^ Umbilicus ganz ins Ililuni hineingezogen hatte: so dass nur 

* an wenigen Eychen dessen Einraiindung in den Nabelstran^" 

^^kennen war, und es scheinen konnte, dieser gehe nun 

^^ Vermittehing unmittelbar in das Eychen iiber. — Die kurz- 

^^hligen Erhabenheiten der dusneren Haut batten von ihrer 

^ ^'^sparenz verloren 5 diese war fester geworden: indeni sie 

) ^ ^^^hneidenden Instrumente inehr Widerstand leistete, sich 

. ^ Vom Kerne trennen liess, und mit dem Nabelstrange 

J *^^enhing, — Der, mit der inneren eigenen Haut beklei- 

^ ' ^^^'"w war kugelig nierenformig, kaum linsenformig breit- 

^ ^^^kt, mit einer grosseren und einer kleineren Curvatur und 

^, ^^nst der Insertion des Nabelstranges mit einem tiefen, 

^^^^ndeten Einschnitte, dem deutlich ausgebildeten Hilumy 







I 



i 



5i 



m 



i 
1 



! 



t i 




-r. 





|B 




* *i 




\ 



m 




Hi I ^ 



! 




404 



verselien. ' An der kleiiien Curvatur und ilirem zugespi 
Tlieile, derStelle, wo sich die Micropyle befand , wai 



. (lie 



eigene Haut des Kerns am zartesten 



indem bei einem 



ten Drucke auf den 3 von deransseren Haut enfblossten, ^ 
das feine Hautchen an dieser Stelle soo;^leich berstete, vv'^^^ 



I 



sich aus dem Inneren eine sulzipfe Flussi2:keit erafoss. 



per 



to 



to 



fe 



o-e 






Korper des Kerns war fleischig, und hatte gegen die voi^^? 
Periode an Consistenz zugenommen : so dass nun eine; 
dem Riicken des Kerns bis znr Spitze der kleinen Curva 
berablaufende^ mit jener sulzigen Fliissigkeit erfuUte, ^ '^ 
liohlung deutlich zu erkennen war^ welche aber nocU di'' 



'ch 



keine besondere Haut umfangen 3 oder von dem Korper 
Kernes getrennt war, wovon der ailmalip:e und unmerkb^ 



e 



& 



Uebergang' in den gelatinosen Theil des Kerns zu 



zeisg' 



ei 



schien. Wir vermuthen bloss, dass sich im Grund diesei 



.flol 



V 



lung ein ausserst zarter Anfanir dieses Sackes zu bilden 



be- 



b 



„. ie^' 



gonnen habe, (eine wirkliche , membranose Verdiehtung 
selben konnten wir aber noch nidit auffinden). 

In keinem der vielen zergliederten Eychen konnte J 



ii 



del' 
It 



li 



■ch ^' 



a 



I 



schon ein concreter, bestimmt gebildeter Embryo gefui^ 
werden : nur ein kurzer^ cylindriscber^ pnlposer, coniscu 
endigender, ausserst weicber, transparenter Korper fand ^ 
an dem untersten Ende der Hohlung; der kleinen Curv^ 
dessen Consistenz aber noch so zart war y dass er dui 
leichteste Beriihrung seine Gestalt verlor^ und es nur e'*' 
gelangj diesen weichen Embryo von unbestimmt-cylindr^^^ 
Urarisse aus der um2:ebenden Fliissigkeit abzusonderfl* 
sehien mit seinem stumpfen Ende nur sehr lose am Grunti 
verschlossenen Sackes an einem Punkte vermittelst d^^ 



fangenden Wurzelfadens anzuhangen. — Aus diesen 
tiingen ergibt sich , dass in dieser Periode 



Beob»'^ 



■'iI0 

1) das Wachsthum des Kelches oeoen das des Ova'' 



zurlickblieb ; 



to "'to 



2) dass die Eychen eines Ovariums nicht gleiche 
schritte in ihrer Entwickeluiig- und in ihreui WachsthuOie 
cheu : sich aber nach und nach wieder cleichstellen ; 



fo 



1 



■t- 



in*' 



-. ^ 



% 



«0 






JjuJ 



^e 



s 



D 



ei 






at 



«ei 



li 



'ch 



li 



1655 



d 



en 



^en 



k 



^' 



51 



s 






li 



Ul 






n 



ei 






Hi 



s 



f 







\! 



ipi 

a I 



izteo 



. (lie 






;orai' 



f 



pel' 

rvato'' 
diii'cli 



eiig' 



ell 



. flol 



V 



e» 






be' 



e^t 



e J 

•vat'"' 
di" 



h 



ch 



iiiii' 



I 



a 



1 



s 



cliei" 



ii: 



ef 



,dJ^^ 



es 



a"' 



bac 



b' 



viiiii'^ 



fo' 



•t' 



e 



in^' 



405 



/ 



f ■ ■ 

3) (lass die Haute und der Kern der Eychen an C 
"Hsbildnno- vvieder zuoenommen: 



•■iuss 



'ge 



4) dass der Samenstrang sich weiter aiisgebildet, der 
^'e Umbilicus aber abgenoinmen und ins Hilum zuriickge- 



al) 



t 

^) das Hilum tiefer in den Kern hineingeriickt ist* 

^0 die Lagersfatte des Embryo deutlichet* bezeichnet 

^^' dessen Sack noch nicht durch eine eigeneHaut begrenzt 
^^"'^^nistjund endlich 

^) dass der Embryo in seiner Bildunff zwar etwas. 

*^ ^enigj vorgeriickt ist ; 



aber 



de 



8) entschiedenes Erscheinen des W 
^^n mutbmassliche Verlangerung. 



D 



i 



N 



li 



273 Stunden nach der Bestaubung-. 
^'' fi'ischgriine , aufgeblasene Kelch W" lang, 8'" dick, hiillt 

ein ; dieser 
in der Lange und 5"' in der Dicke ^ und war in 



'^^uchfknofen noch voUkomnien , aber locker ^ 

^tte 7 5 



li 



^n iibrig-en Verhaltnissen sichgleich geblieben. — Das Ian g- 
t-kugelige Ovarium stand fiei in der ausseren Umhiillung: 
'^ aber in der Spitze , wie schon in der vorigen Periode, 

giossten Rauni iibrig: die Capsel war also mebr gewach- 
'^»Ulsd 



1 



^^ei 



1 



^H 



as Ovariiini. — Die gelblich-weissen , matten Eychen 
ziemlich gedrangt , aber unregeiraassig, aneinander, 



J. ^varen mit einer hellen , farblosen Fliissigkeit sparsam be- 
^tet: ihre kugelig-nierenformige Gestalt war durch die 
laiigte Lage nebeneinander von beiden Seiten etwas platt- 

Der aussere Umbilicus war in seiner friihern Gestalt, 



i'ckt 



k 



1. 



Ui 



^^m 



"I'zer, dimner Schlauch ganz verschwunden, und hatte 

'n den jetzigen Umbilicus verbreitert: indem er sich in 

ange verkiirzt hatte, — Der sehr blassgriine Nabelstrang 

® 'lur noch lose mit dem Eychen oder unreifen Samen Zu- 



rich 



d 



men 



''^selb 



^ch 



und trennte sich bei einer leichten Beriihrung von 
en; er war bei den verschiedenen Eychen von ver- 



4. , **^^' Lauge: bei einigen l^mal so lang als derUangen- 

Hl 



clim 



s 



<lie Br 



esser des Eycheiis : bei andern aber kaum so lang, 



eitedesseiben. — Die aussere Haiit Cf^sta) war rauh, 



\ 







14 




■i 




4 



t f 








##/ 






« 



t 









n 






■^ 



I 



406 



fliis- 



. ■?. 



sigkeit von sicli, liing mit dem ansseren Umbilicus unzeitren^ 
lich zusammen : liess sich aber nun leicht uiid rein vom R^ 



ne 



ablosen. 



dieser 



eine gallertartige Fliissigkeit vorhanden zu seyn^ die bei ^ 
Verletzung der ausseren Haut hervortrat (vvelche aber a^ 



cli 



zum Theil von den noch saftigen inneren Zellen ders^ 



herriihren mochte). ~ Die innere^ den Kern umgebende, 
war etw^as fester geworden; so dass sie dem Drncke sc 






Widerstand 



kleinen 



Curvatur war aber noch sehrdiinn und wenig: resistirend: " 
ein leichter Druck niachte sie bersten. Vom Riicken v^^'p 



fichen 5 schien der, von der ausseren Haut entkleidete. 



Keff^ 



aus zwei Lappen zu bestehen: indem 



die 



weichere^ ^*^^ 



a!' 



Kg 

Linie lanirs dem Riicken hinunter bis uiitei' " 



( 



I 



) 



tere Farbe hatte, und die Seiten des Kerns von der im 
ren schon weisser und consistenter und daher audi w'< 
durchsichtig gewordenen Eiweissmasse matter in 
geworden sind. 

Der von der vorigen Periode in Gestalt und Grosse 



'^ 



ef 



Fa» 



¥ 



Kern hatte an der kleinen Curvatur am A"^** 



i^ 



^ 



der Auskerbung oder desHilums eine kleine Vertiefu 



n- : ol'"' 



Zweifel an der namlichen Stelle , dem Endostom, wo der Pt'** 



schlauch 



Z 



de 



g 



(d 




n 



ut 



.io-e? 



war noch hell und gelatinos, und ging ohne scheidende 
besonders in ihvemoberen Theile, nach undnach in die ^^^\^ 
Bach Innen consistenter-fleischig und weisslich gen ordene 1> 
substanz iiber. — Wenn die Kernhaut an der unterenCiJ'"'*^ 



■II 



trai" 



f 



ic' 



nachst der kleinen Vertiefung verlezt wurde , so drai'» 
einen sanften Druck zuerst eine gallertartige helle Fl»i^^ 
keit hervor , auf welche bei fortgeseztem und etwas ^ 

mehrtem Drucke die iladicula mit dem fleischigeu , >vc*^ 



elii 

Ho 

L 

hie 
^vii- 




ko 

eii) 
«iii 
flii 

in 
ein 

•ier 



^1 







1] 



te 
In 



n 



e 



Q 



h 



atl 



Hi 

Hi: 




renU' 

idef 
Ibcii 



y 



\ 



e 



0i 



I 



sc 



ei 



1,01' 



aen" 



e 






et\v 



aS 



licli- 
nig 



ei 



Pa> 



1)0 



eJii^ 



(T 






^an 



de 






bry 



Ha 



ut 



1 



r 



Ke'' 



ti"' 
f 






c 






407 



\ 



tra 



nsp 



N 



«>nzjp- 



gen Eycheii sahen wir bei fortffeseztem Driicke enrllicli 
•^h eiiicn ahnlichetij fleischigeii, Ijinglichten, am oberen Ende 
S^spizten Korper zum Vorschein kommen. 



Ob diess eiii 



^'ter Embryo, oder eiiiTheil des Kernes war? konnte seiner 



^eich 






en Conslstenz und der einzelnen Erscheinung wegen 



zur Gewissheit gebracht werden : denn an anderen Ey- 
konnten wir diess niclit bemerken, aus welchem Gruride 

ob wir gleicli 



i«eh 



Mei 



k 



^ ^ieser Gewachsart eiiieu zweiten Embryo niemals zur VolU 
^Qiftienheit kommen sahen. Der Embryo war demnach in 



^iner 



(oder Sach} 



S^schlossenj die ausser ilim noch mit einer pulposen halb- 
ssigeu Masse erfiillt war, w^elche besonders nach oben noch 
^*6 Masse des Kernes iiberzufrehen , nach unten aber mit 






L 

^^ ausserst zarten und feinen Hautclien bekleidet zu seyn 
; was daraus abzunehmen seyn diirfte , dass nicht nur 



len 
El 



sanften Druck herausgetrieben werden 



r 

nbryo, sondern auch die ihn umgebende, geiatinose, 

. "^^sigkeit durch 

^ *^nte. — Diese Huhlung , oder dieser Sack , dessen stumpfes 

^^e sicli im Seheitel des Kernes verlor, der spitzige Theil 
^ ®^' mit derKernhaut an der obenbemerkten diinnen und zar- 

^ Stelle zusammenhin": , war immer noch sehr schwierij; 
. '^ *iiibestimmt zu erkennen : weil er durch seine gallertartige 

^schafFenheit , besonders nach seinem oberen Ende , in sei- 



che 



C 



n 



Q 






•f 



mfange noch nicht entschieden begrenzt, und das Haut- 
Wo es sich wirklich schon zu l^ilden angefangen hatte, 

11^). Die Embryone aiis verschiede- 



( 




h 



^ 

Riicksicht auf 



^talt und Grosse etvvas verschieden. In den meisten Eychen 



^tte de 



nx 



gekr 



langlichte, fast cyUndri- 



^ Gestalt, indem er gegen die Cotyledonen etwas dicker 
^'^^; die Cotyledonen lagen nicht auf einander: sondern be- 
''*^n sich bioss an ihren noch ausserst weichen und zarteij 
en klammenartig : indem sie in der Mitte auseinander 

®H. Bei einigen war der Embryo noch ganz kurz un4 



S 




Pltz 

Hflrt 




\ 



1 



f « 




hi 




«i 



f*. 



N 



«« 



r 



\ 



31 



m «^ 



l« 






^ ■ 



!f r* 



•B 



5 



♦* 





408 



' ^ 



elif 



klein , transparent und noch wenig gekrummt ; nnr bei s 
wenigen lang, cylindriscli nach dem Rueken des Kernes g^' 
kriimmt; die Coty